Online Meeting (Collage)

Wer mit ein paar Personen “on the fly” ein Online Meeting mit Video-Übertragung oder Screen-Sharing abhalten möchte, der kann auf Skype oder Google Hangout zurückgreifen. Oder er hat einen umfangreichen Business-Account bei einem Anbieter, der Online Meetings für Unternehmen anbietet. Oder?

Es gibt andere Möglichkeiten für jene, die mal schnell mit ein paar Leuten oder sogar nur einer anderen Person „meeten“ wollen. Ich habe mir kostenlose Angebote angesehen, die relativ einfach sind und keine oder höchstens eine einfache Installation erfordern. Dabei sind auch zwei kostenlose Varianten von größeren Anbietern.

Ausgewählt habe ich Appear.in, vLine, Firefox Hello, Screenleap, Zoom und GoToMeeting free.

Ausgeschlossen habe ich Dienste, die wie Anymeeting oder Join.me zwar eine kostenlose Variante haben, die aber dann Werbeeinblendungen vornehmen. Teamview Meeting ist zwar interessant, aber ich habe auch solche Tools ausgeschlossen, die – zumindest offiziell – nur für Privatanwender kostenlos sind.

Appear.in

appear.in

Appear.in verspricht ein ganz einfache Handhabung ohne Registrierung und Downloads:

Video conversations with up to 8 people for free – no login, no downloads. Create a video room. Share the link. Appear together.

  • Läuft im Browser
  • Kein Flash, keine Installation
  • Video Conversations
  • Keine Registrierung notwendig
  • Räume werden “on the fly” erzeugt durch Angabe eines Pfades (beispielsweise http://appear.in/frankhamm)
  • Optional: Reservierung und Blockierung eines Raumes
  • Maximal acht Teilnehmer
  • Chat (kleines Symbol rechts unten)

Bei Reservierung eines Raumes mittels Email-Adresse gibt es zur Freischaltung jedes Mal eine neue sechsstellige PIN per Email und/oder SMS. Weitere reservierte Räume übermitteln dann die PIN über dieselben Mailadresse/SMS-Adresse.

Fazit: Super einfach, zur Teilnahme einfach den “Raumlink” an Teilnehmer schicken. Loslegen, läuft. Für das kleine Meeting zwischendurch eine geniale Lösung.

vLine

vLine

vLine ist ähnlich wie Appear.in – allerdings noch viel einfacher:

  • Läuft im Browser
  • Automatisch generierter “Raumlink”
  • Keine Downloads, keine Installation
  • Kein Chat, kein Screen-Sharing

Die Adresse wird über andere Kommunikationstoosl wie Email oder Messaging den anderen Teilnehmern zugesendet. Sie klicken darauf, genehmigen den Zugriff auf Video und Ton. Fertig.

Fazit: Super simple, leicht zu nutzen.

Firefox Hello

Firefox Hello

Mit einer der letzten Versionen hat Firefox Hello vorgestellt. Vermutlich aber haben das viele nicht wirklich bemerkt, weil sie einen entsprechenden Hinweis einfach weggeklickt haben.

  • Firefox erforderlich für das Starten des Video-Chats
  • Für die Teilnahme an einem Video-Chat reichen Firefox, Google Chrome oder Opera
  • Keine Anmeldung (optional aber über Firefox-Konto möglich)
  • Nur ein weiterer Teilnehmer ist möglich

Der Dienst wird in Zusammenarbeit mit TokBox zur Verfügung gestellt.

Fazit: Um sich “on the fly” mit einer einzelnen Person per Video zu unterhalten, ist das eine sehr einfache Lösung – wenn Sie Firefox benutzen. Sie bietet aber eben auch wenige Möglichkeiten. Derzeit ist Firefox Hello noch in der Beta-Phase. Wenn Firefox nicht ein bisschen zulegt, sehe ich da keine Zukunft. Insbesondere sehe ich kritisch, dass es nur zwei Teilnehmer sein dürfen und dass der Organisator einen Firefox benötigt. Es bleibt die Frage, ob sich TokBox damit wirklich einen Gefallen getan hat, oder ob sie nicht selbst eine kostenlose Version anbieten sollten.

Screenleap

Screenleap

Screenleap fällt etwas aus der Reihe, denn es gibt ausschließlich das Teilen des eigenen Bildschirms durch den Organisator. Die Kommunikation muss über ein anderes Tool erfolgen, beispielsweise Telefon.

In der kostenlosen Version bietet Screenleap:

  • Screen-Sharing
  • Ohne Login: 30 Minuten mit 2 Betrachtern
  • Mit Login: 1 – 2 Stunden pro Tag mit bis zu 8 Betrachtern
  • Installation erforderlich für den Initiator der Session

Es gibt weitere Tarife (Basic, Pro und Company), die bei 15 Dollar im Monat starten.

Fazit: Screenleap ist eben nur das, was der Name schon vermittelt, nämlich Screen-Sharing. Um jemandem während des Telefonats seinen Screen zu zeigen, mag das im Einzelfall ausreichend sein. Für Gelegenheitstäter reicht da die freie Version. Der Initiator der Session muss hier zwar etwas installieren, aber ansonsten ist es für die Betrachter sehr einfach: Sie benötigen nur einen Browser.

Zoom

Zoom

Zoom erlaubt in der kostenlosen Version bis zu maximal 25 Teilnehmer bei einem Meeting für maximal 40 Minuten. Zoom läuft auf allen möglichen Plattformen (auch mobil) und sogar mit professionellen Room-Systems. Eine Registrierung mit Email, Facebook oder Google ist erforderlich. Zoom benötigt Flash für den Zoom-Launcher sowie eine lokale Installation.

