Eingang A&O Hamburg City Süd

Am Pfingstwochenende waren wir zum TKDT 2012 in Hamburg. Wir, das waren @diemanuela und ich sowie etwa 20 weitere Dosis (Dosenöffner, d.h. TKDT = TwitterKatzenDosiTreffen) der twitternden Katzengemeinde (okay, Hunde und Erdferkel gibt es da auch). Einige davon waren wie wir für zwei Übernachtungen im A&O Hamburg City Süd, das verkehrsmäßig sehr günstig liegt. Unsere Überraschung war groß, als wir bei der Anreise mit Kreditkarte bezahlen wollten und dafür eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 2,95 Euro entrichten sollten.

Ich hatte unser Hotelzimmer am 15. Januar bereits über Booking.com gebucht. In der Buchungsbestätigung von Booking.com sind als Zahlungsmethoden/Kreditkarten angegeben:

American Express, Visa, Euro/Mastercard, Maestro

Akzeptierte Kreditkarten für A&O Hamburg City Süd auf Booking.com (26.05.2012)

In der zugesendeten Buchungsbestätigung von Booking.com steht nirgendwo ein Hinweis auf die Bearbeitungsgebühr. Auch kann ich mich nicht erinnern, einen solchen Hinweis auf der Website von Booking.com gesehen zu haben. Vielleicht habe ich die auf einer Folgeseite beim Buchen auch übersehen. Ein Browsen mit dem iPad auf Booking.com am Pfingstwochenende zeigte mir jedenfalls keinen Hinweis auf die Bearbeitungsgebühr. Auf der Theke der Rezeption stand ein Hinweisschild auf die Bearbeitungsgebühr bei Kreditkarten in Höhe von 2,95 Euro, die erst ab einem Betrag von 200 Euro entfällt. Bei dem Betrag für zwei Nächte wären das für uns immerhin 2 Prozent Bearbeitungsgebühr gewesen, bei einer Nacht immerhin etwa 3,7 Prozent.

Ich war doch ob der überraschenden Forderung nach einer Bearbeitungsgebühr an der Rezeption ziemlich sauer und habe zunächst recht pampig den Geschäftsführer verlangt. Ich habe mich dann jedoch zu einer Zahlung mit EC-Karte entschlossen und mich bei der Rezeptionistin für mein Verhalten entschuldigt.

Auf der Website von A&O konnte ich am Samstag (26.05.2012) einen Hinweis auf die Bearbeitungsgebühr sehen – als ich auf die Idee kam, auf das Kartensymbol zu tippen:

Bearbeitungsgebühr für Kreditkarten bei A&O Hostels (26.05.2012)

Inzwischen erfolgte ein Relaunch der Website, so dass ein Klick auf eine der Symbole zur Seite „Zahlungsmöglichkeiten“ führt:

Zahlung mit Kreditkarte: Mit Sicherheit schnell und einfach bezahlen – verifiziert durch Visa, MasterCard und American Express! Bis zu einem Betrag von 200,- € wird eine Gebühr von 2,95€ erhoben.

Am Wochenende hatte ich die von Aohostels.com für A&O Hotel and Hostel Hamburg GmbH geltenden AGBs heruntergeladen (PDF, letzte Änderung 10.05.2012). Dort steht in Paragraph 3 (Leistungen, Preise, Zahlung, Aufrechnung, Gebühren):

(9) Für Rücklastschriften belasten wir Ihr Konto mit 25,- €. Bei Zahlungen mit Kreditkarte (VISA, Mastercard, Amex) erheben wir eine Gebühr von 2,95 € je Zahlung, bei Paypal-Zahlung 2,45 € je Zahlung.

Seltsamerweise erhalte ich jetzt auf der AGB-Seite eine Version für Deutschland mit „Letzte Änderung 01.09.2011“, in der beispielsweise der Paragraph 4 fehlt. Der zitierte Abschnitt ist allerdings identisch.

Davon unabhängig interessieren mich eine Website und deren AGBs nicht, wenn ich eine Hotelbuchung mit und auf einer anderen Plattform vornehme. Ich erwarte, dass dort eventuelle Gebühren transparent aufgeführt werden – so wie beispielsweise für das WLAN oder für die Parkplätze:

Hotelausstattung A&O Hamburg City Süd auf Booking.com (26.05.2012)

Ob das Vorgehen von A&O rechtlich in Ordnung ist, interessiert mich nicht. Ob die Kreditkartenunternehmen das Vorgehen mit der Bearbeitungsgebühr in Ordnung finden, interessiert mich nicht.

Mich interessiert nur eines: Ein offenes und klares Vorgehen mir als Kunden gegenüber. Das war für mich nicht der Fall. Ich verzichte daher zukünftig auf die Dienste der A&O Hotels and Hostels Holding AG sowie deren Betriebsgesellschaften.

Übrigens, das fiel auch anderen unserer Gruppe auf: Einen Flachbild-TV hatten unsere Zimmer nicht.

Die hellen Nichtraucherzimmer im A&O Hamburg City Sued sind mit einem eigenen Badezimmer und einem Flachbild-TV ausgestattet.

Endlich ist sie da, die große Organspende-Reform. Stolz verkünden die deutschen Politiker, was sie so gut können: Einen Kompromiss, der vor allem das Geld der Bürger kostet. Ein Kommentar.

Seit Jahren schwelt die Diskussion um eine Reform der Organspende in Deutschland. Endlich haben unsere Politiker diese Diskussion zu einem Ende gebracht und die Organspende grundlegend reformiert. Bislang musste ein Bürger zu Lebzeiten explizit der Spende seiner Organe nach seinem Tod zustimmen und damit einem Erkrankten oder Verunglückten möglicherweise nicht nur dessen Gesundheit sondern auch das Leben retten. Und jetzt ist das alles ganz… genauso.

