WerkzeugeVor kurzem trafen Stephan List und ich uns für einen Plausch mit Skype auf einen Podcast. Seit Februar 2013 skypt er mit Leuten, plaudert mit ihnen über ihre Arbeit, ihre Interessen und ihre Tools und stellt die Podcasts mit Links in seinem Toolblog online. Unser Gespräch wird demnächst als Podcast bei Stephan erscheinen. Wir sprachen auch etwas über meine Tools. Deswegen poste ich hier eine kleine Übersicht meiner Tools und meines Settings.

Ab und zu habe ich eine Anmerkungen hinzugefügt, wie ich die Tools benutze. Oft aber habe ich die Tools einfach nur in eine Kategorie gepackt. Die Kategorien sind jedoch nicht kategorisch (aha!?) sondern dienen eher der Orientierung. Manche Tools hätte ich auch in mehrere Kategorien packen können. Mit den Links hinter den Namen bin ich gegen Ende ziemlich faul geworden, aber es gibt ja die Google-Suche… :-)

Viel Spaß beim Stöbern. Bei Fragen: Es gibt ein Kommentarfeld, und auch auf Twitter oder Facebook antworte ich gerne.

Hardware, Devices

In meinem Büro steht unter dem Schreibtisch ein Windows-PC mit Windows 8.1. Ich benutze ihn zum stationären Arbeiten mit zwei großen 16:9 Bildschirmen. Beim konzentrierten Arbeiten benutze ich jedoch nur wenige geöffneten Fenster und meistens sogar nur ein zentrales Arbeitsfenster (z.B. wie jetzt der Browser zum Schreiben des Artikels). Eventuell habe ich noch zwei oder drei Fenster offen, die ich dediziert zum Nachschauen und Recherchieren benutze.

Mein Windows-PC dient mir als zentraler Hub, auf dem alle Dateien liegen. Entweder lege ich sie direkt beim Arbeiten mit diesem Rechner ab, oder sie werden über einen Dienst im Hintergrund synchronisiert (beispielsweise mit Sugarsync). Damit habe ich alle Dateien jederzeit auf allen Geräten zur Verfügung (okay, nicht wirklich alle, aber alle, die ich normalerweise benötige).  Über diesen Rechner werden alle Dateien automatisch gesichert

  • auf eine externe USB 3.0 Festplatte mit Genie Timeline (eine Art Time Machine für Windows),
  • auf meinen QNAP-NAS mit PureSync und
  • verschlüsselt in der Cloud mit Crashplan

Das Macbook Air ist mein „Mobilgerät“ für die Couch, den Esstisch, Reisen und Terrasse.

Mein iPad ist mein „Mobilgerät“ für überall. Zum Skizzieren und Malen habe ich einen Stylus. Fürs Texte schreiben dient mir ein Logitech Ultrathin Keyboard Cover.  Als Smartphone und ultramobiles Gerät habe ich ein Samsung S3.

Gelegentlich benutze ich noch meine Canon PowerShot SX10 IS für Fotos, beispielsweise für Ausflüge oder Reisen.

Im Büro stehen außerdem noch

  • NAS QNAP TS-419P: Backup, Sync, Multimedia (Videos, Musik, Fotos), Streaming für Smart-TV im Wohnzimmer, Gedöns
  • Fujitsu ScanSnap S1300: Scanner nach PDF (mit Texterkennung) oder JPG, entweder zur Ablage im Dateisystem oder in Evernote
  • Canon MG 3150: Drucker, Scanner (zwar selten aber manchmal muss es sein)
  • Hama Shredder
  • Fritz!Box 7390 als WLAN-Router, Telefon-Basis, Faxgerät, VPN-Server

Zum Telefonieren habe ich für privat und beruflich zwei Fritz!Fons in der Wohnung. Aufgrund der massiven Mauern benutze ich in der Wohnung insgesamt vier Fritz!Powerline 520E.

Im Wohnzimmer stehen

Im Schlafzimmer gibt es noch eine Squeezebox Boom.

Dazu kommen noch zwei Ethernet-Switches und jede Menge Steckerleisten :-)

Kommunikation

Kommunikation sehe ich als den Austausch von Texten, Audio und Video zwischen zwei oder mehr Beteiligten, allerdings noch nicht unbedingt auf der Ebene Office oder Kollaboration sondern auch auf der Metaebene (hat er/sie jetzt Zeit, wollen wir heute Abend telefonieren).

