Neben Social Media beschäftigt mich derzeit berufsbedingt das Thema Intranet. Vor ein paar Tagen hielt ich auf eine Einladung hin einen Vortrag in einem Arbeitskreis. Ich selbst bin Mitglied im Arbeitskreis Intranet Frankfurt 1, der von Saim Alkan angeboten und geleitet wird. Insgesamt vier Arbeitskreise gibt es davon, zwei davon in Frankfurt. Der Vorteil des Arbeitskreises: Austausch über Intranets, Vorgehensweisen, Schwerpunkte und Probleme in einer Runde von jeweils nicht mehr als 15 Unternehmen. Außerdem bin ich noch in einem „Arbeitskreis“ mit einer ähnlichen Zielsetzung bezogen auf Enterprise 2.0.

Immer wieder kommt es in Unternehmen zu den Fragestellungen: Was prägt ein Intranet? Wieso wird ein Intranet so, wie es ist? Wie muss unser Intranet gestaltet sein?

Gerade aus dem Management heißt es dann: „Wie machen das andere Unternehmen unserer Branche?“ oder „Wir können das so nicht machen wie XYZ, wir sind doch  Fertigungsunternehmen/Bank/Versicherung/IT-Unternehmen!“.

Doch weit gefehlt. Meine Erfahrung und das, was ich aus den diversen Arbeitskreisen mitnehme, sagt mir: Die Branche spielt eine weit untergeordnete Rolle. Faktoren wie Anzahl der Mitarbeiter und Standorte, Internationalität oder Unternehmenskultur entscheiden weit mehr darüber, wie ein Intranet ausgestaltet wird (bzw. werden muss).

In fünf Minuten Audio: „Arbeitskreis(e) Intranet: Was prägt ein Intranet?

Vor 4 Jahren hat Andrew McAfee in dem MIT Sloan Management Review Artikel „Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration“ den Begriff „Enterprise 2.0“ vorgestellt (siehe auch „SLATES„). McAfee hat jetzt (wieder einmal) Enterprise 2.0 kurz und knackig in einem viereinhalbminütigen Video erklärt. Zunächst eine „loose definition“ und dann eine „tighter definition“. Hier die „loose definition“:

Taking the same kind of technologies and philosophies and approaches that we see on the web of Web 2.0 and ressources like Wikipedia and Facebook and Flickr and Twitter and Delicious and all these extraordinary popular communities on the web – taking those same technologies and approaches and bringing them inside the organization and using them for our organizational purposes.

[ Direktlink YoutTube ]

P.S.: „Sloan“ kommt von Alfred P. Sloan („the long-time president and chairman of General Motors“), nach dem die MIT Sloan School of Management benannt wurde.

Die jährliche Intranet-Umfrage von Jane McConnell, NetStrategy/JMC, ist inzwischen im fünften Jahr und noch bis Ende August offen für Teilnehmer. Die Umfrage richtet sich an Intranet-Manager oder andere Mitarbeiter, die in gewissem Umfang das Intranet ihres Unternehmens bzw. ihrer Organisation verantworten. Es geht um Unternehmen und Organisationen als „End-User“, d.h. Organisationen als Anwender ihres eigenen Intranets. Wenn Sie schon immer wissen wollten, was andere Organisationen mit ihrem Intranet machen, wie sie es einsetzen und welche Trends es bei Intranets geht, dann sollten Sie teilnehmen ;-)

In den letzten Jahren habe ich jedes Mal teilgenommen und viel aus den Ergebnissen mitgenommen. Jeder Teilnehmer erhält ein kostenloses Exemplar der „Global Intranet Trends for 2011“. Der Report wird Ende Oktober veröffentlicht wird und kostet 550 Euro – außer Sie haben an der Umfrage teilgenommen. Dann ist er für Sie kostenlos!

Bis zum 20. August hatten bereits mehr als dreihundert Unternehmen und Organisationen weltweit teilgenommen. Jane hat die ersten Ergebnisse veröffentlicht:

  • Mobile optimization is not happening very fast. There has been no evolution since last year’s survey: Only 7% say their intranet is optimized for mobile access, 24% are running pilots or are in the planning stages. This is identical to last year.
  • Social media is advancing inside. It is implemented to some extent in 70 % of the organizations, up 10 % points from last year.  Out of these, 20 % have had social media for less than one year, and over 25% have had it for 3 or more years.
  • Enterprises are looking outwards…. 40% say “We create official, branded spaces on external networking platforms such as Facebook.” But most are still being cautious….and only 11% say “We encourage employees to blog on the internet.”
  • Collaboration is now “self-service” for some. Out of 276 organizations with blogs, wikis and/or collaborative spaces, approximately 40% provide a self-service solution where people can do it themselves with no or minimal help desk support. However, from 45 to 55% say that only IT can open these spaces.
  • Are prediction markets emerging? 10 % of the participating organizations already have them. Another 7 % are in the pilot or planning stages. Last year, the highest we had were 3% who were testing prediction markets.

