Plantronics Backbeat Pro (5/7)

In Heidelberg findet am 18. April 2015 das BarCamp Rhein-Neckar statt. Ich werde eine Session „Headset Porn“ anbieten und möchte, dass möglichst viele der Teilnehmer ihr eigenes Headset zur Session mitbringen.

Was ist ein BarCamp?

Was ist ein BarCamp?

Kurzer Einschub: Für die bislang Unkundigen habe ich einen Artikel mit ein paar Quellen zur Information, was ein BarCamp ist.

Eine der wesentlichen Eigenschaften eines BarCamps ist die, das es keine Agenda und keine „Sessionplanung“ vor dem BarCamp selbst gibt. Aber durchaus üblich ist es, eine Session anzukündigen – in der Hoffnung, dass am Tag des BarCamps genügend Interessierte sich an der Session beteiligen.

Porn?

Gibt es jetzt auf dem INJELEA-Blog auch Porn aka (also known as) Pornographie? Nun, das bedarf wahrscheinlich einer Erläuterung. Denn nicht alles, worauf „Porn“ steht, ist auch Porn.

Analog zu der Verwendung von “Nazi” im Englischen für alles mögliche wird auch porn – die Kurzform von pornography – für Bilder und Darstellungen verwendet, die nichts mit nackter Haut zu tun haben.

(USA Erklärt: Was in den USA alles so unter Pornografie läuft)

„Porn“ wird inzwischen im Englischen oft für sehr Vieles benutzt, wovon es sehr viel davon gibt, insbesondere Fotos. Also beispielsweise Fotos von Essen („Food Porn“), Grafiken („Chart Porn“) oder Sonnenuntergängen („Sunset Porn“).

Somit stelle ich präventiv fest: Es gibt auf dem INJELEA-Blog keine, ich wiederhole, keine Pornographie! Und es gibt – soweit mir bekannt – auf dem BarCamp Rhein-Neckar keine Pornographie. Wobei ich ja die Agenda nicht kenne, denn die ergibt sich ja erst am Veranstaltungstag. Also wirklich sicher kann ich daher nicht sein…

Headset?

Plantronics Backbeat Pro (1/7) mit Tasche, USB-Kabel, Tonkabel, Quick-Guide

Plantronics Backbeat Pro (1/7) mit Tasche, USB-Kabel, Tonkabel, Quick-Guide

Vor kurzem habe ich mir ein Headset (manchmal auch „Kopfhörer“ genannt) gekauft: Plantronics Backbeat Pro für daheim und das (Mobile) Office.

Mit dem Plantronics Backbeat Pro holte ich mir einen geschlossenen Kopfhörer mit Active Noise Cancellation, sehr gutem Klang, einfacher und überzeugender Bedienung sowie sehr guter Akkuleistung.

Ich bin von dem Kopfhörer begeistert. Gestern beispielsweise nutzte ich ihn, um während der Busfahrt auf dem Rückweg von einem Termin zu entspannen und die lauten Außen- und Innengeräusche auszublenden. Zumal ich aufgrund der S-Bahn-Verspätung den ursprünglich anvisierten Bus verpasst hatte.

Frank Holldorff hat meinen Artikel über das Headset gelesen:

Ich wusste, dass Frank wie ich (der andere Frank) ebenfalls zum BarCamp Rhein-Neckar kommt. Ich bot ihm also an, dass ich das Headset mitbringe und dass er es dort ausprobieren kann. Frank hat sich allerdings das Headset bereits bestellt :-)

Aufruf zum Headset Porn fürs BarCamp Rhein-Main!

Doch ich dachte mir, dass eigentlich an einem BarCamp viele Leute zusammenkommen, die irgendwelche Gadgets haben – und sicherlich auch Headsets. Warum also nicht die Gelegenheit nutzen für einen Austausch über Headsets?

Ich bringe also mein Plantronics Backbeat Pro mit zum BarCamp Rhein-Neckar und schlage dort eine Session „Headset Porn“ vor!

Bitte bringt dazu bitte auch Eure Headsets mit (Over-Ear, On-Ear oder In-Ear, mit oder ohne Mikro, mit einer Hörmuschel oder mit zweien…). Zeigt in der Session dann Euer Headset und erläutert kurz, was Ihr daran so gut oder so schlecht findet! Und wer kein Headset hat oder sein altes Headset ablösen möchte, der bekommt dann jede Menge Anregungen für sein nächstes Headset!

Bringt also jede Menge, sehr viele, haufenweise, massig, unmengenmäßig Headsets/Kopfhörer mit und wir machen einen

Headset Porn!

Plantronics Backbeat Pro (1/7) mit Tasche, USB-Kabel, Tonkabel, Quick-Guide

Ich habe mich wieder der Welt der Kopfhörer genähert und mir dann vor einer Woche mit dem Plantronics Backbeat Pro von Plantronics einen geschlossenen Kopfhörer geholt.

Plantronics Backbeat Pro (4/7)

Plantronics Backbeat Pro (4/7)

Der Backbeat Pro ist genial, das Ding. Er ist vielleicht etwas bass- und volumenlastig. Aber mir gefällt der Klang. Ich hatte mir schon lange keinen “großen” Kopfhörer mehr geholt. Ich habe noch einen alten kabellosen Sennheiser-Kopfhörer, der nur stationär in der Wohnung zu benutzen ist. Ich wollte einen kabellosen Bluetooth-Kopfhörer mit gutem Klang und guten “Features” für mein “Mobile Office”. Also für überall eigentlich.

Als Bluetooth-Kopfhörer habe ich seit etwa drei Jahren einen Sennheiser MM 100. Doch dessen Akku hält gerade einmal vier Stunden – wenn der Kopfhörer neu ist. Inzwischen lässt der Akku immer mehr nach. Ich hatte mir vor ein paar Wochen für 14 Euro einen Billigheimer-Kopfhörer ähnlich dem MM 100 geholt – aber der hat mich vom Klang und vom Tragekomfort überhaupt nicht überzeugt.

Suche nach dem perfekten Kopfhörer

Also war ich wieder auf der Suche. Sennheiser hat keinen wirklichen Nachfolger für den MM 100 im Programm. Irgendwie kam ich dann auf den Trichter, dass ich keinen “On-Ear”-Kopfhörer sondern einen “Over-Ear”-Kopfhörer möchte. On-Ear bedeutet, dass die Muscheln des Kopfhörers einfach nur auf dem Ohr aufliegen, also wie beim MM 100. Over-Ear bedeutet, dass die Muscheln das Ohr umschließen. Damit dringen wesentlich weniger Töne der Umwelt ins eigene Hören und außerdem bekommen andere Menschen in der Umgebung fast nichts vom eigenen Hören mit. So etwas wollte ich, um einfach nur Musik oder einen Podcast zu hören. Also zum Entspannen mit nur Musik oder Podcast. Oder aber zum Abschotten gegen Umweltgeräusche und mit entspannender Musik (“Relaxation Music”) etwas arbeiten. Mit In-Ears (also Stöpsel, die im Ohr sitzen) komme ich übrigens überhaupt nicht zurecht.

Dann kam ich auch auf den Trichter, dass ich damit auch telefonieren wollte. Vielleicht mal zwischendurch oder einfach nur ein Telefonat annehmen. Irgendwie ist es halt bei diesem Internet mit seinen Videos so, dass von Link zu Video zu Portalen zu Vergleichen die Unübersicht immer größer wird. Und immer mehr neue Ideen sich quasi virusmäßig im eigenen Hirn einschleichen. Und manche dieser Ideen immer größer werden, bis der Kopf fast platzt. So erging es mir auch bei der Suche nach einem Kopfhörer. Die aktuellen Sennheiser-Teile sind natürlich schon geil (vermutlich) – aber auch leider geil-teuer. Auch vergleichbare Modelle von anderen Herstellern bieten viel – und auch viel Preis. Plantronics startete letztes Jahr mit diesem Backbeat Pro zum ersten Mal in dieses Segment. Nach etwa einem halben Jahr ist der Preis deutlich runtergegangen. Na ja, und letztendlich haben mich Reviews auf YouTube überzeugt, es mit dem Teil einmal zu probieren.

Unter Antischall (auch „aktive Lärmkompensation“, englisch Active Noise Reduction [ANR] oder Active Noise Cancellation [ANC]) versteht man umgangssprachlich Schall, der künstlich erzeugt wird, um mittels destruktiver Interferenz Schall auszulöschen. Dazu wird die Erzeugung eines Signals angestrebt, das dem des störenden Schalls mit entgegengesetzter Polarität exakt entspricht.

