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Mainzer Domplatz

Vinocamp Rheinhessen 2016 in Mainz am Rhein

Am 9. und 10. April (Samstag und Sonntag) findet das Vinocamp Rheinhessen in Mainz statt. Die allerbeste aller Ehefrauen und ich sind dabei.

Das Vinocamp Rheinhessen findet in Mainz im Coworking-M1, auf der Cassian Carl & im Weingut der Stadt Mainz statt. Das Vorabend-Treffen ist im Proviantamt. Die Organisatorin Marion Rockstroh-Kruft im Interview:

Am Freitagabend findet erst mal ein Warm-Up im Proviantamt statt, für die, die schon in Mainz sind. Dort laden rheinhessische Winzer in der Rheinhessen-Vinothek zu einer Weinprobe ein und anschließend können wir gemeinsam essen. Am Samstagmorgen geht es dann richtig los mit einer Vorstellungsrunde, danach gehen wir in die Sessionplanung, dann finden den Vormittag über Sessions statt, zwei hintereinander. Nachmittags geht’s dann auf das Eventschiff Cassian Carl, dort gibt’s noch einmal zwei Sessions, zwei weitere am Sonntagvormittag im Weingut der Stadt Mainz.

(Vinocamp Rheinhessen: Faszination Wein & Rheinhessen in intensivem Kontakt mit Weinfans erleben)

Wir freuen uns schon darauf … mal sehen, wer von uns beiden fahren muss 😎

Coworking Mainz: 40 - 50 Plätze

Besuch im Coworking M1 (Mainz)

Seit dem 18. Januar 2016 hat Mainz einen Coworking Space: Coworking M1. Einen Tag später bin ich dort. Ein Besuchsbericht.

Es ist Dienstag Nachmittag, und ich gehe von Zuhause in Selzen etwa 150 Meter bis zur Bushaltestelle in der Gaustraße. Ich fahre mit dem Bus etwa eine halbe Stunde bis zum Mainzer Hauptbahnhof. Das Geschaukele stört mich schon etwas, meine Erkältung ist noch nicht ganz weg, meine Gleichgewichtsorgane protestieren – aber die Busverbindung ist praktisch, der Bus fährt regelmäßig. Vom Mainzer Hauptbahnhof gehe ich noch fünf Minuten bis zu … ja, wohin eigentlich?

Coworking Mainz: Die Mauer

Coworking Mainz: Die Mauer

Ein paar hundert Meter links an der Bahnlinie entlang in Richtung Norden liegt ein “Brachgebiet”, in dem fast alle Gebäude und Einrichtungen abgerissen sind. An einem einzelnen, alleine stehenden Haus der Bundespolizei an der Mombacher Straße führt rechts eine Straße in das Gelände. Ein Straßenschild suche ich vergeblich. Ein Stückchen weiter die Straße ohne Namen entlang steht ein längliches Gebäude. Hier wurden wohl früher Waren umgeladen oder vielleicht sogar gelagert. Unsicher gehe ich an einer einsam stehenden Mauer entlang zu so etwas wie dem “Hauptgebäude”. Die Hallen hinter der Mauer gibt es nicht mehr. Das große Gebäude an der Straße ohne Namen ist in Folie gewickelt, ich sehe keinen Eingang. Irgend jemand – er ist wie ich in dicke Kleidung gepackt – zeigt mir einen Eingang an der Seite.

Der Haupteingang ist noch durch die Folie verhängt” und “Die Stadt Mainz hat der Straße noch keinen Namen gegeben”, wird mir Florian Hupf etwas später erklären. Auf der Kontaktseite des Coworking M1 steht als Adresse “Mombacher Straße 2a”, das einsame Haus der Bundespolizei hat die Hausnummer 2.

Coworking?

Ein Coworking Space sind Räumlichkeiten, die einem typischen “Online-Worker” so etwas wie eine Vollausstattung bieten: Strom, Kaffee, Tee, Wasser, Drucker, Kopierer, einen Platz zum Arbeiten, eine möglichst angenehme Atmosphäre und natürlich: Internet/WLAN, so schnell wie möglich. Je nach Preismodell hat ein Coworking Space für den Coworker zusätzlich oder inklusive noch eine Postadresse, einen festen Arbeitsplatz in einem festen Raum, die Teilnahme an Veranstaltungen, weitere Getränke wie Bier und weitere Leistungen. Was bei allen Coworking Spaces inklusive ist und einen besonderen Reiz darstellt: Den Austausch mit gleich und ähnlich Gesinnten in der Kaffee-/Teepause oder beim Kickern oder auf der Terrasse in der Pause.

