Frank Hamm (mit Shaka-Zeichen) #salesforcelive

Am 2. Juli bin ich im Rahmen von Blogger-Relations zur Salesforce World Tour in München eingeladen. Und diesmal nehme ich Aloha Spirit mit.

Vor zwei Jahren war ich als Blogger zur Salesforce Customer Company Tour 2013. Beim Vorabend-Event fiel mir auf, dass die Tische Namen von hawaiianischen Inseln oder Orten hatten. „Nett“, dachte ich mir. Ich freute mich zwar, aber ansonsten dachte ich mir als „Hawai’i addicted“ nichts dabei.

Oahu - Hawaiianische Namen für die Tische :-)

Anfang Juni erhielt ich dieses Jahr von Meike Leopold eine Einladung zur Salesforce World Tour in München. Ich habe die Einladung gerne angenommen. Am Mittwoch werde ich also nach München fahren und sowohl am Vorabend-Event als auch an der Salesforce World Tour teilnehmen. Da ich die zweite Junihälfte in Urlaub sein würde, sollte ich mein kleines Willkommenspaket Ende Juni erhalten. Als wir gestern aus dem Urlaub kamen, war das Paket da. Heute habe ich es ausgepackt.

  • Zwei kleine Päckchen Tropifrutti
  • Behind the Cloud von Marc Benioff, dem CEO von Salesforce
  • Ein Lei (hier: eine Halskette mit künstlichen Blumen)
  • Schwarzes Hawaii Meersalz
Zutaten zur Blogger-Relations der #salesforcelive

Zutaten zur Blogger-Relations der #salesforcelive

Zuerst denke ich tatsächlich, die Blogger-Relations hätte zugeschlagen und meine Abhängigkeit identifiziert. Doch dann erinnere ich mich an einen Tweet von Mike Schnoor, der diese Abhängigkeit nicht teilt, und der dieselben gleichen Zutaten erhalten hat:

Wieso also diese Hawaii-Zutaten in dem Bloggerpaket? Salesforce ist doch in San Francisco? Das kann eigentlich nur mit einer Person zusammenhängen. Eine simple Suche auf Google (die ich vor zwei Jahren bereits hätte machen können) nach „Marc Benioff Hawaii“ lässt mich sehr schnell ahnen, dass Benioff und ich die gleiche Abhängigkeit teilen könnten. Und das ist auch der Grund für das Titelfoto mit mir, den Zutaten zur Blogger-Relations und dem Shaka-Zeichen.

He owns a 5-acre estate in Hawaii

Benioff famously built a huge compound on the island of Hawaii, the state’s largest island. It has six bedrooms, seven full and two half bathrooms, and 9,821 square feet of interior space, according to Honolulu Magazine.

He reportedly bought the land for $12.5 million in 2000 and spent years designing it, even launching his own construction company to build it, reported the Wall Street Journal back in 2006.

He loves Hawaii so much, he used to wear Hawaiian shirts to work.

He signs his emails and annual report “aloha,” and named his golden retriever “Koa” after a type of Hawaiian tree. Koa has a job title at Salesforce, too: the CLO (chief love officer).

(The fabulous life of tech billionaire Marc Benioff, Business Insider Singapore vom 2. Juni 2015)

Where most other companies that run their own confabs are content to focus on issues related to using and selling their products, Marc Benioff, Salesforce’s effusive founder and CEO, aspired to something grander. (Or sillier: Staff wore Hawaiian shirts and garlands, and traditional dancers were flown in from Hawaii to “bless” the event.)

(Dreamforce 2014: Silicon Valley’s Thirst to Transcend Bits and Bytes, Wall Street Journal vom 17. Oktober 2014)

Angeblich verbringt Benioff einen Großteil seiner Zeit auf Hawaii. Und hätte ich mir vor zwei Jahren etwas mehr Zeit für Recherche genommen, dann wüsste ich von den Hintergründen des Aloha Spirit bei Salesforce:

At salesforce.com, Aloha stands for a whole lot more than a luau. It represents who we are, what we stand for, and how we create our culture. You see, Aloha doesn’t just mean “hello” and “good-bye.“ It’s a spirit of being genuine, inclusive, caring, and compassionate, enjoying a healthy dose of fun and treating those around you like family (or, as they say in Hawaii, “Ohana”). […]

Our Aloha roots continue to shine through in many different ways. In the early days, the small San Francisco team wore Hawaiian shirts. Today, offices around the world pop with bright colors and prints featuring tropical foliage (close your eyes and you can almost smell the suntan lotion). Conference rooms have names like Maka Launa and Hala Kahiki, glass years of service surfboard awards grace many desks, and employees who have been with the company over 10 years are inducted into our Koa Club and treated to an upscale Aloha chic appreciation dinner. But most of all, Aloha comes to life through the way our employees genuinely connect with each other and our customers and bring their whole, authentic selves to work–and give new meaning to the term #dreamjob.

(Behind the Scenes at Salesforce.com: Our Aloha Spirit, Salesforce Blog vom 28. Juli 2014)

Das Hawaiian Blessing bei der Dreamforce 2014 übrigens erfolgte nicht durch „Dancers“, wie das Wall Street Journal meint.

Now, Kaniela has long been established as Director of Cultural Affairs at The Mauna Lani. He and Anna have both flourished as ambassadors for the Hawaiian culture. They are involved in numerous cultural events such as “Honu Independence Day” and you can often experience or read about their deep roots in Hawaii. They share their message with dignitaries around the globe and with ordinary folks like me.

(Waikoloa Village Hosts Hawaii’s Cultural Ambassador Danny Akaka, vom 8. Juli 2011)

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=fSxPDfdsKSg

(Direktlink Youtube)

Viele hawaiianische Unternehmen setzen ein Hawaiian Blessing ein, wie beispielsweise Hawaiian Airlines bei neuen Flugzeugen oder neuen Flugrouten.

