An diesem Wochenende waren wir bei Freunden in Le Thillot in den Vogesen. Vier Stunden mit dem Auto hin, Feiern, etwas Schlaf, vier Stunden mit dem Auto zurück. Anstrengend (vor allem, weil wir am Freitag bereits in Bingen einen Geburtstag feierten) und total schön.

Die standesamtliche Trauung war relativ kurz (ca. 20 Minuten). Die kirchlichen Trauung beinhaltete eine komplette Messe mit Abendmahl. Das Brautpaar wurde anschließend auf den Treppenstufen nicht mit Reis, sondern mit Lavendel beworfen. Dann ging es zur Feier. Zunächst gab es Aperitifs und Snacks. Viel erzählen, kennen lernen. Freunde spielten auf eigenen Instrumenten Folkmusik. Tanzen auf dem Rasen bei super Wetter.

Gegen 21.30 ging es dann mit dem Essen los, das bis ca. 2.30 Uhr dauerte. Sechs super Gänge mit Pausen zwischen drin. Die Pausen wurden von den Freunden gestaltet mit Spaß und Aufgaben für das Brautpaar. Z.B. ein Walzer des Brautpaars – jeder sucht sich nach 3-4 Minuten einen neuen Partner bis alle sich auf der Tanzfläche amüsieren. Eine der Aufgaben war die Erzählung einer Geschichte durch die Braut, zu der das Thema und bestimmte Worte vorgegeben waren – der Bräutigam musste ihre Geschichte mit Pantomime begleiten.

Den ganze Abend über gab es Programm. So musste sich das Brautpaar gegen halb vier unter einen großen Regenschirm stellen. Jeder von den Gästen hatte jede Menge Luftschlangen, die über den Schirm geworfen oder geblasen wurden. Nach einigen Minuten sah das wie ein riesiger Luftschlangen-Pilz aus, die Luftschlangen bildeten einen großen Vorhang.

Luftschlangen

Das Brautpaar durfte irgendwann ins Bett und wurde zwei Stunden später wieder geweckt und zum traditionellen Zwiebelsuppen-Essen gezerrt.

Heute Mittag gab es dann ein gemeinsames Mittagessen an einer riesigen Tafel. So nach und nach verabschiedeten sich die Gäste.

Ich kenne von Deutschland den Brauch, am Auto eine weiße Schleife an die Antenne zu binden. In Frankreich gibt es bunte Schleifen, die an die Scheibenwischer oder die Außenspiegel gebunden werden.

Wir fühlten uns total wohl. Nicht nur die Familie, die wir bereits seit vielen (die allerbeste aller Ehefrauen) bzw. seit einigen (ich) Jahren kennen, sondern alle nahmen uns vorbehaltlos, uneingeschränkt und sehr freundlich auf. Über alle Generationen hinweg. Wir haben wieder einmal viel über Frankreich und Bräuche in Frankreich gelernt. Begonnen hat diese Freundschaft vor einigen Jahren bereits durch eine Städtepartnerschaft zwischen Ober-Olm und Ramonchamp (ein Nachbarort von Le Thillot).

Es wächst zusammen, was zusammen gehört. Auch wenn das vor ein paar Jahrzehnten von vielen anders gesehen wurde und vielleicht auch jetzt noch von ein paar Unverbesserlichen anders gesehen wird. Irgendwie gehören wir nämlich alle auf dieser Welt zusammen.

Heute nach noch bloggte ich über den twitternden Hubertus Heil von der SPD. Hubertus Heil twitterte vom Democratic National Convention in Denver und hat seinen persönlichen Twitter-Account.

Die Grünen verfügen mit http://twitter.com/Die_Gruenen über einen allgemeinen Account. Den nutzte Reinhard Bütikofer, um ebenfalls vom DNC zu twittern:

Bis Donnerstag twittert hier Reinhard Bütikofer von der Democratic Convention in Denver

Und heute nacht unterhielten sich die beiden über Twitter:

hubertus_heil (über Barack Obama):

Er will die usa wirklich innerhalb von 10 jahren unabhaenig vom oel aus dem mittleren osten machen. Good. And good luck. Ist das moeglich?

Die_Gruenen:

@hubertus_heil Wer das Ziel anzweifelt, wird sich wundern! Das wird wie bei Kennedy und dem Flug zum Mond # Bütikofer

hubertus_heil

@Die_Gruenen Richtig! in zehn jahren unabhaengiger (!) vom oel zu werden ist ein man-to-the-moon-projekt…. 

hubertus_heil

@Die_Gruenen …. Es lohnt sich auch fuer uns in deutschland dafuer zu kaempfen.

Sicherlich bedeutet dies nicht, dass SPD und Die Grünen auf dem Weg in eine Öko-Koalition sind (odr?). Für mich ist das ein ganz normaler Dialog zwischen Menschen (die sich sogar noch einig sind) über ein Thema.

Jetzt ist es an mir, mich über Spiegel Online und sueddeutsche.de zu amüsieren und mir meinen Teil dabei zu denken. Ihr habt es einfach nur nicht kapiert.

… die SPD. Zumindest Hubertus Heil. Und zwar kräftig.

Auch wenn ich hier einer der Letzten bin, so muss ich das mal loswerden. Für mich ist es ein sehr interessanter Aspekt, dass ich ein bestimmtes Bild von einer Person habe, und dass sich das Bild wandelt.

Hubertus Heil machte auf mich im Fernsehen immer so etwas einen klassischen Politiker Eindruck auf mich. Getragen, immer leicht auf dynamisch getrimmt und stets eine unterschwellige Distanz. Den Eindruck hat er jetzt gründlich zerstört. Sehr schön.

[ gebloggt aufgrund persönlicher Erfahrung ]

Noch bis am Sonntag, 31. August, geht die diesjährige Studie zu Intranets: Global Intranet Survey

Im vergangenen Jahr haben über 100 fast 200 Unternehmen aus vielen Ländern teilgenommen. Dieses Jahr nehme ich ermeit stellvertretend für mein Unternehmen teil (nämlich genau jetzt). Wer als Intranet Manager

  • sein Intranet "veraltet" oder "hintendran" sieht und Argumente für das Management braucht
  • gerne eine Einschätzung ("benchmarking") hätte, wo er in etwa im Vergleich steht

der sollte noch schnell etwa eine Stunde Zeit investieren. Die komplette Umfrage ist in verständlichem Englisch.

Teilnahmebedingungen:

  • You may be any type of organisation from multinational company to government agency to NGO.
  • You must participate using your organisational email (no gmails, hotmails, etc.).
  • You may be any size of organisation. Participants range from under 5,000 to over 200,000 employees.
  • You must be the person who has some degree of responsibility or involvement in the intranet or portal. This is not an end-user survey.
  • (Please note: This survey is designed for end-user companies, not web agences or software solution providers.)

Anmeldeinformationen:

2008 Survey Signup Information

 

Patrick Walsh hat in zwei Artikeln eine Liste der "Don’ts" für das Intranet zusammengestellt und sie ausführlich erläutert: 

  1. Don’t let it be a mouthpiece for the boss
  2. Don’t let contributors interfere with the navigation
  3. Don’t include news
  4. Don’t use jargon (except for search of course)
  5. Don’t be disappointed if 100% of the staff don’t use your intranet 100% of the time
  6. Don’t just make your intranet usable, make it useful
  7. Don’t forget that there usually is a ’third way’
  8. Don’t listen to anyone who says ‘Wouldn’t it be nice?’
  9. Don’t stand still

Mein Top ist Nummer 8, besonders wenn "anyone" aus dem Management ist und derartige kleine Nettigkeiten mit einem entsprechend nachdrücklich und nachhaltig geäußert werden ;-)

Alles lesen: 

What NOT to do with your intranet und What NOT to do with your intranet (part 2)

[ via Column Two ]

Die erste Ausgabe des we_magazine ist da! Ulrike Reinhard hat ihre Idee (ihren Traum?) vom Februar 2008 wahrgemacht und das erste Volume herausgebracht: 

We’re very much moving on the “cutting edge” with the topics we deal with and we warmly welcome the highly controversial viewpoints put forward by our authors which are first and foremost intended to stimulate discussion and debate. All this territory is so new and unexplored that we’ve very little experience to fall back on. As Stuart Kauffman puts it so well in the opening sentence of his article, “We are at a hinge of global history and need all we can muster to manage safe passage.”

[ Here we go: we_magazine Vol.01 is available! ]

Das we_magazine gibt es unter der Attribution-Noncommercial-Share Alike Lizenz nicht nur als Textversion, sondern auch als PDF- und als Print-Version über Lulu.com.

Inhaltsverzeichnis des Volume 01:

Ten Futures (Stephen Downes)
WE: Towards a New Enlightenment and the Tasks of a Natural Religion (Stuart Kauffman)
WE Care – Corporate Social Responsibility (Line Hadsbjerg)
The world is talking. WE is listening! Global Voices Online (Ethan Zuckerman)
You don’t have to ask WE for permission – Creative Commons (Joichi Ito)
WE – The Media (Dan Gillmor)
From Youtube To WEtube (blogpost by Henry Jenkins)
WE are hiring Indians (Sugata Mitra)
Playing for Change (Jeff Cobb)
The Fast Learnung Organization – Enterprise 2.0 (Willms Buhse/Soeren Stamer)
WE Create – Mass Costumization and beyond (Frank T. Piller/Dennis Hilgers)
WE _Digtal Natives (Jonathan Imme)
WE distribute, shape and share information, knowledge and cultures (Regine Debatty)

FYI – meine nächsten Termine:

Heute war ich auf der Landesgartenschau in Bingen. Bingen liegt auf der richtigen Rheinseite, so dass man von der Landesgartenschau am Rheinufer aus einen fantastischen Blick über den Rhein auf Burg Ehrenfels, Rüdesheim und die Germania (Niederwalddenkmal) hat. Die Landesgartenschau startete im April und geht noch bis zum 19. Oktober 2008.

Wir (die allerbeste aller Ehefrauen, Verwandschaft und ich) genossen den Tag. Ich war gespannt gewesen ob der vielen positiven Stimmen. Sehr harmonisch verläuft die Landesgartenschau entlang des Rheinufers vom Hafenpark, Hindenburgpark, Rhein-Nahe-Eck und bis zu dem neuen Mäuseturmpark. Vom Rhein-Nahe-Eck aus hat man einen fantastischen Blick auf den Mäuseturm, den Rhein, die Burg Ehrenfels, die Nahe (inkl. Drususbrücke). Mit 14 Euro ist der Eintritt zwar nicht gerade billig, aber ich habe ihn (im Nachhinein) gerne bezahlt. Ach, kein weiteres Geschwätz, einfach ein paar Bilder.

Fotoalbum auf Flickr: Landesgartenschau Bingen 2008 (als Diashow, Weltkarte)