M1?

Wer “M1” in einem Wort ohne Pause dazwischen ausspricht, bekommt den Aha-Effekt. “Meins” mit “ai” und “z” = Mainz.

Coworking M1

Als ich durch einen Nebenraum das Coworking M1  betrete und in die “Austauschzentrale”, einem großen Raum mit Tischen, Bänken und einer großen Küche, gelange, springt Florian Hupf auf und begrüßt mich. Im Dezember war ich bei Best-of-Mainz.com auf das Coworking Mainz aufmerksam geworden (Neu in Mainz: Coworking am Hauptbahnhof – innovative Arbeitsumgebung für Freiberufler und Unternehmer entsteht).

Evangelischer Friedhof in Selzen (Park)

Evangelischer Friedhof in Selzen (Park)

Coworking, so etwas hatte ich schon lange in Mainz vermisst. In Wiesbaden gibt es den Heimathafen, aber das ist mir einfach zu weit. Mein Home Office ist angenehm, der Kaffeeautomat nur acht Meter vom Schreibtisch enfernt, bei warmem Wetter setze ich mich auf die Terrasse, und manchmal setze ich mich auf die Bank in “unserem Park”, dem (nicht mehr als solchen genutzten) Friedhof der evangelischen Kirche direkt neben dem Haus. Auch dort habe ich noch WLAN von unserem Router im Wohnzimmer. Doch manchmal fällt mir die Decke auf den Kopf, und ich brauche Impulse von außen. Etwas anderes sehen, Small Talk mit anderen. So fahre ich manchmal hinein nach Mainz und suche mir ein Café.

Doch wir sind in Deutschland, und die Störerhaftung bei öffentlichen WLANs ist einer der Totschläger für die digitale Transformation der Gesellschaft. Immerhin bin ich gerne im Baristas Coffee Heroes an der Römerpassage (mit WLAN), im Ballplatzcafé (mit WLAN, fragen!) und im Altstadtcafé (demnächst auch mit Freifunk!) von Katja. Während ich dies hier am Freitag schreiben werde, werde ich übrigens in Ingelheim in der Bäckerei Lüning in der Bahnhofstraße sitzen und mit dem öffentlichen WLAN der Stadt Ingelheim mit gefühlten 0,2 MBit/s online sein. Doch nicht nur das schnelle Internet sondern insbesondere den Austausch mit gleich und ähnlich Gesinnten über das Neuland, Kommunikation, PR, Digitalien, Gesellschaft oder ähnlichem bieten mir diese Cafés in Rheinhessen nicht.

Coworking Mainz: 40 - 50 Plätze

Coworking Mainz: 40 – 50 Plätze

So bin ich also sehr gespannt auf Coworking Mainz. Anfang Januar hatte ich etwas über Coworking M1 getwittert, und Florian hatte mich per Direct Message kontaktiert und sich bedankt. Wir vereinbarten einen Termin, an dem ich mich einfach einmal umschauen wollte. Und jetzt bin ich hier. Florian ist gut gelaunt, fast euphorisch. Im großen Coworking Raum für 40 bis 50 Coworker stehen die Tische, die Stromsteckdosen-Würfel hängen schon von der Decke und warten auf die ersten Stecker. Noch ist der Blick auf die Bahnstrecke von der Außenfolie verhüllt, und in diesem langgestreckten Raum arbeitet noch niemand. Links und rechts neben der Hausmitte sind jeweils große Räume für Seminare oder Veranstaltungen. Die Handwerker sind noch zugange. Auch im Keller wird noch gearbeitet. In einem großen Raum wird es abschließbare Depots geben. Die Toiletten im Keller sind so gut wie fertig. Es gibt einen Raum mit einer Dusche. Die Räume können noch nicht alle wirklich durchgehend genutzt werden.