Auch jetzt muss jeder Bürger der Entnahme und Verwendung seiner Organe nach seinem Tod explizit zustimmen. Das ist also das Ergebnis der großen Organspendereform. Egal ob Regierung oder Opposition: Alle sind stolz auf dieses Ergebnis. Denn jetzt ist alles irgendwie ganz anders. Denn jetzt werden die Bürger regelmäßig von ihren Versicherungen per Brief daran erinnert, dass sie ihre Organe nach ihrem Tod einem guten Zweck zur Verfügung stellen können. Ganz unverbindlich, wie das Politiker so gerne machen: Den Bürger nett um seine Meinung fragen und ihn nur nicht zu etwas bedrängen, was seine Stimme kosten könnte.

‚Die Regelung akzeptiert, wenn Menschen sich zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht entscheiden wollen‘, sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). ‚Aber es wird nicht lockergelassen.‘ Der Minister sprach von einem nachhaltigen Schritt.

[ Zeit.de: Bundestag beschließt Organspende-Reform ]

Nachhaltig wird es vor allem den Geldbeutel des Bürgers kosten. Da wird nicht lockergelassen. Nachhaltig eben. Denn wer wird den Verwaltungsapparat bezahlen, der um diese zusätzliche (noch eine eben, die fällt gar nicht auf) Bürokratie im Gesundheitswesen entstehen wird? Die Versicherungen? Nein, denn das sind entweder die Gesetzlichen Krankenversicherungen (die sowieso trotz kurzfristiger Überschüsse immer chronisch knapp bei Kasse sind) oder die Privaten Krankenversicherungen (die als Wirtschaftsunternehmen auf den Gewinn ihrer Eigentümer bedacht sind und sein müssen). Beide holen sich die Kosten für die Erstellung und den Versand des Briefes und des umfangreichen Informationsmaterials und vor allem die Kosten für die Verwaltung der Verwaltung (wann hat Herr Meier zuletzt… wann ist er wieder dran…) von ihren Beitragszahlern zurück. Das sind die Politiker, die… halt! Das sind ja gar nicht die Politiker, die den Kompromiss verhandelt und beschlossen haben! Das sind die Bürger!

Sie sind das! Genau sie da vor dem Display (altdeutsch: Bildschirm)! Sie werden dafür zahlen, dass Sie zukünftig regelmäßig und aufwändig gefragt werden, ob Sie bei Ihrer Meinung bleiben oder nicht. Also nichts anderes wie eine Wahl, dessen Kosten Sie aus Ihrem Geldbeutel finanzieren. Also wie eine kleine Bundestagswahl mit Wahlkampf davor. Vielleicht auch nur eine Landtags- oder Kommunalwahl. Aber Sie haben die Wahl.

Eine Organspende-Reform, die die Bezeichung „Reform“ verdient gehabt hätte, wäre eine solche gewesen:

  • Ab 1. Januar 2013 ist jeder Bürger per Gesetz Organspender.
  • Der Bürger oder sein gesetzlicher Vertreter kann dem widersprechen (beispielsweise aus religiösen oder persönlichen Gründen).
  • Der Widerspruch kann formlos ohne Angabe von Gründen erfolgen und muss hierfür vom Bürger schriftlich bei sich getragen werden („Organ-Nichtspender-Ausweis“).

Das wäre eine Reform gewesen. Aber möglicherweise hätten ein paar Bürger eine andere Meinung vertreten, diese bei der nächsten Wahl dokumentiert und einem Politiker ihre Stimme verweigert. Das wäre einfach zu teuer gewesen – dem Politiker natürlich.

Typisch deutsch: Niemandem wehtun, dafür einen teuren Kompromiss aushandeln, eine Verwaltung aufbauen (damit das seine Ordnung hat), den Bürger dafür bezahlen lassen und irgendwann eine parteiübergreifende Initiative für Bürokratieabbau verkünden. Die kommt, da muss ich nicht lange wählen, da halte ich jede Wette.

 

Die Suche nach einer iPad-App oder Web-App mit Lokalnachrichten aus und für Rheinhessen ist schnell erledigt: Es gibt keine (derzeit, siehe Nachtrag). Dabei hätten meine Frau und ich doch gerne eine Lokalzeitung, die wir auf unseren iPads lesen und genießen könnten. Ein Duell der beiden Platzhirsche unter den rheinhessischen Lokalzeitungen Allgemeine Zeitung und Mainzer Rhein-Zeitungen.

Seit ein paar Jahren haben wir die Allgemeine Zeitung (AZ) in der Ingelheimer Ausgabe abonniert. Okay, eigentlich hat meine Frau sie abonniert. Ich ignoriere die Zeitung zunächst, auch wenn sie direkt vor mir liegt. Wozu auch eine komplette Zeitung durchstöbern auf der Suche nach Artikeln und Themen, die mich interessieren? Das erledigt glücklicherweise die allerbeste aller Ehefrauen für mich. “Das ist lustig, da, schau mal!”, “Auf der Seite ist die Todesanzeige Deiner Tante” oder “Da ist ein interessanter Artikel über die Neue Mitte in Ingelheim, ich lege ihn Dir hin!” – und schon habe ich meine personalisierte Lokalzeitung!

Was uns nervt

Doch in der letzten Zeit nervt uns so einiges. Es ist nicht der Inhalt sondern die mangelhafte “Usability” des Mediums, was im Alltag unseren Ansprüchen nicht mehr genügt. Was stört uns also besonders an der gedruckten Zeitung?