  • Adium (Mac): Multiprotocol Instant Messaging
  • Bria (iOS): VoIP
  • CSipSimple (Android): VoIP
  • Facebook Messaging (Web, iOS, via Adium/Pidgin/Jitsi): Instant Messaging
  • FritzFon (iOS, Android): Telefonieren, VoIP. Im Übrigen kann ich mich unterwegs über VPN zu meiner Fritzbox verbinden und dann mit der FritzFon App meinen Telekom Festnetzanschluss mit Flatrate benutzen :-)
  • Google Hangout (Web, iOS)
  • Google Mail (Web)
  • Google Talk (Web, via Adium, Pidgin, Jitsi): Instant Messaging
  • IM+ Pro (Web, iOS, Android): Multiprotocol
  • Jitsi (Mac, Win): Multiprotocol Instant Messaging, VoIP (z.B. mit meiner Sipgate-Telefonnummer und meiner Telekomnummer)
  • Lync (Mac, Win, iOS, Android): Instant Messaging, VoIP
  • Outlook (Mac, Win, iOS/OWA): Email, Kalender
  • Pidgin (Win): Multiprotocol Instant Messaging
  • Sipgate (diverse Apps): VoIP
  • Skype (Mac, Win, iOS, Android): Instant Messaging, VoIP, Video Conferencing
  • Telekom Hometalk (iOS, Android): Telefon
  • Thunderbird (Mac, Win): Email
  • Threema (Android): Instant Messaging, verschlüsselt
  • Whatsapp (iOS, Android): Instant Messaging

Office

Den Begriff Office sehe ich ziemlich weit, denn nicht nur Textverarbeitung, Präsentationsoftware oder Kalender helfen mir, meine Arbeit zu erledigen, sondern auch Werkzeuge zum Know-How-Aufbau, Teilen, Merken.

  • 2Do mit Sync bei Toodledo (Android, iOS): Personal Task Management
  • Adressbuch (Mac, iOS): Sync mit Google
  • Asana (Web, iOS, Android): Social Collaboration and Task Management
  • Blogsy (iOS): Bloggen
  • Buffer (Web): Sharen
  • Business Calendar (Android): Kalender
  • Byword (iPad, Mac): Distraction Free Writing, Markdown
  • Dokuwiki (Web): Wiki, installiert auf meinem Webspace
  • Evernote (Web, Mac, Win, iOS, Android): Alle meine Notizen habe ich auf allen Geräten parat
  • Feedly (Web): RSS-Reader, zum Lesen im Browser und zum Syncen mit Mr. Reader auf dem iPad
  • Freemind (Mac, Win): Mindmaps (allerdings sehr, sehr selten)
  • Foxit Reader (Win): PDF Reader
  • Fujitsu ScanSnap (Win, Mac): ScanSnap 1300 zum Scannen und OCR von Dokumenten
  • GoodReader (iOS): Lesen, syncen (könnte auch unter Files/Docs stehen)
  • Google Drive (Web, Syncen): Texte, Tabellen, Präsentationen
  • Google Kalender (Web)
  • iCalendar (Mac, iOS)
  • iThoughsHD (iOS): Mindmaps (allerdings sehr selten)
  • Keynote (Mac, iPad): Präsentation
  • Kindle (Mac, Win, iOS, Kindle): Lesen (und Entspannen)
  • Libreoffice (Mac, Win): Text, Tabellenkalkulation, Präsentation
  • Microsoft 2013 (Win): Word, Excel, Powerpoint, Outlook
  • Microsoft 2011 (Mac): Word, Excel, Powerpoint, Outlook
  • WriteMonkey (Win): Distraction Free Writing; Markdown
  • Mr. Reader (iOS): RSS-Reader
  • Notepad++ (Win)
  • Noteshelf (iOS): Skizzen oder Notizen, handschriftlich
  • Office 365 (Web)
  • Office2 HD (iOS)
  • Pinboard (Web, Android): Social Bookmarking
  • Pocket (Web, Mac, iOS, Android): Read and share things later
  • PDFCreator (Win): PDFs erzeugen
  • Quickoffice (iOS)
  • Skitch (Win, Mac): Screenshots, Markieren (von Evernote)
  • Textwrangler (Mac)
  • Toodledo (Web): Personal Task Management
  • WordPress (Web, iOS): Bloggen
  • Writing Kit (iOS): Texten, Markdown (gelegentlich, meinstens ByWord)
  • Zite (iOS, Android): Lesen