Doch bei Coworking M1 rast bereits das Internet. “Wir haben hier schnelle Glasfaseranbindung!” verspricht mir Florian. Ein Investor entwickle das Areal mit vielen unterschiedlichen Unternehmen. Ein Hotel und einen Parkplatz werde es auch geben.

Coworking Mainz: Im 1. Stock

Coworking Mainz: Im 1. Stock

Coworking Mainz: Küche

Coworking Mainz: Küche

Bei Coworking M1 sind im ersten Stock weitere Räume. Dort sind schon die ersten Coworking-Mieter, und das Unternehmen Drivve hat sich fest eingemietet. Im Erdgeschoss in der Mitte des Gebäudes ist die Küche fast fertig. Kaffeeautomat, Wasserkocher, Tee, Wasserspender, Kochflächen, Herd: Alles (nicht nur) für den Nerd. Nach unserem Rundgang sitzen Florian und ich auf den geschreinerten Bänken vor der Küche und unterhalten uns. Am nächsten Tag wird (vermutlich) Florian stolz twittern:

Genossenschaft für alternatives Wirtschaften

Florian war auch bei Drivve. Jetzt ist er in der Genossenschaft, wie auch Thomas Hahner, der irgendwann ankommt. Wir kennen uns, meint er: “Stuttgart? … Work-Life …?” Ja, ich erinnere mich irgendwie an ihn. Ansonsten verlässt mich zuverlässig wie oft mein Namens- und Ereignisgedächtnis. Ich weiß nicht mehr, ob es bei einem LifeWorkCamp oder bei einem EnjoyWorkCamp war. Aber dieser Einstieg zeigt mir, dass “Wir anderen” immer mehr werden.

Coworking M1 ist ein Projekt der Genossenschaft Synthro:

Die Genossenschaft „Synthro“ ist ein Zusammenschluss von Unternehmern, Privatleuten und Experten aus verschiedenen Branchen und Fachrichtungen, die sich ein gemeinsames Ziel gesetzt haben:

Menschen für alternative Formen des Wirtschaftens begeistern sowie Menschen mit guten Ideen fördern, unterstützen und zusammenbringen.

Nach unserer Überzeugung ist der bewusste und verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und eine auf Partizipation, Fairness und Gemeinwohl ausgerichtete Unternehmensphilosophie die Grundlage für die Ökonomie der Zukunft.

[ Synthro e.G. – Über uns ]

Die Genossenschaftler der Synthro e.G. haben ernst gemacht und sich zusammengeschlossen, um anders zu arbeiten, anders zu denken und nachhaltig zu sein. “Das kommt!” meint Florian, alles sei sich am Verändern. Ich stimme ihm zu. Ich selbst warte seit mehreren Jahren auf die Veränderung und merke derzeit tatsächlich, wie sich etwas verändert. Auch wenn die alte, reaktionäre Welt (die dunkle Macht?) noch stark ist und sich wehrt durch Verharren. Es ist alles nur eine Frage der Zeit, denke ich. Ich bin fast 55 – irgendwie fühle ich mich nach jahrelangem Warten trotz der Zeichen der Zeit ungeduldiger denn je.

Full Ops – Volle Einsatzbereitschaft

Florian ist jung, schätzungsweise noch in den Zwanzigern oder nicht viel darüber (ich glaube, ich habe vergessen, ihn nach seinem Alter zu fragen). Als ich ihn frage, wann Coworking Mainz denn voll einsatzbereit sei, meint er vehement “Wir sind einsatzbereit!” Ich glaube, ich bin selbst etwas eingerastet im Denken. Natürlich sind sie einsatzbereit. Die Einsatzbereitschaft ist nur noch nicht überall im ganzen Haus zur gleichen Zeit verbreitet.

The future is already here — it’s just not very evenly distributed.
William Gibson

Am vergangenen Wochenende war die erste Veranstaltung im Coworking Mainz, ChangeMakerSpace, mit dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling als Schirmherr.

Es wird weitere Veranstaltungen im Coworking M1 geben. Im Frühjahr wird hier das VinoCamp Rheinhessen stattfinden. Die großen Räume können für Konferenzen und Meetings gemietet werden. Am nächsten Tag werde ich mich dabei ertappen, beim Treffen der deutschen “Working Out Loud”-Community laut über ein “wolCamp” im Coworking M1 nachzudenken.

