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Ich habe wieder einige interessante Lesezeichen gesammelt, diesmal zu Themen wie Collaboration, Failure, New Work, Productivity, Social Media, Organisation, Inbox/Mail, WordPress, Projektmanagement-Tools.

Seit einigen Jahren benutze ich Social Bookmarks, inzwischen ist Pinboard das Werkzeug zur Sammlung meiner Lesezeichen. Für meine Leser kennzeichne ich besonders Lesenswertes mit dem Tag “INJELEA-Lesenswertes“. In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich diese lesenswerten Lesezeichen hier im Blog.

  • Literatur zur internen Kommunikation: „Social Collaboration Workplace“ und „Rede mit mir“. | IK-Blog
    Zwei Fachbücher hat Ulrike Führmann kürzlich gelesen, die es wert sind, besprochen zu werden:
    * “Social Collaboration Workplace” von Andreas Hiller, Marcus Schneider, Anne Christine Wagner
    * „Social Collaboration Workplace“ von Andreas Hiller, Marcus Schneider, Anne Christine Wagner
  • Welcome to the Failure Age!
    Wonderful story of risk, innovation and change: Welcome to the Failure Age
  • Der DOLF: “Day Of Long Faces” — Arbeit heute besser machen — Medium
    „Hach, kann ich so gut nachvollziehen. “Ich würde Ihnen ja gerne einen höheren Bonus geben, aber Sie wissen ja: Begrenztes Budget, und ich kann nicht allen einen Top-Bonus geben. Ich weiß, nach dem anstrengenden Jahr und Ihrer aller Leistung hätten Sie alle es verdient, aber leider…”“
  • Continuous Productivity: New tools and a new way of working for a new era | Learning by Shipping
    What happens when the tools and technologies we use every day become mainstream parts of the business world? What happens when we stop leading separate “consumer” and “professional” lives when it comes to technology stacks? The result is a dramatic change in the products we use at work and as a result an upending of the canon of management practices that define how work is done.
  • Social Media – Strategisches Investment oder kurzfristig messbarer Erfolg? | Prof. Dr. Heike Simmet
    „So werden in der Regel nach 5 Jahren signifikant höhere Erfolge zum Beispiel im Verkauf, der Generierung von Leads, dem Website-Traffic und dem Ranking bei Google erzielt als in den ersten 12 Monaten. Es ist also ein Mindestmaß an digitaler Reife erforderlich, bevor ein signifikant messbarer Erfolg erzielt werden kann.“
  • How to Deliver on a Modern Enterprise Collaboration Strategy
    As the world an the markets keep getting more and more complicated and complex there is no „one size fits all“:
    „There is no all-in-one enterprise collaboration platform“
  • The post-hierarchical organization
    „Hierarchies assume that management knows best and that the higher up the hierarchy, the more competent and knowledgeable that person is. But hierarchies are merely centralized networks. They work well when information flows mostly in one direction: down. Hierarchies are good for command and control. They are handy to get things done in small groups. But hierarchies are rather useless to create, innovate, or change. Hierarchies are ineffective when things get complex.“
  • Inbox Management 101 – Getting to Inbox Zero

    One of the biggest hindrances to being productive is not having a clear mind. David Allen, the author of the Getting Things Done (or GTD) methodology advocates the idea of “mind like water”, which he describes as being able to respond appropriately to external stimuli. He has a saying that “your brain is for having ideas, not holding them”, and if you’re not managing your inboxes correctly you’re asking your brain to retain information and function in a way that it was never intended to.

    When you do this, you can easily end up over-reacting or under-reacting because you’re not seeing things right. If you’re not managing your inbox correctly (email or otherwise), you waste valuable energy trying to desperately hold on to what you should be doing in your head instead of being able to focus on the one thing that really matters. Most people who care about their productivity are aware of this, which is what makes the concept of Inbox Zero so intriguing.

  • The Best iOS Apps For WordPress Users | Elegant Themes Blog
    We live in a mobile world. That’s no longer hyperbole, it’s the simple truth. Our mobile devices are playing larger and larger roles in both our personal and professional lives as they increase in power, ease of use, app development, etc. So what does this mean for the many millions of WordPress users world-wide who are walking around with all of the hardware they need to run their websites, right in their pocket? Well I’d say it means we need to find the right software to compliment it. Namely, the right apps.
  • 20 Projektmanagement-Tools im Überblick – Aus der Cloud | TecChannel.de
    Mit der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft gewinnen Projektmanagement-Tools aus der Cloud an Bedeutung. Denn sie bieten Unternehmen jeder Größe und Branche einen einfachen Weg, ihre Projekte, Teams, Aufgaben, Termine und Dokumente professionell zu verwalten. Eine Marktübersicht.

Alle besonders lesenswerten Lesezeichen gibt es auf Pinboard: “INJELEA-Lesenswertes“. Und natürlich auch zum Abonnieren als RSS-Feed ;-)

Viel Spaß beim Lesen, ein gutes Rest-Jahr und erfolgreiches Adventskalender-Schokoladen-Weihnachtsmann-Sammeln.

Live long and prosper!

Sebastian Thielke greift auf Digital Munich Institute in seinem Fachartikel „Social Business, Enterprise 2.0 und Social Collaboration. Wortwelten und Abgrenzung“ die entsprechende Begriffswelt auf und erläutert sie. In großen Teilen stimme ich mit ihm überein. In einem Punkt zu Social Business hätte ich mir jedoch einen Hinweis gewünscht, und bei einer Aussage zu Enterprise 2.0 widerspreche ich ihm.

Die Begriffswelt von Social Business, Enterprise 2.0 und Social Collaboration ist für mich eine teilweise schwammige Wortwolke mit vielen weiteren Begriffen wie beispielsweise Social Enterprise, Enterprise Social Software, Intranet 2.0 oder Social Intranet. Eine saubere Abgrenzung der Begriffe fällt mir oft schwer und läuft auf eine Diskussion mit vielen Sichtweisen hinaus. Deswegen möchte ich mit diesem Artikel zur Diskussion und Klärung beitragen.

Social Business

Zunächst einmal hat Sebastian in seinem Artikel beschrieben, dass der Begriff „Social Business“ von IBM geprägt worden sei (Hervorhebung von mir):

IBM hat hinsichtlich Marketing und Vermarktungsbestrebungen diesen Begriff geprägt. Zur Zeit seiner Entstehung waren die Wörter Social und Business in keinem näheren und beschreibenden Zusammenhang gefügt worden und haben daher eine gute Basis für eine Marketing Brand ergeben. IBM hat somit für sich einen Markenwert in Bezug auf die Software und die Vernetzung des Unternehmens geschaffen. Dennoch ist der Begriff auch über diese Markenwelt hinaus geläufig und unter den oben genannten Aspekten und Ansätzen des Web 2.0 bekannt.