  • Der Preis. Monatlich kostet die Allgemeine Zeitung inzwischen fast dreißig Euro (28,30 Euro für die Ingelheimer Ausgabe). Wir stören uns nicht am Preis für den Inhalt sondern an dem mediuminhärenten Anteil für Papier, Druck und Transport.
  • Die Ortsgebundenheit. Wenn wir mal kurzfristig einen Tag weg sind, dann bekommen wir die Zeitung erst am Abend (weil wir übernachtet haben oder sehr früh losfuhren). Wir könnten uns die Zeitung im Urlaub sogar innerhalb Deutschlands kostenlos zusenden lassen. Doch wo bleibt da die Umwelt?
  • Die Bequemlichkeit. Einer von uns muss die Haustür öffnen und die Zeitung holen (ja, ich jammere auf hohem Niveau…). Aber im Winter bei minus 20 Grad…
  • Die Einzigartigkeit. Die gedruckte Zeitung können wir nur nacheinander lesen.
  • Die Vielfalt. Jeder bekommt dieselbe Ausgabe. Aber mich interessieren bestimmte Themen nada.
  • Das Volumen. Jeden Tag sammelt sich eine Zeitung an, die Platz wegnimmt und in die Papiertonne entsorgt werden muss.
  • Die Umwelt.

Deswegen überlegen wir, unser Abonnement zu kündigen. Wir wollen “was mit Internet”.

Was es gibt

Also stöbere ich heute morgen in diesem Internet auf der Suche nach einer elektronischen Ausgabe einer Lokalzeitung für Rheinhessen (Mainz bis Bingen und übergreifend Rheinland-Pfalz). In Frage kommen aufgrund des Angebotes nur die beiden “Platzhirsche” Allgemeine Rheinzeitung und Mainzer Rhein-Zeitung. Was ich finde, und was ich davon halte:

  • Die E-Paper-Ausgabe der Allgemeinen Zeitung (Leseprobe) überzeugt mich nicht. Viel zu printlastig. Die Benutzeroberfläche ist altbacken und umständlich. Die Navigation ist archaisch. Und dann der Preis: 19 Euro für eine reine E-Paper-Ausgabe? Wir wären bereit, 19 Euro zu bezahlen – Wenn das eine richtige Web-App mit wesentlich mehr Möglichkeiten wäre.
  • Die Allgemeine Zeitung (d.h. die Verlagsgruppe Rhein-Main) hat immerhin eine iPhone-App. Die habe ich mir angeschaut, kurz nachdem sie herauskam. Von der Idee nicht schlecht, aber die Umsetzung… (schauen Sie sich einfach die Kommentare im iTunes-Store an). Beim Filtern bakamm ich beispielsweise Artikel doppelt und dreifach (weil in Binger, Ingelheimer und weiterer Ausgabe). Und: Es ist eben keine iPad-App.
  • Die normale Seite der Allgemeinen Zeitung ist inhaltlich okay, aber eben für alle da. Es gibt eine Seite für Ingelheim. Aber ich muss hin und her springen. Vielleicht ist das besser, wenn ich mich einlogge – Doch nach über einer Stunde ist die angekündigte Email noch nicht da… Im Vergleich zur Printausgabe scheinen einige Inhalte zu fehlen. Wo ist die Todesanzeige meiner Tante?
  • Die Mainzer Rheinzeitung hat auf ihrer Webseite eine Kategorie Mainz und eine Kategorie Region. Hm, was steht da? Als erstes ein Aufmacher über Blockupy in Frankfurt, danach ein Artikel, dass sich der FCK vom Trainer trennt. Die Mainzer Region scheint inzwischen ziemlich groß zu sein, da muss ich auf der großen Seite ganz schön nach Artikeln beispielsweise über die Sexspiele in Bingen suchen. Und wo ist die Todesanzeige meiner Tante?
  • Die E-Paper-Ausgabe der Rhein-Zeitung sieht nicht gut aus. Schlecht aber auch nicht. Genauer gesagt: Gar nicht, denn ich sehe nirgendwo eine Demoausgabe und kann mir kein Bild verschaffen. Der Beschreibung nach sicherlich nicht besser als die der AZ. Korrektur: Es gibt eine E-Paper-Ausgabe (siehe unten)! Und außerdem: 17,20 Euro für web-only? Mal auf der Seite Abo & Service nachschauen, was ein Print-Abo kostet… Fehlanzeige, ich sehe keinen Preis. Noch eine Korrektur: Im Bestellformular selbst steht der Preis für das Print-Abo (19,20 Euro). Der Preis sollte viel früher und prominenter gezeigt werden.
  • Die RSS-Feeds sind der Mainzer Rhein-Zeitung und der Allgemeinen Zeitung mir zu allgemein.

Nachtrag (21.05.2012): Mainzer Rhein-Zeitung mit E-Paper und App

Die Mainzer Rhein-Zeitung hat doch eine Demoausgabe und wird demnächst eine App herausbringen. Nach meinem Tweet am nächsten Tag hat mir Lars Wienand auf Twitter geantwortet und mich korrigiert. Wienand kündigte außerdem eine App mit zusätzlichen Inhalten an, die nicht individuell konfigurierbar ist.

