Ich weiß nicht genau, was ich von dieser Bundestagswahl erwartet habe. Dies jedoch nicht – dies habe ich nicht erwartet sondern befürchtet. Von Schwarz/Gelb erwarte ich keine wesentliche Änderung in der Politik. Das Getöse Herrn Westerwelles über die Bürgerrechte im ZDF ist für mich eher ein leises Säuseln. In der Koalition wird er sehr schnell sehr leise sein und gerne im Geiste und für die Koalition an seinen Ministerposten und der "Macht" hängen – so ähnlich, wie die FDP in Sachsen für die Regierungsbeteiligung gerne die Überwachung von Internet-Telefonaten vereinbart.

Angela Merkel war heute nach 18 Uhr so gelöst und menschlich wie nie zuvor. Als ob sie vier Jahre darauf gewartet hätte. Jetzt wird sie wieder in ihren Dornröschenschlaf fallen und vier Jahre darauf warten, dass wieder ein Prinz sie am Wahlabend erweckt. Doch wer wird sie 2013 nach Westerwelle noch haben wollen? Sie kann froh sein, wenn ihre Partei sie 2012 noch haben möchte.

Grundgesetz für die Bundesrepublik DeutschlandDie SPD wird in den nächsten Jahren mit ihrer Selbstfindung beschäftigt sein. Ich wünsche ihr alles Gute und hoffe, sie findet sich wieder. Die Linke wird weiterhin gegen alles (z.B. Reichtum) und gleichzeitig für alles (z.B. Steuern auf Reichtum) sein – nun ja, demnächst fällt die Gnadenbrotregelung für die WASG weg, dann kann sie nur noch gegen alles sein. Die Grünen haben eine gute Farbe und eine gute Basis – aber so ganz einig mit den Bürgerrechten scheinen sie sich noch nicht zu sein. Was mich ehrlich sehr verblüfft. Die NPD … Schwamm drüber.

Mag sein, dass fünf Prozent für die Piratenpartei ein Traum waren. Doch ich träume gerne von den Bürgerrechten und dem Grundgesetz. Vielen Dank, lieber Staat, dass Du mir im staatsbürgerlichen Unterricht bei der Bundeswehr und an der Offizierschule das Grundgesetz so gut erklärt hast. Bislang war ich politikinteressiert und hatte Meinungen, die ich im persönlichen Gespräch gerne vertreten habe. Aktiv war ich bisher nicht. Bisher. Doch auf meine "alten Tage" gönne ich mir so langsam das wohltuende Gefühl, bockig zu sein.

Jetzt also erst recht. Ihr werdet noch wünschen, wir wären politikverdrossen.

Nachtrag: 748.199 751.191 845.904 Zweitstimmen erhielten die Piraten mit Stand 23:28:56 Uhr 23:35:30 Uhr (Vorläufiges Ergebnis der Bundestagswahl 2009) (via Lonesome Walker)

Ein Hundmensch wie ich weiß, dass manche Knochen oder Stöckchen einfach eine Zeit lang liegen bleiben müssen, bis sie entweder durchgefault oder reif geworden sind. Dieses hier ist überreif. Am 10. September bereits hat mich Markus mit dem Stöckchen beworfen (auch wenn er feierlich schrieb: "Ich reiche das Stöckchen weiter…"). Schreibfaul wie ich momentan bin übernehme ich von Markus die Gebrauchsanleitung, die er von Martin übernahm:

Verlinke in dem Stöckchen, das du erhälst, deinen ersten Eintrag, den du in deinem Blog veröffentlicht hast und dazu alle Einträge derjenigen, die das Stöckchen vor dir hatten. Werfe das Stöckchen anschließend an drei Blogger weiter.

Martin hat das Stöckchen von happy-buddha bekommen, der es wiederum von Guennersen bekam, den wiederum  Thomas von Musicampus inspiriert hatte. Soweit die Geschichte zum Stöckchen. 

Stöckchen

Stöckchen sind nach meinem Empfinden eine sehr lockere und keinesfalls verpflichtende Merkwürdigkeit. Wenn ein Stöckchen nach dem Wurf liegenbleibt und langsam aber stetig verendet, dann liegt die Ursache oft auch beim Fänger und nicht beim Werfer.

