Beziehungschaos im Netz vermeiden: Bei Twitter bin ich auf Frank Hamms Blogparade zum Thema Beziehungen und Kontakte in sozialen Netzwerken gestoßen und bin seiner Einladung zu einem Gastbeitrag nur zu gern gefolgt. Gastbeitrag von Lisa Schreiber,  Linguistin, Digital Native und PR-Beraterin bei Cortent Kommunikation.

Kein Grund für Beziehungschaos - Freunde, Friends und Follower (Alle Rechte: Lisa Schreiber)

Kein Grund für Beziehungschaos – Freunde, Friends und Follower (Alle Rechte: Lisa Schreiber)

Freunde, Kontakte oder Follower: Die Vielfalt im Social Web ist groß und ebenso groß die Gefahr, dass schnell Chaos beim Vernetzen entsteht und die Arbeitskollegen beispielsweise ungewollt Zeugen des Kriegs mit der Schwiegermutter werden. Wie also mit Kontakten im Social Web umgehen? Die Frage stellt sich uns spätestens mit dem Eintritt in ein soziales Netzwerk. Wir müssen entscheiden, wen wir wie weit in unsere Social-Web-Aktivitäten einbeziehen und für uns klären, welche Bedeutung unsere Kontakte für uns haben.

Echte Freunde oder false friends?

Selbst wenn ich jeden meiner 140 Facebook-Freunde kenne, sind das deshalb alles meine „Freunde“? Eigentlich nicht. Lehne ich nun in sozialen Netzwerken alle Kontaktanfragen von Menschen ab, die ich nicht als Freunde bezeichnen würde? Grundsätzlich nicht, wobei das akzeptable Maß letztendlich auch von der Plattform und ihren Funktionen und Gepflogenheiten abhängt.

Die meisten Mitglieder in Social Networks nutzen diese ausschließlich bis überwiegend privat. Dabei sind sie sich – mindestens unterbewusst – den Unterschieden bei ihren (Online-)Kontakten bewusst: Bei einer repräsentativen Umfrage von Bitkom und Forsa gaben 84 Prozent der befragten Netzwerknutzer an, dass sie niemals Fremde als Kontakt bestätigen würden. Flüchtige Bekannte würden 36 Prozent ablehnen. Ein Drittel würde sich nicht mit dem Chef vernetzen wollen und 13 Prozent lehnen gar Arbeitskollegen ab.

Nun verwirrt der Begriff Freund oder Friend anfangs häufig. Im englischsprachigen Raum ist der Begriff wesentlich weiter gefasst als hierzulande: Da sind Freunde einfach Menschen, die man zumindest vage kennt und die es – über kurz oder lang – nicht geschafft haben, absolute Abneigung oder abgrundtiefen Hass auf sich zu ziehen. Oliver Gassner definiert Friend treffend als „Jemand[en], auf den ich nicht schieße“ (made my day:-) – also jemanden, dem ich freundlich gesonnen bin. Und während ich unvirtuell mit unterschiedlichen Menschen (denen ich wohlgesonnen bin) unterschiedliche Informationen teile oder mich für deren Informationen interessiere, mache ich das im Social Web genauso.

Online- vs. Offline-Welt

Diese Parallelen in die Offline-Welt sind durchaus sinnvoll. Denn auch wenn Social Media großen Einfluss auf unsere Kommunikationskultur und ‑gewohnheiten haben, so bleiben bestimmte Muster doch gleich: Ein Plausch mit den Nachbarn macht uns noch nicht zu Freunden, was dem Dialog jedoch keinen Abbruch tut. Themen sind hier seltener die Bundestagswahl oder Fernsehgewohnheiten, eher noch unzuverlässige Postboten oder das neue Geschäft um die Ecke.

Genauso sprechen wir mit unseren Arbeitskollegen über andere Sachen als mit alten Uni-Kollegen, mit engen Freunden privater als vielleicht mit Personen, mit denen wir einfach spezielle oder berufliche Interessen teilen. Interessanten Themen folgen wir offline bei Veranstaltungen oder Vorträgen und schauen uns eine Fernsehsendung dazu an. Wir bewegen uns seit jeher in Kreisen, die unterschiedliche Kommunikation erfordern. Dieser Tatsache will ja auch Google+ mit seinen Kreisen gerecht werden. Schließlich legen fast 80 Prozent der Social-Network-Nutzer Wert darauf, die Sichtbarkeit ihrer Daten für bestimmte Personengruppen festzulegen.

Symmetrische vs. asymmetrische Vernetzung

Dabei habe ich festgestellt, dass meine Vernetzungsgewohnheiten auf sozialen Plattformen recht verschieden sind – je nach dem dortigen Freundschafts- oder Followerprinzip (Martin Weigert hat das auf netzwertig.com mal schön erklärt) Dort wo beide Seiten die Freundschaft oder den Kontakt bestätigen müssen (symmetrisch), vernetze ich mich fast ausschließlich mit Personen, die ich schon live und in Farbe getroffen habe – bei Facebook eher privat, bei Xing und LinkedIn eher beruflich. Damit werden meist schon bestehende Beziehungen bestätigt und auf die Online-Welt ausgeweitet.

Anders sieht es bei Twitter oder Google+ aus: Hier können sich die User auch einseitig (asymmetrisch) vernetzen. Ich kann jemandem folgen, ohne dass er mir folgen muss, und das „Eingekreist werden“ muss ich nicht zwangsläufig erwidern. Inhalt zählt, und ich tausche mich mit Leuten aus, die ich nicht immer persönlich kenne. In der Offline-Analogie: Eine Veranstaltung, auf der ich u.U. neue Leute treffe, Input bekomme und gebe sowie interessante Themen diskutiere. Online-Plattformen geben den Raum dazu.

Folgen und verfolgt werden

Neben bekannten Gesichtern folge ich auch „mir persönlich unbekannten“ Personen mit interessanten Inhalten. Dabei erwarte ich nicht, dass das Interesse erwidert wird. Umso größer die Freude, wenn das doch der Fall ist :-). Umgekehrt gilt: Jemandem, der mir folgt, folge ich gern zurück – vorausgesetzt dieser Kontakt hat ähnliche Interessen, teilt spannende Sachen, oder wir sind schon einmal ins Gespräch gekommen.

Dieser persönliche Bezug ist für mich ein entscheidendes Kriterium. Kontaktsammler haben da schlechte Chancen. Auf Twitter und Google+ habe ich jedoch beispielsweise mehr Online-Kontakte, die ich ausschließlich aus dem Netz kenne. Beide Netzwerke nutze ich übrigens sowohl privat als auch beruflich.

