LTE (Long Term Evolution) beispielsweise von Vodafone oder von Telekom Deutschland könnte in ländlichen Gegenden für den Internet-Anschluss eine Alternative zu DSL (Digital Subscriber Line) sein. Doch Sie sollten Ihren Einzelfall genau prüfen, bevor Sie sich für eine halbe Ewigkeit von 24 Monaten binden. Theoretisch bietet LTE Geschwindigkeiten bis zu 300 Megabit pro Sekunde. Doch in meinem Einzelfall liegen Theorie, Praxis und Preis weit auseinander.

INJELEA zieht im November um – nicht zu einer neuen Domain oder einem anderen Hoster sondern ganz analog an einen anderen Standort. Von Schwabenheim an der Selz ziehen wir nach Selzen. Für mich als Digital Silver („Bits in den Knochen und Silber im Haar„) ist ein schneller Internet-Anschluss für alle Lebensbereiche wichtig. Selzen ist eine Ortschaft in Rheinhessen und liegt am Rand des Rhein-Main-Gebietes. 16 Mbit/s sind meine Mindestanforderung, mehr wären gut.

Ich vergleiche die Angebote der vier größten DSL-Anbieter Deutschlands (Breitband Report Deutschland Q2 2012) bei DSL und LTE auf Verfügbarkeit und ungefähren Preis für die neue Adresse in Selzen. Zur Vereinfachung führe ich die Angebote für Privatkunden auf. Nach einer ersten kurzen Recherche gibt es für Privat- und Geschäftskunden keine Unterschiede in der Verfügbarkeit und der Verbindungsgeschwindigkeit.

DSL

So sieht die DSL-Anbindung im digitalen Zeitalter des Technologielandes Deutschland aus:

  • Die Deutsche Telekom bietet mir für die neue Adresse eines ihrer Entertain- oder ihrer Call & Surf-Pakete mit 16 Mbit/s an. Der Tarif „Call & Surf Comfort“ mit Internet- und Festnetz-Flat kostet 34,95 Euro für 24 Monate Vertragsbindung. Der Tarif „Entertain Comfort“ mit Internet-, Festnetz- und TV-Flat kostet 39,95 Euro für 24 Monate Vertragsbindung.
  • Vodafone bietet kein DSL an.
  • 1 & 1 bietet DSL an, sagt zunächst jedoch nichts zur Geschwindigkeit und leitet zur Produktauswahl weiter. Dort erscheinen Pakete („Doppel-Flat“) mit 6.000 Kbit/s, 16.000 Kbit/s und 50.000 Kbit/s. Nach meiner Auswahl des 50.000 kBit/s-Tarifs prüft 1 & 1 erneut die Verfügbarkeit und bietet mir dann den 16.000 Kbit/s-Tarif an. Der Tarif „Doppel-Flat 16.000“ mit Internet- und Festnetz-Flat kostet 29,99 Euro für 24 Monate.
  • O2 (ehemals Alice) lässt mich zunächst den Tarif auswählen. Auf der Tarifauswahlseite bietet O2 drei Tarife an – alle mit 16 Kbit/s. Auf der Produktseite ist immer noch keine Möglichkeit, die Verfügbarkeit zu prüfen. Ich steige aus.

Es gibt also DSL-Tarife mit 16 Mbit/s für etwa 30 bis 40 Euro. In den Einzelheiten, Fußnoten und Bedingungen unterscheiden sich die jeweiligen Angebote teilweise erheblich. Doch zum jetzigen Zeitpunkt geht es um die Verfügbarkeit und den ungefähren Preisrahmen. Kein Tarif hat eine Volumenbegrenzung.

Tarifkopplung Internet und Telefon

Ein Manko der Anbieter: Es gibt keinen Tarif ohne Telefonkomponente (immer Flat oder Abrechnung nach Nutzung). Der Telekomtarif „Call & Surf Comfort“ schlägt sogar einen Mindestumsatz von 4 Euro auf für Mobilgespräche vom Festnetz aus. Dabei wäre es wichtig, einen Internet-Anschluss separat von einem Telefonanschluss buchen zu können, denn es gibt kostengünstige Telefonie-/Voice over IP-Anbieter (so der SIP-Anbieter Sipgate). Faktisch basieren fast alle Telefonangebote heutzutage auf Voice over IP. So versucht die Telekom seit einiger Zeit, die Kunden mit ihrer Preispolitik zur Voice over IP-Technologie zu bewegen.

Durch die Tarifkopplung der großen Telekommunikationsanbieter bleibt der Kostenanteil für die Telefonie intransparent. Das ist für mich ein Fall für die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft (@InternetEnquete, Wikipedia).

LTE

LTE sollte mir maximal 300 Mbit/s bieten. Theoretisch. So sieht es in der Praxis und mit dem Übertragungsvolumen aus:

  • Die Deutsche Telekom bietet allgemein den Tarif „Call & Surf Comfort via Funk“ für 34, 95 Euro an und preist den Vorteil „Unbegrenzt surfen mit 7.200 Kbit/s“ an. Bei der Verfügbarkeitsprüfung steigt Telekom Deutschland aus: „An Ihrem Standort ist keine Funkversorgung gegeben, daher können wir Ihnen Call & Surf via Funk nicht bereitstellen„.
  • Vodafone bietet den Tarif „LTE Zuhause“ wahlweise mit 3,6 Mbit/s für 29,99 Euro, 7,2 Mbit/s für 39,99 Euro, 21,6 Mbit/s für 34,99 Euro und 50 Mbit/s für 69,99 Euro an.
  • Auf der Website von 1 & 1 habe ich kein Angebot für einen LTE-Zugang für Zuhause erkannt.
  • O2 bietet LTE-Tarife für Smartphones, Tablets & Laptops jedoch für mich nicht erkennbar für Zuhause.

Interessant sind für mich nur die LTE-Tarife von Vodafone mit 21,6 Mbit/s (der 5 Euro billiger ist als der mit 7,2 Mbit/s!) und mit 50 Mbit/s.

Doch ein Absatz in der Fußnote 2 von Vodafone zeigt mir meine Grenzen (Hervorhebungen von mir):

LTE Zuhause Telefon & Internet: […] Bis zu einem Datenvolumen von 5 GB pro Abrechnungszeitraum bei der 3600-Variante, 10 GB bei 7200, 15 GB bei 21600 und 30 GB bei 50000 steht Ihnen die jeweils größtmögliche Bandbreite bis zu 3,6 / 7,2 / 21,6 / 50 MBit/s zu Verfügung, darüber hinaus max. 384 KBit/s. Voice over IP und Peer to Peer-Kommunikation sind nicht gestattet.