Und die „Dancers“ waren auch keine „Dancers“ sondern eine Hula Halau (Hula-Schule), nämlich die Academy of Hawaiian Arts von Kumu Hula Mark Keali’i Ho’omalu, die regelmäßig Preise beim Merrie Monarch Wettbewerb abräumt. Und sie sind auch nicht von Hawaii sondern sie kommen aus Oakland, Kalifornien.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=D6rOwzc5Vbc

(Direktlink Youtube)

Am Donnerstag gibt es von 10 bis 12 Uhr laut Agenda eine Keynote mit Marc Benioff. Es wäre wohl vermessen, dass um 9:45 Uhr in der Pre-Show Mark Keali’i Ho’omalu mit seiner Hula-Schule auftritt. Aber meine Hoffnung lasse ich mir nicht nehmen.

Auch ohne Hula Session freue mich dieses Jahr über die Blogger-Relations von Salesforce (danke Meike!) und auf die Veranstaltung in München. Und von mir nehme ich ein bisschen Aloha Spirit mit.

Sehen wir uns?

Aloha,
Frank

P.S. Als „Goodie“ gibt es noch die Performance der Acadamy of Hawaiian Arts beim diesjährigen Merrie Monarch Wettbewerb in der Kategorie Kane Kahiko (Kane = Männer, Kahiko = Klassisch-traditioneller Hula). Wer direkt zur „Action“ will, der springe zu 2:15.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=nqOzWC0Vdv0

(Direktlink YouTube)

Lesezeichen unter anderem zu Begrüßungsformeln in Emails, Collaboration, Diversity, Content Strategy, Organisation, Hawaii und ein paar sehr lange Artikel zu Elon Musk und Tesla (ich war schließlich im Urlaub).

Dieses Mal sind es sehr unterschiedliche Themen. Dabei sind auch ziemlich lange Artikel (beispielsweise zwei zu Künstlicher Intelligenz) dabei. Viel Spaß beim Stöbern!

Seit einigen Jahren benutze ich Social Bookmarks, inzwischen ist Pinboard das Werkzeug zur Sammlung meiner Lesezeichen. Für meine Leser kennzeichne ich besonders Lesenswertes mit dem Tag “INJELEA-Lesenswertes“. In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich diese lesenswerten Lesezeichen hier im Blog.

Alle besonders lesenswerten Lesezeichen gibt es auf Pinboard: “INJELEA-Lesenswertes“. Und natürlich auch zum Abonnieren als RSS-Feed ;-)

Viel Spaß beim Lesen!

\V/_ (Live long and prosper!)

PDF auf dem Kindle lesen (Blogparade)

Seit ein paar Jahren habe ich einen Amazon Kindle, derzeit einen Kindle Paperwhite der ersten Generation. Mit dem Persönlichen Dokumenten-Service für Kindle lese ich damit oft PDF-Dateien wie Whitepapers oder Ebooks auf meinem Kindle – und zwar als Kindle-Ebook und nicht als PDF-Datei.

Mein Kindle ist fürs Lesen da, für sonst nichts. Der Kindle ist leicht, einfach zu bedienen, hat eine Hintergrundbeleuchtung und passt in die Jacken- oder sogar Hosentasche. Vor längerem schon dachte ich mir, warum ich ihn dann nicht auch für längere Texte zu benutze, die ich ansonsten auf meinem Macbook oder dem iPad lese. Oft beispielsweise gibt es Blogparaden, die nach ihrem Ende als PDF-Ebook erscheinen – so wie die Blogparade zur perfekten Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter. Glücklicherweise bietet Amazon für solche Fälle den Service für Persönliche Dokumente. Darunter versteht Amazon keine Dokumente, die im Amazon Store gekauft wurden, sondern eigene Dokumente des Anwenders, die er (Sie!) auf Amazon abspeichert:

Der Persönliche Dokumente-Service ist eine kostenlose Funktion, die es Ihnen erlaubt, Dokumente direkt auf unterstützte Fire- und Kindle-Geräte und Kindle Lese-Apps zu senden, die mit Ihrem Amazon-Konto verknüpft sind. Dokumente können entweder aus der “An-Kindle-Senden”-App oder von einer dazu autorisierten E-Mail-Adresse aus gesendet werden.

Zwar gibt es oft in solchen PDF-Dokumenten Links und Grafiken/Fotos aus den Blogartikeln, doch für ein konzentriertes Lesen möchte ich mich davon zunächst nicht ablenken lassen. Auf die Links beispielsweise kann ich später in aller Ruhe im PDF (oder in der Kindle-App für Mac oder Windows) klicken. Die “An-Kindle-Senden”-App habe ich noch nie benutzt. Ich schicke persönliche Dokumente per Email an mein Kindle. Für jeden Kindle können Sie eine Mailadresse konfigurieren. Schicken Sie dann ein Dokument an diese Mailadresse, landet das Dokument auf ihrem Kindle. Die Mailadresse folgt dabei zwei Mustern:

  • <meinepersönlichemailadresse>@kindle.com – wenn Sie einen Kindle mit SIM-Karte haben, erhalten Sie das Dokument auf Ihrem Kindle so ziemlich überall auf der Welt über Mobilfunk. Allerdings fallen dann Gebühren an.
  • <meinepersönlichemailadresse>@free.kindle.com – Das Dokument wird nur über WLAN übertragen. Wenn Sie also beispielsweise unterwegs ohne WLAN (oder sogar ohne Kindle) sind und ein Dokument per Mail an Ihr Kindle schicken, erscheint es wie von Zauberhand automatisch, sobald er eine WLAN-Verbindung hat.

Ich benutze nur die @free.kindle.com-Adresse. Der Persönliche Dokumenten-Service unterstützt einige übliche Dateiarten wie Word, HTML, RTF oder eben auch PDF. Und genau für die PDF-Dateiart benutze ich ihn auch. Die Darstellung von PDF-Dateien auf dem Kindle ist zwar “bescheiden”, aber jetzt kommt der Clou:

Mit dem Wort “convert” in der Betreffzeile der E-Mail wird Ihr Dokument in das Kindle-Format konvertiert, bevor der Inhalt an Ihre Geräte und Amazon Cloud Drive zugestellt wird. ZIP-Dateien werden automatisch vom Konvertierungsprogramm geöffnet, in das Kindle-Format konvertiert und in Ihrer Kindle-Bibliothek gespeichert.