Ob und aus welchem Zusammenhang ich meine Kontakte kenne, vermerke ich – falls möglich – fast immer bei der Vernetzung und sortiere sie danach. Bei Facebook in Listen, bei Google+ in Kreisen und bei Xing nach Kategorien. Das weist häufig (noch) ausreichend auf den Status, die Verbindung und gemeinsame Interessen oder Themen hin. Falls Kontakte in mehrere Bereiche fallen, werden sie eben mehrfach zugeordnet.

Qualität vor Quantität

Diese relativ strikte Vorgehensweise bei Kontaktanfragen sorgt dafür, dass ich neben dem Kontakte knüpfen vor allem auch bestehende Kontakte pflegen kann. Denn von „Karteileichen“ aufgrund mangelnden Bezugs zu der Person hat am Ende keiner etwas. Erinnere ich mich (wohlgesonnen :-) ) an den Anfrager oder hilft er mir auf die Sprünge, vernetze ich mich gern mit ihm. Kontakten, die ich persönlich kenne und schätze, verzeihe ich sogar den Avatar als Profilbild – solange es weitere Anhaltspunkte für ihre Identität gibt. Einfach nur mit einer Person und 1.000 weiteren in derselben Xing-Gruppe zu sein, reicht da leider nicht. Es sei denn, wir sind dort tatsächlich ins Gespräch gekommen. Windige Accounts, die mir beispielsweise auf Twitter folgen, stören mich in der Regel nicht: Die sind nach 24 bis 48 Stunden hartnäckiger Ignoranz meinerseits meist wieder verschwunden.

Auch ich bin mit Menschen befreundet oder vernetzt, mit denen ich seit Jahren nicht mehr gesprochen habe oder mit denen ich nur kurzzeitig zu tun hatte. Aber es verbindet mich etwas mit ihnen, seien es private oder berufliche Erfahrungen und Themen.

Das Prinzip lautet „Follower und Friends nicht um jeden Preis“ – und das hat sich bisher ausgezahlt. Denn erstens habe ich für Kontakte, auf die ich mich einlasse, mehr Zeit und Energie. Das wirkt sich zweitens auf die Qualität der Beziehungen aus. Dann bin ich nicht nur statisch, sondern dynamisch vernetzt (Austausch, Dialog und so). Und welcher Kontakt findet es toll, einfach nur zur Statistikaufwertung benutzt zu werden?

Echtes Interesse

Welche Kontakte ich in meinen sozialen Netzwerken zulasse, hängt also auch von meiner Erwartungshaltung ab. Wer sich dort austauschen sowie informieren will und nicht nur mit Freundeszahlen glänzen möchte, sollte einerseits offen sein, andererseits jedoch genauer hinschauen. Denn echte Beziehungen – online oder offline – leben von echtem Interesse an der Person bzw. an ihren Themen. Dieser Leitsatz kann die Einordnung von Kontaktanfragen erleichtern.

Denn um ehrlich zu sein: Menschen zu denen ich keinen Draht habe und keinerlei Anknüpfungspunkt sehe, kann ich schwerlich echtes Interesse entgegenbringen. Und das gestehe ich umgekehrt auch anderen zu.

[message_box title=“Lisa Schreiber“ color=“blue“]Als studierte Linguistin und Digital Native ist Lisa Schreiber von Kommunikation und den Möglichkeiten der digitalen Vernetzung seit jeher fasziniert. Die Beschäftigung mit der Online-Welt bereichert ihr Leben nicht nur privat, sondern auch ihre Tätigkeit als PR-Beraterin bei Cortent Kommunikation. Zu finden u. a. auf Google+, Twitter und Xing.[/message_box]

Communication Camp Plenum

Freitag Abend und Samstag fand in Darmstadt das zweite Communication Camp statt. Unter dem Motto „Kommunizieren für den guten Zweck“ organisieren Studenten der Hochschule Darmstadt eine Veranstaltung und helfen einer sozialen oder kulturellen Organisation bei der Konzeption und beim Aufbau ihrer (Online-) Kommunikation. Dieses Mal war der Projektpartner die „Early Late Night Show“ vom Schlosskeller Darmstadt.

Am Freitag ab 18 Uhr ging es los mit einer Begrüßung und Vorstellung des Projekts und des Projektpartners. Relativ schnell kam es da bereits zu Verwirrungen um die Begriffe und Organisationen Schlosskeller, Kulturhäppchen, Early Late Night Show und vielen Begriffen.

Am Samstag dauerte das Communication Camp von 9 bis 18 Uhr. Nach einem Brainstorming und einer Sessionplanung ging es in verschiedene Workshops zu Themen wie beispielsweise

  • Corporate Identity
  • Ziele/Content Strategie
  • Medien-/Presserecht
  • Projektmanagement
  • Recruiting
  • Content-Struktur
  • Facebook (mit Aufbau der Facebook-Seite Kulturhäppchen)
  • Website
  • Tools

Kulturhäppchen

Auch am Samstag war zunächst nicht klar, ob es beim Projekt um die Early Late Night Show oder Kulturhäppchen ging. Aber das klärte der Workshop Corporate Identity: Es ging und geht umd „Kulturhäppchen“.

Alles klar? Nein? Also „Rewind“ und „Restart“:

Der Schlosskeller ist ein autonomes Gewerbe des AStA der TU-Darmstadt. Das heißt, dass wir sowohl finanziell als auch politisch unabhängig sind. Unser Ziel ist es, kulturelle und politische Veranstaltungen, Konzerte, Parties und Clubabende zu studentenfreundlichen Preisen zu ermöglichen.

[ ASTA TU Darmstadt ]

Der Schlosskeller bietet unter der gemeinsamen Bezeichnung „Kulturhäppchen“ verschiedene Veranstaltungsreihen, so beispielsweise „Kulturhäppchen: Das kosmische Bla“ und „Kulturhäppchen : SNotLDaD„. Die kryptische Abkürzung SNotLDaD steht für die Early Late Night Show. Innerhalb der Show gibt es wiederkehrende Elemente wie auch das kosmische Bla als Teil der Show ;-)

Was als Projekt für die Early Late Night Show begann, stellte sich in dem Corporate Identity Workshop heraus als ein Projekt für die „Kulturhäppchen“.

Vieles wurde erarbeitet, aber insbesondere in der Umsetzung bleiben noch einige Aufgaben offen. So wurde ein neues Konzept für die bestehende Website der Kulturhäppchen erstellt, das noch umgesetzt werden muss. Als technische Plattform wurde WordPress gewählt. Nach meiner Meinung eine gute Wahl, weil WordPress recht einfach ist, für Einsteiger gut geeignet ist und es viele Plugins gibt. Außerdem gibt es viele Personen, die dem Team von Kulturhäppchen helfen können.