Florian erläutert mir die Preis-/Leistungsmodelle von Coworking Mainz. Ein Tagesticket für 25 Euro erscheint mir für mich fair und attraktiv. Das monatliche 10er-Ticket kann ich nicht ausnutzen. Eine Mitgliedschaft koste 45 Euro im Monat und enthalte eine Postadresse, ein Tagesticket pro Monat sowie die Teilnahme an Veranstaltungen. Von Zuhause aus oder wenn man angekommen sei, könne man sich als Mitglied einfach auf der Website einbuchen.

In den nächsten Tagen werde ich es nicht zum Coworking Mainz schaffen, meine ich zu Florian. Aber so etwa Mitte Februar, dann würde ich wieder kommen. Florian ist sicher, sie seien dann fertig mit den Arbeiten. Und Mitte Februar wäre dann wohl so etwas wie eine Einweihungsfeier fällig. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, in seinen Augen ein Glühen zu sehen.

Thomas treibt eine Sektflasche auf, er will auf die Küche anstoßen. Florian fragt mich, ob ich denn nicht auch mitanstoßen möchte? Doch die Erkältung hat mich noch im Griff, und so langsam muss ich wieder weg.

Coworking Mainz: An der Bahnstrecke

Coworking Mainz: An der Bahnstrecke

Coworking Mainz: Straße ohne Namen

Coworking Mainz: Straße ohne Namen

Als ich wieder in Richtung Bahnhof durch die Kälte trotte (ach was, fünf Minuten sind das doch nur!) grübele ich darüber nach, wie oft ich wohl im Coworking Mainz sein werde. Ich weiß es einfach noch nicht. Ich drehe mich kurz um und blicke zurück. Eines weiß ich ganz bestimmt:

I’ll be back!

Meine Schritte werden schneller. Ich muss jetzt dringend einen Spiegel finden. Vorsichtshalber. Wer weiß, vielleicht ist dieses Glühen in den Augen ansteckend.

Nachtrag (27.01.2016)

Ab 1. Februar sind alle Räume verfügbar:

Allgemeine Zeitung und Mainzer Rhein-Zeitung: iPad-Duell der Lokalzeitungen

Die Suche nach einer iPad-App oder Web-App mit Lokalnachrichten aus und für Rheinhessen ist schnell erledigt: Es gibt keine (derzeit, siehe Nachtrag). Dabei hätten meine Frau und ich doch gerne eine Lokalzeitung, die wir auf unseren iPads lesen und genießen könnten. Ein Duell der beiden Platzhirsche unter den rheinhessischen Lokalzeitungen Allgemeine Zeitung und Mainzer Rhein-Zeitungen.

Seit ein paar Jahren haben wir die Allgemeine Zeitung (AZ) in der Ingelheimer Ausgabe abonniert. Okay, eigentlich hat meine Frau sie abonniert. Ich ignoriere die Zeitung zunächst, auch wenn sie direkt vor mir liegt. Wozu auch eine komplette Zeitung durchstöbern auf der Suche nach Artikeln und Themen, die mich interessieren? Das erledigt glücklicherweise die allerbeste aller Ehefrauen für mich. “Das ist lustig, da, schau mal!”, “Auf der Seite ist die Todesanzeige Deiner Tante” oder “Da ist ein interessanter Artikel über die Neue Mitte in Ingelheim, ich lege ihn Dir hin!” – und schon habe ich meine personalisierte Lokalzeitung!

Was uns nervt

Doch in der letzten Zeit nervt uns so einiges. Es ist nicht der Inhalt sondern die mangelhafte “Usability” des Mediums, was im Alltag unseren Ansprüchen nicht mehr genügt. Was stört uns also besonders an der gedruckten Zeitung?