(Seite „Antischall“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. November 2014, 21:09 UTC)

Zum ersten Mal habe ich damit auch einen Kopfhörer mit Active Noice Cancellation (ANC). Damit kann ich mit guter Musik auch in etwas lauterer Umgebung (z.B. in einem Mobile Office im Café) zum konzentrierten Arbeite, Denken, Genießen abtauchen. Das ANC des Backbeat Pro soll gut aber nicht in der Top-Klasse sein. Ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten, das ist mein erster Kopfhörer dieser Art. Mir jedoch reicht es. Diese Woche war ich in einem Café und habe das Buch Herausforderung Intranet gelesen. Stephan Schillerwein hat mir ein Rezensions-Exemplar zukommen lassen (die Rezension kommt noch im INJELEA-Blog!). Ich saß auf der Terrasse und las bei entspannender Musik und las und las… und die PKW- und LKW-Geräusche störten überhaupt nicht.

Bedienung und mitgelieferte Teile

Das Geniale am Backbeat Pro ist auch, dass das Mikro für den Antischall genutzt werden kann, um die Außengeräusche ans Ohr zu übertragen und die Musik abzudämmen. Das ist praktisch, wenn die Bedienung kommt und man nur mal schnell zwei Sätze wechseln will. Damit musste ich den Kopfhörer nicht absetzen. Dazu tippte ich nur auf den entsprechenden Schalter. ABER… beim Absetzen des Kopfhörers schaltet der Kopfhörer automatisch die Musik auf Pause! Denn der Backbeat Pro verfügt über einen Sensor und signalisiert dem Bluetooth und damit dem Player auf dem Gerät (Notebook, Smartphone, Tablet…) eine Pause. Wenn ich den Kopfhörer wieder aufsetze, spielt die Musik an genau der Pause-Position wieder weiter.

Plantronics Backbeat Pro (7/7), links

Plantronics Backbeat Pro (7/7), links

Plantronics Backbeat Pro (6/7), rechts

Plantronics Backbeat Pro (6/7), rechts

Der Backbeat Pro hat jeweils ein Bedienungsrad links und rechts über der Muschel. Damit kann ich entweder (links) zum vorherigen oder nächsten Track wechseln oder (rechts) die Lautstärke regeln. Sowohl bei Erreichen der Maximal- als auch der Minimallautstärke gibt mir eine Stimme einen entsprechenden Hinweis. Links außen ist der Schalter, um Gespräche anzunehmen. Rechts außen ist der Schalter zum Starten/Pausieren. Beim Einschalten übrigens sagt mir die Stimme auch, mit welchen Geräten ich verbunden bin (maximal zwei gleichzeitig) und wie der Akkustand ist. Bis 24 Stunden soll ich damit Musik hören können. Als ich das Teil bekam war der Akkustand hoch aber nicht voll (etwa 75 Prozent laut Leuchtdioden an der Seite). Nach einer Woche bin ich auf mittlerem Akkustand, obwohl ich schon einige Musik geschaut und gestern beispielsweise einen Kinofilm damit geschaut… gehört habe.

Plantronics Backbeat Pro (2/7) mit USB-Kabel, Tonkabel

Plantronics Backbeat Pro (2/7) mit USB-Kabel, Tonkabel

Bei Auslieferung spricht die Stimme Englisch. Über eine Software auf dem Rechner (Download von der Website) und eine USB-Verbindung lässt sich die Sprache auf Deutsch wechseln. Außerdem bietet die Software die Möglichkeit, ein paar Einstellungen vorzunehmen (beispielsweise, ob die Musik wirklich pausiert werden soll beim Abnehmen des Kopfhörers). Über das mitgelieferte USB-Kabel erfolgt auch das Laden des Akkus, ich habe aber auch schon ein anderes USB-Kabel kurz ausprobiert. Mit dabei ist auch ein Kabel für den Fall, dass dem Akku doch einmal der Saft ausgeht. Einfach Plug-and-Play zwischen Kopfhörer und Gerät. Das Gerät kann dann auch ein Stöpsel im Flugzeug sein, wenn Bluetooth nicht erlaubt oder gewünscht ist. Mit dabei ist ebenfalls eine Stofftasche. Die passt auch super in meinen Rucksack. Den habe ich nämlich mit, wenn ich ein paar Office-Geräte mehr als nur mein iPad dabei habe ;-)

Fazit

Der Backbeat Pro ist mit 340 Gramm wirklich nicht leicht. Er lässt sich aber bequem tragen. Gelegentlich (so alle 60 bis 90 Minuten) hebe ich ihn für wenige Minuten ab, um die Ohren zu lüften. Da passt es gut, dass die Musik einfach automatisch anhält. Den Backbeat Pro gibt es inklusive Gebühren wie für Lieferung ab etwa 170 – 180 Euro.

Mit dem Plantronics Backbeat Pro holte ich mir einen geschlossenen Kopfhörer mit Active Noise Cancellation, sehr gutem Klang einfacher und überzeugender Bedienung sowie sehr guter Akkuleistung.

Zum Lesen und Schauen über den Plantronics Backbeat Pro:

Zum Lesen und Stöbern zum Thema Musik hören und Produktivität:

P.S.: Ich startete das Schreiben dieses Artikels für Den Schreibenden. Gegen Ende jedoch merkte ich, dass er inhaltlich gut ins INJELEA-Blog passt. Den Schreibstil habe ich aber doch so launisch wie für Den Schreibenden gelassen ;-)

Diese Woche gibt es Lesezeichen zu Themen wie Intranet, Collaboration, Kaffee (!), New Work, Future Of Work, Management, Leadership, Productivity, Enterprise 2.0 und wie ein Unternehmen alte Server für weltweites Cloud Computing des World Community Grids zur Verfügung stellt.

Seit einigen Jahren benutze ich Social Bookmarks, inzwischen ist Pinboard das Werkzeug zur Sammlung meiner Lesezeichen. Für meine Leser kennzeichne ich besonders Lesenswertes mit dem Tag “INJELEA-Lesenswertes“. In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich diese lesenswerten Lesezeichen hier im Blog.

Alle besonders lesenswerten Lesezeichen gibt es auf Pinboard: “INJELEA-Lesenswertes“. Und natürlich auch zum Abonnieren als RSS-Feed ;-)

Viel Spaß beim Lesen!

\V/_ (Live long and prosper!)

Mittelpunkt Sonne

In Diskussionen zu dem Thema Enterprise 2.0 kommt es oft sehr schnell zu der Frage, um was es denn da gehe, Was im Mittelpunkt von Enterprise 2.0 stehe. In einem weiteren Blog von mir beschäftigte ich mich mit dieser Frage aus einem besonderen Blickwinkel: Dem des Menschens.

Der nachfolgende Artikel erschien zuerst unter dem Titel „Mittelpunkt bei Enterprise 2.0“ auf Der Schreibende als Beitrag zum Schreibroulette. Ich veröffentliche ihn zusätzlich hier, weil wahrscheinlich die wenigsten der Leser dieses Blogs auch den Schreibenden lesen.

Heute morgen dann begang ich den Fehler, mich in einem Tweet zu einem verschärften Schreibroulette zu committen:

So sei es denn. Ich weiß immer noch nicht so genau, wie das funktionieren soll. Immerhin habe ich jetzt den ersten Artikel in meinem Feedreader gelesen. Der erste Satz schafft es bereits zu mehr als fünf Substantiven (Hervorhebungen von mir):

Im letzten Post stand die Entwicklung vieler Unternehmen zu einem wissensintensiven Unternehmen im Mittelpunkt und es wurde die Frage aufgeworfen, welche Chancen es für eine Effektivitäts- und Effizienzsteigerung von Wissensarbeitern in einem Enterprise 2.0 gibt.

(Erfolgreiche Arbeitspraktiken für Wissensarbeiter in einem Enterprise 2.0 von @JoachimNiemeier)

Womit ein neues Problem entsteht: Zählt die doppelte Verwendung des Substantivs “Unternehmen”? Mein Artikel, meine Regel(n): Nein, doppelte Verwendungen von Substantiven zählen nicht. Das fünfte Substantiv im ersten Artikel meines Feedreaders Readkit lautet also:

Mittelpunkt

Wenn ich mir den Artikel in meinen Hirnwindungen zergehen lasse, so steht im Mittelpunkt dieser Studie die Aussage, dass im Mittelpunkt des Wissensarbeiters nicht die Arbeit mit Wissen oder mit anderen Wissensarbeitern steht sondern die Verwaltung und Organisation sowohl des Wissens als auch dessen Aufbereitung. Ich unterstütze Joachim Niemeiers Annahme, dass der Alltag sich für Wissensarbeiter auch nach zehn Jahren nicht wesentlich geändert hat.

Sicherlich reden wir “Enterprise Zwei Nuller” ständig und gerne von der neuen Welt, in der die Kommunikation und die Zusammenarbeit von Menschen nicht nur durch die neuen Tools leichter ist, sondern dass auch eine neue Welt der Arbeit in die Unternehmen Einzug hält. Aber ich glaube, jenseits dieser Filterblase (hehe!) gibt es nicht nur viele Widerstände sondern auch noch viele stumme Beobachter, die zwar den Hype in den klassischen Medien rund um die neue Arbeitswelt beobachten, dass sie in ihrem Mittelpunkt aber immer noch den täglichen Email-Büro-Organisation-Hierarchie-Techtel-Mechtel-Wahnsinn haben. Oft nicht gerne, aber bevor sie gegen das System aufstehen, das sie erfolgreich machte, muss doch noch etwas mehr geschehen, als dass viele Viel darüber reden. Sicher, es gibt Leuchttürme, aber “das lässt sich so nicht auf uns übertragen, bei uns läuft das anders”.

Im Mittelpunkt steht nicht der Mensch sondern da stehen die Hierarchie, die Prozesse, die Effizienzsteigerungsprogramme, die Branche, die Branchen-“Gesetze” und vor allem das Risiko, etwas Anderes, Neues, Ungewohntes in den Mittelpunkt zu stellen. So ein Schwenk zu einem anderen, neuen Mittelpunkt ist immer mit Risiko verbunden. Auch wenn es meistens gar nicht darum geht, die Welt und vor allem das eigene Unternehmen und sich selbst umzukrempeln. Oft reichen kleine “Projekte”, die schon etwas bewirken. Ich wende nur ungern das Substantiv “Projekt” an, denn es suggeriert, dass es da einfach nur einen Zeitabschnitt gibt, in welchem man ein Ziel ansteuert. Danach kommt eben das nächste Projekt. So funktioniert es nicht, wenn man etwas im Inneren ändern will. Das funktioniert, wenn man Umstände, Abläufe ändern will.

Bei Enterprise 2.0 (oder Social Collaboration oder Social Business oder… YNI (You Name It)) geht es um eine Änderung von Einstellung, der inneren Haltung und von Verhalten. Das dauert länger als “nur” einen Ablauf umzustellen. Aber ich sehe Fortschritte. Gerade weil viele das Hamsterrad (das von innen wie eine Karriereleiter aussieht) verlassen wollen. Die sich inzwischen nicht erst mit Fünfzig fragen: War es das schon? Die daran zweifeln, dass die Arbeit an sich und das (bisher) verbundene Abstrampeln im Hamsterrad der Mittelpunkt ihres Leben für ein paar Jahrzehnte darstellen soll. Wofür 80 oder 100 Stunden in der Woche schuften, um in ein paar Stunden am Wochenende die Familie und sich selbst nachzuholen?

Mittelpunkt Sonne

Der Mensch stellt sich wieder in den Mittelpunkt, wie das vielleicht vor langer, langer Zeit einmal war. Als Menschen sich mit Menschen über ihr Leben und ihre Tätigkeiten unterhielten. Im Mittelpunkt waren die Menschen. Jetzt bemühen sich viele Menschen, dass wir und nicht das Hamsterrad wieder im Mittelpunkt stehen.

Eine sehr schöne Initiative ist da beispielsweise Working Out Loud in Deutschland von Jochen Adler (Interview mit Jochen Adler: “Working Out Loud: Endlich auch in Deutschland” beim “The New Worker”). Deswegen habe ich auch darüber getweetet, als ich mit diesem Artikel startete:

Möge der Mensch in Eurem Mittelpunkt stehen!

\V/_ LLAP

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Email-Bindestrich zerstört werden muss!

Tag Cloud

Diese Woche gibt es Lesezeichen zu Themen wie Social Media, Collaboration, Enterprise 2.0, Future of Work, Digitale Transformation, Leadership, Productivity.

Seit einigen Jahren benutze ich Social Bookmarks, inzwischen ist Pinboard das Werkzeug zur Sammlung meiner Lesezeichen. Für meine Leser kennzeichne ich besonders Lesenswertes mit dem Tag “INJELEA-Lesenswertes“. In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich diese lesenswerten Lesezeichen hier im Blog.

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\V/_ (Live long and prosper!)

BarCamp Bonn #bcbn15

Gestern war ich auf dem BarCamp Bonn, das im Forum Internationale Wissenschaft Bonn stattfand. Ein kleiner Rückblick.

Fahrt zum BarCamp Bonn

Kurz vor sieben Uhr fuhr ich von Selzen aus los. Auf der Autobahn war fast nichts los, und gegen 8:45 traf ich in Bonn am Veranstaltungsort ein. Trotz eines Hinweises, dass es mit dem Parken eng sein könne, konnte ich nur etwa 100 entfernt in einer Seitenstraße parken.

Die Registrierung war einfach: Mit dem Namen gab es einen Haken auf der Teilnehmerliste, eine Badge, Blog, Kugelschreiber und einen Flyer mit den WLAN-Daten. Wie es eben bei öffentlichen Einrichtungen so ist, muss sich jeder mit einem eigenen Nutzer und Passwort am WLAN anmelden – allerdings nach Herstellen der Verbindung in einem Browserfenster. Das ist sowas von unhandlich. Die Session ist schnell mal weg, wenn man das Notebook zuklappt oder inaktiv ist. Und pro Device ein separater Login (so hörte ich)? Auf einem BarCamp? Joachim Selzer wies darauf hin, dass Freifunker da gerne einspringen und ein Netz aufbauen könnten.

Gegen 9:30 Uhr ging es los. Die Begrüßung, die Vorstellungsrunde (Name, Tätigkeit/Unternehmen, drei Schlagworte) und die Sessionplanung dauerten etwa eineinhalb Stunden.

Es gab so viele Sessionvorschläge, dass Sessions mit wenigen Teilnehmermeldungen leider runterfielen :-( An sich sollte das kein Problem sein. Aber das wurde erst anschließend gemacht, nachdem sooo viele Vorschläge kamen. Die Sessionplanung wurde an zwei Wänden eingetragen und dann auch in den TimeTabler, so dass der Session-Plan auch online abrufbar war. BarCamp Bonn: Sessionplan Ich schätze, es dürften etwa 150 Teilnehmer gewesen sein. Die Location reichte gerade so für die vielen Leute und die Sessions. Im Foyer war es ziemlich eng. Aber andererseits hatte das BarCamp dadurch eine gemütliche Atmosphäre. Mir gefiel das so. Die Organisation hat bis auf einzelne Ausnahmen sehr gut geklappt. So wurde ein Frühstück angekündigt. Das bestand dann aber ausschließlich aus Mettbrötchen, die es auch erst um 11 Uhr gab. Vegetarier oder Leute, die einfach kein Mett mögen, gingen da leer aus. Wäre das anders angekündigt worden, hätte sie sich noch selbst etwas mitbringen können. Aber mir gefiel das mit den Mettbrötchen, ich hatte schon ewig keine mehr gegessen. Das Mittagessen war vielfältig, mit kleinen Vorspeichen und sehr, sehr lecker. Mir hätte es besser gefallen, das Frühstück bereits um 9:00 Uhr und das Mittagessen (wie stattgefunden) um 12 Uhr zu haben.

Soweit ich das mitbekommen habe, klappte es mit den Beamern und der Einrichtung der Session-Räume sehr gut. Es gab sogar Session-Engel (sorry, ist das der korrekte Begriff) für jeden Raum, die zur Stelle und gegebenenfalls zur Hilfe waren. Wieso eigentlich Bonn? Ich fuhr zum BarCamp nach Bonn, weil es ein neues BarCamp war und ich „mal neue Gesichter“ sehen wollte. Und um auch mal neue Themen zu erleben. Ersteres klappte sehr gut, das Zweite… wie so oft verplapperte ich mich mal und verpasste eine Session oder interessante Sessions liefen parallel. So ist das aber eben mal.

Life happens.

Auf jeden Fall hat mir das BarCamp Bonn sehr gut gefallen. Vielen Dank an die Sponsoren und an die Organisatoren:

Karin Krubeck, Leiterin Community Operations bei Chefkoch.de. Bloggt privat unter Bonn geht essen und outet sich als Lindenstraße-Fan Johannes Mirus, Blogger, Marktforscher und Social-Media-Fuzzi. Bloggt unter 1ppm.de, hält auch in den dunkelsten Zeiten zum 1. FC Nürnberg. Sascha Foerster, Wissenschaftsblogger, Community Manager bei der Max Weber Stiftung und bloggender Doktorand im Projekt Nachkriegskinder. Sammler von Bonner Blogs.

