Wegeskizze: Mainz Hbf zum Coworking M1

Am Wochenende (9. und 10. April 2016) ist das Vinocamp Rheinhessen: Informationen zum Programm und zur Anreise.

Marion Rockstroh-Kruft hat das Programm (das komplette Programm 1. Vinocamp Rheinhessen) veröffentlicht:

  • 09.04.2016, Camp 1 – Coworking-M1 (Adresse: Mombacher Str. 2-6, Mainz)
  • 09.04.2016, Camp 2 – Cassian Carl (Adresse: Rheinufer – Höhe Theodor Heuß Brücke, Mainz)
  • 10.04.2016, Camp 3 – Weingut der Stadt Mainz (Adresse: Rheinhessenstrasse 103, Mainz)

In unserer Facebook-Gruppe kam die Frage nach dem Weg zum Coworking M1 hoch. Die Navis oder Kartendienste haben noch keine aktuellen Informationen, da das Coworking M1 sowie das komplette neue Gelände (Quartier M1) dort noch nicht erfasst sind.

Heute bin ich im Coworking M1, und auf dem Weg vom Mainzer Hauptbahnhof hierher habe ich ein paar Fotos gemacht (und mit Runtastic getrackt). Auf der interaktiven Flickr-Karte sind die Fotos als Punkte eingetragen. Ein Klick zeigt das entsprechende Foto.

Es sind etwa 850 Meter und 10 Minuten zu Fuß vom Mainzer Hauptbahnhof zum Coworking M1. Auf der ganzen Strecke gibt es einen Bürgersteig. Allerdings ist das letzte Stück noch nicht ganz fertig, so dass ich von Stöckelschuhen definitiv abrate :-) Wer mit dem Auto anfährt, kann beruhigt aufatmen: An der Straße direkt vor dem Coworking M1 lassen sich Autos kostenlos abstellen. Bislang gibt es nämlich bis auf das Coworking M1 noch keine anderen Unternehmen beziehungsweise Organisationen. Das wird sich später einmal ändern, dann gibt es ein Parkhaus und unter anderem ein B&B Hotel.

Vom Hauptbahnhof aus zu Fuß:

  • Von dem Vorplatz des Mainzer Hauptbahnhofs (vom Bahnhof aus gesehen) nach links gehen.
  • Auf der linken Straßenseite bleiben und an der Fernbushaltestelle und der Taxihaltestelle vorbei.
  • Dann links in die Unterführung rein (es sieht zwar düster dort aus, aber ich habe überlebt…).
  • Wwer in der Unterführung auf der linken Seite bleibt, der bekommt am Ende eine Fußgängerampel.
  • Am Ende der Unterführung nach rechts auf dem Bürgersteig die Straße hoch.
  • Oben ist dann rechts eine große Baustelle, und voraus seht ihr ein dreistöckiges altes Klinkerhaus (Mombacher Straße 2a).
  • Vor dem Haus biegt rechts eine Straße ab. Dieser Straße (eine Privatstraße des Quartier M1, noch ohne Straßennamen) folgen.
  • Auf der rechten Seite kommen dann Reste der ursprünglichene Bebauung, unter anderem eine alte Mauer mit Stützbalken.
  • Dann auf der rechten Seite ist ein neuer/renovierter Bauteil, dort ist das Coworking M1.
  • Der Eingang ist auf der linken Seite.

Flickr Fotoalbum „Mainz Hbf nach Coworking M1“ (Diashow, interaktive Karte)

Mainzer Domplatz

Am 9. und 10. April (Samstag und Sonntag) findet das Vinocamp Rheinhessen in Mainz statt. Die allerbeste aller Ehefrauen und ich sind dabei.

Das Vinocamp Rheinhessen findet in Mainz im Coworking-M1, auf der Cassian Carl & im Weingut der Stadt Mainz statt. Das Vorabend-Treffen ist im Proviantamt. Die Organisatorin Marion Rockstroh-Kruft im Interview:

Am Freitagabend findet erst mal ein Warm-Up im Proviantamt statt, für die, die schon in Mainz sind. Dort laden rheinhessische Winzer in der Rheinhessen-Vinothek zu einer Weinprobe ein und anschließend können wir gemeinsam essen. Am Samstagmorgen geht es dann richtig los mit einer Vorstellungsrunde, danach gehen wir in die Sessionplanung, dann finden den Vormittag über Sessions statt, zwei hintereinander. Nachmittags geht’s dann auf das Eventschiff Cassian Carl, dort gibt’s noch einmal zwei Sessions, zwei weitere am Sonntagvormittag im Weingut der Stadt Mainz.

(Vinocamp Rheinhessen: Faszination Wein & Rheinhessen in intensivem Kontakt mit Weinfans erleben)

Wir freuen uns schon darauf … mal sehen, wer von uns beiden fahren muss 8-)

Selzen im Selztal

Seit einiger Zeit sollte klar sein, dass ich in Selzen im Selztal wohne und eine persönliche Ansicht hinsichtlich der richtigen Rheinseite und der falschen Rheinseite habe. Offenbar gibt es bei Gesprächspartnern immer noch Unklarheiten bezüglich meiner Heimat.

Es scheint immer noch an der Zeit, diese Unklarheiten zu beseitigen.

Selzen

Selz (links Hahnheim, rechts Selzen)

Selz (links Hahnheim, rechts Selzen)

Das geschichtsträchtige Selzen hat etwa 1.500 Einwohner, liegt an der Selz und liegt im Selztal (siehe unten).

Die erste urkundliche Erwähnung Selzens ist im Jahr 782 als „Salzen“ im Lorscher Codex zu finden. Gräberfunde aus der jüngeren Steinzeit – 2000 v. Chr.-, aus der Römerzeit – 100 nach Christus – und aus der Frankenzeit des 6./7. Jahrhunderts dokumentieren einen geschichtsträchtigen Ort.

[ Seite „Selzen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. November 2014, 12:42 UTC. (Abgerufen: 24. Januar 2015, 13:49 UTC) ]

Es gibt in der Gemeinde Selzen ein paar kleinere Betriebe und vor allem: Weingüter. Das Zuckerlottche (der Beiname kommt von den jährlichen Rübentransporten) hatte hier auch einen Bahnhof – wenn auch auf der anderen Seite der Selz in der Gemeinde Hahnheim. Die Hahnheimer und die Selzer Frösche leben jedoch friedlich zusammen und miteinander, auch wenn sie auf jeweils gegenüberliegenden Seiten der Selz leben. Selzer Frösche?

Einer Legende nach seien die Bewohner im Mittelalter verpflichtet gewesen, die Frösche in der Selz oder im Teich dadurch zum Schweigen zu bringen, dass sie mit Stangen in das Wasser schlugen. Die Gutsherrschaft wollte ungestört vom Quaken schlafen. Deshalb tragen die Bewohner den Spitznamen Selzer Frösche.

[ Seite „Selzen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. November 2014, 12:42 UTC. (Abgerufen: 24. Januar 2015, 14:05 UTC) ]

Die allerbeste aller Ehefrauen und ich wohnen seit 2012 in Selzen (und haben seitdem noch keine Gutsherrschaften wohl aber Frösche bemerkt). Zuvor wohnten wir von 1999 bis 2012 in Schwabenheim an der Selz. Wie der Name erahnen lässt, liegt auch Schwabenheim an der Selz.

Schwabenheim an der Selz

Schwabenheim

Mein Vater kommt aus Schwabenheim an der Selz, meine Mutter kommt aus Höchst im Odenwald (wo ich auch aufwuchs). Mich verschlug es durch eine Verkettung diverser Realitäten 1999 zusammen mit diemanue.la wieder in die Heimatortschaft meines Vaters. Die Ortschaft Schwabenheim an der Selz (Wikipedia-Eintrag) hat über 2.600 Einwohner und ist damit die bevölkerungsstärkste Gemeinde der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim. Meistens wird sowohl von Fremden als auch Eingeborenen aus Gründen der Kürze die Bezeichnung „Schwabenheim“ verwendet. Dies kann jedoch zu Verwechslungen mit der Ortschaft Pfaffen-Schwabenheim der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach führen. „Schwabenheim an der Selz“ gibt es erst seit 1904, die Ortschaft selbst ist allerdings doch etwas älter:

Es gilt als fränkische Gründung in der Zeit um 500 nach Chr. und wurde 766 erstmals urkundlich in den „Lorscher Annalen“ erwähnt. Der älteste erwähnte Name war „Suaboheim“, seit dem 13. Jahrhundert änderte sich dieser in „Sauerschwabenheim“. Der Zusatz „sauer“ bezieht sich auf den gleichnamigen Bach der durch das 12 Hektar große Landschaftsschutzgebiet „Pfauengrund“ fließt und diente zur besseren Unterscheidung der Gemeinde Pfaffen-Schwabenheim bei Bad Kreuznach. 1904 wurde der heutige Name Schwabenheim an der Selz eingeführt.

[ Quelle: Verbandsgemeinde Gau-Algesheim, abgerufen 24. Januar 2015 ]

Bis heute prägen Weingüter und Winzer das Bild von Schwabenheim.

Selztal

Die Selz ist als linker Nebenfluss des Rheins eines der Hauptgewässer in Rheinhessen (Bundesland Rheinland-Pfalz).

[ Wikipedia-Eintrag Selz ]

Die Selz ist etwa 63 km lang, entspringt in Orbis in der Pfalz und mündet bei Ingelheim (Wikipedia-Eintrag) in den Rhein. Von Selzen aus sind es mit dem Daumen auf der Google-Maps geschätzt noch etwa 25 Kilometer bis nach Ingelheim am Rhein. Von Alzey bis Ingelheim gibt es einen ausgeschilderten Rad- und Wanderweg an der Selz entlang. Dieser Wanderweg führt nur ein paar hundert Meter an INJELEA vorbei. Insbesondere am Wochenende und bei schönem Wetter „ist der Teufel los“. Deswegen findet man an diesem Rad- und Wanderweg immer wieder Straußwirtschaften oder ähnliche Einrichtungen zur geistigen Ertüchtigung.

 

Selztal im Herbst

Für mich verbanden sich früher mit dem Selztal vor allem die Gemeinden Stadecken-Elsheim, Bubenheim, Schwabenheim an der Selz und Groß-Winternheim. Jetzt also auch noch Selzen und Hahnheim. All diese Gemeinden liegen in Rheinhessen.