  • Der Preis. Monatlich kostet die Allgemeine Zeitung inzwischen fast dreißig Euro (28,30 Euro für die Ingelheimer Ausgabe). Wir stören uns nicht am Preis für den Inhalt sondern an dem mediuminhärenten Anteil für Papier, Druck und Transport.
  • Die Ortsgebundenheit. Wenn wir mal kurzfristig einen Tag weg sind, dann bekommen wir die Zeitung erst am Abend (weil wir übernachtet haben oder sehr früh losfuhren). Wir könnten uns die Zeitung im Urlaub sogar innerhalb Deutschlands kostenlos zusenden lassen. Doch wo bleibt da die Umwelt?
  • Die Bequemlichkeit. Einer von uns muss die Haustür öffnen und die Zeitung holen (ja, ich jammere auf hohem Niveau…). Aber im Winter bei minus 20 Grad…
  • Die Einzigartigkeit. Die gedruckte Zeitung können wir nur nacheinander lesen.
  • Die Vielfalt. Jeder bekommt dieselbe Ausgabe. Aber mich interessieren bestimmte Themen nada.
  • Das Volumen. Jeden Tag sammelt sich eine Zeitung an, die Platz wegnimmt und in die Papiertonne entsorgt werden muss.
  • Die Umwelt.

Deswegen überlegen wir, unser Abonnement zu kündigen. Wir wollen “was mit Internet”.

Was es gibt

Also stöbere ich heute morgen in diesem Internet auf der Suche nach einer elektronischen Ausgabe einer Lokalzeitung für Rheinhessen (Mainz bis Bingen und übergreifend Rheinland-Pfalz). In Frage kommen aufgrund des Angebotes nur die beiden “Platzhirsche” Allgemeine Rheinzeitung und Mainzer Rhein-Zeitung. Was ich finde, und was ich davon halte:

  • Die E-Paper-Ausgabe der Allgemeinen Zeitung (Leseprobe) überzeugt mich nicht. Viel zu printlastig. Die Benutzeroberfläche ist altbacken und umständlich. Die Navigation ist archaisch. Und dann der Preis: 19 Euro für eine reine E-Paper-Ausgabe? Wir wären bereit, 19 Euro zu bezahlen – Wenn das eine richtige Web-App mit wesentlich mehr Möglichkeiten wäre.
  • Die Allgemeine Zeitung (d.h. die Verlagsgruppe Rhein-Main) hat immerhin eine iPhone-App. Die habe ich mir angeschaut, kurz nachdem sie herauskam. Von der Idee nicht schlecht, aber die Umsetzung… (schauen Sie sich einfach die Kommentare im iTunes-Store an). Beim Filtern bakamm ich beispielsweise Artikel doppelt und dreifach (weil in Binger, Ingelheimer und weiterer Ausgabe). Und: Es ist eben keine iPad-App.
  • Die normale Seite der Allgemeinen Zeitung ist inhaltlich okay, aber eben für alle da. Es gibt eine Seite für Ingelheim. Aber ich muss hin und her springen. Vielleicht ist das besser, wenn ich mich einlogge – Doch nach über einer Stunde ist die angekündigte Email noch nicht da… Im Vergleich zur Printausgabe scheinen einige Inhalte zu fehlen. Wo ist die Todesanzeige meiner Tante?
  • Die Mainzer Rheinzeitung hat auf ihrer Webseite eine Kategorie Mainz und eine Kategorie Region. Hm, was steht da? Als erstes ein Aufmacher über Blockupy in Frankfurt, danach ein Artikel, dass sich der FCK vom Trainer trennt. Die Mainzer Region scheint inzwischen ziemlich groß zu sein, da muss ich auf der großen Seite ganz schön nach Artikeln beispielsweise über die Sexspiele in Bingen suchen. Und wo ist die Todesanzeige meiner Tante?
  • Die E-Paper-Ausgabe der Rhein-Zeitung sieht nicht gut aus. Schlecht aber auch nicht. Genauer gesagt: Gar nicht, denn ich sehe nirgendwo eine Demoausgabe und kann mir kein Bild verschaffen. Der Beschreibung nach sicherlich nicht besser als die der AZ. Korrektur: Es gibt eine E-Paper-Ausgabe (siehe unten)! Und außerdem: 17,20 Euro für web-only? Mal auf der Seite Abo & Service nachschauen, was ein Print-Abo kostet… Fehlanzeige, ich sehe keinen Preis. Noch eine Korrektur: Im Bestellformular selbst steht der Preis für das Print-Abo (19,20 Euro). Der Preis sollte viel früher und prominenter gezeigt werden.
  • Die RSS-Feeds sind der Mainzer Rhein-Zeitung und der Allgemeinen Zeitung mir zu allgemein.