Ich erstelle eine neue Mail mit “<meinepersönlichemailadresse>@free.kindle.com” als Empfänger, hänge die PDF-Datei an die Mail, schreibe “convert” in die Betreffzeile und verschicke die Mail. Amazon konvertiert das PDF-Dokument in das eigene Kindle-Ebook-Format und schickt mir dieses Kindle-Ebook auf meinen Kindle (und versucht das übrigens 60 Tage lang). Außerdem erhalte ich eine Bestätigungs-Email, dass alles geklappt hat (oder dass es Probleme gab).

Texte, Links und Grafiken aus dem PDF-Dokument werden in aller Regel sehr gut für den Kindle konvertiert. Bei Tabellen und Inhaltsverzeichnissen müssen Sie möglicherweise mit Einschränkungen rechnen. Das liegt nicht daran, dass das Ursprungsdokument schlecht formatiert war, sondern daran, dass es als PDF gedacht war und nicht als Kindle-Ebook. Tipp: Mit Word-Dokumenten funktioniert es übrigens ähnlich gut.

Auf https://www.amazon.de/myk können Sie Ihre Inhalte und Geräte verwalten. Wechseln Sie auf das Register “Geräte” und wählen Sie Ihr Gerät aus, das Sie konfigurieren möchten. Dort können Sie Ihre Kindle-Email-Adresse bearbeiten und auch festlegen, von welchen Email-Adressen eine Mail mit Dokumenten erlaubt sein soll. Damit können Sie auch Freunden oder Kollegen ermöglichen, Ihnen ein Ebook zu schicken!

Alle wichtigen Informationen für das Einrichten und Benutzen dieses Services von Amazon für Ihr Kindle erhalten Sie bei Amazon auf der Seite

Der Persönliche Dokumente-Service für Kindle

PDF auf dem Kindle lesen (mein Artikel))

PDF auf dem Kindle lesen (mein Artikel))

Ich lese übrigens gerade die Blogparade zur perfekten Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter auf meinem Kindle. Deswegen kam ich nämlich auf die Idee, diesen Artikel für Sie zu schreiben ;-)

Und jetzt? Welches PDF-Dokument werden Sie als nächstes auf Ihrem Kindle lesen?

Jeder Mensch hat Anrecht auf Privatsphäre und private Kommunikation. Seit den Aufdeckungen von Edward Snowden über die Ausspähungen durch einige westliche Geheimdienste gelangt dies immer wieder in den Fokus von Berichten. Getan hat sich jedoch gerade für Einzelpersonen wenig. Whiteout Mail tritt an, auf einfache Art und Weise die Privatsphäre in der Kommunikation zu sichern.

Wer dachte, die Geheimdienste und deren Staaten würden angesichts des Einbruchs in persönliche, unternehmerische und staatliche Kommunikation zurückstecken und verantwortungsvoll mit Menschenrechten, nationalen und internationalen Werten umgehen, der war wohl blauäugig. Eher scheint es so, dass diese Rechtsbrüche Staaten und deren Organe sogar anstachelten. Das führte zu Argumenten wie “die anderen können das auch, wir müssen aufholen” oder “es gibt ein Grundrecht auf Sicherheit” oder “die Behörden müssen alles lesen können, damit sie alles möglicherweise irgendwann Böse verhindern können”. Ob die geforderten Maßnahmen rechtlich zulässig sind oder ob diese überhaupt jemals wirksam waren, spielt bei den Argumenten selten eine Rolle (siehe zu beidem beispielsweise die aktuelle Kampagne zur Vorratsdatenspeicherung in der BRD). Ersteres sollen dann wieder einmal die Gerichte oder hilflose Aussschüsse entscheiden (wenn sie denn überhaupt von der gelebten Praxis erfahren), und Zweiteres wird weggewischt mit fadenscheinigen Argumentationen wie “wir brauchen das, weil wir es brauchen” oder “ein paar Mal hat es geholfen” (auf Nachfrage: “Das kann ich Ihnen nicht sagen”).

Dem Otto Normalbürger scheint es oft, dass ihn das nicht betrifft. Und selbst wenn irgendwann ein bisschen Zweifel einkehrt, dann lässt den Otto Normalbürger das vermeintlich komplizierte Monster Verschlüsselung in Agonie verfallen. Denn das mit der Verschlüsselung sei doch viel zu kompliziert, das könnten doch nur Freaks und Nerds. Ich persönlich halte dies für einen Mythos – aber solange der Schmerz nicht nicht richtig drückt, ist vielen auch noch die kleinste Prophylaxe zu aufwändig.

Jetzt tritt das Team mit Whiteout Mail an, diesen Mythos zu entzaubern.

Whiteout Mail is the first email solution with strong encryption that is really easy to use and runs on all of your devices. Keeping your emails safe has never been so easy.

Vor ein paar Monaten erfuhr ich durch Oliver Gajek von Whiteout Mail, und ich hatte die Gelegenheit, Whiteout Mail zu testen. Nach einer längeren Pause habe ich meinen Account reaktiviert und mir Whiteout Mail noch einmal angeschaut. Der Hintergrund: Das Whiteout Mail Team fährt auf Indiegogo eine Kampagne und sammelt Geld zur Unterstützung der Weiterentwicklung.

Whiteout: Email Privacy. Open Source. End-to-End.

CF Video Lang no fade out from Whiteout Networks on Vimeo.

Dabei fährt das Whiteout Team zweigleisig:

  • Einerseits bietet Whiteout einen Mail-Client, um über eine gesicherte Verbindung auf einen vorhandenen Maildienst wie Gmail zuzugreifen.
  • Andererseits bietet Whiteout zusammen mit dem Client ein eigenes Mail-Konto mit der Domain @wmail.io an (“Whiteout mailbox”).

Die Registrierung und der erste Login erfolgen mit der Chrome-App, auf mail.whiteout.io (Chrome-App jedoch bevorzugt), der iOS-App oder der Android-App (Downloadseite). Derzeit gibt es jedoch die Registrierung nur über die Crowdfunding-Kampagne.