[ First findings: 5 Trends from Global Intranet Strategies Survey ]

Wenn Sie sich bis zum 31. August etwa eine halbe Stunde Zeit nehmen können und dafür einen Gegenwert von 550 Euros bekommen wollen: Die Umfrage ist noch bis zum 31. August offen. Anmeldung zur Umfrage:

Join the Survey

P.S.: Sie können angeben, dass Ihr Unternehmen nicht in der öffentlichen Teilnehmerliste erscheint. Keiner wird je erfahren, was Sie von Ihrem Intranet halten und was Sie noch vorhaben :-)

Ulrike Reinhard hat Frank Roebers zu seinen Erfahrungen mit Enterprise 2.0 in der Synaxon interviewt. Für Frank Roebers, Vorstand der Synaxon AG, ist das Wiki kein Zeitverlust. Das Argument von vielen Manager „Ich habe keine Zeit, da auch noch reinzugucken“ zählt für ihn nicht: Weiterlesen

Toby Ward,  Prescient Digital Media, ist eine fantastische sprudelnde Quelle, wenn es um Intranet und insbesondere um Social Intranet geht.

Prescient Digital Media is a group of senior Internet and Intranet consultants that provide strategic Internet and intranet consulting, planning and communications services to organizations of all sizes.

Im Artikel „Social intranets become mainstream“ geht Toby Ward auf die zunehmende Verbreitung der Social Intranets ein („Social intranets become mainstream„): Weiterlesen

Das Intranet Benchmarking Forum hat regelmäßig Aktionen wie das IBF24, in denen Mitglieder und Interessenten sich Intranets anschauen können:

IBF 24 is a 24 hour online broadcast from the Intranet Benchmarking Forum showcasing live intranet tours and the latest from industry thought leaders. The event is broadcast through Webex making it accessible for all. It is a very informal, interactive and fun event.

Vor kurzem gab es einen Wettbewerb um das „schönste“ Intranet (“My Beautiful Intranet“):

Paul Miller, IBF CEO and Founder, and James Duffy, Intranet Manager at Schroders took an early look at the entries. They saw the European Space Agency homepage as clear and allowed users to focus in on content and services easily, whilst the Océ Technologies homepage was minimalist and functional. Coca-Cola’s homepage was, as could be expected, well organised and the National Prescribing Service in Australia had taken an interesting route and had a more magazine like homepage.

Obviously beauty is subjective and it was left down to Helen Day, IBF Group Managing Director to make the ultimate decision. After careful consideration she handed the prize to Intermon Oxfam based in Barcelona for their homepage’s calm overall feel and good use of colour. The site uses a good mixture of brand colours and calm tones with lots of white background, giving a very clean feel. It is always clearly identifiable for users whom they are working for through branding. The site uses a good mix of global news and local tasks and makes text very clear for users, whilst managing to incorporate multi-language elements.

In einer Präsentation sind zehn neun Screenshots von Intranet-Homepages (z.B. Coca Cola, ESA):

In vielen Unternehmen wird gemeetet bis zum Abwinken, getuschelt zwischen Tür und Angel. Und glauben Sie, dass Sie deswegen keine Präsentationen brauchen? Falsch! Absolut falsch! Wenn Sie ein Intranet oder einen Internetauftritt „managen“, dann können Sie jede Unterstützung gebrauchen, die Sie bekommen können. Und diese Unterstützung bekommen Sie nicht durch ein 30-seitiges Konzept oder ein Meeting, in dem 10 Leute durcheinander reden. Glauben Sie mir, das wird nicht funktionieren.

Unterstützer bekommen Sie durch Leute im Unternehmen, die Sie neugierig machen. Leute, die Sie begeistern. Leute, die Sie mitreißen. Sicher, ein guter Ansatz dafür ist „Management by Lunch“. Identifizieren Sie wichtige Leute und gehen Sie mit Ihnen essen. Am Ende werden Sie vielleicht zustimmende Worte hören. Aber mitreißen, eine Welle schaffen, das können Sie nur mit einer Präsentation. Aber eben nur mit einer guten, mitreißenden Präsentation. So also nicht:

Wie also dann? Nach dem Intra-nomad sollten Sie darauf achten:

  • Erstellen Sie die Präsentation für Ihr Publikum und nicht für sich selbst
  • Erzählen Sie ihm, was Sie sagen werden. Sagen Sie es. Und dann sagen Sie dem Publikum, was Sie ihm gesagt haben.
  • Die Triade: Die Präsentation braucht eine Struktur, muss gut klingen und in Erinnerung bleiben.
  • Erzählen Sie eine Geschichte.
  • Powerpoint ist nicht „die Message“.

