Über dem Selztal

Die Digitalisierung der Gesellschaft hat vor ein paar Jahren begonnen. Das Digitale schreitet immer weiter fort und wird immer mehr Teil unseres Lebens. Im beruflichen und wirtschaftlichen Kontext ist die Rede vom “Digital Workplace”. Einerseits ist der Begriff treffend – doch andererseits ist er total irreführend.

The Digital Workplace Revolution

Im September findet wieder der IOM SUMMIT statt. Dieses Jahr lautet das Motto “The Digital Workplace Revolution”. In den Sozialen Medien begleite ich für den Veranstalter die Konferenz und blogge auf dem Enterprise 2.0 Blog über die Themen des Summits. Davon unabhängig beobachte ich die “Digital Workplace Revolution” bereits seit einiger Zeit. Begonnen hat für mich diese digitale Arbeitsplatz-Revolution mit dem Übergang vom Web 2.0 in das Enterprise 2.0. Plötzlich waren Dinge möglich, zu denen in Unternehmen zuvor große Projekte mit vielen Mitarbeitern und vor allem viel Geld und viel Zeit notwendig waren.

Plötzlich wurden Hierarchien und ihre Silos aufgebrochen. Logische Konsequenzen waren die Formulierung des Social Business und die Manifestation der Social Collaboration. Mitarbeiter in Unternehmen, Mitarbeiter zwischen Unternehmen und kommunizieren und arbeiten zusammen. Unternehmen wie QSC mit “Tengo” und O2 mit ihrem Digital Workplace bieten den “Digital Workplace” als fertige Lösungen an. Die Digitalisierung bietet Unternehmen neue Möglichkeiten und stellt sie gleichzeitig vor große Herausforderungen was die Organisation, die Kommunikation und die Führung angeht.

The Prosumer Revolution

Im privaten und persönlichen Bereich sorgten ebenfalls zunächst technologisch geprägte Entwicklungen für das digitale Umkrempeln. Das Social Web machte das Internet sozial. Startups und Apps machten das Internet lokal. Und spätestens mit dem iPhone wurde das Internet mobil. Mit “SoLoMo explodierte die privaten Anwendung des ”Internets“. Im Consumer-Bereich, bei den Verbrauchern, war es irgendwann normal, ”mal schnell“ eine App zu installieren, eine ”Message“ zu schicken, zu kommunizieren.

Sogar die “Collaboration”, die Zusammenarbeit, veränderte sich. Vereine, Kegelclubs, Nordic Walker organisieren ihre Treffen und Aufgaben inzwischen über Facebook, Google oder Whatsapp. Auch wenn die Digitalisierung noch nicht bei jedem angekommen ist, so zeigen mir zahlreiche Beispiele im Bekanntenkreis, dass Notebooks, Tablets und Smartphones die Kommunikation und die Kollaboration nachhaltig verändert haben.

Der Consumer wurde endgültig auch zum Produzenten (“Prosumer”).

Getrennte Welten?

In beiden Welten hat die Digitalisierung ihren Einzug gehalten. Auch wenn sich in beiden Welten hartnäckig Verweigerer des Digitalen (“Digital Denier”) gegen die Digitalisierung stemmen, so werden sie aufgrund der Veränderungsgeschwindigkeit eben dieser Gesellschaft immer weiter ins Abseits gelangen – oder konvertieren.

Doch gibt es diese Trennung dieser beiden Welten, des Konsumentenbereichs und des Unternehmensbereichs, überhaupt noch?

Matthew Cain, Research Vice President bei Gartner, meint dazu:

Individuals do not stop being consumers when they go to work. Business consumers often make more consumer-like choices in their workplace computing tools and styles to increase efficiency.

Consumerization inklusive Bring you own device hat diese Trennung schon längstens ad absurdum geführt.