Genau das ist ein wichtiger Punkt für Mitglieder auf freiwilliger Basis, die kostenlos ein regelmäßiges Programm auf die Beine stellen. Die Teammitglieder bringen sich selbst und sehr viel Zeit für die Show ein. Zusätzliche Arbeit zu dem Thema „Kommunikation & Online“ kostet etwas, über das sie nur wenig verfügen: Weitere Zeit.

Eigentlich wäre ein weiterer Tag (oder sogar zwei Tage) für das Camp für die Umsetzung sinnvoll. Doch da wird die Zeit extrem knapp für die „Kulturhäppchener“ und die Studenten. Doch ich glaube, dass es dennoch funktioniert.

Im Rahmen des Workshops Content Strategy beispielsweise entschieden wir uns für Flickr als Foto-Plattform. Auch in der kostenlosen Version ist Flickr funktional ausreichen, die Fotos können leicht hochgeladen und anschließend im Blog eingefügt oder auf Facebook geteilt werden, und die Fotos belasten den Platz auf dem gemieteten Webspace nicht. Ich habe Axel eine Einführung in Flickr gegeben und mit ihm den Account „Kulturhäppchen“ angelegt. Die Zeit war jedoch ziemlich knapp. Er wird noch Fragen haben oder plötzlich auf Fragen kommen. Ich habe ihm gesagt, dass er sich jederzeit bei mir melden kann und ich ihm dann helfen werde.

Vorschlag Vorstellungsrunde

Eine Vorstellungsrunde á la BarCamp mit drei Tags, was man kann. Damit wird die Vernetzung leichter, wenn es um die einzelnen Workshops und vor Allem das Anwenden und Umsetzen geht. Oder auch ein Google Drive Doc, in dem jeder sich bereits vor der Veranstaltung reinsetzt mit Namen, Tätigkeiten und Fähigkeiten. Damit könnte sich beispielsweise eine Gruppe zur Umsetzung oder zu Fragen mit Tools leichter finden (WordPress, Flickr, Designer…).

Google Drive

Die Arbeit mit Google Drive hat recht gut funkti0niert. Bereits vor der Veranstaltung erhielten wir Teilnehmer einen Google Drive Link zu einem Verzeichnis, in dem während der Workshops die Brainstormings, Sessionprotokolle, Arbeitsmaterialien, Ergebnisse abgelegt und auch zusammen bearbeitet wurden.

Google Drive ist eine sehr gute und kostenlose Möglichkeit für queerbeet zusammen kommende Menschen für die Zusammenarbeit. Im Unternehmensumfeld gibt es viele Sicherheits- und Kontrollbedenken. Teilweise zu Recht, teilweise zu Unrecht. Gerade aber für ein solches Projekt halte ich es für eine sehr gute Plattform, die außerdem noch weitere Möglichkeiten wie Google Talk bietet. Das kann insbesondere bei längeren Projekten die Zusammenarbeit erleichtern.

Und sonst so?

Leute, Leute, Leute… die ich zum ersten, zweiten, dritten… Mal getroffen habe. Einer der Gründe, warum ich auf solche Veranstaltungen gehe, ist das Kennen lernen und das Austauschen mit Menschen. Verschiedene Personen, verschiedene Themen, ganz andere Personen und Themen bereichern den Blick über den Tellerrand. Und außerdem lerne ich jedes Mal etwas – auch wenn ich jetzt nicht eine Aufzählungsliste konkreter Punkte bringen kann und will. Ich sehe solche Veranstaltungen und Treffen – neben dem persönlichen wichtigen Aspekt des Menschelns – unter dem Aspekt des Tacit Knowledge Managements.

Tacit knowledge (as opposed to formal or explicit knowledge) is the kind of knowledge that is difficult to transfer to another person by means of writing it down or verbalising it. For example, stating to someone that London is in the United Kingdom is a piece of explicit knowledge that can be written down, transmitted, and understood by a recipient. However, the ability to speak a language, use algebra,[1] or design and use complex equipment requires all sorts of knowledge that is not always known explicitly, even by expert practitioners, and which is difficult to explicitly transfer to users.

While tacit knowledge appears to be simple, it has far reaching consequences and is not widely understood.

Tacit knowledge. (2013, January 28). In Wikipedia, The Free Encyclopedia. Retrieved 07:05, February 18, 2013 ]

Es ist alles ganz einfach: Raus aus der faulen Haut, menscheln, Themen und Inhalte austauschen, etwas tun (auch was Gudes). Das hat weitreichende Konsequenzen. Ich beispielsweise habe 2005 mit dem Bloggen begonnen, mich von der IT weg entwickelt, bin auf BarCamps gegangen, habe Public Relations studiert und bin jetzt „irgendwie jemand anderes“ – auch wenn ich noch derselbe bin…

Es ist wie mit dem Apfel und der Schwerkraft. Ich verstehe das nicht wirklich und komplett, aber es funktioniert :-)

Fotos

Ich habe ein paar wenige Fotos gemacht und sie in einem Fotoalbum auf Flickr abgelegt.

BTW: Für das Einbinden der Fotos im WordPress-Blog benutze ich das Plugin Awesome Flickr Gallery (WordPress Plugin Page). Die Frage nach Plugins kam während eines Workshops hoch ;-)

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Rückblicke von anderen Bloggern

 

Tag Cloud

Tag Cloud

Ein paar neue interessante Artikel aus den letzten zwei Wochen für Sie zum Stöbern und Lesen. Seit einigen Jahren benutze ich Social Bookmarks. Nach Delicious und Diigo ist jetzt Pinboard das Werkzeug zur Sammlung meiner Lesezeichen. Für meine Leser kennzeichne ich besonders Lesenswertes mit dem Tag “INJELEA-Lesenswertes“. In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich diese lesenswerten Lesezeichen hier im Blog.

