Bei Joerg Hoewner hat das iPad die Mediennutzung verändert. Mediennutzung klingt sooo passiv. Doch das iPad hat nicht nur die passive Mediennutzung sondern auch das Office, mein Mobiles Büro, verändert. So nutze ich eine ganze Reihe von Apps auf dem iPad für mein Büro. Das iPad ist Teil meines Büros. Wichtig ist mir dabei, dass ich Dateien nicht nur gut betrachten und/oder bearbeiten kann, sondern dass ich die Dateien möglichst überall verfügbar habe. Das bedeutet für mich, dass ich sie nicht nur auf meinem iPad und in meinem iTunes sondern nach Möglichkeit auch im Dateisystem auf Macbook und Windows-PC, auf Google Docs und in meinem Evernote öffnen, kopieren, speichern oder direkt bearbeiten möchte.

Bearbeiten, Betrachten und Präsentieren

  • Evernote: Der Alleskönner für Notizen, Screenshots, Artikel sammeln und bearbeiten. Überall verfügbar, für mich auf Windows, Mac, iPad und iPhone.
  • Noteshelf: Ein “Papiernotizblock” auf dem iPad, der verschiedene Notebooks, bietet. Ein Stylus gehört einfach dazu. Schickt Notizbuchseiten auch nach Dropbox und Evernote.
  • iThoughtsHD: Mindmapping fürs iPad. Unterstützt Dropbox und WebDAV sowie außer einem eigenen noch verschiedene andere Mindmapping-Dateiformate.
  • Goodreader: Eine Leseapp, die verschiedene Formate unterstützt (z.B. PDF, Office, Fotos). Das Teil kann aber mehr: Downloads vom Web, öffnen mit (z.B. Quickoffice, Photogene) und synchronisieren von Verzeichnissen mit beispielsweise Mail Servern (IMAP-Ordner), Google Docs, Sugarsync, Dropbox, WebDAV, Box, FTP. Das ist genial, um beispielsweise Projektverzeichnisse oder einen Lesestoffordner zu synchronisieren.
  • Quickoffice: Beispielsweise Dateien im Format MS-Word, MS-Excel, MS-Powerpoint bearbeiten. Öffnen und Speichern der Dateien unter anderem auf/mit GoogleDocs, SugarSync, Dropbox, Box.
  • Office2: Ähnlich wie Quickoffice. Warum dann zwei verschiedene? Office2 unterstützt zwar auch GoogleDocs, Dropbox und ähnliche aber kein SugarSync. Dennoch kann es etws besser als Quickoffice: In GoogleDocs unterstützt es Absatzformate wie Überschriften.
  • Keynote: Präsentieren mit dem iPad, genial einfach. Dazu kommt noch der iPad-/VGA-Adapter für den Beamer. Die Dateien tausche ich aus über WebDAV. Fast jeder Telekom-Kunde hat das Mediencenter mit 25 GB und kann via webdav.mediencenter.t-online.de darauf zugreifen.
  • Writing Kit: “Unitasking”-Editor mit Markdown-Unterstützung. Unterstützt Dropbox. Noch besser als iA Writer.
  • Blogsy: Blog-Editor (WYSIWYG und HTML), der WordPress, Blogger, Posterous, TypePad, Movable Type, Drupal, IBM Connections, Joomla unterstützt. Für Medien greift er auf lokale Fotos, Flickr, Google Fotos, YouTube zurück. Fotos lädt er dann auch beispielsweise auf die eigene WordPressinstallation hoch.
  • WordPress. Der Klassiker für WordPress.
  • Tumblita: Tumblr-Editor und Dashboard-Viewer für iPad und Mac.
  • Simplenote: Ich benutze Simplenote gelegentlich als eine Art geräteübergreifenden Zwischenspeicher, um Inhalte beispielsweise von Windows nach Mac zu schicken.

Getting Things Done (GTD)

Für die Email-/Aufgaben-/Kalenderverwaltung benutze ich:

  • Mail-App vom iPad (obwohl Email ja auch in die Rubrik Kommunikation fallen…)
  • Google Mail im Safaribrowser
  • Kontakte-App vom iPad
  • Kalender-App vom iPad
  • Toodledo für die Aufgabenverwaltung. Toodledo kann sehr viel, ist für umfangreiche Projekte aber nicht super geeignet.

