Gestern nahm ich wieder eine Auszeit von meiner Auszeit und war in Frankfurt zum Social Web Breakfast. Eva Maria Goldmann (@goldlamm) hat die Monster-Communities vorgestellt: Communities monster.de-mäßig vernetzen.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der (etwa 25?) Teilnehmer mit Angabe der Erwartungshaltungen (was ich prompt vergessen habe) hat Eva Maria zunächst einen Vortrag gehalten. Danach ging es umgehend in eine interessante und aktive Diskussion. Der Teilnehmerkreis war zwar mit Profis (PR/Social Media) besetzt, aber es waren auch „Frischlinge“ in ihrem Job dabei.

Das Social Web Breakfast im Operncafe an der Alten Oper in Frankfurt findet etwa alle zwei bis drei Monate gegen 9:00 Uhr statt und dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden. Jedes Mal erhalte ich sehr gute Einblickenin ein Thema (oder wie ein Unternehmen mit einem Thema umgeht), die Atmosphäre ist locker und freundlich – und ein Frühstück gibt es auch :-)

Ich habe auf dem iPad mit der „iA Writer“ App mitgeschrieben. Mein Script ist eine Sammlung von Stichworten und Sätzen und sicherlich unvollständig. Es liefert aber gute Einblicke in die Veranstaltung und das Thema.

  • Es geht um die Präsentation der Marke Monster in der Community
  • Community (nur für Bewerber) gegründet, weil Beweber alles finden sollen um Job zu finden. Nicht nur in Bewerbungsphase begleiten. Aber Nutzer i.d.R. nur 1 bis 2 Monate in Community. Nur wenige über längeren Zeitraum aktiv. In anderen Communities viel länger, Jahre
  • Expertenforen: z.b. Was muss ich in Dubai beachten? Exoerten schauen regelmäßig rein
  • Allgemeine Diskussionsforen nach Level, z.b. Berufsanfänger.
  • Verknüpfung mit Facebook (FB): Eigene FB-Seite für Bewerber (2744 „handgeschöpfte“ Liker) hier auch über Monster selbst. In Foren nur Bewerber. Keine großen Kampagnen gefahren, wäre aber sinnvoll. User kommentieren auch.
  • Verbindung fb und Foren: 25 Prozent sind ankündigungen, teilweise auch Querverweise. Diskussionen schwappen auch teilweise von Plattform zu Plattform. Teilweise auch Statements getwittert.
  • Facebook-Interviews mit Experten (ca. 1 Stunde). Vorbereitete Fragen. Am Anfang fragr nur Monster, dann beginnen User mit Frage. Interviews werden als Notiz auf FB gepostet, anschließend wird Lind (auch in Community) gepostet.
  • Twitter: es geht auch viel um Monster, aber auch Bewerber- und Recruitingthemen. Eher ein unterstützendes Tool (mit Informationen über z.B. Community)
  • Flow: „Quelle“ ist vor allem die Community. Interne und externe Communities lassen sich verbinden. Aber nicht verwechseln. Beispiel: Anonyme Nutzung in interner Community.
  • Loyalität bei interner Community ist viel höher. Bei Twitter ist sehr schnell entfollowt. Bei Facebook L. höher, aber auch schnell disliked. Bei FB sind Konzepte schnell überholt, weil Facebook Funktionen ändert oder Seite sperrt.

In der anschließenden Diskussion kamen unter anderem folgende Punkte zur Sprache:

  • Traffic auf FB wird getrackt, aber primär ist die Zielsetzung eine PR-Geschichte / Imagebildung / Brandgeschichte.
  • User sollen langfristig gebunden werden, d.h. bei der nächsten Jobsuche oder Frage sollen die Leute sich wieder zu Monster begeben.
  • Monster unterliegt dem Wettbewerbsrecht und nicht dem Medienrecht, z.B. Unternehmensnennungen wie „Firma XYZ ist doof“ kann so nicht stehen gelassen werden.
  • Diskussionen und Beiträge in eigener Plattformen sind tiefgründiger und detailierte als auf Facebook. Auf eigener Plattform kommen Threads auch nach einiger Zeit wieder „nach oben“.
  • Facebook ist schnelllebiger. Kommentare sind auch schnell heftiger.
  • Twitter ist sehr gut für ad-hoc Kommunikation, die Analyse, Diskussionen kommen auf anderen Plattformen.
  • Social Media Monitoring ist ein Muss.
  • Auf Monster posten vier Personen.
  • Social Media-Guidelines sind sinnvoll. Für normale Mitarbeiter ist Social Media „privat“. Deswegen sollten Unternehmen Mitarbeiter nicht „forcieren“ beispielsweise Beiträge des Unternehmens zu liken.
  • Es wird mehr gelesen als aktiv teilgenommen (Inhalt erstellt).
  • Monster nutzt Facebook seit Herbst 2009.
  • Man muss User auch manchmal vor sich selber schützen (z.B. durch Disablen von Bilderupload in anonymen Foren).
  • Für Events: Monsteruser sind vorwiegend am Mittag aktiv, bei FB ist es noch nich klar (für Monster).
  • Lieber offen sein, wenn Kritik kommt. Darauf eingehen. Auch schon mal entschuldigen.
  • Bei kritischen Diskussionen treten Communitymitglieder (nicht aus dem Unternehmen) für das Unternehmen/Themen ein.

BTW: Nach dem Breakfast verwarf ich kurzfristig meine Pläne und verbrachte den Nachmittag im Palmengarten. Es ist ein gewaltiger Vorteil einer Auszeit, Pläne einfach umwerfen zu können :-) Ich bin immer wieder erstaunt, dass das iPhone 4 so gute Fotos liefert (bei genügend Beleuchtung und fotografieren mit Lichtrichtung).

Jeden morgen eine kurze Liste mit einem bis drei Aufgaben, die Du an diesem Tag erledigen willst. Beginne mit der Dir wichtigsten Aufgabe, bevor Du irgend etwas anderes tust (z.B. Email, RSS)

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Carpe Diem (nutze den Tag) ist nicht genug. Genieße den Augenblick. Jeder Augenblick ist DER Augenblick zum Genießen. Sei glücklich. Du wirst lächeln.

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Es gibt zu viel zu tun, weil andere etwas von Dir erwarten. Kleinigkeiten? Tue es oder lasse es! Es ist Deine Entscheidung! Große Dinge? Es ist Deine Entscheidung! Erläutere sie, und dann Schwamm drüber.

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Konzentration auf das Wesentliiche: Leerer Schreibtisch, Wohnzimmertisci, Desktop

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Ohne Farbe, ohne Bilder, ohne Umschlag gerät der Inhalt von Texten geradezu automatisch in den Fokus. Beispielsweise beim Lesen von Fokus mit dem Amazon Kindle. Einfach. Genial.

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Kailua Beach

Am 14. und 15. Mai 2011 findet das diesjährige MobileCamp Dresden statt. Das Thema „Mobile“ interessiert mich, Dresden ist eine schöne Stadt, und ich habe Lust auf bekannte und neue Menschen (wieder) zu sehen. Mehr als genug Gründe für mich, das MobileCamp heimzusuchen. Gemäß den ersten beiden Regeln für BarCamper spreche ich über das BarCamp und blogge jetzt und hier darüber. Und außerdem hielt ich soeben eine Session:

Mobil in Hawai’i – Mit Social Media und iPhone. Ein Erfahrungsbericht

Die allerbeste aller Ehefrauen und ich waren letztes Jahr vier Wochen in Hawai’i, dem 50. US-Bundesstaat. Neben den üblichen Verdächtigen wie Strände, Sonne, Berge, Urwald, Kultur, Nahrung und Geschichte gab es letztes Mal zwei besondere Punkte:

  1. Wir benutzten Social Media ausgiebig zur Vorbereitung  und während unseres Urlaubs
  2. Auf den Inseln waren wir ständig unterwegs, und ich benutzte mein iPhone und mein MacBook zur Kommunikation mit unseren Freunden und zu Recherchen.

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