Social Media

Ein paar der Plattformen, auf denen ich unterwegs bin:

Dieses Internet

  • Chrome (gelegentlich) (Mac, Win, Android, iOS)
  • Internet Explorer (sehr, sehr selten) (Win)
  • Filezilla (Mac, Win): FTP-Client
  • Firefox (Mac, Win, Android)
  • Safari (Mac, Win, iOS)
  • Tumblr (Web, iOS, Android)
  • Xmarks (Mac, Win, Web): Syncronisieren der Bookmarks über Win, Mac, iPad, Chrome, Firefox
  • µTorrent (Mac, Win): Torrent-Client für Downloads (z.B. große Dateien wie Libreoffice oder von Onlinetvrecorder)

Files/Docs

Dienste zum Backup, Synchronisieren. Nicht alle Dienste sind für alles gut oder in allem gut.

  • Box (Mac, Win, Web, iOS, Android) (50 GB)
  • Crashplan, weil günstiger und unlimited GB =⇒ Aber auf Invoice
  • Dropbox (Mac, Win, iOS, Android) (50 GB)
  • Google Drive (Mac, Win, Web, iOS, Android) (30 GB)
  • Skydrive (Mac, Win, Web, iOS) (30 GB)
  • Skydrive Pro (Mac, Win, Web) (25 GB): Tatsächlich ist Skydrive Pro ein Sharepoint als Teil von Microsoft Office 365
  • Sugarsync (Mac, Win, Web, iOS, Android) (30 GB): Damit arbeite ich präferiert, denn Sugarsync ist nicht nur schnell und zuverlässign, sondern damit kann ich auch verschiedene Verzeichnisse auch außerhalb des Sugarsync-Verzeichnisses über verschiedene Geräte dediziert syncen

Entspannung, Multimedia

  • Audacity (Mac, Win): Selten zum Audioaufnehmen
  • Audible (iOS), gehört zu Amazon: Hörbücher (momentan pausiere ich)
  • Awesome Miniature (Android)
  • Big Lens (iOS): Fotos
  • Camera+ (iOS)
  • Camera360 (Android)
  • Camera ZOOM FX (Android)
  • Clementine (Win)
  • Coldcut zum Schneiden von OnlineTVrecorder-Videos (Win)
  • Draft: Texten, Markdown
  • Eyewitness (iOS): Eindrucksvolles Foto jeden Tag
  • Flickr (Web, iOS): Fotos
  • Flickstackr (iOS): Fotos runter-/hochladen
  • GIMP (Win, Mac): Bildbearbeitung
  • HDR Camera+ (Android): Fotos
  • Image Tricks Pro (Mac): Bildbearbeitung
  • ImageOptim (Mac): Optimieren von Fotos fürs Web
  • Inkscape (Win, Mac): Scalable Vector Graphics (SVG) Editor
  • iPeng HD (iOS): Squeezebox steuern (Musik)
  • Kamera (Android)
  • Last.fm (Web, Win, Mac)
  • Onlinetvrecorder.com (Web): Serien, Dokumentationen, Filme im Netz aufzeichnen und herunterladen. Landet bei mir auf dem NAS.
  • Photogene (iOS): Bildbearbeitung
  • Picasa (Web, Win): Fotoverwaltung
  • QNAP (Web, Mac, Win, iOS, Android): Mein Server zu Hause im Büro inkl. Mediaserver, Backup
  • RIOT (Win): Optimieren von Fotos fürs Web
  • Snapseed (iOS, Android): Fotos
  • Sonos (Win, Mac, iOS, Android): Musik, die aus dem Netz oder von meinem NAS kommt, landet auf dem Samsung Receiver
  • Squeezebox (Android): Squeezebox steuern (Musik)
  • TiltShiftGen (iOS): Fotos
  • TrueHDR (iOS): Fotos
  • TuneIn Radio (Web, Sonos): Radio
  • VLC Media Player (Mac, Win)
  • TV (Samsung): Tatsächlich, ab und zu auch vor der Kiste. Meistens aber konservenmäßig von Twonky Mediaserver oder diesem Internetz
  • Twonky Mediaserver: Videos, Musik, Fotos. Läuft als App auf meinem QNAP und stellt Mediendateine via DLNA im Netz zur Verfügung
  • Xee (Mac): Bildbetrachter
  • Xnview (Win): Bildbearbeitung, Konvertierung

Werkzeuge (Tools)

Zeugs, das man eigentlich nicht brauchen sollte, das aber die Arbeit mit den Geräten erleichtert.

