Ein weiterer faszinierender Vortrag auf TED: Kevin Kelly stellt fest, dass wir vor 5.000 Tagen alle nicht wussten, was möglich war – The Web. Dann wagt er sich an eine Voraussage, was möglich sein wird:

There is only One machine.
The web is its OS.
All screens look into the One.
No bits will live outside the web.
To share is to gain.
Let the One read it.
The One is us.

Werner Trotter hat das Video aufgetan und weiter recherchiert. Ich mache es mir vor dem Stau gemütlich und schreibe ein paar Schnipsel aus Kevin Kellys Präsentation nieder:

Predicting the next 5,000 days of the web

the past:
there is no economic model
this is simply all for free: You’re dreaming
we thought it would be TV but even better. That was the model.
Something like Wikipedia was simply impossible
The first lesson of the Web:
Have to get better in believing the impossible.


The next 5,000 days…

One Machine
We’re simply constructing a single global machine.
It’s the most reliable machine ever made: Zero downtime.
100 billion clicks per day
55 trillion links
It uses 5% of global electricity
traffic: 7 terabytes per second
This is how the Web works: like your brain!
Your brain isn’t doubling in power every 2 years.
Machine = 1 HB (Human Brain)
Machine = 6 billion HB (30 years from now)
2040 The Web will exceed humanity in processing power.
The machine: Embodiment, Re-Structuring, Co-Dependency

Embodiment

The web will own every bit.
Everything will be part of the Web.
The Internet of Things.
Convergence of the atomic and the digital.
One Media Platform, same laws of media.
Copies have no value.
Network effects rule.

Re-Structuring

1. Linking computers: The Net.
2. Linking pages: The Web.
3. Linking data: The One.
Linking and clicking from one idea to another
The Web will be able to read and understand
The Web will know who are your friends.
Semantic Web
Web 2.0
Giant Global Graph
4. Linking things: The World ("I think this is where we’re going to")

Co-Dependancy

Allways on.
Total personalization.
Total transparency.
We’ll don’t even try to remember things – just google it.
But we’re also totally dependant on other technologies – like the alphabet
"What we really want to do at Google is create an AI." – Larry Page, Google co-founder.
We are the Web.
We’re gonna be the Machine.

Smarter
More personalized
More ubiquitous

[ Direktlink TED ]

Was macht eigentlich Euer Rechner, während Ihr Pause macht?

[ World Community Grid – ‚I dedicate‘ Short Video ]

World Community Grid’s mission is to create the world’s largest public computing grid to tackle projects that benefit humanity.

Our work has developed the technical infrastructure that serves as the grid’s foundation for scientific research. Our success depends upon individuals collectively contributing their unused computer time to change the world for the better.

World Community Grid is making technology available only to public and not-for-profit organizations to use in humanitarian research that might otherwise not be completed due to the high cost of the computer infrastructure required in the absence of a public grid. As part of our commitment to advancing human welfare, all results will be in the public domain and made public to the global research community.  

BOINC.berkeley.edu

Vom 10. bis 12. November 2008 ist der ECM WORLD SUMMIT in Frankfurt/Offenbach:

Der ECM WORLD SUMMIT ist der Jahreskongress der Informations-, Dokumenten- und Wissensmanager. Schwerpunkt des diesjährigen Events ist die Konvergenz der Technologien für Kommunikation, Kollaboration und Wissensmanagement.

Klingt irgendwie … ziemlich groß, oder? Meiner Meinung nach zu Recht. In den beiden Jahren war ich auf der Veranstaltung, damals noch unter dem Namen Contentmanager.days:

Dieses Jahr bin ich ausgerechnet dann zu einer Präsenzwoche meines Fernstudium Public Relations in Heidelberg. Aufgrund meiner Erfahrungen und des diesjährigen Programms bin ich daher reichlich betrübt, dass ich nicht dabei sein kann ;-)

Keynotes

  • Human Impact
    Dr. Ulrich Kampffmeyer, PROJECT CONSULT Unternehmensberatung GmbH
  • Internet-Management in Zeiten von Web 2.0 Marketing
    Dieter Rappold, Knallgrau New Media Solutions GmbH
  • Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für Enterprise 2.0 Projekte
    Lee Bryant, Headshift Ltd.
  • Information Management Beyond Web 2.0
    Wolf Ingomar Faecks (*), Sapient GmbH

Content Manager

Für Content Manager (Intranet Manager / Internet Manager) dürfte der ECM Vendor Roundtable mit Vertretern von e-Spirit AG, CoreMedia AG, SDL Tridion, Typo3 Association, Alfresco Software, Day Software und Reddot Solutions interessant werden:

Die Öffnung der System- und Anwendungskonzepte – Open-Source, Standards und Integration von Feedback

Best Practices

Ein weiterer guter Grund zur Teilnahme an der Veranstaltung sind immer die Best Practices mit Berichten aus verschiedenen Unternehmen. Dieses Jahr dabei:

  • ABB
  • Chip Xonio
  • Dialog Semiconductor
  • Erste Group Bank
  • GASAG
  • Giesecke & Devrient
  • Merz
  • MLP Finanzdienstleistunge
  • Opel
  • Revacom
  • Schweizerische Post
  • Sport1.de
  • Techniker Krankenkasse
  • Vattenfall
  • Zumtobel

Austausch und Diskussion

Mir hat es immer besonders gefallen, dass das Programm erstklassisch und gleichzeitig die Atmosphäre locker ist. In diesem Rahmen gibt es jede Menge Gelegenheit zu Austausch und Diskussion unter den Teilnehmern und mit den Referenten. Besonders würde ich mich freuen auf die Open-Space-Workshops (Open Space).

Weitere Themen und Workshops

  • Enterprise Portale
  • Social Media Management
  • Content-Management & Web 2.0 mit RedDot
  • Social Computing & Collaboration 2.0
  • Optimierung der Redaktionsqualität
  • Information Search & Retrieval
  • Dokumenten-Management 2.0
  • Content Controlling & Optimierung
  • Multi-Language-Management mit SDL TRIDION
  • Strategisches Intranet-Management
  • Multi-Site/Language-Management
  • Trends im Wissensmanagement

Heute morgen habe ich der allerbesten aller Ehefrauen ein kleines Schwarzes geschenkt. Sieht echt neckisch aus:

Das kleine Schwarze
[ Direktlink Flickr ]

Wenn man das kleine Schwarze öffnet, dann bekommt man so richtig Lust darauf mit den Fingern rumzuspielen:

Das kleine Schwarze
[ Direktlink Flickr ]

Derzeit bin ich auf einem OpenSpace von CoreMedia in Hamburg im Kampnagel. Ich war in der Gruppe "Mitarbeiter 2.0", die das Thema Mitarbeiter, Umfeld und Führung in Enterprise 2.0 diskutierte. Auf die Schnelle zwischendurch ein paar…

Eindrücke und Gedanken

Für den Mitarbeiter 2.0 "ist die Arbeit, wo ich bin".
Egal, ob im Büro, Zuhause oder im Café – mit Internet und Telefon geht es überall und jederzeit. Wichtig ist allerdings auch, dass sich der Mitarbeiter nicht vom Unternehmen entfernt.

Der Mitarbeiter 2.0 hat variable Arbeitszeit (die er sich selbst einteilt) ohne Systemkontrolle. Die Leistungskontrolle erfolgt ergebnisbasiert anstelle zeitbasiert.

Mitarbeiter "wissen" mehr als ihr Chef, "können" mehr als ihr Chef

Der Mitarbeiter 2.0

  • ist kommunikationsstark und kommuniziert vielfältig (Instand Messaging, Email, Telefon, Gespräch, …)
  • kann nichts mehr alleine machen und weiß das
  • handelt unternehmerisch aus Eigeninitiative
  • braucht Vertrauen von anderen
  • würdigt die Leistung der anderen höher als die eigene

Der Mitarbeiter 2.0

  • ist gewollter und wollender Mitarbeiter.
  • ist eine Arbeitsform neben anderen
  • ist sozialkompetent
  • konfrontationsfähig
  • angsfrei
  • entmachtet formale Hierarchie


Führung / Manager

Allerdings braucht es zum Mitarbeiter 2.0 auch Manager 2.0, die

  • Lenken statt Kontrollieren
  • Enabler für den Mitarbeiter sind.

Der Mitarbeiter 2.0 kann in einem Team auch einmal Chef und wieder Mitarbeiter werden – ohne Gesichtsverlust.

Der Mitarbeiter hat keinen festen Chef / Führungskraft (wechselnd, u.U. je nach Aufgabe). Denn die Führung wird situativ.

Revolution von unten gibt es nicht

Für den MA 2.0 notwendig

  • CxP CxO (z.B. CEO, CIO) 2.0 oder
  • wirtschaftl. Druck

Führung und Position:
– Macht: gibt es das noch?
– Prestige: anders ableiten als von Führungsposition
– Einkommen geht nicht verloren

"Revival of the Team" => MA 2.0 Kollektiv

Die Facebook Gruppe Politik 2.0 hat jetzt 100 Mitglieder. Eine Gruppe auf der Suche nach Fragen und Antworten:

  • Was bedeutet Politik 2.0?
  • Wo findet Politik 2.0 statt?
  • Wo sind die Politiker 2.0?
  • Muss man Politiker sein, um sich an Politik 2.0 zu beteiligen?
  • Wo bleibt die Mitmachpolitik im Web?

Politik 2.0

Hier ist die Aufzeichnung einer Pressekonferenz von Sarah Palin, in der sie ausführlich zu John McCain und unamerikanischen Bundesstaaten Stellung nimmt. Alec Baldwin bezieht Stellung zu ihr bzw. gegen sie. Schließlich trifft Sarah Palin noch Tina Fey, die Schauspielerin, die sie des Öfteren bei Saturday Night Live imitiert. Oder war es umgekehrt, oder … irgendwie ist das alles ziemlich verwirrend.

[ Direktlink MSNBC ]

[ via Joho the Blog – Uncomfortable ]

Ross Mayfield geht in seinem Beitrag "Meeting Hell" auf Meetings ein, beschreibt sie als Offenbarung der jeweiligen Unternehmenskultur und weist darauf hin, dass die meisten Meetings Status-Wettbewerbe sind:

Like email, improving meeting productivity requires more than personal tactics.  Through leadership, the behavior of the group must change.  This distinction is critical in our current climate.  Companies need to make do with less — and doing so cannot be done through personal productivity gains — but with efficient and effective coordination and collaboration of teams, the organization as a whole, and how partners and customers intersect.

Changing meetings is difficult because nowhere does company culture manifest itself, if not define itself, than through meetings.  The meeting culture of some companies puts a premium on presentation, or cooperation to consensus, or conflict as creativity.  Research has even shown that most meetings are status contests,

Alles also nicht sehr ermutigend. Doch es gibt ein paar Punkte beziehungsweise Fragen, die Meetings verbessern können:

  • Muss ich dabei sein?
  • Notizen (Protokolle) teilen
  • Was ist die Zielsetzung des Meetings (Was soll dabei herauskommen)?
  • Wie lautet die Agenda?
  • Hört das irgendwann auf (Will this ever end?)?
  • Gibt es "Untergruppen", in die sich die Teilnehmer verteilen können?
  • Standup Meetings (Flash Meetings) für 5 bis 10 Minuten zum gegenseitigen Update
  • Vorbereitungszeit für Meetings
  • BAHM: Big Hairy Audacious Meetings ;-) Hm, der Begriff sagt mir zunächst nichts, die Unterpunkte sind jedoch sehr verständlich. Aufgabe für meine Leser: Lesen

[ Alles lesen: Ross Mayfield – Meeting Hell ]

So, das war ein kurzer Ausflug in mein Blog. Schalte das Notebook jetzt wieder aus. Habe nämlich eigentlich keine Zeit. Bin nämlich eigentlich in einem Meeting. Private Weekend Closing Meeting sozusagen.

Björn Negelmann gibt Gas für die Webciety auf der CeBIT ("Web" +  "Society") im nächsten Jahr und ruft zur Themendiskussion für "CeBIT Webciety" auf:

für die Programmgestaltung der “CeBIT Webciety” suche ich noch nach interessanten Themeninputs. Sprich was interessiert Euch an der Diskussion um die “Netzgesellschaft”? Sagt es mir – per Kommentar, per Tweet oder per Blog-Post (mit Trackback hierher, damit ich es finde!).

Was mich bewegt und interessiert: Die Arbeitswelt von Morgen

Eine Vielzahl von Fragen zur Arbeitswelt von Morgen interessiert mich. In den letzten Monaten habe ich sie mir selbst vermehrt gestellt, besonders die zur Arbeitswelt der Angestellten. Auch auf dem BarCamp München gab es bereits Diskussionen zu dem einen oder anderen Punkt. Eine ungeordnete und nicht abschließende Liste von Fragen:

  • Wann ist Arbeitszeit (nine2five ist nicht mehr…)?
  • Wann bin ich online, wann offline? Wird es überhaupt noch ein offline geben (s.a. Borgisierung)?
  • Wann bin ich für meinen Arbeitgeber erreichbar (nicht nur als Topmanager)?
  • Muss ich ständig erreichbar sein und "mal schnell auf Zuruf am Wochenende was erledigen"?
  • Kann ich am Morgen kurzfristig und selbständig entscheiden: Heute komme ich gar nicht rein!
  • Ermöglicht das neue Web endlich "Management by Objectives", das funktioniert und das ernst genommen wird (d.h. keine Alibivereinbarungen auf dem Papier)?
  • Wird Kraftstoff wirklich in den nächsten zehn Jahren so teuer, dass überregionale Meetings nicht nur tatsächlich geplant werden sondern auch weit überwiegend online stattfinden?
  • Wie lange kann es sich die Gesellschaft noch leisten, dass Angestellte 10, 20 oder mehr Prozent ihres Angestelltendaseins dafür verwenden, um zur Arbeit und wieder zurück zu fahren und flüssige Kohle zu verbrennen? Obwohl das Web den Arbeitsplatz zuhause oder im Café ermöglicht?

Die Gefahr: Der Verlust der Planungsfähigkeit

Bei aller möglichen Freiheit, die ich für den Angestellten der "Easy Economy" sehe, sehe ich doch die Gefahr, dass viele Manager das Planen und vorausschauende Handeln noch mehr verlernen, als sie das oft genug bereits taten.

Schließlich reicht zukünftig am Sonntag Abend eine Nachricht an den eigenen Mitarbeiter. Und schon sind die Zahlen und die Präsentation für die Vorstandssitzung am Montag gerettet. Warum also bereits eine Woche vorher den Mitarbeiter informieren, damit der in aller Ruhe und fundiert die Informationen zusammentragen und die Präsentation erstellen kann? Wo doch der Termin für die Sitzung und das Topic nur knappe zwei Wochen davor feststehen?

Manager sind schließlich lernfähig – auch wenn das mancher bezweifeln wird :-). Bereits heute gibt es viele Manager, die gelernt haben: Es geht doch irgendwie. Weil Mitarbeiter das mangelnde Managertum durch Engagement, Motivation und möglicherweise aus Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes wieder ausbügeln.

Präsentation zu Webciety

Zur Erläuterung von Webciety die Präsentation auf Slideshare:

CeBit Webciety

View SlideShare presentation or Upload your own. (tags: webciety cebit09)

Auf Digital Nomads gibt es einen Tipp für alle (potentiellen) Prokrastinatoren: Set office hours—even if you don’t have to:

Congrats. You’re free-as-a-bird. You’ve defeated the 40-hour grind and can now work anytime, anywhere, and anyway you want. In a café, on a park bench, or in your bed. In sweatpants, wearing just underwear, or even buck naked.

Ich bin Blogger, Social Networker, Angestellter und vor allem ein glücklicher und glücklich verheirateter Mensch. Ich unterliege (außer in meiner Eigenschaft als Angestellter) nur wenigen Zwängen. Gerade jetzt zu High Noon am Sonntag liege ich im Bett und bin erreichbar. Wenn ich dies nicht wollte, dann könnte ich einfach alles abschalten (WLAN, Telefon).

Doch als Unternehmer bzw. Freiberufler mit Kunden, Auftraggebern und -nehmern wollte ich einerseits bewusst abschalten. Andererseits würde ich meinen Partnern, Kunden, Auftraggebern und -nehmern Sicherheit und Zuverlässigkeit in der Kommunikation geben wollen. Ebenso wollte ich Interessierten, Partnern und Freunden die Gelegenheit bieten, einfach einmal vorbeireinzuschauen.

Ich würde konsistente Zeiten bieten, wie das Chanpory Rith auf Digital Nomads vorgeschlagen hat:

Okay, so that was more than a hint. The basic idea is to separate work from the rest of your life. Your office hours don’t have to be 9 to 5. They could be 10 to 6. Or 12-5. Just make it consistent. The goal is to create chunks of time exclusively for work so you can enjoy guilt-free play later.

Aber eben keine "Bürozeiten", denn ein "Büro" impliziert einen physischen Ort. Ich würde Kommunikationszeiten anbieten, zu denen jeder mich erreichen könnte (z.B. Telefon, Twitter, IM, Skype).

Außerdem würde ich wie Martin Röll einen offenen Cafétermin einrichten, an dem mich Interessierte, Partner und Freunde persönlich treffen könnten.

Doch ich glaube, dass konsistente Kommunikationszeiten auch für Angestellte und Unternehmen sinnvoll sind. Auch und gerade, wenn es um neue Formen der Organisation wie beispielsweise bei Best Buy geht.

Bisher besteht für mich keine Notwendigkeit zu festen Kommunikationszeiten. Aber ich freue mich über Kontaktaufnahmen und Treffen mit Interessierten, Gleichgesinnten und Querdenkern.

[ via bn’s Notizblock – Ein Link für alle Prokrastinatoren! via Twitter ]

P.S. Heute Abend bin ich von 18.00 bis ca. 21.00 Uhr im Weincafé und -restaurant Weingut Margaretenhof

Nachtrag (19.10.2008)

Ja, Arbeitszeiten würde ich mir ebenfalls einrichten, ich müsste ja nicht im Büro arbeiten ;-)

Andererseits: Mein Büro ist, wo ich und mein Notebook sind. Und irgendwann bräuchte ich vielleicht das Notebook nicht mehr….