Diese Trennung gibt es längst nur noch an der Oberfläche, denn Unternehmen brauchen eine klare Trennung zur Messung von Produkivität und Rentabilität ihrer Mitarbeiter. Doch wer hinter die Kulissen blickt, der erkennt, dass es diese eindeutige und glasklare Trennung von “Arbeit” und “(Privat-)Leben” sowieso nie wirklich gab. Aufgrund des Zwanges zur Produktivitäts- und Rentabilitätsrechnung war und ist diese Trennung notwendig. Doch viele Coaches und Berater verdienten sich eine goldene Nase dabei, die “Work-Life-Balance” von gestressten Vorständen, Managern und inzwischen auch immer mehr Mitarbeitern wiederherzustellen.

Als ob es keinen Kaffeeautomaten (“Water Cooler”), keine gemeinsamen Mittagessen, keinen Austausch über Privates und über Themen der Arbeit geben würde. Als ob Kollegen sich nie abends am Stammtisch ausgetauscht hätten. Als ob das Gehirn sich verbieten ließe, beim Joggen oder Duschen mit Ideen für den Job hervorzupreschen.

Die Trennung von Arbeit und Privatsphäre ist für mich ein künstliches Konstrukt, das in der Praxis nicht funktioniert. Besonders nicht für Knowledge Worker, die wenige mechanische und/oder wiederholende Tätigkeiten ausüben sondern auch kreativ denken müssen.

Was ist Arbeit?

Der Begriff “Digital Workplace” ist irreführend, weil viele Menschen mit “Arbeitsplatz” einerseits eine feste Zuordnung zu einem Ort wie einem Gebäude oder sogar Zimmer verbinden. Und andererseits verbinden viele Menschen Arbeit fast immer mit Job oder Beruf. Doch was ist Arbeit?

Arbeit ist das Verrichten einer zielgerichteten materiellen oder geistigen Tätigkeit. Zielgerichtet bedeutet, dass zu einem definierten oder geschätzten Zeitpunkt der Aufwand mit dem erwarteten qualitativen oder quantitativen Ergebnis verglichen wird. Im Nachhinein kann ein eingetretenes Ergebnis jedoch dem angestrebten nicht entsprechen aber es dennoch übertreffen. Oder auch nicht.

Diese Definition ist bereits fast fünf Jahre alt. Nach meinem heutigen Erfahrungs- und Wissensschatz knabbere ich angesichts der Ergänzung von Hierarchie, Prozesse und Projekte um “Collaboration” an dem “zielgerichtet”, dem “Zeitpunkt” und dem “erwarteten … Ergebnis”. Doch ich arbeite auch, wenn ich nicht im Büro, nicht angestellt und nicht selbstständig bin.

Unser Gehirn denkt oft nicht so, wie wir wollen. Es wirft uns Gedanken ins Bewusstsein, auch wenn wir gerade an einem ganz anderen Thema sind. Wenn ich beispielsweise dusche oder “ganz privat” jogge, dann wirft mir mein Gehirn etwas vor, das es in aller Stille ausgebrütet hat. Und da ist meinem Gehirn meine sogenannte “Work-Life-Balance” total egal. Diese Krux äußert sich beispielsweise darin, dass ich vor ein paar Tagen zunächst beim Joggen und dann in meinem Entspannungsblog über das fachliche Thema des Digital Workplace sinnierte und dass ich jetzt hier in meinem fachlichen Blog die Gedanken fortführe.

(Leider war es sehr windig, und die Windgeräusche sind deutlich zu hören. Ich hatte beim Jogge kein extra Mikrofon dabei – und das beste Mikrofon ist sowie so das, das man immer dabei hat. Also das Smartphone)

Future Working Environment

Die zukünftige Arbeitsumgebung ist dort, wo ich etwas arbeite – egal ob für mich persönlich, für Kunden oder für einen Arbeitgeber. Und er ist dann, für wann ich die Arbeit einplane (alleine oder gemeinsam). Aufgrund der Vernetzung und der Digitalisierung der Gesellschaft – egal ob im Job oder im Persönlichen – ist dieser “Arbeitsplatz” oft sehr digitalisiert. Aber ob eine Arbeit digital, analog oder irgendwann quantenmechanisch erledigt wird, ist letztendlich irrelevant.