Wikipedia hilft auf der Suche nach der Erklärung, was ein Stöckchen ist, inzwischen nicht mehr weiter: Die Seite wurde gelöscht. Obwohl, besonders hilfreich war die Seite sowieso nicht. Vielleicht hilft mein Erklärungsansatz weiter

Der Anfang

Nun aber zu meinem ersten Blogeintrag. Auch ich nahm den ersten automatisch erzeugten Artikel, der jedoch "Welcome" hieß und von LifeType (damals noch Plog) erstellt worden war. Damals, am 9. Juli 2005, war ich noch unsicher. Doch ich hatte es "Geschafft!", meinen ersten Blogartikel zu veröffentlichen. Auch wenn ich noch nicht wusste, ob es "der Blog" oder "das Blog" heißt.

Jetzt habe – auch – ich mein eigenes Blog. Oder ist es richtig "meinen eigenen Blog"? Das sind die Schwierigkeiten, mit denen ich in unserer sprachlich immer mehr amerikanisierten Welt zu kämpfen habe…

Aber tatsächlich wusste ich gar nicht, dass ich bloggte. Ich hatte nach einem Content-Management-System (CMS) gesucht. Möglichst einfach und schnell sollte es sein. Irgendwie gefiel mir LifeType und ich legte los. Irgendwann bemerkte ich: "Huch, ich blogge?!". Das hier ist dann also im Laufe der Jahre dabei heraus gekommen. INJELEA als Akronym für "IN Jedem Ende Liegt Ein Anfang" gibt es schon etwas länger als das Blog, mindestens seit dem 26.09.1999.

Blogs sind tot?

Nein, sie sind aber eben keine Alleskönner. Mikroblogging mit Twitter, Posterous, Storytlr und andere Möglichkeiten sind für bestimmte Dinge einfach besser geeignet. Das wollte ich (auch) noch los werden.

So ist auch dieses Blog ist (noch) nicht tot, auch wenn es manchmal so aussehen mag und ich seinen Tod bereits angekündigt hatte.
Dieses Blog muss wohl noch eine Weile durchhalten, bis ich dann
irgendwann – vermutlich Anfang nächsten Jahres mit Drupal 7 – seine
Wiedergeburt feiern werde. Doch wer weiß, ob es dann noch ein
klassisches Blog sein wird… 

Weiterwurf

Ein Stöckchen muss kräftig geworfen werden, damit es in hohem Bogen weit ab vom Stamm fällt und der Fänger kräftig hinterher hecheln muss (oder so ähnlich…). Wohin also mit diesem Stöckchen? 

So, vielleicht habe ich das Stöckchen gut geworfen – ansonsten möge es jämmerlich sein Ende bedauern.

P.S.: Heute weiß ich es natürlich, sogar besser als dieser jämmerlich-feige Duden: Es heißt "das Blog" :-)

Die deutsche Telekom wird die Netzsperren am 17. Oktober ohne die Grundlage des Zugangserschwerungsgesetzes aktivieren, falls das Gesetz bis dahin noch nicht in Kraft ist. Grundlage ist der Vertrag, den die Telekom zusammen mit vier anderen Internetprovidern am 17. April mit der Bundesregierung abgeschlossen hat. Dies teilte ein Sprecher der Telekom heute auf Nachfrage mit.

Die Sperre würde allerdings anders aussehen: An Stelle des Stoppschildes erhielte der Benutzer eine Fehlerseite. Die Telekom habe den Vertrag bisher im Rahmen der gesetzlichen Regelung gesehen. Die Aktivierung ohne Zugangserschwerungsgesetz würde der Telekom zwar nicht gefallen, sie erfolge aber zum Schutze der Kinder. Die Telekom würde dabei entsprechende rechtliche Verfahren in Kauf nehmen, so der Sprecher.

Heute erschienen Meldungen, wonach das BKA mit einer geheimen Richtlinie Druck auf die Internetprovider ausübt ("ZEIT – BKA bastelt heimlich am Zensurgesetz", "BTAZ – BKA in voller Fahrt"). Mit den Äußerungen des Telekomsprechers wird klar, dass zumindest die Telekom diesem Druck nachgeben will.