Whiteout Mail: Welcome

Whiteout Mail: Welcome

Zwar sind die Website und die Kampagne komplett in englischer Sprache, doch das Team sitzt in München („Impressum„). Weitere Vertrauensfaktoren sind, dass das Team auf Security Audits und auf Open Source („Technology„) setzt:

All source code for Whiteout Mail is published. This ensures that the worldwide community of security experts can inspect the code and identify errors. Because the code is delivered as Javascript to the device, users can verify that the code that is executed on their device is identical to the published version and that no backdoors have been introduced.

Und das bei kompletter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und OpenPGP-Standard („Security and Privacy„).

Nach der Registrierung generiert Whiteout sowohl einen Backup Code (zum Synchronisieren des PGP-Schlüssels über verschiedene Geräte) als auch einen privaten PGP-Schlüssel (ersatzweise kann ein vorhandener eigener Schlüssel hochgeladen werden). Der generierte PGP-Schlüssel kann und sollte sowohl mit einer Passphrase versehen als auch heruntergeladen und sicher gesichert werden.

Die Oberfläche und die Funktionen von Whiteout sind einfach und klar. Die Kontoeinstellungen zeigen die Email-Adresse, die PGP Key ID (mit der Möglichkeit den Schlüssel zurückzuziehen), den PGP Fingerprint (mit einem Link zum öffentlichen Schlüssel) und der Schlüsselgröße (2048 Bit, RSA). Außerdem lässt sich dort die Passphrase festlegen und der private PGP-Schlüssel herunterladen. Bei der Oberfläche gibt es zwischen Web/Chrome und Android keine Unterschiede (iOS habe ich nicht geprüft).

Die Zuordnung zu vorhandenen Labels wird unterstützt. Ansonsten gibt es keine besonderen Möglichkeiten (außer den gewöhnlichen wie beispielsweise Antworten, Löschen, als Gelesen/Ungelesen markieren). Also beispielsweise auch keine Filter.

Whiteout Mail: Getting started

Whiteout Mail: Getting started

Whiteout konzentriert sich gegenwärtig auf das Verschlüsseln und Entschlüsseln, und das funktioniert “on the fly”. Öffne ich in Whiteout eine an mich verschlüsselte und gesendete Nachricht, dann kommt vielleicht noch ein kurzer Hinweis. Doch kurz darauf sehe ich die entschlüsselte Nachricht. Und genau das gefällt mir. Whiteout entzaubert PGP um dieses Nerdige und Freakige. Es funktioniert einfach.

Die Client-Only-Version ist kostenlos (nur senden/empfangen sowie verschlüsseln/entschlüsseln). Die Whiteout Mailbox gibt es in drei Versionen:

  • Personal: In Deutschland gehostete Mailbox mit 2 GB Speicher für 1 Euro/Monat/Benutzer
  • Pro: Wie Personal aber mit 20 GB Speicher und einer Custom Domain Option für 8 Euro/Monat/Benutzer
  • Business: Wie Personal aber mit Group Admin und Billing sowie Onsite Backup (“coming soon”)

Für Einzelpersonen, Selbstständige oder kleine Unternehmen ist Whiteout eine sehr gute Möglichkeit zur Verschlüsselung von Emails. Mit den Funktionen von Gmail oder Office 365 kann Whiteout derzeit nicht mithalten. Ich persönlich sehe Whiteout Mailbox daher als eine zusätzliche, günstige und einfache Möglichkeit zur sicheren Kommunikation.

Zum Abschluss noch ein paar frei übersetzte Auszüge aus der Willkommensnachricht des Whiteout Networks Teams:

  • Email-Adressen von Empfängern, die einen bekannten PGP-Schlüssel haben, werden mit einem blauen Label gekennzeichnet.
  • Email-Adressen von unbekannten Absendern haben ein rotes Label.
  • Den privaten PGP-Schlüssel schützen (verschlüsseln) Sie mit einer Passphrase (in den Kontoeinstellungen).
  • Die Passphrase muss jedes Mal beim Starten von Whiteout Mail eingegeben werden. Ohne die Passphrase kommt niemand an Ihre verschlüsselten Daten, selbst wenn er/sie Ihr Gerät (Smartphone, Notebook) gestohlen hat – auch Sie nicht!
  • Zum Verifizieren des PGP-Schlüssel eines Kontaktes dient der jeweilige “PGP Fingerprint”, den Sie über der jeweiligen ID angezeigt erhalten.
  • Ihren eigenen PGP Fingerprint finden Sie in den Kontoeinstellungen.
  • Wenn Sie mit anderen Ihre Fingerprints austauschen und vergleichen, können Sie die PGP-Schlüssel verifizieren.
  • Ihr öffentlicher PGP-Schlüssel wird auf den Whiteout-Schlüssel-Server und auf die Standard-Schlüssel-Server übertragen. Damit kann jeder Benutzer Ihnen PGP-Mails schicken.

Und jetzt der “Call to action”. Wenn Sie Email einfach, stark und sicher sowie sicher einfach haben wollen und Verschlüsselung für alle unterstützen wollen, dann gehen Sie auf Indiegogo und entscheiden Sie sich für

  • Open Source Supporter (5 €)
  • Subscriber Personal Edition für 12 Monate (10 €)
  • Subscriber Pro Edition für 12 Monate (40 €)
  • 5-pack Personal Edition mit limited edition T-Shirt für 12 Monate für 5 Benutzer (50 €)
  • 5-pack Pro Edition mit limited edition T-Shirt für 12 Monate für 5 Benutzer (100 €)
  • Lifetime Subscriber Pro mit limited edition T-Shirt (200 €)
  • 5-pack Lifetime Subscriber Pro mit limited edition T-Shirt für 5 Benutzer (300 €)
  • Meet and greet the team mit Lifetime Subscriber Pro (500 €)

Whiteout: Email Privacy. Open Source. End-to-End.

Bastian „The New Worker“ Wilkat ruft im April zur „Blogparade: Die perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter“ auf, und viele Autoren folgen ihm. Jetzt erscheinen alle Beiträge im gleichnamigen Sammelwerk als Ebook.

