Am dritten Januar starb Andrew Olmsted. Andrew Olmsted war Soldat, er war Blogger (From the Front Lines), und er starb bei einem Anschlag im Irak.

Olmsted, however, asked everyone to avoid being maudlin. And he asked everyone via a blog, of course. The 38-year-old soldier based out of Fort Carson was a prolific blogger — including one he did steadily for the Rocky Mountain News dating back to his deployment in July.

[ The Rocky Mountain News: Rocky blogger Major Andrew Olmsted killed in Iraq ]

Und als richtiger Blogger mit Herz und Blut hat er bereits vor einiger Zeit seinen letzten Post formuliert und seine Bloggerkollegin gebeten, diesen im Falle seines Todes zu veröffentlichen:

Andrew Olmsted, who also posted here as G’Kar, was killed yesterday in Iraq. Andy gave me a post to publish in the event of his death; the last revisions to it were made in July.

G’Kar ist ein Charakter von Babylon 5, einer Science Fiction Serie aus den Neunzigern. Hier sind ein paar Auszüge seiner famous last words: 

Believe it or not, one of the things I will miss most is not being able to blog any longer. The ability to put my thoughts on (virtual) paper and put them where people can read and respond to them has been marvelous, even if most people who have read my writings haven’t agreed with them. If there is any hope for the long term success of democracy, it will be if people agree to listen to and try to understand their political opponents rather than simply seeking to crush them.

[…]

Blogging put me in touch with an inordinate number of smart people, an exhilarating if humbling experience. When I was young, I was smart, but the older I got, the more I realized just how dumb I was in comparison to truly smart people. But, to my credit, I think, I was at least smart enough to pay attention to the people with real brains and even occasionally learn something from them. It has been joy and a pleasure having the opportunity to do this.

[…]

I do ask (not that I’m in a position to enforce this) that no one try to use my death to further their political purposes. I went to Iraq and did what I did for my reasons, not yours. My life isn’t a chit to be used to bludgeon people to silence on either side. If you think the U.S. should stay in Iraq, don’t drag me into it by claiming that somehow my death demands us staying in Iraq. If you think the U.S. ought to get out tomorrow, don’t cite my name as an example of someone’s life who was wasted by our mission in Iraq.

[…]

On a similar note, while you’re free to think whatever you like about my life and death, if you think I wasted my life, I’ll tell you you’re wrong. We’re all going to die of something. I died doing a job I loved. When your time comes, I hope you are as fortunate as I was.

[ ALLES LESEN: Obsidian Wings – Andy Olmsted ]

Es heißt, im Krieg gäbe es kein Schwarz und kein Weiß, es gäbe nur Grau. Nach dem Lesen seines letzten Artikels und seines Blogs denke ich: So viel Farbe habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

[ via Joho the Blog, Handelsblatt ad hoc

Nachtrag (06.01.2008)

Vor noch nicht allzu langer Zeit berichtete ich über meinen Lesestau. Und jetzt sorgt Leila Summa für die Vergrößerung meines Lesestaus. Zusammen mit Prof. Dr. Michael Koch hat sie den IntraWeb 2.0-Case als Fallstudie in ein bald erscheinendes Buch einfliessen lassen und berichtet darüber ("Lesetipp für 2008: Web 2.0 in der Unternehmenspraxis").

“Social Software Anwendungen wie Wikis, Weblogs oder Social-Networking-Plattformen sind ein integraler Bestandteil der Weiterentwicklungen des Internets. Zur Nutzung kommen diese Anwendungen aus dem Bedürfnis heraus, Wissen zu sammeln, bereitzustellen und zu verteilen bzw. Communities aufzubauen und ihnen Raum zum Austausch zu geben. 

Mensch, dieses Jahr wird eine große Lese-Herausforderung.

Zu meinem Unglück bemerkte ich noch, dass meine Liste bei Amazon bereits einige Bücher rund um PR, Kommunikation, Web 2.0 und Enterprise 2.0 enthielt. Jetzt habe ich eine eigene Liste nur für solche Bücher rund um die Themen von INJELEA.de angelegt und die entsprechenden Bücher hinein verschoben.

Wenn Ihr Anregungen für eigene Buchwünsche braucht, dann könnt Ihr gerne darin stöbern.

Nachtrag

Momentan lese ich übrigens die "Gesammelte Prosa" von Loriot. Und darin gerade die Geschichte mit und über Kosakenzipfel.


