Frank Hamm ist verantwortlich für PR, Internet und Intranet bei einer Bank. Seine Leidenschaft jedoch ist das Schreiben von Kommentaren im Internet, das "Bloggen". Der 47jährige mit wenigen ersten grauen Strähnen im schwarzen Haar lächelt, als er von seiner Jugend als gut behütetes Kind im Odenwald erzählt. "Ich war im Mathe-Leistungskurs und hatte immer Zweier", sagt er. Das Studium der Informatik (IT) war logische Konsequenz. Leichtes Bedauern schwingt in seiner Stimme, wenn er sagt "ich habe zu viel IT gemacht und bin zu spät auf andere Themen wie Kommunikation und PR eingegangen".

Frank beschreibt sich selbst als Optimist und seine Lachfältchen unterstreichen diese Aussage. Seine Blogger-Homepage heisst INJELEA und das steht für "in jedem Ende liegt ein Anfang". "Hätte ich nicht IT studiert, wäre ich nicht auf das Hobby "Bloggen" gekommen. Also sehe ich die IT als Stadium in meiner Entwicklung". "Bloggen" – das ist mehr als nur Kommentare und Texte ins Internet zu stellen. Es bedeutet auch Texte zu lesen und mit anderen "Bloggern" den Kontakt zu pflegen. "Kommunizieren ist mein Hobby", sagt Frank Hamm.

Frank liebt die Freiheit. Die Freiheit, die ihm das Internet beim Texten bietet. Er liebt auch die Freiheit, andere Kulturkreise kennen zu lernen. Während seiner Offiziersausbildung war Frank in Texas stationiert. "Es eröffnete sich mir der Horizont für Welten, die außerhalb des Odenwaldes liegen." Und er liebt die Freiheit, sich konstant weiter entwickeln zu dürfen. "Der menschliche Roboter R. Daneel Olivaw aus Isaac Asimov’s Romanzyklus ‚Foundation‘ ist für mich eine Lieblingsgestalt der Literatur. R. Daneel entwickelt sich zu einem sehr menschlichen Charakter."

Fremde Welten und Sterne. Frank Hamm ist gespannt auf die Entwicklungen, die die Zukunft für die Menschheit bereit hält. Er hofft, den Erstkontakt der Menschen mit außerirdischer Intelligenz miterleben zu dürfen. Wenn er die Fähigkeit der Telekinese erlernen könnte, scherzt der bekennende Fan von "Star Wars", wäre er sehr zufrieden.

Die Frage, ob er an Astrologie glaube, verneint Frank "Ich glaube nicht an die Sterne im mystischen Sinne. Aber ich glaube an das große Glück und das habe ich mit meiner Frau gefunden."

Frank Hamm setzt sich beim "Bloggen" für eine bessere Welt ein. Al Gore sei sein großes Vorbild. "wie dieser Politiker sich gewandelt hat und inhaltlich Themen wie die Demokratisierung, den Klimaschutz und den Dialog zwischen Politikern und Bürgern bearbeitet, imponiert mir."

Den Kopf in den Sternen aber mit beiden Beinen fest in der Erde verwurzelt ist Frank ein Mann, der von sich sagt "ich will nicht erwachsen werden".

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen als der Gruss der Vulkanier, einer entwickelten und hochkultivierten Spezies aus der Serie "Star Trek": "Lebe lange und in Frieden, Frank Hamm".

Das Portrait entstand als Lösung einer Aufgabe während eines gemeinsamen Workshops von Birgit Herrmann und Frank Hamm bei PR PLUS am 14.11.2008. Grundlage sind die Beantwortung eines Fragebogens und ein Kurzinterview.

Chefredakteur Kai Gniffke ruft im Tagesschau Blog zum Testen eines neuen Tagesthemen-Prototypen für das Internet auf:

Heute möchte ich Sie zu einem Test einladen. Exclusiv in diesem blog zeige ich Ihnen eine Idee, die unsere Innovationsabteilung gemeinsam mit tagesschau.de entwickelt hat. Wir haben eine Ausgabe der Tagesthemen produziert, bei der die Nutzer selbst bestimmen können, wie viel Hintergrundinformationen sie haben möchten. Und dazu würde ich gerne Ihre Meinung hören.

