Ich glaube nicht, dass ich ein digitaler Nomade bin, denn Digital Nomads ("Die Digital Nomads kommen"):

[…] steht auch als Begriff für Personen, die arbeiten oder spielen unabhängig von ihrem physischen Standort.

Davon bin ich noch weit entfernt. Ich arbeite so gut wie "9 to 5" im Büro in Wiesbaden. Alleine der Arbeitsalltag hält mich vom Nomadisieren ab. Gelegentliche Dienstreisen sind das Höchste der nomadischen Gefühle.

Zubehör eines Digitalen Nomaden?

Privat sieht es etwas anders aus: Ich gehe gerne auf Veranstaltungen wie die Next09 (Nachtrag: Dorthin fahre ich sogar auf Dienstreise) oder auf Unkonferenzen wie BarCamps. Auch kleinere Veranstaltungen (die oft genau so viel Spaß machen wie die großen) locken mich an.

Zu oft bin ich mit dem Auto unterwegs – doch bei der Anreise mit Bahn oder Flugzeug beginnt das digitale Nomadisieren: Wo ist das nächste WLAN, der nächste Stromanschluss auf Bahnhöfen oder Flughäfen, gibt es WLAN im Zug? 

Rucksack

Bei kleineren Treffen im Rhein-Main-Gebiet reicht meistens eine kleine Tasche. Doch für größere Veranstaltungen oder weitere Reisen brauche ich mehr Stauraum. In den Rucksack passt alles Nötige rein – zur Not auch Zeugs und Ersatzklamotten für eine Übernachtung.

Konferenz, Hotel: WLAN?

Eine Konferenz ohne WLAN ist für mich keine Konferenz; eine Unkonferenz ohne funktionierendes WLAN hat einen gravierenden Mangel. Ein Hotel ohne WLAN ist kein Hotel – und bezahlen will ich auch nicht dafür. WLAN ist die Luft zum digitalen Atmen.

Falls irgendwelchen (doofen) Sicherheitsrichtlinien kein WLAN sondern nur einen Ethernetanschluss zulassen, dann habe ich dafür ein Ethernetkabel.

Strom?

Mein Notebook kann schon einmal mit seinem Akku die Luft für kurze Zeit anhalten, aber die Steckdose ist für ihn die elektrische Luft zum Atmen. Eine Steckdose im Saal in Reichweite von meinem Platz aus muss deswegen sein.

Und falls die Stromdose etwas weiter weg ist oder ich jemand anderen abstöpseln müsste, dann hilft mir meine Mehrfachsteckdose. 

Notebook und Präsentieren

Und vorne, auf dem Präsentierteller einer (Un-)Konferenz? Da brauche ich das passende Werkzeug. Geübt habe ich das beispielsweise in meiner Bastelstube: Präsentation mit Impress, zwei Monitoren und Logitech Presenter. Der Logitech Cordless Presenter
hat auch einen Laserpointer. Ein VGA-Kabel habe ich sicherheitshalber auch dabei – ohne Beamer des Veranstalters habe ich allerdings "gelost".

Zwar hat mein Notebook eine eingebaute Webcam, falls ich aber selbst streamen will, dann hilft mir meine Logitech Webcam
.

Meine Logitech Nano Laser Maus
funktioniert auf fast jedem glatten Untergrund.

Damit ich andere nicht störe und in Ruhe "skypen" oder "voipen" oder mir lauten Rock bei Last.fm anhören oder mir ein lustiges YouTube-Video in voller Lautstärke reinziehen kann, habe ich ein Headset.

Digicam

Zubehör eines Digitalen NomadenAm Freitag habe ich meine Powershot G5 durch eine Canon PowerShot SX10 IS
abgelöst: Schneller, weiter, größer, bequemer. Alles in einer ohne zusätzliche Objektive, Filter etc..

Dafür braucht es natürlich Ersatzspeicherkarte, Ersatzakkus und ein Ladegerät.

Camcorder

Eine Panasonic SD150 liefert mir "Bewegtbildaufnahmen" in einer akzeptablen Qualität und einer einfachen Bedienbarkeit. Auch hier Ersatzspeicherkarte, Ersatzakku und das Ladegerät.

iPhone

Seit Ende letzten Jahres kam das "geile Teil mit kleinen Macken" zu meiner Welt hinzu. Irgendwie faszinierend, was man da alles mobil erfahren und kommunizieren kann – vor allem die anderen über einen selbst.

Krims-Krams

Ein Taschenmesser hilft beim Obstessen oder Kabelschnitzen oder … was auch immer.

Ein USB-Verlängerungskabel auch noch so kurz hilft schon einmal, weil der Stecker so schön schmal ist, denn …

… der Fonic-Stick
für alle Verbindungsnotfälle funktioniert zwar einfach (wenn Empfang vorhanden) aber sperrig. Er ist einfach zu breit, um dann den USB-Stick für die Maus oder den Presenter noch dran zu lassen.

Murphys Gesetz

Getreu nach Murphys Gesetz wird genau das alles schiefgehen, was auch schiefgehen kann. Beispielsweise kann jemand auf eine Konferenz total gut vorbereitet sein, alles von seiner Ausrüstungsliste eingepackt haben – um dann festzustellen, dass er etwas auf die Liste zu schreiben vergessen hatte.

Und genau dieses verd***** Teil fehlt dann im genau ungeeignetsten Moment auf der Konferenz. Beispiel gefällig?

Der Veranstalter besteht darauf, sein Präsentationsnotebook zu benutzen und die Präsentation erst am Morgen der Veranstaltung mittels eines USB-Sticks aufzuspielen (was an sich ein Grund wäre, nicht auf diese Veranstaltung zu gehen). Dummerweise fällt ihm sein USB-Stick versehentlich aus der Hand und der Vortragende (angenommenerweise ich) tritt darauf: Schrott.

Der Vortragende stellt maximal 10 Sekunden später fest, dass er selbst keinen USB-Stick dabei hat. Denn der steht nicht auf seiner Aufrüstungsliste. Dumm gelaufen.

Mir könnt dergleichen natürlich nie passieren. Ich habe nämlich keine Ausrüstungsliste. Und im übrigen momentan auch keinen USB-Stick. Beim Betrachten des Fotos nämlich fiel mir auf und ein, dass mir meine Kollegin den ausgeliehenen Stick immer noch nicht zurückgegeben hat.

Glücklicherweise habe ich noch einen Ersatzstick, den ich umgehend in den Rucksack vom Foto gepackt habe. Apropos Foto: Wo ist eigentlich das Stromkabel für mein Notebook …

Sind Sie ein Digitaler Nomade?

Sehen Sie sich als digitalen Nomaden? Fehlt etwas bei meiner Ausrüstung, habe ich etwas übersehen?

Was erwarten Sie von einem Hotel oder einem Veranstalter?

P.S.: Ich bin schon gespannt darauf, wie die digitale Grundversorgung am 5. und 6. Mai auf der Next09 ist  ;-)