  1. Bei beiden Tarifen wird die Übertragungsgeschwindigkeit nach einem Volumen von 15 GB (21,6 Mbit/s) beziehungsweise (50 Mbit/s) auf 384 Kbit/s gedrosselt. Für mich ist das eine gefühlte Modem-Geschwindigkeit und nur akzeptabel, falls das Inklusivvolumen von mir ganz sicher nicht überschritten wird. Ein Blick in das Log meines Routers zeigen mir ein monatliches Volumen von über 40 GB. Browsen, Cloudservices, Softwareupdates, iTunes, Streaming, Backup übers Internet und andere Nutzungen zehren das Inklusivvolumen nach ein paar Tagen oder etwas drei Wochen auf.
  2. Voice over IP und Peer to Peer-Kommunikation bedeutet beispielsweise kein Skype, kein Google Talk, kein Sipgate. Für mich ebenfalls nicht tragbar. Für „Otto Normalinternetter“ spielt das vielleicht keine Rolle, doch ich kenne einige, denen Voice over IP nichts sagt, die aber regelmäßig skypen (beispielsweise um den Großeltern das Enkelchen zu zeigen).

Mit dieser Erkenntnis bin ich nicht alleine. Björn Koblow nahm vor etwa drei Wochen (am 10. September 2012) für sich ebenfalls eine LTE-Prüfung vor und winkte nach der Betrachtung des Inklusivvolumens ab (via @Morgenland):

Es ist doch eigentlich auch ganz logisch, ein schnellerer Internetzugang “verleitet” natürlich auch zur Nutzung trafficintensiverer Angebote. Wenn nach Erreichen des Inklusivvolumens nur ein Rückfall auf DSL-2000-ähnliche Geschwindigkeit zu verkraften wäre, dann hätte ich sofort zugeschlagen. So bleibt mir nur folgendes Fazit: “Geschwindigkeit Top, Inklusivvolumen Flop”. Leider und schade eigentlich …

Mein Fazit für LTE statt DSL

LTE ist für mich keine Alternative. Zu langsam und/oder zu teuer und mit Volumenbeschränkung und mit Nutzungsbeschränkung (war da mal was mit Netzneutralität?). Bei den DSL-Tarifen ist das Entertainpaket der Telekom ein interessantes Angebot, da für einen etwas höheren Preis ein TV-Anschluss inklusive ist. Damit komme ich zur Möglichkeit:

Internet via Kabelanschluss

Seit einigen Jahren bieten Kabelanbieter auch Internet-Anschluss und Festnetz-Anschluss mit an. In den nächsten Tagen werde ich die Möglichkeit des Internet-Anschlusses über einen Kabelanschluss prüfen. Der große Anbieter Kabel Deutschland beispielsweise bietet an unserer Adresse laut Verfügbarkeitsprüfung der Website und der Telefon-Hotline keinen Anschluss. Doch ich suche weiter (und frage den Eigentümer) und berücksichtige den Fernsehanschluss in meiner Gesamtentscheidung. Stay tuned…

Am 28. und 29. September 2012 findet in der Frankfurter Fachhochschule das CorporateLearningCamp 2012 statt. Rund 100 Teilnehmer treffen sich an zwei Tagen und betrachten und analysieren das Lernen in Unternehmen und Organisationen:

Jedes Jahr beim CorporateLearningCamp Ideen von Anderen abholen, die eigenen Erfahrungen mit anderen teilen, und das auch noch in einer innovativen Lernumgebung.  Das ist Weiterbildung für Corporate Learning Profis – und sogar  kostenlos!

Ich bin an beiden Tagen dabei und blicke dazu auf meine Erfahrungen mit dem Lernen in Organisationen in über 30 Jahren zurück:

  • Offizier der Bundeswehr: Stark formalisiert mit Ausbildungen, Lehrgängen und Vorschriften. Für mich als 19-jährigen war es eine komplett neue Welt, die mich unter anderem auch für fast ein Jahr zur Fachausbildung in die „Neue Welt“ nach El Paso, TX führte. Es war eine Zeit, in der ich einerseits vor allem formalisiert lernte, in der ich andererseits mit vielen Eindrücken darum herum konfrontiert wurde. Und durch die ich ebenfalls einiges mitnehmen konnte.
  • Studium der Wirtschaftswissenschaften: An der Fachhochschule Rheinland-Pfalz erinnerte vieles an einen Schulbetrieb, aber dennoch gab es viele Möglichkeiten über den Tellerrand zu schauen. Interessant waren vor allem Arbeitsgruppen oder auch die Möglichkeiten, durch Semesterferienjobs dazu zu lernen (die oft durch die Dozenten vermittelt wurden).
  • Anwendungsentwickler bei der Degussa: Die neuen Eindrücke aus der „Wirtschaft“ waren vielfältig, das „eigentliche“ Lernen von fachlichen Themen war stark lehrgangsorientiert. Ohne Schein kein Sein. Wenn es um ein neues Thema (wie eine neue Programmiersprache) ging, dann ging es zuerst auf einen oder mehrere Lehrgänge. In der Umsetzung war man auf die informellen Kontakte mit Kollegen angewiesen („Also das machst Du am besten so…“).
  • Berater für Informationssysteme bei der SerCon (damals ein Gemeinsschaftsunternehmen von IBM, Ploenzke, Softlab und der Computer Task Group): Lehrgänge und Seminare waren wichtig und führten in Themen ein. Anschließend ging es schnell um die und in die Umsetzung, da war dann Schnelligkeit gefordert. Auch da waren die informellen Kanäle sehr wichtig, um neue Themen zu vertiefen und sich einzuarbeiten.
  • Controlling bei der Bioscientia (mit hohem IT-Anteil): Gelegentlich ein Seminar, doch das wichtigste war das (Kennen-)Lernen von Strukturen und Abläufen im Gesundheitswesen. Vieles lief auch da informell. Und erstmals kam „dieses Online“ dazu, wo ich mich informieren konnte. Dennoch war das formalisierte Lernen immer noch wichtig.
  • IT’ler und PR’ler bei der Aareal Bank: Am Anfang sehr viel formalisiertes Lernen in Lehrgängen und Seminaren. In Großunternehmen geht es oft um Budgets, die vergeben und auf gar keinen Fall zurückgegeben werden sollten. Doch je länger ich im Unternehmen war, desto weniger wichtig war das formalisiert Gelernte für mich. Gerade im IT- und PR-Bereich waren für mich die eigentlichen Quellen und der Austausch mit anderen (Fach-)Leuten im Internet omnipräsent. Bücher für neue Themen waren nur selten wirklich wichtig.
  • Studium Public Relations bei PR PLUS: Die Unterlagen waren sehr gut und deckten das Fachliche komplett ab. Doch erst die Präsenzwochen machten vieles transparent und ermöglichten interaktives Lernen mit den Dozenten und den Kommilitonen. Dazu kam das ständige parallele Recherchieren und Lernen im Internet. Bücher waren für mich eine nützliche Ergänzung aber keine Basis.

Je älter ich wurde, desto weniger relevant wurden für mich formalisierte Lernverfahren und -umgebungen. Das kontinuierliche „Über den Tellerrand schauen und dabei Lernen“ ist inzwischen sehr einfach – wenn man will. Dazu kommt, dass viele „Lerninhalte“ ständigen Veränderungen und neuen Erkenntnissen unterliegen. Zu denen kommt es nicht zuletzt durch einen ständigen Diskurs in den Sozialen Medien.