Als Bastian im April zur Blogparade aufruft dauert es zunächst etwas, bis die Blogparade in Fahrt kommt. Doch bis zum Ende der Blogparade im Mai kommen immer mehr Beiträge hinzu. Einer (meiner) ist sogar so unverschämt, nach seinem ersten Beitrag einen zweiten Beitrag „nachzutreten“.

Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter (Mein Beitrag im INJELEA-Blog)

Es geht um Freiraum aber auch um Pflichten im Zusammenarbeiten. Unsere Gesellschaft und die Unternehmen(skulturen) müssen diese Freiräume und Pflichten noch lernen. #NewWork ist für mich kein Konzept, keine Struktur, und kein fester Prozess. Es ist ein ständiger anzupassender Prozess des sich gemeinsam Entwickelns. Quasi ein ständiges Beta. Es ist eine Wissensarbeit.

[…]

Letztendlich geht es um Vertrauen und Loyalität. Das eine funktioniert ohne das andere nicht und das andere nicht ohne das eine. Von allen Beteiligten.

Nachgetreten: Meine Arbeitsumgebung als Wissensarbeiter (Mein Beitrag als Der Schreibende)

Und solange ich arbeite, gehört zur perfekten Arbeitsumgebung Flexibilität. Arbeiten im Café oder auf der Terrasse oder im Bürozimmer zuhause oder in einem Coworking-Space. Nicht immer aber unterm Strich. Egal, ob ich als selbstständiger Freiberufler oder als selbstständiger Angestellter wissensarbeite.

Da haben wir Autoren es Bastian aber gezeigt! So sehr, dass er sprachlos ist:

Ich bin sprachlos. Die Resonanz war unglaublich. Einer- seits freut mich die Anzahl der Beiträge – viel mehr aber freuen mich die Qualität und die verschiedenen Stile. Von persönlichen Erfahrungsberichten, über essayistische Ab- handlungen und philosophischen Gedanken, bis hin zu tiefgehenden Fachbeiträgen. Es war wirklich eine Freude die Texte zu lesen. Danke an alle Autoren/innen!

Vielen Dank, lieber Bastian, für die Mühe, die wir Dir gemacht haben! Denn Du hast nicht nur die Blogparade ins Leben gerufen sondern auch ein Ebook daraus erstellt.

Vielen Dank an die anderen Autoren: Sabrina Heuer-Diakow, Isabelle Kürschner, Daniel Pötzsch, Lars Hahn, Katharina Maria Brogsitter, Joachim Haydecker, Jan Pötzscher, Hendrik Epe, Stefan Pfeiffer, Simone Lackerbauer / IFAZ, Michael Rajiv Shah, Guido Rottkämper, Dr. Elke Frank & Dr. Thorsten Hübschen, Ole Wintermann, Anja Wittenberger, Angelica Laurençon & Anja C. Wagner, Jörg Dirbach, Simone Jansen, Alex Kahl, Sven Hennige.

Laden Sie sich das Ebook von der Website des New Workers herunter und genießen Sie es. Beispielsweise in aller Ruhe als Wissensarbeiter während der Zugfahrt zum nächsten Termin oder mit dem Ebook-Reader am Strand.

eBook: Die perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter (Download-Seite)

Vielen Dank, lieber Bastian, für Dein Engagement und das Ebook!

Wordpress-Plugins

Eine Liste von WordPress-Plugins, die ich einsetze, ohne größere Kommentare. Ein paar „meiner“ Plugins habe ich hier zur Vereinfachung weggelassen.

Warum diese Liste? Weil mich jemand gefragt hat. Und was macht ein Blogger bei so einer Frage? Er bloggt die Antwort. Warum? Weil das auch nützlich für andere WordPress-Beginner sein kann. Und als generellen Anreiz zum Stöbern :-)

Sharing is caring!

Hinweis: Einige der Plugins sind von Sergej Müller, der mit WordPress aufhört. Er sucht aber Nachfolger für die Betreuung der Plugins.

  • Antispam Bee (!)
  • AntiVirus (!)
  • BackWPup Free – WordPress Backup Plugin – die kostenlose Version bietet bereits sehr viele Funktionen, die mir bislang auch reichten (z.B. Sicherung in die Dropbox). Die Pro-Version bietet auch inkrementelle Sicherungen. Da meine Sicherungen insbesonders durch Fotos inzwischen im Gigabyte-Bereich sind, werde ich irgendwann wohl auf die Pro-Version umsteigen  (!)
  • Cachify – einfaches, nicht überladenes Cache-Plugin  (!)
  • Contact Form 7 – simples Plugin für Kontaktformulare
  • Enable Media Replace – ermöglicht das Ersetzen von Dateien
  • Easy Social Share Buttons for WordPress – bindet Symbole zum Teilen in den Sozialen Medien ein. Kostet aber 15 USD
  • Facebook Auto Publish – postet einen Statusupdate in Facebook (Profil und Seiten). Dafür reicht mir die kostenlose Version.
  • Google Calendar Events – zeigt Google-Kalender im Blog an, beispielsweise wie im INJELEA-Blog in der Fußzeile oder auf der Kalenderseite
  • Google Analyticator – na ja, eben für Google Analytics. Nicht verwenden, falls es Bedenken zum Datenschutz gibt (siehe Piwik)
  • HungryFEED – RSS-Feeds auf der eigenen Seite anzeigen. Sehr gut konfigurierbar (Layout, Schrift, Thumbnails, Datum, …)
  • My Private Site – schützt das Blog vor der Öffentlichkeit und lässt nur angemeldete Nutzer zugreifen
  • Limit Login Attempts – seit 3 Jahren nicht mehr aktualisiert. Läuft immer noch gut und verhindert mehrfache Loginversuche  (!)
  • Postie – erzeugt Blogartikel, indem es ein Postfach via POP abruft. Sehr gut konfigurierbar, benutze ich für Meine 365
  • Reading Time WP – zeigt die geschätzte Lesezeit für einen Artikel an. Einfach. Funktioniert.
  • RSS Digest – erzeugt aus einem RSS-Feed einen Artikel. Das benutze ich für meine INJELEA-Lesenswertes-Lesezeichen, die ich aus Pinboard abrufe
  • SI CAPTCHA Anti-Spam
  • Simple Feed Stats – erzeugt einfache Statistiken für den eigenen RSS-Feed
  • Subscribe To Comments Reloaded – zum Abonnieren von Kommentaren inklusive Double-Opt-In (gut für Datenschutz, im Gegensatz zu Lösungen beispielsweise dem Jetpack von WordPress)
  • Table of Contents Plus – zeigt ein Inhaltsverzeichnis mit Links zu den Überschriften (h1, h2,…) im Artikel an (!)
  • WordPress SEO by Yoast – eine sehr gute und umfassende Lösung für Suchmaschinenoptimierung, inklusive OpenGraph-Angaben für Facebook/Google+/Twitter (z.B. für die Anzeige von Twitter Cards) (!)
  • WordTwit Twitter Plugin – schickt automatisch einen Tweet (konfigurierbar) bei Veröffentlichung des Artikels raus
  • WP-Piwik – Statistiken mit Piwik erzeugen und auch im Dashboard anzeigen. Benötigt eine eigene Piwik-Installation. Sehr gut für den Datenschutz :-) (!)
  • WP Lightbox 2 – erzeugt für Fotos automatisch eine Lightbox (vergrößtertes, gezoomtes Anzeigen der Fotos) (!)

