Sören Stamer, CEO von CoreMedia, informiert in seinem Blog über die wichtigste Regel für eine gesunde Unternehmenskultur ("Rule #1 for a healthy corporate culture") und verlinkt auf das entsprechende Buch von Robert I. Sutton bei Amazon:

"NO ASSHOLES"

Everyone who is interested in a healthy corporate culture should have zero tolerance for assholes. Those who have the guts to stand up against certified assholes make the difference.

So if you want to work in a healthy corporate culture, fight for it!

Da war doch mal was…. ach ja, das da:

(Direktlink)

Heute morgen rattert es immer noch ständig in meinem Kopf, um die ganzen Eindrücke, Gespräche und Informationen vom BarCamp Frankfurt zu verarbeiten. Es war mein erstes BarCamp, allerdings wird es nicht mein letztes BarCamp gewesen sein. Als ich mich anmeldete wusste ich gar nicht wirklich, auf was ich mich da einlasse. Jetzt weiß ich immer noch nicht vollständig :-), was eigentlich geschehen ist, aber ich versuche es mit einer Ad-hoc-Stichwortliste:

Menschen, Informationen, Gespräche, Kommunikation, Improvisation, gleiche Augenhöhe, keine Hierarchien, Interaktion, Lernen, Denken, Kennen lernen, Freuen, Spaß, Wir-Gefühl, Anders Denken

Um meine Meinung über das BarCamp auf den Punkt zu bringen, reicht eigentlich ein Wort: Geil. Beispielhaft beschreibe ich meine Empfindungen und Erfahrungen anhand meiner Session:

Als ich mich anmeldete, dachte ich mir: "Was kannst Du denn dazu beitragen? Kannst Du überhaupt eine Session 'halten'? Wen interessiert das, was Dich interessiert?" Erst in der Woche vor dem BarCamp hat sich so langsam das Thema kristallisiert. Jedoch dachte ich irgendwie: "Vielleicht interessiert es die Leute gar nicht so richtig, was du zu sagen hast, aber vielleicht hören sie Dir zumindest höflich bei einer Präsentation zu". Am Donnerstag habe ich dann eine so richtig klassische Präsentation zusammengestellt: "Unternehmenskultur, Werte, Bloggen". Noch beim Losfahren am Samstag Morgen war ich aufgeregt und dachte mir: "Ist überhaupt jemand interessiert? Vielleicht bekommst Du ja einen Raum mit 8 oder 10 Leuten zusammen."

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Bei der Vorstellungsrunde der Sessions nannte Christian Korff von Cisco Systems am Samstag Morgen sein Thema "Blogs, Podcasts, Wikis in Unternehmen", und ich nannte kurz darauf mein Thema. Robert meinte recht trocken, die Themen seien ähnlich und würden zueinander passen – ob wir die Sessions nicht zusammen legen wollten. Und bevor ich überhaupt wusste, welche Meinung ich dazu haben sollte, hatten Christian und ich "ja" gesagt :-)

Da viele ihr Interesse bekundet hatten (bei Christian viel mehr als bei mir), waren wir dann im zweiten Slot im grossen Raum mit vielen Leuten (40 oder 50? Keine Ahnung). Viel Zeit zur Vorbereitung blieb nicht. Wir sprachen kurz über das Vorgehen und vereinbarten, mit meinen Folien anzufangen und loszulegen. "Toller Plan", dachte ich, "das kann nur schief gehen. Wir beide kennen uns nicht, kaum einer kennt uns, und wir wissen beide nicht, was der andere sagen will oder wird."

Tatsächlich habe ich von meinen 16 Folien nur eine Handvoll gezeigt. Was ich gut finde. Nicht weil ich nicht zu den Inhalten der Folien stehe, sondern weil wir durch die Folien einen guten Einstieg hatten, Christian direkt Beispiele aus der Praxis lieferte (u.a. Wikis, Podcasts) und eine Diskussion begann. Dann entwickelte sich ein Faden rund um Unternehmenskultur und Werte, der von allen gemeinsam gesponnen wurde. Viele unterschiedliche Ansichten ergänzten sich, "variierten sich" und ergaben ein Bild. Vielen Dank an Christian und die lebhaften Teilnehmer!

Dynamik 

Irgend ein Militärstratege hat einmal sinngemäß gesagt: "Kein Plan überlebt die erste Schlacht, aber ohne Plan übersteht die Front nicht das erste Aufeinandertreffen.". Mir hat das Erstellen der Präsentation sehr geholfen, meine Gedanken zu sammeln und mir bewusst zu werden, worüber ich sprechen will. Aber der tatsächliche Ablauf war viel dynamischer, lebhafter und mit vielen Bällen (Informationen und Bälle, die hin und her geworfen wurden) versehen, das hat mir wahnsinnig viel gebracht und Spaß gemacht. Man muss einfach nur die Dynamik zulassen, dann entsteht etwas Besonderes.