In der kostenlosen Version (alle Pläne) sind unter anderem dabei:

  • Screen-Sharing
  • Whiteboard
  • Aufnahme des Meetings
  • Privater und Gruppen-Chat

Die kostenpflichtigen Versionen liegen bei 10 (Pro) und 15 (Business) Dollar im Monat. Bei mehr als 25 Teilnehmern liegen die Preise bei 50 (Pro) beziehungsweise 55 (Business) Dollar

Fazit: Eine sehr umfangreiche Conferencing-Lösung, die bereits in der kostenlosen Version viel bietet. Allerdings lässt sich Zoom nur “on the fly” benutzen, wenn man einigermaßen regelmäßig damit arbeitet – sowohl als Meeting-Veranstalter als auch – aufgrund der Installation – als Teilnehmer. Ich würde anstelle der kostenlosen Version dann doch eher auf Skype, Skype for Business oder Google Hangout zurückgreifen.

GoToMeeting free

GoToMeeting free

GoToMeeting free ist von Citrix, das damit ein Einstiegsangebot für seine große Lösung bietet (Preispläne). In der “freien” Version gibt es bis zu drei Teilnehmer.

  • Keine Anmeldung
  • Kein Download, keine Installation
  • Verschicken des automatisch generierten Links beispielsweise per Email
  • Screen-Sharing
  • Video + Audio

Fazit: GoToMeeting free ist ähnlich wie Zoom, es hat allerdings größere Einschränkungen. Dafür ist die Handhabung viel einfacher. Die kostenpflichtigen Angebote liegen übrigens in einer ähnlichen Preis- und Leistungsklasse.

Gesamtfazit

Für ein unkompliziertes Meeting auf die Schnelle mit wenigen Teilnehmern und/oder mit Teilnehmern, die es einfach brauchen, empfehle ich Appear.in (vielleicht bin ich ja gerade in meinem Raum…). Firefox Hello ist zuwenig. Screenleap als Gelegenheitslösung für Screen-Sharing läuft außer der Reihe.

Für (nur) etwas höhere Ansprüche bieten Zoom und GoToMeeting free einfach zu wenig oder sind zu kompliziert. Da reichen Skype, Skype for Business oder Google Hangout. Wer jedoch professionell Seminare, Beratungen, Kurse oder Meetings im Unternehmen (oder für Unternehmen) mit vielen Teilnehmern zur Verfügung stellen möchte, der kann mit den kostenlosen Angeboten zum Schnuppern einsteigen und dann sich für eine der “großen” Lösungen entscheiden.

Mein Favorit ist Appear.in.

Weitere Screenshots gibt es auf Flickr

Dieses Mal gibt es Lesezeichen unter anderem zu Themen wie New Work, Rheinhessen, Productivity, Digital Transformation, Enterprise 2.0, Führung, Journalismus, Working Out Loud.

Seit einigen Jahren benutze ich Social Bookmarks, inzwischen ist Pinboard das Werkzeug zur Sammlung meiner Lesezeichen. Für meine Leser kennzeichne ich besonders Lesenswertes mit dem Tag “INJELEA-Lesenswertes“. In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich diese lesenswerten Lesezeichen hier im Blog.