Bereits vor Abschluss des Vertrages im April gab es Stimmen, die rechtliche Bedenken äußerten. Zu ihnen gehörte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, die eine sichere gesetzliche Grundlage forderte. Diese gesetzliche Grundlage in Form des Zugangserschwerungsgesetzes wird möglicherweise jedoch nicht zum 17. Oktober in Kraft sein, denn es ist noch zur Stellungnahme der EU-Kommission in Brüssel. Nach der Stellungnahme muss Bundespräsident Köhler das Gesetz noch unterzeichnen.

Nachtrag (28.09.2009): Ein Sprecher der Telekom informierte mich heute darüber, dass die Telekom den 17.10.2009 als Aktivierungstag anstrebt. Auf Grund der umfangreichen technischen Maßnahmen könne es jedoch zu einer Verzögerung in der Umsetzung kommen.

Ein politischer Essay zur Frage: "Welche Wahl lässt uns die Krise?"

Wer in diesem Jahr das Wort "Krise" hört, der denkt unwillkürlich an die Wirtschaftskrise. Doch die wahre Krise liegt nicht im wirtschaftlichen sondern im politischen System Deutschlands. Jahrzehntelang orientierten sich die Volksparteien an Meinungsumfragen und versprachen Lösungen. Die Schnelligkeit und die Komplexität des Meinungsmarktes haben zugenommen. Die klassischen Werkzeuge versagen zunehmend. Die Volksparteien reagieren panisch und regieren und opponieren erst recht an der Bevölkerung vorbei. Es gibt nur eine Lösung: Zurück zur Demokratie, zur Herrschaft des Volkes und nicht der Parteien.

Der politische "Shooting-Star" des Jahres, Bundeswirtschaftsminister von und zu Guttenberg, liest Platon. Platon plädierte für eine autokratische Herrschaft der Wissenden über die "dumme" Mehrheit. Das ist das Bild, das sich dem Beobachter präsentiert: Die Regierenden sitzen auf ihrem Olymp und regieren kraft Ihres Wissens und mit wenigen hinzugezogenen Spezialisten. Sie beanspruchen ihre Führungsrolle aufgrund ihres Wissens und ihres Intellekts und lassen dabei weder die Meinung anderer Politiker und erst recht nicht die der Bürger gelten. Doch die wahren Wissenden sind in der Bevölkerung. Oftmals in aller Stille schreiben und diskutieren sie übertrumpfen dabei wie nebenbei mit der Wikipedia die Encyclopædia Britannica.

Weiterlesen

Gestern ist bei PR-Journal meine Rezension von Rainer Bartels „Erfolgreiche Online-PR“ erschienen:

Die Bedeutung des Internets hat für Unternehmen in den letzten Jahren rasant zugenommen. Die Anzahl der Veröffentlichungen zu Online-PR nimmt ebenfalls zu, um dem gestiegenen Bedarf Rechnung zu tragen. Doch die Literatur ist meistens konzeptionell orientiert oder behandelt Fragestellungen größerer Unternehmen. Rainer Bartels Buch „wendet sich ganz ausdrücklich an Selbständige und Unternehmen, die über ein sehr begrenztes Marketing-Budget verfügen“ und will neben Grundlageninformationen vorwiegend pragmatische Anregungen, Anleitungen und Hinweise geben.

Interesse? Da gehts lang: PR-Journal – Bartel: Erfolgreiche Online-PR

Weitere Rezensionen:

Seit einiger Zeit habe ich einen "Newsroom" bei Storytlr. Eine faszinierende Möglichkeit bei Storytlr ist … das Erzählen einer Geschichte :-) Soeben habe ich aus meinen verschiedenen Quellen wie beispielsweise Twitter, Delicious und Flickr eine Geschichte zusammengestellt:

SCOPE09 Web meets Human Resources

Viel Spaß beim Blättern, Schauen und Staunen – es sind 22 Seiten ;-)

Es ist an der Zeit für einen neuen Anfang. Piratenzeit.

