PDF auf dem Kindle lesen (Blogparade)

Seit ein paar Jahren habe ich einen Amazon Kindle, derzeit einen Kindle Paperwhite der ersten Generation. Mit dem Persönlichen Dokumenten-Service für Kindle lese ich damit oft PDF-Dateien wie Whitepapers oder Ebooks auf meinem Kindle – und zwar als Kindle-Ebook und nicht als PDF-Datei.

Mein Kindle ist fürs Lesen da, für sonst nichts. Der Kindle ist leicht, einfach zu bedienen, hat eine Hintergrundbeleuchtung und passt in die Jacken- oder sogar Hosentasche. Vor längerem schon dachte ich mir, warum ich ihn dann nicht auch für längere Texte zu benutze, die ich ansonsten auf meinem Macbook oder dem iPad lese. Oft beispielsweise gibt es Blogparaden, die nach ihrem Ende als PDF-Ebook erscheinen – so wie die Blogparade zur perfekten Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter. Glücklicherweise bietet Amazon für solche Fälle den Service für Persönliche Dokumente. Darunter versteht Amazon keine Dokumente, die im Amazon Store gekauft wurden, sondern eigene Dokumente des Anwenders, die er (Sie!) auf Amazon abspeichert:

Der Persönliche Dokumente-Service ist eine kostenlose Funktion, die es Ihnen erlaubt, Dokumente direkt auf unterstützte Fire- und Kindle-Geräte und Kindle Lese-Apps zu senden, die mit Ihrem Amazon-Konto verknüpft sind. Dokumente können entweder aus der “An-Kindle-Senden”-App oder von einer dazu autorisierten E-Mail-Adresse aus gesendet werden.

Zwar gibt es oft in solchen PDF-Dokumenten Links und Grafiken/Fotos aus den Blogartikeln, doch für ein konzentriertes Lesen möchte ich mich davon zunächst nicht ablenken lassen. Auf die Links beispielsweise kann ich später in aller Ruhe im PDF (oder in der Kindle-App für Mac oder Windows) klicken. Die “An-Kindle-Senden”-App habe ich noch nie benutzt. Ich schicke persönliche Dokumente per Email an mein Kindle. Für jeden Kindle können Sie eine Mailadresse konfigurieren. Schicken Sie dann ein Dokument an diese Mailadresse, landet das Dokument auf ihrem Kindle. Die Mailadresse folgt dabei zwei Mustern:

  • <meinepersönlichemailadresse>@kindle.com – wenn Sie einen Kindle mit SIM-Karte haben, erhalten Sie das Dokument auf Ihrem Kindle so ziemlich überall auf der Welt über Mobilfunk. Allerdings fallen dann Gebühren an.
  • <meinepersönlichemailadresse>@free.kindle.com – Das Dokument wird nur über WLAN übertragen. Wenn Sie also beispielsweise unterwegs ohne WLAN (oder sogar ohne Kindle) sind und ein Dokument per Mail an Ihr Kindle schicken, erscheint es wie von Zauberhand automatisch, sobald er eine WLAN-Verbindung hat.

Ich benutze nur die @free.kindle.com-Adresse. Der Persönliche Dokumenten-Service unterstützt einige übliche Dateiarten wie Word, HTML, RTF oder eben auch PDF. Und genau für die PDF-Dateiart benutze ich ihn auch. Die Darstellung von PDF-Dateien auf dem Kindle ist zwar “bescheiden”, aber jetzt kommt der Clou:

Mit dem Wort “convert” in der Betreffzeile der E-Mail wird Ihr Dokument in das Kindle-Format konvertiert, bevor der Inhalt an Ihre Geräte und Amazon Cloud Drive zugestellt wird. ZIP-Dateien werden automatisch vom Konvertierungsprogramm geöffnet, in das Kindle-Format konvertiert und in Ihrer Kindle-Bibliothek gespeichert.

Ich erstelle eine neue Mail mit “<meinepersönlichemailadresse>@free.kindle.com” als Empfänger, hänge die PDF-Datei an die Mail, schreibe “convert” in die Betreffzeile und verschicke die Mail. Amazon konvertiert das PDF-Dokument in das eigene Kindle-Ebook-Format und schickt mir dieses Kindle-Ebook auf meinen Kindle (und versucht das übrigens 60 Tage lang). Außerdem erhalte ich eine Bestätigungs-Email, dass alles geklappt hat (oder dass es Probleme gab).

Texte, Links und Grafiken aus dem PDF-Dokument werden in aller Regel sehr gut für den Kindle konvertiert. Bei Tabellen und Inhaltsverzeichnissen müssen Sie möglicherweise mit Einschränkungen rechnen. Das liegt nicht daran, dass das Ursprungsdokument schlecht formatiert war, sondern daran, dass es als PDF gedacht war und nicht als Kindle-Ebook. Tipp: Mit Word-Dokumenten funktioniert es übrigens ähnlich gut.

Auf https://www.amazon.de/myk können Sie Ihre Inhalte und Geräte verwalten. Wechseln Sie auf das Register “Geräte” und wählen Sie Ihr Gerät aus, das Sie konfigurieren möchten. Dort können Sie Ihre Kindle-Email-Adresse bearbeiten und auch festlegen, von welchen Email-Adressen eine Mail mit Dokumenten erlaubt sein soll. Damit können Sie auch Freunden oder Kollegen ermöglichen, Ihnen ein Ebook zu schicken!

Alle wichtigen Informationen für das Einrichten und Benutzen dieses Services von Amazon für Ihr Kindle erhalten Sie bei Amazon auf der Seite

Der Persönliche Dokumente-Service für Kindle

PDF auf dem Kindle lesen (mein Artikel))

PDF auf dem Kindle lesen (mein Artikel))

Ich lese übrigens gerade die Blogparade zur perfekten Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter auf meinem Kindle. Deswegen kam ich nämlich auf die Idee, diesen Artikel für Sie zu schreiben ;-)

Und jetzt? Welches PDF-Dokument werden Sie als nächstes auf Ihrem Kindle lesen?

Jeder Mensch hat Anrecht auf Privatsphäre und private Kommunikation. Seit den Aufdeckungen von Edward Snowden über die Ausspähungen durch einige westliche Geheimdienste gelangt dies immer wieder in den Fokus von Berichten. Getan hat sich jedoch gerade für Einzelpersonen wenig. Whiteout Mail tritt an, auf einfache Art und Weise die Privatsphäre in der Kommunikation zu sichern.

Wer dachte, die Geheimdienste und deren Staaten würden angesichts des Einbruchs in persönliche, unternehmerische und staatliche Kommunikation zurückstecken und verantwortungsvoll mit Menschenrechten, nationalen und internationalen Werten umgehen, der war wohl blauäugig. Eher scheint es so, dass diese Rechtsbrüche Staaten und deren Organe sogar anstachelten. Das führte zu Argumenten wie “die anderen können das auch, wir müssen aufholen” oder “es gibt ein Grundrecht auf Sicherheit” oder “die Behörden müssen alles lesen können, damit sie alles möglicherweise irgendwann Böse verhindern können”. Ob die geforderten Maßnahmen rechtlich zulässig sind oder ob diese überhaupt jemals wirksam waren, spielt bei den Argumenten selten eine Rolle (siehe zu beidem beispielsweise die aktuelle Kampagne zur Vorratsdatenspeicherung in der BRD). Ersteres sollen dann wieder einmal die Gerichte oder hilflose Aussschüsse entscheiden (wenn sie denn überhaupt von der gelebten Praxis erfahren), und Zweiteres wird weggewischt mit fadenscheinigen Argumentationen wie “wir brauchen das, weil wir es brauchen” oder “ein paar Mal hat es geholfen” (auf Nachfrage: “Das kann ich Ihnen nicht sagen”).

Dem Otto Normalbürger scheint es oft, dass ihn das nicht betrifft. Und selbst wenn irgendwann ein bisschen Zweifel einkehrt, dann lässt den Otto Normalbürger das vermeintlich komplizierte Monster Verschlüsselung in Agonie verfallen. Denn das mit der Verschlüsselung sei doch viel zu kompliziert, das könnten doch nur Freaks und Nerds. Ich persönlich halte dies für einen Mythos – aber solange der Schmerz nicht nicht richtig drückt, ist vielen auch noch die kleinste Prophylaxe zu aufwändig.

Jetzt tritt das Team mit Whiteout Mail an, diesen Mythos zu entzaubern.

Whiteout Mail is the first email solution with strong encryption that is really easy to use and runs on all of your devices. Keeping your emails safe has never been so easy.

Vor ein paar Monaten erfuhr ich durch Oliver Gajek von Whiteout Mail, und ich hatte die Gelegenheit, Whiteout Mail zu testen. Nach einer längeren Pause habe ich meinen Account reaktiviert und mir Whiteout Mail noch einmal angeschaut. Der Hintergrund: Das Whiteout Mail Team fährt auf Indiegogo eine Kampagne und sammelt Geld zur Unterstützung der Weiterentwicklung.

Whiteout: Email Privacy. Open Source. End-to-End.

CF Video Lang no fade out from Whiteout Networks on Vimeo.

Dabei fährt das Whiteout Team zweigleisig:

  • Einerseits bietet Whiteout einen Mail-Client, um über eine gesicherte Verbindung auf einen vorhandenen Maildienst wie Gmail zuzugreifen.
  • Andererseits bietet Whiteout zusammen mit dem Client ein eigenes Mail-Konto mit der Domain @wmail.io an (“Whiteout mailbox”).