  • 7-Zip (Win): Dateipacker
  • Alfred (Mac): Textlicher Programmstarter, Finder
  • Appcleander (Mac): Anwendungen löschen
  • CCleaner (Win): Rechner aufräumen
  • Classic Shell (Win) – Start Menü für Windows 8
  • Copernic Desktop Search (Win): Desktop Suche
  • Crashplan (Win): Backup in da cloud
  • Genie Timeline (Win): Backup
  • Google Analytics (Web): Web Analytics
  • Greenshot (Win): Screenshots
  • iPackr (Mac): Dateipacker
  • Launchy (Win): Textlicher Programmstarter
  • Piwik (Web, iOS): Web Analytics
  • Puresync (Win): Verzeichnisse und Dateien syncen, auch mit FTP-Server
  • WinDirStat (Win): Anzeige Speicherverbrauch von Verzeichnissen

Verschlüsselung

Verschlüsselung ist immer noch etwas umständlich, aber dennoch: Verschlüsselung – ja danke!

  • Gpg4Win (Win): Verschlüsselung mit PGP
  • GPGTools (Mac): Verschlüsselung mit PGP
  • Keepass (Win): Passwörter speichern
  • KeepassX (Mac): Passwörter speichern
  • KyPass (iOS): Passwörter speichern
  • OpenVPN (Android): VPN
  • TrueCrypt (Win, Mac): Verschlüsselung von Laufwerken
  • PrivateInternetAccess (Web): VPN-Anbieter
  • Viscosity (Mac, Win): VPN-Client

Zeugs

Reise

Apps fürs Reisen – gleich ob ins hessische oder ins hawaiianische Ausland :-)

  • Apple Maps (iOS)
  • AroundMe (iOS)
  • Convert (iOS): Konvertieren von Maßeinheiten, Währungen
  • DB-Navigator (iOS, Android)
  • Flinc (Android, iOS, Web)
  • Forecast (Web, iOS Web App): Wetter
  • Google Maps (iOS, Android, Web)
  • myTaxi (iOS, Android)
  • Öffi (Android)
  • Runtastic Pro (Android, iOS)
  • Today (iOS): Wetter
  • TWC – The Weather Channel (iOS)
  • Weather Lines (Web, iOS Web App): Wetter
  • Wetter.info (Android)
  • World Clock (Web, iOS): Konvertieren von Zeitzonen

Project Management and Handling

Hier noch ein paar Beispiele für Collaboration bzw. Time Tracking Software:

  • Teamweek – Planning (das selbe Team wie von Toggle)
  • Toggle – Time Tracking (benutze ich selbst zur Zeiterfassung für Projekte und Kunden)
  • Asana – Collaboration and Project Tasks Planning
  • Teambox – Collaboration and Planning
  • Azendoo – Collaboration mit Evernote-Integration

World Community Grid

Insgesamt nehmen über 630.000 Mitglieder mit zweieinhalb Millionen Geräten am World Community Grid teil, um ihre Geräte für gute Zwecke rechnen zu lassen (beispielsweise zur Krebs- oder AIDS-Bekämpfung).

Hāna ist eine Ortschaft im Nordosten von Maui mit gerade einmal 1.235 Einwohnern (2010). Eigentlich gibt es dort nicht sehr viel zu sehen, keine großen Sandstrände, eine Bucht mit einem verlassenen Pier. Wir würden in Deutschland sagen, dort sei der Hund begraben. Courtney, ein Freund Lizas vom Maui Blog, formuliert es so:

Hana, a place w/ no traffic lights and no night life to speak of. A place where people don’t recognize Hollywood celebrities. A place where many go to bed at 8pm and wake up before the roosters. The place at the end of the world, for Maui at least.

Road to Hana

Doch die Straße dorthin macht den kleinen Ort berühmt: Die Road to Hana (Hana Highway).

In August 2000 it was designated as the „Hana Millennium Legacy Trail“ by President Bill Clinton, with the trail start designated in Pāʻia. The Hāna Highway is listed on the National Register of Historic Places on June 15, 2001.

Die Road to Hana führt etwa 100 Kilometer in geschwungenen Kurven mit Dutzenden Brücken vom Norden an der Nordküste Mauis entlang. Sogar noch ein paar Kilometer weiter geht es um die Insel, bis die Straße schließlich irgendwann unbefestigt und für Mietwagen „off limits“ ist. Ein paar Tipps für die Fahrt finden Sie bei Sheila Beal: Tips for Driving the Road to Hana.