Ich benötige einen Internetzugang und einen Computer (d.h. Notebook, Tablet…). Dazu kommt das Wissen, dass sich Privat und Job – zumindest für einen Wissensarbeiter – kaum noch scharf trennen lassen. Ich investiere vor allem meine Zeit und mein Engagement, um mich in ein Thema einzuarbeiten und um es zu vertiefen. Zusätzlich gibt es heutzutage vielfältige neue (und oft auch kostenlose) Möglichkeiten zum Lernen (Online und Offline) und Vernetzen wie beispielsweise BarCamps, Webinare, Social Networks und Business Treffen. Heute beispielsweise findet das kostenlose 1. Mainzer Gründertreffen statt (an dem ich aufgrund eines Terminkonfliktes kurzfristig nicht teilnehmen kann).

Der Wille zum Lernen entscheidet – nicht der Zugang und die Teilnahme an Lehrgängen, Seminaren oder Büchern. Für Menschen in ihrer Rolle als Mitarbeiter und in ihrer Rolle als Privatperson.

Immer wieder treffe ich mit meinem iPad auf PDF-Dokumente wie beispielsweise White Paper, die ich nicht sofort sondern später lesen will und/oder vorausschauenderweise abspeichern will. So auch auf das „White Paper Google+ und SEO“ der Profilwerkstatt, auf das ich in der Google+-iPad-App in einem Beitrag von Werner Trotter stieß.

Das sieht in der Google+-App richtig bildgewaltig schön aus. Doch wie komme ich jetzt an das PDF-Dokument?

Ich kenne das Vorgehen verschiedener Apps, in denen es recht flüssig läuft. Als Paradebeispiel dient mir Mr. Reader. Als Abschreckungsbeispiel dient mir Google+. Wofür? Für Usability beziehungsweise Disusability. Oder auch: Wie man eine App als Käfig baut und den User aka Benutzer (ver-)ärgert.

Prozessbeschreibung Mr. Reader:

Mr. Reader: Vorbildhaftes Kontextmenü
  1. Artikel öffnen.
  2. Tippen und Halten auf Link in Artikel zum PDF.
  3. „URL kopieren“ auswählen (Menü kann selbst definiert werden!).
  4. Wischen und rüber nach GoodReader.
  5. „Enter URL“ auswählen, Vorbelegung mit URL aus Zwischenablage.
  6. Download abwarten. Bei Bedarf sofort tippen und lesen, ansonsten: Fertig.

Prozessbeschreibung Google+:

  1. Artikelvorschau öffnen.
  2. Auf Titel des Artikels klicken.
  3. Tippen und halten auf Link? Geht nicht. Nur tippen.
  4. PDF wird im internen Google+-Browser geöffnet.
  5. Auf das Symbol in rechter oberer Ecke tippen.
  6. Dialogbox fragt „Open page in Safari?“.
  7. Nicht auf „Cancel“ sondern auf „Open“ tippen.
  8. Warten auf Öffnen des Safari-Browsers.
  9. Tippen auf Adressleiste.
  10. Tippen und Halten auf Adressleiste.
  11. „Alles“ auswählen zum Markieren.
  12. „Kopieren“ auswählen zum Kopieren.
  13. Weiter bei Schritt 4 der Prozessbeschreibung Mr. Reader.

Ein bisschen Spaß muss sein

Es gibt einige andere iPad-Apps, die zwischen diesen beiden Möglichkeiten liegen. Die Facebook-App ist da auch kein Paradebeispiel. Immerhin ist die Google+-App um einiges schneller – und deswegen nutze ich Facebook auf dem iPad fast immer im Safari-Browser. Dort im Safari zwingt mich Google+ aber sogar in eine verkrüppelte Mobile-Version.

So ohne Spaß macht Google+ mir einfach keinen Spaß :-(

P.S.: Der Dateiname „White_Paper_SEO.pdf“ ist schon ein wenig „flach“, oder? SEO White Papers gibt es seit Jahren wie Sand am Meer. „Profilwerkstatt_White_Paper_Google_Plus_SEO.pdf“ ist aussagekräftiger. Ob das unter SEO-Gesichtspunkten was bringt? Keine Ahnung, vielleicht steht es im PDF-Dokument..

 

Früher waren Mitarbeiter, Freelancer und Privatpersonen bezogen auf Dateien primär Einzelkämpfer. Im Unternehmen gab es gemeinsame Verzeichnisse und Email. Heutzutage ist jeder zunehmend auf das Teilen und gemeinsame Bearbeiten von Dateien angewiesen. Dabei vermischen sich die verschiedenen Sphären wie Job, Hobby oder Privatperson immer öfter. Hier gebe ich Ihnen aufgrund meiner Erfahrungen eine kleine Auswahl kostenloser oder günstiger Werkzeuge für die gemeinsame Arbeit mit Dateien.

Dokumente

Den Begriff „Dokumente“  verwende ich hier für Dateitypen zur Textverarbeitung, Präsentation und Tabellenkalkulation.

Google Docs ist ein gutes Tool, wenn es um die Erstellung und das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten geht, auf die (noch) nicht jeder Zugriff haben soll. Außerdem kann man sehr differenziert Berechtigungen erteilen, beispielsweise wenn ein Dritter ein bestimmtes einzelnes Dokument bearbeiten oder nur sehen können soll.

Der Nachteil von Google Docs ist, dass es eine im Vergleich zu Softwareprogrammen (z. B. MS Office, Libre Office) eingeschränkte Funktionalität hat, was aber in über 90 Prozent der Fälle keine Rolle spielt. Vorteile sind die gemeinsame Bearbeitung im Browser, die Verbreitung von Google und die vielfältigen Zugriffsmöglichkeiten. Viele Projektarbeiter haben einen Account und kennen sich zumindest grundsätzlich damit aus. Die Basisversion dieses Textes beispielsweise erstelle ich mit Office2 HD auf dem iPad und speichere ich in Google Docs.

Aufgrund der Vorteile ist Google Docs für die Zusammenarbeit und Organisation im Team sehr gut geeignet. In der Basisversion ist Google Docs mit den weiteren Google Diensten wie Google Talk oder Google Mail kostenlos. Mit Google Apps for Business gibt es von Google ein entsprechendes professionelles Angebot für Selbständige und Unternehmen, das in vielen Fällen ausreicht.

Ein weiteres Onlineangebot, das auch weitere Funktionen wie Projektmanagement oder Onlinekonferenzen bietet, ist Zoho.