Rheinhessen

Rheinhessen (Touristik-Website, Wikipedia-Eintrag), auch „Land der tausend Hügel“ genannt, ist eine Region im Bundesland Rheinland-Pfalz. Die Region Rheinhessen umfasst etwa den Landkreis Mainz-Bingen (Verwaltungssitz in Ingelheim) und den Landkreis Alzey-Worms.

Gaaaaanz früher einmal gehörte Rheinhessen zum Großherzogtum Hessen und später zum Volksstaat Hessen. Aufgrund des Namensteils „hessen“ und der früheren Zuordnungen unterstellen Viele eine immer noch existierende Zuordnung Rheinhessens zum benachbarten Bundesland Hessen (das übrigens auf der falschen Rheinseite liegt, s.u.).

Was jedoch vollkommen falsch ist, denn Frankreich und die USA befreiten Rheinhessen 1945 aus dem hessischen Joch:

Rheinhessen entstand unter diesem Namen nach 1815, als die vorher politisch stark zersplitterte Region erstmals vereinigt und dem Großherzogtum Hessen zugeschlagen wurde, das sich dadurch über den Rhein hinaus ausdehnte. Teile Rheinhessens gehörten vor der französischen Revolution zu den linksrheinischen Gebieten der Kurpfalz, von Kurmainz oder des Hochstiftes Worms. Rheinhessen blieb bis 1945 beim dann so genannten Volksstaat Hessen. Durch die Grenzziehung zwischen französischer und amerikanischer Besatzungszone wurde es dann (mit Ausnahme der rechtsrheinischen Stadtteile von Mainz und des bis dahin zu Guntersblum gehörigen Kühkopfs) von Hessen getrennt und war ab 1946 einer von fünf Regierungsbezirken des neugeschaffenen Landes Rheinland-Pfalz.

Seite „Rheinhessen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. Januar 2015, 11:58 UTC. (Abgerufen: 24. Januar 2015, 14:13 UTC) ]

Viele Rheinhessen beharren darauf, dass Rheinhessen bereits seit vielen Jahrhunderten als Region bestünde. Schließlich seien sie Rhoihesse und: „Mer babbele rhoihessisch“.

Rheinhessen liegt nicht in der Pfalz sondern grenzt lediglich an diese Region. Helmut Kohl ist also kein Rheinhesse. Das Tragen dieser Bürde obliegt den Pfälzern.

Festzuhalten gilt: Rheinhessen liegt

  • links des Rheins
  • auf der richtigen Rheinseite
  • nicht in Hessen
  • nicht in der Pfalz

und ist Teil von Rheinland-Pfalz.

Die Hauptstadt Rheinhessens ist…

Mainz

Die Hauptstadt (auch des Landes Rheinland-Pfalz) liegt im richtigen Rheinknie auf der richtigen Rheinseite.

Mainz

Mainz ist weltweit bekannt für die Mainzer Fastnacht. Ebenfalls sehr bekannt ist Mainz für seine römischen Wurzeln („Mogontiacum„). Vielen unbekannt sein dürfte die substantielle Angst vieler Bauherren, auf Überreste ebensolcher römischen Wurzeln wie römsche Schiffe oder Heiligtümer zu treffen. Römische Schiffe werden manchmal auch römische U-Boote genannt, da sie gelegentlich auftauchen – vorwiegend beim Ausheben von Fundamenten. Das Heiligtum der Isis und Mater Magna führte zu einer Unterbrechung von 17 Monaten beim Bau der Römerpassage (Einkaufszentrum).

Sehenswürdigkeiten von Mainz sind beispielsweise: Mainzer Dom, Kirche St. Stephan mit den Chagall Fenstern, Kleinkunstbühne Unterhaus, Wochenmarkt, Staatstheater Mainz, Altstadt, Neustadt und Museen.

Bedauerlicherweise wurden im Rahmen der neuen Grenzziehung nach 1945 die auf der falschen Rheinseite liegenden Mainzer Stadtteile Amöneburg, Kastel und Kostheim (nach deren Anfangsbuchstaben „AKK“) der Stadt Wiesbaden zugeschlagen. Dies führte zu dem immer noch andauernden AKK-Konflikt.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz ist eine parlamentarische Republik mit der Hauptstadt Mainz. Rheinland-Pfalz

… umfasst im Norden vom Rheinischen Schiefergebirge den südlichen Teil der Eifel, den Hunsrück, den westlichen Westerwald, das südwestliche Siegerland und den nordwestlichen Teil des Taunus sowie im südlichen Bereich das Mainzer Becken, das Rheinhessische Hügelland, das Nordpfälzer Bergland, die Westpfälzische Moorniederung, die Westricher Hochfläche, den Pfälzerwald und einen Teil der Oberrheinischen Tiefebene. Es grenzt im Norden an Nordrhein-Westfalen, im Osten an Hessen und Baden-Württemberg, im Süden an die französische Region Elsass sowie als Teil der Großregion im Süden an Lothringen und das Saarland, und im Westen an die luxemburgischen Distrikte Grevenmacher und Diekirch sowie an die Provinz Lüttich der belgischen Region Wallonien. Rheinland-Pfalz ist das Bundesland mit der größten linksrheinischen Fläche.

Seite „Rheinland-Pfalz“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. Januar 2015, 08:56 UTC. (Abgerufen: 24. Januar 2015, 14:19 UTC) ]

Rheinland-Pfalz liegt somit weit überwiegend auf der richtigen Rheinseite.