Link: sevenload.com

Heute Morgen stolperte ich in meinem Bloglines in meiner Monitoring-Rubrik über eine Verlinkung vom Management-Radio. Neben anderen Kanälen gibt es auch den Kanal Interne Kommunikation, über den ich bereits berichtet hatte. Ulrich Erik Hinsen hat ein Mosaik eines winterlichen Vogelhäuschens erstellt und die Einzelteile zu Weblogs verlinkt (super Idee):

Viele meiner aktuellen Informationen zu den jeweiligen Fachgebieten kommen inzwischen aus Blogs; neben dem Austausch mit Kollegen und der Lektüre entsprechender Bücher. Für unsere Themen empfehle ich die im BilderPuzzle verlinkten Weblogs aufs wärmste nicht nur für die kalten Tage …

Management-Radio

Neben mir bekannten Weblogs befinden sich noch weitere sehr interessante Blogs darunter. Deswegen gebe ich zum Stöbern die Empfehlung weiter

Vielen Dank, ich habe mich sehr über die Verlinkung gerade auch zu diesem Themenkomplex gefreut.

Na ja, ich bin ja ein Rhoihesse. Trotzdem blogger ich darüber, und ich werde hingehen. Herkunft und Farbe des Weines sind einfach nicht wirklich wichtig :-)

Blogger bloggen nicht nur, sie treffen sich mit anderen Menschen, gerne auch mit anderen Bloggern. Burkhard las eben bei Pauline, dass Christoph ein Treffen in der Taverne Tichero in der Rauenthaler Straße vorgeschlagen hat, weil er das Lokal gerne besucht, nachdem ich es seinerzeit empfohlen hatte, Frank hat sich schon angemeldet und weil Pauline drüber bloggt, hat’s Burkhard gelesen und mir gesagt. Und ich blogge jetzt auch drüber.

[ Andreas Nink: Bloggen und treffen und treffen und bloggen ]

Eine Leserin hat mir eine Email geschickt und bittet mich um ihre Hilfe

Ich studiere Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik und schreibe zur Zeit meine Dipomarbeit […] im Süddeutschen Raum. Im Rahmen dieser Arbeit bin ich nun aktuell auf der Suche nach Beispielen von Unternehmen die Web 2.0 – Anwendungen erfolgreich anwenden. Allerdings sollten dies Unternehmen sein, die nicht Web 2.0 – Anwendung verkaufen oder deren gesamtes Geschäftmodell darauf basiert sonder Unternehmen, aus der z.B. Dienstleistungsbranche oder Konsumgüterindustrie, die Web 2.0 in ihre Kommunikationsstrategie integriert haben.
Nun möchte ich Sie fragen, ob Sie mir hierbei ein paar herausragende Beispiele nennen können. 

Zuerst dachte ich: "Kein Problem". Dann aber geriet ich ins stolpern. Vielleicht stehe ich auch nur auf dem Schlauch 2.0, aber:

So sehr auch Web 2.0 und Enterprise 2.0 in aller Munde ist – so wenig
wird Web 2.0 tatsächlich außerhalb der IT- oder der Medienbranche
eingesetzt. Gerade in Deutschland beschränkt sich der Einsatz oft auf
Blogs im externen Einsatz – gelegentlich auch intern, aber interner
Einsatz dringt selten nach außen. Es sei denn, es ist
"publikumswirksam" (positiv oder negativ) wie "damals" bei Hr. Kleinfeld von
Siemens. Die interne Anwendung von Web 2.0 dürfte oft noch auf einzelne U-Boot-Projekte (z.B. in der IT zum Ausprobieren) beschränkt sein – oder der zielgerichtete Einsatz wird nicht nach außen kommuniziert.

Zugegebenermaßen achte ich auch nicht so sehr auf die Konsumgüterindustrie – das müsste ich ändern ;-)

Vorbehalte gegen die neuen Webtechniken und vor allem die damit
verbundenen kulturellen Auswirkungen lerne ich auch in dem Unternehmen,
in dem ich meine Brötchen verdiene, immer wieder kennen.