Vielen Dank auch an alle anderen Helfer wie beispielsweise an der Registrierung! Schande über mich, ich muss endlich wieder…. am 18. April ist ja BarCamp Rhein-Neckar ;-)

Cafe-Roller

Cafe-Roller.de vor dem BarCamp Bonn

Im Foyer gab es jederzeit Getränke. Ein persönliches Highlight war jedoch für mich der Cafe-Roller vor dem Gebäude. Ich genoss es, einfach mal rauszugehen und dort einen oder zwei oder… leckeren Kaffee zu trinken.

11:00 Cryptoparty

Cryptoparty Session (Jochim Selzer @jselzer)

Joachim Selzer hielt eine kurze Cryptoparty. Dazu gibt es von mir einen Rohmitschnitt.

Cryptopartys dienen der Absicherung normaler “Haus- und Hofkommunikation”. Es geht nicht um Profiverschlüsselung!

Mailverschlüsselung

GPG schützt aber nur Inhalt der Mail, keine Metadaten wie Empfänger, Betreff…

Windows: Gpg4Win
Mac: GPG Mac

Hinweis: Edathy wurde über Metadaten gefunden/enttarnt, nicht über Inhalte (egal, wie man über Edathy denken mag…).

Plattenverschlüsselung (Notebooks, Handys)

  • Mac-eigene Verschlüsselung
  • Win: Bitlocker
  • Truecrypt (trotz Bedenken für Otto Normal noch verwendbar, bekannte Codebasis) ==> Ersatzweise Veracrypt

Chatverschlüsselung

Anonymisierung (z.B. Tor) – aber auch Profiling (Browser, Hardware etc) ohne Cookies

TOR (The Onion Router)

Passwortverwaltung

Keepass 1.x, gibt es für alle möglichen Plattformen, u.a. Mac, Linux, iOS

Info (nicht für „Produktion“)

  • CryptoCat

Weitere Infos zu Cryptopartys gibt es bei Cryptoparty Bonn/Köln.

13:00 Best of 200+ Social Media Tools

Oliver Überholz aka @getoliverleon hielt seine Session mit einem Schnelldurchlauf durch Tools die er bzw. sie bei mixxt schon benutz haben. Die Präsentation gibt es nach Anmeldung zu einem Newsletter auf mixxt.de.

14:00 Xerox-Gate

David Kriesel berichtete über Fall, der immer noch nicht ausgestanden ist und möglicherweise sehr viele Untenrehmen und Privatpersonen betrifft. Denn es geht um einen Bug beim Scannen von Scannstationen des Unternehmens Xerox. Seit 2006 ist in vielen Workcentern (kommerzielle Scan- und Kopiergeräte) eine fehlerhafte Programmroutine im Einsatz, durch die Zahlen beim Scan falsch ersetzt werden.

Kurz und knapp allgemeinsprachlich erklärt von mir:

Scanner scannen nicht nur einfach Fotos von beispielsweise Verträgen, Geschäftsberichten oder sonstigen Dokumenten. Sie versuchen Speicherplatz zu sparen. Dazu zerlegen sie Dokumente in Abschnitte. Ein Abschnitt kann beispielsweise ein Foto oder eine Grafik enthalten. Dazu wird dann ein dafür gut geeignetes Kompressionsverfahren verwendet.

Bei Texten oder Zahlen jedoch werden andere Kompressionsverfahren benutzt. Zusätzlich werden bestimmte Scanbereiche soweit analysiert, dass gleich aussehende Zeichen nur einmal abgespeichert werden und dann später lediglich darauf verwiesen wird.

Beispiel: Gibt es in einer Tabelle 80 mal eine „6“ und 40 mal eine „8“, dann werden der Scan der „6“ und der der „8“ jeweils nur ein Mal als Muster abgespeichert. Dort, wo beispielsweise in der gespeicherten Datei eine „6“ stehen soll (weil im Original so gesehen), dann wird 40 Mal nur auf das eine Muster („Pattern“) verwiesen. Das braucht viel weniger Speicherplatz.