Nachtrag (21.05.2012): Mainzer Rhein-Zeitung mit E-Paper und App

Die Mainzer Rhein-Zeitung hat doch eine Demoausgabe und wird demnächst eine App herausbringen. Nach meinem Tweet am nächsten Tag hat mir Lars Wienand auf Twitter geantwortet und mich korrigiert. Wienand kündigte außerdem eine App mit zusätzlichen Inhalten an, die nicht individuell konfigurierbar ist.

Mainzer Rhein-Zeitung: Doch mit E-Paper (via Twitter)

Mainzer Rhein-Zeitung: Doch mit E-Paper (https://twitter.com/#!/LarsWienand/status/204505921429307393)

Den Link auf die Demoausgabe hatte ich übersehen, obwohl er eigentlich sehr gut sichtbar ist. Die Rhein-Zeitung hat inzwischen den Link auf der Startseite korrigiert. Der Link http://epaper.rhein-zeitung.de/eweb/ wird jetzt direkt auf die Demoausgaben der verschiedenen Zeitungen der Rhein-Zeitung vom 12.05.2012 umgeleitet.

Mainzer Rhein-Zeitung: E-Paper (Quelle: Screenshot)

Demoausgabe der Mainzer Rhein-Zeitung

Nachtrag (31.05.2012): Mainzer Rhein-Zeitung veröffentlicht App

Heute veröffentlichte die Rhein-Zeitung ihre App für iPhone und iPad (App Store-Link):

  • Vollabonnenten der gedruckten Zeitung (Montag bis Samstag) erhalten das neue Digital-Abonnement zum Preis von 3 Euro monatlich (zusätzlich zum bestehenden Abonnement).
  • Wer bereits das E-Paper als Abonnent nutzt, erhält die App ohne zusätzliche Kosten.
  • Neukunden zahlen für das Digital-Abonnement 23 Euro monatlich. In Mainz kostet die Ausgabe der Mainzer Rhein-Zeitung 17 Euro monatlich.
  • Wer noch kein iPad besitzt, bekommt von der Rhein-Zeitung ein komfortables Digital-Paket geschnürt. Es besteht bei Abschluss eines 24-Monate-Vertrags aus dem neuen iPad zum Preis von einmalig 49 Euro (für Abonnenten) oder 69 Euro (für Nichtabonnenten), unserem Digital-Abonnement zum Preis von 3 Euro (für Abonnenten) oder 23 Euro (für Nichtabonnenten) sowie einem Datentarif der Deutschen Telekom zum Preis von 39,95 Euro monatlich. Preise gültig nur bis Ende Juni!
  • Im Einzelverkauf über den iTunes Store kostet eine einzelne digitale Zeitung 1,59 Euro – es lohnt sich also, ins Abonnement zu wechseln, das übrigens monatlich kündbar ist.

[ Rhein-Zeitung: Die Rhein-Zeitung erscheint ab sofort auf iPad und iPhone (auf Seite 3) ]

iPhone-/iPad-App der Rhein-Zeitung

iPad-App der Rhein-Zeitung mit Titelseite und Auswahlsequenz

Vom ersten Eindruck her gefällt mir die App: Eine gelungene App, die den Spagat zwischen Print und Online versucht und recht gut hinbekommt. Ein bisschen haptisches Gefühl ist da sogar dabei 🙂 Vielleicht wäre es aber auch besser geworden, sich vom Print als Vorbild zu lösen.

Das Digital-Abonnement 23 Euro monatlich? In Mainz kostet die Ausgabe der Mainzer Rhein-Zeitung 17 Euro monatlich? Den Unterschied verstehe ich nicht, möglicherweise meint das Digital-Abonnement alle Regionalausgaben (z.B. Koblenz, Mainz…)? Als Druckausgabe kostet die Mainzer Rhein-Zeitung doch 19,20 Euro (Screenshot)?

Von den 19,20 Euro ziehe ich die Druck- und Transportkosten ab und lege ich wieder Kosten für die Videos und die Entwicklung der App drauf… Ich bin mir nicht sicher, ob mir persönlich die Relation passt. In ein paar Tagen schaue ich mir die Demo genauer an.