Oft werden indirekt oder auch ganz offen diese Argumente genannt:

  • Zeitverbrenner – Web 2.0 ist unproduktive Klickerei, die man hochrechnen kann und dann zusätzlich Personal einstellen müsste.
  • Missbrauch – Mitarbeiter schlagen schnell über die Strenge und
    nutzen das Mitmachweb, um über das Management zu motzen oder um
    Informationen bzw. Dokumentationen zu fälschen ("Vandalismus").
  • Agenturen – die Agenturen haben ein neues goldenes Kalb gefunden und wollen nur verkaufen und damit Geld machen.
  • Sinnlos – Es kommt nichts dabei rüber außer M***.

In Deutschland gibt es die beiden klassischen Beispiele für externe Corporateblogs Saftblog und Frosta-Blog. Ein Wiki im externen Einsatz ist das SYNAXON Open Wiki – aber auch hier ein Unternehmen, das mit IT sein Geld macht.

Ein aktuelles Beispiel für ein Unternehmen mit internen und externen Blogs ist T-Systems (z.B. Automotive Blog und das Blog von CEO Reinhard Clemens) – aber auch nicht gerade ein "normales" Dienstleistungs- oder Konsumgüterunternehmen.

Auf http://del.icio.us/injelea/case-study habe ich damit begonnen, Artikel über Einsatzbeispiele von Intranets, Web 2.0 oder Enterprise 2.0 zu sammeln.

Könnt Ihr meiner Leserin (und mir) mit Praxisbeispielen weiterhelfen? 

Gestern habe ich einige Talks von TED betrachtet. Einmal im Jahr treffen sich 1000 Personen, um etwas Wertvolles zu teilen: Ihre Ideen. Einige PersonenIn 18 Minuten haben :

TED stands for Technology, Entertainment, Design. It started out (in 1984) as a conference bringing together people from those three worlds. Since then its scope has become ever broader.

In der jährlichen TED Konferenz werden u.a. 50 Sprecher eingeladen, in jeweils 18 Minuten ihre Idee vorzustellen: 

The format is fast-paced, with 50+ speakers over four days (plus short talks, performances and evening events). 

Diese 8 x 18 = 144 Minuten habe ich genossen:

  1. Steven Pinker: A brief history of violence
  2. Robert Wright: How cooperation (eventually) trumps conflict
  3. Hans Rosling: New insights on poverty and life around the world
  4. Nicholas Negroponte: The vision behind One Laptop Per Child
  5. Sir Ken Robinson: Do schools kill creativity?
  6. Larry Lessig: How creativity is being strangled by the law
  7. Richard Baraniuk: Goodbye, textbooks; hello, open-source learning
  8. David Deutsch: What is our place in the cosmos?

[ via Superdistribution: For optimists and pessimists with self-doubt ff. ] 

Bei allem Technikgedöns und 2.0 – es gibt immer noch Dinge zwischen Himmel und Erde, die den Jahrtausendwechsel überdauert haben. Dinge, die einfach nur funktionieren und dafür keine Technik benötigen. Dinge, die die Menschen verbinden und die die Zeit festhalten.

Bei der Tagesschau gibt es eines dieser Wunderdinger:

Die Redaktion von tagesschau.de besitzt alle moderne Möglichkeiten der Kommunikation: gleich zwei Methoden für internes Messaging, VPN-Zugänge, blogfähige Handys, ein Content Management System, das seinesgleichen sucht. Und trotzdem gibt es bei uns eine Mitteilungsform, die noch komplett auf Holz und Papier basiert: die Tür. 

[ weiterlesen bei blog.tagesschau.de: Die Tür

Ein weiteres dieser Wunderdinger hängt bei uns zu Hause in der Küche. Unser Wunderding ist eine zum Jahresende immerhin schon etwas aufgeräumte Magnetwand von Uli Stein:

Wunderdinger: Magnetwand

Habt Ihr solche Wunderdinger bei Euch zu Hause, im Büro, im Verein? Welche Wunderdinger habt Ihr?

Feeling scared of investors or analysts feeling not being well informed about

  • how your company is doing?
  • newest numbers?
  • your fired CEO?

The solution is already there:  

How To Use Web 2.0 In The Enterprise - Part 2 from Oliver Widder<br /> http://geekandpoke.typepad.com/geekandpoke/2007/12/how-to-use-we-1.html“ /></p><p> This work is from Oliver Widder and licensed under a <a href=Creative Commons Attribution-NoDerivs 2.0 License: Geek And Poke – How To Use Web 2.0 In The Enterprise – Part 2 

[ via The FASTForward Blog – Faster Than the Speed of Thought ]