Die Registrierung und der erste Login erfolgen mit der Chrome-App, auf mail.whiteout.io (Chrome-App jedoch bevorzugt), der iOS-App oder der Android-App (Downloadseite). Derzeit gibt es jedoch die Registrierung nur über die Crowdfunding-Kampagne.

Whiteout Mail: Welcome

Whiteout Mail: Welcome

Zwar sind die Website und die Kampagne komplett in englischer Sprache, doch das Team sitzt in München („Impressum„). Weitere Vertrauensfaktoren sind, dass das Team auf Security Audits und auf Open Source („Technology„) setzt:

All source code for Whiteout Mail is published. This ensures that the worldwide community of security experts can inspect the code and identify errors. Because the code is delivered as Javascript to the device, users can verify that the code that is executed on their device is identical to the published version and that no backdoors have been introduced.

Und das bei kompletter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und OpenPGP-Standard („Security and Privacy„).

Nach der Registrierung generiert Whiteout sowohl einen Backup Code (zum Synchronisieren des PGP-Schlüssels über verschiedene Geräte) als auch einen privaten PGP-Schlüssel (ersatzweise kann ein vorhandener eigener Schlüssel hochgeladen werden). Der generierte PGP-Schlüssel kann und sollte sowohl mit einer Passphrase versehen als auch heruntergeladen und sicher gesichert werden.

Die Oberfläche und die Funktionen von Whiteout sind einfach und klar. Die Kontoeinstellungen zeigen die Email-Adresse, die PGP Key ID (mit der Möglichkeit den Schlüssel zurückzuziehen), den PGP Fingerprint (mit einem Link zum öffentlichen Schlüssel) und der Schlüsselgröße (2048 Bit, RSA). Außerdem lässt sich dort die Passphrase festlegen und der private PGP-Schlüssel herunterladen. Bei der Oberfläche gibt es zwischen Web/Chrome und Android keine Unterschiede (iOS habe ich nicht geprüft).

Die Zuordnung zu vorhandenen Labels wird unterstützt. Ansonsten gibt es keine besonderen Möglichkeiten (außer den gewöhnlichen wie beispielsweise Antworten, Löschen, als Gelesen/Ungelesen markieren). Also beispielsweise auch keine Filter.

Whiteout Mail: Getting started

Whiteout Mail: Getting started

Whiteout konzentriert sich gegenwärtig auf das Verschlüsseln und Entschlüsseln, und das funktioniert “on the fly”. Öffne ich in Whiteout eine an mich verschlüsselte und gesendete Nachricht, dann kommt vielleicht noch ein kurzer Hinweis. Doch kurz darauf sehe ich die entschlüsselte Nachricht. Und genau das gefällt mir. Whiteout entzaubert PGP um dieses Nerdige und Freakige. Es funktioniert einfach.

Die Client-Only-Version ist kostenlos (nur senden/empfangen sowie verschlüsseln/entschlüsseln). Die Whiteout Mailbox gibt es in drei Versionen:

  • Personal: In Deutschland gehostete Mailbox mit 2 GB Speicher für 1 Euro/Monat/Benutzer
  • Pro: Wie Personal aber mit 20 GB Speicher und einer Custom Domain Option für 8 Euro/Monat/Benutzer
  • Business: Wie Personal aber mit Group Admin und Billing sowie Onsite Backup (“coming soon”)

Für Einzelpersonen, Selbstständige oder kleine Unternehmen ist Whiteout eine sehr gute Möglichkeit zur Verschlüsselung von Emails. Mit den Funktionen von Gmail oder Office 365 kann Whiteout derzeit nicht mithalten. Ich persönlich sehe Whiteout Mailbox daher als eine zusätzliche, günstige und einfache Möglichkeit zur sicheren Kommunikation.

Zum Abschluss noch ein paar frei übersetzte Auszüge aus der Willkommensnachricht des Whiteout Networks Teams:

  • Email-Adressen von Empfängern, die einen bekannten PGP-Schlüssel haben, werden mit einem blauen Label gekennzeichnet.
  • Email-Adressen von unbekannten Absendern haben ein rotes Label.
  • Den privaten PGP-Schlüssel schützen (verschlüsseln) Sie mit einer Passphrase (in den Kontoeinstellungen).
  • Die Passphrase muss jedes Mal beim Starten von Whiteout Mail eingegeben werden. Ohne die Passphrase kommt niemand an Ihre verschlüsselten Daten, selbst wenn er/sie Ihr Gerät (Smartphone, Notebook) gestohlen hat – auch Sie nicht!
  • Zum Verifizieren des PGP-Schlüssel eines Kontaktes dient der jeweilige “PGP Fingerprint”, den Sie über der jeweiligen ID angezeigt erhalten.
  • Ihren eigenen PGP Fingerprint finden Sie in den Kontoeinstellungen.
  • Wenn Sie mit anderen Ihre Fingerprints austauschen und vergleichen, können Sie die PGP-Schlüssel verifizieren.
  • Ihr öffentlicher PGP-Schlüssel wird auf den Whiteout-Schlüssel-Server und auf die Standard-Schlüssel-Server übertragen. Damit kann jeder Benutzer Ihnen PGP-Mails schicken.

Und jetzt der “Call to action”. Wenn Sie Email einfach, stark und sicher sowie sicher einfach haben wollen und Verschlüsselung für alle unterstützen wollen, dann gehen Sie auf Indiegogo und entscheiden Sie sich für

  • Open Source Supporter (5 €)
  • Subscriber Personal Edition für 12 Monate (10 €)
  • Subscriber Pro Edition für 12 Monate (40 €)
  • 5-pack Personal Edition mit limited edition T-Shirt für 12 Monate für 5 Benutzer (50 €)
  • 5-pack Pro Edition mit limited edition T-Shirt für 12 Monate für 5 Benutzer (100 €)
  • Lifetime Subscriber Pro mit limited edition T-Shirt (200 €)
  • 5-pack Lifetime Subscriber Pro mit limited edition T-Shirt für 5 Benutzer (300 €)
  • Meet and greet the team mit Lifetime Subscriber Pro (500 €)

Whiteout: Email Privacy. Open Source. End-to-End.

Bastian „The New Worker“ Wilkat ruft im April zur „Blogparade: Die perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter“ auf, und viele Autoren folgen ihm. Jetzt erscheinen alle Beiträge im gleichnamigen Sammelwerk als Ebook.

Als Bastian im April zur Blogparade aufruft dauert es zunächst etwas, bis die Blogparade in Fahrt kommt. Doch bis zum Ende der Blogparade im Mai kommen immer mehr Beiträge hinzu. Einer (meiner) ist sogar so unverschämt, nach seinem ersten Beitrag einen zweiten Beitrag „nachzutreten“.

Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter (Mein Beitrag im INJELEA-Blog)

Es geht um Freiraum aber auch um Pflichten im Zusammenarbeiten. Unsere Gesellschaft und die Unternehmen(skulturen) müssen diese Freiräume und Pflichten noch lernen. #NewWork ist für mich kein Konzept, keine Struktur, und kein fester Prozess. Es ist ein ständiger anzupassender Prozess des sich gemeinsam Entwickelns. Quasi ein ständiges Beta. Es ist eine Wissensarbeit.

[…]

Letztendlich geht es um Vertrauen und Loyalität. Das eine funktioniert ohne das andere nicht und das andere nicht ohne das eine. Von allen Beteiligten.

Nachgetreten: Meine Arbeitsumgebung als Wissensarbeiter (Mein Beitrag als Der Schreibende)

Und solange ich arbeite, gehört zur perfekten Arbeitsumgebung Flexibilität. Arbeiten im Café oder auf der Terrasse oder im Bürozimmer zuhause oder in einem Coworking-Space. Nicht immer aber unterm Strich. Egal, ob ich als selbstständiger Freiberufler oder als selbstständiger Angestellter wissensarbeite.

Da haben wir Autoren es Bastian aber gezeigt! So sehr, dass er sprachlos ist:

Ich bin sprachlos. Die Resonanz war unglaublich. Einer- seits freut mich die Anzahl der Beiträge – viel mehr aber freuen mich die Qualität und die verschiedenen Stile. Von persönlichen Erfahrungsberichten, über essayistische Ab- handlungen und philosophischen Gedanken, bis hin zu tiefgehenden Fachbeiträgen. Es war wirklich eine Freude die Texte zu lesen. Danke an alle Autoren/innen!

Vielen Dank, lieber Bastian, für die Mühe, die wir Dir gemacht haben! Denn Du hast nicht nur die Blogparade ins Leben gerufen sondern auch ein Ebook daraus erstellt.

Vielen Dank an die anderen Autoren: Sabrina Heuer-Diakow, Isabelle Kürschner, Daniel Pötzsch, Lars Hahn, Katharina Maria Brogsitter, Joachim Haydecker, Jan Pötzscher, Hendrik Epe, Stefan Pfeiffer, Simone Lackerbauer / IFAZ, Michael Rajiv Shah, Guido Rottkämper, Dr. Elke Frank & Dr. Thorsten Hübschen, Ole Wintermann, Anja Wittenberger, Angelica Laurençon & Anja C. Wagner, Jörg Dirbach, Simone Jansen, Alex Kahl, Sven Hennige.