Fotoalbum

[ Flickr Fotoalbum: Duell: AZ gegen Rheinzeitung (Diashow) ]

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Fazit

Inhaltlich reicht mir die Mainzer Rhein-Zeitung nicht. Das Web-Angebot (E-Paper) kann ich nicht beurteilen, aber das wäre mir für die Inhalte eh zu teuer. Die Inhalte der Allgemeinen Zeitung sind soweit okay für mich, auch wenn mir da im Vergleich zur Printausgabe Inhalte zu fehlen scheinen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist für mich nicht okay.

Die Allgemeine Zeitung hat für unsere Anforderungen die Nase vorne. Für einen Treppenplatz reicht das aber noch lange nicht. Aktuell scheint es keine Alternative zu Printprodukten zu geben 🙁

Nachtrag (31.05.2012): Mit der App hat die Rhein-Zeitung funktional die Nase vorne. Inhaltlich fehlt mir da aber das ganz Lokale (Ingelheim, Selztal) – dafür sind mir die Bekanntschaftsanzeigen schnuppe – doch insgesamt ist der komplette Inhalt der Druckausgabe auch in der App.

Was wir wollen

Als Leser aka Rezipienten wollen wir natürlich so viel und so angenehm wie möglich. Und wir wollen in Social Media publizieren. Und wir wissen, dass dies seinen Preis hat. Wir haben eine Obergrenze für diesen Preis.

  • Wir wollen Inhalte aus der Region Rheinhessen (Bingen, Ingelheim, Selztal, Sprendlingen, Nieder-Olm, Mainz) und zu Landesthemen.
  • Wir wollen Kleinanzeigen und -nachrichten (beispielsweise Praxis-/Geschäftseröffnungen, Todesanzeigen, Wohnungsanzeigen).
  • Wir wollen filtern nach Rubrik und Region. Also beispielsweise alle Todesanzeige aus Ingelheim und Umgebung, alle Sportnachrichten aus Schwabenheim, Immobilienangebote Ingelheim/Mainz/Rheinhessen.
  • Wir wollen suchen, allgemein oder innerhalb von einzelnen oder kombinierten Filtern.
  • Wir wollen unterschiedliche Profile, also ein Profil für @diemanuela und @fwhamm. Für Familien sind sicherlich mehr Profile wünschenswert. Dafür sind wir auch bereit, im Rahmen einer Mischkalkulation einen etwas höheren Preis zu zahlen.
  • Wir wollen teilen auf Social Media wie Twitter und Facebook.
  • Wir wollen speichern in Evernote, Pocket und anderen Diensten zur persönlichen Informationsverarbeitung.
  • Wir wollen im Hochformat und im Querformat betrachten.
  • Wir wollen eine ansprechende und performante Benutzeroberfläche auf dem iPad. Es ist uns gleich, ob es eine iPad-App oder Web-App ist.

Dafür sind wir bereit 19 Euro zu bezahlen (wenn die Relation zur Printausgabe stimmt).

Sie sind dran

  • Haben Sie einen Tipp für ein Angebot, dass ich nicht kenne?
  • Was sind Ihre Ansprüche an ein modernes Angebot einer Lokalzeitung für ein Tablet oder ein Subnotebook/Netbook?
  • Sind Sie von einer Lokalzeitung und haben Beispiele, Kommentare, Fragen, Kritik?

Lassen Sie uns teilhaben!

3. Twittwoch Rhein-Main bei Verlagsgruppe Rhein-Main

Mit etwa 70 weiteren Teilnehmern war ich gestern in Mainz-Lerchenberg bei der Verlagsgruppe Rhein-Main (u.a. Allgemeine Zeitung) beim 3. Twittwoch Rhein-Main.

3. Twittwoch Rhein-Main bei Verlagsgruppe Rhein-Main

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BarCamp Mainz 2011

It’s BarCamp Time! Am 19. und 20. November 2011 findet das BarCamp Mainz statt. Wie bereits beim BarCamp Mainz 2009 sponsort das Institut der Informatik der Johannes Gutenberg Universität die Veranstaltung und stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung:

Das BarCamp findet in Kooperation mit dem Institut für Informatik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Rahmen von „Mainz – Stadt der Wissenschaft 2011“ statt.  Stadt der Wissenschaft 2011 ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landeshauptstadt Mainz zusammen mit den Mainzer Wissenschafts-, Forschungs- und Kultureinrichtungen, der Wirtschaft  sowie dem rheinland-pfälzischen Landesministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur.

[ BarCamp Mainz Location ]

Von Schwabenheim an der Selz bis zum Informatik-Institut sind es „gerade einmal ca. 16 km, ca. 0:25 Std, 0,00 €“ – also biete ich brav die Fahrt in Flinc an :-D. Flinc ist einer der Sponsoren und eine Mitfahrzentrale für jeden Tag:

flinc funktioniert auf dem Weg zur Arbeit, zur Uni oder zum Kino. flinc ist perfekt für Langstrecken, aber auch für Kurzstrecken. Z.B. als Ergänzung des ÖPNV im ländlichen Raum.

Da ich im Vergleich zu anderen BarCamps durch die geringere Fahrtzeit also ein paar Stunden gespart habe, stelle ich die Zeit der Community zur Verfügung und biete auf dem Session-Radar zwei Sessions an (Anmeldung bei Mixxt erforderlich). Weiterlesen

Web and Wine: Weingut Domhof

Leben im Mesh mit Web and Wine

Am vergangenen Donnerstag war ich in Mainz im Citrus zu Web and Wine der Mainzer Mediaman. Dieses Mal stand die jährliche Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Leben im Mesh“:

Mehr und mehr durchdringt das Internet unseren Alltag: Es löst sich von Schreibtisch und PC, verbindet Menschen, Orte und Objekte über intelligente Sensoren. Das Netz wird zum „Mesh“ – wie ein Gewebe, das uns umhüllt und mit allem verbindet.

Web and Wine: Richard JoergesNach einer Präsentation von Stefan von den Driesch über die aktuellen Entwicklungen im Internet und die Durchdringung des Internets in unserem Leben unternahm Sebastian Raßmann von TrendOne eine virtuelle Zeitreise und veranschaulichte Möglichkeiten, die mit Hilfe netzbasierter Technologien bis im Jahr 2021 Wirklichkeit werden können.

Anschließend führte Richard Joerges das Publikum in die Möglichkeiten des Social Web ein – ganz bodenständig mit Flip Chart 🙂 Joerges hat in seinem Artikel „mediaman web+wine in Mainz“ über die Veranstaltung berichtet:

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Da wäre zunächst einmal die Location: Das Citrus am Rhein-Ufer in Mainz. Dann – der Titel der Veranstaltung lässt es schon vermuten – der leckere Wein und das dazu passende Essen. Aber das waren natürlich nur die Beigaben. Denn es gab noch viel mehr. Zum Beispiel zwei weitere Vorträge.

Dem schließe ich mich voll und ganz an. Das Ambiente im Citrus, das für die Veranstaltung exklusiv gebucht war, sowie die kulinarischen Genüsse schafften eine angenehme Atmosphäre für Gespräche. Nicht nur nebenbei boten zahlreichen Gadgets Gelegenheit zum Spielen und zum Unterhalten mit anderen Gästen. Der Wein kam vom Weingut Domhof aus Guntersblum rundete die Veranstaltung sehr gut ab.

Web and Wine

Bei den Gadgets handelte es sich um „Spielzeug“ für Männer wie ferngesteuerte Autos, die AR.Drohne, einen virtuellen Kicker oder eine Playstation. Aber was heißt heute schon „für Männer“ – die Frauen waren ebenfalls von den Gadgets begeistert 🙂

Einen weiteren Rückblick gibt es im Mediaman-Blog im Artikel „Leben und erleben im Mesh: Rund 80 Teilnehmer bei web+wine„:

Lebhafte Diskussionen und Gespräche, wie immer locker und souverän moderiert von mediaman Fabian Fischer, drehten sich vorrangig um die Relevanz der vorhandenen Erkenntnisse und Entwicklungen für das eigene Business – quer durch die Branchen Automotive, Finance, Insurance oder Pharma.

In dem Beitrag ist auch die Präsentation von den Drieschs über den “Kampf kultureller Wertewelten im Internet” enthalten:

Ich war insgesamt zum dritten Mal bei der Veranstaltung Web and Wine von Mediaman. Jedes Mal war ich von der Veranstaltung, den Inhalten und dem Wein begeistert. Prädikat empfehlenswert 😉