Ich bin noch auf der Suche für einen richtig guten Task Manager, der im Browser und als App auf Mac, Windows, iPad und iPhone flüssig und mächtig ist. Außerdem sollte er Subtasks/Projekte, Fälligkeiten, Wiederholungen unterstützen. Schön wäre eine unmittelbare Einbindung von weiteren Diensten wie Evernote, GoogleDocs, SugarSync. Kostengünstig sollte er auch noch sein (für mich bedeutet dies: Maximal 80 Euro/Jahr).

Zuerst dachte ich Nozbe wäre ein guter Kandidat, aber es ist etwas sperrig und “unhandy”. Dafür unterstützt es viele Plattformen und das Web.

Das wird einen weiteren Blogartikel, für den mir Twitteratis, Facebookianer und Googleplusser bereits Material lieferten. Wenn Sie also Hinweise auf ein gutes Tool für das Aufgabenmanagement wissen, dann geben Sie mir doch bitte in den Kommentaren einen Tipp ;-)

Kommunikation

  • Tweetings: Der Twitterclient meiner Wahl, der viele Drittdienste wie Bufferapp unterstützt. Auch wenn der Tweetbot ihm ziemlich nahe kommt und noch etwas hübscher aussieht. Hootsuite ist auch recht gut.
  • IM+ Pro: Multiprotokoll-Messenger, der auch Skype unterstützt.
  • Sipgate: Voice over IP zu günstigen Preisen. Mit einer Schwabenheimer Telefonnummer telefoniere ich günstig in der Welt herum (in der Regel allerdings mit dem iPhone). Multitasking und Bluetooth-Headsets aber erst ab iPad 2.
  • Skype: Der Klassiker halt. Aber auch hier: Volle Unterstützung erst ab iPad 2.

Synchronisation von Verzeichnissen

Zum Austauschen und Synchronisieren von Verzeichnissen und Dateien benutze ich die nachfolgenden Apps/Dienste (in absteigender Priorität). Bei meinen Office-Apps achte ich darauf, dass entweder SugarSync oder Dropbox unterstützt werden.

  • SugarSync: Günstiger und vielfältiger als Dropbox. 5 GigaBytes sind im freien Account dabei. Wer einen Account möchte: Bitte im Kommentar an mich darauf hinweisen, über eine Einladung von mir bekommen wir beide 500 MB dazu. Natürlich kann man auch Dropbox-Ordner synchronisieren LOL
  • Dropbox: Etwa wie SugarSync, wird aber von wesentlich mehr Apps oder Diensten unterstützt.
  • Box: Für alle Fälle habe ich mir irgendwann kostenlos 50 GB und einen freien Account reserviert.

Bluetooth-Tastatur

Für umfangreiche Texte ist die Display-Tastatur des iPad nach meiner Erfahrung weniger gut geeignet. Ich benutze daher das Apple Wireless Keyboard. Inzwischen gibt es jede Menge Bluetooth-Tastaturen, die das sogar noch besser unterstützen ;-)

Su Franke hat wieder einmal mit Twitter zugeschlagen. In einem Workshop für Online-Kommunikation kam die Frage nach der Automatisierung auf. Su hat auf Twitter Meinungen eingefangen. Die Meinungen hat sie in einer Präsentation auf Slideshare abgelegt geteilt. Ich halte eine Automatisierung in Social Media für begrenzt nützlich. Eine Automatisierung kann meines Erachtens nur dazu dienen, Anstöße zu Gesprächen zu liefern (auch wenn nur daraus nur zu einem kleinen Teil Gespräche werden). Oder der Verantwortliche sagt klipp und klar, dass er ein Soziales Medium nur als „News Channel“ nutzt (aber warum dann Soziale Medien?).

Ein Bildschirmausschnitt mit der Antwort von @St_J_Scholz Stefan Scholz hat mir gerade eine Antwort geliefert:

 

Neugierig geworden? Dann rüber zu Su Franke: Nixda Automatisieren.