Richtige Rheinseite

Die richtige Rheinseite ist hier in Rheinhessen und drüben im Rheingau eine moralisch-subjektiv positive Einordnung in Bezug auf hüben relativ des Flusses Rhein. Typischerweise wird diejenige Rheinseite als die richtige Rheinseite eingeordnet, auf der man gerne wohnt oder wohnen würde. Andere, auf der jeweils anderen Rheinseite wohnhafte Personen, wohnen demzufolge auf der falschen Rheinseite.

Auf unserer und auf der falschen Rheinseite wird oft abwertend von der jeweils anderen als der ebsch Seit gesprochen.

Ich wohne in Rheinhessen und daher auf der richtigen Rheinseite. Es gibt andere Personen, die aus ihrer Sichtweise ebenfalls auf der richtigen Rheinseite (z.B. in Wiesbaden) wohnen.

Auch im Rheinland und an der Mosel soll es unterschiedliche Einordnungen geben.

(A.d.V.: Wiesbaden liegt definitiv auf der falschen Rheinseite.)

Leben wie Gott in Rheinhessen Zum achten Mal treffen sich 2014 im idyllischen Rheinhessen Blogger, Twitterer, Social Networker und Interessierte, die sich persönlich kennen lernen wollen oder sich wieder sehen wollten. Gemeinsam lassen wir bei Gesprächen, Wein und Essen die Seele baumeln. Eingeladen sind alle, die gerne kommen wollen.

Seit 2007 lade ich Interessierte und Neugierige zum jährlichen WebTreffen mit INJELEA ein. Bis zu unserem Umzug 2012 fand WTIS im Margaretenhof Schwabenheim statt – jetzt setze ich die Tradition im Christianshof bei Selzen fort.

Wir sind meistens eine überschaubare Runde um die 20 bis 30. Letztes Jahr war es das erste Mal in Selzen, da waren wir nur zu zehnt. Das lag hauptsächlich daran, dass es bislang immer Anfang August war (gekoppelt an das Hoffest im Margaretenhof. Dadurch konnten und viele aufgrund der Urlaubszeit oft nicht kommen. Deswegen habe ich WTIS  jetzt in den September gezogen.

Es gibt keine festgelegten Themen, kein Programm, keine Tischordnung. Oft unterhalten wir uns erst eher über persönliche Themen wie Urlaub, weil wir uns sonst meist nur online treffen. Und schnell geht es auch um alles mögliche Fachliche.

Ich freue mich schon auf zahlreiche Gespräche mit Euch :-)

Wann? 6. September

Samstag, 6. September 2014, ab 18:00 Uhr

Wer? Interessierte

Jeder, der Lust darauf hat. Familienangehörige, Freunde und Bekannte sind willkommen.

Wo? Im Weingut Christianshof bei Selzen

Falls Ihr mit einem Navi anfahrt, so gebt bitte ein „Hahnheimerstraße 1, 55278 Selzen“ – da überquert Ihr von Selzen aus die Selz und seid ruck-zuck im Weingut.

Der Christianshof liegt ruhig abseits vielbefahrener Straßen an der Selz. Ein asphaltierter Wirtschaftsweg führt daran vorbei. Kinder können sich austoben, und Hunde haben reichlich Auslauf.

125/365 Mit dem Mayor im Christianshof abhhängen

Für Unkundige aus anderen Regionen als Rheinhessen oder Regionen jenseits der Ländergrenzen (beispielsweise Hessen) gibt es Hintergrundinformationen über Schwabenheim, Selztal und Rheinhessen: Die richtige Rheinseite.


In Google Maps ansehen

Anfahrtsbeschreibung aus Richtung Mainz:

  • Auf der A60 Abfahrt aus Richtung Rhein-Main oder aus Richtung Wiesbaden/Bingen kommen die Abfahrt 22a-Mainz-Hechtsheim-West in Richtung Mainz-Hechtsheim-West/Harxheim/Mz.-Ebersheim nehmen.
  • Ihr fahrt dann irgendwann an Mainz-Ebersheim und dann Gau-Bischhofsheim vorbei.
  • Durch Harxheim der Hauptstraße folgen.
  • Bei Mommenheim nacheinander durch die beiden Kreisel weiter in Richtung Selzen/Köngernheim fahren

In Selzen:

  • In Selzen weiter der Hauptstraße folgen, durch die Verengung fahren.
  • Kurz danach kommt Ihr an dem Restaurant „Selzer Frosch“ (linke Straßenseite) vorbei
  • Etwa 30 Meter danach rechts abbiegen. Da steht auch schon ein Schild zum Christianshof.
  • Über die Selz und dann entweder direkt links auf den Parkplatz oder zunächst am Christianshof vorbei und dann links auf dem Parkplatz parken.
  • Ihr seid da – wir sind im Innenhof :-)
  • Bei schlechtem Wetter sind wir innen drin im ersten Stock.

Anmeldung?

Bitte meldet Euch für unser Webtreffen an, damit ich entsprechend Tische reservieren kann:

Übernachtung?

In Selzen und Umgebung gibt es ein paar kleinere Übernachtungsmöglichkeiten. Schaut zunächst auf Selzen.de. Gerne helfen wir Euch auch bei der Suche.