  • Prima Betriebsklima? Längst nicht überall! | XING spielraum
    „Neue XING-Studie “Kompass Neue Arbeitwelt”: Viele Arbeitnehmer klagen über mangelnde Flexibilität und altes Hierachie-Denken.“
  • Kleiner Rundgang durch… Flonheim (2) – Rheinhessenliebe
    „Du liebst Rheinhessen und möchtest einfach so viel wie möglich davon sehen? Dann geht es dir wie mir. Auch ich war natürlich längst noch nicht in all den schönen rheinhessischen Städten und Dörfern. Aber ich bin fleißig dran, diesen Umstand zu ändern.“
  • Productive! Magazine
    „If there’s one thing people love to hate at work, it’s the team meeting. One-on-one meetings aren’t so bad. But the bigger the meeting, the more likely someone will do something to extend it, whether by ignorance or design.“
  • Productive! Magazine
    „Keeping employees both happy and productive requires more thought and effort than most think. The Internet is brimming with articles on studies that reveal higher productivity among remote workers.“
  • Noch mehr Tipps zur Gestaltung Ihrer To-Do-Liste » ToolBlog
    „Die zweckmäßige Gestaltung der eigenen Aufgabenliste war im ToolBlog schon öfter Thema. Ich denke, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Schließlich ist die To-Do-Liste ein ähnlicher Dauerbrenner wie der Umgang mit E-Mails.“
  • Störerhaftung: Angst schaden Internet | Politik Digital
    „Die Bundesregierung bereitet derzeit eine Änderung des Telemediengesetzes vor, die den Betreibern von WLAN-Netzwerken endlich Rechtssicherheit geben soll. Was in anderen Ländern längst gang und gäbe ist, soll nun auch in Deutschland Realität werden – freies WLAN im öffentlichen Raum.“
  • Wieso der Klettergarten die Unternehmenskultur nicht verändert – intrinsify.me | happy working people
    „Schulze kann nicht mit Martens. Er ist sich sicher: Der sägt an seinem Stuhl. Und wenn der Verkauf zum Kunden geht, verspricht der jedes Mal das Blaue vom Himmel. Wie die Mannschaft das dann hinkriegen soll? Ihm doch egal. Hauptsache, der Bonus ist im Sack.“
  • Das demokratische Unternehmen (Teil 2) | Beck et al. Services Corporate Blog
    „Arbeitsplatzdemokratie bzw. Demokratie am Arbeitsplatz. Geht’s noch? So könnte man sich fast fragen, wenn… – Ja wenn es nicht tatsächlich auch ökonomisch naheliegende Gründe dafür geben würde.“
  • Kollaborative Führung und Partizipation (Teil 1) | Beck et al. Services Corporate Blog
    „Im Rahmen der digitalen Transformation wird eine Social Collaboration als disruptive Technologie gesehen. Das bedeutet, dass sie mit vielen althergebrachten Vorstellungen von Zusammenarbeit (radikal) bricht.“
  • Managing Email Realistically – Matt Gemmell
    „Don’t worry: this isn’t yet another Getting Things Done love-in. GTD probably works, but it doesn’t work for you (or me). There are plenty of great apps to help you manage your life and your tasks, like OmniFocus and so on, but they won’t work for you.“
  • Arbeiten 4.0 (Gastbeitrag von Gunter Dueck)
    „Heute zählt man die kurz aufeinanderfolgenden Zeitalter der Menschheit in Release-Versionen. Arbeiten war früher, nun ist Arbeiten 2.0 angesagt, also das Arbeiten mit allen seinen digitalen Möglichkeiten und Techniken. Vor einiger Zeit kam das Modewort von der Industrie 4.“
  • Manager: Anleitung zum glcklichen Sterben – SPIEGEL ONLINE
    „Im Mai fand man bei Eugene O’Kelly, damals Chef des Wirtschaftsprüfungskonzerns KPMG, einen inoperablen Gehirntumor. Jetzt sind die Notizen, in denen O’Kelly die letzten Wochen seines Lebens protokollierte, als Buch erschienen – auch ein Ratgeber für die Lebenden.“
  • Page not found | Mana Magazine
    „There are many Hawaiian voices being heard in opposition to the Thirty Meter Telescope (TMT) on Mauna Kea, but MANA also wants to hear a kanaka maoli’s perspective who supports the project in order to give you, our audience, a balanced view to make an educated and informed decision on your own.“
  • Weinbergshäuschen und Türme (28) – Georg Dahlhoff Fotografie
    „Wendelsheim/Rheinhessen – Dass Weinbergshäuschen, oder “Wingertsheisjer” wie man hier sagt, in Rheinhessen bereits Kult sind, lässt sich im Kreis Alzey-Worms am besten erkennen.“
  • Journalisten im Web: Recherchieren mit Social Media – bernetblog.ch
    „Seit über zehn Jahren haben wir – wissenschaftlich unterstützt – regelmässig die Rolle des Webs für die Arbeit von Schweizer Journalisten untersucht. Einsatz sowie Nutzen in Recherche, Publikation und Diskussion haben sich parallel zur Entwicklung des Internets verschoben.“
  • Liste Corporate Blogs in der Schweiz – Corporate Dialog
    „Schon seit längerem sammle ich für meine Arbeit Beispiele von Schweizer Corporate Blogs. Da ist inzwischen ein kleiner Schatz – na ok, sagen wir Schätzchen – zusammen gekommen. Es hat sich einiges getan in der Schweiz in Sachen Blogs. Es gibt viele tolle Beispiele.“
  • Getting Your Answers From Unexpected Sources – Quandora
    „It was supposed to be another boring Wednesday meeting at the online company I worked for. The boss kept telling us about doing that and the other. A tired colleague, surfing the web, said: “I think a plane was hijacked.“
  • Jason Fried: Why work doesn’t happen at work | Talk Video | TED.com
    „Jason Fried has a radical theory of working: that the office isn’t a good place to do it. In his talk, he lays out the main problems (call them the M&Ms) and offers three suggestions to make work work. (Filmed at TEDxMidWest.)“
  • You should work out loud in the 21st century — Medium
    „If you have been engaging with my thinking on building thriving 21st century organizations, you will know that this is the best time to be alive as we live in an open and connected world. If this is our first encounter, I look forward to connecting and learning from your thinking.“
  • Mittagspause Vernetzung Mitarbeiter
    „Arbeitgeber entdecken die soziale Kraft der Mittagspause. Und lassen ihr Personal tanzen, Filme schauen oder laden zu Blind Dates mit unbekannten Kollegen.“
  • Vergleich von Weblog und Facebook | Maßnahmen | Marken Welten
    „Was ist bes­ser, ein Web­log oder Face­book? So ähn­lich lau­tet die Grund­frage hin­ter den Ver­glei­chen im Web. Was dabei fehlt, ist das “Wofür”, also der rele­vante Teil der Frage. Damit fehlt ihr der Kon­text.“
  • Living Better: How to Become an Organizational Ninja : ITS Tactical
    „This may seem a bit off topic to you for an ITS article, but allow me to present my perspective. Being better organized in all aspects of your life, reduces stress and sharpens your focus to allow you to work at a higher level. Almost ninja like!“
  • How I Achieved #InboxZero With These Four Steps and You Can Too! | Gary G. Abud, Jr.
    „How do you feel when your inbox is overflowing, cluttered, or overwhelming? Stressful, isn’t it? When things are cluttered or piled in your physical life, it can stifle productivity and create barriers for you to be at your best. Email is no different.“
  • Ergebnisse der Kurz-Studie zur Mitarbeiterkommunikation
    „In den vergangenen zwei Wochen hatten wir bereits drei Fragen der Pulscheck-Kurz-Studie zum Thema Mitarbeiterkommunikation und Unternehmenskultur veröffentlicht und kommentiert. Heute folgt die Gesamtzusammenfassung der sechs Fragen, die wir gemeinsam mit SCM im Januar stellten.“
  • Words on a page
    „As a freelance writer, there will come a time when you need to share one or more documents with a client or prospect. Those documents could be rate cards, proposals, quotes, drafts, or invoices. Your first instinct is probably to email those documents. But emails can go astray.“
  • 4U9525 und Medien – Ein Einwurf aus dem Internet | Christoph Kappes
    „Seit dem Absturz der Germanwings 4U9525 und der Berichterstattung über die Ursachen überlagert eine zweite Debatte das Thema. Journalisten selbst sind es, die über die Qualität der Berichterstattung diskutieren, und zwar zum Beispiel“
  • 3 Schritte zur digitalen Transformation
    „Die Digitalisierung schafft erweiterte Nutzungsmöglichkeiten für Bestehendes, aber auch Raum für gänzlich Neues. Bestes Beispiel dafür ist der Versandhandel, in dem die Onlinewelt die alten Kataloge fast gänzlich abgelöst hat.“
  • Interne Kommunikation und die digitale Transformation. | IK-Blog
    „Digitale Transformation. Was kommt? Was bleibt? Was sollten oder müssen Unternehmen beachten? Mit diesen Fragen fuhr ich zur CeBIT nach Hannover in die Social Business Arena.“
  • Innovationen im Enterprise 2.0 « centrestage.de
    „Mit diesem Post schließt die Reihe an Beiträgen, mit denen die verschiedenen Treiber für Enterprise 2.0 vorgestellt werden. Der Innovationsprozess in den Unternehmen ist nicht mehr zwangsläufig nur eine Domaine von Forschern und Ingenieuren. Enterprise 2.“
  • Mit Enterprise 2.0 in einer VUCA-Welt erfolgreich sein « centrestage.de
    „Der nächste Treiber in unserer Metastudie zu den Triebkräften von Enterprise 2.0 befasst sich mit der VUCA-Welt.“
  • Coworking Spaces als Vorreiter neuer… |
    „Nico Rose ist Senior Director bei Bertelsmann im Bereich Corporate Management Development. Auf der Cowork 2015 hielt er am zweiten Tag einen Vortrag über Coworking Spaces als Vorreiter neuer Arbeitsmodelle.“
  • How to work from home without taking the express train to Burnoutville – Microsoft for Work
    „Many of the same tricks you use in the office for better health—standing desk, medicine ball, going for walks—apply to working remotely, too.“
  • Organisationsphysik und Firmenwikis – Keynote by Niels Pflaeging, org…
    „Niels Pflaeging (80 SlideShares) , Entrepreneur, influencer, management exorcist, change curator, thought innovator, speaker, author, globally working advisor on leadership transformation. Former Beyond Budgeting Round Table director. Founder of the BetaCodex Network. at nielspflaeging.“
  • Zehn Irrtümer zum Einsatz digitaler Medien in Unternehmen – Netzpiloten.de
    „Wir stecken mitten im Wandel der Arbeitswelt durch die Digitalisierung. Die Drei-Tage-Arbeitswoche wird kommen. Nicht alle finden das toll. // von Anja C. Wagner Viele Menschen haben derzeit Angst vor den sich abzeichnenden Veränderungen – aus sehr unterschiedlichen Gründen.“
  • Working to the beat: How 8 successful people use music to inspire – Microsoft for Work
    „Music has been known to soothe the savage breast, incite a movement, or simply bring down the house. It’s also the great source of inspiration some of our leading minds turn to when it’s time to roll up the shirtsleeves and get down to some heavy mental lifting.“
  • Auf dem Weg zum Digital Workplace? — Medium
    „Das Thema “Intranet” ist für erschreckend viele Onliner immer noch ein Langweiler. Schlimmer noch: es ist bei den allermeisten eine IT-Plattform. Dabei sollte es ein Management-Tool sein, denn das moderne Intranet kann nicht weniger als das Zentrum des Digital Workplace werden.“