Wai’anapanapa State Park

Kurz vor Hana (von Pa’ia aus gesehen) sollten Sie auf jeden Fall einen kleinen Abstecher zur Küste und zum Wai’anapanapa State Park machen. Ein tiefschwarzer Strand, blaues Meer und blauer Himmel sind den Abstecher wert:

Waianapanapa State Park

Fotoalbum

Das Fotoalbum mit Fotos von unserer Fahrt auf der Road to Hana.

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Aloha Friday

Heute ist Freitag und damit Casual oder auch Aloha Friday:

The tropical roots of Casual Friday go back to at least 1947 in Hawaii, when the city of Honolulu allowed workers to wear the Aloha shirt part of the year. The term Aloha Friday dates from the 1960s, when the shirts were worn on Fridays instead of normal business attire.

Ich liebe es übrigens ein „Aloha Shirt“ zu tragen – es muss auch nicht Freitag sein :-)

Haben Sie ein „Aloha Friday Foto“?

Waren Sie im Urlaub oder einfach nur unterwegs und haben ein schönes Foto mitgebracht? Ein Foto aus Deutschland, Europa, der Welt oder dem Mond? Schicken Sie mir Ihr „Aloha Friday Foto“ mit ein paar Zeilen an injelea (ät) injelea (punkt) de, und ich veröffentliche es hier im Blog.

Pfarrer und Wilderer

Pfarrer und Wilderer

Zwei ungleiche Brüder treffen sich nach Jahren wieder. Der eine kehrt zurück, während der andere der Gesellschaft den Rücken zugekehrt hat. Die zeitgenössischen Erzählung von Julius Mühlfeld dreht sich um Ansehen, Gesellschaft, Mißverständnisse, Verbrechen, Liebe und Eifersucht – wobei die Zeit vor etwa 140 Jahren war.

In Weinheim spielt sich ein Drama mit zwei Brüdern ab. Xaver Haever gehört zum Establishment, während sein Bruder Peter ein Renegat ist, der sich gegen die Gesellschaft und ihre Konventionen auflehnt. Peter kommt dank seiner aufbrausenden Art immer wieder und immer öfter mit der Gesellschaft, der Polizei und dem Militär in Konflikt – auch deswegen, weil er wildert. Xaver versucht ihm in seiner manchmal unbeholfenen wirkenden Art zu helfen, doch auch er ist in einem Korsett aus Konventionen: Er ist Pfarrer und quasi zu Gehorsam verpflichtet. Er wird nachdenklich, als er mit der Doppelmoral der Kirche konfrontiert wird. Letztendlich bleibt er in seiner Nachdenklichkeit aber voller Unsicherheit, und das Drama um seinen aufbrausenden Bruder nimmt seinen Lauf.

Die Erzählung

Die Erzählung spielt in der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts, die erste Veröffentlichung erfolgte 1872. Wer also einen Wortschatz und einen Stil á la “Eh krass, Alter” erwartet, der ist auf dem Holzweg. Es gibt verschachtelte Sätze, lange Sätze und Absätze, einen Stil sowie eine Rechtschreibung aus dem vorletzten Jahrhundert.

‘Auch in der Kirche war ich und lauschte ergriffen Deiner Worte. Mir däuchte es, man könne dem glauben, was Du sagtest. Ich wollte Dich nach der Messe aufsuchen; es kam jedoch – etwas dazwischen – – Du kennst das nicht, Xaver; aber es giebt Gesichter im Dorfe, die mir das Blut über das Gehirn treiben –!’ Er sprach die letzten Worte mit einer, vor gebändigter Wuth zitternden Stimme, kniff das Tuch, das er noch immer in der Hand hielt, in der Faust zusammen und schleuderte es heftig bei Seite, während er höhnisch auflachte.

Nach einer kurzen Eingewöhnung konnte ich der Erzählung jedoch flüssig folgen und brauchte für die etwas über 100 Seiten ungefähr zweieinhalb Stunden (ich lese allerdings auch recht schnell). Xaver ist ein unsicherer Pfarrer auf seiner ersten Stelle, er wird zwischen Gefühlen, Ansprüchen, Familie und Pflichterfüllung hin und her gerissen. Peter hat ständig Wutanfälle, die seinem Gefühlsleben und seiner Verliebtheit in die Nachbarstochter geschuldet sind. Zu unserer Zeit wäre Peter vielleicht ein Dieb oder Einbrecher, der sich mit kleinen Verbrechen über Wasser hält, der aber immer krimineller wird. Die Beschreibungen wirken für die heutige Zeit manchmal recht gestelzt, aber…

Pfarrer und Wilderer - Impression

Aber die Beschreibung der Protagonisten und der Verschwörungen bleibt spannend. Wären es nur die beiden Brüder, so hätte ich den Roman wohl irgendwann beiseite gelegt. So aber halten die Mutter, die Schwester, der Nachbar mit Sohn und Tochter, Verliebte, Verlobte, Verbrecher und unmoralische Pfarrer die Erzählung spannend sowie abwechselnd und mich bei der Sache. Für mich war die Geschichte eine willkommene und spannende Abwechslung.

Wenn Sie also einen historischen Roman aus dem Rheinhessischen für einen Winterabend zum Lesen oder zum Verschenken möchten, dann schauen Sie sich die Beschreibung auf Neuebuecher.de einmal an:

Pfarrer und Wilderer.

Frei-Weinheim bei Ingelheim?

In einem Vorwort geht der Verlag auf die Suche nach dem Ort Weinheim, in und um den die Handlung spielt. In der Erzählung werden der Wein, die Weinlese und der Weinbau oft erwähnt. Auch weitere Aspekte wie eine alte Heerstraße, die Eisenbahn, die kurfürstliche Residenz oder der nahe Rhein bewegen den Verlag zur Vermutung, es handele sich bei dem Örtchen Weinheim aus der Erzählung um den Ingelheimer Ortsteil Frei-Weinheim.

Für mich gibt es drei Punkte, die dagegen sprechen:

  • Xaver ist zumindest heutzutage kein typischer Vorname für die Gegend um Ingelheim
  • Die oft erwähnten Berge rund um Weinheim sind bestenfalls Hügel, und auch die sind einige Kilometer entfernt
  • In der Erzählung ist von Wald die Rede, doch rund um Ingelheim gibt es nicht viel Wald. Möglicherweise aber gab es vor 130 Jahren noch mehr davon.

Wie der Verlag jedoch im Vorwort bei der Suche nach dem Weinheim ausführt, gibt es keine Klarheit. Von der sonstigen Beschreibung her, auch des ländlichen Lebens, könnte es zumindest das rheinhessische Frei-Weinheim sein. Wenn Sie aus der Gegend sind, dann können Sie ja einmal auf Spurensuche gehen :-)

Rezensionsexemplar

Rainer Aschemeier vom gleichnamigen Verlag aus Weinheim (an der Bergstraße) kontaktierte mich vor ein paar Tagen. Er beschrieb den Roman, die regionalen Querverweisen und bot mir ein Rezensionsexemplar.

Was mich zur Rezension bewog? Die Kürze, die Vielfältigkeit und die Herausforderung, wieder einmal einen gänzlich anderen Schreibstil zu lesen.

Sonnenuntergang über dem Rhein

Sonnenuntergang über dem Rhein

Heute finden Sie hier keinen Sonnenuntergang. Der findet hier nicht statt. Bitte gehen Sie weiter:

Sonnenuntergang beim Schreibenden

P.S.: Warum der Schreibende? Wer schreibt, der bleibt.

Tag Cloud

Tag Cloud

Interessante Lesezeichen für Sie zum Stöbern und Lesen. Die Themen dieses Mal: Medienwandel, Recruiting, der Tod der Pressemitteilung, Arbeit der Zukunft, Social Media und Social Networks, Collaboration, Public Relations, Kaffee… und einiges mehr.

Seit einigen Jahren benutze ich Social Bookmarks, inzwischen ist Pinboard das Werkzeug zur Sammlung meiner Lesezeichen. Für meine Leser kennzeichne ich besonders Lesenswertes mit dem Tag “INJELEA-Lesenswertes“. In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich diese lesenswerten Lesezeichen hier im Blog.

  • Netzökonom — Der Medienwandel beschleunigt sich
    Ein genauer Blick in die Ergebnisse der Allensbacher Computer- und Technikanalyse (Acta) zeigt, wie sich der Medienwandel in den vergangenen Jahren noch einmal beschleunigt hat. Besonders betroffen sind die Tageszeitungen, deren Bedeutung als wichtiges Nachrichtenmedium der Menschen seit 2009 schneller sinkt als in den Jahren zuvor. Vor allem die jungen Akademiker zwischen 20 und 39 Jahren kehren der Zeitung immer schneller den Rücken zu, zeigen die Acta-Zahlen. Betrug der durchschnittliche jährliche Rückgang zwischen 2005 und 2009 nur 4,6 Prozent, stieg dieser Wert zwischen 2009 und 2013 auf 7,6 Prozent.
  • Rekrutierung im Social-Media-Zeitalter
    Es zeigt sich sehr klar, dass soziale Medien als Recruiting-Werkzeug immer stärker akzeptiert werden und auf dem Weg zur Standardmethode sind. Auf Seiten der Arbeitnehmer steigt die Offenheit für Jobangebote über diese Kanäle weiter an. Auf Unternehmensseite ist der Einsatz elektronischer Geräte am Arbeitsplatz allerdings nach wie vor ein Reizthema. Diese Entwicklung am Arbeitsplatz zu steuern, ist deshalb eine Herausforderung, der sich viele Arbeitgeber in naher Zukunft stellen müssen.
  • Coca-Cola digital chief: ‚Kill the press release‘
    In a session titled „Brand journalism at Coca-Cola: Content, data, and cutting through noise,“ Brown tells how Coca-Cola uses its ambitious brand journalism project, Coca-Cola Journey, to tell its own story. The digital magazine has been so successful that the company is planning to ditch news releases altogether.
  • Organisation: So sieht die Arbeit der Zukunft aus – Harvard Business Manager

    Ein interessanter Artikel im HBM, der die Veränderungen der Arbeitswelt in den letzten Jahren beleuchtet und Beispiele aufzeigt.

    „Dank neuer Technologien können Wissensarbeiter ihren Job heute erledigen, wo und wann sie wollen. Das sollten sich Unternehmen zunutze machen – und ihren Beschäftigten entsprechende Möglichkeiten bieten.

    In drei Wellen hat sich grundlegend verändert, wo und wie Wissensarbeiter ihren Job erledigen. Dabei sind diese Wellen keine aufeinanderfolgenden weltweiten Phänomene: Sie entwickeln sich je nach Branche und Region mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. In der Gesellschaft sind sie kaum voneinander zu unterscheiden. Sie sollten jedoch verstehen, wie Ihr Unternehmen sich auf diese drei Wellen eingestellt hat. Konzentrieren Sie Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Ressourcen dort, wo die Herausforderungen und Chancen liegen. Treffen Sie kluge Entscheidungen über Technologien, Arbeitsmodelle und Personalansätze – und darüber, wo sie Talente rekrutieren wollen.“

  • ROI-Studie: Social Media zahlt sich aus | Digital Europe
    Die Studie „Auf der Suche nach dem Return on Social Media“ der Universität St. Gallen enthält nicht nur interessante Befragungsergebnisse, sondern auch vier detailierte Fallstudien von Allianz Versicherung, Microsoft, Anheuser Busch InBev (Beck’s Bier) und Deutsche Telekom (“Telekom hilft”). Weitere Case Studies sollen demnächst folgen.
  • The Network Organization — Better Humans — Medium
    If we visualize a Human Body we can see how each part of it specially carries out its own function and, simultaneously, works as a whole with the other parts. It is also fascinating how many scholars and writers, like Stafford Beer, Agrippa Menenius Lanatus, Fritz Kahn, Lewis Carrol, Russell Ackoff, etc. — despite the different historical periods and contexts they wrote in — used the power of a Human Body metaphor to refer to an Organization.
  • The Future of Work: A Manifesto — on management
    This manifesto is about the future of work in a post-­Cluetrain world. This manifesto is also about an emerging ideology of business, where people are at the center of a human ecosystem instead of boxed into a mecha­nical system.
  • networks are the new companies
    Nilofer Merchant wrote in The New How that, “Permission to innovate without asking happens when the strategy is co-owned.” This is a necessity in an economy where the average company lifespan continues to decrease. The company no longer offers the stability it once did as innovation, and resulting business disruption, comes from all corners. Economic value has been redistributed to creative workers, and then diffused through knowledge networks.
  • Making cross-enterprise collaboration work – Accenture Outlook
    When the Boeing 787 Dreamliner made its first commercial flight in October 2011, the aerospace giant wasn’t the only company with something to cheer about. Employees and executives from more than 50 other companies joined in the celebration—enterprises that had collaborated with Boeing on the Dreamliner, from initial idea through design, testing and manufacturing.
  • Wetterfest nach dem Socialstorm – BCRM13
    Folien der Session mit @TZimmerling zur „Socialstorm“-Historie von Jack Wolfskin und wie Jack Wolfskin nach vier Jahren noch damit zu kämpfen hat. Von Thomas Zimmerling auf dem BarCamp Rhein-Main am 23.11.2013 nicht nur gezeigt sondern auch genutzt für Diskussion, Feedback und Anregungen, wie Jack Wolfskin agieren soll/kann
  • Coca-Cola digital chief: ‚Kill the press release‘ | Articles | Main
    By 2015, the press release will be a thing of the past at Coke, thanks to its new brand journalism website, which replaced its home page.
  • How To Be Happy — Thoughts on creativity — Medium
    Simple steps to lead a simple and content life
  • Paying bloggers for positive reviews: is it common and is it right?
    Apparently some in the blogging community have raised concerns about PR agencies offering them money to advertise on their behalf while encouraging them not to declare that they’re doing so. Blogger outreach is an important part of digital marketing as it’s an effective way of getting influential people to speak about a brand or product, as well as earning links that help with SEO. However if a blogger is paid to write a positive review about a product or service then they have to make it absolutely clear that the content is an advert rather than a normal article.
  • The best time for your coffee
    Ever wonder what the best time is to drink your coffee? You probably know it is not a good idea to drink part of your daily dose of caffeine in the afternoon. Especially for those who have problems sleeping. But, do you ever drink your coffee and feel like it just didn’t work? I know I have that feeling sometimes. The explanation for this has to with a concept that I think is extremely interesting but rarely discussed: chronopharmacology.
  • Coffee vs. beer: which drink makes you more creative?
    Coffee and beer shouldn’t be thought of as magic bullets for creativity. They are ways to create chemical changes that occur naturally in your body with a healthy lifestyle. Quality sleep, a healthy diet, and allowing yourself to take breaks by splitting your day into sprints will do the same trick. But, if you have to choose between coffee or beer, think about what type of task you are about to do and make sure you don’t over-drink.
  • Five Trends Shaping the Future of Work
    When it comes to the future of work there are a few key trends which business leaders need to pay attention to. Understanding these trends will allow organizations to better prepare and adapt to the changes which are impacting the way we work. These five trends are: 1) changing behaviors which are being shaped by social media entering the enterprise 2) new collaborative technologies 3) a shift to the “cloud” 4) millennials soon becoming the majority workforce and 5) mobility and “connecting to work.”
  • Tobias Gillen über „Verschlüsselt!“ – Geld verdienen mit dem eigenen E-Book – Lousy Pennies

    Im Interview verrät der Kölner Journalist, wie und warum er sein erstes E-Book geschrieben hat – und gibt viele Tipps für Kollegen

    Tobias Gillen war einer der ersten jungen Journalisten, die mir sehr früh nach dem Start von LousyPennies.de aufgefallen sind. Unter www.tobiasgillen.de betreibt er sein eigenes Blog. Er schreibt für Print- und Online-Medien über Technik- und Medienthemen und versucht sich an eigenen Projekten im Netz. Er twittert mit ansehnlicher Followerzahl, ist auf Facebook und Google+ vertreten, nimmt an vielen relevanten Debatten teil und schafft es immer wieder, eigene Themen zu setzen oder neue Ansätze zu finden.

  • Here’s Where Teens Are Going Instead Of Facebook – Forbes
    Earlier this month Facebook’s chief financial officer, David Ebersman confirmed a worrying, but long-suspected trend for the world’s biggest social network: teenagers, perhaps the most important demographic for a modern-day communication tool, were becoming less active on the site.
  • Why Goal Setting Is Overrated — Life Hacks — Medium
    Eine interessante Sichtweise von Dan Pedersen auf Ziele: „I’ve read a few books and articles over the years that stress the importance of writing down your life goals and a specific plan of action to achieve them. I’ve experimented with this idea and I really enjoy it, it helps me sort out my thoughts and gives me a visual reminder of what I would like to achieve. But I also think goal-setting is overrated and unnecessary, here’s why“

Alle besonders lesenswerten Lesezeichen gibt es auf Pinboard: “INJELEA-Lesenswertes“. Und natürlich auch zum Abonnieren als RSS-Feed ;-)

Viel Spaß beim Lesen und… live long and prosper!

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