Pfarrer und Wilderer

Pfarrer und Wilderer

Zwei ungleiche Brüder treffen sich nach Jahren wieder. Der eine kehrt zurück, während der andere der Gesellschaft den Rücken zugekehrt hat. Die zeitgenössischen Erzählung von Julius Mühlfeld dreht sich um Ansehen, Gesellschaft, Mißverständnisse, Verbrechen, Liebe und Eifersucht – wobei die Zeit vor etwa 140 Jahren war.

In Weinheim spielt sich ein Drama mit zwei Brüdern ab. Xaver Haever gehört zum Establishment, während sein Bruder Peter ein Renegat ist, der sich gegen die Gesellschaft und ihre Konventionen auflehnt. Peter kommt dank seiner aufbrausenden Art immer wieder und immer öfter mit der Gesellschaft, der Polizei und dem Militär in Konflikt – auch deswegen, weil er wildert. Xaver versucht ihm in seiner manchmal unbeholfenen wirkenden Art zu helfen, doch auch er ist in einem Korsett aus Konventionen: Er ist Pfarrer und quasi zu Gehorsam verpflichtet. Er wird nachdenklich, als er mit der Doppelmoral der Kirche konfrontiert wird. Letztendlich bleibt er in seiner Nachdenklichkeit aber voller Unsicherheit, und das Drama um seinen aufbrausenden Bruder nimmt seinen Lauf.

Die Erzählung

Die Erzählung spielt in der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts, die erste Veröffentlichung erfolgte 1872. Wer also einen Wortschatz und einen Stil á la “Eh krass, Alter” erwartet, der ist auf dem Holzweg. Es gibt verschachtelte Sätze, lange Sätze und Absätze, einen Stil sowie eine Rechtschreibung aus dem vorletzten Jahrhundert.

‘Auch in der Kirche war ich und lauschte ergriffen Deiner Worte. Mir däuchte es, man könne dem glauben, was Du sagtest. Ich wollte Dich nach der Messe aufsuchen; es kam jedoch – etwas dazwischen – – Du kennst das nicht, Xaver; aber es giebt Gesichter im Dorfe, die mir das Blut über das Gehirn treiben –!’ Er sprach die letzten Worte mit einer, vor gebändigter Wuth zitternden Stimme, kniff das Tuch, das er noch immer in der Hand hielt, in der Faust zusammen und schleuderte es heftig bei Seite, während er höhnisch auflachte.

Nach einer kurzen Eingewöhnung konnte ich der Erzählung jedoch flüssig folgen und brauchte für die etwas über 100 Seiten ungefähr zweieinhalb Stunden (ich lese allerdings auch recht schnell). Xaver ist ein unsicherer Pfarrer auf seiner ersten Stelle, er wird zwischen Gefühlen, Ansprüchen, Familie und Pflichterfüllung hin und her gerissen. Peter hat ständig Wutanfälle, die seinem Gefühlsleben und seiner Verliebtheit in die Nachbarstochter geschuldet sind. Zu unserer Zeit wäre Peter vielleicht ein Dieb oder Einbrecher, der sich mit kleinen Verbrechen über Wasser hält, der aber immer krimineller wird. Die Beschreibungen wirken für die heutige Zeit manchmal recht gestelzt, aber…

Pfarrer und Wilderer - Impression

Aber die Beschreibung der Protagonisten und der Verschwörungen bleibt spannend. Wären es nur die beiden Brüder, so hätte ich den Roman wohl irgendwann beiseite gelegt. So aber halten die Mutter, die Schwester, der Nachbar mit Sohn und Tochter, Verliebte, Verlobte, Verbrecher und unmoralische Pfarrer die Erzählung spannend sowie abwechselnd und mich bei der Sache. Für mich war die Geschichte eine willkommene und spannende Abwechslung.

Wenn Sie also einen historischen Roman aus dem Rheinhessischen für einen Winterabend zum Lesen oder zum Verschenken möchten, dann schauen Sie sich die Beschreibung auf Neuebuecher.de einmal an:

Pfarrer und Wilderer.

Frei-Weinheim bei Ingelheim?

In einem Vorwort geht der Verlag auf die Suche nach dem Ort Weinheim, in und um den die Handlung spielt. In der Erzählung werden der Wein, die Weinlese und der Weinbau oft erwähnt. Auch weitere Aspekte wie eine alte Heerstraße, die Eisenbahn, die kurfürstliche Residenz oder der nahe Rhein bewegen den Verlag zur Vermutung, es handele sich bei dem Örtchen Weinheim aus der Erzählung um den Ingelheimer Ortsteil Frei-Weinheim.

Für mich gibt es drei Punkte, die dagegen sprechen:

  • Xaver ist zumindest heutzutage kein typischer Vorname für die Gegend um Ingelheim
  • Die oft erwähnten Berge rund um Weinheim sind bestenfalls Hügel, und auch die sind einige Kilometer entfernt
  • In der Erzählung ist von Wald die Rede, doch rund um Ingelheim gibt es nicht viel Wald. Möglicherweise aber gab es vor 130 Jahren noch mehr davon.

Wie der Verlag jedoch im Vorwort bei der Suche nach dem Weinheim ausführt, gibt es keine Klarheit. Von der sonstigen Beschreibung her, auch des ländlichen Lebens, könnte es zumindest das rheinhessische Frei-Weinheim sein. Wenn Sie aus der Gegend sind, dann können Sie ja einmal auf Spurensuche gehen :-)

Rezensionsexemplar

Rainer Aschemeier vom gleichnamigen Verlag aus Weinheim (an der Bergstraße) kontaktierte mich vor ein paar Tagen. Er beschrieb den Roman, die regionalen Querverweisen und bot mir ein Rezensionsexemplar.

Was mich zur Rezension bewog? Die Kürze, die Vielfältigkeit und die Herausforderung, wieder einmal einen gänzlich anderen Schreibstil zu lesen.

Das WebTreffen mit INJELEA in Selzen (WTIS) ist Samstag, 3. August 2013, ab 18:00 Uhr.

Seit 2007 lade ich Interessierte und Neugierige zum jährlichen WebTreffen mit INJELEA ein. Nach unserem Umzug feiere ich WTIS jetzt in Selzen. Zum siebten Mal treffen sich 2013 im idyllischen Rheinhessen Blogger, Twitterer, Social Networker und Interessierte, die sich persönlich kennen lernen wollen oder sich wieder sehen wollten. Gemeinsam lassen wir bei Gesprächen, Wein und Essen die Seele baumeln.

Eingeladen sind alle, die gerne kommen wollen. Bekannte, Blogger, Nicht-Blogger, Twitteratis, Neugierige, Interessierte.

Schon längst wollte ich den Termin festlegen und verkünden. In den letzten Wochen kam mir da jedoch einiges dazwischen. Jetzt steht der Termin fest: Samstag, 3. August 2013, ab 18:00 Uhr im Christianshof bei Selzen. Der Christianshof ist eigentlich in Hahnheim, aber von uns zu Hause aus nur ein Katzensprung über die Selz. Wir waren dort schon öfters – zuletzt gestern :-)

200/365 Hamburga iacta est

Hamburga iacta ess (Hamburger gibt es aber nur außer der Reihe!)

Es gibt lokalen Wein und lokales Essen wie Plugschlaaf, Geklepperte oder Bratwurstschnitzel. Anders wie beim WTIS in Schwabenheim nutzen wir kein Hoffest sondern sind dort an einem ganz normalen Samstag.

In der Gutsschänkge Christianshof

In der Gutsschänkge Christianshof

Wir müssen entsprechend Tische reservieren. Bitte meldet Euch deswegen auf einer der Seiten (oder auch auf beiden) an:

Oder schickt uns eine Nachricht an frank-hamm (at) frank-hamm (dot) com :-)

Weitere Informationen zu WTIS (Anfahrt, Übernachtungsmöglichkeiten) gibt es auf webtreffen.injelea.de. Ich freue mich schon auf Euch!

Leben wie Gott in Rheinhessen Das WebTreffen mit INJELEA in Selzen (WTIS) ist im August 2013.

Seit 2007 lade ich Interessierte und Neugierige zum jährlichen WebTreffen mit INJELEA ein. Nach unserem Umzug feiere ich WTIS jetzt in Selzen. Zum siebten Mal treffen sich 2013 im idyllischen Rheinhessen Blogger, Twitterer, Social Networker und Interessierte, die sich persönlich kennen lernen wollen oder sich wieder sehen wollten. Gemeinsam lassen wir bei Gesprächen, Wein und Essen die Seele baumeln. Eingeladen sind alle, die gerne kommen wollen.

Nach meinem Umzug 2012 von Schwabenheim nach Selzen bleibt uns das „S“ erhalten: WebTreffen mit INJELEA in Selzen. Vorher haben wir, d.h. die allerbeste aller Ehefrauen und ich, das WTIS immer an das Hoffest des Margaretenhofs gekoppelt und waren damit auch terminlich gebunden.

In der Gutsschänkge Christianshof

In der Gutsschänkge Christianshof

Jetzt bieten wir Euch eine Auswahl von zwei Samstagen:

  • 3. August 2013 ab 18:00 Uhr
  • 10. August 2013 ab 18:00 Uhr

Wir werden WTIS dann an dem Tag mit den meisten Stimmen machen :-)

Weitere Informationen zu WTIS gibt es auf webtreffen.injelea.de. Ich freue mich schon auf zahlreiche Gäste mit zahlreichen Gesprächen :-)

 

Wein und Tapas in Schwabenheim

In den Höfen Schwabenheims findet der Schwabenheimer Weinsommer mit Wein & Tapas statt, wie jedes Jahr am letzten Aprilwochenende. Auch wenn wir seit Ende 2012 nicht mehr in Schwabenheim wohnen, so ist unser der Weg nicht zu weit für ein paar Gläschen und Häppchen :-) Für 30 Euro erhalten Sie in den elf teilnehmenden Weingütern jeweils eine Kleinigkeit zu Essen (Tapas) und eine Weinprobe:

Margaretenhof, Schuck, Luy, Klos, Rott, Schumann, Schenkel, Wolf, J. König, L. König, Immerheiser.