Aufwändige Dokumente und andere Dateien

Für aufwändige Dokumente (beispielsweise Präsentationen mit zehn Animationen je Folie…) eignen sich Desktopprogramme eher als Google Docs. Dazu benötigen die Teammitglieder die entsprechende Software auf ihrem Rechner. Der Quasi-Standard ist die Microsoft Office Suite. Doch mit Openoffice.org, Libre Office und ähnlicher Software stehen vergleichbare und deutlich preisgünstigere (nämlich kostenlose) Möglichkeiten zur Verfügung. Die Dokumente müssen dann jedoch für alle Teammitglieder im Dateisystem (oder in entsprechenden Apps) vorliegen und automatisch synchronisiert werden.

Außerdem gibt es neben den Dokumenten noch weitere Dateien wie beispielsweise Grafikdateien (z.B. Logos), Fotos oder Konfigurationsdateien, die ständig oder im Bedarfsfall allen oder ausgewählten Teammitgliedern zur Verfügung stehen sollen.

  • Google bietet mit Google Drive seit einigen Wochen die Möglichkeit, Dateien mit bis zu insgesamt 5 Gigabyte zu synchronisieren und blendet dort auch Verknüpfungen zu Google Docs Dokumenten ein. Doch bislang ist Google Drive von der Funktionalität im Vergleich zu anderen Diensten sehr eingeschränkt. Beispielsweise wird der Verzeichnisname vorgeschrieben. Ich habe es bislang zwar installiert aber nicht weiterverfolgt.
  • Dropbox ist der Renner unter den Synchronisierungdiensten mit großer Funktionalität und einer breiten Unterstützung durch andere Software/Apps und Webdiensten. Allerdings sind in der kostenlosen Version nur 2 Gigabyte inklusive.
  • Sugarsync bietet in der kostenlosen Version 5 Gigabyte und ist auch beim Zukauf von Speicherplatz günstiger als Dropbox.

Einen (natürlich gefärbten) Vergleich verschiedener Synchronisierungsdienste gibt es bei Sugarsync. Die kleinsten Varianten beim Zukauf von Speicherplatz bei Dropbox und Sugarsync sind 99 Dollar für 50 Gigabyte bei Dropbox und 44,99 Dollar für 30 Gigabytebei Sugarsync (beide Preise je Jahr). Bei beiden kann man mit Weiterempfehlungen zusätzlichen Speicherplatz „verdienen“. Lassen Sie uns beide zusätzlich etwas Speicherplatz dazugewinnen, wenn Sie sich für eine Registrierung entscheiden sollten:

Ich setze primär Sugarsync ein und greife im Bedarfsfall auf Dropbox zurück (beispielsweise beim Zugriff aus einer iPad-App heraus). Ein Dropboxverzeichnis lässt sich natürlich auch in Sugarsync einbinden :-)

Fazit

Inzwischen gibt es für jeden als Privatperson oder Freelancer und für kleine und mittelgroße Teams beziehungsweise Unternehmen kostenlose bis günstige Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit Dateien. Ein weiterer Vorteil der Möglichkeiten: Jeder kann in mehreren Teams und in mehreren Unternehmen gemeinsam Dateien bearbeiten, da es sich nicht um proprietäre Lösungen des eigenen Teams oder Unternehmens handelt.

Egal ob ich als Privatperson in einem Verein, als Freelancer mit unterschiedlichen Kunden oder als Mitarbeiter im Unternehmen in verschiedenen Projekten Dateien austauschen und vor allem gemeinsam bearbeiten möchte: Es gibt eine Lösung.

Email ist ein alter Hut. Längst gibt es viele verschiedene Clients, Webdienste und Tools. Vor allem gibt es 40 Jahre Erfahrungen mit dem Medium. Doch immer noch wird Email als Social Media und zur Collaboration vergewaltigt. Email ist weder sozial, noch taugt Email als Collaboration Tool.

Viele Posteingänge sind riesige Massengräber. Millionen Menschen verbrauchen jeden Monat unzählige Stunden damit, ihre Emails zu verwalten. Sogar Stefan „@Digitalnaiv“ schämt sich dafür, dass er ein Email-Sortierer ist. Und was ist, wenn Sie wirklich einmal eine bestimmte Email benötigen? Richtig: Sie haben sie entweder gelöscht. Oder Sie finden sie nicht, weil Sie sich nicht notiert haben, in welchen Ordner Sie sie damals sortiert haben oder mit welchem Tag (Schlüsselwort) Sie sie versehen hatten. Damals…

Email an alle: Blog

Mein Blog ist ein Wissensspeicher für andere und für mich.

In meinem Blog lege ich jeden Artikel in einen (oder ausnahmsweise mehrere) Ordner. Einige Artikel versehe ich mit Schlagworten. Doch das mache ich nicht für mich. Es ist einerseits als Orientierung für Leser (ja, auch für Sie!) gedacht und soll andererseits den Suchmaschinen helfen (damit potentielle Leser Artikel finden). Kategorien und Schlagwörter im Blog sind für andere Leser außer mir.

Suche

Wenn ich Blogartikel suche, dann suche ich. Punkt. Meistens sogar mit der Google-Suche und der „Site:“-Einschränkung. Die Google-Suche ist so gut, wie ich geschrieben habe. Also sehr…. :-D

Doch niemand außer mir soll meine Emails in meinem Emailspeicher lesen. Schon gar nicht eine Zensursula oder ein Schäuble 2.0. Warum also Emails verschlagworten und in Ordner verstecken?

Die Suchen der verschiedenen Emailprogramme sind so gut, dass ich mir keine Gedanken darüber mehr machen muss, welchen Ordner oder welches Schlagwort ich damals benutzt hatte. Bei Desktop-Suchmaschinen wie Spotlight oder Copernic muss ich noch nicht einmal wissen, ob der gesuchte Inhalt in einer Email oder einer Datei (im Dateisystem) liegt. Und dann gibt es die fantastische Google Mail-Suche. Sie erinnern sich an Google? Deren angeblich historisch belegte Spezialität ist Suchen und Finden…

Speicherplatz

„Ja, aber der Speicherplatz!“ werden Sie mir jetzt vielleicht entgegenschmettern. Und ich schmettere Ihnen entgegen: „Wann leben Sie denn, in welcher Dekade?“ Haben Sie schon versucht, die 25 GB Speicherplatzlimitierung bei Google Mail zu erreichen? Oder nutzen Sie den unbegrenzten Speicherplatz bei Yahoo! Mail auch nur zu zehn Prozent? Wieviele Gigas von Kilobytes hat Ihre Festplatte? Hallooooooo?

So geht Email

Email dient genau zwei Meistern:

  1. Schreiben
  2. Lesen

Bei einigen Emails trifft 1. zu, bei einigen (wahrscheinlich den meisten) Emails trifft 2. zu. Und bei einigen Emails gehen Sie nach 2. über zu 1. Das nennt man dann Antworten oder Weiterleiten.

Für beide Meister müssen Sie recherchieren. Dann suchen Sie. Punkt. Fangen Sie erst gar nicht damit an, zuerst nach Ordnern oder Schlagworten zu suchen, damit Sie suchen können. Suchen Sie!

„Aber ich muss doch…“? Wann?

