Social Media Editor
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Soziale Netzwerke sind für viele Mitarbeiter und Führungskräfte immer noch ein #Neuland, das sie vor Allem mit Gefahren und nicht mit Chancen verbinden. Was aber passieren kann, wenn man sich auf dieses Neuland einlässt, zeigt ein herrlich unaufgeregtes und spannendes Interview mit Lars Wienand.

Lars Wienand ist „140-Zeichen-Setzer“ bei einem Unternehmen. Für sein Unternehmen tummelt er sich auf sozialen Netzwerken,  die Fakten- und Meinungsmärkte darstellen. Und damit macht er sein Unternehmen besser:

Es ist ganz klar so, dass uns soziale Netzwerke jeden Tag an irgendwelchen Stellen besser machen. Sie machen uns entweder schneller, weil wir früher was erfahren, oder sie korrigieren Fehler, sie korrigieren Einschätzungen. Da draußen sind so viele Menschen, die zu so vielen Themen Experten sind, die sich dann auch zu Wort melden, die Ergänzungen liefern. Wir profitieren jeden Tag davon.

Für seine Kollegen sei er in manchen Teilen eine Belästigung. Doch andererseits sei er eine zusätzliche Quelle, eine Sammlung von Quellen. Seinem Unternehmen verschaffe er Hinweise, die es sonst nicht erfahren hätte. Aus Sucht oder Pflichtgefühlt laufe man Gefahr, gar nicht mehr abzuschalten, Freizeit und Beruf würden verschwimmen. Aber er hat Spaß ein seiner Arbeit, denn immer bekomme er Rückmeldungen, auch ein Retweet sei eine Belohnung.

Seinem Unternehmen geht es wie so vielen Unternehmen heutzutage, denn immer mehr Unternehmen bewegen sich in einem äußerst volatilen und dynamischen Markt. Ständig kommen alte oder neue Mitbewerber mit neuen Ideen, neuen Produkten und neuen Vorgehensweisen.

Sie denken an die IT-Branche? Raumfahrt? Mitnichten: Lars Wienand ist Social-Media-Redakteur bei der Rhein-Zeitung. Roman Mischel von Onlinejournalismus.de porträtierte ihn für die fünfte Folge des Journalisten-Berufsporträt-Formats ABZV Videoreporter.

Doch was unterscheidet eine Zeitung heutzutage von einem Technologieunternehmen, einer Unternehmensberatung, einem Pharmaunternehmen oder einem Chemieunternehmen? Bei den meisten Unternehmen geht inzwischen es um die schnelle Anwendung und Umsetzung von Daten, Informationen und Wissen. Immer weniger finde ich essentielle Unterscheidungsmerkmale, denn der Anteil der Wissensarbeiter nimmt in allen Unternehmen zu. Die Mechanismen an sich im Informations- und Innovationsmanagement und in der Kommunikation sind gleich.

Lars Wienand ist der Prototyp eines Communication and Innovation Scouts, der neue Ereignisse, Themen und Trends erkundet und für einen ständigen Austausch zwischen seinem Unternehmen und seinen Stakeholdern sorgt. „Klassische“ Unternehmen sollten darüber einmal nachdenken ;-)

Video

Der Social Media-Redakteur: Lars Wienand, Rhein-Zeitung (ABZV Videoreporter Folge #5) from ABZV on Vimeo.

Hintergrund: http://videoreporter.abzv.de/2013/lars-wienand-rhein-zeitung/

Als wohl erster Social Media-Redakteur einer deutschen Regionalzeitung sitzt Lars Wienand an den Schalthebeln von Facebook, Twitter & Co. bei der Rhein-Zeitung. „Wir profitieren jeden Tag von den sozialen Netzwerken“, ist Wienand überzeugt. Seine Kollegen schätzen ihn oft als weitere Quelle, sehen ihn manchmal aber auch als „weitere Störung im Ablauf“.

