Früher, bis vor einem Jahr etwa, da kannte ich sie noch nicht (ich habe noch nie IRC benutzt). Dann war ich zuerst verwirrt, als ich sie auf Twitter sah. Inzwischen gibt es sie immer öfter und auf immer mehr Plattformen und in immer mehr Medien:

Hashtags

Was sind Hashtags? Das Twitter Fan Wiki sagt dazu:

Hashtags are a community-driven convention for adding additional context and metadata to your tweets. They’re like tags on Flickr, only added inline to your post. You create a hashtag simply by prefixing a word with a hash symbol: #hashtag.

Hashtags were developed as a means to create "groupings" on Twitter, without having to change the basic service. The hash symbol is a convention borrowed primarily from IRC channels, and later from Jaiku’s channels.

Aber es gibt sie inzwischen wirklich nahezu überall und nicht nur dort, wo sie originär (wie bei identi.ca) oder durch einen weiteren Anbieter (wie bei Twitter) unterstützt werden.

Fast täglich ertappe ich mich dabei, wie ich sie irgendwo verwende, wo sie gar nicht unterstützt werden. Emails, Instant Messaging – sogar beim Bloggen war ich einige Male kurz davor. Ich benutze sie anstelle der lustigen Smileys oder der kryptischen Acronyme (z.B. ROTFL – Rolling on the Floor Laughing). Irgendwie erwarte ich auch, dass die Hashtags durch die Bank weg von allen Diensten und Suchmaschinen wie Technorati, Wikio oder Rivva unterstützt werden.

Ich scheine nicht der Einzige zu sein, der die Hashtags verinnerlicht hat. Gerade eben las ich bei Mark Pohlmann im Themenblog:

Kathrin Passig hat recht: Informationen zuzuhören ist viel langsamer, als sie lesen zu können. #Ode_an_den_Text 

[ Hören ist zu langsam ]

Nahezu verschämt wurde der Artikel gerade mal schnell mit "Medien 1.0" getaggt oder gekategorisiert – aber ginge doch viel schneller durch ein zusätzliches Hashtag hinter "#Ode_an_den_Text" #oder

Wofür erst irgendwelche Plugins installieren (im Blog oder im Emailprogramm oder im Messenger)? Wieso Metadaten bei Dokumenten wie Word einpflegen? Wieso in Intranets die Seiten mit Metadaten versehen oder in irgendwelchen Feldern mit Tags versehen? Mal im Ernst – das macht doch sowieso niemand ernsthaft sondern höchstens alibihalber eine gewisse Zeit lang.

Eigentlich wird doch heutzutage sowieso alles Volltext indiziert. Jeder Autor benutzt zukünftig mitten im Text Hashtags. Die Suchmaschinen legen einfach einen zusätzlichen Katalog für Hashtag an. Die Suche zeigt nicht nur die Ergebnisse aus der Hashtagsuche an, sondern zeigt auch die verwandten Hashtags an.

Kurz gesagt: Ich will die Hashonomy. Jetzt und überall!

Was meint Ihr dazu?

#hashtags #hashonomy #technorati #rivva #wikio #blogging #ode #umfrage

P.S. Fast hätte ich noch ein Hashtag #smiley vergessen. Nicht, dass das hier missverstanden wird: #keinestudie

Am vergangenen Mittwoch war ich auf der SCOPE_08 und genoss einen abwechslungsreichen und spannenden Tag. Leider gab es keinen großen Live Stream von der SCOPE 08. Ich hatte zwar kurzfristig ein Streaming über Ustream.tv eingerichtet, aber meine Webcam und die Lichtverhältnisse waren nicht so optimal.

Ulrike Reinhard hat jedoch auf dem SCOPE_08 Blog bereits begonnen, auf die Veranstaltung zurückzublicken:

Mir hat es wieder – so wie im vergangenen Jahr – super gefallen. Die Mischung aus Information, Austausch, Kunst, Kollaboration und Interviews ist echt einzigartig!

Der US-Wahlkampf verspricht weiterhin spannend zu bleiben. Trotz vieler Stimmen, die Sarah Palin bescheinigen, sie habe besser als erwartet in der VP-Debatte abgeschnitten, klingt die Kritik an Sarah "Hockey Mom" Palin nicht ab. Besser als mies ist eben immer noch nicht gut, mag der eine oder die andere sagen.