Das sieht zunächst einmal nach sehr vielen Plugins aus, doch ich benutze nicht jedes der Plugins in jedem meiner Blogs. Ich habe die Plugins, die ich in (fast) jedem meiner Blogs verwende, mit „(!)“ gekennzeichnet.

Welche WordPress-Plugins benutzen Sie?

Dieses Mal gibt es Lesezeichen unter anderem zu Verschlüsselung/PGP, Artificial Intelligence, Organisation, Digitale Transformation, Work-Life-Balance, Arbeitsgestaltung, #einBuchfuerKai, Collaboration, Arbeitsplatzumgebung.

Dieses Mal sind es sehr unterschiedliche Themen. Dabei sind auch ziemlich lange Artikel (beispielsweise zwei zu Künstlicher Intelligenz) dabei. Viel Spaß beim Stöbern!

Seit einigen Jahren benutze ich Social Bookmarks, inzwischen ist Pinboard das Werkzeug zur Sammlung meiner Lesezeichen. Für meine Leser kennzeichne ich besonders Lesenswertes mit dem Tag “INJELEA-Lesenswertes“. In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich diese lesenswerten Lesezeichen hier im Blog.

Alle besonders lesenswerten Lesezeichen gibt es auf Pinboard: “INJELEA-Lesenswertes“. Und natürlich auch zum Abonnieren als RSS-Feed ;-)

Viel Spaß beim Lesen!

\V/_ (Live long and prosper!)

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Fritzbox 7490

Ich habe einen DSL-/Festnetzvertrag bei O2. Nach einem holprigen Start schien es zu funktionieren mit uns beiden. Doch dann ist meine geschäftliche Rufnummer manchmal nicht erreichbar. Wenn ich Geschäftspartner anrufe, sehen sie manchmal eine unbekannte Nummer. Plötzlich spielt mein Anschluss verrückt. Eigentlich dachte ich, die O2-Hotline würde mir als Geschäftskunden helfen. Tat sie auch. Bis…

Am 29. Mai erwarte ich auf meinem geschäftlichen Anschluss mit der Endnummer 48 einen Anruf. Wenige Minuten nach dem vereinbarten Zeitpunkt erhalte ich eine Mail mit der Information, dass mein Anschluss nicht erreichbar sei. Als ich unmittelbar darauf die Gesprächspartnerin mit meinem DECT-Telefon anrufe, erzählt sie mir, dass eine andere Rufnummer angezeigt wird: Eine Rufnummer mit der Endnummer 38. Diese Rufnummer ist mir zwar ebenfalls zugeteilt ist, aber niemand kennt sie. Nachdem das Gespräch beendet ist, kann ich das Problem nachvollziehen: Bei einem Anruf mit meinem Smartphone auf der *48 erhalte ich eine Ansage, dass der Anschluss nicht erreichbar sei. Rufe ich mit meinem DECT-Telefon auf meinem Smartphone an, wird mir die *38 angezeigt.

Fritzbox 7490 (Telefoniegeräte, 02.06.2015)

Fritzbox 7490 (Telefoniegeräte, 02.06.2015, nach dem Kreuztausch)

Ich benutze als DECT-Telefon ein Fritz!Fon an der Fritzbox 7490 von O2. Für dieses DECT-Telefon ist der Anschluss mit der Endnummer 48 als angehende und abgehende Rufnummer im Router konfiguriert. Die Rufnummer *38 ist als ankommende aber nicht als abgehende Rufnummer konfiguriert. Dessen bin ich mir sicher, aber ich kontrolliere die Konfiguration im Router. Alles ist dort so, wie ich es in Erinnerung habe und scheint in Ordnung. Nur dass es nicht so funktioniert, wie es konfiguriert ist.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Router durchstartete oder nicht. Auf jeden Fall funktioniert am Nachmittag der Anschluss wieder wie konfiguriert. Ich vermute „Folgeschäden“ eines Anrufs am Vortag bei O2. Denn obwohl ich einen Tarif mit „bis zu“ 16 MBit/s habe, hatte ich Anfangs gerade einmal 10.x und dann lange Zeit 9,3 oder 9,4 MBit/s. In der letzten Zeit jedoch sind es oft gerade einmal 8,3 MBit/s (laut Anzeige der Fritzbox). Morgen kommt deswegen ein Telekom-Techniker. Ein paar Minuten nach dem Telefonat legte mein Router plötzlich einen Neustart hin. Vielleicht machten Techniker irgend etwas, was ihn dazu veranlasste. Wer weiß, was O2 alles machen kann mit dem Router. Ich nicht. Vielleicht brachte das Irgend etwas die Rufnummernzuordnung durcheinander, reime ich mir zusammen. Jedenfalls funktioniert die Rufnummernzuordnung wieder. Zumindest habe ich keinen Anlass, daran zu zweifeln. Irgendwie. Allerdings denke ich auch nicht mehr daran, das zu kontrollieren.