[ Direktlink Viddler, Direktlink YouTube ]


Piratenpartei

Denn ihre Zeit ist vorbei: ZEIT Online – Schön waren unsere Volksparteien:

Nie stand es schlechter um Union und SPD. Dabei gehörten sie zur Innenausstattung der Bundesrepublik. Sieben Autoren erinnern sich.

auf Grund gelaufen vor Blankenese #scope09 on TwitpicZwei Tage waren wir ein bunter Haufen auf der SCOPE09 auf dem Trainingsschiff Roter Sand. Der Segler ließ mich irgendwie doch glauben, wir seien als Piraten unterwegs (aber zu den Piraten später mehr). Doch so ganz war der Gedanke nicht abwegig: Nur abseits der üblichen Gedanken und Wege und mit einer gehörigen Portion Mut, über Althergebrachtes herzufallen, lässt sich Neues denken. Dabei kann man schon einmal auf Grund laufen und den Sand unterm Kiel spüren :-) Ein paar Ergebnisse und Thesen:

Itay Talgam

Ein besonderes Highlight war Itay Talgam, der anhand von Dirigenten aufzeigte, was Führung bedeuten kann. Er selbst ist übrigens auch Dirigent ;-). Ich habe ihn zum ersten Mal live vergangenen Mai bei der Next09 erlebt:

[ Direktlink Video ]

Auf Spiegel Online gibt es ein Special zu Itay Talgam ("Die Macht der Maestros"):

Leonard Bernstein führte riesige Orchester mit seinem Mienenspiel, Carlos Kleiber feuerte Musiker durch Naserümpfen: Der israelische Dirigent Itay Talgam hat die subtilen Führungstricks seiner Zunft analysiert. Auf SPIEGEL ONLINE zeigt er, warum die Meister die besseren Manager sind.

Bilder

[ Direktlink Flickr-Album (als Diashow) ]

Ulrike hat Bilder von Gudrun Porath und mir in ein siebenminütiges Video gepackt und mit Musik untermalt:

[ Direktlink YouTube ]

Beim Lesen der aktuellen Brand Eins (September 2009, „Schwerpunkt Arbeit“) fiel mir die Frage ein: Was ist Arbeit? Gut, dass es Evernote gibt. Im Café, noch beim Lesen Wolf Lotters Artikel „An die Arbeit„, tippte ich meine Antwort in die iPhone Anwendung ein. Gestern schaute ich kurz in Evernotes Windows Anwendung nach und fand die Antwort gar nicht so schlecht:

Arbeit ist das Verrichten einer zielgerichteten materiellen oder geistigen Tätigkeit. Zielgerichtet bedeutet, dass zu einem definierten oder geschätzten Zeitpunkt der Aufwand mit dem erwarteten qualitativen oder quantitativen Ergebnis verglichen wird. Im Nachhinein kann ein eingetretenes Ergebnis jedoch dem angestrebten nicht entsprechen aber es dennoch übertreffen. Oder auch nicht.

Jetzt schaue ich mir meinen Erklärungsversuch im Browser auf Evernote an und stelle fest: Der Erklärungsversuch lässt einem Leser (und mir) viele Fragen (und noch mehr Antworten) offen.

Leser: Ist dieser Artikel Arbeit? Wenn ja, begründen Sie das bitte?

Ich: Dieser Artikel ist Arbeit, weil ich auf der Tastatur herumhacke und fast verzweifelt darüber nachdenke, welche Fragen ich stellen soll und welche Antworten ich geben soll, damit Sie mich verstehen. Mein Ziel ist, dass a) Sie anschließend verstehen sollen, was ich unter Arbeit verstehe, b) mein Verständnis nicht zwingend an eine „Jobwelt“ oder „Selbständigenwelt“ oder eine andere „Welt“ gebunden ist und c) ich daran glaube, dass Arbeit weder schlecht noch gut ist.

Leser: Arbeiten Sie zu Hause?

Ich: Ja … ich schreibe Artikel, koche, lese, bearbeite Aufgaben für mein PR-Studium, mache Gartenarbeit, grille, putze.

Leser: Macht das etwa Spaß?

Ich: Ja, manchmal. Arbeit darf doch auch Spaß machen, das ist schließlich nicht verboten. Zumindest nicht bei mir zu Hause.

Leser: Arbeiten Sie auch richtig zu Hause, also für Ihren Arbeitgeber? Und macht das dann auch Spaß?

Ich: Ja, manchmal. Ich lese Dinge, die ich später für meine Tätigkeit bei meinem Arbeitgeber verwende. Oder ich bereite etwas vor. Das macht auch Spaß. Sonst würde ich es nicht machen. Die Zeit nehme ich mir dann. Unrichtige Arbeit sieht mein Erklärungsversuch übrigens nicht vor.