Auf jeden Fall kommt Sarah Palin von ihrerm "Hockey Mom" Image nicht so schnell weg. Dafür sorgen auch die zahlreichen Blogs wie "Daily Kos" mit dem Beitrag "Sarah Palin Debate Flow Chart" (inzwischen über 400 Kommentare):

Sarah Palin Debate Flow Chart

Es brauch halt kein YouTube, obwohl … ihre Interviews haben schon was …

[ via B.L. Ochman’s weblog: The Marketing of Sarah Palin – Idiot Savant ]

Auf der Website des Deutschen Bundestages bietet das Parlamentsfernsehen Videoübertragungen und -aufzeichnungen an:

Ob Plenardebatte, Ausschusssitzung oder Streitgespräch – das Parlamentsfernsehen des Deutschen Bundestages dokumentiert und informiert täglich von Montag bis Freitag via Web-TV über die Arbeit des Parlaments und seiner Abgeordneten. Live, unkommentiert und in voller Länge kann der Zuschauer hier alle Plenardebatten und eine Vielzahl öffentlicher Ausschusssitzungen, Anhörungen sowie Veranstaltungen der Fraktionen mitverfolgen. Dazu runden verschiedene Sendereihen zu aktuellen parlamentarischen Themen das Programm ab. Mit dem Dienst Video-on-Demand hat der Zuschauer zusätzlich die Möglichkeit, auf frühere Plenarsitzungen und Sendungen zurückzugreifen.

[ Parlamentsfernsehen des Deutschen Bundestages ]

Doch wenn ich mir das Angebot betrachte, dann kommt es mir ziemlich "hölzern" vor. Es kommt aus dem klassischen Modell der Massenmedien: Broadcasting, top-down, unidirektional und insgesamt… schlicht langweilig.

Navigation/Suche

Die Übersicht bei Video on Demand nach Rubriken und die dortige Gliederung ist eigentlich okay. Aber wenn ich nicht genau weiß, wonach ich suche, dann bin ich verloren. Wenn ich zu einem bestimmten Thema (z.B. "Rente") etwas suche, dann weiß ich u.U. nicht, ob es Beiträge in einer Öffentlichen Sitzung von Ausschüssen, einer Plenarsitzung, einem Streitgespräch oder woanders gibt. Ich will einfach alle Beiträge zu dem Thema finden. Ich hätte gerne "One search finds it all".

Tagging

Weiterlesen

Jonathan Schwartz, CEO von Sun Microsystems, hat gestern einen Brief veröffentlicht, den er am 30. September angesichts der Finanzkrise in seinem Unternehmen versendet hatte.

I thought I’d share a note I sent earlier in the week to Sun’s leaders – about the turmoil we’re seeing in the markets, and how I want our team focusing their efforts.

[ Jonathan’s Blog: Innovation Loves a Crisis ]

Jonathan nimmt Stellung dazu, was die Finanzkrise (die er noch nicht für beendet hält) für Sun bedeutet: Alle Kernkunden, nicht nur die Banken etc., sind von der Krise betroffen. Doch diese Krise erzeugt eine große Gelegenheit für Sun – wenn Sun offensiv damit umgeht. Nicht abwarten, keine Beunruhigung über die Auswirkungen auf Sun, sondern den Erfolg für Suns Kunden und Shareholder vorantreiben.

  1. Die Kunden werden sich nach Technologie umschauen, um Kosteneinsparungen vorzunehmen. Die richtige Frage an jeden Kunden von Sun ist "Wie können wir helfen?". Dazu ist es wichtig, auch auf die Kunden zuzugehen.
  2. Sun baut aggressiv seine Kundenbasis aus. Sun ist zu wenig vertreten im globalen Markt – und darin liegt eine große Chance. Jeder Executive ist aufgerufen, die bestehenden Kundenbeziehungen auszuweiten und neue Kunden zu gewinnen.
  3. Innovation liebt Krisen. Kunden werden sich nach günstigen und innovativen Lösungen wie MySQL umsehen. Sun hat die besten Lösungen ("most powerful offers") seit Jahren.

Über Chancen und Risiken

Jonathan will den Kopf nicht in den Sand stecken. Das tun gerade sehr viele Unternehmen – die Verlierer von morgen. Die Verlierer von morgen halten sich bedeckt und den Kopf unten. Sie fürchten die Risiken. Dass sie ihren Kopf verlieren, wenn sie ihn ausstrecken. Die Gewinner von morgen, die die Chancen von heute nutzen, heben ihren Kopf, um genau diese Chancen zu erkennen und zu nutzen.