Laden Sie sich das Ebook von der Website des New Workers herunter und genießen Sie es. Beispielsweise in aller Ruhe als Wissensarbeiter während der Zugfahrt zum nächsten Termin oder mit dem Ebook-Reader am Strand.

eBook: Die perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter (Download-Seite)

Vielen Dank, lieber Bastian, für Dein Engagement und das Ebook!

Wissensarbeiter Frank Hamm

Wie sieht die perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter aus? Bastian Wilkat will es wissen und ruft zu einer Blogparade über die perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter auf. Ich paradiere mit.

Was ist überhaupt eine Blogparade? Bastian erklärt es so:

Ein Blogger gibt ein Thema vor und jeder andere Blogger kann bis zu einem Enddatum einen (oder mehrere) Artikel zum Thema schreiben. Dadurch erhält man viele verschiedene Ansichten zu einem Thema. Außerdem hat es auch einen positiven Einfluss auf die Bekanntheit aller teilnehmenden Blogs. Ich werde bei mehr als fünf Beiträgen ein (kostenloses) eBook mit allen Beiträgen erstellen.

Heute am 7. Mai sehe ich vier Beiträge. Also bereitet es mir ein besonderes Vergnügen mitzuparadieren und Bastian mit einem fünften Beitrag gewissermaßen einer gehörigen Portion Wissensarbeit näher zu bringen :-)

Bastian listet einige Fragen zur Beschreibung des Themenfeldes auf:

  • Was sind eurer Meinung nach Voraussetzungen für eine vernünftige Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter?
  • Was bedeutet eine vernünftige Arbeitsumgebung?
  • Was umfasst für euch der Begriff “Wissensarbeiter”?
  • Worauf müssen Unternehmen neben einer physischen Arbeitsumgebung noch achten?
  • Welche Rolle spielt der einzelne Mensch bei der Ausgestaltung der Arbeitsumgebung?
  • Wenn Unterschiede zwischen Unternehmen und Selbstständigen existieren – was gibt es für Unterschiede?
  • Beugt eine vernünftige Arbeitsumgebung Unzufriedenheit und negativem Stress vor?
  • Ist ein Büro noch zeitgemäß?

Ich weiß noch nicht, ob und wie ich im einzelnen auf die Fragen eingehe, aber ich lege einfach einmal los. Das “Loslegen” hängt damit zusammen, a) wie ich gerade diesen Blogartikel schreibe (“Wissensarbeit”) und b) wo, in welchem Umfeld und mit welchen Werkzeugen ich diesen Artikel schreibe (“Arbeitsumfeld”).

Mein aktuelles Wissensarbeiter-Arbeitsumfeld

Ich sitze hier in Nieder-Olm in einem Café und trinke einen Milchkaffee. Ich habe Bastians Artikel in Evernote abgelegt und habe darauf Zugriff, ohne dass ich eine Internetverbindung benötige. Zusätzlich habe ich weitere Artikel, die ich möglicherweise verwenden werde, parat. Ein paar Links habe ich bereits in den letzten Tagen in diesem Markdown-Dokument abgelegt (nachgeliefert: INJELEA-Blog: Effizient schreiben mit Markdown). In etwa eineinhalb Stunden muss ich zu einem Termin, und die verbleibende Zeit möchte ich jetzt für diese Arbeit nutzen. Weil ich mich möglichst nicht durch die Straßengeräusche und die Gespräche am Nachbartisch ablenken lassen möchte, habe ich mein Headset mit Geräuschunterdrückung auf (nachgeliefert: Plantronics Backbeat Pro für daheim und das (Mobile) Office) und höre leichte Musik im Hintergrund. Jetzt schreibe ich einfach los. Später werde ich wahrscheinlich noch ein paar Stellen im Text verlinken. Ein Titelfoto habe ich bereits mit meinem Smartphone gemacht, ich werde es später in WordPress hochladen und dem Artikel zuordnen.

Was ist ein Wissensarbeiter?

Ein Wissensarbeiter ist jemand, der Wissen aus verschiedenen Quellen in einen Kontext setzt und dabei zu Informationen verarbeitet, dabei möglicherweise auch mit anderen Wissensarbeitern zusammen arbeitet und etwas Neues erzeugt. Der “Output” kann sowohl ideell als auch materiell sein, meistens ist sind es jedoch Ideen, Abläufe, Verknüpfungen. Ein zentrales Element in der Zusammenarbeit bei Wissensarbeitern ist die Vernetzung.

Soweit meine Definition. Offline zu sein bedeutet auch einen gewissen Freiheitsgrad. Denn wäre ich jetzt online, hätte ich vermutlich Peter Druckers Definition recherchiert und an mich angepasst. Oder ich hätte eine Definition des Quartärsektors genommen und aufgrund meiner anderen Quellen angepasst. Auch das wäre Wissensarbeit.

Nachgeliefert:

Wie soll die Arbeitsumgebung aussehen?

Die Arbeitsumgebung für einen Wissensarbeiter sollte optimal innerhalb der entsprechenden Situation sein für

  • Zugriff auf möglichst viele Quellen (insbesondere, weil der Wissensarbeiter zu Beginn oft nicht weiß, was er braucht und wohin es ihn führt)
  • Vernetzung mit anderen Wissensarbeitern
  • Werkzeuge, die synchrone und asynchrone (räumlich und zeitlich) Kommunikation ermöglichen
  • Räumliche Gegebenheiten, die er persönlich als angenehm empfindet sowohl für die Arbeit als auch für seine körperliches und mentales Wohlbefinden
  • Räumliche Gegebenheiten, die für einen persönlichen Austausch oder für das Zusammenarbeiten geeignet sind
  • Räumliche Gegebenheiten, für deren Erreichen er möglichst wenig Aufwand (räumlich und zeitlich) erbringen muss
  • Raum und Zeit für Entspannung (denn ich halte Entspannung für ein Grundelement der Produktivität genauso wie Anspannung)

Die Ausprägung der einzelnen Elemente wechselt von Situation zu Situation. Manchmal nehme ich räumliche Gegebenheiten für ein Meeting oder ein Zusammenarbeiten (beispielsweise einen Workshop) in Kauf, für die ich weit anreisen muss. Das Leben ist ein Kompromiss. Wichtig ist jedoch, dass die Mischung innerhalb einiger Wochen insgesamt ausgeglichen ist.

Eine große Veränderung der letzten Jahre ist das Aufkommen neuer digitaler Werkzeuge, Dienste und Software. Sie ermöglichen dem Wissensarbeiter in vielen Fällen, weitgehend unabhängig von Raum und Zeit zu arbeiten.

Die Arbeitsumgebung eines Wissensarbeiters insgesamt ermöglicht ihm ein eigenständiges und selbstorganisiertes Arbeiten zur Erreichen von Ergebnissen. Ein Wissensarbeiter benötigt für produktives Arbeiten eine ergebnisorientierte Arbeitsumgebung:

ROWE – Results Only Work Environment is a human resource management strategy co-created by Jody Thompson and Cali Ressler wherein employees are paid for results (output) rather than the number of hours worked. Cali and Jody, who originally proposed the strategy at Best Buy, have since started a consulting group called CultureRx. The strategy has subsequently been implemented at a second large American retailer, Gap., as well as the Girl Scouts of San Gorgino, J.A. Counter and Associates, the Fairview Health Services I.T. Department. ROWE tries to give managers the tools to define goals which can be clearly met or unmet by the results of individual contributors working for that manager. This focus on met or unmet results allows significant freedom to the organization to focus on fewer minute details of employee daily routine.

(ROWE. (2015, February 3). In Wikipedia, The Free Encyclopedia. Retrieved 08:18, May 7, 2015)

Zum ersten Mal erfuhr ich von ROWE durch Klaus Eck vor knapp acht Jahren (ROWE bei Best Buy: Results-Only Work Environment). Vor zweieinhalb Jahren griff ich ROWE zuletzt auf dem Lifeworkcamp auf:

Auf dem Lifeworkcamp hielt ich am Freitag, 12.10.2012, die Session “9 to 5 versus ROWE” (ROWE=Results Only Work Environment). Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren für viele (Wissens-) Arbeiter verändert. Immer öfter geht es um die Ergebnisse und nicht darum, von Neun bis Siebzehn Uhr (9 to 5) im Büro zu sitzen.

(Arbeitszeit und Arbeitsort: 9 to 5 versus ROWE)

Zentrale Voraussetzungen sind die Freiheit zur Selbstorganisation, wo und wann und wie ich als Wissensarbeiter innerhalb vorgegebener Rahmenbedingungen (beispielsweise zeitliches und monetäres Budget) die Ergebnisse erreiche. So etwas ähnliches habe ich vor über dreißig Jahren zum ersten Mal erfahren: Als “Auftragstaktik” (nachgeliefert: Führen mit Auftrag, Wikipedia) bei der Bundeswehr. Seitdem hatte ich verschiedene Arbeitsaufgaben und Arbeitsumgebungen. Bei der Bundeswehr hatte ich als Feuerleitoffizier und Führer einer Kampfbesatzung das Vorrecht eines Einzelzimmers. Es war ein „Wohnbüro“ mit Schlafcouch, Schreibtisch, Fernseher, Spind für den Kampfbesatzungsoffizier. Tagsüber teilten wir uns das Büro zu zweit oder zu dritt. Später war ich als Wissensarbeiter in Einzelbüros, Zweierbüros, Dreierbüros, größeren Büros. Fast immer waren die Arbeitsumgebungen unflexibel. Ich konnte mich zum konzentrierten Arbeiten nicht genug zurückziehen oder “abkapseln”. Oder ich hatte zu wenig Ad-hoc-Kommunikation mit Kollegen. Für die Zusammenarbeit fehlten oft kurzfristig verfügbare Räumlichkeiten mit entsprechenden Werkzeugen.