Unsocial Top-Management

Unsocial Top-Management

Die Universität Leipzig und die Humboldt-Universität in Berlin geben eine Studie heraus: „Unternehmenskommunikation aus der Perspektive des Top-Managements„. Befragt wurden 602 Vorstände und Geschäftsführer in deutschen Großunternehmen, und zwar ausschließlich aus der ersten Führungsebene. Ein Ergebnis daraus: Soziale Medien sind wichtig für das Unternehmen aber nicht für das Top-Management. Anders ausgedrückt: Das deutsche Top-Management mag einfach nicht twittern sondern lieber einen Brief texten.

Das ist Kommunikation

Als Blogger, Social Networker und Digital Silver habe ich mir die Ergebnisse der Studie von Ansgar Zerfaß, Joachim Schwalbach und Muschda Sherzada angeschaut und Merkwürdiges entdeckt. Dies mag damit zusammenhängen, dass immerhin 62 Prozent der Top-Manager sich der Fachdisziplin Wirtschaftswissenschaften zuorden und mit kommunikativen oder sogar philosophischen Ansätzen vermutlich nichts anfangen können. Da denken sie denn wohl eher an fest definierte betriebswirtschaftliche Prozesse. Da kippt man etwas Information hinein, die wird dann zum Empfänger übertragen und dort ausgekippt. Fertig. Das ist Kommunikation, finden zwei Drittel (Seite 39). Nur ein Drittel stimmt zu, Beteiligte würden mittels Zeichen und Symbolen Bedeutungen und soziale Wirklichkeiten schaffen.

Konstruierte Wirklichkeiten des Top-Managements

Gerade die sozialen Medien haben ziemlich viel mit Kommunikation zu tun. Da passt das Bild mit dem Ein- und Auskippen der Information nicht wirklich, das scheint etwas komplizierter. Nach verschiedenen Ansätzen des Konstruktivismus‘ gibt es sowieso überhaupt keine objektiven sondern nur konstruierte Wirklichkeiten. In den sozialen Medien werden sicherlich viele davon konstruiert. Das scheint dem Top-Management nicht geheuer zu sein. Doch das Top-Management hat wohl auch einige konstruierte Wirklichkeiten.

Denn 72 Prozent stimmen (voll und ganz) zu, die Diskussion in sozialen Medien (Facebook, Twitter etc.) beeinflusse die Reputation von Unternehmen. Soziale Medien sind also wichtig. Doch nur 14 Prozent finden, dass für das Top-Management die Fähigkeit zur Kommunikation in sozialen Medien (sehr) wichtig sei. Dann schon lieber eine Broschüre oder einen Brief texten, das halten nämlich 28 Prozent für (sehr) wichtig. Da kann man nämlich ganz einfach Information in die Broschüre oder den Brief reinkippen, und später nach der Übertragung ergießt sie sich über den Empfänger. So simpel ist das.

Reputation

Wenn soziale Medien so wichtig sind, warum nutzen es so wenige aus dem Top-Management, um an der Reputation ihres Unternehmens zu arbeiten? Und – mal so nebenbei – damit auch an ihrer ganz persönlichen Reputation. In den sozialen Medien haben sie ihre Reputation in ihrem ganz persönlichen Einfluss. Kein Redenschreiber und kein Journalist wirft sich zwischen sie und ihre Kunden, Lieferanten und Partner. Möglicherweise entdecken die Top-Manager sogar, dass sie direkt und ungefiltert mit ihren Mitarbeitern kommunizieren können. Aber vielleicht ist ihnen das auch unangenehm, möglicherweise haben sie und die ganz verschiedene konstruierte Wirklichkeiten. Und dann ist das mit der Reputation so eine Sache ;-)

Tag Cloud

Tag Cloud

Ich habe wieder ein paar interessante Lesezeichen für Sie zum Stöbern und Lesen. In den letzten Wochen war ich recht viel unterwegs und habe etwas weniger „gebookmarkt“. Die Themen: Content Strategy (z.B. von Coca-Cola), Facebook, Pressearbeit, Technologien, Führung, Unkonferenzen, Suchmaschinenoptimierung. Ziemlich viel und querbeet. Ich hoffe, auch für Sie ist etwas dabei.

Am Freitag und Samstag war ich auf dem Content Strategy Camp. Eine Teilnehmerin sagte mir, dass sie immer interessante Lesezeichen bei mir finden würde. Das ist mir ein Ansporn, weiterhin regelmäßig meine Lesezeichen als „Social Bookmarks“ zu pflegen und nicht einfach irgendwo privat abzuspeichern.

Seit einigen Jahren benutze ich Social Bookmarks, inzwischen ist Pinboard das Werkzeug zur Sammlung meiner Lesezeichen. Für meine Leser kennzeichne ich besonders Lesenswertes mit dem Tag “INJELEA-Lesenswertes“.

In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich diese lesenswerten Lesezeichen hier im Blog. Dieses Mal hat sich wieder einiges angesammelt.

  • Content Strategy im neuen NGO Leitfaden
    Lesenswerte Einführung zu Content Strategy von @brigitte_alice
  • Facebook: Waste of Time? | Social Media Today

    Jeff Gibbard is tired of obeying to the edgerank game you can’t win. His conclusion: His blog is his castle cause Facebook got in the way between him and his friends/fans. „The True Voice Media Facebook page was created to tell the story of our company highlighting key milestones, new clients, new partnerships, new employees, case studies, and new content from our blog, podcast and other resources. Unfortunately, only 6-20 of our 230 person audience will see any given post.So even though we’d planned out how to use our Facebook page in a way that fits our brand, we are hindered by the platform, Facebook has gotten in the way.“

  • The Epic List of Content Strategy Resources

    Epic List? Nothing more to say.

    „Since I left SEO, I’ve been getting a lot of questions about Content Strategy. What is it? What books and blogs should people read to learn about it? What conferences should folks attend and who are the experts in the field?

    I thought I would assemble my favorite Content Strategy resources into a list that has everything all in one place for folks who, like me, are new to this field. This makes it easier to find for those who are interested, not to mention easier for me to share when I get questions.

    But I also created this list as a way of thanking all the amazing, brilliant, and talented content strategists out there who inspired me with their work and insights. In a way, this list of content strategy resources is my love letter to the industry that welcomed me into its halls.“

  • Pressearbeit: Die Weltpresse in Ihrem Webinar?

    Kerstin Hoffmann grounded wilde Spekulationen, wie einfach und schnell man doch in die Presse käme und dadurch der Absatz steigt: „Häufig rufen Neukunden mit einer konkreten Idee, wie sie schnell reich und berühmt werden, bei mir an. Und ich fühle dann, mit welcher Begeisterung sie sich ausgemalt haben, wie leicht ihre Vorstellung mit ein bisschen Unterstützung von mir bald wahr sein wird. Eine dieser typischen Ideen ist: “Ich habe ein tolles neues Angebot, und jetzt möchte ich dazu eine Pressekonferenz per Webinar veranstalten. Bitte holen Sie mir die gesamte A-Presse da hinein.” Natürlich gibt es solche immer wiederkehrenden Vorstellungen zu fast allen Medien und Maßnahmen. Aber an dieser Stelle will ich mich speziell näher dem Thema Pressearbeit widmen, weil es gerade in letzter Zeit so oft an mich herangetragen wurde.

    Denn erstaunlicherweise herrschen auch in großen Unternehmen oft sehr überraschende Vorstellungen. Nicht selten ist Pressearbeit in Firmen sehr marketinglastig, wo journalistische Kenntnisse und Erfahrungen (mit) gefragt wären. Daher richtet sich dieser Beitrag an Entscheider in Unternehmen aller Größen.“