  • Im Nebel der Floskelsprache
    Köstlich: Eine Ausweidung oraler Sprachvergewaltigung durch Korporationen oder ihren vertretend Handelnden zum Zwecke der Erfolgsharmonisierung. Anders ausgedrückt: Bullshit Bingo. Da bleibt nicht nur extern die klare Sprache auf der Strecke sondern auch intern die Unternehmenskultur. Extrem lesenswert: „Warum können Unternehmer nie ehrlich sagen, wo es klemmt? Das wäre schon mal ein Fortschritt!“
  • Finovate Europe 2013 – Live Bericht
    Live-Bericht von der Veranstaltung in London: „“Mind the Gap” warnt die Underground Bahn an jeder Station in die Londoner City, traditioneller Sitz der traditionellen Finanzbranche. Der für zwei Tage (12.-13-2.2013) auch Veranstaltungsort der Finovate Europe 2013 Konferenz ist, der wichtigsten europäischen Konferenz für Next Generation Finance. Mind the Gap.“
  • Technologien für eine neue Generation von Financial Services. Financial Services für eine neue Generation. Und wie wir darüber denken.
    Neues Blog „Next Generation Finance“ zu Technologien, Generationenwechsel/Digital Natives), Mobile
  • The Lowdown on Google+ for Business
    Google Authorship is about to shake SERPs (Search Engine Result Pages) so you should commit to your authorship: „Google AuthorRank is shaking up inbound marketing and SEO in a major way. The concept of AuthorRank is that the reputation and influence of content creators seriously impacts the ranking of search results.“
  • 30 gute Gründe, warum sich Bloggen lohnt
    Und außerdem macht es tierisch viel Spaß :-) „Erfolgreiche Blogs leben von der Leidenschaft ihrer Betreiber und Autoren, guten Inhalten, Beständigkeit und der Kommunikation mit den Lesern. „
  • 6 Eigenschaften für erfolgreiche Change Leader – Herausforderung für die Führung in Zeiten des Wandels
    Leadership vs. Management? Leadership heißt für mich den Wandel gestalten und durch den Wandel führen. „Wandel und Change erfordern andere Führungsqualitäten als in „normalen“ Zeiten, vor allem wenn der Wandel stürmisch verläuft. Dies gilt im besonderen Maße für Banken und Sparkassen, die in der Regel nicht sehr dynamisch aufgestellt sind.“
  • The Top 5 Issues Businesses are Facing with Collaboration
    It’s not the technology, stupid! You need to embed several stakeholders and especially make collaboration es easy as possible vor the main stakeholder group: those people/employees who shall collaborate. It’s them not the management who will use it on a day to day useage.
  • Top 10 intranets are ‚genuinely enjoyable‘ for employees
    A site couldn’t just have a social section, Schade said. It had to be entirely social. Using the intranet had to be genuinely enjoyable, something you didn’t see on many intranets, even a couple of years ago.
  • Die umsonstige Startseite der Blogs
    These: Die chronologische Startseite eines Blogs vergrault Leser, die stöbern. Deswegn besser Kategorien und/oder Top-Artikel zeigen. Ich denke (erneut) über ein neues Startseitenlayout nach. „Diese Lösung ist in den meisten Fällen völlig uninteressant und unnötig, im Gegenteil, sie vergrault Leser schneller als welche zu gewinnen. Und, die Startseite ist so mit das unwichtigste Element eines Blogs überhaupt.“
  • Virgin America used Salesforce Chatter to revamp its ancient intranet, and employees love it
    Modern, social and mobile intranet as key for employee engagement: For Cisneroz, who knew nothing about the cloud going in, this project has been a dream come true. But despite her delight with Salesforce.com and Appirio, she says that the key here was that initial round of feedback from Virgin America’s workforce. „You need to deliver what [employees] need,“ Cisneroz says. „Not what you think they need.“
  • Social-Intranet-Anbieter Microsofts SharePoint und Yammer dominieren den Markt: PRREPORT.de
    „Neue Zahlen zum jungen Markt der Social-Intranet-Anbieter: Die Dominanz des Microsoft-Produkts ‚SharePoint‘ beim Aufbau sozialer Netzwerke für die interne Kommunikation und Projektsteuerung in Unternehmen bröckelt: In den Startlöchern stehen Plattformen wie Yammer, Salesforce und Jive, wie die neue Untersuchung „E 2.0 Watch“ nahelegt.“
  • Deutsche Neophobie: Die Furcht vor Neuem verhindert die Modernisierung
    Herrlicher begründeter Rant. Es muss also ein Ruck durch Deutschland gehen. Wird vermutlich wie Herzogs Aufruf ins konservative Nirvana abgleiten :-( „Was sich seit Jahren im digitalen Diskurs zeigt, tritt immer häufiger in anderen gesellschaftlichen und politischen Fragen zu Tage: Deutschland muss sich erneuern, auch abseits von Ingenieurskunst und Forschung. Die Angst vor Neuem wird zum großen Problem.“
  • Studien rund um Finanzdienstleistungen
    sehr Umfangreiche Linksammlung! „Hier finden Sie Studien mit einem direkten Bezug zu Banken, Sparkassen und anderen Finanzdienstleistern.“

Viel Spaß beim Lesen und… live long and prosper!

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Wein und Tapas in Schwabenheim

In den Höfen Schwabenheims findet der Schwabenheimer Weinsommer mit Wein & Tapas statt, wie jedes Jahr am letzten Aprilwochenende. Auch wenn wir seit Ende 2012 nicht mehr in Schwabenheim wohnen, so ist unser der Weg nicht zu weit für ein paar Gläschen und Häppchen :-) Für 30 Euro erhalten Sie in den elf teilnehmenden Weingütern jeweils eine Kleinigkeit zu Essen (Tapas) und eine Weinprobe:

Margaretenhof, Schuck, Luy, Klos, Rott, Schumann, Schenkel, Wolf, J. König, L. König, Immerheiser.

[ Quelle: www.schwabenheim.de ]

  • Samstag, 27. April 2013: 14 bis 22 Uhr
  • Sonntag, 28. April 2013: 11 bis 20 Uhr

Der Startpunkt ist auf dem Schwabenheimer Marktplatz. Sie können von dort aus in einem Rundgang die Weinhöfe der Winzer abklappern oder sich in den Anhängern von den „Treckershuttles“ von Hof zu Hof fahren lassen

Einhundert Weine gibt es zur Auswahl. Ob sie die allerdings alle schaffen zu probieren… Irgendwann sollten Sie dann auf das Treckershuttle anstelle auf Ihren Gleichgewichtssinn vertrauen :-)

Wein und Tapas in Schwabenheim an der Selz 2013

Wein und Tapas in Schwabenheim an der Selz 2013

iPhoneography auf Android mit Snapseed

iPhoneography auf Android mit Snapseed

Seit über zwei Jahren läuft mein Projekt „Meine 365“ bereits. Ich startete es als iPhoneography-Projekt mit meinem iPhone 4, später kam mein iPad mit gelegentlichen Aufnahmen hinzu. Jetzt habe ich ein Android Smartphone (Samsung Galaxy S3) und mache nach einem Durchhänger munter weiter:

Jeden Tag mindestens eine neue Tat: Ein Bild für alle.

Seit Dezember benutze ich anstelle des iPhone 4 mein Samsung Galaxy S3. Meine Erfahrungen mit dem Galaxy S3: Gute Fotos, aber nicht ganz so gut wie mit dem iPhone 4. Nahaufnahmen sind oft unscharf, die Farben wirken manchmal irgendwie unecht. Dennoch bin ich für mein Fotoprojekt damit zufrieden. Allerdings kenne ich nicht viele Android Foto Apps zum Editieren.

iPhone

Für das iPhone gibt es viele teilweise kostenlose oder zumindest kostengünstige Foto Apps. Meistens benutze ich Camera+, um die Fotos zu verfremden, zu optimieren oder einfach nur für einen Ausschnitt. Dann speichere ich das geänderte Foto und schicke es per Email an „Meine 365“, Flickr und Facebook. Email ist nach meiner Erfahrung die zuverlässigste Möglichkeit, ein Foto bei mehreren Diensten auch bei schlechter Internetverbindung hochzuladen.

Android

Leider gibt es Camera+ nicht für Android. Meistens benutze ich die App Snapseed, die ich gelegentlich auch auf dem iPhone benutzte und deren Entwickler Nik Software Ende letzten Jahres von Google übernommen wurde. Außerdem habe ich bereits die App HDR Camera auf dem S3, die ich allerdings noch gar nicht benutzt habe :-)

Da ich gerne für unterschiedliche Möglichkeiten auf unterschiedliche Apps zurückgreife, habe ich auf Facebook, Google+ und Twitter um Tipps für eine Android App gebeten:

Bin auf der Suche nach einer geilen Foto Android Phone App. Nix Community sondern Editor mit Effekten. Habt Ihr Tipps?

Hier sind die Tipps, die ich für eine Android Foto App erhielt:

Danke für die Tipps! In den nächsten Wochen werde ich also ein wenig „herumspielen“ :-)

Haben Sie noch einen Tipp? Welche Foto App benutzen Sie auf Ihrem Android Smartphone für die Bearbeitung und Optimierung von Fotos?

Zum Stöbern habe ich auf Flickr ein kleines Fotoalbum mit Beispielen meiner aktuellsten 365-Fotos zusammengestellt.

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Friend_Contact_or_Foe

In den sozialen Medien gibt es zahlreiche Kennzeichnungen für die Beziehungen zu Kontakten. Ständig verschicken Benutzer Kontaktanfragen. Doch nicht jeder sieht in einem „Friend“ auch einen Freund. Manchmal sogar einen Gegner („Foe„). Mein Beitrag zur Blogparade über die Bedeutung von Freunden, Kontakten und Kontaktanfragen im Social Web.

Menschen und Organisationen bauen Beziehungen in sozialen Medien und sozialen Netzwerken auf. Eine Kontaktanfragen folgt der anderen und plötzlich ist Mensch mit hunderten anderen Menschen befreundet. Wirklich? Jeder Teilnehmer interpretiert den Beziehungsstatus einer Plattform letztendlich für sich selbst, verschickt und akzeptiert Kontaktanfragen dementsprechend. Und doch: Plötzlich ist man in vielen Beziehungen. Manche Tools analysieren diese Beziehungsnetzwerke, interpretieren sie selbst (womöglich anders) und zeigen wunderschön anzusehende lebendige Grafiken. Und schon ist man „Friend“ des verhassten Gegners aus dem Minigolfvereins im Nachbardorf.

Was ist eine Beziehung

Das alles erinnert mich an die Modellierung von Datenbanksystemen in den Achtzigern. Die aufkommenden relationalen Datenbanken erforderten eine saubere Planung und Definition der Strukturen. Die Entity Relationship Modelle (ERM) mit verschiedenen Ausprägungen wurde immer notwendiger je realitätskonformer die Abbildung der realen Welt in den Datenbanken erfolgen sollte.

„A ist Kunde von B“ ist doch einfach, oder? Ist A aber bereits Kunde, wenn er ein Angebot eingeholt, oder erst wenn er den Vertrag abgeschlossen hat oder erst wenn er bezahlt hat? Ist er nach fünf Jahren auch noch Kunde? Ist die Beziehung beendet, wenn er den Vertrag gekündigt hat? Oder erst, wenn das Mahnverfahren gegen ihn wegen offen stehender Rechnungen beendet ist?

Wer ein schönes grafisches Datenbankmodell inklusive Normalisierungen ausdrucken konnte, der war als Unternehmen schon weit. So lange, bis der Datenmodellierer und der Programmierer das Unternehmen oder gar nur die Abteilung verlassen hatten. Was bedeutete noch mal „ist Kunde“? Dann ging das Interpretieren der Nachfolger los. „Warum ging der Newsletter an Kunde A raus, der hat sich beschwert. Warum beschwert der sich denn, der ist doch noch Kunde?“ Und der vermeintliche Kunde sah das noch einmal ganz anders…

Kontaktstatus

Und jetzt haben wir diese sozialen Plattformen mit ihrem jeweiligen Kontaktstatus mit denselben Interpretationsschwierigkeiten wie bereits in den Achtzigern. Selbst wenn die Plattformen diesen Status irgendwie und irgendwo dokumentiert haben, so interpretieren die Teilnehmer ihn für sich selbst immer wieder neu. Jeder einzelne ändert die Statusinterpretation immer mal wieder, und für die Gesamtmenge der Teilnehmer kann dies im Zeitverlauf ebenfalls zu Veränderungen der Interpretation führen.

„Kontakt“ bedeutet eine Kommunikationsschnittstelle, eine Kontaktfläche. Mehr erst einmal nicht. Für eine Dokumentation, den Kontaktstatus, gibt es zwei verschiedene Arten:

  • Zweiseitiger Kontaktstatus: Einer von beiden Teilnehmern stellt eine Anfrage an den anderen Teilnehmer („Kontaktanfrage“). Der zweite Teilnehmer muss dieser Anfrage zustimmen. Dann ist bei beiden Teilnehmern sichtbar, dass sie Kontakte sind.
  • Einseitiger Kontaktstatus: Einer von beiden Teilnehmern legt fest, dass er ein Kontakt des anderen ist. Der andere muss nicht zustimmen. Ein Widersprechen ist möglicherweise lediglich für Fälle wie Spam oder Belästigung vorgesehen.

Bei beiden Kontaktstati kann die Plattform mit der Festlegung Folgeaktionen verbinden. So können Statusupdates des jeweils anderen sichtbar werden (beispielsweise erscheinen Statusupdates des anderen in meiner Twittertimeline) oder Benachrichtigungen über Aktionen des jeweils anderen an einen versendet werden. Möglicherweise kann ich solche Folgeaktionen wieder ausschalten aber dennoch den Kontaktstatus beibehalten (beispielsweise keine Statusupdates vom Freund A auf Facebook mehr).

Der Kontaktstatus wird von jedem individuell spezifisch für jede Plattform interpretiert und festgelegt. Dies belegen die vielen Diskussionen und Freundes- oder Kontaktanfragen, die zu erleben ich seit den Achtzigern nicht immer die Freude hatte. Glauben Sie mir: In dieser Beziehung ;-) ähneln sich die Plattformen FidoNet, CompuServe, Facebook, Twitter, Google und Co.

Meine Interpretationen

Was bedeuten also „Kontakt“ auf Xing, „Freund“ auf Facebook oder „Contact“ auf Linkedin oder Foursquare? Was bedeuten also „Follower“ auf Twitter, „eingekreist“ auf Google?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, wie ich den jeweiligen Kontaktstatus einer Plattform für mich interpretiere und damit umgehe. Manchmal jedoch frage ich mich bei einer Kontaktanfrage sogar: Friend or Foe?

Hier sind meine Interpretation für ein paar Plattformen zu deren Kontaktstatus sowie meine Haltung dazu.

Blogs (Blogroll)

Blogs? Ja, Blogs! Alle Blogs – egal auf welcher technischen Plattform – sind für mich eine kommunikative Plattform. Das Eintragen eines anderen Blogs in die eigene Blogroll ist für mich das Vergeben eines einseitigen Kontaktstatusses. Ich trage ein Blog (und damit die Autoren des Blogs) in meine Blogroll ein, weil ich dessen Inhalte und dessen Autoren schätze. That’s it. Ich erwarte keinen Eintrag meines Blogs in die Blogroll des anderen Blogs (auch wenn ich mich darüber freuen würde…).

Ich nehme an keinem Linktausch teil. Never ever. Wenn ich in einer anderen Blogroll stehe und das andere Blog in meiner Blogroll steht, dann war das die freie Entscheidung von uns beiden ohne Absprache.

Twitter

Bei Twitter handelt es sich ebenfalls um einen einseitigen Kontaktstatus. Er lautet „Following“. Ich folge anderen Twitterern (Personen oder Organisationen), weil ich deren Inhalte und/oder Personen schätze. Damit werde ich deren Follower. Keine zweiseitige Absprache. Wenn wir uns beide followen, dann sind wir Friends aber keine Freunde. Wir followen uns lediglich gegenseitig. Was nicht ausschließt, dass wir… Sie verstehen?

Facebook

Ein Kontaktstatus („Friend“, „Freund“) auf Facebook ist ein zweiseitiger Kontaktstatus. Ich muss also die Anfrage des anderen genehmigen. Umgekehrt genauso. Wir sollten uns also daher wirklich kennen und nicht auf demselben Planeten leben. Im Allgemeinen sollten wir ein paar Argumente oder Links ausgetauscht haben.

Ich bin als „Antragsteller“ eher zurückhaltend, weil ich Sie nicht belästigen möchte. Wenn Sie der Ansicht sind, dass wir uns nicht nahe genug für eine „Freundschaft“ auf Facebook sind, dann lehnen Sie ab. Kein Zögern, kein Bedauern. Ich bin Ihnen nicht böse. Seien Sie mir bitte auch nicht böse, wenn ich Ihre Anfrage ablehne.

Google+

Eine einseitige Sache. Sie kreisen mich ein, weil… (das müssen Sie wissen!). Ich kreise Sie ein, weil ich Ihre Inhalte und Standpunkte und möglicherweise Sie als Person schätze. Wir teilen irgendwie ähnliche Interessen in unseren beruflichen, fachlichen, persönlichen oder privaten Sphären. Wir bewegen uns in ähnlichen Kreisen. Möglicherweise will ich über den Tellerrand schauen und verlasse mich auf die Empfehlung oder die Meinung anderer.

Foursquare

Einerseits ist das auf Foursquare eine zweiseitige Sache. Andererseits nehme ich so ziemlich alle Kontaktanfragen an. Das gemeinsame Interesse ist hier das Lokale oder mögliche Lokale. Wenn Sie allerdings angeblich Uma Kayvhoria aus Evratkuhrtar sind und bereits 792 Friends haben, dann ignoriere ich Sie. Auch wenn wir 58 gemeinsame Kontakte haben. Auch wenn Sie es auf Facebook bereits einmal versucht haben.

Tumblr

Auf Tumblr wird einseitig gefollowed. Da geht es mir um interessante Inhalte (Texte, Fotos, Filme) von Leuten, die ich ansonsten kenne oder auch nicht. Wenn Sie mir folgen, dann schaue ich mir Ihre Artikel an und folge Ihnen eventuell. Ich neige allerdings dazu, mein Dashboard auf Tumblr zu vernachlässigen.

Flickr

Auf Flickr können Sie mich einseitig als Kontakt hinzufügen. Das tut mir nicht weh. Wenn mir Ihre Fotos gefallen, dann füge ich Sie (ebenfalls) als Kontakt hinzu. Das tut Ihnen ebenfalls nicht weh. Es geht um Fotos und nicht ums Kuscheln.

Linkedin/Xing

Auf Linkedin und Xing erhalte ich ständig Kontaktanfragen von irgendwelchen Leuten, mit denen ich nach bestem Wissen und Gewissen noch nie zu tun hatte. Oft haben diese Personen eine Funktion im Marketing oder sind bei einer Personalberatung oder sind Verkäufer oder was auch immer. Ich lege Wert darauf, keinen zweiseitigen Kontaktstatus mit solchen Leuten zu haben.

Andererseits verXinge/verlinkedinne ich mich gerne mit Arbeitskollegen, Bekanntschaften von Konferenzen und Unkonferenzen. Solche zweiseitigen Kontakte sind eine schöne Sache. Sagt man. Schön, wenn wir Kontakt halten können, von der Plattform gegenseitig an den Geburtstag erinnert werden. Nein ich lästere nicht. Aber ich nehme nur Personen in meine Kontaktsphäre, mit denen ich eine Beziehung habe.

Last.fm

Auf Last.fm höre ich gerne Musik nach meinem Geschmack oder nach einem bestimmten Musikstil, gelegentlich auch nach dem etwas anderen Geschmack anderer. Fügen Sie mich gerne hinzu. Ich Sie eventuell auch. Ganz im Ernst: Ich weiß momentan nicht, ob das auf Last.fm eine einseitige oder eine zweiseitige Sache mit dem Kontaktstatus ist :-(

Meine „Rules of Engagement“

Ich bekomme ständig Kontaktanfragen oder -benachrichtigungen über einen Kontaktstatus für die oben genannten Plattformen. Oft freue ich mich darüber. Manchmal amüsiere ich mich darüber. Nicht immer erfreut es mich. Und manchmal ärgere ich mich. Für zweiseitige Kontaktanfragen habe ich meinen kleinen Leitfaden. Gehen Sie ihn durch, bevor Sie mich kontaktieren. Ich mache das auch, bevor ich Sie kontaktiere.

Positives Engagement

Kennen wir uns? Haben wir uns persönlich getroffen und unterhalten? Sie als Kunde, ich als Auftraggeber? Oder umgekehrt? Auf einer Veranstaltung, einem BarCamp? Hatten wir online Unterhaltungen auf Facebook, Twitter, Blogs und Co? Man sagt, Namen seien Schall und Rauch. Aber selbst aufgrund von Profilbildern kann ich mich möglicherweise nicht erinnern. Überraschenderweise weiß ich nicht immer alles. Noch schlimmer: Manchmal kann ich mich an mein Wissen einfach nicht erinnern. Helfen Sie mir auf die Sprünge. Geben Sie mir daher bitte einen kurzen Hinweis, wenn es etwas länger her ist („Wir haben uns des Öfteren auf Facebook/Twitter/XYZ ausgetauscht, deswegen würde ich mich gerne vernetzen“) oder wenn es nur kurz war („Wir haben uns letzte Woche kurz in der Pause bei der Konferenz XYZ über ABC unterhalten“).

Dann beantworte ich ihre Kontaktanfrage gerne positiv. Wenn Sie mich einfach nur einmal treffen wollen, dann schicken Sie mir eine Nachricht oder schauen Sie auf meinen Kalender und schicken Sie mir eine Terminanfrage.

Negatives Engagement

Oder haben wir nur denselben Kinofilm gesehen, haben beide Interesse an Social Media oder wohnen sogar im selben Land – oder auf derselben Erde? Wollen Sie mir eine persönliche Nachricht schicken und müssen sich deswegen mit mir verkontakten (lesen Sie mein Profil oder mein Impressum!)? Ihr Profilfoto besteht aus einem unpersönlichen Avatar oder einer Landschaftsaufnahme mit Ihnen als 1×1 Pixel? Kein Wohnort, keine Basisangaben außer dem Namen?

Das reicht mir nicht. Sorry. Not. Solche Kontaktanfragen ignoriere ich. Sowohl für einen zweiseitigen Kontaktstatus als auch für einen einseitigen Kontaktstatus. Dann reicht es weder für Friend noch für Contact – sehr wohl aber für Foe.

Fragen Sie nicht nach – es sei denn, Sie können mir etwas liefern, was mich zu einem positiven Engagement veranlassen dürfte.

Wie gehen Sie mit Kontaktanfragen um? Was ist ein Friend auf Facebook für Sie?

Friend_Contact_or_Foe

In den sozialen Medien gibt es zahlreiche Kennzeichnungen für die Beziehungen zu Kontakten. Ständig verschicken Benutzer Kontaktanfragen. Doch nicht jeder sieht in einem „Friend“ auch einen Freund. Eine Blogparade über die Bedeutung von Freunden, Kontakten und Kontaktanfragen im Social Web.

Menschen und Organisationen bauen Beziehungen in sozialen Medien und sozialen Netzwerken auf. Die Kommunikation und die Interaktion miteinander führen zu einem Netzwerk von unterschiedlichen und unterschiedlich intensiven Beziehungen. Beziehungen wachsen und schrumpfen im Zeitverlauf stark. Oft verändern sie sich, und manchmal verschwinden sie. Beziehungen sind kein Status sondern ein ständiger Prozess. Nicht umsonst wird Public Relations im Deutschen meistens mit „Öffentlichkeitsarbeit“ übersetzt.

Doch alle soziale Plattformen, die ich benutze, versuchen bestimmte Standardbeziehungen in einem Status abzubilden. Diese Standardbeziehungen heißen dann beispielsweise „Freund“, „Fan“, „Liker“, „Follower“ oder „Kontakt“. Diese Bezeichnungen stehen dafür, dass zwei Kommunikationsteilnehmer in einer bestimmten Beziehung zueinander stehen. Sie werden von mindestens einem der beiden Teilnehmer vergeben und nach außen hin kommuniziert und dokumentiert.

Kaum eine der Plattformen dokumentiert diese Beziehungsarten ausführlich, verständlich und leicht auffindbar. Die Teilnehmer, jeder für sich selbst, interpretiert den Beziehungsstatus und legt ihn fest. Wenn die Plattform für den Beziehungsstatus eine Genehmigung erfordert, dann erhält der andere Teilnehmer eine Kontaktanfragen. Spätestens an diesem Punkt kommt es zu Diskrepanzen im Verständnis darüber, was ein Beziehungsstatus bedeutet.

Was ist eine Blogparade?

Jemand ruft zu Beiträgen zu einem Thema auf.

Ein Blog-Karneval bzw. eine Blog-Parade ist eine Blog-Veranstaltung, bei der ein Blog-Betreiber als Veranstalter ein bestimmtes Thema festlegt (z.B.: Was ist Deine originellste Methode, eine Flasche Bier zu öffnen?), dieses als Blog-Beitrag veröffentlicht und die lesenden Blogger dazu auffordert, innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums (üblich ist ein Zeitraum von 1-4 Wochen) einen Artikel zu diesem Thema im jeweils eigenen Blog zu veröffentlichen und den Veranstalter entsprechend über die Veröffentlichung zu benachrichtigen.

[ Blog-Parade: FAQ ]

Dadurch entsteht ein Sammelsurium verschiedener Fakten und/oder Ansichten zu einem Thema. Viele Personen können sich so eine umfassende Übersicht verschaffen und mit eigenen Beiträgen zur Meinungsbildung beitragen. Gemeinsam sind wir stark ;-)

Die Blogparade

Wie Sie an dieser Blogparade teilnehmen können:

  • Schreiben Sie einen Artikel über die Bedeutung von Freunden, Kontakten und Kontaktanfragen im Social Web.
  • Veröffentlichen Sie Ihren Artikel bis zum 22. März 2013 in einem Blog und verlinken Sie auf diesen Artikel.
  • Verlinken Sie hier in einem Kommentar zu Ihrem Artikel.
  • Ob Ihr Blog auch die Bezeichnung Blog hat, ist unwichtig. Wichtig ist, dass der Artikel einen Permalink hat und kommentiert werden kann.
  • Es liegt an Ihnen, welche journalistische Darstellungsform Sie verwenden. Als Blogger sind Sie schließlich genau so Journalist wie ich.
  • Optional: Benutzen Sie das Hashtag #bpfkk auf Twitter oder Google+.
  • Ich sammele alle Artikel hier in diesem Beitrag und verlinke entsprechend.

Was mich interessiert? Das, was Sie interessiert. Ich würde gerne wissen, wie Sie mit dem Thema „Beziehungsstatus und Kontaktanfragen“ umgehen.

Was ist beispielsweise für Sie ein „Friend“ auf Facebook? Was halten Sie von Kontaktanfragen von einer Ihnen unbekannten Person mit dem Namen Uma Kayvhoria aus Evratkuhrtar? Akzeptieren Sie Kontaktanfragen nur, wenn Sie sich schon einmal persönlich getroffen haben?

Oder aber Sie haben einen gänzlich anderen Ansatz. Beispielsweise eine wissenschaftliche Abhandlung oder eine besonders lustige Geschichte. Schreiben Sie, was und wie immer Sie wollen.

Gesammelte Beiträge #bpfkk

 

Tag Cloud

Tag Cloud

Tags (Schlüsselworte) waren eine der großen Neuerungen im Web 2.0. Zunächst nur bei Social Bookmarks bekannt geworden, gibt es sie inzwischen in vielen Diensten. Doch wo bleibt der Dienst, der mir bei meinen Tags hilft?

Tags hier, Tags da, Tags überall: Social Bookmarks, Evernote, Outlook, Gmail, Pocket…

Nicht immer heißen sie Tags. Doch auch die Kategorien in Outlook sind für mich nichts anderes als Tags. Meine Social Bookmarks liegen bei Pinboard, vorher bei Diigo, davor bei Delicious.  Bei etwa sieben Jahren sammeln sich da Tags in verschiedenen Schreibeweisen an. Evernote nutze ich inzwischen auch etwa drei Jahre. Schnell ist ein Tag vergeben oder geändert oder gelöscht. Doch so schnell und vorteilhaft das dezentrale einfache Vergeben von Tags ist, so nachteilig ist es für mich mit ein paar Tausend Tags, die über alle möglichen Diensten verteilt sind.

Warum muss ich meine Tags überall separat vorhalten und so beispielsweise unterschiedliche Schreibweisen riskieren (nein, nicht riskieren: Das passiert quasi systeminhärent automatisch)?

Warum gibt es keinen Tagging Service, bei dem ich alle meine Tags/Keywords zentral verwalte und nicht separat bei jedem einzelnen Dienst?

Wenn ich dann beispielsweise anfange ein Tag zu tippen, kommt die automatische Vervollständigung vom Tagging Service. Umbenennen eines Tags? Kein Problem: Einmal im zentralen Tagging Service geändert, erfolgt die Änderung in allen anderen Diensten. Oder auch in beispielweise Evernote gelöscht oder geändert: Schwups, zu allen anderen Diensten gelöscht oder verteilt.

Träumen wird man ja wohl mal dürfen…

Tag Cloud

Tag Cloud

Seit einigen Jahren benutze ich Social Bookmarks. Nach Delicious und Diigo ist jetzt Pinboard das Werkzeug zur Sammlung meiner Lesezeichen. Für meine Leser kennzeichne ich besonders Lesenswertes mit dem Tag “INJELEA-Lesenswertes“. In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich diese lesenswerten Lesezeichen hier im Blog.

  • ROI von e-Projekten: (Wie) geht das? – Das ewige Thema – Namics Weblog

    Die ewige Frage nach dem ROI. Das Management bekommt immer irgendeine irgendeine Antwort. Schließlich will man ja das Projekt durchführen und wird entsprechend argumentieren. Aber:

    „Aus Management-Sicht bedeutet das: Wer sich zu stark an der Kennzahl orientiert und unbedingt darauf besteht, einen ROI zu hören, wird eine Zahl bekommen. Diese wird aber so ungenau sein, dass sie schlussendlich so gut wie nichts aussagt.“

  • Online-PR: 7 Erwartungen und mehr Fragen « GEDANKENSPIELE by Dominik Ruisinger

    Dominik Ruisinger: „Ich will vielmehr ein paar Herausforderungen aufzeichnen, die ich beobachte, die ich erwarte, die ich mir wünsche, um Online-PR wirklich mit weiterem Leben und Inhalt zu füllen. “

    Und auch hier wieder: Weg vom Spezialistentum hin zum Allrounder, der über den Tellerrand schaut und auch hinüber greift.

  • Zukunft Online-PR: Gute Inhalte und Kommunikation jenseits des Kontaktformulars | Online-PR-Praxis

    Die große Zeit der Spezialisten ist vorbei IMHO. Sicherlich wird es sie im Einzelnen weiter geben, aber ohne einen ständigen Blick über den Tellerrand und auch mit der Gabel in dem Nachbarteller wird es nicht mehr gehen.

    „In der Zukunft wird vieles zusammenwachsen. Das Onlinemarketing mit seinen Hau-drauf-Methoden wird ausgedient haben. Gleiches gilt für die etablierte PR. Sie wird ihr gepflegtes Wir-kommunizieren-und-machen-keine-Werbung-Selbstverständnis revidieren müssen. PR-Leute machen ein wenig Werbung, Marketingfuzzis ein bisschen Kommunikation. Die alte Trennung der Disziplinen ist nicht mehr zeitgemäß.“

  • Der Google Author Rank und Google+: Worauf es in Zukunft wirklich ankommt
    Guter Artikel für das Verständnis von Zusammenhängen. Philip Steuer macht sich Gedanken über Google: Google Suche, Google Autoren, Google Seiten und Google Profile. „Was für Einflussfaktoren gibt es? Wie sieht die Rolle des Google+-Profils aus und wie unterscheidet sie sich zu einer Google+-Seite?“
  • What Can You Learn from an Orchestra Conductor?
    I met Itay twice. One time at Next conference and the other time at a special get together aboard a ship on river Elbe (Scope). Managers who want to be leaders should watch those vids and think about why employees would „follow“ them.
  • Social Media Monitoring führt zur nachhaltigen Echtzeit-Kundeninteraktion
    Monitoring bedeutet nicht nur Beobachten sondern auch Reagieren und Chancen zur nachhaltigen Kommunikation nutzen. „Im Rahmen des Social Media Monitoring Forums, das unmittelbar bevorsteht, erklärt der Social Media Officer Ferdinand von Reinhardstoettner, welche Rolle der Monitoring-Prozess in seinem Arbeitsalltag bei Telefónica Deutschland spielt und wie er sich weiterentwickelt“
  • Social Media Studien 2012: Übersicht für Forschende
    Eine umfangreiche Übersicht von Marcel Bernet. Hilfreich für PRler und Kommunikatoren als Quellen für Präsentationen. Danke Marcel!
  • Die wildesten Theorien für ein gutes Google-Ranking

    Meine These: Learning by Doing. Wer ein paar Jahre lang Artikel selbst geschrieben hat und anschließend deren Ranking bei Google gesehen hat, der lernte stetig Dos and Don’ts. So lange, bis er intuitiv ein paar Regeln berücksichtigte, die ihm ein vernünftiges Maß an Einschätzung verschaffen. Diese 10 Thesen passen recht gut dazu.“Die Zeiten, in den sich ein Seo seiner Sache sicher sein konnte, sind Vergangenheit. Google hat seinen Algorithmus so verkomplexiziert, dass man keinerlei verifizierbare Aussagen über Rankingfaktoren mehr ziehen kann.“

Live long and prosper!

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