[ Intra-nomad – Presentation skills, via James Robertson – Presentation skills for intranet managers ]

P.S.: Wie Sie wohl die richtigen Leute zu Ihrer Präsentation bekommen? Richtig, in vielen Unternehmen leider nur durch „Management by Lunch“. Wenn in Ihrem Unternehmen nämlich keine Präsentationen gehalten werden sondern nur Bulletlisten als Tagesordnung durchgesprochen werden, dann geht es eben nicht anders. Leider. Dann helfen Ihnen im Zweifel Ihre Präsentationsskills auch wieder nicht. Aber vielleicht gehen Sie einmal auf ein BarCamp und legen einfach los ;-)

Auf Twitter hat mich jemand per Direct Message nach einer Liste von Enterprise 2.0 Blogs gefragt. Flugs habe ich auf Diigo eine Liste mit Listen Feed Play angelegt und ein paar Einträge zu Twitter, Blogs und Foren reingepackt – eine Metaliste sozusagen :-)

Hier als Liste und anschließend als Webslides


Falls Sie weitere Listen zu Blogs, Twitter, Foren etc. wissen, freue ich mich über einen Hinweis in den Kommentaren oder einfach eine Nachricht auf Twitter – meine Monitor läuft mit :-)

Christiane Schulzki-Haddouti hat bereits am 18.August 2009 die Studie „Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft“ veröffentlicht („KoopTech-Studie ist online„). Ja, dies ist in Netzzeiten bereits gefühlte Ewigkeiten her, und ich bin momentan sowieso etwas langsam.*

In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Innovations- und Technikanalyse geförderten Projekt hat die Kulturpädagogin und IT-Journalistin Christiane Schulzki-Haddouti “Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft” untersucht. Schulzki-Haddouti war für die 14-monatige Arbeit an dieser Studie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der h_da beschäftigt. Das Projekt wurde zudem von Prof. Dr. Lorenz Lorenz-Meyer vom Studiengang Online-Journalismus betreut.

Doch die Studie hat es in sich, auch wenn ich sie noch nicht gelesen
sondern nur überflogen habe.* Auf über 300 Seiten behandelt Christiane Kooperation, Innovation, Entwicklung und Anwendung kooperativer Technologien, Akzeptanz- und Erfolgsfaktoren und fünf verschiedene Szenarien.

Bemerkenswert ist nicht nur der Umfang und der wissenschaftliche Charakter der Studie: Sie ist unter der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-SA 3.0 veröffentlicht. Ich freue mich, dass ich zusammen mit elf anderen Teilnehmern wie beispielsweise Jörg Hoewner, Dieter Rappold und Tim Schlotfeldt mit einem Interview zu dieser Studie beitragen durfte.

Ich habe mir ganz fest vorgenommen, mir dieses geradezu monumentale Werk „reinzuziehen“*, auch wenn es bereits im letzten Jahr entstand. Denn die Grundzüge gelten nach wie vor und unverändert. Ein wunderbares Grundsatzwerk, auf das ich mich sehr freue.

*) weil ich gerade viel lese, arbeite, mache, tue, lese….

Die vierte jährliche „Global Intranet Strategies“ Umfrage wird in 10 Tagen schließen. Falls Sie ein „Intranet Manager“ sind, d.h. inhaltlich und / oder verantwortlich ein Intranet betreuen, und noch nicht teilgenommen haben, ist noch Zeit genug.

Melden Sie sich für die Teilnahme an der Umfrage an. Im Gegenzug erhalten Sie ein freies Exemplar des „Global Intranet Trends for 2010“ Reports, der in der zweiten Oktoberhälfte veröffentlicht werden wird. BTW: Ich erhalte auch ein Exemplar ;-)

Die Umfrage führt Jane McConnell von NetStrategy/JMC durch. Sie hat bereits erste Zwischenergebnisse veröffentlicht:

Some preliminary findings:
– The intranet as the single point of entry into the online workplace is beginning, with approximately 15 % of the organizations saying this is already the case.
– Home pages are primarily news-based (60 %) versus navigational or work tool-based.
– Social networking applications (such as Facebook) are still rare, existing in fewer than 15% of the organizations. However, another 20 % are experimenting!
– Internal blogs exist in around 45 % of the organizations.
– Approximately 35% of the organizations attempt to measure the value the intranet brings to the organization, business and staff.

Die Umfrage behandelt noch viele andere Themen, und der „Global Intranet Trends for 2010“ Report wird nicht nur die Grafiken sondern ausführliche Analysen der Ergebnisse enthalten.

Für die Umfrage benötigen Sie etwa 45 Minuten, die Sie jedoch in kleinen Abschnitte teilen können.

Weitere Informationen gibt es auf der NetJMC Website: