INJELEA

IN Jedem Ende Liegt Ein Anfang
Code of Conduct (Bloggerkodex)

Code of Conduct (Bloggerkodex)

Präambel

  • Menschen sind Gespräche.
  • Gleiches mit Gleichem. Was ich von anderen erwarte, das erwarte ich auch von mir – und umgekehrt.
  • Nichts ist absolut. Alles ist und bewegt sich im Kontext.
  • Ich bin Blogger. Für diese Rolle gilt dieser Code of Conduct. Erwarten Sie nicht, dass der Code of Conduct für meine Rolle als Berater davon großartig abweicht.

Marketingkooperationen, Linktausch, Affiliate-Partnerprogramme, Advertorials, Sponsored Posts

Ich habe kein Interesse an Affiliate-Partnerprogramm, Linktausch, Linkbuilding, Marketingkooperation, Artikel mit einem Link oder ähnlichen Aktionen für meine Webauftritte. Auch dann nicht, wenn

  • dadurch erhöhte Zugriffszahlen möglich sind oder sogar versprochen werden,
  • das Layout automatisch an das Aussehen meiner Website angepasst wird,
  • ich den Artikel selbst schreiben darf oder muss.

Insbesondere nicht, wenn es um Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenmarketing (SEM) geht. Ganz besonders nicht, wenn der Artikel nicht als Werbung gekennzeichnet werden soll.

Falls ich doch eine derartige Kooperation eingehe (weil wir uns kennen), dann stehen bei jedem Artikel der Name des Autors (und nicht nur der Organisation) und die Art des Beitrags (z.B. Sponsored Post, Werbung).

Jeder Link im Artikel, der nicht auf eine meiner Websites geht, erhält das Attribut „Nofollow“ (wie durch die Webmasterrichtlinien von Google vorgeschrieben). Ich erhalte eine monetäre dreistellige Vergütung.

„Kontakt“ im Social Web

Zur Bedeutung von Freunden, Kontakten und Kontaktanfragen im Social Web lesen Sie bitte meinen Beitrag zur Blogparade Friend, Contact or Foe?

Meine Mitteilungen

  • Ich schicke Mitteilungen zu, die mit den Themen oder der Identität des Adressaten harmonieren.
  • Ich sende Informationen in angemessenem Umfang zu.
  • Ich beschreibe zusätzliche und umfassendere Informationen kurz und verweise auf die Adresse im Netz.
  • Ich biete Fakten, Hintergrundinformationen, Meinungen und – wenn vorhanden – Medienformate wie Fotos, Videos an.
  • Ich bin damit einverstanden, dass Mitteilungen an Autoren, Redakteure und Medien unter Nennung meines Namens veröffentlicht werden – außer wir haben zuvor etwas anderes vereinbart.
  • Ich freue mich, wenn ich zuvor um weitere Informationen, Einzelheiten oder Meinungen gefragt werde. Das ist aber keine Voraussetzung.

Mitteilungen an mich

  • An mich unaufgefordert gesendete Mitteilungen, die offensichtlich an einen größeren Empfängerkreis gerichtet sind, betrachte ich als zur Veröffentlichung freigegebene Mitteilungen (sinngemäß als „Leserbriefe“).
  • PR-Veröffentlichungen und Pressemitteilungen betrachte ich als öffentlich. Einseitig verkündete Sperrfristen sind mir egal.
  • Informationen an mich, die nicht zu meinen Themenschwerpunkten passen, sind mir zuwider. Das gilt insbesondere aber nicht nur für Post, die ich unaufgefordert über Presseverteiler erhalte.
  • Wer mir ohne Vereinbarung Massenmitteilungen zusendet, darf als Dank mit einem Newsletter rechnen.
  • Hintergrundinformationen sind nützlich. Ein Link auf die Startseite irgendeiner Unternehmens- oder Produktwebsite mit dem Hinweis „Weitere Informationen und Fotos finden Sie hier“ ist nicht hilfreich.
  • Wenn Sie mir etwas zu sagen haben, dann verpacken Sie es gut und für mich zugeschnitten. Noch besser: Schicken Sie mir eine kurze Nachricht und vereinbaren Sie ein kurzes Telefonat (noch besser: Skype, Lync, Hangout). Senden Sie mir anschließend vertiefendes Material.
  • Freigabeverfahren? Nein, so etwas habe ich nicht. Ich berichte, wie und was ich will. Wenn ich unsicher über etwas bin, dann frage ich nach. Oder ich bitte vorab um Ihre Meinung zu meinem Artikel. Aber erwarten Sie nicht, dass ich Inhalte vor der Veröffentlichung von Ihnen freigebe lasse.
  • Ich ignoriere Sperrfristen. Es sei denn… Verhandlungssache.
  • Bitte schreien Sie mich nicht an.