Mir ist nicht bekannt, wann genau IBM begann, den Begriff „Social Business“ zu verwenden. Seit 2007 jedoch kenne ich den Begriff „Enterprise 2.0“ und viele der damit verbundenen Veröffentlichungen. Nach meiner Erinnerung erfuhr ich von dem Begriff „Social Business“ um einiges später. Ich erinnere mich, dass damals viele Kritiker darauf hinwiesen, den Begriff „Social Business“ gäbe es bereits seit längerem in einem ähnlichen Zusammenhang und dass der Begriff insbesondere vom Nobelpreisträger Muhammad Yunus verwendet werde.

Your Majesties, Your Royal Highnesses, Honorable Members of the Norwegian Nobel Committee, Excellencies, Ladies and Gentlemen,

[…]

Social business will be a new kind of business introduced in the market place with the objective of making a difference in the world. Investors in the social business could get back their investment, but will not take any dividend from the company. Profit would be ploughed back into the company to expand its outreach and improve the quality of its product or service. A social business will be a non-loss, non-dividend company.

In seiner Rede vom 10. Dezember 2006 verwendet Muhammad Yunus den Begriff „Social Business“ insgesamt 30 Mal. Andrew McAfee, der den Begriff „Enterprise 2.0“ prägte, empfand 2010 die Diskussion um „Social Business“ im näheren Zusammenhang als überholt, weil schon wesentlich länger in ähnlichem Zusammenhang verwendet.

Gerade weil es um die Art und Weise geht, wie ein Unternehmen „sozial“ agiert, sehe ich einen näheren Zusammenhang. Deswegen hätte ich mir in Sebastians Fachartikel einen Hinweis gewünscht. Auch deswegen, weil mir gelegentlich in Diskussionen das Verständnis des Social Business nach Yunus entgegenschwappt und ich erst einmal den Kontext klar stellen muss.

Enterprise 2.0

Ich widerspreche Sebastian, dass es sich Enterprise 2.0 alleinig um etwas innerhalb des Unternehmens handele. Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube, den Sebastian weiter verbreitet:

Im Gegensatz zum Begriff Social Business wurde Enterprise 2.0 wissenschaftlich geprägt. Viele werden wissen, dass der Ursprung auf Andrew McAfee’s Arbeiten und Beiträge zurückzuführen ist. Der Ursprung stammt also aus der Betrachtung von Anwendungen und Möglichkeiten, die sich durch das Web 2.0 ergeben. Ganz klar liegt hier der Fokus vor allem auf dem Binnenkonstrukt des Unternehmens – das Unternehmen als geschlossenes Ökosystem.

Es stimmt sehr wohl, dass sich Andrew McAfee in seinem Ursprungsartikel „Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration“ im MIT Sloan Managemet Review am 1. April 2006 auf Enterprise 2.0 als etwas innerhalb von Unternehmen bezog:

Do we finally have the right technologies for knowledge work? Wikis, blogs, group-messaging software and the like can make a corporate intranet into a constantly changing structure built by distributed, autonomous peers — a collaborative platform that reflects the way work really gets done.
asfda

Auch noch am 20. Mai desselben Jahres lieferte McAfee eine Definition, die sich nur auf „innerhalb von Unternehmen“ bezog:

Enterprise 2.0 is the use of freeform social software within companies.

[ Andrew McAfee: Enterprise 2.0 vs. SOA ]

Doch bereits 7 Tage später, am 27. Mai 2006, erweiterte McAfee seine Definition, weil er mit seiner vorherigen unzufrieden war:

Enterprise 2.0 is the use of emergent social software platforms within companies, or between companies and their partners or customers.

[ Andrew McAfee: Enterprise 2.0, version 2.0 ]

Vor über acht Jahren also erweiterte McAfee seine ursprüngliche Definition. Bei Enterprise 2.0 geht es nicht ausschließlich um eine Binnensicht. Bei Enterprise 2.0 geht es um die Nutzung von Social-Software-Plattformen sowohl innerhalb von Unternehmen als auch zwischen Unternehmen und ihren Partnern oder Kunden. Darin sehe ich das Konzept der Stakeholder, die sowohl intern als auch extern sein können.

Der Ausdruck Stakeholder stammt aus dem Englischen. „Stake“ kann mit Einsatz, Anteil oder Anspruch übersetzt werden, „holder“ mit Eigentümer oder Besitzer. Der Stakeholder ist daher jemand, dessen Einsatz auf dem Spiel steht und der daher ein Interesse an Wohl und Wehe dieses Einsatzes hat. Im übertragenen Sinne wird „Stakeholder“ heutzutage nicht nur für Personen verwendet, die tatsächlich einen Einsatz geleistet haben, sondern für alle, die ein Interesse am Verlauf oder Ergebnis eines Prozesses oder Projektes haben; beispielsweise auch Kunden oder Mitarbeiter.

Seite „Stakeholder“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. November 2014, 06:13 UTC. (Abgerufen: 16. November 2014, 12:56 UTC) ]

Stakeholder in-ex Grochim (CC BY 2.0)

Stakeholder in-ex Grochim (CC BY 2.0)

Mit vielen solcher Stakeholdern gilt es zusammenzuarbeiten und zu kommunizieren.

Was ich als mangelhaft an der Definition von Enterprise 2.0 betrachte, ist der einseitige Bezug auf die Nutzung von Social-Software-Plattformen. Daraus ergibt sich kein Bezug auf den Verwendungszweck. Allerdings bin ich der Überzeugung, dass Unternehmen den Herausforderung der globalisierten und sich ständig und schnell verändernden Märkten heutzutage nur mit der Nutzung von Social-Software-Plattformen begegnen können.

O2 Homebox 6641 (mit Kurzanleitung)

Ich bin verärgert: O2 hat Lieferprobleme bei der AVM Homebox (Fritzbox 7490), lässt mich als Kunden mit dem Aufwand alleine und zwingt Kunden zu eigener Hardware. Update: zwischen 17. und 24.11. hatte ich kein DSL/Festnetz.

Im Juli schloss ich mit Telefónica Germany für die Marke O2 mehrere Verträge als Geschäftskunde ab. Einer der Verträge ist ein DSL-/Festnetzvertrag „o2 DSL All-in M Professional“. Bestandteil des Vertrages ist eine HomeBox AVM (FRITZ!Box 7490). Telefonisch hatte ich die Auskunft erhalten, dass der Router etwa eine Woche vor der Umschaltung von Telekom auf O2 geliefert werden würde. Die Umschaltung findet am kommenden Montag statt, ich war also auf die Lieferung gespannt. Gestern kam ich am Abend nach Hause, also schaute ich heute morgen im Kundencenter nach dem Auftragsstatus:

08.11.2014     Ihre Geräte sind für den Versand vorbereitet.
11.11.2014     Ihr Paket wurde an unseren Versanddienstleister übergeben und wird innerhalb der nächsten 2 Werktage zugestellt.
[…]
11.11.2014     Ihr Hardwarepaket wurde zugestellt. Empfänger: Frank Hamm

Aus dem Briefkasten holte ich dann ein Schreiben von Telefónica Germany (aka O2) und einen Hinweis von DHL, ein Nachbar habe ein Paket entgegengenommen. Das Schreiben bereitete mich schon einmal auf das Paket vor, das ich beim Nachbarn abholte:

Sehr geehrter Herr Hamm,

durch einen unerwarteten Lieferengpass können wir Ihnen Ihre HomeBox AVM (FRITZ!Box 7490) leider nicht termingerecht zur Verfügung stellen. Um Verzögerungen bei Ihrem DSL-Service zu vermeiden, haben wir jetzt kostenfrei unsere neue Premium HomeBox 2 (6641) als Austauschgerät an Sie versendet.