Heute mittag rufe ich meine Frau im Büro an. Sie meldet sich förmlich mit dem Namen des Unternehmens und mit ihrem Namen, sagt freundlich guten Tag. Ich gehe auf ihren Scherz ein (schließlich sieht sie meine Telefonnummer) und melde mich ebenfalls förmlich. Nach einem „Ach Du?“ erfahre ich von ihr, dass sie die angezeigte Telefonnummer nicht kennt. Es ist die *38. Also wieder dasselbe Problem wie vor ein paar Tagen.

Nach dem Telefonat kontrolliere ich die Konfiguration. Alles sieht in Ordnung aus. Nur, dass entgegen der Konfiguration die *38 bei Gesprächspartnern angezeigt wird, obwohl als abgehende Telefonnummer für mein Fritz!Fon die *48 konfiguriert ist. Und wenn ich mit dem Smartphone dort anrufe, ist der Anschluss nicht erreichbar. Ich habe ein zweites Fritz!Fon, für das eine andere abgehende und eine andere ankommende Telefonnummer (und zwar nur diese) konfiguriert ist. Auch das prüfe ich. Es funktioniert richtig.

Ich rufe bei der O2-Hotline an. Der Mitarbeiter nimmt mein Problem auf, fragt nach. Er ruft auf verschiedenen meiner Nummern an. Er sieht, dass ich mit der *38 angerufe. Die Ursache für das Problem findet er nicht. Er frage ein paar Sachen nach und meint, er könne das Problem natürlich an die Leitungstechnik weitergeben. Aber ob die was finden würden… Irgendwie kommen wir (ich weiß nicht, ob er oder ich) im Gespräch auf die Idee eines Kreuztauschs. Darauf hätte ich vor dem Telefonat kommen sollen: Ich „tausche“ die beiden Fritz!Fons, in dem ich ihre Konfigurationen austausche. Was vorher das „Privatfon“ ist, wird im Router mit der geschäftlichen Konfiguration belegt. Und das „Geschäftsfon“ wird so wie das „Privatfon“ konfiguriert. Somit kann ich ausschließen, dass es an dem „Geschäftsfon“ liegt. Es ist ein nettes Telefonat mit einem freundlichen Mitarbeiter, der mit mir nach einer Lösung sucht. Wir vereinbaren, dass ich mich melde, wenn das Problem erneut auftritt.

Nach dem Gesprächsende tausche ich via Konfiguration im Router die Fritz!Fons. Dann nehme ich den Router vom Netz und starte ihn neu. Jetzt habe ich das „Geschäftsfon NEU“ (*48) in der Hand (was zuvor das korrekt funktionierende „Privatfon“ war). Ich rufe mit meinem Smartphon auf der *48 an. Und erhalte die Ansage, dass der Anschluss nicht erreichbar sei („temporarily unavailable“). Ich rufe mit dem „Geschäftsfon“ mit der *48 auf dem Smartphone an – und bekomme dort als Anrufer die *38 angezeigt. Das „Privatfon“ (das zuvor das möglicherweise defekte „Geschäftsfon“ war) zeigt sich im Test als brav und funktioniert wie konfiguriert.

Ich kontrolliere vorsichtshalber die Konfiguration im Router. Die Rufnummern sind korrekt zugeordnet. Keine Rufumleitungen, kein Callthrough, keine Wahlregeln. Alles in Ordnung. Nur, dass es nicht so funktioniert. Da es offensichtlich nicht an den Fritz!Fons liegt, gibt es für mich nur wenige offensichtlich verbleibende Möglichkeiten:

  • Der Router hat einen Schlag. Irgendwie unwahrscheinlich aber möglich. Die Konfiguration ist in Ordnung, ansonsten funktioniert er wie konfiguriert. Die DSL ist zwar langsam aber kontinuierlich zuverlässig. Aber selbst wenn er einen Schlag hat: Hey, es ist nicht mein Router. Der Router ist von O2, also ist das deren Problem. Sollte aber auch keines sein. In meinen Tarif-Zeiten mit der Telekom habe ich zwei oder drei Mal ein Problem mit einem Telekom-Router gehabt. Die haben mir ein Austauschgerät umgehend zugeschickt, mit dessen Verpackung ging das alte zurück.
  • Die Vermittlungsstelle (auch nichts anderes als ein Rechner) oder irgendein System von der Telekom (die letzte Meile) oder von O2 (also Telefónica) hat einen Schlag. Zwar auch irgendwie nicht so wirklich plausibel. Aber auch nicht unmöglich. Und wenn: Hey, das sind Systeme von Telefónica (oder deren Subunternehmer Deutsche Telekom).

In beiden Fällen gibt es eine Lösung. Und wenn es ein anderes Problem gibt, dann lässt sich das auch gemeinsam herausfinden. Ich rufe also bei der O2-Hotline an.

Ich schildere dem Mitarbeiter das Problem. Ich weise auf meinen Anruf vor einigen Minuten hin. Er fragt mich auch, ob alles richtig konfiguriert ist. Ich sage ihm, dass ich die Konfiguration geprüft hätte, dass aber trotzdem der Anschluss nicht erreichbar sei beziehungsweise die falsche abgehende Rufnummer zugeordnet sei. Nach den Informationen des Mitarbeiters ist alles in Ordnung. Ich weise darauf hin, dass im Router die richtige Konfiguration angezeigt würde. Ich hätte auch Screenshots gemacht und kontrolliert habe, und dass dennoch mein Anschluss falsch funktioniere. Der Mitarbeiter informiert mich, dass der Router in Ordnung sei. Er besteht darauf, dass alle Systeme in in Ordnung seien. Der Router würde auch die richtige Telefonnummer anzeigen. Ich verstehe irgendetwas von „es müsse an der Konfiguration des Routers liegen“. Ich rede, ich argumentiere. Ich fordere ihn auf, mir doch einfach einen Ersatzrouter zu schicken. Das erscheint mir plausibel, da anscheinend alle System auf Grün stehen, und da es nach ihm letztlich nur am Router liegen könne, dass da etwas nicht wie gewollt funktioniert. Auch wenn es nach ihm die Konfiguration sein müsse. Aber es muss ja eben am Router liegen. Und wenn nicht, ist eine Quelle ausgeschlossen.