Mainzer Rhein-Zeitung: Doch mit E-Paper (via Twitter)

Mainzer Rhein-Zeitung: Doch mit E-Paper (https://twitter.com/#!/LarsWienand/status/204505921429307393)

Den Link auf die Demoausgabe hatte ich übersehen, obwohl er eigentlich sehr gut sichtbar ist. Die Rhein-Zeitung hat inzwischen den Link auf der Startseite korrigiert. Der Link http://epaper.rhein-zeitung.de/eweb/ wird jetzt direkt auf die Demoausgaben der verschiedenen Zeitungen der Rhein-Zeitung vom 12.05.2012 umgeleitet.

Mainzer Rhein-Zeitung: E-Paper (Quelle: Screenshot)

Demoausgabe der Mainzer Rhein-Zeitung

Nachtrag (31.05.2012): Mainzer Rhein-Zeitung veröffentlicht App

Heute veröffentlichte die Rhein-Zeitung ihre App für iPhone und iPad (App Store-Link):

  • Vollabonnenten der gedruckten Zeitung (Montag bis Samstag) erhalten das neue Digital-Abonnement zum Preis von 3 Euro monatlich (zusätzlich zum bestehenden Abonnement).
  • Wer bereits das E-Paper als Abonnent nutzt, erhält die App ohne zusätzliche Kosten.
  • Neukunden zahlen für das Digital-Abonnement 23 Euro monatlich. In Mainz kostet die Ausgabe der Mainzer Rhein-Zeitung 17 Euro monatlich.
  • Wer noch kein iPad besitzt, bekommt von der Rhein-Zeitung ein komfortables Digital-Paket geschnürt. Es besteht bei Abschluss eines 24-Monate-Vertrags aus dem neuen iPad zum Preis von einmalig 49 Euro (für Abonnenten) oder 69 Euro (für Nichtabonnenten), unserem Digital-Abonnement zum Preis von 3 Euro (für Abonnenten) oder 23 Euro (für Nichtabonnenten) sowie einem Datentarif der Deutschen Telekom zum Preis von 39,95 Euro monatlich. Preise gültig nur bis Ende Juni!
  • Im Einzelverkauf über den iTunes Store kostet eine einzelne digitale Zeitung 1,59 Euro – es lohnt sich also, ins Abonnement zu wechseln, das übrigens monatlich kündbar ist.

[ Rhein-Zeitung: Die Rhein-Zeitung erscheint ab sofort auf iPad und iPhone (auf Seite 3) ]

iPhone-/iPad-App der Rhein-Zeitung

iPad-App der Rhein-Zeitung mit Titelseite und Auswahlsequenz

Vom ersten Eindruck her gefällt mir die App: Eine gelungene App, die den Spagat zwischen Print und Online versucht und recht gut hinbekommt. Ein bisschen haptisches Gefühl ist da sogar dabei :-) Vielleicht wäre es aber auch besser geworden, sich vom Print als Vorbild zu lösen.

Das Digital-Abonnement 23 Euro monatlich? In Mainz kostet die Ausgabe der Mainzer Rhein-Zeitung 17 Euro monatlich? Den Unterschied verstehe ich nicht, möglicherweise meint das Digital-Abonnement alle Regionalausgaben (z.B. Koblenz, Mainz…)? Als Druckausgabe kostet die Mainzer Rhein-Zeitung doch 19,20 Euro (Screenshot)?

Von den 19,20 Euro ziehe ich die Druck- und Transportkosten ab und lege ich wieder Kosten für die Videos und die Entwicklung der App drauf… Ich bin mir nicht sicher, ob mir persönlich die Relation passt. In ein paar Tagen schaue ich mir die Demo genauer an.

Fotoalbum

[ Flickr Fotoalbum: Duell: AZ gegen Rheinzeitung (Diashow) ]

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Fazit

Inhaltlich reicht mir die Mainzer Rhein-Zeitung nicht. Das Web-Angebot (E-Paper) kann ich nicht beurteilen, aber das wäre mir für die Inhalte eh zu teuer. Die Inhalte der Allgemeinen Zeitung sind soweit okay für mich, auch wenn mir da im Vergleich zur Printausgabe Inhalte zu fehlen scheinen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist für mich nicht okay.

Die Allgemeine Zeitung hat für unsere Anforderungen die Nase vorne. Für einen Treppenplatz reicht das aber noch lange nicht. Aktuell scheint es keine Alternative zu Printprodukten zu geben :-(

Nachtrag (31.05.2012): Mit der App hat die Rhein-Zeitung funktional die Nase vorne. Inhaltlich fehlt mir da aber das ganz Lokale (Ingelheim, Selztal) – dafür sind mir die Bekanntschaftsanzeigen schnuppe – doch insgesamt ist der komplette Inhalt der Druckausgabe auch in der App.

Was wir wollen

Als Leser aka Rezipienten wollen wir natürlich so viel und so angenehm wie möglich. Und wir wollen in Social Media publizieren. Und wir wissen, dass dies seinen Preis hat. Wir haben eine Obergrenze für diesen Preis.

  • Wir wollen Inhalte aus der Region Rheinhessen (Bingen, Ingelheim, Selztal, Sprendlingen, Nieder-Olm, Mainz) und zu Landesthemen.
  • Wir wollen Kleinanzeigen und -nachrichten (beispielsweise Praxis-/Geschäftseröffnungen, Todesanzeigen, Wohnungsanzeigen).
  • Wir wollen filtern nach Rubrik und Region. Also beispielsweise alle Todesanzeige aus Ingelheim und Umgebung, alle Sportnachrichten aus Schwabenheim, Immobilienangebote Ingelheim/Mainz/Rheinhessen.
  • Wir wollen suchen, allgemein oder innerhalb von einzelnen oder kombinierten Filtern.
  • Wir wollen unterschiedliche Profile, also ein Profil für @diemanuela und @fwhamm. Für Familien sind sicherlich mehr Profile wünschenswert. Dafür sind wir auch bereit, im Rahmen einer Mischkalkulation einen etwas höheren Preis zu zahlen.
  • Wir wollen teilen auf Social Media wie Twitter und Facebook.
  • Wir wollen speichern in Evernote, Pocket und anderen Diensten zur persönlichen Informationsverarbeitung.
  • Wir wollen im Hochformat und im Querformat betrachten.
  • Wir wollen eine ansprechende und performante Benutzeroberfläche auf dem iPad. Es ist uns gleich, ob es eine iPad-App oder Web-App ist.