Wichtig ist, dass die Arbeit schnell, gut und angenehm für den Arbeitenden erledigt wird.

Das kann auch beim Joggen über dem Selztal sein.

Flickr Fotoalbum „Über dem Selztal“

Tag Cloud

Interessante Lesezeichen zum Stöbern und Lesen. Dieses Mal zu Digital Workplace, Collaboration, Enterprise 2.0, Intranet, Enterprise Social Networks.

Seit einigen Jahren benutze ich Social Bookmarks, inzwischen ist Pinboard das Werkzeug zur Sammlung meiner Lesezeichen. Für meine Leser kennzeichne ich besonders Lesenswertes mit dem Tag “INJELEA-Lesenswertes“. In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich diese lesenswerten Lesezeichen hier im Blog.

  • Challenges for Corporate Communications in the Digital Age | Content Connects
    Why should a company invest in communication and content? Basically, every head of communication in an enterprise has to come up with valid arguments to answer this question when asking his CEO for a higher budget.
  • Sicherheit am Digital Workplace: Kapitulation vor BYOD – CIO.de
    BYOD-Risiken sind heute technisch nicht mehr in den Griff zu kriegen, sagt Gartner. Einzig mögliche Lösung sei, den Mitarbeitern mehr zu vertrauen.
  • Kommunikation+Digitale Transformation im Reporting: mehr Zeit und Effizienz durch ein Redaktionssystem
    Die Bilanzpressekonferenz ist gerade gelaufen, die Geschäftsberichte sind verteilt und der Online-Bericht live geschaltet. Im Idealfall strahlen die Vorstände nicht nur im Geschäftsbericht, sondern auch vor Freude über diesen. Zeit für das Projektteam, tief durchzuschnaufen. Aber nicht zu lange, denn bei einer durchschnittlichen Projektlaufzeit von neun bis zehn Monaten gilt auch im Reporting frei nach Sepp Herberger: „Nach dem Geschäftsbericht ist vor dem Geschäftsbericht.“
  • How to Get Your Social Media Budget Approved #SocBiz | The Marketing Nut
    You have the best social marketing plan on the planet. However, many of you have one really major issue…. you have no budget and no people to implement your plan. Given this, the chance that you are going to achieve your goals are slim to none.One of the greatest challenges for marketers and business leaders when it comes to social media is often obtaining the necessary support and funding to achieve the desired goals and objectives.

  • 10 Lessons from 4 Years Working Remotely at Automattic | When I Have Time by Sara Rosso
    Four years seems like a lifetime, but it’s a pretty short time in my work history, and it’s been the most life-changing job so far for me. I’ve had years where I spent 40+% of my year away from my home base (with only two weeks off), and I told you how I almost stopped myself from applying and sabotaging my own success. Working at Automattic and working in a distributed team has changed how I will look at work and being productive for the rest of my life.
  • Arbeitsplatz der Zukunft. Ein völlig falscher Begriff |silicon.de
    Blogger Uwe Hauck ist ein Verfechter des Begriffs Work-Life Integration statt Work-Life Balance. Darum beschäftigt er sich intensiv damit, wie wir in Zukunft leben und arbeiten werden. HALT! Lese ich mich da richtig? Leben UND arbeiten? Eigentlich sollte das ganze doch eins sein, jedenfalls nach Haucks Gedankenmodell.
  • PR-Blogger – Enterprise 2.0 beim Social Media Club München #smcmuc
    Der 27. Vortragabend des Social Media Club München am vergangenen Dienstag stand ganz unter dem Motto „Enterprise 2.0 – Theorie und Praxis zur erfolgreichen Transformation“. In den Räumen der Metaio fand ein intensiver Wissens- und Erfahrungsaustausch zur erfolgreichen und nachhaltigen Implementation von Social Business Software im Unternehmen statt, die keineswegs mit der Auswahl eines geeigneten Anbieters abgeschlossen ist.
  • The ROI of Your Office Espresso Machine
    You’re going to make mistakes when you’re a first-time founder. It might be renting out office space that’s too big (or too small), spending too much on holiday parties or hiring a sales team when your product isn’t ready to be seen by the masses. But the biggest mistake I’ve seen founders make is being less than generous when it comes to investing in people.
  • The Collaborative Knowledge Ecosystem
    Since the seventies and for a number of decades, Knowledge Management has represented a real obsession for private companies, public institutions and non-profit organizations. Thanks to dedicated skills, newly born responsibilities and technology based solutions the collection, transfer and re-use of knowledge assets have long been considered levers to drive performance, differentiation and innovation.Unfortunately this massive market-wide effort has delivered very limited practical outcomes convincing more than one author to claim the dead of knowledge management.
  • Invite the Right People for Enterprise Social Network Success
    Launching an Enterprise Social Networking Tool (ESN) can be daunting. But if you invite the right people to the initial launch, it can make a difference in the adoption and success of your ESN across your organization. There are a few types of people you’ll want to invite as they all play important, but different roles in the organization. And if you want to get them really involved? Play to the WIIFM mentality: if people know what’s in it for them, they are more likely to get involved
  • Social Infrastructure Is a Highway
    Celebrating the Lincoln Highway centennial this year – the first U.S. transcontinental highway – I thought about Alice Ramsey. In 1908, Alice was the first woman to traverse our country coast to coast via auto. Three years later, her path was the foundation for the Lincoln Highway. Alice’s story and the building of the first highway infrastructure are both germane to our new social world.Infrastructure means different things to different people. It’s not just technology; rather, it is program building. Blazing the trail like Alice with a small team gets the ball rolling… but it doesn’t scale. A framework needs to be established for success.

  • Mittelstand: Auf der Digitalisierungswelle surfen, schwimmen oder untergehen | Prof. Dr. Heike Simmet
    Mittelständische Unternehmen unterschätzen nach wie vor die Konsequenzen der Digitalisierung für ihr eigenes Business. Dies wirkt sich zunehmend auf ihre Wettbewerbsfähigkeit aus. Denn die Welle der Digitalisierung baut sich immer höher auf und sie gewinnt zudem an Geschwindigkeit. In Zukunft geht es nicht mehr lediglich um verpasste Chancen, sondern um den Erhalt der Existenzfähigkeit. Auf der Digitalisierungswelle surfen, schwimmen oder untergehen heißt das neue Credo.
  • Intranet & Digital Workplace Maturity Models – Intranet Matters | Schillerwein Net Consulting
    Very good overview of intranet maturity models.
    „In the highly dynamic, fast moving world of Intranets and Digital Workplaces, the need for orientation understandably is a big one. Where does my organization stand? Where does the journey go?This overview of Intranet and Digital Workplace Maturity Models is intended to get you started.“

  • Collaboration zwischen Prozess und Social Network : Social-Business-Tools und Softwareportale nähern sich an – computerwoche.de
    Galten Softwareportale und Intranets lange als Werkzeug, um verschiedene Applikationen unter einer Oberfläche zu integrieren, entwickeln sie sich, ergänzt durch interaktive Elemente, in Richtung digitaler Arbeitsplatz. Social- Business-Tools, deren Stärken in der Kommunikation und digitalen Zusammenarbeit lagen, tendieren in die gleiche Richtung. Die Entscheidung für einen der beiden Wege hängt von der bisherigen Systemlandschaft und vor allem von der Kultur im Unternehmen ab.
  • Social Enterprise: Einblicke ins Zero-E-Mail-Projekt bei Atos – computerwoche.de
    Das im Jahr 2011 gestartete „Zero-E-Mail“-Projekt des IT-Dienstleisters Atos hat zum Ziel, binnen drei Jahren interne E-Mails durch moderne Kollaborationsanwendungen zu ersetzen. Das erfordert einen Wandel der Unternehmenskultur: Informationen sollen gemeinschaftlich erzeugt und weiter bearbeitet werden.

Alle besonders lesenswerten Lesezeichen gibt es auf Pinboard: “INJELEA-Lesenswertes“. Und natürlich auch zum Abonnieren als RSS-Feed ;-)

Viel Spaß beim Lesen, ein weiterhin erfolgreiches und gutes Jahr,

Live long and prosper!

You've Got Mail

Hallo,

meine Kontakte sind

  • Personen, die ich getroffen habe
  • frühere oder aktuelle Kunden, Kooperationspartner oder Teilnehmende an meinen Vorträgen/Seminaren
  • Personen, mit denne ich mich intensiv digital oder analog austausche

Wenn Sie zu einer dieser Kategorien gehören: Teilen Sie mir das bitte in der Kontaktanfrage kurz mit. Ich werde gerne Ihre Kontaktanfrage annehmen. Es kann vorkommen, dass ich unsere Unterhaltung schlicht vergessen habe. Ein kleiner Wink hilft deswegen meinem über fünfzigjährigen ;-) Gedächtnis auf die Sprünge.

Häufig erhalte ich Nachrichten oder Kontaktanfragen von Personen oder Gesellschaften, die ich (soweit ich mich erinnere) zuvor nicht kannte, und die mir manchmal auch ein Angebot unterbreiten. Diese Seiten könnten hilfreich sein:

Folgende Punkte sind für die Aufnahme als Kontakt alleine nicht ausreichend:

  • gemeinsame Interessen
  • die Zugehörigkeit zu einer gemeinsamen Gruppe in Xing
  • das Interesse, mich in Ihre Liste der Kontakte aufzunehmen
  • keine Zeit für ein Telefonat oder eine Nachricht

Wenn Sie einfach nur mehr über mich erfahren möchten, dann informieren Sie sich auf meiner Seite über mich. Um sich mit mir über ein Thema auszutauschen, müssen Sie mich aber nicht in Ihre Kontaktliste aufnehmen. Schreiben oder sagen Sie mir in ein paar Worten, was Sie gerne möchten.

Viele Grüße aus dem Selztal

Frank Hamm

(inspiriert durch Oliver Gassners Kontaktcharta für XING-Kontaktanfragen)

HTC One (m8) mit Vertrag bei Deutsche Telekom

Im Dezember läuft mein Handy-Tarif mit einem Samsung Galaxy S3 bei der Deutschen Telekom aus. Es wird Zeit für einen Wechsel. Zeit für einen ersten Anbietercheck für ein datenmobiles Office.

Vorbemerkung: Dies ist ein ziemlich wirrer Artikel, da mich die Tarifseiten der Anbieter ziemlich durcheinanderwirren ließen.

Vor zwei Jahren hatte ich mir mein Samsung Galaxy S3 mit Mobilfunkvertrag bei der Telekom geholt, damals nur als “Privatperson”. Ich hatte zuvor schlicht vergessen, den alten Vertrag rechtzeitig zu kündigen. Das wird mir dieses Mal nicht passieren. Bei der Gelegenheit werde ich mir auch ein neues Smartphone holen, damit meine Frau das in die Jahre kommende iPhone 4 ablösen kann.

Als Freiberufler und als Person bin ich auf ein Smartphone und einen “guten” Mobilfunktarif angewiesen. Doch eigentlich sind meine Anforderungen gar nicht teilbar in eine “Privatperson” und eine “Geschäftsperson”. Ich halte auch das Konzept der Work-Life-Balance wie ebenfalls Uwe Hauck für heutzutage absurd. Ich werde den derzeitigen Tarif kündigen, ein neues Smartphone holen und einen neuen Mobilfunk-Vertrag abschließen. Finanziell ist es nach meiner Einschätzung attraktiver, und außerdem möchte ich mehr Flexibilität. Ob ich dabei einen Prepaid-Vertrag oder einen laufenden Vertrag mit kurzer Kündigungszeit abschließe, ist für mich zweitrangig. Es ist eine Frage der Leistungen und des Preises, nicht des Namens. Denn auch Prepaid ist ein Vertrag:

Ein Vertrag kommt zustande durch übereinstimmende Willensbekundungen von zwei oder mehr juristischen oder natürlichen Personen.