P.S.: Ja, es geht um Online-Kommunikation und nicht um Social Media :-)

P.P.S.: Obwohl, irgendwann unterhalten wir uns einmal mit HAL 9000 oder Watson :-)

 

Zur Vorbereitung einer Session in der Bankenbranche als Teil eines Workshops habe ich eine Einführung und Thesen für das Banking erstellt. In abgewandelter Form stelle ich sie hier zur Verfügung und zur Diskussion.

Vormals privat genutzte Soziale Netzwerke werden zunehmend auch beruflich genutzt. Die Grenzen zwischen privat und beruflich verschwimmen. Kunden wollen persönliche Betreuung und Nähe. Im Netz finden sie professionelle Ansprechpartner und Fachleute. Das mobile Netz explodiert. Kunden und Mitarbeiter wollen überall und jederzeit handeln können und auch im Beruf auf keinen Komfort verzichten. Unternehmen adaptieren das soziale und das mobile Netz für sich und nutzen den Peer-to-Peer-Gedanken.

Diese Veränderungen machen vor den Banken nicht halt. Dazu kommt, dass der Wettbewerb im Banking oft zu vergleichbaren, austauschbaren Produkten geführt hat und dass die Banken oft ein Refinanzierungsproblem und ein Regularienproblem haben.

Vier Thesen zum Banking der nächsten Jahre:

  1. Banking findet jederzeit und überall statt.
  2. Banking ist persönlich und lokal.
  3. Immer mehr Bank-Produkte sind austauschbar.
  4. Banking geschieht ohne klassische Banken.

Historie

Nach dem Platzen der Dotcom-Blase wiedererstarkte das Web durch interaktive und kollaborative Elemente. Als Folge technischer Entwicklungen konnten Benutzer ohne große Ausbildung oder technische Voraussetzung Inhalte einfach pflegen und veröffentlichen („Web 2.0“). Die große Akzeptanz und Nutzung der neuen Möglichkeiten führte dazu, dass 2006 das Time Magazin „You“ zur „Person of the Year“ benannte. 2006 kreierte Harvard-Professor Andrew McAfee den Begriff „Enterprise 2.0“ und sagte den Einzug des Web 2.0 in Unternehmen voraus. Er hatte Vorteile für die Wissensarbeiter und die Zusammenarbeit im Unternehmen im Fokus.

Das Web 2.0 erstarkte zunächst im Konsumentenbereich, doch immer mehr Experten, Selbständige und Unternehmen nutzten die neuen Möglichkeiten zur Kommunikation, zur Beziehungs- und Netzwerkpflege sowie zur Kollaboration. Am Anfang waren es einzelne Experimente. So versuchte sich im deutschen Bankenbereich die Eurohypo mit dem PerfectCity Blog (das Exbundesminister Töpfer mit einem Gastartikel startete) und mit der Immobiliencommunity Ourbania (beide inzwischen eingestellt).

Durch den anhaltenden Konkurrenzdruck gelang es immer weniger Unternehmen, Alleinstellungsmerkmale in ihren Marketing-Mix zu finden und umzusetzen. Immer mehr Unternehmen nutzten Social Media für Public Relations, Marketing und Recruiting sowie Enterprise 2.0 für Change Management und Innovation Management. Vom Konkurrenzdruck getrieben griffen sie auf die Mechanismen des Web 2.0 zurück.

Die Entwicklungen der letzten Jahre:

  • Siegeszug der Sozialen Netzwerke
    Otto Normalbürger betreibt Beziehungspflege. Normale Mitarbeiter vernetzen sich privat – und beruflich – in Netzwerken. Immer mehr Mitarbeiter bilden und pflegen ihr eigenes Netzwerk, sowohl online als auch im richtigen Leben.
  • Explodierende mobile Nutzung des Netzes
    Jeder will und kann schnell und einfach „das Netz“ zur Beziehungspflege nutzen. Der iPhone-Effekt überträgt sich in berufliche Sphäre. Klassische Anbieter wie RIM (Blackberry) und Nokia sind angeschlagen.
  • Adaption des Sozialen und des Mobilen durch Unternehmen
    Unternehmen sehen mögliche Wettbewerbsvorteile durch agilere Kommunikation und Kollaboration. Bottom-Up-Experimente von Unternehmen werden ergänzt oder abgelöst durch strategische Vorgehen (extern und intern).
  • Kommerzielle Akzeptanz des Peer-to-Peer-Gedanken (P2P)
    Aktion und Kommunikation unter Gleichgestellten wird als Prinzip kommerziell eingesetzt. Das führt zu neuen Anbietern, die nicht die Lösung für ein Problem sondern die Plattform zum Finden einer Lösung bereitstellen. Im Finanzbereich führte dies zu Unternehmen wie Smava (P2P-Lending) und Kiva (Social Lending).