Dafür sind wir bereit 19 Euro zu bezahlen (wenn die Relation zur Printausgabe stimmt).

Sie sind dran

  • Haben Sie einen Tipp für ein Angebot, dass ich nicht kenne?
  • Was sind Ihre Ansprüche an ein modernes Angebot einer Lokalzeitung für ein Tablet oder ein Subnotebook/Netbook?
  • Sind Sie von einer Lokalzeitung und haben Beispiele, Kommentare, Fragen, Kritik?

Lassen Sie uns teilhaben!

Social Media ist ein zusammenfassender Begriff für eine Menge von Kommunikations- und Kollaborationswerkzeugen (oder auch „Kanälen“). Social Media werden zunehmend geschäftlich außerhalb und innerhalb von Unternehmen genutzt. Inzwischen hat sich der Begriff Social Business durchgesetzt (zur Abgrenzung Enterprise 2.0 vs. Social Business)

Die neue Art der Kommunikation und Zusammenarbeit mittels Social Media ändert auch die Anforderungen an Führungskräfte. „Management by Order Mufti“ funktioniert immer weniger.

Die Autorität, die Muftis zeitweise hatten und haben, kann man an der im Französischen, aber auch im Deutschen, Niederländischen und Italienischen vorkommenden Redewendung „par ordre du mufti“ erkennen (in deutschsprachigen Texten oft „per Order di Mufti“, „per order mufti“ etc.). Sie meint eine undurchsichtige, von oben herab erlassene Verordnung.

[ Seite „Mufti“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. Februar 2012, 15:11 UTC (Abgerufen: 10. Mai 2012, 13:52 UTC) ]

Stefan Pfeiffer ist Marketing Lead Social Business Europe bei IBM Deutschland und gab den Netmedianern in Vorbereitung des IOM Summit ein Interview zum Thema „Leadership 2.0“.

Weitere Erläuterungen im Artikel bei Netmedia: Leadership 2.0 – Interview mit Stefan Pfeiffer, IBM Deutschland.

Am 8. Juni 2012 ist der diesjährige Welthirntumortag. Mit dem Welthirntumortag erinnert die Deutsche Hirntumorhilfe an die Situation von Hirntumorpatienten. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 7.000 Menschen an einem bösartigen Hirntumor. Dazu kommen noch etwa 50.000 Menschen, die an Hirnmetastasen erkranken, die durch andere Krebsarten wie Lungenkrebs verursacht werden.

Der Welthirntumortag soll die Öffentlichkeit auf die Situation von Hirntumorpatienten aufmerksam machen und Solidarität mit den Betroffenen und ihren Angehörigen wecken. Der Aktionstag auch eine Mahnung an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft sein, sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen.

[ Hintergrundinformationen zum Welthirntumortag ]

Am 8. Juni 2012 ist Welthirntumortag

Aus Anlass des Welthirntumortages finden deutschlandweit zahlreiche Veranstaltungen statt. Neugierige, Wissbegierige, Patienten und Angehörige können sich über Hirntumore, ihre Ursachen und ihre Behandlung informieren.

Tag der offenen Tür am Hirntumorzentrum Frankfurt

Die erste Veranstaltung ist der Tag der offenen Tür des 2008 gegründeten Hirntumorzentrums Frankfurt an der Uniklinik der Johannes Wolfgang Goethe-Universität. Von 10 bis 16 Uhr beantworten Experten Fragen zu Ursachen und Symptomen von Hirntumoren sowie zu diagnostischen Verfahren und Therapiemöglichkeiten. An Mikroskopierstationen können Sie gutartige und bösartige Hirntumore betrachten. Besichtigen Sie Kernspintomographen oder einen echten Operationsaal.

Tag der offenene Tür im Hirntumorzentrum Frankfurt

Veranstaltungsort: Zentrum der Neurologie und Neurochirurgie (Haus 95), Schleusenweg 2 – 16, 60528 Frankfurt (Niederrad).

Weitere Veranstaltungen

  • 06.06.2012: Informationsveranstaltung im Universitätsklinikum , Gießen
  • 06.06.2012: Faszination Gehirn , Münster
  • 08.06.2012: Selbsthilfesprechstunde, Göttingen
  • 08.06.2012: Informationsveranstaltungen zu Gliomen, Mainz
  • 08.06.2012: Informationsstand zu Hirntumoren ; deren Therapie, Köln
  • 11.06.2012: Informationsveranstaltungen zu Hirntumoren, Solingen
  • 12.06.2012: Informationsveranstaltungen für Patienten, Stuttgart
  • 21.06.2012: Operationen von Hirntumoren früher und heute, Landshut
  • 23.06.2012: Zumbathon Charity Event, Aldenhoven

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Welthirntumortag sowie zu den einzelnen Veranstaltungen (Programmdownloads als PDF) gibt es auf der Aktionsseite zum Welthirntumortag 2012 der Deutschen Hirntumorhilfe.

 

Die Grenze zwischen Privat und Beruf verwischt immer mehr. Organisationen achten darauf, dass diese Grenze bestehen bleibt. Ihnen und ihren Mitgliedern beziehungsweise Mitarbeitern helfen dabei Social Media Guidelines. Doch dürfen die Organisationen den Mitarbeitern darin vorschreiben, was diese in ihrer Privatsphäre zu tun haben?

Thomas Wiegold berichtet auf Augen Geradeaus! über die Social Media Guidelines der Bundeswehr. Die Bundeswehr nennt sie Empfehlungen für einen sicheren Umgang mit Sozialen Medien: “Wenn möglich auch mit Humor”: Die Social Media Guidelines der Bundeswehr. Dabei stolperte ich über diese Formulierungen:

  1. Trennung zwischen beruflicher und privater Nutzung
    Alle Angehörigen des Bundesverteidigungsministerium (BMVg) und der Bundeswehr können privat soziale Medien nutzen. Es muss aus allen Kommentaren erkenntlich sein, wenn es sich um die private Meinung handelt (Beispiel: „Ich bin Soldat und vertrete hier meine eigene Auffassung“).

Ähnliche Formulierungen gibt es in den meisten Social Media Guidelines. Ich finde es wichtig und richtig, dass Mitarbeiter in ihrer privaten Sphäre nicht unbeabsichtigt als „Unternehmenssprecher“; auftreten und damit möglicherweise sich und das Unternehmen gehörig in die Bredouille bringen.

Aber was machen die Unternehmen mit ihren Formulierungen ? Schreiben sie ihren Mitarbeitern damit nicht vor, was sie in ihrer Privatsphäre und ihrer Freizeit tun sollen?

Wieso muss ich bei der privaten Nutzung Sozialer Medien als Privatperson preisgeben und verkünden, zu welchem Unternehmen oder welcher Organisation ich gehöre? Wie absurd sind diese Gedanken:

  • Das Türschild: „Frank Hamm, Mitarbeiter von XYZ (Privatwohnung)“.
  • Der Leserbrief: „Ich bin Frank Hamm und schreibe diesen Brief hier privat.“
  • Die Diskussion bei einer Bürgerversammlung: „Ich arbeite bei XYZ aber ich bin privat gegen die Routenführung der Umgehungsstraße“.
  • Die Signatur im Leserforum einer Zeitung: „Frank Hamm, Soldat aber hier privat“.
  • Die Begrüßung im Laden: „Mein Name ist Lohse, ich kaufe hier ein – privat!„.

Organisationen verlangen implizit von ihren Mitgliedern, in ihrer Privatsphäre ständig zu betonen, dass sie privat und als sie selbst auftreten. Persönliche Konten in „Sozialen Medien“ werden von Personen genutzt, um soziale Kontakte zu pflegen. Nicht umsonst gibt es beispielsweise bei Facebook persönliche Konten und Unternehmenskonten sowie persönliche Profile und Seiten.

Ist dies nicht eine Form der „Schuldvermutung“ und ein Eingriff der Organisationen in die Privatsphäre ihrer Mitglieder? Was denken Sie?

 

Spargel und Preise beim Spargelhof Schneider

Seit ein paar Tagen gibt es wieder Spargel in Rheinhessen, beispielsweise auf dem Spargelhof Schneider in Stadecken-Elsheim bei uns um die Ecke. Bei den geschälten ganzen Spargeln liegen die Preise je nach Qualität und Dicke derzeit zwischen 7,50 und 10,50 Euro pro Kilogramm. Der Spargelhof Schneider liegt verkehrsgünstig an der L426 kurz nach dem Ortsausgang von Elsheim in Richtung Mainz-Lerchenberg. Auf der Heimfahrt gestern konnte ich nicht widerstehen.

Spargel und Preise beim Spargelhof Schneider

Bei den grünen Spargeln liegen die Preise zwischen 2,80 Euro und 6 Euro pro 500 Gramm.

Der Spargelhof Schneider (Mainzer Straße 60, 55271 Stadecken-Elsheim) hat derzeit geöffnet von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr sowie Samstags, Sonn- und Feiertags von 8 bis 18 Uhr.

Spargelhof Schneider

Spargelhof Schneider

Beim Spargelhof Schneider gibt es übrigens nicht nur Spargel sondern auch Hausmacher Wurst, Eier & Nudeln, Kartoffeln und…

Spargelhof Schneider

frische Erdbeeren :-) Da die Saison erst an diesem Wochenende begonnen, so dass die 500 Gramm-Schale derzeit 3,50 Euro kostet. Der Preis dürfte in den nächsten Wochen auf um die 2,00 Euro fallen.

Erdbeeren/Preise beim Spargelhof Schneider

Daniel Rehn hat einen wunderbaren Blogartikel veröffentlicht, der sehr viel – nach meinem Eindruck positive – Resonanz erzeugt. Daniel sagt „Mehr Spaß, weniger Ego: Wir haben die Renaissance des Bloggens selbst in der Hand„. Und er lügt sagt nicht so ganz die passende Wahrheit dabei. Denn er hat das Bloggen nicht selbst in der Hand.

Wahrheiten sind immer konstruiert. Hier ist meine konstruierte Wahrheit über mein „richtiges“ Bloggerdasein:

Das sind alles „Fremdplattformen“, die mir jederzeit den Stuhl unter dem Hintern wegziehen können. Genau das war nach meinem Verständnis ein Hauptkritikpunkt des Entertainers und der Gottschalk-Raab-Chimäre der Netzwelt Sascha Lobo in seiner Rede auf der Republica.