[ Tagesschau Blog – Ihre Meinung bitte: Tagesthemen interaktiv ]

Ich bin heute und jetzt mitten in einem Workshop, deswegen habe ich eben nur mal auf die Schnelle reingeschaut: Ich finde es gut. Das wäre es denn auch auf die Schnelle, wenn nicht…

Golem.de hats nicht drauf

Soeben fand ich den entsprechenden Artikel auf Golem.de (ARD testet "Tagesthemen-interaktiv"). Diesen Artikel finde ich überhaupt nicht gut. Zu dieser Meinung bewegen mich zwei Eindrücke: Die miese Verlinkung und die bescheuerte Kommentierungsmöglichkeit.

Liebe Golem.de, wenn Ihr schon einen Link setzt (wenn auch vollkommen unterhalb und außerhalb des eigentlichen Artikels) dann bitte auch einen aussagekräftigen Link. Dass die ARD auf www.ard.de erreichbar ist, das hat wirklich keinen Nachrichtenwert. Sehr wohl aber der Link auf den Artikel im Tagesschau Blog ("Ihre Meinung bitte: Tagesthemen interaktiv"). Den hättet Ihr entweder bereits haben müssen oder aber nachtragen sollen.

Dort kann jeder kommentieren – und zwar sichtbar direkt unterhalb des Artikels in voller Länge. Nicht so wie bei Euch erst mit Rumgeklicke via Überschriften. Außerdem habt Ihr Spiegel als Quelle angegeben und nicht darauf verlinkt. 

Im Tagesschau Blog gibt es direkt die beiden Links zu dem Tagesthemen-Test:

Hier können Sie sich TT-interaktiv entweder in normaler Qualität oder in höherer Qualität für schnellere DSL-Anschlüssen ansehen.

Warum ich hier nicht die Links direkt auf die Testseiten bringe? Weil ich will, dass der Artikel im Tagesschau Blog aufgerufen und direkt dort kommentiert wird. Basta!

Diese Woche bin ich in im zweiten Workshop beim Public Relations Fernstudium vor Ort in Heidelberg. Es geht diese Woche um das Schreiben von Texten wie Meldungen, Berichte, Features und Portraits. Jetzt geht es um ein Portrait, das jeder schreiben soll. Jeder musste einen Fragebogen ausfüllen, ihn einem Kommilitonen geben und sich anschließend im Interview den Fragen des Kommilitonen ausliefern. 

Der Fragebogen ist an den Fragebogen des eingestellten FAZ-Magazins angelehnt.

  • Ihr Geburtstag und ihr Sternzeichen?
    14.04.1961, Widder
  • Ist Ihr Sternzeichen für Sie wichtig?
    Nein
  • Wo möchten Sie leben?
    Hawai’i
  • Ihr Traum vom Glück:
    Ist mit mir verheiratet
  • Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
    Die, aus denen ich lerne.
  • Ihre liebste Erinnerung?
    Meine Offiziersausbildung (da und dort)
  • Wen bewundern Sie?
    Al Gore
  • Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann?
    Ehrlichkeit
  • Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau?
    Ehrlichkeit
  • Ihre Lieblingsmusik?
    von Gordon Lightfoot (Folk bzw. Singer-Songwriter), Blues
  • Ihr Lieblingsautor?
    Isaac Asimov
  • Ihre Lieblingsgestalt in Geschichte oder Literatur?
    R. Daneel Olivaw
  • Die wichtigste Tugend:
    Authentizität
  • Ihre Lieblingsbeschäftigung in der Freizeit:
    Kommunizieren
  • Waren Sie ein guter Schüler:
    Ja
  • Was schätzen Sie an Ihren Freunden am meisten?
    Ihre Freundschaft
  • Ihr größter Fehler?
    Zu viel IT gemacht zu haben
  • Was wäre für Sie das größte Unglück?
    Erwachsen werden
  • Was möchten Sie noch werden?
    Nicht erwachsen
  • Ihre Lieblingsfarbe?
    Blau
  • Wovor ekeln Sie sich?
    Selbstverliebtheit
  • Wen oder was verachten Sie?
    Mangelnde Fehlertoleranz
  • In welchem historischen Moment wären Sie gerne dabei gewesen?
    Bei dem Erstkontakt wie am 4. April 2063
  • Welche Gabe möchten Sie besitzen?
    Telekinese
  • Ihr Lieblingsfilm?
    Star Wars

Die Kommilitonin schreibt nun mein Portrait. Ich bin gespannt darauf.

Vom 10. bis 15. November bin ich in Heidelberg. Tagsüber bei PR PLUS. Nachtsüber und zum Frühstück im Krokodil. Abends unterwegs. Treffen möglich. Einfach einmal etwas über mich lesen. Danke. Man sieht sich.