Alle besonders lesenswerten Lesezeichen gibt es auf Pinboard: “INJELEA-Lesenswertes“. Und natürlich auch zum Abonnieren als RSS-Feed ;-)

Viel Spaß beim Lesen!

\V/_ (Live long and prosper!)

BarCamp Rhein-Neckar

Am letzten Samstag war das BarCamp Rhein-Neckar in Heidelberg. Ich fand es toll und würde es wieder tun. Auch wenn ich in kaum einer Session war.

Am Samstag fuhr ich gegen 7 Uhr los. Ich hatte mich gegen die Bahn entschieden, weil ich mit dem Auto etwa eine Stunde und mit der Bahn knapp zwei Stunden benötigen würde. Ich fand in der Nähe einen Parkplatz und lief gemütlich zum Veranstaltungsort, dem Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum Dezernat 16 in der alten Feuerwache Heidelberg.

Ich hatte mich als Engel gemeldet. Die Engel betreuten die Räume, unterstützten die Session-Halter, saßen am Empfang. Um 8:30 Uhr gab es im Raum Foyer 2 eine kurze Einweisung für die Engel. Vorher hatte ich mir bereits einen leckeren Lindenkaffee und eine Laugenstange gegönnt.

Gegen neun Uhr begann das BarCamp mit der Begrüßung und Einweisung. Anstelle einer Vorstellungsrunde (Name, evtl. Unternehmen, drei Schlagworte) gab es einen Zettel zum Ausfüllen, alle Zettel wurden dann später an eine Wand gepinnt.