Fast immer hatte ich die Herausforderung eines Anwesenheitszwangs während meiner gesamten Arbeitszeit. Auch wenn es dabei Zeiten oder Phasen gab, in denen es nicht nötig war oder sogar kontraproduktiv war (weil beispielsweise Rückzugsräume für konzentriertes Arbeiten fehlte). Als Gegenbeispiel hatte ich in den Neunzigern einmal zusammen mit einem Kollegen längere Zeit für zwei Tage die Woche eine Art Vertrauensarbeit: Wir konnten uns treffen, wo und wann wir wollten und arbeiteten dann an einem größeren Konzept. Beispielsweise bei mir am Abend. So produktiv waren wir damals nur selten.

Die Anwesenheitspflicht ist gibt es noch in weiten Teilen Deutschlands. Es gibt immer noch Pendler, die in zwei Welten leben, obwohl die technologischen Möglichkeiten in den letzten fünf bis zehn Jahren immens zugenommen haben:

Sie haben jeden Sonntag das gleiche Ritual: zum Bahnhof fahren, Abschied nehmen, Stunden im Zug verbringen. In Deutschland pendeln immer mehr Menschen zwischen ihrem Arbeits- und ihrem Wohnort. Studien sagen, das sei ungesund.

Vor ein paar Tagen hörte ich beim Autofahren im Radio, dass der Pendelverkehr in Hessen sogar wieder zugenommen habe (sorry, an die Quelle kann ich mich nicht erinnern). Rein aus dem Bauch heraus und logisch nachvollziehbar müsste das Pendeln abnehmen, weil der Anteil des Tertiärsektors (Dienstleistungssektor) am Bruttoinlandprodukts in Deutschland immer weiter steigt – und darin wiederum der Anteil des Quartärsektors (Wissens- und Kreativsektor) immer weiter steigt.

Unternehmen müssen auf eine Kultur und ein Bewusstsein achten, die eigenverantwortliches und selbstorganisiertes Arbeiten nicht nur tolerieren sondern es fördern. Jeder einzelne wiederum erhält die Verpflichtung, eben so zu arbeiten.

Ob es Unterschiede zwischen Unternehmen und Selbstständigen gibt?

Ich bin mir da unsicher. Einerseits bedeuten Organisationen immer Zwänge und andere Ausprägungen. Andererseits unterliegen auch Selbstständige Zwängen. Ein Freund sagte mir einmal, er habe sich selbstständig gemacht, weil er nie wieder einen Chef haben wolle. Jetzt hat er nicht nur einen, sondern viele – Kunden. Selbstständige haben womöglich auch deswegen mehr Freiheiten. Andererseits müssen sie öfters Kompromisse eingehen – weil sie eben mehr Chefs haben. Deswegen müssen sie vermutlich sogar noch flexibler sein.

Andererseits kann ich mir Unternehmen vorstellen, in denen die Mitglieder dieser sozialen Gesellschaft auf Basis eigener Entscheidung eine Art Gesellschaftsvertrag “unterschreiben” (nachgeliefert: Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes, Wikipedia), weil sie gemeinsame Werte wie Selbstorganisation und Eigenverantwortung teilen.

Arbeit (gleich ob Wissensarbeit oder andere Arten von Arbeit) bedeutet Phasen von Anspannungen und Phasen von Entspannungen. Eine vernünftige Arbeitsumgebung ermöglicht den Wechsel und den Ausgleich innerhalb dieser Phasen. Deswegen beugt eine vernünftige Arbeitsumgebung auch Unzufriedenheit und negativem Stress vor.

Bastian fragt, ob ein Büro noch zeitgemäß sei…

Wissensarbeiter Frank Hamm

Wissensarbeiter Frank Hamm im Mobile Office

Kurzer Einschub: Ich verlasse das Café und mache mich auf den Weg zu meinem Termin. Später dann:

Ich kokettiere gerne mit meinem “Mobile Office”. Tatsächlich ist es so, dass ich aufgrund meiner Arbeit und meiner digitalen Werkzeuge nahezu überall arbeiten kann. Mein Mix aus Smartphone, Tablet, Notebook und stationärem Rechner gibt mir enorme Freiheiten. Sicherlich kann ich nicht alle Arbeiten beispielsweise mit dem Smartphone oder dem Tablet erledigen. Doch mit etwas Vorausschau und Planung (wie der Vorbereitung dieses Artikels) kann ich sehr gut disponieren. Derartige Dispositionen ermöglichen es mir im Zug, im Café, auf der eigenen Terrasse, im Park (womöglich neben unserem Haus inklusive WLAN), am Esstisch und sogar im Bett zu arbeiten. Aber eben auch in meinem Büro, in das ich mich gerne zum Arbeiten “zurückziehe”.

Ein Büro ist ein Refugium, das mir einerseits sehr konzentriertes Arbeiten ermöglicht und andererseits auch bewusst den Wechsel in einen Arbeitsmodus erleichtert. Bestimmte Arbeitsmittel befinden sich nur im Büro (beispielsweise der Drucker, der Scanner). Doch für mich ist das Gehen in das Büro eine Kopfsache, die mich leicht in den Arbeitsmodus wechseln lässt. Ich bin der Überzeugung, die meisten werden weiterhin ein Büro benötigen. Aber sie werden es nicht immer und nicht für alle Tätigkeiten benötigen. Oft hilft auch ein Büro beim gemeinsamen Arbeiten und auch beim “Socializing”.

Obwohl es seit vielen Jahren zunehmend Wissensarbeiter gibt und es wahrscheinlich deswegen eine Bewegung gibt, die manche mit #FuturOfWork oder #NewWork kennzeichnen, gibt es kein schlüssiges oder gar fertiges Konzept. Es gibt kein Konzept oder gar eine Arbeitsanweisung, die ein Unternehmen (oder Gruppen von Selbstständigen und/oder Unternehmen) nur noch umsetzen müsste.

Es gibt keinen Masterplan, keinen Blueprint, kein „so muss man das machen“. Es gibt „nur“ eine Vielzahl Ideen und Impulse die sichtbar werden lassen, dass „anderes arbeiten“ – entgegen der unserer Sozialisierung geschuldeten Wahrnehmungen, dass alles so wie es ist zu bleiben hat – möglich, und vor allem erfolgreich möglich ist.

(Guido Bosbach: new work = Der Mensch im Fokus | Eine Reflektion zum Thema “new work”)

Es gibt so etwas nicht, weil die Wissensarbeiter Menschen sind, und weil jeder Mensch sehr unterschiedlich sein kann und dennoch zu einer Wissensarbeit mit seinen “Andersartigkeiten” beitragen kann. Wissensarbeit lässt sich auf Dauer nicht befehlen. Menschen müssen sich mit möglichst wenig Kompromissen zusammenfinden oder zumindest im Kopf und mit dem Herzen bereit sein zum Zusammenfinden und -arbeiten.

Es geht um Freiraum aber auch um Pflichten im Zusammenarbeiten. Unsere Gesellschaft und die Unternehmen(skulturen) müssen diese Freiräume und Pflichten noch lernen. #NewWork ist für mich kein Konzept, keine Struktur, und kein fester Prozess. Es ist ein ständiger anzupassender Prozess des sich gemeinsam Entwickelns. Quasi ein ständiges Beta (nachgeliefert: Das verlorene Wort: “Beta”, INJELEA-Blog). Es ist eine Wissensarbeit.

Verlange ich zuviel? Nein. Arbeitgeber und Auftraggeber verlangen auch viel. Und sie haben ein Anrecht darauf, viel dafür zu erhalten (wenn sie viel dafür geben). Aber genau deswegen sollte es in ihrem Interesse liegen, ihrem (Wissens-)Mitarbeiter beziehungsweise Auftragnehmer eine optimale Arbeitsumgebung zu ermöglichen. Nur dann können diese wirklich produktiv sein und ihre Arbeit beziehungsweise ihren Auftrag bestmöglich erfüllen (nachgeliefert: Selbstorganisation – Productivity Mindset, INJELEA-Blog). Nicht umsonst schauen Unternehmen oft auf den Return on Investment, doch der Return hängt auch von der Produktivität der Wissensarbeiter ab ;-)

Letztendlich geht es um Vertrauen und Loyalität. Das eine funktioniert ohne das andere nicht und das andere nicht ohne das eine. Von allen Beteiligten.

Was braucht der eigentlich, um gute Arbeit machen zu können?

(Christian Beinke, Gründer und Partner Dark Horse Innovation, im Video von Backyard TV: Workspace der Zukunft)

Auch zum Nachsehen von Backyard TV: Collaboration – Brauchen wir noch einen festen Arbeitsplatz?

Online Meeting (Collage)

Wer mit ein paar Personen “on the fly” ein Online Meeting mit Video-Übertragung oder Screen-Sharing abhalten möchte, der kann auf Skype oder Google Hangout zurückgreifen. Oder er hat einen umfangreichen Business-Account bei einem Anbieter, der Online Meetings für Unternehmen anbietet. Oder?

Es gibt andere Möglichkeiten für jene, die mal schnell mit ein paar Leuten oder sogar nur einer anderen Person „meeten“ wollen. Ich habe mir kostenlose Angebote angesehen, die relativ einfach sind und keine oder höchstens eine einfache Installation erfordern. Dabei sind auch zwei kostenlose Varianten von größeren Anbietern.

Ausgewählt habe ich Appear.in, vLine, Firefox Hello, Screenleap, Zoom und GoToMeeting free.

Ausgeschlossen habe ich Dienste, die wie Anymeeting oder Join.me zwar eine kostenlose Variante haben, die aber dann Werbeeinblendungen vornehmen. Teamview Meeting ist zwar interessant, aber ich habe auch solche Tools ausgeschlossen, die – zumindest offiziell – nur für Privatanwender kostenlos sind.

Appear.in

appear.in

Appear.in verspricht ein ganz einfache Handhabung ohne Registrierung und Downloads:

Video conversations with up to 8 people for free – no login, no downloads. Create a video room. Share the link. Appear together.

  • Läuft im Browser
  • Kein Flash, keine Installation
  • Video Conversations
  • Keine Registrierung notwendig
  • Räume werden “on the fly” erzeugt durch Angabe eines Pfades (beispielsweise http://appear.in/frankhamm)
  • Optional: Reservierung und Blockierung eines Raumes
  • Maximal acht Teilnehmer
  • Chat (kleines Symbol rechts unten)

Bei Reservierung eines Raumes mittels Email-Adresse gibt es zur Freischaltung jedes Mal eine neue sechsstellige PIN per Email und/oder SMS. Weitere reservierte Räume übermitteln dann die PIN über dieselben Mailadresse/SMS-Adresse.

Fazit: Super einfach, zur Teilnahme einfach den “Raumlink” an Teilnehmer schicken. Loslegen, läuft. Für das kleine Meeting zwischendurch eine geniale Lösung.

vLine

vLine

vLine ist ähnlich wie Appear.in – allerdings noch viel einfacher:

  • Läuft im Browser
  • Automatisch generierter “Raumlink”
  • Keine Downloads, keine Installation
  • Kein Chat, kein Screen-Sharing

Die Adresse wird über andere Kommunikationstoosl wie Email oder Messaging den anderen Teilnehmern zugesendet. Sie klicken darauf, genehmigen den Zugriff auf Video und Ton. Fertig.

Fazit: Super simple, leicht zu nutzen.

Firefox Hello

Firefox Hello

Mit einer der letzten Versionen hat Firefox Hello vorgestellt. Vermutlich aber haben das viele nicht wirklich bemerkt, weil sie einen entsprechenden Hinweis einfach weggeklickt haben.

  • Firefox erforderlich für das Starten des Video-Chats
  • Für die Teilnahme an einem Video-Chat reichen Firefox, Google Chrome oder Opera
  • Keine Anmeldung (optional aber über Firefox-Konto möglich)
  • Nur ein weiterer Teilnehmer ist möglich

Der Dienst wird in Zusammenarbeit mit TokBox zur Verfügung gestellt.

Fazit: Um sich “on the fly” mit einer einzelnen Person per Video zu unterhalten, ist das eine sehr einfache Lösung – wenn Sie Firefox benutzen. Sie bietet aber eben auch wenige Möglichkeiten. Derzeit ist Firefox Hello noch in der Beta-Phase. Wenn Firefox nicht ein bisschen zulegt, sehe ich da keine Zukunft. Insbesondere sehe ich kritisch, dass es nur zwei Teilnehmer sein dürfen und dass der Organisator einen Firefox benötigt. Es bleibt die Frage, ob sich TokBox damit wirklich einen Gefallen getan hat, oder ob sie nicht selbst eine kostenlose Version anbieten sollten.

Screenleap

Screenleap

Screenleap fällt etwas aus der Reihe, denn es gibt ausschließlich das Teilen des eigenen Bildschirms durch den Organisator. Die Kommunikation muss über ein anderes Tool erfolgen, beispielsweise Telefon.

In der kostenlosen Version bietet Screenleap:

  • Screen-Sharing
  • Ohne Login: 30 Minuten mit 2 Betrachtern
  • Mit Login: 1 – 2 Stunden pro Tag mit bis zu 8 Betrachtern
  • Installation erforderlich für den Initiator der Session

Es gibt weitere Tarife (Basic, Pro und Company), die bei 15 Dollar im Monat starten.

Fazit: Screenleap ist eben nur das, was der Name schon vermittelt, nämlich Screen-Sharing. Um jemandem während des Telefonats seinen Screen zu zeigen, mag das im Einzelfall ausreichend sein. Für Gelegenheitstäter reicht da die freie Version. Der Initiator der Session muss hier zwar etwas installieren, aber ansonsten ist es für die Betrachter sehr einfach: Sie benötigen nur einen Browser.

Zoom

Zoom

Zoom erlaubt in der kostenlosen Version bis zu maximal 25 Teilnehmer bei einem Meeting für maximal 40 Minuten. Zoom läuft auf allen möglichen Plattformen (auch mobil) und sogar mit professionellen Room-Systems. Eine Registrierung mit Email, Facebook oder Google ist erforderlich. Zoom benötigt Flash für den Zoom-Launcher sowie eine lokale Installation.

In der kostenlosen Version (alle Pläne) sind unter anderem dabei:

  • Screen-Sharing
  • Whiteboard
  • Aufnahme des Meetings
  • Privater und Gruppen-Chat

Die kostenpflichtigen Versionen liegen bei 10 (Pro) und 15 (Business) Dollar im Monat. Bei mehr als 25 Teilnehmern liegen die Preise bei 50 (Pro) beziehungsweise 55 (Business) Dollar

Fazit: Eine sehr umfangreiche Conferencing-Lösung, die bereits in der kostenlosen Version viel bietet. Allerdings lässt sich Zoom nur “on the fly” benutzen, wenn man einigermaßen regelmäßig damit arbeitet – sowohl als Meeting-Veranstalter als auch – aufgrund der Installation – als Teilnehmer. Ich würde anstelle der kostenlosen Version dann doch eher auf Skype, Skype for Business oder Google Hangout zurückgreifen.

GoToMeeting free

GoToMeeting free

GoToMeeting free ist von Citrix, das damit ein Einstiegsangebot für seine große Lösung bietet (Preispläne). In der “freien” Version gibt es bis zu drei Teilnehmer.

  • Keine Anmeldung
  • Kein Download, keine Installation
  • Verschicken des automatisch generierten Links beispielsweise per Email
  • Screen-Sharing
  • Video + Audio

Fazit: GoToMeeting free ist ähnlich wie Zoom, es hat allerdings größere Einschränkungen. Dafür ist die Handhabung viel einfacher. Die kostenpflichtigen Angebote liegen übrigens in einer ähnlichen Preis- und Leistungsklasse.

Gesamtfazit

Für ein unkompliziertes Meeting auf die Schnelle mit wenigen Teilnehmern und/oder mit Teilnehmern, die es einfach brauchen, empfehle ich Appear.in (vielleicht bin ich ja gerade in meinem Raum…). Firefox Hello ist zuwenig. Screenleap als Gelegenheitslösung für Screen-Sharing läuft außer der Reihe.

Für (nur) etwas höhere Ansprüche bieten Zoom und GoToMeeting free einfach zu wenig oder sind zu kompliziert. Da reichen Skype, Skype for Business oder Google Hangout. Wer jedoch professionell Seminare, Beratungen, Kurse oder Meetings im Unternehmen (oder für Unternehmen) mit vielen Teilnehmern zur Verfügung stellen möchte, der kann mit den kostenlosen Angeboten zum Schnuppern einsteigen und dann sich für eine der “großen” Lösungen entscheiden.

Mein Favorit ist Appear.in.

Weitere Screenshots gibt es auf Flickr

Plantronics Backbeat Pro (1/7) mit Tasche, USB-Kabel, Tonkabel, Quick-Guide

Ich habe mich wieder der Welt der Kopfhörer genähert und mir dann vor einer Woche mit dem Plantronics Backbeat Pro von Plantronics einen geschlossenen Kopfhörer geholt.

Plantronics Backbeat Pro (4/7)

Plantronics Backbeat Pro (4/7)

Der Backbeat Pro ist genial, das Ding. Er ist vielleicht etwas bass- und volumenlastig. Aber mir gefällt der Klang. Ich hatte mir schon lange keinen “großen” Kopfhörer mehr geholt. Ich habe noch einen alten kabellosen Sennheiser-Kopfhörer, der nur stationär in der Wohnung zu benutzen ist. Ich wollte einen kabellosen Bluetooth-Kopfhörer mit gutem Klang und guten “Features” für mein “Mobile Office”. Also für überall eigentlich.

Als Bluetooth-Kopfhörer habe ich seit etwa drei Jahren einen Sennheiser MM 100. Doch dessen Akku hält gerade einmal vier Stunden – wenn der Kopfhörer neu ist. Inzwischen lässt der Akku immer mehr nach. Ich hatte mir vor ein paar Wochen für 14 Euro einen Billigheimer-Kopfhörer ähnlich dem MM 100 geholt – aber der hat mich vom Klang und vom Tragekomfort überhaupt nicht überzeugt.