Dumm nur, wenn die Mustererkennung versagt und 40 Mal anstelle eines klaren „6“-Musters das Muster angezeigt wird, das wie eine „8“ aussieht. Bei einer Versicherungssumme steht dann unter Umständen ein falscher Betrag. Oder in einem Laborbericht steht ein falscher Blutwert. Was aber, wenn aufgrund des falschen Blutwertes ein falsches Medikament verwendet wird? Oder sogar unnötigerweise operiert wird?

Solch ein falsches „Pattern Matching“ hat David Kriesel 2013 bei Geräten des Unternehmens Xerox, eines internationalen Konzerns, entdeckt. David hat erzählt, wie er das enteckte und wie die Kommunikation mit dem Support von Xerox (eigentlich gar nicht!) und mit einem Vice President und dem Chefentwickler von Xerox (erst mal nicht, dann zäh und schließlich gut) ablief.

Das Kritische: Xerox hat 2013 dann irgendwann Bugfixes für die Workcenter erstellt und sie zum Download zur Verfügung gestellt. Aber das bedeutet nicht, dass die Vertriebspartner diese Patches auch eingespielt haben! Außerdem könnte jeder Dokumentenscan mit Zahlen, der seit 2006 mit einer Großzahl von Xerox-Workcenter-Modellreihen durchgeführt wurde, falsch sein! Wer weiß schon, mit welchen Geräten beispielsweise ein Krankenhaus wichtige Unterlagen eingescannt hat und anschließend die Originale gelöscht hat?

Wenn Ihr Unternehmen Xerox-Workcenter einsetzt, sollten Sie prüfen, ob ihre Scans möglicherweise falsch sind.

Alles weitere im Blog von David.

15:00 Homeoffice

Home Office Session (Joas Kotzsch @mcjoas)

Joas Kotzsch berichtete über die Erfahrungen in seiner Werbeagentur, die 2010 von einem Anwesenheitsbüro mit 300 Quadratmeter auf ein Unternehmen mit Home Offices wechselte.

Ein hochspannendes Thema mit vielen Einblicken beispielsweise höherer Produktivität und weniger Zeitverbrauch (beruflich und privat). Ich verließ die Session früher, weil direkt anschließend meine Session war.

16:00 Selbstorganisation – #productivity Mindset

Bei meiner Session „Selbstorganisation – #productivity Mindset“ habe ich mich über die rege Diskussion gefreut. Ein bisschen unsicher war ich durchaus, da ich keine Methoden oder Prinzipien oder Tools erläutern wollte. Zumindest nicht als Thema in meiner Präsentation. Es ging mir um eine Einstellung und Haltung, wie man an das Thema Selbstorganisation und Productiviti herangeht. Ich glaube, mein Weg hat gut funktioniert. Das Feedback hat mich auch darin bestätigt.

Natürlich haben wir dann trotzdem beispielhaft über Methoden wie „Getting Things Done“ oder das Eisenhower-Prinzip oder Tools wie Toggl gesprochen. Aber das war auch das Schöne: Es ging eben nicht um ein Abspulen von irgendwelchen Lehrmeinungen sondern um Anstöße und den Austausch von Erfahrungen.

Ein kleiner Wermuthstropfen für mich: Mein Bluetooth-Lautsprecher hat nicht funktioniert. In der Präsentation sind zwei kleine Auszüge aus „Modern Times“ und Loriots Feierabend. Als es dann soweit war, blieb der Ton stumm. Dumm. Wieder habe ich gelernt: Sei nicht so sicher, dass alles so funktioniert. Prüfe es vor Ort! Ich hatte nämlich nur die Box eingeschaltet, das Bluetooth vom Macbook eingeschaltet und verbunden. Der kurze Bestätigungston hatte mir gereicht. #fail

Das nächste Mal spiele ich zum Testen ein Video auch kurz an.

Nun ja. Life happens.

17:00 Abschluss-Session
BarCamp Bonn: Abschluss-Session

Um 17 Uhr war dann noch eine kurze Abschluss-Session. Die Begeisterung über ein gut geklapptes, interessantes und spannendes BarCamp Bonn war groß.

Wenn es ein #bcbn16 gibt und es bei mir klappt, bin ich dabei!

Fotos

Flickr Fotoalbum „BarCamp Bonn“ (Diashow)