Frühstücken beim Sessionplan BarCamp Rhein-Neckar

Frühstücken beim Sessionplan BarCamp Rhein-Neckar

Engel-Zeit

Ich hatte mich als Raumengel für das Atelier 2 für ersten beiden Sessions gemeldet. Also ging ich dann etwas vorzeitig zum Atelier 2. Allerdings dauerte es noch etwas, bis jemand mit dem Schlüssel da war. Atelier 1 und Atelier 2 waren außerhalb des eigentlichen Feuerwachengebäudes im “Hinterhof”. Das war aber kein Problem, weil sie erstens nicht weit weg waren (ca 50 Meter) und das Wetter trocken und super sonnig war. Die erste Session um 10:30 Uhr “Freifunk Rhein-Neckar” bekam ich komplett mit. Ben und Lucas stellten das Konzept und die Umsetzung des Freifunks vor. Näheres im Freifunk-Wikipedia-Eintrag und im Blogartikel von Ben „Freifunk auf dem Barcamp Rhein Neckar. Grundsätzlich hatte ich schon mal etwas von Freifunk mitbekommen, aber ich erhielt einen guten Überblick und weiß jetzt auch, wie ich mitmachen könnte.

Die nachfolgende Session “Verfasste Studierendenschaft” von Fabian Kunz fiel aus, weil keine Interessenten kamen. Ich habe mich mit Fabian noch kurz etwas unterhalten, dann ging ich zum Empfang, um mich schon etwas früher als Empfangs-Engel zu melden. Zunächst habe ich mir etwas von dem leckeren Essen genommen. Am Empfang checkte ich dann zwei oder drei Nachzügler ein, gab die T-Shirts aus (die leider am Morgen noch nicht fertig gewesen waren), beantwortete ein paar Fragen. Insgesamt ein lockerer Job. Ich war bis etwa 13:30 Uhr am Empfang.

Sessionplan BarCamp Rhein-Neckar

Sessionplan BarCamp Rhein-Neckar

Meine Session “Headset Porn”

In meiner Session “Headset Porn” waren wir nur zu sechst. Ich stellte zunächst mein neues Headset “Backbeat Pro” von Plantronics vor (siehe “Plantronics Backbeat Pro für daheim und das (Mobile) Office”), aber wir kamen schnell in die Diskussion, warum, wieso, weshalb welche Headsets… und landeten auch schnell bei Bluetooth, NSA und allen möglichen Themen.

Hintergrund der Session war die Überlegung, dass jeder mit einem Headset dieses für bestimmte Zwecke einsetzt. Beispielsweise im Hobby oder als Angestellter (wie um in Ruhe im Büro programmieren zu können).

Meine Session “Productivity”

Das war ein “Aufguss” meiner Session, die ich auf dem BarCamp Bonn gehalten hatte (siehe “Selbstorganisation – Productivity Mindset)”. Mir ging es da kaum um Methoden, Technologien und Tools sondern primär um die “Prinzipien” Fokus, Rituale, Timeboxing und Ausgewogenheit, die es einem ermöglichen, produktiv zu arbeiten. Wie schafft es ein Angestellter, ein Selbstständiger, eine Person im Privaten oder im Hobby, produktiv zu sein. Also beispielsweise ein Berater, ein Webentwickler, ein Programmierer, jemand mit einem zeitaufwändigen Hobby.

Die allerletzte Session “Zeitmanagment”

Nach meiner Session verquatschte ich mich mit ein paar Leuten über Produktivität, Zeugs und Zeugs. Dabei wollte ich eigentlich so gerne pünktlich in die Session “Zeitmanagement” von Gunthart Mau. So bekam ich dann nur noch etwa 20 Minuten von der letzen Session mit. Aber auch da fand ich mich schnell rein. Zeitmanagement ist schließlich auch mein Thema (wo bei ich niemanden kenne, der wirklich die Zeit managen kann).

Das, was ich von der Session mitbekam, hat mir gut gefallen. Auf dem Flip-Chart sah ich beispielsweise das Eisenhower-Prinzip und die Pareto-Regel. In der Diskussion nahm Gunthart auch viele Anregungen auf.

Sonnenuntergang in Rheinhessen

Sonnenuntergang in Rheinhessen

Für den Rückweg brauchte ich wieder etwa eine Stunde, so dass ich – nach einem kurzen Halt für den Sonnenuntergang in Rheinhessen – gegen halb Neun am Samstag Abend wieder zurück war.

Meine Meinungen und Anregungen zum BarCamp

  • Ich war (positiv) überrascht über die vielen BarCamp-Neulinge. Und ich finde das gut so, dass es viele Neugierige gibt, die sich auf das Format und die Offenheit einlassen.
  • Ich hätte mir eine klassische Vorstellungsrunde gewünscht. Auch mit zwei oder drei Hundert Teilnehmern dauert es (wenn die Orga auf zügige Durchführung achtet) nicht besonders lange.
  • Anfangs fehlten die Raumnamen für die beiden Ateliers. Dann fiel mir auf, dass die Räume klassische Raumnamen hatte. Irgendwie gefällt mir die Tradition, dass die Räume die Namen von Sponsoren bekommen.
  • Ich finde es gut, dass die Sessions wirklich nur mit 45 Minuten geplant waren und es so zwischen den Session auch 15 Minuten fürs Austauschen, Kaffee trinken und Netzwerken gab. Manche Barcamps verplanen immer volle 60 Minuten, so dass die Sessions nahtlos ineinander übergehen und somit schnell eine Hektik aufkommt.
  • Wie wäre es mit “Sponsoren-T-Shirts”? Die könnten eine spezielle Aufschrift und einen höheren Preis als die anderen T-Shirts haben. Also beispielsweise 49 Euro. Ist nur so eine Idee von mir.
  • Die Organisation hat insgesamt sehr toll funktioniert. Dafür, dass es das erste BarCamp Rhein-Neckar für dieses Orga-Team war und dass Leute ohne jegliche BarCamp-Erfahrung im Orga-Team waren, war das super gelungen.
  • Die T-Shirt-Liste bitte das nächste Mal alphabetisch sortieren ;-)

Warum ich auf BarCamps gehe

  • Ich will neue Leute kennen lernen
  • Ich will Leute persönlich kennen lernen, die ich bisher nur online kenne
  • Ich will mich mit Leuten austauschen, die ich schon persönlich kenne
  • Ich will mich mit Leuten persönlich austauschen
  • Ich will mich mit Leuten austauschen über Themen, die ich noch nicht kenne, die ich nicht besonders kenne oder die ich kenne
  • Ich will von anderen lernen
  • Ich will dazu beitragen, dass andere von anderen oder von mir lernen

BarCamps sind für mich eine wunderbare Möglichkeit, mich mit Neuem in Kontakt zu bringen, Neues zu lernen und über den Tellerrand zu schauen.