[…]

Sie möchten nicht auf die HomeBox AVM verzichten? Kein Problem, wir werden uns im Dezember noch einmal bei Ihnen melden, um die Details für den Versand Ihres Wunschgeräts zu klären. Aktuell gehen wir davon aus, dass die HomeBox AVM ab Mitte Dezember wieder verfügbar sein wird. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.

Meine Haltung dazu:

  1. Ich möchte nicht auf die vertraglich vereinbarte HomeBox AVM verzichten.
  2. Ich empfinde das sehr wohl als Problem.
  3. Ich habe keine Geduld bis dahin.

Seit über einen Vierteljahr ist bekannt, dass ich diese Woche eine Fritzbox 7490 erhalten soll. Heute erst erhalte ich die Information, dass es einen Lieferengpass gibt und dass die Fritzbox 7490 vermutlich erst ab Mitte Dezember verfügbar ist. Wann mir mein Exemplar geliefert wird, steht nicht in dem Schreiben.

O2 Homebox 6641 (ZyXEL)

Paketaufkleber: O2 Homebox 6641 (ZyXEL)

Für mich bedeutet dies, dass ich zunächst am Montag die „o2 Homebox 6641“ (laut Aufkleber auf dem Paket ohne „2“ aber von ZyXEL) komplett einrichten muss. Außer der PIN zur Konfiguration des neuen Routers (im Schreiben genannt) seien keine weiteren Zugangsdaten erforderlich. Das mag für die Zugangsdaten gelten, aber nicht für die Einrichtung zahlreicher Funktionen wie beispielsweise telefonische Weiterleitungsregeln, Anrufbantworter, Fax, IPv6, Nachtschaltungen, Portweiterschaltungen oder DynDNS. Außerdem besteht mein Netzwerk eben nicht nur aus einem Router und einem Rechner sondern zusätzlich aus weiteren Rechnern, NAS, Mobilgeräten, Sonosgeräten, Smart TV. Weil mir die AVM-Geräte bekannt sind, hatte ich die Fritzbox 7490 bestellt. Das neue Gerät kenne ich nicht. Die Einrichtungsleier steht mir dann im Dezember oder Januar erneut bevor.

In einem Anruf bei der DSL-Hotline von O2 wollte ich mich meinen Standpunkt klar machen und mich erkundigen, welche andere Lösung es für mich gibt.

Ich bekam die Auskunft, dass es derzeit Verzögerungen bei der Lieferung der Fritzbox 7490 gibt, die erst wieder in ein bis zwei Wochen geliefert würde. Was ich für meinen Vertrag allerdings nicht nachvollziehen konnte (und kann), da bereits seit Juli bekannt ist, dass in dieser Woche die Lieferung einer Fritzbox 7490 erfolgen soll. Für mich sähe das aus wie eine 5-monatige Lieferzeit. Ich habe deutlich gemacht, dass ich das Ganze als Kundenunfreundlichkeit sehe. Was mein Gesprächspartner nicht so sah, denn schließlich hätte ich eine Ersatzlieferung erhalten und die „Premium HomeBox“ habe 99 Prozent der Funktionalität der HomeBox AVM (FRITZ!Box 7490).

Auf meinen (zugegebenermaßen erst einmal allgemeinen) Hinweis des doppelten Aufwandes zur Einrichtung ging mein Gesprächspartner nicht ein. Ich fragte nach den Zugangsdaten, da im Schreiben nur die PIN erwähnt ist. Mein Gesprächspartner hat mich darauf hingewiesen, dass ich die Zugangsdaten in der Auftragsbestätigung erhalten hätte, er könne sie mir jedoch erneut zusenden. Das fiel mir dann im Verlauf des Gesprächs auch ein. Bloß: Ich erläuterte, dass ich die Zugangsdaten benutzen wollte, um meine eigene Fritzbox 7390 übergangsweise weiter zu benutzen. Mein Gesprächspartner informierte mich darüber, dass dies zwar für den Internetzugriff generell möglich sei. Aber ich könne mit meiner Fritzbox 7390 die VoIP-Telefonie von O2 nicht benutzen, da O2 die benötigten VoIP-Daten nicht herausgibt.

Insgesamt bin ich nach dem Telefonat verärgerter als vorher.

Mein Vorhaben, meine eigene Fritzbox 7390 übergangsweise zu benutzen, ist nicht möglich – was mich stark wundert, da ich derzeit mit meiner eigenen Fritzbox 7390 durchaus die VoIP-Telefonie der Deutschen Telekom benutzen kann. Ich war davon ausgegangen, dass ich in der Konfiguration meiner Fritzbox 7390 lediglich die Zugangsdaten ändern müsste und sie dann weiter benutzen könnte. Den Auskünften des Gesprächspartners der Hotline entnehme ich allerdings, dass O2 seine DSL-/Festnetzkunden zwingt, aussschließlich von O2 gegen Entgelt zur Verfügung gestellte O2-Hardware zu benutzen.

Ich weiß jetzt auch nicht, welche 1 Prozent der Funktionen beim ZyXEL-Gerät fehlt, die ich möglicherweise benötige.

Bei Amazon oder anderen Händlern könnte ich die Fritzbox 7490 kaufen und diese Woche noch in den Händen halten. Da frage ich mich, wieso ich bei Telefónica Germany trotz Vertrag noch bis Dezember warten muss. Die Ursachen kenne ich letztlich nicht, aber mir erscheint die Lieferdisposition von Telefónica Germany nicht zu funktionieren. Möglicherweise hat Telefónica Germany auch die Lieferung von Fritzboxen 7490 aus aktuelleren Neuverträgen bevorzugt (was mich noch mehr auf die Palme brächte). Möglicherweise gestattet es der Vertrag mit AVM auch nicht kurzfristig Liefermengen entsprechend anzupassen, wenn die eigene Lieferdisposition fehlschlägt. Vielleicht muss auch die Fritzbox 7490 von O2 noch speziell angepasst werden, und deswegen können Lieferungen nicht kurzfristig ausgeglichen werden. Mögliche Gründe gibt es viele, kein mir bekannter jedoch beruhigt mich als Kunde irgendwie.

Ich bin gezwungen, am Montag die gelieferte O2 Homebox 6641 und mein Netzwerk komplett neu einzurichten. Die vertraglich vereinbarte Fritzbox 7490 wird vermutlich frühestens in der zweiten Dezemberhälfte geliefert, und dann stehe ich wieder vor einer mehrstündigen Herausforderung. Für denselben Preis bekomme ich sowohl den Mehraufwand und als auch die verzögerte Lieferung der Fritzbox 7490. Und meine alte Fritzbox 7390 kann ich nicht als Backuplösung für eine kurzfristig ausgefallene 7490 ins Regal stellen.

P.S. Übriges konnte ich auf den Seiten von O2 keinen Hinweis auf mehrwöchtige Lieferzeiten für die AVM HomeBox (Fritzbox 7490) erkennen. Ich frage mich beispielsweise, ob Kunden, die jetzt einen Vertrag abschließen, bevorzugt werden. Oder ob sie dann auch zum Liefertermin eine Ersatzlieferung mit solch einem Schreiben bekommen.

Nachtrag (12.11.2014)

Nach einigen Recherchen beispielsweise im O2-Forum zu VoIP-Zugangsdaten und auch nach der Aussage von O2 sind das meine Erkenntnisse:

  • O2 gibt tatsächlich keine VoIP-Zugangsdaten heraus. Damit ist die Nutzung des Festnetzes ausschließlich mit Routern von O2 möglich (außer man benutzt teilweise heftige Tricks, die gegen die AGB verstoßen).
  • O2 scheint keine Fremdhardware zur Telefonie zulassen zu wollen, lediglich das Herstellen der Internetverbindung ist damit möglich. Mein Vertrag aber beispielsweise besteht aus der Nutzung von DSL und Festnetztelefonie.
  • Ich war zu leichtsinnig. Ein solch reaktionäres Verhalten hatte ich gar nicht in Erwägung gezogen und auf Telefonate, den Vertrag und die AGB (Business) vertraut. Recherchen wie meine heutigen hätten mir das schnell klar gemacht.
  • Unter den mir jetzt bekannten Gegebenheiten wäre ich für den DSL-/Festnetzvertrag nicht von der Deutschen Telekom zu O2 gewechselt.

O2 VoIP Tweet

Ohne DSL/Festnetz seit 4 Tagen (20.11.2014)

Als ich am Montag gegen 17:00 Uhr vom Einkaufen zurückkam hatte ich kein DSL und keine Festnetztelefonie. Auch ein Neustart half nicht. Die telefonische Hotline für Geschäftskunden nahm das Problem auf und meinte, die Deutsche Telekom würde die Leitung prüfen und O2 würde sich wieder bei mir melden. Am Dienstag Mittag erhielt ich eine SMS mit der Bitte, mich bei der Hotline zwecks Terminvereinbarung zu melden. Dort konnte ich für Freitag, 21. November, zwischen 8 und 14 Uhr einen Termin für den Besuch eines Technikers vereinbaren. Vorher ging es nicht, denn der Hotline-Mitarbeiter wies mich auf eine Vorlaufzeit von drei Werktagen hin.

Heute nachmittag hatte ich die Zeit, den O2-Router zurückzusetzen. Keine Änderung: Weder Internet noch Festnetztelefonie. Dafür aber konnte ich meine alte Fritzbox innerhalb kurzer Zeit zurücksetzen und anschließend mit den Zugangsdaten für O2 konfigurieren. Jetzt habe ich immerhin Internetzugang mit ähnlicher Geschwindigkeit wie mit der Deutschen Telekom auch. Aber natürlich keine Festnetztelefonie, denn die Zugangsdaten gibt O2 nicht heraus.

Die O2-Hotline habe ich heute abend darüber informiert. Der Technikertermin wird morgen stattfinden, auch um auf mögliche Probleme des O2-Routers hinsichtlich der Leitungsdämpfung zu prüfen.

Für meinen Teil sehe ich dem Termin wenig hoffnungsvoll entgegen. Ich glaube, dass die Leitung funktioniert. So scheinen die DSL-Werte in der Fritzbox 7390 sich im Vergleich zu Telekom-Zeiten nicht wesentlich zu unterscheiden. Damit habe ich immer noch keinen O2-Router, mit dem ich zugleich telefonieren und ins Internet gehen kann. Und keinen vertraglich vereinbarten Router. Und schon gar keinen Router mit zumindest annähernd dem Leistungsumfang wie der Fritzbox 7490.

Aufgrund der Kommentare zu diesem Artikel gewinne ich den Eindruck, dass O2 möglicherweise längere Zeit eine Leistung verkauft hat, die O2 aufgrund von Lieferschwierigkeiten immer noch nicht erbringen kann. Merkwürdig nur, dass der Hotline-Mitarbeiter mir heute gegenüber äußerte, die Fritzbox 7490 allgemein wieder lieferbar sei, er könne mir allerdings nicht sagen, wann mir die Fritzbox ausgeliefert würde. Andererseits sprach der Hotline-Mitarbeiter letzte Woche von ein bis zwei Wochen. Der Brief wiederum erwähnt Mitte Dezember…

Jedenfalls scheint der Lieferengpass am 11. November keinesfalls unerwartet gewesen zu sein – außer für mich als Kunde.

Router für Privatkunden ohne AVM Fritzbox 7490

Heute übrigens erscheint bei O2 für Privatkunden im Tarif „O2 DSL All-in M“ kein AVM-Router mehr.

O2 DSL-/Festnetz-Router für Privatkunden

O2 DSL-/Festnetz-Router für Privatkunden (Quelle: O2)

Router für Geschäftskunden ohne oder mit AVM-Fritzbox 7490?

Auch bei dem Tarif „O2 DSL All-in M Professional“ für Geschäftskunden erscheint zunächst kein AVM-Router mehr.

O2 DSL-/Festnetz-Router für Geschäftskunden

O2 DSL-/Festnetz-Router für Geschäftskunden (Quelle: O2)

Nach einem Klick auf den Link „Weitere Preise und Produktbestandteile (PDF)“ jedoch öffnet sich die PDF-Datei „Preise_DslBusiness.pdf“, und in dieser Preisliste steht immer noch die AVM-Fritzbox 7490:

O2 DSL-/Festnetz-Router für Geschäftskunden MIT Fritzbox

O2 DSL-/Festnetz-Router für Geschäftskunden MIT Fritzbox (Quelle: O2)

„Die Leitung ist einwandfrei“ (21.11.2014)

Kurz nach 14 Uhr kam der Techniker von der Telekom. Er hat die Leitung gemessen und kommt zum Urteil:

Die Leitung ist einwandfrei.

Es hätte mich auch gewundert, da die Internetverbindung mit der Fritzbox 7390 einwandfrei, mit der O2 Homebox überhaupt nicht funktioniert. Für mich steht mein Urteil fest: Die O2 Homebox funktioniert nicht (mehr). So zeigt meine Fritzbox 7390 Geräte am LAN-Anschluss an, wohingegen die O2 Homebox angeblich im Netzwerk nur WLAN-Geräte erkennt.

Rein technisch wäre es übrigens kein Problem, die Leitung wieder zur Telekom zu schalten. Nach fünf Minuten wäre die Angelegenheit erledigt…

O2 Homebox auf Anfrage O2 erneut zurückgesetzt (23.11.2014)

Am Samstag Morgen sah ich den Tweet von O2 mit der Bitte um erneutes Zurücksetzen der O2 Homebox:

@fwhamm Kannst du die 6641 noch mal resetten und neu einrichten? Laut DTAG Rückmeldung im Ticket wurde ein Fehler gefunden + korrigiert^MZ

Das habe ich dann soeben (17:55 Uhr) nach meiner Rückkehr nach Hause mit fester Überzeugung, dass es zu keiner Änderung kommen wird, durchgeführt. Und tatsächlich: Mit der O2 Homebox habe ich nach wie vor weder Internetzugang noch Telefonie.

O2 Homebox Geräteinformationen (23.11.2014)

O2 Homebox Geräteinformationen (23.11.2014)

Vielleicht kann mir irgendwann einmal O2 auch erklären, wieso ich im Schreiben letzter Woche eine „Homebox 2“ angekündigt bekomme aber eine „Homebox“ zugesendet erhalte. Und worin die Unterschiede dieser Routermodelle liegen…

Endlich Internet und Telefonie (24.11.2014)

O2 bat mich in zwei Tweets um einen Anruf der Geschäftskundenhotline

@fwhamm Magst du dich dann bitte zwecks erneuter Störungsmeldung an die Kollegen der Geschäftskundenhotline wenden. Die Kollegen der …

@fwhamm Technik können dir dann eine neue Box zusenden. ^SM

Die Mitarbeiterin der Hotline bat mich dann, mit dem Router den Einrichtungsassistenten durchzulaufen. Dabei musste ich die Konfigurations-PIN erneut eingeben, die ich für die gelieferte Homebox erhalten hatte. Dann hatte ich endlich Internetzugang über die O2 Homebox. Das Ganze hatte schon etwas länger gedauert, so dass mich die Mitarbeiterin bat, die Telefone ohne sie anzubinden (weil an der Hotline viel los war).

Das habe ich dann auch gemacht. Wenig später konnte ich auch einen Testanruf auf mein Handy durchführen Und wiederum wenig später kam ich nicht mehr ins Internet. Erst ein kompletter Neustart behob das Problem. Jetzt habe ich erst mal einen NAS-Server und einen WLAN-Repeater von AVM („FRITZ!WLAN Repeater 300E“) wieder ins Netz geholt.

Interessanterweise sagte die Mitarbeiter, sie hätte heute gelesen, dass die AVM Fritzbox 7490 jetzt wieder ausgeliefert werden würde.

Derzeit läuft das Netz, wenn auch mit Ausnahme vieler Komponenten wie einem zweiten NAS oder zweiten WLAN-Repeater. Erst einmal hoffe ich, dass die 7490 schnell kommt. Denn mit der Homebox 6641 hat mir O2 einen funktional minderwertigen Router geliefert, der viele Funktionen wie beispielsweise telefonische Weiterleitungsregeln, Anrufbantworter, Fax, SIP-Telefonie (für Sipgate) nicht hat.

Warten auf Godot (04.12.2014)

Derzeit fühle ich mich im Theaterstück „Warten auf Godot„. Gelegentliche Anrufe bei der Hotline vermitteln mir den Eindruck, die AVM Fritzbox 7490 würde jetzt mit Nachdruck an die O2-Kunden ausgeliefert. Aber keiner kann mir sagen, wann ich meine Lieferung erhalte. Ich gebe O2 noch ein paar Tage, dann werde ich eine Frist zur Leistungserfüllung setzen.

Wenn O2 die vertragliche Leistung dann immer noch nicht erfüllt, werde ich den Vertrag fristlos kündigen. Dann bin ich zwar für ein paar Tage ohne Internet und Telefon, aber das ist mir dann auch egal.

O2 will mich als Gesamtkunden mit DSL-/Festnetz werben (06.12.2014)

Gestern Abend erhielt ich einen Anruf von O2. Zunächst dachte ich, man wolle mir die Lieferung der AVM Fritzbox 7490 ankündigen. Aber nein: O2 wollte mich als Gesamtkunden gewinnen. Mein Gesprächspartner führte aus, ich sei doch O2-Kunde mit einem Mobilfunkvertrag, ich könne aber auch mit meinem DSL-/Festnetzanschluss zu O2 wechseln. Ich erhielte dann auch einen Kombivorteil in Höhe von fünf Euro monatlich. Bei wem ich denn derzeit mit DSL und Festnetz Kunde sei.

Meine Erwiderung, ich sei bei O2 und hätte mindestens sechs Kundennummern inklusive (bislang nur) einer Kundennummer für DSL/Festnetz führte nur kurzzeitig zu Verwunderung bei meinem Gesprächspartner. Das Gespräch war dann recht schnell erledigt. Ich vermute mal, dass das nicht das erste derartige Gespräch war, das er geführt hat.

Allmählich frage ich mich, ob O2 überhaupt einen Überblick seiner Kunden hat, und wie O2 einigermaßen zuverlässig über die Anzahl seiner Kunden eine Aussage treffen kann. Ich bin immerhin schon mindestens sechs Kunden – mit einem DSL-/Festnetzvertrag, drei Mobilfunkverträgen und einem Kaufvertrag für ein Smartphone. Teilweise erhielt ich aber nicht nur für den Mobilfunktarif eine Kundennummer sondern auch für die gelieferte SIM-Karte eine Kundennummer.

Ich bin vermute fast, dass O2 deswegen demnächst Telekom als größten Anbieter mit den meisten Kunden überholen wird. Die Telekom spielt dabei O2 noch in die Hände und begeht den Fehler, die Kunden aus Mobilfunkbereich und DSL-/Festnetzbereich zusammenzuführen. Sehr leichtsinnig mit absehbar katastrophalen Auswirkungen auf die Öffentlichkeits- und Pressearbeit…

Keine Fritzbox trotz Versandauftrag durch Hotline (12.12.2014)

Am Montag 8.12.2014, telefonierte ich mit der O2 Hotline. Nach interner Rücksprache kündigte mir der Mitarbeiter an, er würde am Montag direkt den Versandauftrag für eine Fritzbox 7490 erteilen. Innerhalb von 3 bis 4 Tagen sollte ich dann den Router erhalten.

Heute, am fünften Tag, bekam ich kurz nach 18 Uhr von O2 Hilfe auf Twitter folgende Auskunft:

@fwhamm Der Versand ist leider nicht komplett durch. Hier muss ein direkter vor Ort-Tausch gemacht werden, das klappt nun leider erst …

@fwhamm nächste Woche, wann genau können wir noch nicht sagen. ^YG

Mein Eindruck: Da funktionieren die Prozesse und das Zusammenspiel der Prozesse einfach nicht. Und die Kommunikation mit dem Kunden funktioniert schon mal gar nicht. Genauso, wie ich „plötzlich“ nach dreieinhalb Monaten mit der 6641 überrascht wurde, erhalte ich Informationen „plötzlich“ und nur, wenn ich aktiv werde. Und auf diese Informationen kann ich mich dann nicht verlassen. Ich bin schon gespannt, was der „direkte vor Ort-Tausch“ bedeuten wird.

Sorry, O2. So betreibt Ihr aktiv negatives Reputationsmanagement und verringert von Woche zu Woche die Wahrscheinlichkeit, dass ich den Vertrag zum Ende der Vertragslaufzeit verlängere und Kunde bleibe. Da müsst Ihr Euch schon deutlich verbessern mit Eurer Leistung.

Weder fühle ich einen Premium-Service noch fühle ich mich sorglos.

AVM Fritzbox 7490 da! (17.12.2014)

Am Montag informierte mich @o2de, dass meine Box gepackt sei. Ich solle am Dienstag Nachmittag nachfragen, dann bekäme ich die Tracking-Nummer zum Nachverfolgen. Doch bereits mittags klingelte DHL und hatte ein Paket für mich:

AVB Fritzbox 7490 im Karton

Darin war eine anscheinend neue Fritzbox 7490. Das einzige Anzeichen, dass sie von O2 kam, besteht in einer Schnellanleitung mit dem Hinweis zur Konfiguration der Zugangsdaten von O2. Den gestrigen Nachmittag verbrachte ich einige Zeit damit, die Fritzbox zu konfigurieren und das ganze Netzwerk nach und nach wieder an die Fritzbox zu bekommen.

Einige Dinge konfiguriere ich anders als mit der letzten Fritzbox. Deswegen habe ich auch die Einstellungen von meiner alten Fritzbox 7390 nicht importiert und bin noch nicht komplett durch, aber der Internetzugang und die Telefonie sind stabil. Das Netzwerk ist ebenfalls stabil inklusive schneller Wiederherstellung von WLAN-Verbindungen. Die Punkte, die ich mit der O2 Homebox 6641 feststellte, sind damit erledigt.

Das WLAN ist sogar etwas schneller als mit der 6641 und vor allem stabiler in der Verbindung der (jetzt wieder) zwei WLAN-Repeater von AVM.

Insgesamt empfinde ich das als einen unrühmlichen Anfang einer Geschäftsbeziehung zwischen Telefonica und mir – zumindest bei DSL/Festnetz. Mit meinen drei Mobilfunkverträgen und meinem HTC One (m8) von Telefonica/O2 bin ich von an Beginn sehr zufrieden. Okay, die einzigen Wermutstropfen sind die vielen Kundennummern, so dass ich beispielsweise mich jeden Monat für alle Rechnungen vier mal einloggen und ausloggen muss.

Nachtrag: Kein „direkter Vorort-Austausch“ (19.12.2014)

Im Gegensatz zu der Information, die ich in einem Tweet von O2 erhalten hatte, war es kein „direkter Vorort-Austausch“. Der DHL-Fahrer übergab mir einfach nur das Paket. Gestern habe ich die O2 Homebox 6641 mit dem Retourenschein (der bei der Lieferung im Packet war) per DHL kostenlos zurückgeschickt.

Gestern abend war Claus Weselsky von der Gewerkschaft der Lokführer mit einem Interview jeweils im Heute-Journal und in der Tagesschau den Tagesthemen präsent – und damit auch im Social Web.

Mit dem kostenlosen Version des Tools Talkwalker Social Analytics habe ich im Schnellschuss ohne große Prüfungen eine Abfrage gestartet:

#gdl OR gdl OR #bahnstreik OR bahnstreik OR #weselsky OR weselsky OR „gewerkschaft deutscher lokomotivführer“

Eingegrenzt sind die Ergebnisse von 21:00 bis 23:30 Uhr am 3. November 2014 und auf die Medientypen Blogs, Facebook, Foren, Twitter. News habe ich explizit ausgeschlossen, und auf Plattformen wie Google+ oder Instagram tat sich de facto gar nichts. Das Heute-Journal begann um 21:45 Uhr, die Tagesthemen begannen um 22:15 Uhr. An der Darstellung über die Zeit sind die Interviews jeweils gut nachzuvollziehen.

Monitoring GdL (Resultate über Zeit)

Monitoring GdL (Resultate über Zeit)

Twitter ist wie zu erwarten klar der stärkste Medientyp.

Monitoring GdL (Medientypen)

Monitoring GdL (Medientypen)

Insgesamt gab es im Zeitraum 1.146 Erwähnungen.

Monitoring GdL (Buzz)

Monitoring GdL (Buzz)

Männer beteiligten sich weit mehr als Frauen. Um das weiter zu hinterfragen, würde ich jetzt die Resonanz der Themen generell zu der Resonanz der beiden Nachrichtensendungen vergleichen. Möglicherweise ist #GdL bzw. #Bahnstreik einfach ein Männerthema – vielleicht weil die meisten Pendler immer noch Männer sind?

Monitoring GdL (Geschlecht)

Monitoring GdL (Geschlecht)

Und das war der eigentliche Anlass, weswegen ich nachschaute: Die Tonalität. Für mich hat die automatische Auswertung der Tonalität von Blogartikeln, Statusupdates oder Tweets keine absolute Aussage und keine hohe Zuverlässigkeit. Ich benutze die Tonalität eher, um plötzliche Veränderungen festzustellen, um dann weiter nachzuforschen.

Doch irgendwie passt diese Verteilung zu meinen Erwartungen nach dem gestrigen Interview.

Monitoring GdL (Tonalität)

Monitoring GdL (Tonalität)

Interessant wäre es, jetzt den Peak gegen 22:15 Uhr hinsichtlich der Themen zu analysieren. Ich habe nur das Interview im Heute-Journal gesehen, dazu passt der Peak negativer Tonalität. Die Wortwahl, das Auftreten und die Art der Antworten waren prädestiniert für genau diesen Peak. Teilweise ließ er Marietta Slomka nicht ausreden, oder er antwortete mit längeren Monologen. Seine Antworten waren selten wirklich Antworten sondern meist Stellungnahmen und Vorwürfe. Danach war er in den Tagesthemen, bei gleichem Verhalten würde dazu der darauffolgende Peak negativer Tonalität passen.

Monitoring GdL (Tonalität über Zeit)

Monitoring GdL (Tonalität über Zeit)

Die Menge der Treffer und das geringe Zeitfenster sind für mich Anlass, die Auswertung mit Vorsicht zu genießen. Dennoch wage ich eine Interpretation:

Weselsky hätte mit einem besseres Medientraining und wirklichem Interviewverhalten (d.h. auf Fragen zu antworten) derartige negative Peaks vermeiden können. So aber gehe ich davon aus, dass seine Interviews noch weiter polarisierten. Vielleicht war aber auch seine Zielsetzung genau dies: Einschwören auf eine absolute Position (was er selbst seinen Gegnern vorwarf).

Bildquellen: Alle Grafiken sind Screenshots aus Talkwalkers Social Analytics Tool.

Tag Cloud

In den letzten vier Wochen habe ich einige interessante Lesezeichen gesammelt zu Themen wie Collaboration, Monitoring, Leadership, Raumfahrt, Intranet, Corporate Blogging, New Work, Social Business und Reverse Mentoring… und einem Star Trek Special zum Schluss.

Seit einigen Jahren benutze ich Social Bookmarks, inzwischen ist Pinboard das Werkzeug zur Sammlung meiner Lesezeichen. Für meine Leser kennzeichne ich besonders Lesenswertes mit dem Tag “INJELEA-Lesenswertes“. In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich diese lesenswerten Lesezeichen hier im Blog.

  • Microsoft Adds Unlimited OneDrive Storage To All Office 365 Accounts | TechCrunch
    „Remember when people tried to sell cloud gigabytes? What a silly time.“
  • Goldbach Interactive – Monitoring Toolreport 2014

    Die Grundlage jeder Strategie ist eine Standortbestimmung und kontinuierliche Beobachtung relevanter Kennzahlen. Das gilt auch den Bereich Social Media: Ohne seine Online-Reputation zu kennen und zu verstehen, welche Social-Media-Kanäle für die eigene Industrie die wichtigsten sind, kann ein Unternehmen seine Strategie nicht definieren.

    Die Social Media Evolution beginnt mit dem Zuhören und Analysieren: Social Media Monitoring ist eine wichtige Grundlage aller Social-Media-Aktivitäten. Kein Wunder also, dass sich 2013 bereits über 300 Monitoring-Anbieter auf dem Markt positioniert hatten. Die große Auswahl an Tools und stetige Weiterentwicklung des Markts macht es Unternehmen nicht einfach, das für sie passende Tool zu finden.

  • How Human Is Your Company?
    „Humanity not only serves as a performance propellant, it also functions as a bulwark. The most human companies are also far less likely to foster inappropriate behavior, including the type that leads to regulatory compliance problems and enforcement actions.“
  • Kontrolleure der Angstökonomie – Smarter Service
    Vertrauenskultur scheint in der Wirtschaft nicht hoch in Kurs zu stehen, besonders dann, wenn die eigene Zukunft nicht mehr aus den Erfolgen der Vergangenheit abgeleitet werden kann. Wolf Lotter leitet das in seiner brandeins-Kolumne aus der „Führungskräftebefragung 2014“ des Reinhard-Mohn-Instituts der Universität Witten/Herdecke ab.
  • What it took for Elon Musk’s SpaceX to disrupt Boeing, leapfrog NASA, and become a serious space company – Quartz

    „When Elon Musk founded SpaceX in 2002, it was, at best, a millionaire’s flight of fancy. He had made his fortune from tech startups Zip2 and PayPal, and was still two years away from starting Tesla, the electric-car firm.

    Musk, as he will gladly tell you, has a vision: Colonize Mars and make humans a multi-planet civilization. He sees it as insurance against a global catastrophe that leads to human extinction. Per Musk, the only sensible policy in this universe is redundancy. Newly wealthy and with time on his hands, he concocted a scheme to send a greenhouse full of plants to Mars as a kind of grand gesture, but couldn’t find any cost-effective rocket to send it there, even on a multi-millionaire’s budget.“

  • „Cool und beängstigend“
    „Bei IT-Agile entscheiden die Mitarbeiter über alles Wesentliche. Die Geschichte eines demokratischen Unternehmens.“
  • Mehr Transparenz wagen – Führung erfahren!
    „Mitarbeiter, ganz besonders aber Wissensarbeiter, werden gerne zum unternehmerischen Denken und Handeln angehalten. Einerseits. Wenn es aber andererseits darum geht, diesen Mitarbeitern auch Zugang zu allen dafür nötigen Informationen zu gewähren, war diese Forderung dann doch nicht ganz so ernst gemeint. Management in bester tayloristischer Tradition definiert und manifestiert sich in vielen Fällen leider immer noch über einen Informationsvorsprung gegenüber dem „normalen“ Mitarbeiter. Wer Informationen hat, kann auch entscheiden oder Entscheidungen nachvollziehen. Diese Macht gibt man nicht leichtfertig aus der Hand, wenn man sein Führungsverständnis alleine darauf gegründet hat. Die Forderung, dass Wissensarbeiter unternehmerisch denken sollen, ist prinzipiell richtig und wichtig, aber sie muss auch mit aller Konsequenz umgesetzt werden. Und Transparenz hinsichtlich der Entscheidungsgrundlagen ist eine ganz wesentliche Konsequenz daraus.“
  • Intranet Navigation: Perfekt mittels Card Sorting
    Vom Ursprung her werden beim Card Sorting Themen auf Karten geschrieben und diese unabhängig voneinander auf dem Tisch oder einer Metaplanwand thematisch durch eine gewisse Anzahl an repräsentativen Personen sortiert und Oberpunkten zugeordnet. Hierbei kann es Vorgaben, wie z.B. die Anzahl der Oberpunkte geben oder man kann den Testpersonen auch völlig freie Hand lassen. Daraus entsteht somit eine gewisse Anzahl an Navigationsstrukturen, welche entsprechend übereinander gelegt zumindest eine erste repräsentative Navigationsstruktur ergeben. Dieses „Übereinander legen“ benötigt viel Erfahrung eines Usability Experten und/oder Informationsarchitekten. Online Tools mit einer Cluster Analyse helfen hier aber entsprechend weiter.
  • Warum Corporate Blogs oft nicht “funktionieren” — und wie man das ändern kann! — Medium

    “Mal ehrlich – Corporate Blogs funktionieren nicht!” – So titelte kürzlich ein Beitrag von Kollege Christian Henne von HenneDigital. Dann kam auch noch beim Barcamp Köln in der Session von Lars Hahn die Frage auf “Lohnt sich ein Corporate Blog?”.

    Es brennt mir schon seit Christians Artikel unter den Nägeln, etwas dazu zu sagen. Ich habe schon vor einiger Zeit einmal aufgeschrieben, wieso Corporate Blogs für mich das Herzstück einer digitalen Kommunikationsstrategie darstellen können. Wenn sie richtig angegangen werden!

  • Knowledge Research Center e.V. :: Vom Verschwinden fester Arbeitszeiten und Arbeitsorte (Teil 13 unserer Blogserie)
    Es war einmal eine Gesellschaft, in der die Menschen werktäglich von morgens bis abends an einen festen Arbeitsort mit eigenem Büro und Schreibtisch fuhren. Doch die Zeiten ändern sich: Entwicklungen vor allem in US-amerikanischen und kanadischen Unternehmen zeigen, dass die Arbeit von zu Hause zum Regelfall werden kann und das eigene Büro im Unternehmen die Ausnahme sein wird.
  • Wissensarbeit – drei unterschiedliche Zusammenarbeitsmodelle: Coordination, Collaboration, Cooperation | der wissensarbeiter
    “collaboration means ‘working together’. That’s why you see it in market economies. markets are based on quantity and mass.”
    “cooperation means ’sharing’. That’s why you see it in networks. In networks, the nature of the connection is important; it is not simply about quantity and mass …”
    “…collaboration happens around some kind of plan or structure, while cooperation presumes the freedom of individuals to join and participate. He (Jérôme Delacroix) also says that cooperation, not collaboration, is a driver of creativity.”
  • Hirnforschung: Vom geistreichen Nichtstun | ZEIT ONLINE
    Zur Ruhe kommen? Dafür ist in der Informationsgesellschaft kaum Zeit. Dabei verhilft Muße oft zu den besten Ideen. von Ulrich Schnabel
  • 30 Little-Known Features of Facebook, Twitter, and More

    Which features of Facebook, Twitter, and the other major social networks have perhaps slipped under our noses? I went hunting for some of these little-known features and came up with over two dozen new tricks and tools to try for Facebook, Twitter, LinkedIn, Google+, Pinterest, and Instagram.

    Read ahead to learn all 30 little-known features (and see which ones you might already know!).

  • Mitarbeiter bestimmen Arbeitszeit und Gehalt selbst
    Mehr Demokratie im Unternehmen wagen – was nach Sonntagsrede klingt, ist tatsächlich möglich. Arbeitszeit, Gehalt und sogar Vorgesetzte bestimmen Mitarbeiter heute selbst. Kann das gut gehen?
  • How To Be Efficient: Dan Ariely’s 6 New Secrets To Managing Your Time
    The world is not designed to help you achieve your long term goals. Passivity is not going to get you where you want to go.
    Control your environment or it will control you. Optimize your workspace for what you need to achieve.
    Write the things you need to do down on your calendar. You’re more likely to do what you write down.
    You have about 2 hours of peak productivity, usually early in the morning. Protect those hours and use them wisely.
    Meetings, email, multitasking and structured procrastination are the biggest time wasters.
    No, you don’t need an email break. Switching tasks reduces effectiveness as your brain transitions. The more you do it, the less effective you are.
  • In focus: The art of collaboration – Virgin.com
    One of the constant threads that has run throughout our focuses this year has been the idea of people working closer together, be it through the sharing economy or as part of a start-up community, brands big and small are seemingly clamouring to reap the mutual benefits of collaborating with one another.
  • Unendlich Urlaub? Unendlich Home-Office? Zwischen unendlicher Selbstoptimierung und Selbstausbeutung steht die Kultur des (Selbst-)Vertrauens. – Karlshochschule International University
    Bäm! Bäm! Kurz hintereinander haben zwei ziemlich große Unternehmen ein deutliches Signal an ihre derzeitigen und zukünftigen Mitarbeiter gesendet. Inspiriert wurden sie vermutlich durch ein Unternehmen namens Netflix. Worum geht es? Um Freiheit und Selbstbestimmung. Auf den ersten Blick. Netflix und Virgin gestehen ihren Mitarbeitern so viel Urlaub zu wie sie wollen, sofern – und jetzt kommt der Stolperstein – die Leute ihre Aufgaben erledigen. In die gleiche Kerbe schlägt nun Microsoft Deutschland. Das Unternehmen will ihren Mitarbeiter völlige Freiheit bei der Wahl ihres Arbeitsortes lassen. Das feste Büro wird aufgelöst, keine Anwesenheitspflicht mehr im Office. Man darf kommen, muss aber nicht. Man erhält – wenn man denn mal kommt – flexible Arbeitsplätze und Konferenzräume zu Besprechungen. Möglichkeitsräume statt Zwangsanstalten.
  • Neue Horizonte | DoSchu.Com
    Nun ist es fast vollbracht: Das Büro ist in den Coworking Space combinat 56 umgezogen; privat zieht es mich weiter südlich. Internet und Social Web machen neue Formen des Arbeitens möglich. Wie häufig hatte ich Termine beim Kunden in letzter Zeit? Bis auf einen regelmäßigen Auftrag mit vor-Ort-Einsatz liefen viele Arbeiten digital. Oder konzentriert an Tages-Workshops. Das Arbeiten aus dem europäischen Ausland ist problemlos möglich – also auf geht’s.
  • Reverse Mentoring: Fragen und Antworten « centrestage.de
    Auf dem Corporate Learning Camp (#clc14) in Frankfurt habe ich eine Session zum Thema “Reverse Mentoring – Einblicke & Lessons Learned” gehalten. Die Session war gut besucht und für die meisten Teilnehmer war Reverse Mentoring als Format zur Führungskräftequalikation ein bekanntes Konzept. Die spannendsten Fragen und Antworten möchte ich an dieser Stelle vorstellen.
  • Are we on the edge of a new, collaborative paradigm? – SocialStory
    These networks have opened up the means for people to connect, share information, and work together on an unprecedented scale, revolutionizing the way we conduct everything from science to business to social innovation. Yet despite the potentially game-changing implications of collaboration in twenty-first-century society, we must be careful, according to Alfred, not to overlook the challenges and pitfalls it carries with it.
  • Why Social Media Will Fundamentally Change Business | MIT Sloan Management Review

    Social media is still new enough that many executives wonder what, if any, long-lasting impact it will have on how business is conducted. Is it worth jumping on the bandwagon? Or conversely, is it wiser not to jump, but to wait until there’s greater clarity on whether social is here to stay?

    Both these questions have a one-word answer.

    Jump.

Alle besonders lesenswerten Lesezeichen gibt es auf Pinboard: “INJELEA-Lesenswertes“. Und natürlich auch zum Abonnieren als RSS-Feed ;-)

Viel Spaß beim Lesen, ein gutes Rest-Jahr und erfolgreiches Adventskalender-Schokoladen-Weihnachtsmann-Sammeln.

Live long and prosper!

One more thing…

Da hätte ich noch etwas zur Vorfreude auf nächstes Jahr. Im ersten Halbjahr soll Star Trek: Renegades herauskommen ;-) Es ist ein crowd supported Fan-Projekt unter anderem mit den Original-Schauspielern Admiral Pavel Checkov und Commander Tuvok… also Walter Koenig und Tim Russ :-)

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