…dann denke ich an solche Momente wie diesen:

Sleeping Giant the Nounou Mountain

[ Google Maps: Sleeping Giant, the Nounou Mountain ]

Und dann denke ich: Dort möchte ich arbeiten können. Ein paar hundert Meter über dem Pazifik, der Blick in die Ferne und die Gedanken nach innen gerichtet. Die Ruhe hat mir gut getan, dort ließe sich konzentriert arbeiten. Das wäre ein schönes Überallbüro. Vielleicht würde ich dort sogar einmal Lukas Pustina treffen :-)

Evernote benutze ich gerne als Arbeitsmittel. Nicht nur das Produkt und die Leistungen drum herum gefallen mir – gut gefällt mir auch, wie enthusiastisch die Evernote Crew sich dabei verhält und auch ihre Nutzer und Partner einbindet. Jetzt hat die Evernote Crew den Evernote Trunk (in deutsch: Evernote Galerie) vorgestellt. Der „Trunk“ ist eine Art „App Store“, in dem Lösungen aus den Rubriken Mobil, Desktop & Web, Hardware, Ausstattung und Notizbücher vorgestellt werden:

Evernote Trunk (Galerie)

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Evernote als Arbeitmittel nutzen Evernote ist ein mobiles Notizbuch für Texte, Grafiken, Bilder, Sprachnotizen. Evernote gibt es für viele Plattformen wie Windows oder Blackberry. Das Geniale daran: Notizen in den Notizbüchern werden über alle Plattformen und Installationen hinweg synchronisiert. Ich benutze Evernote seit über einem Jahr auf Windows, Mac, iPhone und iPad.

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Beim Lesen der aktuellen Brand Eins (September 2009, „Schwerpunkt Arbeit“) fiel mir die Frage ein: Was ist Arbeit? Gut, dass es Evernote gibt. Im Café, noch beim Lesen Wolf Lotters Artikel „An die Arbeit„, tippte ich meine Antwort in die iPhone Anwendung ein. Gestern schaute ich kurz in Evernotes Windows Anwendung nach und fand die Antwort gar nicht so schlecht:

Arbeit ist das Verrichten einer zielgerichteten materiellen oder geistigen Tätigkeit. Zielgerichtet bedeutet, dass zu einem definierten oder geschätzten Zeitpunkt der Aufwand mit dem erwarteten qualitativen oder quantitativen Ergebnis verglichen wird. Im Nachhinein kann ein eingetretenes Ergebnis jedoch dem angestrebten nicht entsprechen aber es dennoch übertreffen. Oder auch nicht.

Jetzt schaue ich mir meinen Erklärungsversuch im Browser auf Evernote an und stelle fest: Der Erklärungsversuch lässt einem Leser (und mir) viele Fragen (und noch mehr Antworten) offen.

Leser: Ist dieser Artikel Arbeit? Wenn ja, begründen Sie das bitte?

Ich: Dieser Artikel ist Arbeit, weil ich auf der Tastatur herumhacke und fast verzweifelt darüber nachdenke, welche Fragen ich stellen soll und welche Antworten ich geben soll, damit Sie mich verstehen. Mein Ziel ist, dass a) Sie anschließend verstehen sollen, was ich unter Arbeit verstehe, b) mein Verständnis nicht zwingend an eine „Jobwelt“ oder „Selbständigenwelt“ oder eine andere „Welt“ gebunden ist und c) ich daran glaube, dass Arbeit weder schlecht noch gut ist.

Leser: Arbeiten Sie zu Hause?

Ich: Ja … ich schreibe Artikel, koche, lese, bearbeite Aufgaben für mein PR-Studium, mache Gartenarbeit, grille, putze.

Leser: Macht das etwa Spaß?

Ich: Ja, manchmal. Arbeit darf doch auch Spaß machen, das ist schließlich nicht verboten. Zumindest nicht bei mir zu Hause.

Leser: Arbeiten Sie auch richtig zu Hause, also für Ihren Arbeitgeber? Und macht das dann auch Spaß?

Ich: Ja, manchmal. Ich lese Dinge, die ich später für meine Tätigkeit bei meinem Arbeitgeber verwende. Oder ich bereite etwas vor. Das macht auch Spaß. Sonst würde ich es nicht machen. Die Zeit nehme ich mir dann. Unrichtige Arbeit sieht mein Erklärungsversuch übrigens nicht vor.

Leser: Aber halten Sie Arbeit und Privatsphäre denn nicht getrennt?

Ich: Das geht nicht. Oder meinen Sie die Jobsphäre?

Leser: Also gut, betrachten Sie einmal Jobsphäre und Privatsphäre. Die beiden Sphären halten Sie doch getrennt?

Ich: Da gibt es keine „Ja oder Nein“-Antwort. Durch meine „Websphäre“ gibt es zunehmend Überschneidungen. Ich entscheide im Einzelfall, wen oder was ich in welche Sphäre hineinlasse.

Leser: Aufgrund welcher Kriterien entscheiden Sie das? Warum lassen Sie das überhaupt zu?

Ich: Ist das wichtig? Person, Thema, Sympathie, Interesse, Fortschritt, Spaß.

Leser: Haben Sie auch Spaß in Ihrem Job?

Ich: Ja, auch. Aber ich arbeite auch. Das geht parallel. Auch in einer Bank. Das muss nicht immer so sein, aber auch zu Hause gibt es Arbeiten, die mir selten Spaß oder Vergnügen bereiten, die aber sein müssen #hausputz

Leser: Diese Websphäre, warum sind Sie da drin? Warum gehen Sie beispielsweise auf Konferenzen?

Ich: Personen, Themen, Sympathien, Interessen, Fortschritt, Spaß.

Leser: Das sind aber keine sehr abwechslungsreiche Antworten, fällt Ihnen nichts besseres ein?

Ich: Nein, nicht bei den Fragen.

Leser: ?

Ich: !


Leser
: Glauben Sie, dass ihr erwartetes Ergebnis mit dem erzielten Ergebnis dieser Arbeit, d.h. dem Erstellen dieses Artikels, übereinstimmt?

Ich: Bei den Fragen? Das kann ich nicht beurteilen. Eine Ergebniskontrolle ist nicht explizit in meinem Erklärungsversuch vorgesehen – das ist vielleicht eine Schwachstelle. Vielleicht sollten Sie mir zur Kontrolle einige Fragen stellen?

Nachtrag: Weil mir das Schreiben des Artikels so viel Spaß bereitet hat, gibt es von mir meine Ideen zu Zwiebelschalen und Sphären:

Frank Hamm: Zwiebelschalen und Sphären

Christiane Schulzki-Haddouti hat bereits am 18.August 2009 die Studie „Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft“ veröffentlicht („KoopTech-Studie ist online„). Ja, dies ist in Netzzeiten bereits gefühlte Ewigkeiten her, und ich bin momentan sowieso etwas langsam.*

In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Innovations- und Technikanalyse geförderten Projekt hat die Kulturpädagogin und IT-Journalistin Christiane Schulzki-Haddouti “Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft” untersucht. Schulzki-Haddouti war für die 14-monatige Arbeit an dieser Studie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der h_da beschäftigt. Das Projekt wurde zudem von Prof. Dr. Lorenz Lorenz-Meyer vom Studiengang Online-Journalismus betreut.

Doch die Studie hat es in sich, auch wenn ich sie noch nicht gelesen
sondern nur überflogen habe.* Auf über 300 Seiten behandelt Christiane Kooperation, Innovation, Entwicklung und Anwendung kooperativer Technologien, Akzeptanz- und Erfolgsfaktoren und fünf verschiedene Szenarien.

Bemerkenswert ist nicht nur der Umfang und der wissenschaftliche Charakter der Studie: Sie ist unter der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-SA 3.0 veröffentlicht. Ich freue mich, dass ich zusammen mit elf anderen Teilnehmern wie beispielsweise Jörg Hoewner, Dieter Rappold und Tim Schlotfeldt mit einem Interview zu dieser Studie beitragen durfte.

Ich habe mir ganz fest vorgenommen, mir dieses geradezu monumentale Werk „reinzuziehen“*, auch wenn es bereits im letzten Jahr entstand. Denn die Grundzüge gelten nach wie vor und unverändert. Ein wunderbares Grundsatzwerk, auf das ich mich sehr freue.

*) weil ich gerade viel lese, arbeite, mache, tue, lese….