[ aus dem Gedächtnis aus meinem Studium der Wirtschaftswissenschaften far, far away ]

Das Smartphone

Welches Smartphone ich mir holen werde, das weiß ich wirklich noch nicht. Ich hatte auf Twitter und auf Facebook schon einmal kurz nachgefragt und einige Tipps bekommen von Andreas Lerg, Dennis Birkhölzer, Frank Holldorff, Michael Finger, Michael Manger, Thomas Wanhoff, Uwe Hauck, Volker Watschounek. Vielen Dank! Das hat mir eine gute erste Übersicht verschafft.

Im Herbst werde ich aufstellen, welche Smartphones für mich in Frage kommen, bis dahin wird es wieder neue Modelle geben.

  • Android oder iOS? Das ist mir egal
  • Die Displaydiagonale darf 4,8 oder 4,9 Zoll nicht überschreiten, denn ich habe relativ kleine Hände und will das Smartphone auch einhändig bedienen. Das S3 ist gerade so an der Grenze
  • Ständig online (…was ist eigentlich offline?)
  • Keine Spiele, kaum Video, viel Kommunikation, Text und Fotos

Das ist für mich meine Basis, um mich in den nächsten Wochen mit den Angeboten für einen Mobilfunkvertrag zu beschäftigen.

Der Mobilfunkvertrag

Ich telefoniere relativ wenig mit meinem Smartphone. Mit “telefonieren” meine ich so richtig klassisch: Telefonnummer eingeben (oder aus Kontakten auswählen), verbinden, sprechen, auflegen. Bei meinem jetzigen Tarif sind 500 MB Datenvolumen dabei, das reicht manchmal nicht, obwohl ich mich insbesondere mit meinen Fotos (z.B. für Meine 365) zurückhalte. Ich voicekommuniziere (ups) gerne über Datenverbindung (d.h. VoIP, Skype etc.), normalerweise über eine WLAN-Verbindung.

Soweit zur Ist-Beschreibung. Das wird sich absehbar nicht wesentlich ändern. Und wenn doch? Deswegen will ich keinen Vertrag mit langer Laufzeit wie 24 Monaten und mit langer Kündigungszeit.

Das sind meine Wünsche:

  • Prepaid-Vertrag oder monatlich kündbarer Vertrag.
  • Datenvolumen 1 GB monatlich, mit der Option weitere Kontingente hinzuzubuchen
  • VoIP, Skype etc. auch über Mobilverbindung
  • Telefonate (“Telefonverbindungen”) innerhalb Deutschlands (Mobil oder Festnetz) unter 10 Cent die Minute
  • SMS ist für mich nahezu irrelevant, gelegentlich einmal eine SMS
  • Zwei SIM-Karten (eine für mein Smartphone und eine für mein Tablet)
  • Preis pro Monat etwa von 20 Euro

Den Punkt “Schnelle und gute Datenverbindung” lasse ich bewusst außen vor. Aufgrund von Artikeln und Gespräche hat beispielsweise das Telekomnetz bei mir einerseits einen sehr guten Ruf. Andererseits bekomme ich in der S-Bahn nach Frankfurt keine durchgängige Datenverbindung. Vom E-Plus-Netz habe ich eher schlechte Meinungen gehört/gelesen. Andererseits findet die Übernahme durch O2 statt, in letzter Zeit gab es bereits einen Ausbau, und mit Fonic hatte ich (mit meinem 3G-Router) gute Erfahrungen. Also irgendwie ist mir der Netzanbieter ziemlich egal.

Außen vor lasse ich momentan die Einmalkosten wie für Freischaltung, SIM-Karte, Rufnummerportierung.

Warum ich so wenig Wert auf Telefonate legen? Weil

  1. ich wenig mobil über Telefon kommunizere,
  2. ich bei vorhandener Datenverbindung (Mobilfunk oder WLAN) via VPN und meiner Fritzbox mit meinem Telekom-Festnetzanschluss telefonieren kann,
  3. ich außerdem einen Sipgate-Anschluss (“Basic” habe, mit dem ich über SIP-Apps ebenfalls mit meinem Smartphone (oder meinem iPad) telefonieren kann, und
  4. ich bei Datenverbindung (mobil oder WLAN) über Skype, Lync voicekommunizieren kann.

Bitte wundern Sie sich also nicht, wenn ich Sie anrufe und bei Ihnen eine Festnetz-Rufnummer aus Selzen angezeigt bin, ich aber auf Hawaii bin ;-)

Mit meinen Wünschen ging ich auf die Websites einiger Anbieter, die mir auf Anhieb in den Sinn kamen. Hier ist mein erster Eindruck:

Die Übersichten einiger, gerade der großen Anbieter sind ziemlich unübersichtlich. Informationen über VoIP sind bestenfalls noch irgendwo versteckt, oder ich finde sie nicht, oder es gibt tatsächlich keine Einschränkung. Um herauszufinden, ob es eine zweite SIM-Karte gibt, musste ich manchmal in irgendwelchen Supportseiten oder -foren herumsuchen. Vor einem Vertragsabschluss würde ich allerdings wirklich (wirklich!) jeden Satz des Vertrags und des Angebots lesen.

Also hilft mir vielleicht ein Handytarifvergleichsrechner wie der Smartchecker?

Der hat auch die erweiterte Suchfunktion, mit der ich die VoIP-“Erlaubnis” der Anbieter prüfen kann. Dann lande ich bei… O2, Vodafone und Deutsche Telekom und einem monatlichen Preis von mindestens etwa 30 Euro. Erweitere ich das Datenvolumen auf 2 GB und nehme noch eine Multi-SIM-Karte hinzu, bin ich bei 40 bis 60 Euro. Mit einer Laufzeit von 24 Monaten.

Dann kann ich mir vielleicht gleich zwei unabhängige SIM-Karten für Smartphone und iPad holen. Oder gleich einen Handy-Tarif wie einen von O2 für Selbstständige oder doch wieder ein Vertrags-Handy – mit Leistungen, die ich eigentlich nicht brauche…

Ernüchterung

Alles in Allem führt der erste Anbietercheck bei mir zu einer Ernüchterung: Ich finde – zumindest auf Anhieb – bei den untersuchten Anbietern, auf die Schnelle und für meine Preisvorstellungen kein geeignetes Angebot.

Was mir auffällt: Oft scheint es Datentarife eigentlich nur für Tablets oder Computer zu geben (zumindest von der Bezeichnung her oder ganz konkret beim Businesstarif der Telekom). Was ist aber für Leute wie mich, die nicht jung und dennoch geschäftig mit ihrem Smartphone hauptsächlich online sind? Bin ich ein verpasstes Marktsegment im Hochtechnologieland Deutschland, bin ich kein typischer Online-Selbstständiger oder bin ich einfach neben der Spur?

Bewegte ich mich preislich deutlich höher als 20 Euro, könnte ich vielleicht etwas finden. Aber mit den Wünschen nach einer zusätzlichen SIM-Karte und nach VoIP bin ich bei Standard-Rundum-Verträgen.

Haben Sie einen Tipp für ein Angebot eines dieser oder eines anderen Anbieters?

Oder sind meine Ansprüche so außergewöhnlich und meine Preisvorstellung viel zu niedrig?

Nachtrag: Inzwischen habe ich die Businesstarife von O2 inklusive Handyverträge durchgewuselt und versucht zu begreifen. Schlauer bin ich noch nicht sehr… Immerhin könnte es für mich lohnen, ab Herbst in einem Rutsch sowohl Mobilfunkanbieter als auch DSL-/Festnetzanbieter zu wechseln. Ich könnte mir beispielsweise einen Tarif für Selbstständige bei O2 vorstellen, da gibt es dann monatlich einen Rabatt bei zwei oder mehr Verträgen. Aber da muss ich erst noch weiter Stunden für Recherche investieren (weil beispielsweise zunächst Netto- und Bruttopreise ausgewiesen werden und im Shop dann kein Ausweis erfolgt). Eigentlich will ich ja kein Rundum-Sorglos-Paket…