Suche nach dem perfekten Kopfhörer

Also war ich wieder auf der Suche. Sennheiser hat keinen wirklichen Nachfolger für den MM 100 im Programm. Irgendwie kam ich dann auf den Trichter, dass ich keinen “On-Ear”-Kopfhörer sondern einen “Over-Ear”-Kopfhörer möchte. On-Ear bedeutet, dass die Muscheln des Kopfhörers einfach nur auf dem Ohr aufliegen, also wie beim MM 100. Over-Ear bedeutet, dass die Muscheln das Ohr umschließen. Damit dringen wesentlich weniger Töne der Umwelt ins eigene Hören und außerdem bekommen andere Menschen in der Umgebung fast nichts vom eigenen Hören mit. So etwas wollte ich, um einfach nur Musik oder einen Podcast zu hören. Also zum Entspannen mit nur Musik oder Podcast. Oder aber zum Abschotten gegen Umweltgeräusche und mit entspannender Musik (“Relaxation Music”) etwas arbeiten. Mit In-Ears (also Stöpsel, die im Ohr sitzen) komme ich übrigens überhaupt nicht zurecht.

Dann kam ich auch auf den Trichter, dass ich damit auch telefonieren wollte. Vielleicht mal zwischendurch oder einfach nur ein Telefonat annehmen. Irgendwie ist es halt bei diesem Internet mit seinen Videos so, dass von Link zu Video zu Portalen zu Vergleichen die Unübersicht immer größer wird. Und immer mehr neue Ideen sich quasi virusmäßig im eigenen Hirn einschleichen. Und manche dieser Ideen immer größer werden, bis der Kopf fast platzt. So erging es mir auch bei der Suche nach einem Kopfhörer. Die aktuellen Sennheiser-Teile sind natürlich schon geil (vermutlich) – aber auch leider geil-teuer. Auch vergleichbare Modelle von anderen Herstellern bieten viel – und auch viel Preis. Plantronics startete letztes Jahr mit diesem Backbeat Pro zum ersten Mal in dieses Segment. Nach etwa einem halben Jahr ist der Preis deutlich runtergegangen. Na ja, und letztendlich haben mich Reviews auf YouTube überzeugt, es mit dem Teil einmal zu probieren.

Unter Antischall (auch „aktive Lärmkompensation“, englisch Active Noise Reduction [ANR] oder Active Noise Cancellation [ANC]) versteht man umgangssprachlich Schall, der künstlich erzeugt wird, um mittels destruktiver Interferenz Schall auszulöschen. Dazu wird die Erzeugung eines Signals angestrebt, das dem des störenden Schalls mit entgegengesetzter Polarität exakt entspricht.

(Seite „Antischall“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. November 2014, 21:09 UTC)

Zum ersten Mal habe ich damit auch einen Kopfhörer mit Active Noice Cancellation (ANC). Damit kann ich mit guter Musik auch in etwas lauterer Umgebung (z.B. in einem Mobile Office im Café) zum konzentrierten Arbeite, Denken, Genießen abtauchen. Das ANC des Backbeat Pro soll gut aber nicht in der Top-Klasse sein. Ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten, das ist mein erster Kopfhörer dieser Art. Mir jedoch reicht es. Diese Woche war ich in einem Café und habe das Buch Herausforderung Intranet gelesen. Stephan Schillerwein hat mir ein Rezensions-Exemplar zukommen lassen (die Rezension kommt noch im INJELEA-Blog!). Ich saß auf der Terrasse und las bei entspannender Musik und las und las… und die PKW- und LKW-Geräusche störten überhaupt nicht.

Bedienung und mitgelieferte Teile

Das Geniale am Backbeat Pro ist auch, dass das Mikro für den Antischall genutzt werden kann, um die Außengeräusche ans Ohr zu übertragen und die Musik abzudämmen. Das ist praktisch, wenn die Bedienung kommt und man nur mal schnell zwei Sätze wechseln will. Damit musste ich den Kopfhörer nicht absetzen. Dazu tippte ich nur auf den entsprechenden Schalter. ABER… beim Absetzen des Kopfhörers schaltet der Kopfhörer automatisch die Musik auf Pause! Denn der Backbeat Pro verfügt über einen Sensor und signalisiert dem Bluetooth und damit dem Player auf dem Gerät (Notebook, Smartphone, Tablet…) eine Pause. Wenn ich den Kopfhörer wieder aufsetze, spielt die Musik an genau der Pause-Position wieder weiter.

Plantronics Backbeat Pro (7/7), links

Plantronics Backbeat Pro (7/7), links

Plantronics Backbeat Pro (6/7), rechts

Plantronics Backbeat Pro (6/7), rechts

Der Backbeat Pro hat jeweils ein Bedienungsrad links und rechts über der Muschel. Damit kann ich entweder (links) zum vorherigen oder nächsten Track wechseln oder (rechts) die Lautstärke regeln. Sowohl bei Erreichen der Maximal- als auch der Minimallautstärke gibt mir eine Stimme einen entsprechenden Hinweis. Links außen ist der Schalter, um Gespräche anzunehmen. Rechts außen ist der Schalter zum Starten/Pausieren. Beim Einschalten übrigens sagt mir die Stimme auch, mit welchen Geräten ich verbunden bin (maximal zwei gleichzeitig) und wie der Akkustand ist. Bis 24 Stunden soll ich damit Musik hören können. Als ich das Teil bekam war der Akkustand hoch aber nicht voll (etwa 75 Prozent laut Leuchtdioden an der Seite). Nach einer Woche bin ich auf mittlerem Akkustand, obwohl ich schon einige Musik geschaut und gestern beispielsweise einen Kinofilm damit geschaut… gehört habe.

Plantronics Backbeat Pro (2/7) mit USB-Kabel, Tonkabel

Plantronics Backbeat Pro (2/7) mit USB-Kabel, Tonkabel

Bei Auslieferung spricht die Stimme Englisch. Über eine Software auf dem Rechner (Download von der Website) und eine USB-Verbindung lässt sich die Sprache auf Deutsch wechseln. Außerdem bietet die Software die Möglichkeit, ein paar Einstellungen vorzunehmen (beispielsweise, ob die Musik wirklich pausiert werden soll beim Abnehmen des Kopfhörers). Über das mitgelieferte USB-Kabel erfolgt auch das Laden des Akkus, ich habe aber auch schon ein anderes USB-Kabel kurz ausprobiert. Mit dabei ist auch ein Kabel für den Fall, dass dem Akku doch einmal der Saft ausgeht. Einfach Plug-and-Play zwischen Kopfhörer und Gerät. Das Gerät kann dann auch ein Stöpsel im Flugzeug sein, wenn Bluetooth nicht erlaubt oder gewünscht ist. Mit dabei ist ebenfalls eine Stofftasche. Die passt auch super in meinen Rucksack. Den habe ich nämlich mit, wenn ich ein paar Office-Geräte mehr als nur mein iPad dabei habe ;-)

Fazit

Der Backbeat Pro ist mit 340 Gramm wirklich nicht leicht. Er lässt sich aber bequem tragen. Gelegentlich (so alle 60 bis 90 Minuten) hebe ich ihn für wenige Minuten ab, um die Ohren zu lüften. Da passt es gut, dass die Musik einfach automatisch anhält. Den Backbeat Pro gibt es inklusive Gebühren wie für Lieferung ab etwa 170 – 180 Euro.

Mit dem Plantronics Backbeat Pro holte ich mir einen geschlossenen Kopfhörer mit Active Noise Cancellation, sehr gutem Klang einfacher und überzeugender Bedienung sowie sehr guter Akkuleistung.

Zum Lesen und Schauen über den Plantronics Backbeat Pro:

Zum Lesen und Stöbern zum Thema Musik hören und Produktivität:

P.S.: Ich startete das Schreiben dieses Artikels für Den Schreibenden. Gegen Ende jedoch merkte ich, dass er inhaltlich gut ins INJELEA-Blog passt. Den Schreibstil habe ich aber doch so launisch wie für Den Schreibenden gelassen ;-)

Productivity Mindset: Fokus, Rituale, Timeboxing, Ausgewogenheit

Morgen ist das BarCamp Bonn, ich bin dabei und werde eine Session „Selbstorganisation – #productivity Mindset“ anbieten. Es geht mir darin um eine innere Haltung und Ausrichtung für eine produktive Selbstorganisation und weniger um Prinzipien, Methoden, Techniken oder Werkzeuge.

Selbstorganisation - A Productivity Mindset

BarCamp Bonn

Nach Bonn brauche ich mit dem Auto etwa 1,7314159 Stunden, so dass ich morgen früh hin- und morgen abend zurückfahren werde. Inzwischen habe ich schon über das BarCamp geredet, damit habe ich die erste der BarCamp-Regeln erfüllt. Franz Patzig hat bereits 2007 über die Regeln gebloggt:

  1. You do talk about Bar Camp.
  2. You do blog about Bar Camp.
  3. If you want to present, you must write your topic and name in a presentation slot.
  4. Only three word intros.
  5. As many presentations at a time as facilities allow for.
  6. No pre-scheduled presentations, no tourists.
  7. Presentations will go on as long as they have to or until they run into another presentation slot.
  8. If this is your first time at BarCamp, you HAVE to present. (Ok, you don’t really HAVE to, but try to find someone to present with, or at least ask questions and be an interactive participant.)

Punkt 2: Den hake ich mit diesem Blogartikel ab.

Punkt 3: Ich habe ein Präsentation, und ich werde sie benutzen.

Punkt 4: #Collaboration #Productivity #Hawaii

Punkt 5: An mir soll es nicht liegen.

Punkt 6: Ist mir egal, wann ich drankomme.

Punkt 7: An mir soll es nicht liegen, von mir aus bin ich innerhalb meines Slots fertig.

Punkt 8: Ich muss nicht präsentieren, aber ich werde meine Präsentation trotzdem und vor allem selbst benutzen.

Ich halte die Präsentation als Impulspräsentation, mit der ich brutalstmöglich in eine Diskussion gehe. „Presentation“ wird hier in Deutschland oft als Powerpoint-Vortrag verstanden. Tatsächlich jedoch halte ich den Begriff „Session“ für vielsagender, denn das kann ein rein mündlicher Vortrag sein, eine Diskussion, ein Workshop oder was auch immer. Ich will in meiner Session Impulse geben und über das Thema Selbstorganisation und Mindset („Haltung“) diskutieren und reflektieren.

Wahrscheinlich werden wir auch auf Methoden, Techniken und Werkzeuge (Tools) kommen – aber das liegt mehr an der Session und den Teilnehmern als an mir. Hier gibt es einen sehr kurzen Überblick und die Folien. Morgen sehen und diskutieren wir weiter (falls meine Session zustande kommt).

Das mit dem Dresscode habe ich für mich persönlich übrigens geklärt (siehe Schlagwort Nummer drei):

Fokus

Fokus

Für mich gehört zur Haltung für die Selbstorganisation der Fokus auf die Tätigkeit, die ich gerade ausübe. Dazu gehört eine ablenkungsfreie Umgebung, die ich mir schaffe.

Rituale

Ritual (Wonderlane, CC BY 2.0)

Ritual (Bild: Wonderlane, CC BY 2.0)

Rituale verschaffen mir Sicherheit, bestimmte Abläufe zu tun und zu wiederholen sowie dabei nichts zu vergessen. Dabei halte ich nicht sklavisch daran fest sondern sehe sie als Hilfestellung und Anschubser.

Timeboxing

Timeboxing

Aufgaben und Tätigkeiten packe ich gewissermaßen in „Sessions“, so dass die Themen/Aufgaben gekapselt werden. Dafür schaffe ich mir im Kalender meine Timeslots für „actionable Items“. Ich weiß, dass ich den Begriff sehr für mich interpretiere.

Ausgewogenheit

Ausgewogenheit

Planung ist gut, keine Planung ist auch gut. Ich achte auf eine Mischung aus geplanten Zeiten und Aufgaben sowie aus Freiräumen. Dabei trenne ich nicht zwischen Beruf, Privat oder anderen Sphären. Im Gesamtpaket will und muss ich mich wohlfühlen. Dazu gehört auch, dass ich entspanne, mich ausgewogen ernähre, mich körperlich betätige.

Präsentation

Die Präsentation gibt es auf Slideshare auch als PDF-Datei herunterladen. Die Links in der Präsentation und in der PDF-Datei sind klickbar. Zum schnelleren Zugriff habe ich die Linksammlungen der drei Folien hier am Ende dieses Artikels.

Links

Zum Aufwärmen

Blogs

Linktipps (von mir bzw. mit mir)

Tools (Auswahl)

Ablenkungsfreie Software ermöglicht das Konzentrieren auf den Text und vermeidet unnötige Ablenkungen wie durch Menüs oder Symbolleisten. Aber nicht nur spezielle Software wie Byword oder WriteMonkey sondern auch Word für Windows und Word für Mac bieten die Möglichkeit zum Fokussieren auf den Text.

Mit Word für Mac reicht ein Klick, bei Word für Windows ist es etwas umständlicher.

Nachtrag (aus einem Kommentar auf Facebook):

Für Texte benutze ich gerne Byword (Mac) oder Writemonkey (Windows), weil die Markdown unterstützen und die Umwandlung in HTML können. Bei Texten mit gelegentlichen Links ist sowas (oder auch der FocusWriter) für mich die bessere Wahl.

Wenn im Text aber viele Links, Fußnoten oder Grafiken sind, dann greife ich lieber zu einer „Textverarbeitung“ wie Word oder Libreoffice. Einfach deswegen, weil in den Text-Only-Programmen der Quellcode (Markdown) sehr unübersichtlich macht. Generell ziehe ich es aber vor, zuerst den Text zu schreiben, dann die Quellen reinzunehmen (Links, Fußnoten) und anschließend das Layout.

Da kann ich dann schon mal erst was in einem Markdowneditor schreiben und dann den Inhalt per HTML ins CMS oder per Zwischenablage in Word schieben. Wenn ich von vornherein weiß, dass da noch viel Verlinkung etc. kommt, fange ich jetzt aber lieber gleich in Word an :-)

Word für Mac 2011

Klassischerweise bearbeite ich Dokumente mit Microsoft Word auf dem Mac im Drucklayout. Das sieht ziemlich überladen aus:
Mac Word: Ansicht Drucklayout

Word bietet auf dem Mac jedoch über das Menü die Möglichkeit, die Ansicht in „Fokus“ zu wechseln.
Mac Word: Ansicht Fokusansicht einschalten (Menue)

Auch über die Statuszeile können Sie in die Fokusansicht wechseln.
Mac Word: Ansicht Fokusansicht einschalten

In der Fokusansicht erhalten Sie mit dem Cursor am oberen Bildschirm ein abgespecktes Menü, in dem auch der Hintergrund gewechselt werden kann. In dem abgespeckten Menü können Sie die Fokusansicht beenden (oder mit der Taste ESC):
Mac Word: Ansicht Fokus (Klappmenue)

In der kompletten Fokusansicht verschwindet dieses Menü, und beim Schreiben ist nur noch die Seite mit dem Text zu sehen:
Mac Word: Ansicht Fokus

Word für Windows 2013

Word für Windows bietet keine Möglichkeit, über ein Menü oder die Statuszeile in eine Fokusansicht zu wechseln. Allerdings gibt es die Möglichkeit, in eine „Ganze Bildschirmansicht“ zu wechseln. Dazu müssen Sie die Symbolleiste für den Schnellzugriff anpassen:
Windows Word: Symbolleiste für Schnellzugriff anpassen

Suchen Sie im linken Bereich den Eintrag „Ganze Bildschirmansicht ein/aus“ und fügen Sie ihn zur Symbolleiste für den Schnellzugriff hinzu (rechts):
Windows Word: Symbolleiste für Schnellzugriff

Nach „OK“ gibt es in Word links oben den zusätzlichen Eintrag zum Einschalten der ganzen Bildschirmansicht:
Windows Word: Ganze Bildschirmansicht einschalten

Anschließend gibt es die Ansicht nur mit dem Text. Zum Verlassen der ganzen Bildschirmansicht drücken Sie die Taste ESC.
Windows Word: Ganze Bildschirmansicht

 

Entenattacke

Das Internet, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2014. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Blogosphere, das mit seiner tausende Mann (und Frau!) starken Besatzung seit Jahren unterwegs ist, um fremde Themen zu erforschen, neues Leben und neue Gedanken. Viele Lichtjahre von den Regierungen dieser Erde entfernt dringt die Blogosphere in Galaxien vor, die nie eine Bundeskanzlerin zuvor gesehen hat.

Gerade erst hat diese unsere Bundesregierung ihre Digitale Agenda verkündet, die diese unsere Blogosphere in neue digitale Sphären vorzustoßen weiterhin einschränken wird. Und doch gibt es immer wieder Blogger, die in besten Wissen und Gewissen mehrere Megabyte große Fotos in ihre Artikel quetschen.

Denn es gibt nach wie vor Leser, die nur eine zwei oder sechs MBit/s-DSL haben (gemerkt? Das “L” steht bereits für Line wie Leitung). Die Kapazität dieser Leitung verteilt sich nicht nur auf das World Wide Web sondern noch auf andere Internet-Dienste. Kaum noch jemand, der ohne Synchronisierung oder Backup im Hintergrund arbeitet. Oder dabei skyped. Oder telefoniert. Und mit der Digitalen Agenda dieser unseren Digilogen Bundesregierung wird das auch bis 2018 nicht wesentlich besser werden – besonders nicht in ländlichen Regionen. Machen wir uns nichts vor, auch die DSL-Alternative LTE ist nur eine Krücke.

Letztens rief ich einen Blogartikel auf, um mehrere Sekunden lang verwundert den Aufbau von zwei Fotos zu betrachten. Insgesamt waren mit dem einen Artikel etwa sechs Megabyte an Fotos durch dieses Internet auf meinem Rechner gelandet.

Also, liebe Blogger (und nicht nur die), sind hier von mir ein paar Tipps:

  • Eine Fotodatei (oder eine Grafik) sollte nicht mehr als maximal 300 bis 800 Kilobyte groß sein (das kommt natürlich auf Verwendungszweck und Bildgröße an, siehe unten)
  • Eine Pixeldichte von 72 dpi reicht online vollkommen aus
  • Eine Bildgröße von maximal 1600 x 1200 ist normalerweise selbst für die Vollbilddarstellung auf großen Desktopmonitoren vollkommen ausreichend, meistens reicht (je nach Motiv und Absicht) sowieso eine wesentlich geringere Größe
  • Das Dateiformat meiner Wahl ist nach wie vor das JPEG oder JPG-Format, damit lässt sich die Qualität auch herunterfahren, ohne dass das einem Betrachter wesentlich auffällt

Bildoptimierung

Um Fotos für meine Blogs zu optimieren verwende ich zwei kostenlose Tools:

Beide Tools beherrschen sowohl das JPG- als auch das PNG-Format. Mit ihnen optimiere ich Fotos, bevor ich sie in das jeweilige Content Mangement System (hier ist es WordPress) hochlade. Für die Anzeige in einem Artikel bieten die CMS mittlerweile verschiedene Anzeigegrößen an, für die sie die Dateien automatisch verkleinern. Deswegen sollte dann auch nicht immer das hochgeladene Foto in seiner maximalen Größe angezeigt werden.