Aktuelle Situation

Die mobile Nutzung von Angeboten und Netzwerken nimmt im Privaten und im Kommerziellen immer weiter zu. Mitarbeiter und Führungskräfte sind immer weniger bereit, mit einer veralteten Infrastruktur immer höhere Leistungen zu erbringen. Die Unternehmen erlauben zunehmend ihren Mitarbeitern, ihre eigenen Geräte für ihre berufliche Tätigkeit zu verwenden („Bring Your Own Device“, BYOD). Selbst Vorstände üben Druck in ihrem Unternehmen aus, weil sie „auch so ein iPad wie ihre Tochter“ wollen.

Kunden verlangen nach funktionierendem Mobile Banking. Sie sind nicht bereit, auf ansonsten gewohnten Komfort zu verzichten. Sie wollen überall und jederzeit eine Bankentransaktion durchführen. Banken geben dem Druck der Kunden nach und suchen nach Lösung. So startet die Raiffeisen Bank International Österreich mit einer Lösung, mit der Kunden kontaktlos per Smartphone bezahlen können.

Bankinstitute suchen weiter nach Vorteilen im Wettbewerb. Hierbei führt die Vielfalt der Institute vor allem in Deutschland durch die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken zu einem hohen Innovationsdruck. Einerseits suchen viele einzelne Institute Lösungen für ihre Kunden, und andererseits schließen sich Institute mit anderen Instituten oder branchenfremden Partnern für innovative Lösungen zusammen.

Doch viele Banking-Leistungen sind Massenware. Im klassischen Marketing-Mix lassen sich kaum Vorteile über die Konkurrenz erreichen. Die Produkte (Product) sind vergleichbar und haben dieselben Preise (Price). Klassische Kommunikationspolitik (Promotion) ist austauschbar. Die bisherige Distributionspolitik (Place) sorgte für eine Konzentration auf wenige Niederlassungen, Filialen oder Automatencenter.

Die Situation vieler Banken in der Refinanzierung ist angespannt. Regularien wie Basel III erschweren das operative Geschäft und belasten die Institute mit personellem und infrastrukturellem Aufwand.

Kunden wollen eine persönliche Betreuung, was die Banken durch die angespannte Marktsituation mit klassischen Verfahren wie Beratungstermine vor Ort in der Filiale oder sogar beim Kunden nur sehr beschränkt leisten können. Anbieter wie Backbase arbeiten an intelligenten Angeboten, mit der die Kunden eine individuell konfigurierte Portal-Lösung erhalten.

Viele Personen (beispielsweise Lothar Lochmaier oder Boris Janek) oder Institute (beispielsweise Volksbank Bühl) positionieren sich im Social Web für das Banking als Experte. Kunden und Banken orientieren sich im Social Web – auch im B2B-Bereich.

Thesen

In den nächsten Jahren wird sich das Banking radikal verändern:

  1. Banking geschieht jederzeit und überall.
    Banken sind Mitglieder vieler Netzwerke mit ihren Kunden, Mitbewerbern, Partnern. Das Gerät spielt keine Rolle mehr, Automatencenter werden abgelöst durch einfache und sichere Mobile Banking Lösungen. Die Nutzung des des Netzwerks und des Banking erfolgt in verschiedenen Rollen (als Kunde, Mitarbeiter, Privatperson). Mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets verdrängen stationäre Endgeräte wie PCs.
  2. Banking ist persönlich und lokal.
    Die Grenzen zwischen privat und beruflich verschwimmen, auch beim Banking. Soziale Netzwerke helfen, den persönlichen Kontakt zwischen Bank und Kunde wiederherzustellen. Persönliche und örtliche Nähe sind abgestuft. Zunächst allgemein in Netzwerken, doch im Bedarfsfall geht die Kommunikation in eine persönliche Online-Kommunikation (auch mit Video) bis hin zu einem persönlichen Treffen. Dadurch ist die Bank überall auf Wunsch greifbar und nahe.
  3. Immer mehr Bank-Produkte sind austauschbar.
    Klassische Bankprodukte wie Konsumkredite oder Hausfinanzierung sind billig sowie allgemein und „auf Knopfdruck“ verfügbar. Deswegen spielt das Produkt bei der Entscheidung für eine Bank kaum eine Rolle. Kunden haben mehrere Banken. Je weniger ein Kunde persönliche Nähe empfindet, desto eher bezieht er einzelne austauschbare Produkte von anderen Banken oder benutzt er Vermittlungsplattformen. Die Vereinheitlichung von Bankleistungen macht vor B2B nicht halt. Unternehmen gehen nicht zur Bank sondern zu Plattformen wie einem möglichen „Smava for Enterprises“. Banken müssen Social Banking im Portfolio haben, sonst verlieren sie einen großen Teil ihrer Kundschaft.
  4. Banking ohne klassische Banken.
    Die bisherigen Banken erhalten Konkurrenz durch neue Mitspieler aus dem Quartärsektor (Informationssektor) und aus dem Ausland. Google hat bereits eine Banklizenz, zu Facebook gibt es Gerüchte. Startups besorgen sich Banking Know-How beispielsweise von motivierten „Banking-Aussteigern“, die mehr wollen als Status und Gehaltscheck. Oder „Banking-Aussteiger“ gründen eigene Startups. Die neuen Player bringen neue Ideen und neue Plattformen. Reputation und Empfehlungen sorgen für die Vernetzung der Kunden und der Institute. Privat- und Unternehmenskunden holen sich ihre Leistungen auch von internationalen Plattformanbietern – wenn die gefühlte Nähe stimmt.

 

Was halten Sie von diesen Thesen?

Nachtrag: Über Renate Eck stieß ich auf diesen interessanten Artikel auf iBusiness: Weitere Fünf Szenarien für die Zukunft der Banken

Schwabenheimer Osterbrunnen

Eine Auswahl der Veranstaltungen in Schwabenheim 2012. Den vollständigen Veranstaltungskalender gibt auf der Schwabenheimer Homepage zum Download als PDF (Tourismus / Veranstaltungen). Wie jedes Jahr haben wir viele Hoffeste und sonstige Gelegenheiten zum Feiern :-)

Frühlingskonzert

17. März, 20:00 Uhr – Schwabenheimer Musikverein, Olbornhalle

Weinprobe – Weingut Immerheiser

24. und 25. März – Schulstraße 6-10, Tel. 06130 / 94 18 00, www.immerheiser-wein.de

Schmücken des Osterbrunnens, Marktplatz

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Am 7. und 8. Februar 2012 fand in Paris der jährliche Enterprise 2.0 Summit statt. An zwei Tagen traffen sich Vertreter aus Unternehmen und Beratungsunternehmen im Cercle National des Armées, um Erfahrungen zu Enterprise 2.0 weiterzugeben und auszutauschen. Zeit für einen Rückblick und subjektive Eindrücke.

Eindrücke

Mein Eindruck nach dem Enterprise 2.0 Summit ist, dass Enterprise 2.0 in vielen Unternehmensbereichen angekommen ist. Waren es früher noch vor allem IT- und Kollaborationsvertreter, so kommen die Teilnehmer inzwischen aus den verschiedensten Bereichen und aus unterschiedlichen Hierarchieebenen. Nachdem ein Teilnehmer irgendwann bemängelt hatte, dass zu wenig HR-Leute zu solch einer Veranstaltung kämen, ergab eine Zählung in einer Session, dass doch einige HR-Vertreter da waren. PR, Marketing, HR, Change Management… Enterprise 2.0 ist in den Unternehmen angekommen.

Doch scheinbar gibt es auch den Eindruck, dass noch zu wenige IT-Leute sich für Enterprise 2.0 interessieren – zumindest die „klassischen“ IT-Leute. Riitta Raesmaa griff eine Twitter-Diskussion von Dion Hinchcliffe und Mark Masterson und zog dann Parallelen zwischen den Feldern des IT-Servicemanagement / ITIL und des Enterprise 2.0 / Social Business.