Für Jonathan ist das Glas nicht nur halb voll – er will es weiter füllen.

Dem verstorbenen "Management-Pabst" Peter Drucker hätte dieser Absatz wahrscheinlich besonders gut gefallen:

In times of crisis, we have a big opportunity to stand apart from our peers, to be better connected to the market, even if it’s in turmoil. Yes, our customers are going to be under stress, but that’s simply another way of saying "open to change." And I want Sun to be the company engaging them in the transition – with our ideas and our roadmaps. The door is open. 

Public Relations

Jonathan ist nicht nur ein CEO, der eine Nachricht intern versendet hat und die Beziehungen in seinem Unternehmen pflegt (ich bin überzeugt davon, dass er die Reaktionen zum Dialog aufgreift). Er vermittelt vielen Stakeholdern, wie er die Situation und die Chancen einschätzt. Und er zeigt, dass er nachhaltig auf Kommunikation in seinem Unternehmen setzt. Transparenz schafft Vertrauen.

Abgesehen davon mag ich den Stil seiner Email, der eben nicht Hochglanz, künstliche Emotionalität und abgehobene CEO-Position sondern Betroffenheit, eigenes Vertrauen und Nähe vermittelt.

Barcamp München

Nein, kein Themenwechsel. Im Gegenteil: Ich fahre nächsten Freitag zum BarCamp München, das bei Sun Microsystems stattfindet. Dort werde ich den Dialog zu Mitarbeitern von Sun suchen und sie auf die Situation (Finanzkrise), den Blogpost von Jonathan, die Auswirkungen auf Sun Microsystems in Deutschland und ihre Meinung ansprechen. Public Relations kann funktionieren :-)

 

Vergangenes Wochenende lernte ich auf dem BarCamp Stuttgart Henning Schürig kennen. Unter anderem waren wir in zusammen in den beiden Sessions "Die Politik in der französischen Blogosphäre" von Heiner Wittmann und "Politik 2.0 und Social Media" (von mir).

Henning hat jetzt eine Übersicht grüner Blogs erstellt und in seinem grünen Blog veröffentlicht.

Gerne Ergänzungen der Liste in den Kommentaren. Eine Liste grüner Blogs kann man sowieso mal ganz gut gebrauchen… :-)

BTW: Für Interessierte an Politik und Web 2.0 gibt es die Facebook Gruppe Politik 2.0 

Am 11. und 12. Oktober bin ich auf dem Barcamp München bei Sun Microsystems GmbH in Kirchheim-Heimstetten statt.

BarCamp Munich

Am Freitag, 10. Oktober, ist die WarmUp Party im Café Kranhalle | Feierwerk e.V.. Ich werde direkt vom Büro aus mit dem Auto losfahren und hoffe, dass ich rechtzeitig bei der WarmUp Party aufschlage (zum Barcamp Stuttgart hat es über vier Stunden gedauert…).

Google hat Geburtstag und stellt den Google-Suchindex von 1999 ins Netz. Das ergibt die Suche nach "injelea":

Google-Index von 2001: INJELEA

Somit erfahre ich, was ich vor kurzem nicht mehr gewusst hatte:

  • Der Webspace war bei RZ-Online
  • Ich habe die Seite mit StarOffice erstellt
  • INJELEA gibt es mindestens seit dem 26.09.1999

INJELEA auf archive.org

So sah die Eingangsseite damals aus:

INJELEA auf archive.org

Vielleicht nicht gerade ein Meisterwerk aus dem Blickwinkel von heute. Aber von dort und dann komme ich her. Eigentlich bin ich sogar ein wenig stolz darauf, denn für mich ist das ein Stück meines (Lebens-)Weges, der mich zum hier und heute brachte.

[ via mzungu’s weblog: 10 Jahre Google ]

Heute morgen saß ich mit den unterschiedlichsten Leuten in der Enterprise 2.0 Session. Als Einstieg diente uns die Frage: "Sind wir nicht alle schon ein Enterprise 2.0?".

Letztendlich gibt es nahezu überall schon Ansätze, die die Unternehmen verändern. Angefangen bei XING oder Facebook. Sogar innerhalb des Unternehmens nimmt darüber die Vernetzung zu (z.B. durch die Statusmeldungen). Doch die Ausprägung zu Enterprise 2.0 hin ist sehr unterschiedlich.

Hier sind die Notizen, die Henrik Schürmann von CoreMedia festgehalten hat

Weiterlesen