Leid tut es mir, dass ich nicht am Sonntag in der Folgesession war, die einige der Teilnehmer zum Thema Wiki, Blogs etc. in Unternehmen angeregt hatten. Da hat mich die Dynamik etwas überrollt, und plötzlich saß ich in der Session "Blogging und Recht" von Henning Krieg, die so dynamisch war, dass sie 3 Sessions dauerte.

Wer sich die übrigen Folien noch antun möchte, der kann sich die Präsentation hier herunterladen:

Unternehmenskultur, Werte, Bloggen (PDF, 201 KB)

Denjenigen, die noch nicht auf einem BarCamp waren, empfehle ich die Wiki-Seite "Was ist ein BarCamp". Dort stehen eine Zusammenfassung und weitere Links zu weiteren Seiten. Insbesondere empfehle ich die Beschreibung von Franz: "Was ist eigentlich BarCamp"

So, die Sessions sind rum, gegessen ist auch (danke an die hervorragende Küche und das Team von Cisco). Jetzt ist noch "Kuscheln" angesagt. Die Session von Henning Krieg "Blogging und Recht" war total cool und hat riesigen Spaß gemacht – so sehr, dass drei Sessions daraus wurden.

Jetzt also ab zum Kuscheln. Ups, was seh ich denn da? Schon wieder ein Saftdieb, der sich schamlos und lächelnd an den Köstlichkeiten vom Saftblog vergreift :-)

Saftdieb

Nachtrag: Die ersten Saftdiebe hatten bereits in der Nacht auf Sonntag zugeschlagen.

Nachtrag (23.04.): BarCamp Frankfurt – Unkonferenz funktioniert (Fazit)

Noch bin ich nicht so richitg wach – aber ich arbeite daran. Gestern das BarCamp Frankfurt hat mir richtig gut gefallen. Cisco bietet eine richtig gute Location mit einer richtig guten Kantine (ja, ich weiß, manche sagen Kasino dazu :-) ). Gute Laune, viel Kommunikation, Sessions könnte es ein paar mehr geben.

WLAN ging zwar um 19:00 Uhr aus, aber es gab sofort neue Voucher, mit denen man sich wieder einloggen konnte.

Den heimtückischen Saftraub ("Saftsüchtige räumen den Saftladen aus … danke Saftblog") hätte ich gerne persönlich erlebt, ich hätte höchstpersönlich für die Sicherstellung der Ware gesorgt :-)

Hier noch ein paar Eindrücke von gestern:

BarCamp Frankfurt
Früh am Empfang, rechts Sabine Lobmeier von Cisco, die uns ganz total nett begrüßte.

BarCamp Frankfurt - ich hab auch eins :-)
T-Shirts vom BarCamp

BarCamp Frankfurt - Super Kantine bei Cisco
Vielen Dank an das ganze Küchenteam bei Cisco! So leer war die Küche nicht lange :-)

BarCamp Frankfurt
Grundnahrungsmittel

BarCamp Frankfurt (Cisco)
Robert Basic mit Sabine Lobmeier (Cisco)

BarCamp Frankfurt (Cisco)
Sacha: "Die Leute mit der Kamera. Früher nannte man sie Touristen, heute Podcaster"

So, genug der Worte und Bilder sind vertan. Jetzt geht's wieder looooos!

Nachtrag (23.04.): BarCamp Frankfurt – Unkonferenz funktioniert (Fazit)

Live (mal endlich) hier vom BarCamp Frankfurt. Heute Mittag hielten Christian Korff, Technischer Leiter bei Cisco Systems, und ich eine gemeinsame Session. Beim Vorstellen / Verteilen der Sessions heute morgen stellte sich heraus, dass wir ähnliche Themen hatten, und so wurden wir gefragt, ob wir nicht eine Session gemeinsam machen wollten. Das war zunächst ungewohnt und unvorbereitet für mich, aber es hat mir viel Spaß gemacht mit Christian "da vorne zu stehen". Unsere Themen:

  • Blogs, Podcasts, Wikis in Unternehmen (Christian)
  • Unternehmenskultur, Werte, Bloggen (von mir)

Während meine Session eher theoretisch / grundsätzlich angelegt war, konnte Christian direkt aus der Praxis berichten und Beispiele liefern. Was den Komplex Unternehmenskultur / Werte betraf, war bei vielen eine deutliche Skepsis in Bezug auf die Ernsthaftigkeit bei (insbesondere großen) Unternehmen festzustellen.