Was müssen Sie? Antworten? Ablegen? Sie müssen Ihre Emails organisieren? Ja, das müssen Sie. Wenn Sie aufgrund einer eingehenden Email etwas tun müssen!

  • Jetzt? Können Sie sie jetzt innerhalb von etwa zwei Minuten beantorten beziehungsweise weiterleiten? Dann machen Sie das jetzt. Sofort!
  • Gleich oder etwas später? Dann markieren Sie die Email, in dem Sie sie mit einem bestimmten Schlagwort versehen oder in einen bestimmten Ordner legen (beispielsweise „Action“). Diese Emails arbeiten Sie einmal am Tag durch und beantworten (und archivieren!) Sie sie dann.
  • Irgendwann? Der Inhalt ist so interessant, dass Sie irgendwann (wenn Sie Ruhe und Zeit) etwas damit tun wollen? Recherchieren oder antworten? Markieren Sie sie (beispielsweise mit „Sometime“). Diese Emails arbeiten Sie einmal in der Woche durch und beantworten (und archivieren!) Sie sie dann.
  • Gar nicht? Dann archivieren Sie sie. So können Sie später jederzeit danach suchen, wenn Sie sie benötigen (ich hatte da doch mal eine Email..).

Das ist der einzige Zweck für die Verwendung von Schlagwörten oder Ordnern: Die Organisation Ihres Tuns, Ihrer Handlungen mit Emails.

Löschen?

Löschen Sie Emails nur dann, wenn es sich um SPAM handelt. Es sei denn, Ihr Email-Dienstleister gibt Ihnen nur ein oder sogar nur ein paar hundert Gigabyte. Dann wechseln Sie gleich (Action!) Ihren Email-Dienstleister und archivieren Sie dann.

Getting Things Done

Das ist Ihnen alles viel zu schnell, zu Galopp? Dann schauen Sie nach weiteren Inhalten (suchen Sie!), wie Sie Ihre Emails und Ihre Arbeit organisieren können. Ein guter Anfang ist die Getting Things Done-Methode von David Allen.

Sie können auch gerne hier im Blog kommentieren (und dabei eine Frage stellen). Aber bitte schreiben Sie mir keine Email! Das wäre mir nicht sozial und nicht kollaborativ genug :-)

Die E-Mail ist tot, es lebe die Email!

„Electronic“ ist englisch. „Mail“ ist englisch. „Email“ ist englisch. Nach 40 Jahren ist es an der Zeit, endlich den korrekten Anglizismus für elektronische Post (aka „E-Post“) zu verwenden. Werfen Sie endlich die E-Mail weg! Die E-Mail ist tot, es lebe die Email!

 

Mobiles Datennetzwerk konnte nicht aktiviert werden (Dialogbox aus Platzgründen nach oben verschoben)

Apple hat ein Problem mit dem neuen iPad: Bei einigen Geräten kann das mobile Datennetzwerk nicht immer korrekt aktiviert werden obwohl eine 3G-Verbindung angezeigt wird. Ein Mitarbeiter des Apple-Supports bestätigte mir soeben im Telefonat ein Softwareproblem und kündigte ein Update an.

iOS 5.1.1 Update zu 3G-Problemen des iPadsUpdate (08.05.2012): Das iOS 5.1.1 Update soll Fehler beheben „…die beim neuen iPad Probleme beim Wechsel zwischen dem 2G- und 3G-Netzwerk verursachen könnten.“ Könnten. Aha.
(Dank an @sunnyrainydays für den Hinweis!)

Update (21.05.2012): Nachdem ich einige Male die SIM-Karte benutzt habe gewinne ich den Eindruck, dass mit dem iOS-Update 5.1.1 die Probleme beseitigt sind. Wochen nach deren Bekanntwerden…

Seit drei Wochen habe ich das neue iPad der dritten Generation von Apple. Nach meinem ersten WLAN-iPad, das ich mir vor zwei Jahren auf Hawaii holte, entschied ich mich für ein Modell mit 4G/3G. Es ist sehr angenehm, auch ohne WLAN jederzeit online sein zu können. Zu meinem bestehenden Telekomtarif für mein iPhone holte ich mir dazu eine MultiSIM-Karte. Es war alles ganz einfach – außer dass ich Probleme mit der Aktivierung des mobilen Datennetzwerks feststellte. Normalerweise habe ich das Mobile Datennetzwerk deaktiviert, damit „sämtliche Daten wie E-Mail, Safari und Push-Benachrichtigungen nur über WLAN übertragen werden“ (iPad-Einstellungen „Mobile Daten“). Denn ansonsten wird das Datenkontingent meines Telekomtarifs belastet. Wenn ich jedoch ohne WLAN eine Verbindung benötige, dann aktiviere ich das mobile Datennetzwerk und arbeite voll mobil über eine 3G-Verbindung. Links oben wird die Verbindungsstärke über die Anzahl der Balken angezeigt, der Provider Telekom.de ist zu sehen, und „3G“ erscheint. Soweit funktioniert das also.

Wenn ich jedoch einen Ortswechsel vornehme (beispielsweise nach Hause oder in ein Café fahre) und die Verbindung wieder nutzen will, dann erhalte ich die Meldung „Mobiles Datennetzwerk konnte nicht aktiviert werden„. Obwohl die Anzeige links oben eine einwandfreie Verbindung (Balken, Provider, 3G) suggeriert. Bislang konnte ich zuverlässig diesen Fehler reproduzieren. Die Deaktivierung und anschließende Reaktivierung des mobilen Datennetzwerks löste das Problem nicht. Nur ein Neustart (Home-Butten und Power-Button halten bis der Apfle wieder erscheint) gab mir wieder ein mobiles Datennetzwerk.

Zunächst dachte ich mir nichts dabei, ich wollte das irgendwann prüfen. Doch vor vier Tagen fiel mir eine Meldung auf Cnet auf („New iPad owners complain of 3G connection issues„):

Numerous forum postings on Apple’s Web site seem to show a growing number of international iPad owners that are having trouble connecting to 3G from their new slate.

[…]

An increasing number of new iPad owners have been complaining on Apple’s forums about trouble connecting to 3G networks from their tablet. Based on the growing thread, the issue appears to be widespread across Europe, Australia, and parts of Asia. Only a few people in the U.S. have said that the device is having trouble connecting to 3G.

In dem Artikel sind Links auf weitere Quellen wie das Apple Insider-Blog und einen Beitrag in der Apple Support Community (der inzwischen 122 Antworten hat).