Der diesjährige Weihnachtsmarkt in Schwabenheim ist am 29. und 30. November 2008 auf dem Marktplatz. Glühwein, Bratwurst, Kleinkunststände. Viel Spaß :-)

Alle Jahre wieder: Der Musikverein Schwabenheim spielt dieses Jahr am 20. Dezember 2008 ab 17:15 Uhr am Marktplatz in Schwabenheim.

Es gibt Glühwein; um eine Spende wird gebeten. Wichtig: Eigenene Becher mitbringen ;-)

Hier noch Eindrücke vom vergangenen Jahr:

Link: Weihnachtsspielen Musikverein Schwabenheim 2007

Heute morgen war Gartenarbeit angesagt. Jede Menge Pflanzen zurückschneiden, Laub rechen und Rasen mähen. Dazwischen ein Frühstück mit der allerbesten aller Ehefrauen.

Interessanterweise scheinen nur bestimmte Bäume intelligent und zu bewussten niederträchtigen Handlungen fähig zu sein. Wir haben ein paar wenige Bäume in unserem kleinen Garten (z.B. Flieder, Haselnuss). Doch nachdem ich das Laub gerecht und den Rasen gemäht hatte, warf nur die Birke weiteres Laub auf den Rasen. Vielleicht mag sie mich nicht.

Ich war überrascht ob der vielen Pilze, die sich im Garten breitgemacht hatten. Kurzerhand habe ich sie jedoch alle geköpft (vielleicht war die Birke mit ihnen befreundet…).

Weiß jemand von Euch, wie die Pilze heißen – sind die blogbar essbar?

[ Direktlink Flickr Album ]

Rezension: Von Löwen und Lämmern Heute Abend sah ich mir mit der allerbesten aller Ehefrauen eine DVD an, die sie ohne Absprache gekauft hatte: "Von Löwen und Lämmern". Drei große Namen zieren die DVD-Hülle: Robert Redford, Meryl Streep und Tom Cruise. Es sollte um irgendwas über den Krieg in Afghanistan gehen. Also alles, was man für eine routiniert gedrehtes und durchschnittlich interessantes Filmwerk braucht, das einen thematisch interessiert und einigermaßen fesselt. Dachte ich mir – doch nach gefühlten 30 Minuten war der 88 Minutenfilm schon zu Ende.

Zunächst einmal sind es drei Filme, die parallel innerhalb von zwei gespielten Stunden ablaufen:

  • Time-Journalistin Janine Roth (Meryl Streep) trifft sich auf Einladung mit dem republikanischen Senator Jasper Irving (Tom Cruise) in Washington
  • Der Universitätsprofessor Stephen Malley (Robert Redford) spricht mit dem Studenten Todd Hayes (Andrew Garfield) früh morgens über dessen bisheriges und zukünftiges Studententum.
  • Während einer misglückten Militäroperation kämpfen die Soldaten Ernest Rodriguez (Michael Peña) und Arian Finch (Derek Luke) in Afghanistan um ihr Leben.

Jasper will der Journalistin die Story einer neuen Militärstrategie verkaufen, mit der man den Krieg gewinnen will, um dann das Land aufzubauen. Der Uni-Professor stellt seinen Studenten vor die Wahl, ohne jedes weitere Erscheinen in den Vorlesungen mit einer glatten Zwei abzuschließen oder mit ständigem Erscheinen keine Notenzusage zu erhalten – wenn er aktiv wird; als Beispiel nennt er ihm die zwei Studenten Ernest und Arian. Eben jene, die sich freiwillig gegen den Willen mit dem Respekt des Professors zum Militärdienst meldeten und jetzt in Afghanistan einen verzweifelten und einsamen Kampf führen. Alles läuft gleichzeitig ab.

Die wahre Geschichte

Weiterlesen

Die Universität Leipzig hat unter Leitung von Prof. Dr. Ansgar Zerfaß (Kommunikationsmanagement) und Priv.-Doz. Dr. Harald Rau (Journalistik) mit dem Partner news aktuell die Bewegtbildstudie 2008 ("Empirische Untersuchung zur Nutzung von Video-Content im Internet, durchgeführt bei Journalisten und Public Relations-Verantwortlichen in Deutschland im Sommer 2008") durchgeführt. Ed Wohlfahrt fasst das Ergebnis so zusammen:

Ein großes Fazit der Studie, die von Prof. Ansgar Zerfaß miterstellt wurde, ist, dass die Public Relations Branche am Auge des Bewegtbildes von Ausnahmen abgesehen ziemlich blind wäre. Auch verkenne die PR die Bedeutung, die Bewegtbilder bei ihren oft wichtigsten Dialogpartnern, den Journalisten bereits hat.