Die Entenattacke

Für einen Vergleich benutze ich ein Foto der Enteninvasion an der Selz, das ich mit meinem HTC One (M8) geschossen habe. Ich habe das Foto auf Flickr, wo man es in unterschiedlichen Größen auch wieder herunterladen kann. Genau das mache ich zur Vereinfachung (Links gehen auf die jeweilige Anzeige- und Downloadseite):

Anschließend optimiere ich die Fotos mit ImageOptim. Dazu ziehe ich per Drag & Drop die fünf Dateien vom Finder in das Fenster von ImageOptim . Die Allgemeinen Einstellungen in ImageOptim habe ich alle aktiviert. Außerdem werden alle EXIF Markierungen und Kommentare entfernt. Die Einstellung in ImageOptim für das JPEG-Format stehen auf 87 Prozent.

Und das ist das Ergebnis (oben ein Teil der Anzeige des Finders, unten die Anzeige von ImageOptim):

ImageOptim (Entenattacke)

Ergebnis der Bildoptimierung mit ImageOptim per Drag & Drop

Aus ursprünglich 6,7 MB macht ImageOptim 3,4 MB. Etwa zwei Drittel sind von den beiden Dateien mit den größten Bildgrößen. Doch die benutze ich nur sehr, sehr selten. Zur Verdeutlichung ist hier die Entenattacke in der Bildgröße 620 x 350 mit nur 102 KB (von WordPress erstellt, beim Klicken bekommt Ihr eine größere Datei angezeigt):

Entenattacke

Die Entenattacke (620 x 350, 102 KB)

Zum Vergleich der Link auf die Fotodatei mit der Bildgröße 1600 x 905 (aufpassen: Der Browser verkleinert möglicherweise die Anzeige, ein Mal klicken zum Vergrößern).

Achtet also bitte auf die Pixeldichte, die Bildgröße und vor allem auf die Dateigröße. Danke!

P.S.: Das funktioniert übrigens auch sehr gut vor dem Versenden der Email mit vier Fotos von dem süßen Katzenbaby – jedes 4 MB groß ;-)

Todoist (Quelle: Todoist)

Seit Juni benutze ich Todoist für mein Aufgabenmanagement. Zwei der Einsatzgebiete sind mein Morgenritual und meine Wochenplanung.

Todoist

Ursprünglich war Todoist für das persönliche Taskmanagement. Nach einem Relaunch in 2014 hat es sich zu einer Lösung auch im Business-Geschäft gemausert. Ich benutze es für Aufgaben im privaten Bereich, für mich als Selbstständigen und auch in der Kollaboration – wenn auch bislang nur mit der allerbesten aller Ehefrauen.

Bislang hatte ich Toodledo verwendet, aber ich hatte immer mal wieder Probleme bei der Offline-Verwendung. Außerdem ist die Oberfläche inzwischen sehr altbacken.

Todoist Filter

Todoist Filter

Todoist gibt es in der kostenlosen Version mit Grundfunktionen. Zum Eingewöhnen reicht das vollkommen aus. Die Premium-Version kostet pro Jahr 21 Euro, dafür gibt es zusätzliche Funktionen wie SMS und Email-Erinnerungen, ein erweitertes Tagging und Dateianhänge. Todoist gibt es für Browser, Android Phone/Tablet, iPhone, iPad, Windows-Desktop, Mac-OS. Außerdem gibt es Erweiterungen für Chrome, Firefox, Outlook, Thunderbird, Gmail und Postbox.

Todoist hat eine übersichtliche Oberfläche und lässt sich wirklich überall verwenden. Jede Auswahl (beispielsweise überfällige Aufgaben, heute fällige Aufgaben, Aufgaben mit bestimmter Priorität) ist eine Filterfunktion, die sich bearbeiten und als eigenen Filter abspeichern lässt. Dazu wird keine spezielle Abfragesyntax benötigt. Für meine heutigen Aufgaben gebe ich das in das Filterfeld ein:

überfällig, today

Alle überfällige Aufgaben, die Aufgaben der nächsten 7 Tage, Aufgaben mit höchster Priorität, alle mir zugewiesenen Aufgaben und alle Aufgaben, die ich anderen zugewiesen habe?

überfällig, 7 Tage, Priorität 1, :to_me:, :to_others:

Ähnlich einfach funktioniert es mit Datumsangaben für Fälligkeiten. Jeden Montag und Freitag um 20:00 Uhr?

jeden Mo, Fr um 20:00

Jeden 2. des Monats?

jeden 2

Echt simpel.

ToDoist für Unternehmen

Seit ein paar Wochen gibt es Todoist auch für Unternehmen. Preislich ist es bei jährlicher Zahlungsweise eigentlich egal, ob ich die Premium- oder die Business-Version nehme. Ein Umstieg ist jederzeit möglich. Die Funktionsunterschiede und Preise sind übersichtlich. Ich habe mir also Todoist für Unternehmen gegönnt ;-)

Morgenritual mit Todoist

Für den Start in den Tag habe ich mein Morgenritual entwickelt, das ich zu Beginn jeden Tages durchgehe:

  • Wasser trinken, Frühstück
  • Kalender checken. Damit ich weiß, was auf mich zukommt und ich keinen Morgentermin verpasse
  • Journal schreiben. In Evernote führe ich in einem Notizbuch tägliche Eintragungen: Was habe ich gegessen, was war los, was ist heute noch besonderes
  • Inboxen. Ich gehe meine Inboxen (Eingangsfächer) durch und leere sie. Entweder lösche ich das Dokument (oder markiere die Email als Spam…), archiviere ich es oder reagiere ich darauf. Wenn ich mit dem Dokument (z.B. Email) mehr als etwa drei Minuten brauche, dann erzeuge ich in Todoist eine Aufgabe
  • Inbox: Email. Den tatsächlichen Eingang und zwei Labels für notwendige Aktionen und für Benachrichtigungen
  • Inbox: Google. Also Hangout-Nachrichten. Da ich Google Mail habe, sehe ich die aber sowieso :-)
  • Inbox: Facebook. Dabei meine ich wirklich nur Nachrichten an mich
  • Inbox: Evernote. Mit IFTTT schicke ich manche Dinge in Evernote rein. Dort habe ich tatsächlich ein Notizbuch „Inbox“. Dort landen auch Emails, die ich mir dorthin schicke.
  • Inbox: Todoist (persönlich und Team). Für den Fall, dass mir jemand etwas reinwirft :-) oder ich eine Aufgabe erzeugt und noch nicht weiter bearbeitet/priorisiert habe (z.B. via Email geschickt)
  • Inbox: Möglicherweise kommen noch weitere Inboxen beispielsweise bei/für Kunden dazu. Etwa Asana oder Podio. Dann erzeuge ich die Aufgabe auch dort

Dann kommt meine Tagesplanung. Ich gehe die überfälligen Aufgaben, die Aufgaben für die nächsten drei Tage und die Aufgaben aus meiner Wochenplanung durch. Dazu habe ich meinen eigenen Filter „Wochenplanung“:

überfällig, 3 Tage, @isThisWeek

Ich prüfe, welche Aufgaben heute sein müssen (mit Termin) und welche vielleicht vorgezogen werden können (die für morgen und übermorgen). Außerdem schaue ich in meiner Wochenplanung nach, was ich davon in den nächsten drei Tagen einplanen kann/muss.

Für Aufgaben, für die ich voraussichtlich mehr als eine halbe Stunde brauche, lege ich in meinem Kalender einen Termin an. Den Rest arbeite ich in den nicht belegten Zeiten ab.

Den Rest des Tages arbeite ich nur noch mit dem Filter „überfällig, heute“. Es sei denn, ich habe nichts mehr zu tun und will aber noch ;-)

Vor einer Woche habe ich über mein Morgenritual und Todoist geboot.

Wochenplanung mit Todoist

Woher kommen aber die Aufgaben der Wochenplanung? Am Wochenende oder allerallerspätestens am Montag Morgen mache ich meine Wochenplanung. In der Wochenplanung lege ich alle Aufgaben fest, die ich in dieser Woche bearbeiten oder erledigen will.

Dazu gehe ich meine Order/Projekte in Todoist durch und prüfe ich die Aufgaben auf Konsistenz und auf notwendige Fälligkeiten. Einerseits habe ich dann fällige Aufgaben. Andererseits gibt es Aufgaben, die in der weiteren Zukunft liegen oder die gar keine Fälligkeit haben. Denen verpasse ich das Tag (Schlagwort) „isThisWeek“. Damit habe ich jeden Tag in der Woche bei der Tagesplanung meine relevanten Aufgaben in meinem Filter:

überfällig, 3 Tage, @isThisWeek

Teil der Wochenplanung ist ebenfalls schon eine zeitliche Planung für umfangreichere Aufgaben. Für die setze ich Termine in meinen Kalender.

Ziemlich viel Plan. Aber in Anlehnung an von Moltke, dem wir die Auftragstaktik verdanken, lautet mein Motto:

Kein Plan überlebt die Schlacht. Aber ohne Pläne verliert man den Krieg.

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