Heute morgen war ich wieder unterwegs und nutzte eine 3G-Verbindung mit dem iPad. Nach Hause zurückgekehrt bekam ich erneut die Meldung, dass das mobile Datennetzwerk nicht aktiviert werden konnte. Ich habe beim Apple Support einen Rückruf beauftragt. Weniger als eine Minute später klingelte das Telefon, und ein Support-Mitarbeiter meldete sich. Ich beschrieb den Fehler. Nach seinem Einwand, dass der Fehler auch am Provider Telekom beziehungsweise der SIM-Karte liegen könne, wies ich ihn auf den Cnet-Artikel hin. Er legte mich in eine Warteschleife und meldete sich dann wieder – um mich mit einem Kollegen zu verbinden. Diesem beschrieb ich nach seiner Aufforderung erneut den Fehler. Dann bestätigte er mir, dass es sich um ein Software-Fehler handele. Er kündigte an, dass es dagegen ein Update geben werde. Auf meine Frage, wann mit dem Software-Update zu rechnen sei, antwortete er, dass er mir keinen Termin nennen könne.

Ich habe ein schwarzes iPad mit Wi-Fi und 4G sowie 64 GB. Den Artikeln und den Antworten in Apples Support Community entnehme ich jedoch, dass das Problem unterschiedliche Modelle betrifft. Persönlich glaube ich nicht an ein Softwareproblem sondern an ein Hardwareproblem – aber das mag an meiner persönlichen „Apple-Historie“ liegen und daran, wie ich die Reaktionen von Apple in Produktkrisenfällen wahrgenommen habe.

Qualität meiner Apple-Produkte

Die Qualität der Apple-Produkte sehe ich für mich persönlich als zweifelhaft. Immer wieder hat Apple Probleme. Vor zwei Jahren gab es bei dem ersten iPad WLAN-Probleme, die angeblich auch mit einem Software-Update behoben werden sollten. Ich habe jedoch nie gelesen, dass es dieses Update überhaupt gab. Ich war betroffen und bekam mein iPad sofort ohne Rückfragen gegen ein neues iPad ausgetauscht (Der Taumler: „iPad-WLAN-Probleme: Kein Software-Update sondern Hardware-Problem?„). Die Festplatte meines Macbook Pro musste nach ein paar Wochen ausgetauscht werden, weil sie defekt war. Ich konnte das iPhone 4 Antennagate ebenfalls persönlich nachvollziehen – ich war auch da betroffen und konnte das Problem nachvollziehen.

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Evernote - Ihr virtuelles Gedächtnis

Evernote ist ein Dienst, mit dem man Notizen (Text, Bilder, Dokumente wie PDF, Audio) über viele unterschiedliche Geräte (beispielsweise Windows-/Mac-Rechner, iPad, Blackberry) bearbeiten und synchronisieren kann. Robert Basic hat auf Facebook mit einem Screenshot eine Diskussion zu Evernote angestoßen. Robert testet Evernote gerade mit dem Windows-Client. Dies sind meine überarbeiteten Beiträge.

Verschlüsselung

Ich nutze die Verschlüsselung von Evernote bislang nicht, da sie nur für einzelne jede Notiz (aber auch für Textabschnitte darin) aber nicht für die komplette Datenbank möglich ist. Die Übertragung selbst von/zu Server/Client soll verschlüsselt sein. Der Schwachpunkt säße dann wieder einmal vor dem Display… oder auf den Evernote-Servern.

Öffnen mehrerer Notizen

Sie können mehrere unterschiedliche Notizen in Windows parallel bearbeiten. Ein Doppelklick auf eine Notiz öffnet sie in einem Fenster, wo man die Tags, Titel, Link etc. bearbeiten kann. Doppelklicks auf mehrere Notizen erzeugen mehrere Fenster, je eines je Notiz.

Eingangsordner

Ich benutze meinen Default-Ordner als Posteingang. In dem Default-Ordner landen zunächst alle Notizen von „außen“ (beispielsweise via Bookmarklet, E-Mail, Read It Later- oder Zite-App). Ich arbeite den Posteingang zwei Mal täglich ab. Notizen werden getaggt, ggf. editiert und dann in das Notizbuch „Notes“ verschoben. Das „Notes“-Notizbuch ist mein primäres Notizbuch, ich habe fast kein anderes.

Tags versus Notizbücher

Ich ziehe es vor, mit Tags zu arbeiten. Dadurch kann ich beispielsweise eine Notiz mit unterschiedlichen Tags für unterschiedliche Projekte versehen und muss sie nicht kopieren. Im Filesystem geht das mit Hard- oder Softlinks, in Evernote via Tags.

Öffentlicher Link für eine Notiz

Sie haben die Möglichhkeit, sich für eine Notiz einen Link geben zu lassen. Über diesen Link ist die Notiz jedoch „public“, d. h. ohne Berechtigungen erreichbar. In der Symbolleiste (Windows) gibt es ein Symbol „Freigeben“, damit lassen sich einzelne Notizen sharen (beispielsweise über Twitter). Das erzeugt einen öffentlichen Link (der automatisch in die Zwischenablage kopiert wird). Zuvor muss jedoch die Notiz mit dem Evernote-Server synchronisiert sein.

Meine Beiträge in Facebook habe ich auch in einer Evernote-Notiz zusammengefasst. Der Link für diese Notiz lautet: http://www.evernote.com/shard/s1/sh/7dc4c5aa-5a03-4619-bcb5-2f8589cd0523/49a0c02ca5ccda536da4b46fa0b54a90

Mit ifttt lässt sich auch einiges mit bzw. für Evernote anstellen. Ein Beispiel dafür finden Sie im INJELEA-Blog: Social Media Lifestream in Evernote und ifttt. ifttt benutze ich auch, um meinen Posteingang in Evernote gezielt zu befüllen. So lasse ich Kommentare zu meinen Fotos auf Flickr darüber in Evernote hineinlaufen.

Bloggen und Kollaboration

Ein Notizbuch lässt sich übrigens auch komplett veröffentichen. Damit hat man dann eine Blogplattform :-) Oder man versieht das Notizbuch mit Rechten und hat eine Kollaborationsplattform mit anderen Evernote-Benutzern (Premium-Account nötig).

P.S.

Geschrieben in meinem Mobile Office auf dem iPad mit Blogsy auf der Couch :-)

 

Ich jedenfalls habe zu viele. Ich hätte gerne zumindest einen einzigen universalen elektronischen Posteingang, so dass ich nicht mehrere abarbeiten muss. Michael Sliwinski von Nozbe hat sieben Posteingänge, zwei physische und fünf elektronische:

  • Physischer Posteingang im Home Office
  • Physischer Posteingang für die Reise
  • Email Posteingang
  • „Downloads“-Ordner auf dem Mac
  • Posteingang in Nozbe
  • Posteingang in Evernote
  • Read-it-later“-Queue

[ How many inboxes do you have? Here are mine ]

Er arbeitet seine Posteingänge in seinen Ritualen in unterschiedlichen Abständen von täglich bis wöchentlich ab. Meine elektronischen Posteingänge arbeite ich täglich ab, so dass sie am Abend immer leer sind. Das bedeutet bei weitem nicht, dass mit den Eingängen verbundene Arbeiten begonnen oder erledigt sind. Aber ich habe alle meine Posteingänge nach einer „Getting Things Done“-Methode angefasst und sofort erledigt, abgelegt oder eingeplant (terminlich oder irgendwann) habe.