Sponsoren

Vielen Dank an die Sponsoren des BarCamps Rhein-Neckar!

  • LindenKaffee, Heusenstamm
  • MFG Innovationsagentur Medien- und Kreativwirtschaft, Stuttgart
  • Welldone-Studios, Voerg und Feigenbutz GbR, Heidelberg
  • Ausstellungs- und Messe GmbH, Frankfurt
  • Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH, Heidelberg
  • LANGE + PFLANZ Werbeagentur GmbH, Speyer
  • Schlegel & Vogel Haus-und Anlagentechnik GbR, Schönebeck
  • Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Heidelberg
  • Cogitars GmbH, Heidelberg
  • O’Reilly Verlag GmbH & Co. KG, Köln
  • dpunkt.verlag GmbH, Heidelberg
  • trio-interactive it services GmbH, Mannheim
  • Kanzlei Maria Dimartino, Eppelheim
  • Fahrwerk, Agentur für Marketing und Ambient Media GmbH & Co. KG, Heidelberg
  • erdfisch, Heidelberg
  • socialmediawall.me, NOEO GmbH, München
  • Dezernat 16, Kultur- und Kreativwirtschaft, Heidelberg
  • Heidelberger Dienste gGmbH, Heidelberg

Engel-Bücher

Als Dankeschön durfte sich jeder der Engel ein Buch vom Sponsor O’Reilly Verlag auswählen. Danke! Eine tolle Idee!

Fotografie für Journalisten (O'Reilly Verlag)

Fotografie für Journalisten (O’Reilly Verlag)

Ein Gegen-Rant

Jens Grochtreis schreibt einen Rant unter anderem übers BarCamp Rhein-Neckar (Barcamp Heidelberg – Barcamp der Beliebigkeit) – und ich verstehe den Rant nicht.

Ja, früher, damals, 2006 mögen sich alle Sessions um das Internet gedreht haben. Ja, meist mögen es Entwickler, SEO-Zauberer und “Entrepeneurs” gewesen sein. Aber so habe ich das auch schon bei meinem ersten BarCamp 2007 in Frankfurt nicht empfunden. Ich war wie viele andere kein Entwickler, SEO-Zauberer oder “Entrepreneur”. Und in den letzten neun Jahren haben sich immer mehr und mehr unterschiedliche Leute in BarCamps eingebracht. Die Mischung wurde immer gemischter. Deswegen haben sich aus den allgemeinen BarCamps auch die Themen-BarCamps wie Web Developer Camp, EduCamp, UXCamp, CorporateLearningCamp, DevOpsCamp, MobileCamp oder PMCamp entwickeln.

Es gibt Web Developer oder Programmierer, die Wert auf bestimmte Headsets legen, damit sie in Ruhe ihrer Tätigkeit nachgehen können. Es gibt Web Developer, die sich informieren wollen, welche Dinge für produktives Arbeiten interessant sind oder wie sie ihr Zeitmanagement gestalten können. Es ist okay, wenn Jens das nicht interessiert. Ich würde auf einem Web Developer Camp aber auch nie eine Session zu Hawaiianischen Tänzen anbieten.

Wenn Jens mit den Sessions der allgemeinen BarCamps nichts (mehr) anfangen kann, wenn die Themenvielfalt für ihn einfach erschlagend uninteressant ist, warum geht er hin und beschwert sich danach? Allgemeine BarCamps sind schon lange keine spontanen Internet-Selbsthilfegruppen mehr wie vielleicht vor neun Jahren.

Jens, warum gehst Du nicht gleich auf eine reine Entwickler-Konferenz wie die Unkonf? Und wenn Du nicht selbst ein “WebCamp” organisieren möchtest, warum gehst Du nicht einfach auf ein Web Developer Camp? Nein, es ist kein Affront, ein Barcamp thematisch einzugrenzen. Deswegen gibt es seit Jahren Themen-BarCamps.

Dass Dir die Entwicklung der letzten Jahre nicht passt, das verstehe ich. Aber warum kommst Du auf ein BarCamp, für das Du Deine Session in das Pad für Themenvorschläge und -wünsche eingetragen hast und dort aufgrund der anderen Einträge schon lange die von Dir unerwünschte Themenvielfalt hättest erkennen müssen? Und warum beschwerst Du Dich dann noch hinterher? Das verstehe ich an Deinem Rant nicht.

Um Deine Redewendung zu verwenden:

Au Backe

Leseliste

Flickr Fotoalbum

Flickr Fotoalbum „BarCamp Rhein-Neckar 2015“ (Diashow)

Fail together learn together

Social Business (Enterprise 2.0, Social Collaboration) steht für einen Paradigmenwechsel: Den Wechsel von vorbestimmten eindeutigen Abläufen und Ergebnissen hin zu einem gemeinsamen Erarbeiten von Ergebnissen. Deswegen braucht es für Social Business-Initiativen ein Denken 2.0.