  • Disruptive technologies: Advances that will transform life, business, and the global economy | McKinsey & Company
    Disruptive technologies: Advances that will transform life, business, and the global economy, a report from the McKinsey Global Institute, cuts through the noise and identifies 12 technologies that could drive truly massive economic transformations and disruptions in the coming years. The report also looks at exactly how these technologies could change our world, as well as their benefits and challenges, and offers guidelines to help leaders from businesses and other institutions respond.
  • Content Marketing für Anfänger: Eine Infografik – Moderne-Unternehmenskommunikation.de
    Jörg Höwner hat eine sehr schöne Infografik aufgetan: „Die hier habe ich bei visual.ly gefunden. Insbesondere der Content Marketing-Prozess (unter Teil der Grafik) wird viel zu häufig vernachlässigt – also nicht nur von Anfängern.“
  • Eine Frage der Kommunikation: 10 Tipps für richtiges Delegieren
    Zwar gibt man die Arbeiten weiter, erwartet jedoch implizit, dass die Arbeit genau so erledigt wird, wie man das selbst tun würde – ohne das jedoch explizit zum Ausdruck zu bringen. Nicht alles, was man sagt, wenn man eine Aufgabe an andere delegiert, wird auch genau so verstanden, wie man es meint. Und häufig genug krankt die korrekte Ausführung der Aufgabe daran, dass der andere die Sache schlicht ganz falsch aufgefasst hat. Oder wie heißt es in der Linguistik so schön: Entscheidend ist nicht, was gemeint war, sondern wie der andere es versteht.
  • Unkonferenzen, Cafés und Camps
    Von Jochen Robes ein sehr schöner Überblick zu neuen Veranstaltungsformaten: Ob BarCamps oder Cafès, Clickers oder Twitterwalls: Veranstalter können heute aus einer bunten Palette an Tagungsformaten schöpfen. Mit ihnen haben sich auch die Erwartungen vieler Teilnehmer geändert, die heute selbst gerne Einfluss auf den Ablauf, die Agenda und die Diskussionen nehmen wollen. Denn hinzukommt: Die reine Informationsvermittlung leistet das Netz längst besser, wenn man die Vorträge der Referenten (z. B. auf YouTube) und ihre Präsentationen (z. B. auf Slideshare) nach eigenem Interesse und eigenem Tempo bearbeiten kann.”
  • SEO-Tools: Diese Helfer unterstützen dich bei der Suchmaschinenoptimierung
    Lesenswerter Artikel zur Suchmaschinenoptimierung und zu einigen hilfreiche Tools dazu: „SEO-Tools bieten ihren Nutzern essenzielle Hilfestellung in vielen Bereichen der Suchmaschinenoptimierung. Neben der Backlink-Analyse als Kernbereich von SEO sind im Laufe der Zeit immer mehr dazu gekommen. Für spezielle Aufgaben wie Linkmanagement oder Onpage-Optimierung gibt es mittlerweile spezialsierte Lösungen, die sich durchaus als Alternative zu den größeren Allround- und Backlink-Tools empfehlen lassen.“
  • WYSIWTF ∙ An A List Apart Column
    Die Trennung von Inhalt und Verpackung (Design, Layout) bleibt ein Traum, sagt Karen McGrane. Denn wir schreiben mit der Zeitung oder der Website immer im Kopf. WYSIWYG bestimmt unser Schreiben „Arguing for “separation of content from presentation” implies a neat division between the two. The reality, of course, is that content and form, structure and style, can never be fully separated. Anyone who’s ever written a document and played around to see the impact of different fonts, heading weights, and whitespace on the way the writing flows knows this is true. Anyone who’s ever squinted at HTML code, trying to parse text from tags, knows it too.“
  • Content Strategy für NGOs auf der re:campaign 2013 | b.a.r blog
    Brigitte Alice Radl: „Die re:campaign ist eine Koferenz zur Kampagnenarbeit von Stiftungen und NGOs, die heuer im Rahmen der re:publica stattfand. Ich war als Referentin geladen und durfte den vielen Interessierten und Engagierten vor Ort etwas über Content Strategy erzählen.“
  • Ein Selbstversuch: Der holprige Weg zum papierlosen Büro – Gadgets – Technologie – Wirtschaftswoche
    Sehr schöner Selbstversuch von @smatthes: „244 Kilogramm Papier verbraucht ein Deutscher im Jahr. Damit sind wir Weltspitze. Trotz Computern, Laptops und Smartphones ist das viel beschworene zettelfreie Büro kaum irgendwo Realität geworden. Warum eigentlich?“
  • Xerox’s CMO on Leading by Example in Social Media
    Christa Carone, CMO Xerox: „A year ago I decided to become an active content creator and social media contributor.“
  • Adieu Social Media Newsroom – Hallo Welt! | Strategie | Marketing Welten
    Äußerst lesenswerter Bericht von Michael Domsalle über den Relaunch von Coca-Cola Deutschland: „Noch 2009 gewann Coca-Cola einen Preis für den ers­ten Social Media News­room in Deutsch­land. Heute ist der Coca-Cola Com­pany Relaunch in Deutsch­land, den wir letzte Woche so aus­führ­lich bespro­chen haben. Der Unter­schied zur alten Seite könnte optisch und inhalt­lich kaum grö­ßer aus­fal­len. Ein deut­li­ches Signal an alle Unter­neh­men im Land. Denn — gegen alle Kli­schees — hat die­ser Ansatz nichts mit Bud­get, aber viel mit Pro­fes­sio­na­li­tät und Mut zu tun. Zwei der Gründe, warum die Marke so stark ist, wie sie ist.“
  • Corporate Communication a’la Coca-Cola
    Michael Domsalla (u.a. Blogger) war bei Coca-Cola: „Dies ist die Geschichte einer Ver­wir­rung. Sogar einer gan­zen Reihe davon. Ges­tern war ich bei Coca-Cola. Kleine Runde. Dem Anlaß ent­spre­chend viel zu klein. Nur drei Blog­ger waren anwe­send, kla­rer Hin­weis: Was wir Euch hier zei­gen, sehen die klas­si­schen Medien erst in einer Woche.“