HTC One (m8) mit Vertrag bei O2

HTC One (m8) mit Vertrag (Blue All-in L Professional) bei O2

Nachtrag zum Nachtrag: Immerhin kann ich jetzt abschätzen, dass das HTC One (m8) mit grob vergleichbaren 24-Monate-Business-Tarifen bei Telekom (“Complete Comfort XXL Business mit Handy”, beispielsweise 5 GB, Festnetznummer, Mulitsim) um ein paar hundert Euro (netto) teurer ist wie bei O2 (“Blue All-in L Professional”). Wie viel genau? Ich fürchte, das bräuchte einen weiteren Artikel…

Sascha Stoltenow at Content Strategy Forum

In der Mittagspause traf ich mich mit Sascha „@BendlerBlogger“ Stoltenow von Script Communications in Frankfurt. Sascha und Script Communications haben nicht nur die Idee und die Umsetzung des Content Strategy Forums vorangetrieben sondern es als Organisatoren überhaupt erst möglich gemacht.

(Das Interview ist in englisch)

Ich bin am zweiten Tag auf dem Content Strategy Forum in Frankfurt. In der Mittagspause traf ich mich mit Lisa und Jaro, beides Studenten der Hochschule in Darmstadt. Bereits letztes Jahr trafen wir uns auf dem Content Strategy Camp in Dieburg (Interview mit Prof. Thomas Pleil).

Mit den Beiden unterhielt ich mich darüber, warum sie auf dem Content Strategy Forum sind und was sie davon mitnehmen. Tatsächlich sind sie hier zum Arbeiten, denn sie helfen bei der Organisation des Forums :-)

Jetzt kommt Jörg Blumtritts Präsentation zu „Data driven storytelling: from facts to narratives“.

Postmodernism has taught us to distrust facts and look out for constructs. Data scientists like Kate Crawford have pointed out the problem of big data being inherently biased. But it is no law of nature that data-driven storytelling has to be positivistic. Data does tell stories. We can use it as illustrations for our narrative, to make our story more graphic, to persuade people by drawing a vivid image, instead of insisting that facts would prove us correct. So let us use data as metaphors to speak to our audience in words that make sense to them.

Deirdre & Jonathan (European Commission)

Dieser Artikel wird definitiv in Deutsch Englisch sein :-)
Deirdre Hodson und Jonathan Stockwell:

Waltzing Matilda – Digital Transformation at the European Commission

More relevant to user needs and more coherent: those are the main goals for the European Commission’s digital transformation programme. From a web strategy geared more towards reaching out and increasing visibility, the organisation is shifting to one based on being more relevant and useful. Already, it has cut large swathes of obsolete content from its largest websites. A rigorous and comprehensive user-needs analysis is well underway, with input from 100,000 users. The challenge ahead is to develop living content strategies based on what Europeans really want from the Commission. It’s a complex task for a political body with such a diverse set of users from all across Europe and beyond, but change is in the air.

Thanks for reading :-)

Sascha Stoltenow opening Content Strategy Forum 2014

Ich bin auf dem Content Strategy Forum in Frankfurt. Seit Jahren blogge ich von Veranstaltungen, aber so richtig „live“ im Sinne eines Streams habe ich es noch nicht getan. Heute probiere ich es mit dem „Livelbog“-Plugin für WordPress.

10:20 Uhr: Nach zwei Vorträgen bin ich mit dem Verhalten des Plugins sehr zufrieden. Im separaten Browser sehe ich den Artikel nicht angemeldet, und die Liveblogs aktualisieren recht schnell. Wie sieht das bei Euch aus? Seht Ihr die Aktualisierungen gleich? Oder müsst Ihr die Seite aktualisieren?

11:05 Uhr: Das war es für den Vormittag von mir. BTW Das Liveblog sollte die Einträge automatisch aktualiseren :-)

11:10 Uhr: What I learned with this plugin: Disable plugins Shareaholic,Cachify and Contextual Related Posts.

11:11 Uhr: I guess I should decide zuerst, in welcher Sprache ich blogge :-) Over and out

Update (03.07.2014): Präsentation von Eric Reiss