[ Quelle: www.schwabenheim.de ]

  • Samstag, 27. April 2013: 14 bis 22 Uhr
  • Sonntag, 28. April 2013: 11 bis 20 Uhr

Der Startpunkt ist auf dem Schwabenheimer Marktplatz. Sie können von dort aus in einem Rundgang die Weinhöfe der Winzer abklappern oder sich in den Anhängern von den „Treckershuttles“ von Hof zu Hof fahren lassen

Einhundert Weine gibt es zur Auswahl. Ob sie die allerdings alle schaffen zu probieren… Irgendwann sollten Sie dann auf das Treckershuttle anstelle auf Ihren Gleichgewichtssinn vertrauen :-)

Wein und Tapas in Schwabenheim an der Selz 2013

Wein und Tapas in Schwabenheim an der Selz 2013

Dieses Jahr steht im Zeichen meines Vaters. Zu wissen und zu erfahren, dass ein lieber Mensch stirbt, das sind zwei unterschiedliche Dinge. Die Erfahrung, von Woche zu Woche und dann von Tag zu Tag diesen lieben Menschen sterben zu sehen, tut weh. Ein persönlicher Jahresrückblick und ein kleiner Ausblick.

Noch am Jahresanfang will ich es nicht wirklich glauben. Ich glaube, „es“ wird doch noch irgendwie gutgehen. „Es“, das ist ein tödlicher Hirntumor (Glioblastom). Zunächst halten sich die Symptome bei meinem Vater in Grenzen: Vergesslichkeit, leichte Sprachstörungen, allgemeine Mattigkeit, eine Sehschwäche.

Im Januar noch fahren wir für eine Woche nach Antholz zum Biathlonwettkampf. „Fahrt, Ihr braucht das, und Ihr könnt nichts tun, was ich nicht auch kann!“ sagt meine Mutter. Die Chemo müssen wir zuvor abbrechen, weil mein Vater sie nicht verträgt. Wir wissen um das Unvermeidliche. Antholz bringt mir kein Vergessen.

Eine weitere Operation ist nicht möglich, der Tumor sitzt zu tief an und in wichtigen Hirnregionen. Dennoch immer wieder Kontrolluntersuchungen. Ich bin oft im Odenwald bei meinen Eltern. Mein Vater hat keine Schmerzen, sagt er. Nie hatte er Schmerzen. Zumindest sagt er das. Nie sagt er das böse Wort: Hirntumor. Seine Krankheit umschreibt er, wenn Ärzte oder wir ihn dazu fragen. „Da ist was in meinem Kopf“ meint er nur und umgeht jede Diskussion dazu.

Seit dem Sommer zuvor habe ich nach einer neuen Stelle keinen Job, es ist eine Mischung aus „Es hatte nicht harmoniert“ und „Ich will für meinen Vater dasein“. Ich bin immer mal wieder auf Veranstaltungen, bin unter anderem auf dem Enterprise 2.0 Summit in Paris. Ich überlege und schwanke zwischen einem neuen Job und der Selbständigkeit für „danach“.

Die Symptome werden schlimmer. Im April ist eine Unterhaltung mit meinem Vater kaum noch möglich, der Rollator hilft ihm nicht mehr, er geht kaum wenige Schritte in der Wohnung. Der körperliche und geistige Verfall schreitet voran. Irgendwie weiß er im Innern um seinen Zustand und freut sich auf seinen achtzigsten Geburtstag am 21. April. Ein letztes Mal kommen Verwandte, Geschwister, Freunde, Nachbarn, Bekannte. Auch seine Schwester, die im Monat darauf an einem allergischen Schock sterben wird. Er blüht auf, mit dem Bürgermeister kommt sogar so etwas wie eine Unterhaltung auf – auch wenn sie auf meines Vaters Seite nur aus Floskeln und kurzen Sätzen besteht. Am Nachmittag muss er sich zwischendurch auf der Couch hinlegen, aber ins Bett will er nicht.

Im Mai fahre ich für ein paar Tage zur Re:publica nach Berlin. Ein riesiges Klassentreffen mit alten und neuen Bekannten. Meine Mutter drängt mich geradezu. Ich unterhalte mich mit Menschen und kann den einen Menschen dabei nicht vergessen. Doch ein ausführliches Gespräch wird mein Leben später am Jahreswechsel ändern. Meine Versuche, meine Mutter zu Erholungszeiten und mehr Unterstützung zu drängen, schlagen kläglich fehl. Immer erst, wenn sie wirklich nicht mehr kann, nimmt sie wieder etwas mehr Hilfe an wie die von der Sozialstation Höchst.

Nachdem ich aus Berlin zurück bin akzeptiert meine Mutter dann irgendwann das Unvermeidliche: Sie kann meinen Vater nicht mehr zuhause pflegen. Er kann nicht mehr sprechen, kann sich fast nicht mehr bewegen. Manchmal kommt ein gequälter Schrei, plötzlich scheint er immense Kräfte zu haben und versucht er, sich aus dem Pflegebett zu heben. Kaum eine Minute lässt meine Mutter ihn alleine. Doch dann gibt sie zu: Sie schafft es nicht mehr. Meine vorherigen Erkundigungen und Gespräche machen sich bezahlt, innerhalb von nur zwei Tagen haben wir einen Platz und mein Vater ist in einem Pflegeheim.

Immer wieder fahren wir zu meinem Vater. Oft liegt er einfach nur da, aber an vielen Tagen lächelt er uns an, drückt unsere Hand. Meine Mutter kann etwas durchatmen, zumindest körperlich. Sie will, dass auch Manuela und ich für ein paar Tage durchatmen, und wir fahren im Juli zu Verwandten nach Dachau. Auf der Fahrt zu einem Ausflug am Starnberger See kommt der Anruf.