Alle besonders lesenswerten Lesezeichen gibt es auf Pinboard: “INJELEA-Lesenswertes“. Und natürlich auch zum Abonnieren als RSS-Feed ;-)

Viel Spaß beim Lesen und… live long and prosper!

P.S. Am letzten Wochenende waren die allerbeste aller Ehefrauen und ich in „Star Trek: Into Darkness„. Ein spannender Thriller, der nicht ganz konsistent im Star Trek Universum ist (z.B. hinsichtlich der Aufeinandertreffen von Kirk und Khan), den Sie sich einfach einmal gönnen sollten.

[ Direktlink YouTube: Star Trek Into Darkness ]

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Anforderungen an ein CMS

Am Wochenende war ich an beiden Tagen beim Content Strategy Camp. Auf dem BarCamp waren etwa 120 Teilnehmer, die vorwiegend aus Kommunikations-, PR und Marketingagenturen (beziehungsweise entsprechende Selbständige) und dem Hochschulbereich kamen. Ich wünsche mir, dass beim nächsten Content Strategy Camp doch einige Teilnehmer aus Unternehmen dabei sind. Am ersten Tag habe ich Thomas Pleil zu Content Strategy und dem Camp interviewt.

Anforderungen an ein Content Management System

Anforderungen an ein CMS

Am Freitag entschied ich mich spontan zu einer Session „Anforderungen an ein Content Management System (CMS)„. Dabei berichtete ich über Punkte, die ich als Intranet Manager (auch wenn ich nicht diesen Titel trug) in meiner Tätigkeit als wichtig empfand. Dabei geht es nicht nur um umfangreiche Projekte sondern auch um Punkte, die bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) wichtig sind.

Auch die anderen Teilnehmer der Session erzählten von ihren Erfahrungen und Problemen in der Anwendung verschiedener CMS, wobei es auch um die Kundenkommunikation und die Einbindung von Social Media ging.

Bei CMS-Projekten gilt es einerseits, möglichst viele sinnvolle Funktionen im System selbst abzubilden und andererseits die Benutzer nicht zu überfordern. Wenn ein teures Projekt am Schluss aufgrund zu wenig übrig gebliebenem Budget die Benutzer mit einer überfrachteten Oberfläche zur Pflege von Inhalten und mit zu umfangreichen und starren Workflows belastet, dann sinkt die Akzeptanz des Systems rapide.