Ich frage ihn, ob er sich weigere, das Problem zu analysieren und mir einen Ersatzrouter zu schicken. Er meint, er habe das Problem analysiert, und es liege an der Konfiguration. Es herrscht Funkstille in meinem Kopf. Ich bin Geschäftskunde und habe ein Problem, das ich analysiert habe, und das ich nach und mit meinen Informationen nicht lösen kann – weil die Ursache nach bestem Glauben und Gewissen weder an meiner Hardware noch an der Konfiguration des Routers liegen kann. Und mein Gegenüber schaut anscheinend auf irgendwelche Anzeigen, die ihm keine Lösung vorsagen. Er macht komplett dicht. Ich fasele irgendwas von „da muss ich mal wieder einen Artikel schreiben“. Irgendwann schaffe ich es noch, mich für das Gespräch zu bedanken und aufzulegen. Meine Wortwahl und mein Tonfall waren zuletzt nahe an unangemessen.

Das war zum Ende des Gesprächs ziemlich blöd von mir. Das eigentlich Blöde für mich ist, dass der Mitarbeiter sehr schnell dicht gemacht hat und das Problem auf seinen Geschäftspartner geschoben hat. Komplett. Das komplette Gespräch dauerte 6 Minuten. Davon abgezogen die Kundenidentifizierung, meine Problemschilderung zu Beginn und mein zuletzt tölpelhafter Versuch, doch noch irgendeine Art von Support oder irgendeine Möglichkeit herauszuleiern – dann bleibt nicht viel an Problembehandlung übrig. Das erste Gespräch dauerte insgesamt doppelt so lange.

Ich will einfach noch einmal kontrollieren und rufe mit dem Fritzfon (*48 als abgehende Rufnummer zugeordnet) auf meinem Smartphone an. Dort wird als ankommende Telefonnumer die 38 angezeigt. Problem.

Im Test: Eigene Rufnummer

Im Test: Eigene Rufnummer

Kurz darauf rufe ich bei unveränderter Konfiguration mit dem Fritzfon (48) erneut auf meinem Smartphone an. Dort wird als ankommende Telefonnumer die *48 angezeigt. Ich probiere kurz darauf erneut. Wieder die *48. Bei unveränderter Konfiguration dürfte das nicht geschehen. Ich kontrolliere die Konfiguration und auch die Protokolle im Router. Mir fällt im nachhinein ein, dass der zweite Mitarbeiter mir nie sagte, welche abgehende Telefonnummer ihm angezeigt wurde. Er sagte nur, dass der Router die richtige Nummer anzeigen würde (was geht da eigentlich noch alles…). Nichts Auffälliges…doch. Genau das ist nämlich auffällig:

In der Anrufliste wird kein Eintrag mit der *38 als eigene Rufnummer (abgehende Rufnummer) gezeigt.

Jetzt, gegen Ende des Artikels, versuche ich es erneut. Ich rufe vom Fritz!Fon (konfiguriert mit *48) auf dem Smartphone an. Erneut zeigt mein Smartphone die *38.

In der Anrufliste erscheint dieser Anruf nicht, weder mit *38 noch mit *48 noch mit einer anderen eigenen Rufnummer. Der erste Anruf bei der O2-Hotline wird mit *48 als eigene Rufnummer ausgewiesen – obwohl der Mitarbeiter mir bestätigte, dass die *38 angezeigt wurde. Auch mein Anruf bei meiner Frau wird mit *48 ausgewiesen obwohl sie die *38 auf ihrem Display sah. Es wird überhaupt kein ausgehender Anruf mit *38 als eigene Rufnummer ausgewiesen.

Fritzbox 7490 (Anrufliste 02.06.2015)

Fritzbox 7490 (Anrufliste 02.06.2015)

Jetzt sitze ich im Büro und habe eine Rufnummer, die nicht erreichbar ist. Und Geschäftspartnern wird eine andere, unbekannte Rufnummer angezeigt. Derzeit. Später vielleicht nicht.

Und ich habe einen Vertrag mit O2.

Und, O2, was soll ich jetzt machen?

P.S. Lesetipp: Delivering Happiness

Update (03.06.2015)

Gestern Abend hat sich @o2de auf Twitter gemeldet. Wir haben dann zu Direct Messages gewechselt und länger gechattet. Im Laufe des Chats habe ich folgende Konfigurationen getestet:

Konfiguration 1

  • Fon 1: Abgehend und eingehend auf *48 konfiguriert, sonst nichts.
  • Fon 2: Abgehend und eingehend auf *48 konfiguriert, sonst nichts.
  • Router rebooted.

Getestet:

  • Mit Smartphone händisch *48 angerufen. Ohne Freizeichen kommt direkt „derzeit nicht erreichbar“.
  • Auf 46 versucht: Freizeichen, erreichbar.

Konfiguration 2

  • Fon 1: Abgehend und eingehend auf *34 konfiguriert, sonst nichts.
  • Fon 2: Abgehend und eingehend auf *46 konfiguriert, sonst nichts.
  • Anrufbeantworter: Nur die *48 zugewiesen.

Getestet:

  • Mit Smartphone auf *34 angerufen: *34 klingelt auf Fon 1.
  • Mit Smartphone auf *46 angerufen: *46 klingelt auf Fon 2.
  • Mit Smartphone auf *48 angerufen: Direkte Ansage „nicht erreichbar“

@o2de hat mich gebeten, bei AVM nachzufragen, ob so etwas bekannt sei (nein, nicht zum Abwimmeln sondern zum Klären). Ich soll mich danach wieder melden. Außerdem bekam ich das Angebot, den Router zu tauschen.

Heute morgen habe ich die Fritz!Fons wieder so konfiguriert, wie sie es beim ersten Auftreten des Problems konfiguriert waren. Dann habe ich den Router durchgestartet. Ergebnis: Jetzt funktioniert wieder alles. Leider hatte ich nicht daran gedacht, vor der Re-Konfiguration zu testen. Und zwischen 8 und 14 Uhr kommt der Telekom-Techniker :-(