Leser: Aber halten Sie Arbeit und Privatsphäre denn nicht getrennt?

Ich: Das geht nicht. Oder meinen Sie die Jobsphäre?

Leser: Also gut, betrachten Sie einmal Jobsphäre und Privatsphäre. Die beiden Sphären halten Sie doch getrennt?

Ich: Da gibt es keine „Ja oder Nein“-Antwort. Durch meine „Websphäre“ gibt es zunehmend Überschneidungen. Ich entscheide im Einzelfall, wen oder was ich in welche Sphäre hineinlasse.

Leser: Aufgrund welcher Kriterien entscheiden Sie das? Warum lassen Sie das überhaupt zu?

Ich: Ist das wichtig? Person, Thema, Sympathie, Interesse, Fortschritt, Spaß.

Leser: Haben Sie auch Spaß in Ihrem Job?

Ich: Ja, auch. Aber ich arbeite auch. Das geht parallel. Auch in einer Bank. Das muss nicht immer so sein, aber auch zu Hause gibt es Arbeiten, die mir selten Spaß oder Vergnügen bereiten, die aber sein müssen #hausputz

Leser: Diese Websphäre, warum sind Sie da drin? Warum gehen Sie beispielsweise auf Konferenzen?

Ich: Personen, Themen, Sympathien, Interessen, Fortschritt, Spaß.

Leser: Das sind aber keine sehr abwechslungsreiche Antworten, fällt Ihnen nichts besseres ein?

Ich: Nein, nicht bei den Fragen.

Leser: ?

Ich: !


Leser
: Glauben Sie, dass ihr erwartetes Ergebnis mit dem erzielten Ergebnis dieser Arbeit, d.h. dem Erstellen dieses Artikels, übereinstimmt?

Ich: Bei den Fragen? Das kann ich nicht beurteilen. Eine Ergebniskontrolle ist nicht explizit in meinem Erklärungsversuch vorgesehen – das ist vielleicht eine Schwachstelle. Vielleicht sollten Sie mir zur Kontrolle einige Fragen stellen?

Nachtrag: Weil mir das Schreiben des Artikels so viel Spaß bereitet hat, gibt es von mir meine Ideen zu Zwiebelschalen und Sphären:

Frank Hamm: Zwiebelschalen und Sphären

Am vergangenen Wochenende (5. – 6.10.2009) hat die ZEIT ihren überarbeiteten Onlineauftritt aktiviert. Die Aktivierung war kein einfaches Umlegen eines Schalters sondern ein Vorgang über zwei Tage hinweg. Schritt für Schritt wurden Punkte angefasst, immer wieder gab es Dinge, die noch nicht funktionierten, und der Relaunch ist noch nicht abgeschlossen. So "hakelt" es heute noch auf mobil.zeit.de. So etwas kann bei einem großen Relaunch passieren. Doch dieses Mal bei der Zeit stört mich das überhaupt nicht.

INJELEA.deWarum mich das nicht stört? Ich war über Twitter informiert, die ganze Zeit über. Unter dem Account @zeitonline twittern bereits seit längerem

(wb) Wolfgang Blau (fm) Fabian Mohr (ch) Christian Heise (kb) Kai Biermann (dal) Dagny Lüdemann (ms) Michael Schlieben (sv) Sascha Venohr

Unter diesem und weiteren Accounts und sehr transparent kündigte die Zeit ihren Relaunch an, wies selbst auf Probleme hin, bat um Rückmeldungen zu Fehlern, beantwortete Fragen, meldete, wenn Dinge wieder funktionierten, fragte nach und bedankte sich.

Kurz gesagt: Dieser Relaunch einer großen Website einer "traditionellen" Zeitung war für mich besonders, denn die Zeit kommunizierte.

Vielen Dank.

Übrigens: Ich bin schon länger Fan von ZEIT Online auf Facebook.

Die Zeit auf Twitter:


Nachtrag:

Vor lauter Begeisterung über die Kommunikation der ZEIT habe ich vergessen zu erwähnen, wie mir die "neue" ZEIT gefällt: Gut. Klarer und übersichtlicher. Aber das ist Geschmackssache ;-)