Das sind meine Posteingänge:

  • Physischer Posteingang im Haus: Täglich leere ich meinen Posteingang und entscheide über das weitere Vorgehen. Rechnungen würde ich am liebsten gleich wegwerfen, aber das ist irgendwie nicht praktikabel. Deswegen sammle ich sie und plane sie für die Bearbeitung spätestens am Wochenende.
  • Physischer Posteingang für die Reise (ein bestimmtes Fach in Koffer, Rucksack oder Jacke).
  • Email Posteingang: Seit längerem benutze ich Google Mail.
  • „Downloads“-Ordner auf Mac- und Windowsrechner. Dateien bearbeite ich normalerweise sofort nach dem Download oder am Nachmittag ( (beispielsweise Dokumente oder Installationsdateien).
  • „Lesestoff“-Ordner auf Mac-/Windowsrechner und iPad: Hier sammle ich PDF-Dateien fürs soforte oder spätere Lesen. Jeden Tag gehe ich kurz durch und bereinige bzw. plane die Ebooks für später ein.
  • Posteingang in Toodledo: In meinem Morgenritual und meinem Abendritual arbeite ich die Eingänge ab. Meistens kategorisiere bzw. plane ich sie bereits beim ersten Erfassen.
  • Posteingang in Evernote: In meinem Morgenritual und meinem Abendritual arbeite ich die Eingänge ab. Dabei sind unter anderem Artikel, Links, Fotos. Außerdem versuche ich möglichst viele Benachrichtigungen in Evernote laufen zu lassen (entweder durch Emails, die ich dorthin route, oder mit ifttt Tasks).
  • Zwei Posteingänge: Read It Later und Reeder. Sie sind faktisch ebenfalls Posteingänge, die ich morgens und abends abarbeite.

Manchmal plane ich ein solches Abarbeitungsritual auch außer der Reihe untertags ein. Zu den Ritualen gehört auch, die entstanden Aktionen abzuarbeiten, in Abhängigkeit davon wie ich sie mit einem Termin, einem Kontext oder einem Status (z.B. „Someday“) versehen habe. Oder weil sie beispielsweise auf andere Aktionen folgen und dann Teil eines „Projekts“ sind.

Wieviele Posteingänge haben Sie? Und wie gehen Sie mit den einzelnen Eingängen um?

Nachtrag (2.4.2012)
Stefan Pfeiffer hat auf Twitter darauf hingewiesen die sozialen Netze nicht zu vergessen
. Da hat er vollkommen recht: Die sozialen Netze haben ebenfalls Posteingänge. Ich lasse jedoch alle Nachrichten („Messages“) und Benachrichtigungen („Notifications“) per Email ausliefern. Damit habe ich die Anzahl der Posteingänge reduziert. Manchmal habe ich noch einen Filter aufgesetzt, um solche Nachrichten / Benachrichtigungen zu priorisieren.

Zite: Verblüffende Topstories

Noch habe ich mein iPad aus Hawai’i fast überall dabei. Okay, es ist ein Austauschgerät, weil das Original ein defektes WLAN-Modul hatte. Doch das iPad hat seinen Zweck erfüllt, ich werde das iPad weggeben. Ich werde mir ein anderes Gerät holen. Was mir am iPad so gut gefällt (außer das iPad selbst…), ist die Auswahl an fantastischen Apps. Vier Apps nutze ich mit einer besonderen Routine, um mich über aktuelle Geschehen auf dem Laufenden zu halten: Tweetings, Reeder, Zite und Read It Later.

Diese Apps rufe ich normalerweise jeden Morgen und jeden Abend nacheinander als Teil meiner Morgen- und Abendrituale auf. Dieser Teil ist der „Informationsteil“. Davor und danach gibt es noch weitere, um beispielsweise Aufgaben zu planen oder abzuarbeiten. Ich bemühe mich, die einzelnen Routineteile nicht im Multitasking auszuführen und ständig zu wechseln, aber manchmal ist ein Ping via Twitter oder einem anderen Dienst doch verführerisch :-)

  1. Tweetings
    Der Twitterclient für iPhone und iPad ist sehr handlich und bietet viele Funktionen. Unter anderem lässt er mich Links an Read It Later schicken, um mir die Artikel in aller Ruhe mit einer guten Oberfläche ohne Ablenkung zu lesen. Gelegentlich unterbreche ich meine späteren Routineschritte und kehre kurz zu Twitter zurück.
  2. Reeder
    Der Feed-Reader liefert mir alle neuen Artikel aus meinen abonnierten Feeds. Die Artikel werden mir standardmäßig als Text mit Bildern aber ohne Navigation und Werbung der Originalwebseite gezeigt („Readability“). Aus ihm heraus kann ich den Artikel twittern, facebooken, auf Pinboard (not so Social Bookmarks) und in meinem Evernote speichern. Oft lege ich einen Artikel jedoch auch in Read It Later ab, um ihn später in aller Ruhe durchzulesen und zu entscheiden, ob und was ich damit mache.
  3. Zite
    Zite aggregiert interessante Artikel aus den verschiedensten Quellen und berücksichtigt dabei Themen, die ich angegeben habe (z.B. „Social Business“), und Dienste wie mein Twitter (um Interessen herauszufinden). Daraus erzeugt Zite eine Zeitung mit teilweise für mich verblüffenden Neuigkeiten. Auch hier werden die Artikel wahlweise optimiert (Text/Bilder) oder im Browsermodus dargestellt. Mit Zite kann ich Artikel twittern, facebooken, an Read It Later senden und in Evernote speichern. Leider liefert mir Zite nur englischsprachige Artikel, aber für die meisten Themen reicht mir das. Zite wurde vor einiger Zeit von CNN übernommen. Ich bin gespannt, ob Zite weiterentwickelt oder irgendwann eingestampft wird…
  4. Read It Later
    Am Ende meiner Routine steht Read It Later. Die Artikel, die ich mir fürs spätere Lesen vorgemerkt habe, scanne und/oder lese ich hier in aller Ruhe. Read It Later stellt die Artikel ebenfall optimiert oder im Browsermodus dar. Read It Later bietet noch viel mehr Möglichkeiten als die anderen Apps zum Teilen („sharing“). Ich nutze meistens Evernote, Diigo, Pinboard Twitter, Facebook.

Gelegentlich nutze ich noch andere Apps wie Flipboard, Flickpad oder Showyou. Und genau genommen ist das nicht das Ende meiner Routine, denn einige Artikel landen in Evernote als Quelle für spätere Artikel. Aber das ist Stoff für weitere Geschichten…

Welche Apps benutzen Sie, um sich über aktuelle Themen zu informieren?