Heutzutage gibt es immer weniger Website-Projekte, die nur mit einem CMS arbeiten, in dem dann Texte, Fotos und Downloads hinterlegt sind. Immer öfter sind es komplexe Systeme, die auch auf operative Systeme des Unternehmens zurückgreifen.

Schwierig ist nach dem Go Live der Website auch die Wartung der Inhalte. Content Strategie und Content Management dürfen dann nicht aufhören. Inkonsistente und veraltete Inhalte darf es nicht geben. Auch dabei kann ein Content Management System unterstützen, doch wichtig ist eine klare Zuordnung von Verantwortlichen zu den Inhalten.

Am nächsten Tag fand ich in der Session von Ute Klingelhöfer und Monica Rivera zu Content Strategien bei technischen Dokumentationen.

Google Hangout mit Margot Bloomstein

Am Freitag Nachmittag gab es einen Google Hangout mit Margot Bloomstein, eine der bekanntesten Verfechterinnen der Content Strategy und Autorin des Buches „Content Strategy at Work„.

Organisation

Die Organisation des BarCamps war super. Veranstalter und Organisatoren waren der e-Business-Lotse Darmstadt-Dieburg und die Hochschule Darmstadt, Initiator war SCRIPT Communications, eine Agentur für Unternehmenskommunikation und PR aus Frankfurt am Main. Vielen Dank an das ganze Team.

Mein Dank gilt vor allem den Studenten, die uns ganz toll unterstützten. Jede Session wurde von Studenten protokolliert, alle Dokumente (auch in der Vorbereitung) lagen und liegen in Google Drive. Jederzeit gab es eine Antwort auf eine Frage. Und wenn ein Whiteboard-Marker fehlte, rannte der Helfer los und organisierte einen.

Abgesehen davon gab es ein reichhaltiges Frühstück, Mittagessen und Kuchen. Am Freitag Abend trafen wir uns in dem Zeitraum zum Grillen und Klönen ;-)

Storify

Anne und Lisa haben die beiden Tage auf Storify dokumentiert:

Twitterliste Content Strategy

Auf Twitter habe ich eine Liste von Twitterati, die sich mit Content Strategie beschäftigen.

Fotos

Impressionen vom Content Strategy Camp

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Prof. Dr. Thomas Pleil (Content Strategy Camp
Prof. Dr. Thomas Pleil (Content Strategy Camp

Prof. Dr. Thomas Pleil (Content Strategy Camp)

Am 7. und 8. Juni 2013 findet in Dieburg an der Hochschule Darmstadt das erste Content Strategy Camp in Deutschland statt. Am ersten Tag habe ich Mitorganisator Prof. Dr. Thomas Pleil (Textdepot) von der Hochschule Darmstadt interviewt. In den Fragen ging es um die Aufgabenstellung von Content Strategy, die Auflösung der Silogräben beispielsweise zwischen Marketing und Pubic Relations, die Themen auf dem Camp und darum, wie die Hochschule Darmstadt und der e-Business-Lotse Darmstadt-Dieburg dazu kommen, ein BarCamp zu organisieren.

Code Literacy

Code Literacy gehört in unserer Welt dazu. Ohne Lochstreifenprogrammierung in der Oberstufe wäre ich nicht über 30 Jahre später in der PR gelandet.