Mein Vater war ein stiller, ruhiger Mensch. Die Gedenkfeier passt zu ihm. Still und ruhig. Ein allerletztes Mal kommen Verwandte, Geschwister, Freunde, Nachbarn, Bekannte, Jahrgänge. Die Halle ist viel zu klein, bis weit ins Freie stehen die Leute. Viele habe ich seit vielen Jahren nicht gesehen oder kenne ich noch nicht einmal. Wir unterhalten uns, erinnern uns.

Ich unterstütze meine Mutter bei dem vielen Papierkrieg, erledige Besorgungen, besuche sie. Die Gemeinschaft von Feunden und Bekannten ist unglaublich und gibt ihr weiteren Halt. Immer wieder aber gibt es Momente des Erinnerns und auch der Trauer.

Ich will leben. Living for Life.

Bis zum Jahresende nehme ich mir Zeit, dann will ich wieder „tätig werden“. Es geht mir um Arbeit im Sinne von „zusammen“ arbeiten. Ob ich das als Angestellter oder als Selbständiger tue, ist nachrangig. Es geht mir um die Tätigkeiten, das Menscheln, das Tun, das Lernen. Wenn ich Tim Ferris lese, schleicht sich zunächst ein Bedauern für ihn ein: Er muss arbeiten, damit er Geld hat, damit er Dinge tun kann, die ihm Spaß machen. Kein Wunder, dass er krampfhaft die Arbeit minimiert, damit er überhaupt Spaß haben kann. Inzwischen bemitleide ich ihn. Ich will gerne arbeiten und dabei Spaß haben. Gleichzeitig. Wenn ich das trenne, und selbst wenn ich die Arbeit auf vier Stunden in der Woche minimiere, dann ist das vergeudete, weggeworfene Zeit.

Informationen sammeln, Erkundigungen einholen, Gespräche führen, vereinzelt Seminare besuchen, Pläne machen. Die Seminare sind im Wesentlichen Zeitvergeudung. Finanzen, Steuern und viel wichtiger: Inhalte. Mein Alter, meine Erfahrungen, meine Reife: Zu viel und zu teuer? Zu wenig Freiheit? Dann also Selbständigkeit. Mein BWL-Studium zahlt sich nach Jahrzehnten erneut aus: Ich bin „beratender Betriebswirt“ und werde dadurch Freiberufler.

Im November ziehen wir um von einer Doppelhaushälfte mit vier Zimmern und Keller in vier Etagen in Schwabenheim in eine großzügige Dreizimmerwohnung auf einer Ebene in Selzen. Der Umzug und seine Vorbereitungen sind stressfrei und machen Spaß, am Abend stehen alle Möbel, sogar die Küche mit allen angeschlossenen Geräten. Wir, @diemanuela und @fwhamm, bleiben im Selztal und gewinnen sympathische Vermieter. Auch die Jungs, @HerrIdefix und @Pupsylotta, fühlen sich sofort wohl.

Ende November erhalte ich eine Nachricht. Ich habe Zeit für ein Treffen. Ein weiteres Treffen. Angenehme Treffen, sehr angenehme. Alter, Erfahrungen, Reife, Freiheit – auch für eigene Projekte – und vor allem: Spaß.

Pläne sind dafür da, über den Haufen geworfen zu werden. Aber ohne Plan überlebt man die erste Viertelstunde der Schlacht nicht. Habe ich so vor über 30 Jahren einmal gelernt. Meine militärische Vergangenheit schimmert immer mal wieder durch – mindestens mit einem oder zwei Augenzwinkern ;-)

Ich werfe also meine beruflichen Pläne über den Haufen, ordne und forme sie neu, mache zwei neue Pläne:

  • Senior Consultant bei einer Agentur in Frankfurt.
  • Freier PR-Berater im Bereich Kommunikation und Kollaboration.

INJELEA – IN Jedem Ende Liegt ein Anfang. Ich freue mich auf den Jahresanfang – und auf zahlreiche Gespräche :-)

Ihr und Euer Frank

Ein kleiner Einblick in die Gegend von Selzen, Selztal und Umgebung:

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P.S. Sogar pünktlich zum Jahresende habe ich mein zweites 365er Projekt abgeschlossen: Meine 365 – Dieses Jahr mit Zugabe.

 

Heute war ich im Auenland und bin ein wenig herumgewandert. In der Ingelheimer Rheinaue (nicht zu verwechseln mit der Ingelheimer Aue in Mainz) gibt es neben dem Blick auf den Rhein (und Blick auf die ebsch Seit) jede Menge Wiesen, ein paar Bäume, Wasser, Bäche… und einen Ent (obwohl ich mir da nicht sicher bin, er bewegte sich nicht). Dabei widmete ich mich ein wenig der iPhoneography, d.h. meinem iPhone und Apps wie True HDR und TiltShift Generator:

iPhoneography is an art of creating photos with an Apple iPhone.[1][2][3] It’s a style of mobile photography that differs from other forms of digital photography in that images are shot and processed on the iOS device. It does not matter whether a photo is edited using different graphics applications or not. However, this issue is often argued over among iPhone photographers.

[ Iphoneography. (2012, September 2). In Wikipedia, The Free Encyclopedia. Retrieved 12:49, September 10, 2012  ]

Für mich genau das Richtige zum Ausatmen und Nachdenken.


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[ Flickr Fotoalbum „Im Auenland“ ]