[ PR mit User generierten Inhalten überfordert ]

Für Ed ist jedoch diese Folie die mit Abstand Wichtigste: "Nutzergenerierte Inhalte werden von Redaktionen nachgefragt, von der PR jedoch vernachlässigt". Für ihn zeigt sie auf:

Der PR-Heini als klassischer Schleusen-Wärter, der zwischen dem Unternehmen und seinen Teilöffentlichkeiten steht und sagt: ‚Kommunikation ja gerne! Aber bitte nur solange wir das wollen‘. Und genau dieses Modell ist heute eben nicht mehr tragbar, es hat sich überlebt, röchelt noch ein wenig und wird bald völlig ex gehen. Zu viele Dialogpartner, zu viel Internetanschlüsse, zu einfach das Publizieren über welche Kanäle auch immer. Eine Realität, der sich auch die Schlachtschiffe der strategischen Kommunikation und des Lobbyings nicht länger verschließen können.

Auf der Website der Studie gibt es den Ergebnisbericht (55 Seiten, PDF), die Presseinformation news aktuell/Uni Leipzig vom 04.11.2008 und dieses Videoreportage Bewegtbild mit Interviews zur Studie:

Blogger vs. Journalisten

Für mich zeigt diese Studie auch auf, dass die immer wieder hochkochende Diskussion Blogger vs. Journalisten bald Schnee von gestern sein wird. In Wirklichkeit haben die meisten Journalisten auch die Blogger längst als notwendiges Übel etablierten Bestandteil der Medienlandschaft akzeptiert. Nur wir Blogger, wir müssen an der gegenseitigen Akzeptanz vielleicht noch etwas arbeiten :-)

Teilnehmer

Teilnehmer an der Bewegtbildstudie 2008

Für mich offenbart diese Studie auch: PR-Verantwortliche über 50 Jahre sterben aus. Da muss ich mich die nächsten drei Jahre aber ranhalten :-)

Urheberrecht der Studie

Amüsant an dem Ergebnisbericht finde ich die Ausführungen zum Urheberrecht der Studie:

Bei vollständiger Verwendung der nachfolgenden Quellenangabe können Inhalte und Ergebnisse der Studie gerne zitiert sowie Grafiken auszugsweise abgedruckt werden. 

[ Hervorhebung von mir ]

Da gibt es also eine Studie, die sich mit der Kommunikation im Internet befasst  – und Grafiken daraus dürfen nicht gezeigt sondern nur gedruckt werden. Bitte diesen Artikel also einmal vollständig ausdrucken, ich hab‘ schon :-)

Quellenangaben

  • Zerfaß, Ansgar/Mahnke, Martina/Rau, Harald/Boltze, Alexander (2008): Bewegtbildkommunikation im Internet – Herausforderungen für Journalismus und PR. Ergebnisbericht der Bewegtbildstudie 2008. Leipzig: Universität Leipzig. (im Internet: www.bewegtbildstudie.de)
  • Quellenangabe für die Abbildung: Uni Leipzig, Bewegtbildstudie 2008 

P.S. So, das hier war mein heutiger UGC (User Generated Content) ;-) 

Die Nacht im NetzHallo Herr Kleber,

vielen Dank an Sie und Ihr Team für die "Nacht im Netz".

Ich habe mich über die Idee und die Umsetzung sehr gefreut; insbesondere die Verknüpfung der verschiedenen Medien und Kanäle, das Eingehen auf die Chatgemeinde sowie die Vernetzung von Fernsehen und Netz waren sehr erfrischend.

Die kleinen Ungereimtheiten (wie die vielen Skypeanfragen mitten im Gespräch), die eine oder andere Improvisation, die Atmosphäre in der American University, die Unterhaltungen sowie Ihre interessierte und offene Art erzeugten eine Authentizität, die eine perfekt inszenierte "Wahlshow" nie erzeugen wird.

Ich würde mich über weitere Nächte oder Tage im Netz – beispielsweise zur Bundestagswahl 2009 – sehr freuen.

Herzliche Grüße aus Rheinhessen

Frank Hamm

Hinweis: Nachdem ich von der Nacht im Netz so fasziniert war habe ich auf ZDF.de über das Kontaktformular den obigen Text versendet (Bild und Link hier sind zusätzlich) und auch eine allgemeine Antwort erhalten. Aber wenn ich meine eigene Publikationsplattform betreibe – warum nicht hier den Zuseherbrief veröffentlichen und mich bedanken?