These areas — IT Service Management & Enterprise 2.0/Social Business — have a lot in common. Both are about people, processes and the tools. And in both areas the discussion is too often spinning around the technology and the processes, leaving the people play the supporting part in the process and tool play. And it should be the opposite.

[ Best Practices, Enterprise 2.0 and Social IT – with Passion ] Weiterlesen

Bargeld: 17,32 Euro

Ich, der Kunde, stehe an der Kasse. 21,12 Euro. Was nun?

  • Bargeld?
    Ich habe 17,32 Euro passend. Dann noch einen 50 Euro-Schein. Natürlich. Ich habe immer haufenweise Kleingeld, aber selten genug. Dafür bekomme ich haufenweise Wechselgeld. Keinen Bock drauf. Zu umständlich.
  • Kreditkarte?
    Wie bitte? Für den Betrag? Und dann muss ich die Kreditkartenabrechnung auch noch kontrollieren, jede Peanuts-Buchung? Und alles manuell, weil meine Abrechnung nur in Papier kommt. Zu umständlich.
  • EC-Karte?
    Fast so umständlich wie die Kreditkarte. Immerhin kann ich das dann übers Online-Banking abgleichen. Also Karte rausholen… in welchem Schlitz im Portemonnaie war die noch… in den Schlitz des Geräts einstecken… dann entweder die PIN eingeben oder unterschreiben… was denn nun… zu umständlich.
  • Wieder aufladbare Karte?
    Moment, man kann doch den Chip auf der Karte aufladen… Habe ich aber vergessen, die letzten Jahre lang, denn… zu umständlich.

Aber ich habe doch mein Smartphone. 37 Prozent der deutschen Bevölkerung haben doch schon eines, sagt Comscore. Habe ich irgendwo eben in diesem Internet gelesen.

Ich zücke also mein Smartphone (ach nee, habe ich eh vom Einchecken noch in der Hand), bumpe mit dem Kassengerät, das überträgt Betrag, Location, Positionen mit Einzelbeträgen und Barcodes, Gesamtbetrag. Alles schön übersichtlich auf dem Display zu sehen (natürlich könnte ich es mir über mein Bluetooth-Headset vorlesen lassen, dauert aber zu lange). Ich bestätige, die Kasse und ich signieren die Transaktion mit einem Tip oder einer Geste, im Hintergrund wird alles elektronisch signiert übermittelt. Wir wünschen uns ein schönes Wochenende. Ich freue mich aufs Grillen. Na ja, das Lamm war ein bisschen teuer…

In den nächsten Tagen kontrolliere ich zuhause dann mein Konto mal wieder. Mit dem Online-Banking sehe ich dann alle Positionen, die kann ich sogar Aufwandskonten zuordnen (fürs Grillen?). Bräuchte ich aber nicht mal, denn auch dafür habe ich mein Smartphone.

Nur geträumt.

Warum, ihr Banken, habt ihr noch keine Lösung? Wartet Ihr auf eine Lösung der Konkurrenz aus dem Informationssektor, die Euch die Kunden wegschnappt? Von der Google-Bank, der Facebook-Bank, von Amazon, von Paypal oder dem Startup aus Indien?

Oder meint ihr, ihr seid viel schneller? In vier oder fünf Jahren habt ihr die super Lösung, die absolut sicher ist und für die Ihr auch keine Kooperation mit einer anderen Bank oder einem Startup braucht?

Träumt weiter.

Ach übrigens: Ich baue dann zwar kein Haus, aber in vier oder fünf Jahren bräuchte ich euch auch nicht mehr. Ich ginge dann in dieses Internet zu einem Startup. Oder zu einer diesen neuen Plattformen von Amazon, Paypal oder von wem auch immer. Vielleicht finanziert mir darüber der Nachbar etwas dazu… ach, der war Filialleiter bei einer Bank, ist dann arbeitslos? Schade.

P.S. Selbstverständlich weiß ich um die Problematik des Datenschutzes. Aber sollte anstelle der Daten nicht ich geschützt werden? Ich, der Kunde König? Gebt mir vernünftig vernünftige Optionen, und ich werde entscheiden.

Nachtrag (6.3.12): Michael Umlandt hat dieses Video von Card Case gefunden. Wenn ich das gewusst hätte…

Welcome to Card Case from Square on Vimeo.

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