Bei Joerg Hoewner hat das iPad die Mediennutzung verändert. Mediennutzung klingt sooo passiv. Doch das iPad hat nicht nur die passive Mediennutzung sondern auch das Office, mein Mobiles Büro, verändert. So nutze ich eine ganze Reihe von Apps auf dem iPad für mein Büro. Das iPad ist Teil meines Büros. Wichtig ist mir dabei, dass ich Dateien nicht nur gut betrachten und/oder bearbeiten kann, sondern dass ich die Dateien möglichst überall verfügbar habe. Das bedeutet für mich, dass ich sie nicht nur auf meinem iPad und in meinem iTunes sondern nach Möglichkeit auch im Dateisystem auf Macbook und Windows-PC, auf Google Docs und in meinem Evernote öffnen, kopieren, speichern oder direkt bearbeiten möchte.

Bearbeiten, Betrachten und Präsentieren

  • Evernote: Der Alleskönner für Notizen, Screenshots, Artikel sammeln und bearbeiten. Überall verfügbar, für mich auf Windows, Mac, iPad und iPhone.
  • Noteshelf: Ein “Papiernotizblock” auf dem iPad, der verschiedene Notebooks, bietet. Ein Stylus gehört einfach dazu. Schickt Notizbuchseiten auch nach Dropbox und Evernote.
  • iThoughtsHD: Mindmapping fürs iPad. Unterstützt Dropbox und WebDAV sowie außer einem eigenen noch verschiedene andere Mindmapping-Dateiformate.
  • Goodreader: Eine Leseapp, die verschiedene Formate unterstützt (z.B. PDF, Office, Fotos). Das Teil kann aber mehr: Downloads vom Web, öffnen mit (z.B. Quickoffice, Photogene) und synchronisieren von Verzeichnissen mit beispielsweise Mail Servern (IMAP-Ordner), Google Docs, Sugarsync, Dropbox, WebDAV, Box, FTP. Das ist genial, um beispielsweise Projektverzeichnisse oder einen Lesestoffordner zu synchronisieren.
  • Quickoffice: Beispielsweise Dateien im Format MS-Word, MS-Excel, MS-Powerpoint bearbeiten. Öffnen und Speichern der Dateien unter anderem auf/mit GoogleDocs, SugarSync, Dropbox, Box.
  • Office2: Ähnlich wie Quickoffice. Warum dann zwei verschiedene? Office2 unterstützt zwar auch GoogleDocs, Dropbox und ähnliche aber kein SugarSync. Dennoch kann es etws besser als Quickoffice: In GoogleDocs unterstützt es Absatzformate wie Überschriften.
  • Keynote: Präsentieren mit dem iPad, genial einfach. Dazu kommt noch der iPad-/VGA-Adapter für den Beamer. Die Dateien tausche ich aus über WebDAV. Fast jeder Telekom-Kunde hat das Mediencenter mit 25 GB und kann via webdav.mediencenter.t-online.de darauf zugreifen.
  • Writing Kit: “Unitasking”-Editor mit Markdown-Unterstützung. Unterstützt Dropbox. Noch besser als iA Writer.
  • Blogsy: Blog-Editor (WYSIWYG und HTML), der WordPress, Blogger, Posterous, TypePad, Movable Type, Drupal, IBM Connections, Joomla unterstützt. Für Medien greift er auf lokale Fotos, Flickr, Google Fotos, YouTube zurück. Fotos lädt er dann auch beispielsweise auf die eigene WordPressinstallation hoch.
  • WordPress. Der Klassiker für WordPress.
  • Tumblita: Tumblr-Editor und Dashboard-Viewer für iPad und Mac.
  • Simplenote: Ich benutze Simplenote gelegentlich als eine Art geräteübergreifenden Zwischenspeicher, um Inhalte beispielsweise von Windows nach Mac zu schicken.

Getting Things Done (GTD)

Für die Email-/Aufgaben-/Kalenderverwaltung benutze ich:

  • Mail-App vom iPad (obwohl Email ja auch in die Rubrik Kommunikation fallen…)
  • Google Mail im Safaribrowser
  • Kontakte-App vom iPad
  • Kalender-App vom iPad
  • Toodledo für die Aufgabenverwaltung. Toodledo kann sehr viel, ist für umfangreiche Projekte aber nicht super geeignet.

Ich bin noch auf der Suche für einen richtig guten Task Manager, der im Browser und als App auf Mac, Windows, iPad und iPhone flüssig und mächtig ist. Außerdem sollte er Subtasks/Projekte, Fälligkeiten, Wiederholungen unterstützen. Schön wäre eine unmittelbare Einbindung von weiteren Diensten wie Evernote, GoogleDocs, SugarSync. Kostengünstig sollte er auch noch sein (für mich bedeutet dies: Maximal 80 Euro/Jahr).

Zuerst dachte ich Nozbe wäre ein guter Kandidat, aber es ist etwas sperrig und “unhandy”. Dafür unterstützt es viele Plattformen und das Web.

Das wird einen weiteren Blogartikel, für den mir Twitteratis, Facebookianer und Googleplusser bereits Material lieferten. Wenn Sie also Hinweise auf ein gutes Tool für das Aufgabenmanagement wissen, dann geben Sie mir doch bitte in den Kommentaren einen Tipp ;-)

Kommunikation

  • Tweetings: Der Twitterclient meiner Wahl, der viele Drittdienste wie Bufferapp unterstützt. Auch wenn der Tweetbot ihm ziemlich nahe kommt und noch etwas hübscher aussieht. Hootsuite ist auch recht gut.
  • IM+ Pro: Multiprotokoll-Messenger, der auch Skype unterstützt.
  • Sipgate: Voice over IP zu günstigen Preisen. Mit einer Schwabenheimer Telefonnummer telefoniere ich günstig in der Welt herum (in der Regel allerdings mit dem iPhone). Multitasking und Bluetooth-Headsets aber erst ab iPad 2.
  • Skype: Der Klassiker halt. Aber auch hier: Volle Unterstützung erst ab iPad 2.

Synchronisation von Verzeichnissen

Zum Austauschen und Synchronisieren von Verzeichnissen und Dateien benutze ich die nachfolgenden Apps/Dienste (in absteigender Priorität). Bei meinen Office-Apps achte ich darauf, dass entweder SugarSync oder Dropbox unterstützt werden.

  • SugarSync: Günstiger und vielfältiger als Dropbox. 5 GigaBytes sind im freien Account dabei. Wer einen Account möchte: Bitte im Kommentar an mich darauf hinweisen, über eine Einladung von mir bekommen wir beide 500 MB dazu. Natürlich kann man auch Dropbox-Ordner synchronisieren LOL
  • Dropbox: Etwa wie SugarSync, wird aber von wesentlich mehr Apps oder Diensten unterstützt.
  • Box: Für alle Fälle habe ich mir irgendwann kostenlos 50 GB und einen freien Account reserviert.

Bluetooth-Tastatur

Für umfangreiche Texte ist die Display-Tastatur des iPad nach meiner Erfahrung weniger gut geeignet. Ich benutze daher das Apple Wireless Keyboard. Inzwischen gibt es jede Menge Bluetooth-Tastaturen, die das sogar noch besser unterstützen ;-)