Leider fehlt mir die Zeit, mich aktiv beim PR-Workshop zu beteiligen:

Seit dem 6. August gibt es im ‚Storyboard‘ einen kostenlosen, offenen Workshop PR. Einmal wöchentlich, jeden Mittwoch, eine Folge zum Thema Kommunikation und PR, jeweils eine klar abgegrenzte Fragestellung.

Aber eine kleine Randnotiz meinerseits muss ich zum "Blog-Workshop PR, Folge 3: Was wollen Sie erreichen?" loswerden. Da geht es um Unternehmensziele, Zielfindungs-Workshops

Oft werden keine mittel- bis langfristigen Ziele festgelegt. Weder für Public Relations noch für das Unternehmen an sich. Die Vision ist nicht klar, Ziele können nicht abgeleitet werden und dann … wird direkt ein Maßnahmenprogramm gestartet. Doch: Wofür? Wohin?

Tatsächlich könnte ich mir vorstellen, dass in manchem Unternehmen argumentiert würde: "Die Marktentwicklung ist derzeit nicht absehbar, da können wir doch keine Ziele festlegen, wo wir in ein, zwei, drei oder fünf Jahren sein wollen!".

Doch letztendlich halte ich dieses Vorgehen (nämlich nicht vorzugehen!) für verfehlt. Dies führt nur dazu, dass das Unternehmen extern getrieben wird. Entscheidungen müssen immer getroffen werden. Lieber treffe ich meine Entscheidungen selbst und verfolge einen Weg, als dass das "der Markt" für mich übernimmt. Ich muss jedoch bereit sein, auch zu meinen Zielen und Entscheidungen zu stehen und dazu, dass sich die Lage ändern kann. (BTW: Die Militärs wissen das schon sein Jahrhunderten – kein Plan übersteht die Schlacht, aber ohne Plan übersteht man keine Schlacht).

Nur, wenn ich Visionen habe, diese Visionen über Ziele in konkrete Vorstellungen und über konkrete Planungen in die operative Umsetzung (beispielsweise in einem Programm) für die nächsten Monate überführe, dann konzentriere ich meine Ressourcen und halte ich meinen Entscheidungskorridor offen.

Gerade, wenn das Unternehmen keine Ziele gesetzt hat, dann gerät Public Relations in der äußeren Kommunikation immer wieder in Zugzwang. Und je länger dieser Zugzwang besteht, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann Inkonsistenzen auftreten.

Die Digitalen Nomaden kommen. Digital Nomads ist nicht nur eine Plattform von Dell sondern steht auch als Begriff für Personen, die arbeiten oder spielen unabhängig von ihrem physischen Standort.

Digital Nomads is a community site for individuals that work or play without regard for their physical location. It is a place where they can come together to read about other digital nomads, share ideas, tips and tricks, and best practices, and read the latest nomad-oriented news. Digital Nomads live a lifestyle where their laptop and other electronic devices create the center of their office and/or play-space. Digital Nomads is Powered By Dell.

Aufgrund ihres Aufwachsens mit der Digitalen Welt sind gerade die Jüngeren zum Digital Nomad prädestiniert. Allerdings gibt es wohl keine Altersbeschränkung, um ein Digitaler Nomade zu werden oder einer zu sein. Ich könnte also einer werden, bin es aber noch nicht. So ein "physischer Arbeitnehmer" wie ich, der privat über Notebook mit WLAN online geht (aber immer noch kein iPhone hat), gehört da sicherlich nicht dazu.

Jay White schreibt jedoch auf Digital Nomad darüber, dass die Digitalen Nomaden in den USA bereits in die Unternehmen kommen:

As I see it in Corporate America (remember, blogging is a side show for me, I speak to corporate executives almost daily), there is a major shift occurring: Employees are used to the speed at which consumer apps are developed and they are used to the instant availability of information. Add the fact that most corporations have large percentages of their workforce retiring and subsequently being replaced with younger employees that are hardwired to connectivity, Digital Nomads at birth perhaps, and you start to see the issue.

[ Jay White: TDigital Nomads – The Rise of the Digital Nomad ]

Viele Unternehmen können nicht mehr mit der Schnelligkeit von Internetinnovationen mithalten:

Frankly, their historic nature of only providing “boring” corporate apps versus corporate versions of today’s internet successes (YouTube, Facebook, Wikipedia, etc.) will eventually impact their ability to hire new employees and retain skilled workers. Eventually, this will hit everything from new product development to sales to eventually, the bottom line. It’s cubicle versus home office, but online.

Große und kleine Unternehmen müssen sich und vor Allem ihre Unternehmenskultur anpassen:

Corporations, large and small, need to foster an environment that is not only friendly to the ‘connected’, but it must foster and harvest a culture where Digital Nomads thrive and innovation is rewarded differently.

Historische Verschiebungen

Marcel Weiss berichtet über einen Artikel auf ReadWriteWeb, wo man schwer wiegende Probleme auf große Unternehmen zukommen sieht:

Auf ReadWriteWeb sieht man historische Verschiebungen auf große Unternehmen zukommen. Deshalb will man dort über dieses Thema in einem zusätzlichen Channel künftig regelmäßig berichten.

Marcel Weiss ist sich vermutlich auch jetzt noch nicht sicher, dass die Zeit für Enterprise 2.0 und all seinen Implikationen schon reif ist, zumindest in Deutschland (Linkwertig: Enterprise 2.0 und historische Veränderungen).

War for Talents

Drüben überm Teich sind die Unternehmen also mittendrin im "War for Talents". Wie sieht es in Deutschland aus? Sind die deutschen Unternehmen auch schon im Krieg?

Ich vermute, dass die Zeit zwar schon, Deutschland in großen Teilen aber nicht für den War for Talents und für Enterprise 2.0 reif ist ;-)

Andrew McAfee denkt über zwei Zitate und Absätze für sein Enterprise 2.0 Buch nach und fragt dazu "Is This the End?":

I’m thinking about using the following two quotes and two paragraphs to wrap up my book on Enterprise 2.0. What do you think? Do the quotes capture something essential, or at least interesting, about the organizational use of emergent social software platforms? Are there better ones that I should use instead? What words from which smart people guide you as you think about the implications of the new technologies? Leave a comment, please, and let us know.

Da ich mich (ausnahmsweise :-) ) gerade nicht als ein "smart people" empfand fiel mir kein gescheites Zitat ein. Und mit solch seriöse Quellen wie Havel oder Oakeshott konnte ich aus dem Gedächtnis schon gar nicht dienen.

Nach längerem hin und her entschied ich mich, seine Frage aus der Überschrift im übertragenen Sinne zu beantworten und ein etwas flapsiges Zitat aus einer anderen Zeit (in der Zukunft, die mich aber in den Siebzigern bereits begleitete) zu verwenden:

One of the most fascinating aspects of Enterprise 2.0 for me is that there is no ending. It’s like a permanent and joined effort of a crew’s members to discuss and find the best ways ‚to boldly go where no man has gone before‘.

[ vgl. zum Zitat: Wikipedia (en) – Where no man has gone before ]

Hierarchien

Bei all meiner Euphorie zu Enterprise 2.0 weiß ich allerdings sehr wohl, dass es auf dieser Enterprise, ihren Vorgängern und Nachfolgern, Hierarchien geben wird. Doch auch diese Hierarchien entwickeln sich sowohl auf dem jeweiligen Schiff und sehen dann auch auf der Voyager ganz aus als auf der allerersten Enterprise. Kein Wunder bei dem ständigen Auftauchen neuer Technologien, (Um)Welten und Kulturen.

Früher, also heute, hätte man dazu wohl gesagt, es liege an dem neumodigen Web 2.0, der Internationalisierung und der Globalisierung. Vielleicht auch an diesen jungen Schnöseln, die alles viel schneller, besser und digitaler machen ;-)

Auf zu Besserem

Inzwischen hat Andrew McAfee 21 Kommentare freigeschaltet, und mein Kommentar kommt mir ziemlich lausig vor. Hier also die Gelegenheit zu Besserem:

Andrew McAfee: Is This the End?

BTW: Andrew McAfee fragte auf Twitter nach Zitaten und bedankte sich dort auch

In Schwabenheim an der Selz gibt es am Ortsrand zehn gebührenfreie kommunale Reisemobilstellplätze (Wohnmobilstellplätze):

  • Maximale Aufenthaltsdauer 72 Stunden
  • Blick in die Weinlagen und das Rheintal
  • Befestigte Zufahrt und Stellplatzflächen
  • Stromanschluß und Beleuchtung
  • Ver- und Entsorgung in der Nachbarschaft möglich
  • Knapp fünf Gehminuten bis zum Ortszentrum mit Restaurants, Gastwirtschaften und Winzerbetrieben
  • Rad- und Wanderwege

Weitere Informationen und Kontakt auf www.schwabenheim.de

Warum dieser Artikel? Weil hier über Google immer mal wieder Suchende aufkreuzen ;-)

Liebe Freunde,

meine allerbeste aller Ehefrauen und ich haben uns sehr über Euch und die Gespräche mit Euch gestern Abend beim Hoffest auf dem Margaretenhof gefreut.

  • Vielen Dank für Eure Teilnahme und den wunderbaren Abend
  • Vielen Dank auch an die Übernächtiger, denen wir ein geselliges Frühstück und einen Samstag Mittag auf der Terrasse verdanken.
  • Vielen Dank an das Wetter, das uns einen regenlosen Abend und einen sonnigen Samstag ermöglichte.
  • Vielen Dank an den Margaretenhof, der uns ein schönes Ambiente, einen schönen Blick auf das Selztal von der Terrasse des neuen Restaurants / Cafes und guten Wein ermöglichte.

Eure Schwabenheimer

P.S. Die Sonne scheint, und wir bereiten uns schon auf die nächsten Gäste und den nächsten Abend auf dem Margaretenhof vor ;-)

James Gardner, ein bloggender Banker (ein richtiger Banker, nicht so ein Beutebanker wie ich), berichtet von einem Wechsel von PR (Public Relations) zu Community Management. ("PR shifts to Community Management"). Bislang hatte er Kontakt Debbie Pfeifer von Wesabe und jetzt von Kelly Yahr, Community Outreach Coordinator von Virgin Money. Und James ist verwundert und erfreut über den Titel "Community Outreach Coordinator":

Now, I am not aware of any "Community Outreach Coordinators" yet at any major institutions, and such efforts to reach influentials is limited to the piecemeal efforts of various press offices. Sometimes, the people who manage the press don’t even know they have bloggers in their institutions!

Letzteres wäre eher schlecht. In meinem Unternehmen ist zumindest ein paar Personen bekannt, dass ich blogge. Wünschenswert wäre aber generell bei jedem Unternehmen eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Bloggen an sich – auch wenn beispielsweise das spezielle Umfeld für unsere Bank davon noch nicht sehr berührt wird.

Andererseits sind Wesabe und Virgin Money nicht gerade typische Finanzinstitute ;-)

So I think that we’ll soon see banks hiring these "Community Outreach Coordinators" to build rapport with intermediaries who aggregate eyeballs. Then they’ll use those relationships to get much more sophisticated messages out the door than is normally possible in a 15 or 30 second ad spot.

Das sehe ich ähnlich. Alles nur eine Frage der Zeit. Tatsächlich verwendet James ein wichtiges Wort: "relationships". Denn Public Relations soll ja Beziehungen pflegen :-)

One final question is in my mind, though, is what use HSBC’s  or Citi’s Community Outreach Coordinator will make of a competitive bank’s blogger like myself? Will they just ignore me, or take a leap of faith and realise that the community is powerful regardless of who is in it? 

Auch wenn ich nur ein Beutebanker (zufällig in einer Bank gelandet und mit Gehalt bestochen worden) und auch kein Corporate Blogger bin: Hier ist jeder willkommen, egal von welchem Finanzinstitut.

Ich sehe es so: Community Management ist ein Teil von Public Relations, dessen Relevanz in den nächsten Monaten und Jahren stetig steigen wird. Andere Tätigkeiten – und sei es Hege und Pflege von Journalisten ("Press Relations") – wird es weiterhin geben.

Gester fand ich auf der Reinseite heraus, dass wir unter uns sind (amung.us). Und es lässt sich herausfinden wer, wann und wo:

Keine Registrierung notwendig, das Scriptlet auf der Website einbauen. Fertig. Im Script steht ein Code, der die Website identifiziert. Mit dem Code bekommt man auch ein Profil. So kann dann ein eingebundenes Wo aussehen:

Ach, Angela: Wir sehen uns auf dem #bc0711 und auf Deine Reinseite kam ich via Roberts Tageskarte.

Da weiß man, woran man ist. Kein Wal, sondern eine Frage und die Antwort dazu. Mehr (braucht es) nicht.

Informationspolitik bei Rivva.de: Klare Aussage

So,jetzt wisst Ihr auch, wie mein Browser aussieht ;-)

Auf DNAdigital habe ich mich in einer Diskussion dazu geäußert, wie der Arbeitsplatz momentan aussieht und der Arbeitsplatz von morgen aussieht. Hier ist der Beitrag (in leicht überarbeiteter Form):

Seit längerem schon bin ich "digital" geteilt in einen Büroarbeitsplatz als Arbeitnehmer und einen quasi-mobilen privaten Arbeitsplatz als Netzgänger. Glücklicherweise habe ich im Büro das Privileg eines frei konfigurierbaren DSL Rechners mit freiem Internetzugriff (da ich dort das Intranet und den Internetauftritt betreue).

Büro

IE6, Exchange/Outlook(Termine, ToDos, Emails), Festnetz, Fileserver, diverse Excelsheets und Worddateien, klassische Meetings, fürchterlicher Kaffee aus dem Automaten. Nachtrag: Ein erstes zartes Wiki-Pflänzchen gibts.

Privat

Firefox 3, Twitter (Twhirl), Friendfeed, Instant Messaging (Sykpe, Digsby für Yahoo + Jabber + Facebook), PowerFolder (zum Online-Synchronisieren von Rechnerverzeichnissen), EverNote für Notizen, verschiedenen Online-Storage, FTP (FileZilla), Thunderbird (IMAP/Pop3 i.e. T-Online/Yahoo! Mail, WebDav/iCal Zugriff auf Google Kalender + Venteria + RememberTheMilk), RSS-Reader (FeedDemon), Last.fm zum relaxen, Virtuelle Meetings z.B. via Skype, Reale Meetings z.B. BarCamps + OpenSpace,  Kaffee zu Hause vom Kaffeeautomat (nicht mobil) und mobil im Bistro, Festnetz + Handy (iPhone schon budgetiert :-) ), persönliches Wiki zum Arbeiten, Bookmarking mit delicious und Foxmarks, Social Networks wie Facebook, viele verschiedene Webdienste wie Dopplr + Plazes … eigentlich alles, was ich irgendwie brauche. Wenn ich etwas Neues brauche, dann "nehme ich es mir" :-)

Ach ja, Top Kommunikations- und Arbeitsmittel: Mein Blog und meine Blogroll

Insgesamt ist mein "privates Büro" seit dem letzten Jahr vielfältiger geworden, auch wenn ich das eine oder andere nicht mehr benutze (Meine Top-Websites oder: Wie ich die Dinge geregelt bekomme)

Morgen

In letzter Zeit lese ich des Öfteren (z.B. von Wolff Horbach bei innovativ.in) über dieses Buch zum Thema Arbeiten als Arbeitnehmer: "Morgen komm ich später rein". Kennt es jemand? Meinungen dazu?

Noch ein Nachtrag: Der Autor Markus Albers hat einen Gastbeitrag im Speakers Corner von Robert veröffentlicht, und dort erfolgt eine lebhafte Diskussion in den Kommentaren – "Die neuen Freiangestellten" (siehe auch meine Vergesslichkeit im Kommentar unten).

(Anmerkung: Ich genieße meine doch sehr flexible Arbeitszeit in meinem Job, so dass ich jetzt diesen Artikel noch schnell zu Hause schreiben kann)

Gelegentlich gibt es Überschneidungen, weil ein beruflicher Kontakt dieselben / ähnliche Möglichkeiten benutzt wie ich privat. Dann freue ich mich über meinen Büro DSL-Rechner oder benutze (auch außerhalb der Bürozeit) meine private Infrastruktur. Als Arbeitnehmer wünsche ich mir eine ähnliche Welt wie die, in der ich mich privat bewege. Eigentlich würde ich gerne so etwas wie ein Results-Only Work Environment bei Best Buy haben (INJELEA Blog: ROWE bei Best Buy: Results-Only Work Environment)

Gespaltene Persönlichkeit

Das sieht mir nach einer gespaltenen Persönlichkeit aus…

Es gibt keine gerechten Krieg. Nie. Das Schlimmste an Kriegen jedoch ist, dass es immer einzelne Personen sind, die den Krieg anzetteln, provozieren, beginnen, fortführen und nicht beenden wollen. Es gibt immer wieder Regierungen bzw. Nationen, die gegen das Kriegsrecht verstoßen, und in jedem Krieg gibt es Soldaten, die gegen die Genfer Konvention verstoßen. Aber es sind nicht Regierungen und Soldaten – es sind Menschen, die unmenschlich sind:

Was mich eher juckt: Wer steckt die Putins, Medvedevs und Saakaschwilis in den Knast, nachdem sich der Rauch gelegt hat? Wer erhebt Anklage gegen die Spitzenverantwortlichen im Staat, nicht alles getan zu haben, um Menschenleben zu schonen? Wer wird die Soldaten verfolgen und vor Gericht bringen, die womöglich Zivilisten verletzt oder gar ermordet haben? Jeder Mörder wir gesellschaftlich gebrandmarkt, aber nur nicht im Krieg. Jeder Mensch, der in einem zivilisierten Staat einem anderen schadet, muss sich vor Gericht verantworten. Ausnahmslos. Als gälte dieser Grundsatz auf einmal nicht mehr, weil Krieg eben Krieg ist.

[ Basic Thinking: kurze Gedanken zum Krieg in Georgien ]

Ich war einige Jahre Soldat und Offizier in der Bundeswehr und war (und bin) der Ansicht, dass die Gesetzgebung den deutschen Soldaten enge Grenzen auferlegt. Doch wer fragt im Kriegsfall danach, wer was wie getan hat? Nach dem zweiten Weltkrieg kamen in West und Ost zahlreiche Kriegsverbrecher davon. Nicht nur die Soldaten (ja, auch bei denen gab es "Nichtmenschen") sondern meisten auch diejenigen, die nach vieler Meinung – und der meinigen – als Wirtschaftsbosse den Tod vieler förderten und davon profitierten. Oder Einzelne, die im Namen der Wissenschaft erst den Wirtschaftsbossen die  Werkzeuge in die Hand gaben.

Doch oft frage ich mich: Was hat die Menschheit daraus gelernt? Geschichte ist für mich nicht nur einfach Vergangenes sondern die Basis, um zu lernen. Doch selbst nach dem fürchterlichen zweiten Weltkrieg bleibt da nur ein großes Vakuum.

Letztendlich geht es immer um Macht. Persönliche Macht für den Einzelnen, der deswegen auch über Leichen geht. Und Einzelne, die sich im Windschatten der Mächtigen sonnen.

P.S. Wer sich für angesichts des Jahrestages am 6. August für die Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki interessiert, dem empfehle ich die Reihe auf USA Erklärt: Der Krieg gegen Japan (hier: Teil 3).

Nachtrag

Bei aller Verantwortung von Politikern, Machtmenschen und Wissenschaftlern: Alle Soldaten und ganz besonders die Offiziere haben im Krieg selbst eine ganz besondere Verantwortung. In jedem Krieg gibt es dennoch immer wieder ganz fürchterliche Szenen, wo Soldaten oder Freischärler "Plündernd von Haus zu Haus" ziehen. Und die Offiziere greifen nicht ein. Oder ist das Alles so gewollt und wird von der russischen Führung nicht nur geduldet?

Russlands weiteres Vorgehen scheint für Russland klar zu sein, sagt doch Russlands Botschafter Wladimir Kotenev lapidar:

Krieg ist Krieg

[ Welt Online: Russlands Botschafter poltert gegen Georgien ]

Das könnte ein Signal sein: Russland, geführt von Dmitri Anatoljewitsch Medwedew und Wladimir Wladimirowitsch Putin, denkt nicht daran, seine Zusagen einzuhalten und seine Soldaten zurückzuhalten.