Die klassische Sichtweise in Unternehmen auf Projekte spiegelt sich in der Definition eines Projektes in Wikipedia wider:

Ein Projekt ist ein zielgerichtetes, einmaliges Vorhaben, das aus einem Satz von abgestimmten, gelenkten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endtermin besteht und durchgeführt wird, um unter Berücksichtigung von Zwängen bezüglich Zeit, Ressourcen (zum Beispiel Geld bzw. Kosten, Produktions- und Arbeitsbedingungen, Personal) und Qualität ein Ziel zu erreichen.

Alles ist vorherbestimmt: Anfang und Ende, durchzuführende Tätigkeiten, benötigte Ressourcen, das Ziel oder die Ziele („zielgerichtetes Vorhaben“), und es handelt sich um etwas Einmaliges. Wenn das Einmalige abgearbeitet wird, dann sind alle glücklich und zufrieden und wenden sich wieder ihrem Tagesgeschäft zu. Bis in ein paar Monaten oder Jahren jemand ein neues Projekt mit klarem Ziel definiert.

Doch die Realität sieht bereits jetzt oft anders aus: Das Projekt läuft nicht monate- sondern jahrelang, die Umwelt ändert sich schneller als dass der Projektlenkungskreis über die Anträge des Projektleiters beraten und vor allem entscheiden kann. Nach einem Jahr ist das Budget weit überschritten und alle Projektmitglieder, der Projektleiter, der Lenkungskreis und der Vorstand wollen vor allem eines: Dass der Albtraum ein Ende hat.

Und dann gibt es jetzt noch Social Business, neuerdings auch Social Collaboration: Das Unternehmen interagiert mit seiner Umwelt viel öfter als vorher, es lernt schneller, und die Anzahl der betroffenen Stakeholder im Unternehmen ist aufgrund der Vernetzung um ein Vielfaches höher als noch vor fünf Jahren.

Einführung von Social Business und Social Collaboration

Wie also erfolgt die Einführung von Social Business? Ein klassisches Projektmanagement mit detaillierten Zielen, Meilensteinen und Planungen für die nächsten 24 Monate oder gar 36 Monate kann kaum eine Social Business-Initiative umsetzen. Denn zentralistische Abstimmungs- und Steuerungsprozesse können mit den Veränderungen von Umwelt und den gewonnenen Erkenntnissen nicht Schritt halten.

Ein flexiblerer Ansatz berücksichtigt in zehn Stufen ständig auflaufende Erkenntnisse und sorgt für die Gewinnung dieser Erkenntnisse. Um dem Paradigmenwechsel gerecht zu werden, sollten sich alle Beteiligten eines vergegenwärtigen:

Gemeinsam irren, gemeinsam lernen.

Wenn sich die Umwelt ändert oder sich jemand geirrt hat, dann ist das kein Versagen sondern ein Lernschritt. Betrachten Sie Social Business nicht als eine Sammlung von Gesetzen, die Sie umsetzen müssen, sondern als eine Sammlung von Hypothesen, die Sie aufstellen und überprüfen müssen. Der Begriff „fail“ ist im Englischen deutlich vielschichtiger als das eine einfache Übersetzung ins Deutsche vermuten lässt. Deswegen übersetze ich ihn lieber mit „irren“ als mit „scheitern“ oder gar „versagen“.

Know-How aufbauen

Bauen Sie zu Beginn Know-How rund um Social Business. Beginnen Sie ruhig bei einer überschaubaren Aufgabenstellung, wo es das Unternehmen (oder die Geschäftseinheit) „drückt“. Ein Kernteam von Interessierten und Engagierten sichert ein Basisverständnis durch Lesen, Lernen und Vernetzen. In den ersten Schritten geht es vor allem um Ausprobieren und Selber machen.

Möglicherweise haben Sie bereits einen kleinen Anwendungsfall, bei dem es um wenig Betroffene und um kein Riesenbudget geht. Nutzen Sie solche Anwendungsfälle zum Lernen, um im zweiten Schritt das Management (oder weitere Mitglieder des Managements) zu gewinnen.

Management einbinden

Ab einer gewissen Größe geht es nicht ohne die Unterstützung des Managements. Das gilt gerade für Initiativen im Bereich Social Business und Social Collaboration, da eine größere Vernetzung auch über Grenzen von Organisationseinheiten angestrebt werden soll. Jede Initiative benötigt Sponsoren, die Veränderungen für das Unternehmen vorantreiben wollen. Führen Sie „Willige“ in die Social Business Welt ein und vermitteln Sie ihnen ein Gefühl dafür. Möglicherweise verwendet Sie unter anderem dafür ein halbtägiges „Executive Bootcamp“ mit Reverse Mentoring.

Involvieren Sie dabei nicht nur Management aus einem einzelnen Bereich. Versuchen Sie Interessenten aus verschiedenen Bereichen zu finden und zu begeistern.

Vision entwickeln

Vielleicht haben Sie schon für sich persönlich eine Version vor Augen, wie das Unternehmen oder auch nur Ihr Bereich in zwei oder drei Jahren aussehen soll, wie es „anders“ agieren soll. Überlegen Sie gemeinsam mit dem Management, wie diese Vision aussehen könnte. Auch hier könnte ein halbtägiger Workshop dabei helfen, sich darüber klar zu werden.

Engagieren

Nehmen Sie sich maximal zwei oder drei Anwendungsfälle vor, die Sie in wenigen Monaten mit relativ wenig Schwierigkeiten und Widerstand umsetzen können. Lernen Sie bei der Umsetzung und halten Sie nicht sklavisch am einmal angesetzten Ziel fest. Möglicherweise lernen Sie Dinge über Ihr Unternehmen, seine Prozesse und seine Mitarbeiter, die Sie umdenken lässt.

Benutzen Sie diese Anwendungsfälle nicht nur, um daraus zu lernen sondern auch um die Reaktionen und die Haltungen im Unternehmen besser einschätzen zu können.

Strategie definieren

Spätestens jetzt sollten Sie über eine Strategie nachdenken.

  • Überprüfen und analysieren Sie die Situation Ihres Unternehmens (beispielsweise mit einer SWOT-Analyse)
  • Definieren Sie Zielsetzungen: Kurz-, mittel- und langfristig
  • Ermitteln Sie Betroffene und Beteiligte: Machen Sie Betroffene zu Beteiligten
    (überlegen Sie auch, welche externen Stakeholder Sie eventuell einbinden können)
  • Denken Sie über Botschaften und Wege nach, um einen Common Sense zu entwickeln
  • Zur Umsetzung konzentrieren Sie sich auf Anwendungsfälle, die Sie sukzessive lösen und mit denen Sie nach und nach weitere Unterstützer gewinnen
  • Ermitteln Sie einen Rahmen zur Zeitplanung, Kostenplanund und Evaluierung

Markt beobachten

Beobachten Sie vermehrt die Social Business-Aktivitäten im Markt. Beschränken Sie sich dabei nicht nur auf genau Ihre Branche sondern achten Sie auf Social Business-Aktivitäten und -Initiativen, deren Unternehmen vielleicht nur in Teilbereichen oder ungewohnten Aspekten mit dem Ihren zu vergleichen sind.

Kopieren Sie nicht einfach das, was andere machen. Nur weil die Konkurrenz in einer bestimmten Art und Weise erfolgreich war, gilt das noch lange nicht für Sie. Ziehen Sie sich aber auch nicht auf vermeintlich einfache Rezepte zuück, die in der Vergangenheit immer funktioniert haben. Weder das gedankenlose Nachahmen noch das mit den Fähnchen sind geeignete Rezepte :-)

Zur Marktbeobachtung gehört auch, dass Sie sich mit Mitarbeitern anderer Unternehmen vernetzen und aus deren Initiativen lernen. Gehen Sie auf Veranstaltung wie die Social Business Arena und bauen Sie Kontakte auf. Sie werden erstaunt sein, wie sehr die Probleme Ihrer Kontakte den Ihren ähneln.

In meiner Zeit als Intranetmanager stellte ich fest, dass die Probleme und Lösungen von Unternehmen mit ihrem Intranet weniger von Kriterien wie der Branche oder der Größe zusammenhingen als von Faktoren wie Anzahl und Verteilung der Standorte, Unternehmenskultur und Internationalität. Über die Vernetzung in einem „Arbeitskreis Intranet“ half mir sehr.

Kapazitäten aufbauen

Identifizieren Sie Mitarbeiter und Manager im Unternehmen, die vom Know-How, dem Interesse oder ihrer Art her Social Media und/oder Social Business affin sind. Für einen Erfahrungsaustausch können Sie beispielsweise einen regelmäßigen Round Table aufbauen, zu dem Sie nach und nach solche Potentiale einladen.

Denken Sie daran, schrittweise Kapazitäten aufzubauen. Das betrifft nicht nur ein Kernteam sondern auch die Mitarbeiter in operativen Bereichen. Holen Sie möglichst frühzeitig Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen oder Abteilung in ihre Social Business-Initiative. Wenn Mitarbeiter regelmäßig in Social Business tätig werden sollen, müssen Sie Zuständigkeiten und Rollen definieren.

Achten Sie darauf, frühzeitig die IT Ihres Unternehmens mitzunehmen. Auch wenn die Technik heutzutage durchaus beherrschbar ist, so sollten Sie nicht vier Wochen vor einem geplanten Starttermin auf die IT zugehen und sie mit einer vorausgewählten Lösung konfrontieren.

Prozesse aufbauen

Operationalisieren Sie nach und nach Social Business. Nehmen Sie sich einen Anwendungsfall nach dem anderen vor und priorisieren Sie dabei Themen und Plattfomren. Legen Sie Verantwortliche fest und erteilen Sie ihnen Kompetenzen zur Umsetzung. Integrieren Sie Social Business Anwendungsfälle in die Prozessbeschreibungen.

Governance

Bauen Sie ein Regelwerk von Leitlinien, Richtlinien und Vorschriften auf. Dieses Regelwerk soll allen Beteiligten Unterstützung und Halt vermitteln aber ihnen helfen, rechtliche Fallstricke zu vermeiden. Wichtige Bausteine hierzu sind beispielsweise:

  • Social Business Guidelines
  • Reporting oder Round Tables mit Vorstand, oberem Management
  • Datenschutz, Datensicherheit, Nutzungsbedingungen

Evaluieren

Überprüfen Sie ständig Ihren Fortschritt und die Rahmenbedingungen:

  1. Situationsanalyse
  2. Strategie
  3. Taktik (Maßnahmen/Anwendungsfälle)
  4. Zeit-/Kostenplan
  5. Iterieren
  6. Iterieren
  7. Iterieren
  8. Gehe zu 1.

Falls Sie dann irgendwann denken, Sie hätten Social Business eingeführt: Gehe zu 1.

Überlegen Sie, ob die Stufen in dieser Reihenfolge für Ihr Unternehmen geeignet sind. Vielleicht können Sie zwei oder drei Stufen auf einmal nehmen – oder Sie ziehen eine Stufe vor und gehen dann etwas zurück.

Und wenn etwas nicht funktioniert wie gedacht, fragen Sie sich, wie Sie Fahrradfahren gelernt haben.

Fail: Lying Bicycle - "lay down" von Flowizm (CC BY 2.0)

„lay down“ von Flowizm (CC BY 2.0)

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