Doch da ist da noch dieses INJELEA-Blog. Dies ist und bleibt mein „Hub“, mein persönliches bei einem Dienstleister gehostetes Blog mit eigener Domain. Ja, ich twittere und produziere mich auf zig anderen Plattformen. Doch ich bin mein INJELEA-Blog. Mein eigenes Blog.

Es ist bezeichnend, dass Daniel die beiden ersten Links in seinem Blogartikel zu Sascha Lobos primären Präsenzen… auf TWITTER und SPIEGEL-ONLINE setzt! Dort produziert sich Sascha, dort fühlt er sich wohl. Sascha Lobo ruft in der Kolumne „Euer Internet ist nur geborgt“ auf zum mündigen Digitalbürger und fordert:

Der Weg vom Netzkonsumenten zum mündigen Digitalbürger führt nur über eine selbstkontrollierte Web-Seite, alles andere ist unterhaltsames, nützliches, schmückendes Beiwerk.

Und dies, das schlägt dem Faß den Boden aus, macht Lobo in seiner Kolumne auf Spiegel-Online. Einer Web-Seite, die er eben nicht selbst kontrolliert. Karl May würde seinem Protagonisten an diesem Punkt diese Worte in den Mund legen: „Irokese sprechen mit gespaltener Zunge!„.

Das ist mindestens nur unterhaltsam, nur schmucklos und wenig nützlich für mich. Genauso wie seine Präsenzen auf Facebook, Google+, Formspring oder woanders außerhalb seines Blogs. Sein Blog Saschalobo.com ist nur noch schmückendes Beiwerk.

Und Daniel Rehn? Er setzt die nächsten Links in seinem Blogartikel… zu den Präsenzen von Mario Sixtus, Robert Basic, Stefan Niggemeier, Richard Gutjahr… auf Twitter.

Und Daniel Rehn schreibt seinen Blogartikel auf seinem Blog auf WordPress.com. Wo er die Renaissance des Bloggens nicht selbst in eigener Hand hat. Noch nicht mal mit eigener Domain.

Schade eigentlich.

Email ist ein alter Hut. Längst gibt es viele verschiedene Clients, Webdienste und Tools. Vor allem gibt es 40 Jahre Erfahrungen mit dem Medium. Doch immer noch wird Email als Social Media und zur Collaboration vergewaltigt. Email ist weder sozial, noch taugt Email als Collaboration Tool.

Viele Posteingänge sind riesige Massengräber. Millionen Menschen verbrauchen jeden Monat unzählige Stunden damit, ihre Emails zu verwalten. Sogar Stefan „@Digitalnaiv“ schämt sich dafür, dass er ein Email-Sortierer ist. Und was ist, wenn Sie wirklich einmal eine bestimmte Email benötigen? Richtig: Sie haben sie entweder gelöscht. Oder Sie finden sie nicht, weil Sie sich nicht notiert haben, in welchen Ordner Sie sie damals sortiert haben oder mit welchem Tag (Schlüsselwort) Sie sie versehen hatten. Damals…

Email an alle: Blog

Mein Blog ist ein Wissensspeicher für andere und für mich.

In meinem Blog lege ich jeden Artikel in einen (oder ausnahmsweise mehrere) Ordner. Einige Artikel versehe ich mit Schlagworten. Doch das mache ich nicht für mich. Es ist einerseits als Orientierung für Leser (ja, auch für Sie!) gedacht und soll andererseits den Suchmaschinen helfen (damit potentielle Leser Artikel finden). Kategorien und Schlagwörter im Blog sind für andere Leser außer mir.

Suche

Wenn ich Blogartikel suche, dann suche ich. Punkt. Meistens sogar mit der Google-Suche und der „Site:“-Einschränkung. Die Google-Suche ist so gut, wie ich geschrieben habe. Also sehr…. :-D

Doch niemand außer mir soll meine Emails in meinem Emailspeicher lesen. Schon gar nicht eine Zensursula oder ein Schäuble 2.0. Warum also Emails verschlagworten und in Ordner verstecken?

Die Suchen der verschiedenen Emailprogramme sind so gut, dass ich mir keine Gedanken darüber mehr machen muss, welchen Ordner oder welches Schlagwort ich damals benutzt hatte. Bei Desktop-Suchmaschinen wie Spotlight oder Copernic muss ich noch nicht einmal wissen, ob der gesuchte Inhalt in einer Email oder einer Datei (im Dateisystem) liegt. Und dann gibt es die fantastische Google Mail-Suche. Sie erinnern sich an Google? Deren angeblich historisch belegte Spezialität ist Suchen und Finden…

Speicherplatz

„Ja, aber der Speicherplatz!“ werden Sie mir jetzt vielleicht entgegenschmettern. Und ich schmettere Ihnen entgegen: „Wann leben Sie denn, in welcher Dekade?“ Haben Sie schon versucht, die 25 GB Speicherplatzlimitierung bei Google Mail zu erreichen? Oder nutzen Sie den unbegrenzten Speicherplatz bei Yahoo! Mail auch nur zu zehn Prozent? Wieviele Gigas von Kilobytes hat Ihre Festplatte? Hallooooooo?

So geht Email

Email dient genau zwei Meistern:

  1. Schreiben
  2. Lesen

Bei einigen Emails trifft 1. zu, bei einigen (wahrscheinlich den meisten) Emails trifft 2. zu. Und bei einigen Emails gehen Sie nach 2. über zu 1. Das nennt man dann Antworten oder Weiterleiten.

Für beide Meister müssen Sie recherchieren. Dann suchen Sie. Punkt. Fangen Sie erst gar nicht damit an, zuerst nach Ordnern oder Schlagworten zu suchen, damit Sie suchen können. Suchen Sie!

„Aber ich muss doch…“? Wann?

Was müssen Sie? Antworten? Ablegen? Sie müssen Ihre Emails organisieren? Ja, das müssen Sie. Wenn Sie aufgrund einer eingehenden Email etwas tun müssen!

  • Jetzt? Können Sie sie jetzt innerhalb von etwa zwei Minuten beantorten beziehungsweise weiterleiten? Dann machen Sie das jetzt. Sofort!
  • Gleich oder etwas später? Dann markieren Sie die Email, in dem Sie sie mit einem bestimmten Schlagwort versehen oder in einen bestimmten Ordner legen (beispielsweise „Action“). Diese Emails arbeiten Sie einmal am Tag durch und beantworten (und archivieren!) Sie sie dann.
  • Irgendwann? Der Inhalt ist so interessant, dass Sie irgendwann (wenn Sie Ruhe und Zeit) etwas damit tun wollen? Recherchieren oder antworten? Markieren Sie sie (beispielsweise mit „Sometime“). Diese Emails arbeiten Sie einmal in der Woche durch und beantworten (und archivieren!) Sie sie dann.
  • Gar nicht? Dann archivieren Sie sie. So können Sie später jederzeit danach suchen, wenn Sie sie benötigen (ich hatte da doch mal eine Email..).

Das ist der einzige Zweck für die Verwendung von Schlagwörten oder Ordnern: Die Organisation Ihres Tuns, Ihrer Handlungen mit Emails.

Löschen?

Löschen Sie Emails nur dann, wenn es sich um SPAM handelt. Es sei denn, Ihr Email-Dienstleister gibt Ihnen nur ein oder sogar nur ein paar hundert Gigabyte. Dann wechseln Sie gleich (Action!) Ihren Email-Dienstleister und archivieren Sie dann.

Getting Things Done

Das ist Ihnen alles viel zu schnell, zu Galopp? Dann schauen Sie nach weiteren Inhalten (suchen Sie!), wie Sie Ihre Emails und Ihre Arbeit organisieren können. Ein guter Anfang ist die Getting Things Done-Methode von David Allen.

Sie können auch gerne hier im Blog kommentieren (und dabei eine Frage stellen). Aber bitte schreiben Sie mir keine Email! Das wäre mir nicht sozial und nicht kollaborativ genug :-)

Die E-Mail ist tot, es lebe die Email!

„Electronic“ ist englisch. „Mail“ ist englisch. „Email“ ist englisch. Nach 40 Jahren ist es an der Zeit, endlich den korrekten Anglizismus für elektronische Post (aka „E-Post“) zu verwenden. Werfen Sie endlich die E-Mail weg! Die E-Mail ist tot, es lebe die Email!

 

Vor zwei Jahren begann die Telekom auf Twitter und kurz danach auf Facebook mit einer Revolution: Als @Telekom_hilft führt ein Team in Kiel seitdem Dialog mit ihren Kunden. Im Dialog hilft die Telekom – das geht soweit, dass der betroffene Kunde bei umfangreichen beziehungsweise längeren Themen einen festen Ansprechpartner erhält. Jetzt startet die Telekom die „Telekom-hilft Feedback-Community“. Eine Anmeldung zum Closed-Beta-Test ist jetzt möglich.

Auf der Re:publica in Berlin stellte die Telekom heute ihre neue Community vor, die von Mark Pohlmann (@tafkap) kommt:

jetzt ist es offiziell: @telekom-hilft nutzt unsere Feedback Community Brandslisten für ihre Service Strategie. Wir freuen uns sehr! #rp12

Nach den guten Erfahrungen der Telekom auf Twitter und Facebook gibt es damit eine Plattform, auf der Erfahrungen, Fragen und Antworten zentral zur Verfügung stehen. In der Feedback-Community können Kunden Fragen stellen, die von Mitarbeitern des Telekom-hilft-Teams und von Kunden beantwortet werden. Die richtigen Antworten werden von Kunden und den Telekom-Mitarbeitern markiert, so dass ein anderer Kunde bei einer Suche sofort die Lösung erhält.

Von Social Media-Plattformen wie Twitter oder Facebook kann auf entsprechende Einträge verlinkt werden. Für Facebook gibt es eine Anwendung, die in der Facebookseite von Telekom-hilft die Suche und die Anzeige aus der Feedback-Community integriert.

Damit soll einerseits die Unterstützung für den Kunden effizienter werden. Andererseits wird das Telekom-hilft-Team auf das sechsfache der bisherigen Stärke ausgebaut, um noch mehr Kunden mit Telekom-hilft zu unterstützen.

Zwei Entwicklungen helfen dem Team dabei:

  • Kunden helfen anderen Kunden mit Hinweisen und Lösungen.
  • Telekom-Mitarbeiter, die nicht zum Telekom-hilft-Team gehören, „klinken“ sich in den Dialog und helfen freiwillig bei der Lösung von Problemen.

Die Telekom lädt zur Teilnahme an der Preview der Feedback-Community ein. Auf der Seite

http://preview.telekom-hilft.de/

können Sie sich unter Angabe Ihrer E-Mailadresse für die Teilnahme an dem Closed Beta-Test registrieren.

In einer Diskussion nach der Präsentation gab es Schätzungen zur Anzahl der Registrierungen zwischen 30 und 200. Ich habe mich schon einmal registriert, um die Zahl nach oben zu treiben :-)

Wie wär’s: Machen Sie mit? Packen wir die 500?