Die 45 Minuten waren ruck-zuck um und mit viel Diskussion angefüllt. Einige Inhalte meiner Präsentation habe ich weggelassen, aber hier ist die komplette Packung als Flash von Slideshare (Direktlink):

Die Präsentation zum Download:

Unternehmenskultur, Werte, Bloggen (PDF, 201 KB)

Danke an Robert für seinen Begriff der "Betonschicht" :-)

Nachtrag (23.04.): BarCamp Frankfurt – Unkonferenz funktioniert (Fazit)

Gestern abend in der Äppelwoikneipe in Sachsenhausen.
Jetzt: Vor allem müde und so richtig gespannt auf das BarCamp. Gleich gehts los :-)

CoreMedia, einer der führenden Anbieter von Content Management Systemen in Deutschland, feiert seinen elften Geburtstag. Und Sören Stamer, Chief Executive Officer (CEO) und Mit-Gründer der CoreMedia AG, bedankt sich artig:

Thanks for being special. And thanks for eleven fantastic years that changed my life. It is great fun being part of you. I adore you for your great personality.

Scheint so, als ob er an dem Unternehmen hängt.

Ich freu mich für Euch beide. Geht gehörig einen trinken, schwadroniert über alte Zeiten und philosophiert über neue Zeiten. Morgen macht Ihr dann die ersten Pläne, und Übermorgen packt Ihr es an. Dann habt Ihr in einem Jahr wieder einen Grund, einen trinken zu gehen :-) Das wünsche ich Euch und Euren Mitarbeitern.

Herzlichen Glückwunsch

Frank 

Das neue Ubuntu 7.04 Feisty Fawn ist erschienen. Die Homepage Ubuntu.com zeigt vermutlich aufgrund des erwarteten Ansturms als einiziges die Download-Mirrors an.

Die Linux-Distribution Ubuntu ist in der Version 7.04 alias Feisty Fawn (lebhaftes Rehkitz) erschienen. Vor allem für Desktop-Nutzer bringt die auf Debian basierende Distribution einige neue Funktionen mit, die Installation und tägliche Arbeit vereinfachen sollen. Aber auch für erfahrene Nutzer hält Feisty mit verschiedenen Virtualisierungsoptionen Neues bereit.

[ Golem.de: Ubuntu 7.04 "Feisty Fawn" erschienen ]

Die "Schwester-Website" Kubuntu.org, die Ubuntu mit dem KDE-Desktop anbietet, ist derzeit überhaupt nicht zu erreichen

Außerdem auf Golem.de:

Ach, er schreibt mir einfach von der Seele: Toby Ward erzählt über "The big 3 ingredients of a winning intranet". Menschen, Prozesse und Technologie sind die richtigen und wichtigen Zutaten für ein erfolgreiches Intranet. Und zwar genau in der Reihenfolge:

At the risk of oversimplifying a complex system, a successful intranet has 3 big ingredients:

  1. People – The right people
  2. Process – Well defined processes
  3. Technology – The most appropriate technology

If you have not defined the people (roles and responsibilities, ownership and requirements) and process (governance and publishing, standards and policies) then forget about the technology. The technology will only confuse, distract and undermine your efforts – because you probably picked the wrong solution (more likely, you were SOLD the wrong solution).

Nach einem guten Content Management System bzw. der Technologie zuerst zu fragen ist wie nach einer Medizin fragen, ohne die Krankheit und die Symptome zu kennen.

Das ist so ähnlich wie unbedingt ein super schönes schnelles offenes Sportauto zu kaufen, um dann festzustellen, dass man nach dem Highway auf dem ersten Feldweg zur eigenen Ranch stecken bleibt. Vor allem wenn man dann erst bemerkt, dass ein paar wilde Manager Bullen ihre Hörner ausprobieren wollen.

Menschen sind wichtig, die richtigen Menschen, die mitmachen und vormachen. Kein "alter Vize-Präsident", denn man vor den Karren spannt, aber in Wirklichkeit den Karren (ein super schönes schnelles offenes Content Management System?) schon weit vorausgeworfen hat. Manche Unternehmen haben ein gutes Intranet aufgrund von Initiativen des mittleren Managements oder von vereinzelten Mitarbeitern – aber unternehmensweit erfolgreich wird ein Intranet erst, wenn die volle, aktive Unterstützung von ganz oben vorhanden ist ("practice what you preach").

Dann kann ein Intranet (mit den richtigen Menschen, Rollen, Zuständigkeiten, Abläufen und Technologien) auch die "Betonschicht" (Kudos an Robert für den Begriff, der gefällt mir) zwischen Mitarbeiter und Vorstand durchbrechen und für alle so richtig Spaß machen. Und ohne Spaß bei / auf der Arbeit ist es doch irgendwie langweilig – dafür sind Mitarbeiter und Chefs einfach zu sehr Mensch ;-)

So, dass musste ich noch loswerden bevor ich zur Arbeit fahre. Bis morgen Abend bei der Kick-Off Party zum BarCamp Frankfurt.