Meine Veröffentlichungen

  • Ich entscheide nach Interesse, Aktualität und Stimmung, wann und worüber ich schreibe.
  • Ich lege zusätzliche und umfassendere Informationen im Netz ab und verweise darauf.
  • Ich erteile keine spezielle Freigabe. Wenn ich etwas gesagt oder geschrieben habe, dann ist das so. Jeder mag mich zitieren. Es gelten mein gesprochenes und mein geschriebenes Wort. Und meine Handlungen.
  • Ich lege offen, wenn ich im Zusammenhang mit einer Veröffentlichung eine Vergütung oder Aufwandsentschädigung (beispielsweise Reisekosten) erhalte.
  • Ich erwarte eine Entschädigung, wenn ich auf Ihre Veranlassung hin etwas veröffentliche und mir dadurch ein hoher Aufwand entsteht.
  • In meinen Blogs wird mit offenem Visier geschrieben.

Teststellungen und Geschenke

  • Produkte zum Testen sind willkommen. Ich schreibe darüber, falls, wann, wieviel und was ich will. Unaufgefordert zugesandte Produkte betrachte ich als persönliche Geschenke. Alles andere: Verhandlungssache. Machen Sie mir ein Angebot. Die Art und die Bedingungen der Teststellung mache ich öffentlich.
  • Persönliche Geschenke sind eine Frage der Nähe und des Geschmacks. Mein Geschmack entscheidet darüber, ob ich ein persönliches Geschenk behalte, verschenke oder entsorge.
  • Eine Ansichtskarte ist ein persönliches Geschenk, das ich behalte.

Gastartikel

  • Wenn ich jemanden persönlich kenne, dann gebe ich gerne die Gelegenheit zu einem Gastartikel – wenn das Thema zu meinen Themen und zu meinem Profil passt.
  • Also beispielsweise nicht für Gastartikel zu Versicherungen oder Lotterien. Das ist kein Gastartikel. Auch nicht, wenn Sie durch einen Artikel im Internet auf mich aufmerksam geworden sind.
  • Bei einem Gastartikel erwarte ich einen redaktionellen Artikel. Keine Werbung, kein Advertorial, kein Sponsored Post. Auch nicht wenn Sie sich mit ähnlichen Ressorts beschäftigen.
  • Bei jedem Artikel steht der Name des Autors.

Lehrgänge und Seminare

Ich habe kein Interesse an Lehrgängen wie „Netzwerkkompetenz wie?“, „Kommunikation effektiver gestalten“. Auch und insbesondere nicht, wenn Sie über eine Internet-Recherche auf mich aufmerksam geworden sind. Wenn ich Bedarf an einem Lehrgang habe, dann recherchiere ich selbst und frage ich in meinem Netzwerk.

Konferenzen

Ich gehe sehr gerne auf (Un-)Konferenzen. Ich halte gerne Vorträge auf (Un-)Konferenzen. Wenn Sie mir eine Konferenzteilnahme schmackhaft machen wollen, dann schicken Sie mir kein Papier sondern elektronische Exemplare (Sie kennen doch Email?). Noch besser: Schicken Sie mir eine persönliche Nachricht, in der Sie auf die entsprechenden Informationen wie Konferenzprogramm im Internet verlinken. Und ja: Das Konferenzthema sollte zu mir und meinen Themen passen.

Wenn Sie mich als Blogger einladen, dann erwarte ich eine Blogger-Akkreditierung.

Code of Conduct (Bloggerkodex)

Postambel

  • Mögliche oder bestehende Interessenskonflikte lege ich offen.
  • Ich stehe zu meinen Fehlern.
  • Ehrlichkeit und Offenheit zahlen sich aus und führen zu Respekt.

Weblinks

Zuletzt aktualisiert am 2. Februar 2015.

2 Responses

  1. Viel zu lang, aber richtig!

    PR-Agenturen sollten sich auch langsam an diesen Kodex halten. Ihre PR-Mitteilungen würden allenfalls auf fruchtbareren Boden stossen in einer Zeit, in der Influencer und Multiplikatoren (Blogger, Social Networker) immer mehr an Bedeutung gewinnen.

    Ich habe kürzlich selber über eine erfolgreiche Blogger Outreach-Kampagne geschrieben (auch viel zu lang 😉
    Siehe Link bei meinem Namen.

    1. Ich hatte eine alte Version von 2010, die wollte ich eigentlich nur ein bisschen anpassen. Dann habe ich in meine Mails geschaut… da kamen noch ein paar Ideen dazu. Viele Agenturen oder PR-Abteilungen denken immer noch, sie könnten Blogger mit Standard-Pressemitteilungen und Massenmails gewinnen.

      So ähnlich wie bei Deiner Story (gefällt mir!) haben mich auch schon Unternehmen gepitcht. Das ist einfach persönlicher und auch erfolgreicher.

%d Bloggern gefällt das: