Roland Kopp-Wichmann fragt nach dem Lieblingsbuch seiner Leser. Ich habe nicht nur das Lieblingsbuch, sondern gleich mehrere. Da die allerbeste aller Ehefrauen sich jedoch vor ein paar Tagen wieder die Verfilmung anschaute, musste ich sofort an den "Zweihundertjährigen" denken.

Ich muss zugeben, dass ich nicht mehr weiß, wann und wie oft ich dieses Buch las. Und genau genommen war es zunächst nur eine Kurzgeschichte und kein Buch.

"Der Zweihundertjährige" von Isaac Asimov, zuerst in den Siebzigern veröffentlicht und 1992 von Robert Silverberg als Basis für ein Buch verwendet hat, mich von jeher fasziniert. Es hat mich nicht bei meiner Berufswahl beeinflusst. Es erinnert mich lediglich immer daran, dass wir etwas Besonderes sind: Menschlich und sterblich. Unabhängig davon, ob wir ein Herz aus Stahl oder aus Blut und Muskeln haben.

Die besondere Art der Geschichte, so wie sie geschrieben und inzwischen vor ein paar Jahren verfilmt wurde, lässt mich schmunzeln und doch gleichzeitig nachdenklich werden.

Vor fast genau drei Jahren habe ich bereits eine Rezension zum Zweihundertjährigen geschrieben. Passt immer noch.

Schaut einmal da drüben rein, kommentiert und nennt Euer Lieblingsbuch:

Persönlichkeits-Blog-Leser nennen Ihr Lieblingsbuch. Machen Sie mit!

Auf dass die Gehirnströme leichter fließen

BTW: Old Shatterhand und Winnetou waren mit die ersten Bücher der Karl May Bände, die ich mir als Schüler von meinem Taschengeld leistete. Auch wenn die Erzählungen Indianer oft verklären so war auch dies ein Bildnis dafür, dass Menschen zu einem Großteil unabhänig von Herkunft und Hautfarbe gut oder schlecht sind.

Inspiriert von Thomas Christinck, weil ich mittlerweile seit über drei Jahren nicht mehr auf Hawai’i war, und weil ich den Schwergewichtigen gerne höre: Israel "IZ" Kamakawiwo’ole.

[ Direktlink – Over the Rainbow / What a Wonderful World –  Aufrufe:  2.876.154 ]

[ Direktlink – White Sandy Beach – Aufrufe:  611.513  ]

[ Direktlink – Hawaiian Superman –  Aufrufe:  338.129 ]

[ Direktlink – Hawai’i Aloha – Aufrufe:  934.900 ]

Da ist er ja noch mal – mit gerade mal 11.454.038 Aufrufe:

[ Direktlink – Somewhere Over the Rainbow -Aufrufe: 11.454.038 ]

Martin Koser fährt zum BarCamp Berlin 3 und zur Web 2.0 Expo 2008 in Berlin. Er ist einer der Auserwählten :-), die auf dem Blogger Roundtable mit Tim O’Reilly sprechen werden:

Besonders freue ich mich auf den Blogger Roundtable mit Tim O’Reilly am Mittwoch – ich bin einer von 25 “Auserwählten”, die zur Audienz zugelassen sind. Dringende Fragen zur Zukunft des Internets leite ich gerne weiter ;)

[ Upcoming – Berlin Web Week … ]

Neben der nicht wirklich ernst gemeinten Frage nach dem Releasewechsel zur "Web 3.0 Expo" fiel mir für Tim noch die Frage nach der Borgisierung der Menschen ein:

(Wann) Sieht er die totale Ubiquität des Internets durch die Borgisierung des Menschen?

Unter Borgisierung (siehe "Völker und Allianzen im Star-Trek-Universum#Borg") verstehe ich die Implantierung von Technik und die Verwendung von Nanotechnologie im menschlichen Körper. Diese "Borg Devices" ermöglichen eine unmittelbare und ständige, bewusste und unbewusste Kommunikation mit dem Kollektiv des Internets und zwischen Einzelnen.

Borgisierung

Das Besondere an der Borgisierung sehe ich in der physischen Verschmelzung von Natur und Technik im Körper unter Beibehaltung des Äußeren und des individuellen und freien Willens und nicht in einem möglichen Untergehen des Individuums in einem Geisteskollektiv.

Lieutenant Commander Geordi LaForge beispielsweise trägt einen sogenannten VISOR (Visual Instrument & Sight Organ Replacement), der sehr viel Platz und Raum beansprucht und sein Erscheinungsbild verändert. Stattdessen erwarte ich, dass wir Menschen irgendwann Mikroimplantate haben werden, die direkt mit dem Sehnerv verbunden sind, und mittels derer wir Übertragungen via Internet direkt "vor unserem eigenen Auge" sehen.

Menschen, deren Augapfel nicht mehr sehen kann, werden ein Mikroimplantat haben, das mit dem Sehnerv verbunden ist. Wir werden sehen, ohne dass wir eine äußere Kamera oder einen Beamer mit Leinwand oder einen Bildschirm / Display benötigen. Gleichzeitig wird es Mikroimplantate geben, die direkt am Gehörgang sitzen. Warum jedes Mal einen "Bluetooth-Knopf" um und in die Ohrmuschel quetschen?

Gedankenimpulse bauen eine Verbindung zum Netzwerk auf und ermöglichen die Kommunikation. Jederzeit und überall.

Das Internet der Menschen

RFID-Chips gibt es mittlerweile humanverträglich in einer Größe von unter zwei Millimetern. Durch die technische Entwicklung wird es zukünftig nicht nur ein Internet der Dinge sondern auch ein "Internet der Menschen" geben, in dem Menschen jederzeit Online sind und in dem die Schnittstellen zu unserem Gehirn nicht nur durch die fünf Sinne sondern durch unzählige Elemente auf Mikro- und Nanoebene abgebildet werden.

Die totale Ubiquität des Internets

Das Internet wird überall sein. Nicht nur außerhalb sondern auch innerhalb unseres Körpers. Daten zwischen und über unseren Körper(n). Über uns. Wollen wir das? Ich weiß nicht, ob es um das Wollen gehen wird. Auch das Machbare wurde gemacht. Wichtig wird sein, wie wir damit umgehen und damit, was Menschen oder Unternehmen mißbrauchen.

Science Fiction? Ja. Aber Wissenschaft und Zukunft haben gezeigt, dass beispielsweise auch das von [ Jules Verne | gedachte | Undenkbare ] wahr wurde.

Wann?

Wann kommt die Borgisierung? Kommt sie überhaupt? Oder ist das alles nur Schmonzes, was ich hier schreibe?

Durch den Beitrag von Tim Albersmann in der XING-Gruppe Enterprise 2.0 gelangte ich auf diverse Videos mit Frank Roebers, CEO der SYNAXON AG. Auf einer "klassischen" Konferenz (ich glaube es waren die Contentmanger.days, jetzt ECM-World, die immer wieder sehr lebendig und mitreißend sind) erlebte ich bereits Frank Roebers in seiner überzeugenden Art, und ich könnte …, dass ich mich nicht mit ihm unterhielt.

Die Interviews sind fast alle auf Business 2.0 (und natürlich auf YouTube :-) ) und in der entsprechenden Kategorie mit Erläuterungen als Artikel gelistet. Hier ist noch ein Interview zu Open Space Veranstaltungen:

[ Direktlink YouTube ]

BTW: Mein letzter Open Space war im September auf dem SAS Forum und mein nächster Open Space ist nächste Woche am Freitag. Ich freue mich schon darauf!

So, jetzt wird wieder gelernt.

Erfolgreiche Unternehmen waren nie erfolgreich, weil sie

  • nichts taten
  • das taten, was andere taten
  • nichts anderes taten (d.h. das tun, was sie immer schon getan haben)

Sie waren erfolgreich, weil sie Chancen nutzten und weil sie gestalteten. Die Zeit ist reif für den Wandel. Jetzt weit mehr als vor der Finanzkrise. Wegen der Finanzkrise. Ich bin gespannt, ob Social Media jetzt wirklich kommt:

If ever there was a time for a complete organisational drains-up, then it must surely be now. Out of adversity springs unique and unparallelled opportunities … I can’t help feeling that social media’s time has now come to break into enterprise settings big time … it’ll be interesting to see how companies in crisis react – reach out, or lock out!

[ Inside out – Adapt or die … ]

In diesem Sinne: Carpe diem!

It’s time for a Grauburgunder 2007. What a Wonderful World!

"What do you think about Sarah Palin?" John Cleese über Sarah Palin und Papageien ("But it’s like a nice looking parrot"):

[ Direktlink YouTube, via fukurama ]

Wer wird die Unternehmen zukünftig führen? Wer weiß Bescheid?

If you are ready to manage organizations in the future but don’t know what Facebook, Twitter and Friendfeed are, then you ought to learn.

Und wo stehst Du?

We’ve all heard of the quote "Nothing can stop an idea whose time has come", right?