  • In der Oberstufe im Gymnasium Michelstadt war ich in einer Programmier-AG, die viel Spaß gemacht hat. #70er
  • Bei der Bundeswehr war ich Feuerleitoffizier. Zum Zeitvertreib während der langen, teilweise mehrtägigen Wach- und Bereitschaftsdienste und aus Interesse haben wir uns zunächst C64 und später PC-kompatible Rechner geholt. Gespielt, gepoked und programmiert. Später habe ich Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Informatik und Organisation studiert. #80er
  • Großrechnerprogrammierung, Beratung, Controlling, Business Data Warehouse – überall war dieses IT dabei. #90er
  • Intranet aufgebaut, interne Kommunikation, Web 2.0, Bloggen, Kommunikation, PR-Studium. Mit dabei: Programmieren, Verständnis für Zusammenhänge im Digitalen und mit der Kommunikation. #00er
  • Consultant in Kommunikationsagentur. Überall ist dieses Digitale dabei. Über vieles Unwissen über dieses Digitale schüttele ich den Kopf, da fehlt grundsätzliches Verständnis. #10er

Ich habe viele Sprachen gelernt: Basic in verschiedenen Varianten, COBOL, PL/I, Pascal, Turbo Pascal, Object Pascal, ABAP, C, VBA, SGML, SQL, Oracle PL/SQL, HTML, XML, PHP, Java, Deutsch, Englisch, Latein, Französisch, Neu-Griechisch, Spanisch. Alle mehr oder weniger intensiv und gut. Viel Gelerntes habe ich wieder vergessen, doch eines blieb bei mir haften:

Wer programmiert, lernt eine Menge über Kommunikation, Sprachen, Verständnis und Übersetzung.

<?php
$statement = „Das eigentliche Problem beim Programmieren war für mich eigentlich nicht die Sprache, sondern es waren die Fragen und die Antworten über die Daten: Woher, wohin, welches Format, wie kann ich zugreifen, darf ich sie verwenden, wer hat die Hoheit über die Daten, woher bekomme ich die Freigaben zur Verwendung, wer soll die Daten wann erhalten, wie sollen sie aufbereitet werden, sollen sie gedruckt werden? Gibt es Rückmeldung vom User über die Daten, ändert er die Daten vielleicht sogar? Muss ich versionieren?

Das erforderte ständige Kommunikation und Hineindenken in andere.

Zwangsläufig kam es zu meist unbeantworteten Fragen wie: Wer könnte wie dafür sorgen, dass ich mich um so Zeug später nicht wieder kümmern müsste, dass ich nicht jedes Mal von vorne anfange, alles unklar ist, es zu ewig langen Meetings und Diskussionen kommt? Welche bestehende Daten gibt es zur Aufgabenstellung im Unternehmen? Könnte man das rund um die Daten nicht besser planen?

Kurz gesagt: Eine Datenstrategie fehlte immer.“;
echo $statement;
?>

Und heute?

<?php
$onceuponatime = array(„Daten“, „Datenstrategie“, „fehlte“);
$nowadays = array(„Inhalte“, „Content Strategy„, „fehlt“);

$newstatement = str_replace($nowadays, $onceuponatime, $statement);
echo $newstatement;
?>

Wer programmiert, lernt viele – vor allem die richtigen – Fragen zu stellen, zuzuhören und zu antworten. Auch solche, die in der Kommunikation gerne für die Umsetzung und in der Fachabteilung beim Kunden vorgesehen werden. Programmierer wissen: Dann ist es meistens zu spät. Vielleicht deswegen kommt die Idee der Content Strategy aus der digitalen Welt.

Von Jahr zu Jahr verschiebt sich das Verhältnis der Wirtschaftssektoren immer weiter zu Gunsten des Quartätsektors. Als Teil der Informatik wird auch das Programmieren immer wichtiger:

Computer science is transforming industries–and igniting a renaissance in the creating of things. Just as in the 1950s, when writing and communications skills became the essence of the paradigmatic „white collar“ job, increasingly every artisan, manufacturer, and entrepreneur who makes something will need to code.

[ Coding Is Coming To Every Industry You Can Think Of, Time To Start Learning It Now]

Deswegen sollte Informatik in Schulen unterrichtet werden.

Aber man kann ja nie wissen, was Politiker so darüber denken. Schließlich ist die digitale Revolution weitgehend abgeschlossen.

Nachtrag (03.06.2013): Passend dazu von Frank Bergmann – Fremdsprache oder Programmiersprache