The flip side of that quote is "If you’re not on the right side of that idea – you won’t be around"

[ Mehr bei Gautam Ghosh: Social Media and Organizations ]

Ich weiß, auf welcher Seite ich bin. Auf welcher seid Ihr?

Judita Ruske titelt ihren Artikel auf dem innovativ.in Business Blog "Visionär, authentisch, begeisternd, flexibel und nachhaltig" und schon bemerkt sie es:

Upps, jetzt habe ich schon verraten, wie Unternehmenskultur aus meiner Sicht wirklich sein muss! Hat irgendwie etwas lebendiges, verdächtig authentisch, irgendwie emotional… auch unkontrollierbar?

Ja, das ist es: Unternehmenskultur ist nicht kontrollierbar. Sie ist, und sie pulsiert. Sie lässt sich nicht verordnen. Es mag noch so viele Annäherungen an und Definitionen von Unternehmenskultur geben. Unternehmenskultur ist dynamisch und sehr individuell – je nach Personen und Unternehmen.

Enterprise 2.0

Am Samstag hielt Martin Koser auf dem BarCamp Munich eine "Enterprise 2.0" Session (Inhalte im Wiki), in der er auch die Ebenen der Unternehmenskultur nach Edgar H. Schein aufführte:

  • Symbole, Artefakte
  • geteilte Werte
  • Basiswissen

Symbole, geteilte Werte – das sind die sichtbaren Ebenen. Doch das Basiswissen bleibt sehr weit verborgen und erschließt sich neuen Mitarbeitern erst im Laufe der Zeit. Und kein CEO schafft es mit einem einzelnen Symbol, einer Rede oder einem Unternehmensleitbild die Kultur mal eben so zu verändern. Doch nachhaltiges Verhalten von Personen im Unternehmen, denen "man" vertraut, erschafft eine Atmosphäre und ein Klima.

Beeinflussen, Richtungen zeigen: Ja. Doch kontrollieren, kontrollieren lässt sie sich nicht. Erst recht nicht durch "ein bisschen Technik":

Die IT ist heute leichtgewichtig und beherrschbar, die Kultur schwerer zu verändern.

[ Dirk Röhrborn: Livebericht vom Barcamp München: Spontane Session zum Enterprise 2.0 ]

Am Sonntag sprach mich Tobias Glawe an, er würde die Session vom Samstag gerne fortführen, ob ich nicht dazustoßen wolle. Ja, ich wollte. Wie hätte ich da nur widerstehen können? Michael Ludwig Höfer hat die Session gebloggt ("bcmuc08: Social Software im Unternehmenseinsatz") und drei Thesen von mir gelistet:

  • Kommunikation
  • Kultur(veränderung)
  • Change-Management

Insgesamt fielen in der Diskussion zwei weitere Thesen:

  • Kollaboration
  • Wissensmanagement

Die fünf Bausteine von Enterprise 2.0

So ganz reicht es für Thesen vielleicht noch nicht, dazu fehlt einiges. Ich würde sie die fünf Bausteine von Enterprise 2.0 nennen, die aufeinander aufbauen:

  1. Kultur
  2. Kommunikation
  3. Kollaboration
  4. Wissensmanagement
  5. Changemanagement

Kultur prägt die Möglichkeiten von Kommunikation (ja, ich weiß: Henne oder Ei). Ohne Kommunikation keine vernünftige Kollaboration. Ohne Kollaboration kein Wissensmanagement. Ohne Wissensmanagement kein Changemanagement.

Das Schlimme für die mittleren und höheren Führungskräfte und sogenannten "Manager" ist, dass sie die Kultur nicht kontrollieren können und doch so sehr von ihr abhängig sind. Sie können die Unternehmenskultur beeinflussen und in Grenzen "managen". Sie können sie jedoch nicht kontrollieren durch Anweisungen, Betriebsvereinbarungen oder Handbücher. Das Allerschlimmste daran ist jedoch, dass nur die wenigsten dies bemerken, wissen und danach lebendig, authentisch und emotional handeln – und zwar "Visionär, authentisch, begeisternd, flexibel und nachhaltig".

Schade, dass ich es am Freitag nicht nach Essen schaffe.

Anmerkung: Ich sitze hier gerade bei einer äußerst hoch priorisierten Aufgabe, haste nur einmal schnell durch die RSS-Feeds, um sofort … aber da lese ich dieses Wort, über das ich nicht drüberscannen kann: "Unternehmenskultur". Schwups – schon ist es passiert, und ich ertappe meine Finger, wie sie über die Tastatur huschen. Ich kann nicht anders.