Public Relations, Online PR, Social Media und Corporate Communications

Immer häufiger begreifen deutsche Unternehmen, welch wertvolle Informationen über Zielgruppen, Wettbewerber oder die eigene Branche im Social Web zur Verfügung stehen. Mit einem professionellen Social Media Monitoring lässt sich dieser Datenschatz heben und es können entsprechende Handlungsoptionen abgeleitet werden. Um das Ganze einmal an einem Beispiel deutlich zu machen, hat Webbosaurus, ein Anbieter für Full-Service Social Media Monitoring, verschiedene Elektrohändler genauer unter die Lupe genommen.
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Studiendesign

Im Rahmen der Untersuchung wurden die Elektrohändler: Conrad, Euronics, Innova, Promarkt und redcoon betrachtet. Auf Blogs, Foren, Frage/Antwortportalen, Verbraucherportalen, YouTube und sozialen Netzwerken gab es dabei innerhalb einer Woche 405 relevante Aktivitäten. Dabei wurden die Plattformen automatisch durch die Monitoringtechnologie von Webbosaurus durchsucht und sämtliche Beiträge von erfahrenen Analysten auf deren Relevanz geprüft, sowie anschließend bewertet. Spam, Fehlbeiträge, Dubletten, Aktivitäten von Bots, sowie kommerzielle Blogbeiträge wurden vorab herausgefiltert.

Einige Ergebnisse

Mit Abstand am häufigsten wurde über Conrad (32 Beiträge pro Tag) und redcoon (20 Beiträge pro Tag) diskutiert. Foren und Twitter waren dabei die überwiegend genutzten Kanäle. Auf Blogs und auf Facebook gab es hingegen nur vereinzelt Beiträge. Neben dem Sortiment und der Verfügbarkeit von Produkten wurde vor allem das Preis-Leistungsverhältnis immer wieder thematisiert. Die Produktqualität oder auch der Service sind für die Nutzer offensichtlich von geringerem Interesse. Wirft man einen Blick auf die Tonalitäten der einzelnen Anbieter, so wird deutlich, dass Conrad das beste Verhältnis aufweist. Auf einen negativen Beitrag kommen dabei, 1,7 positive, sowie 3,4 neutrale Beiträge. Am schlechtesten wahrgenommen wird Euronics. Insgesamt stammen 89% der Aktivitäten von männlichen Nutzern.

Beispiele qualitativer Insights

Anschließend wurden einige quantitative Resultate eindringlicher untersucht.

Augenfällig ist, dass bei redcoon das Thema Werbung einen vergleichsweise hohen Gesprächsanteil hat. Die Tonalität der Werbemaßnahmen ist im Vergleich besonders negativ. Die Tagcloud zeigt schnell auf, worauf dies zurückzuführen ist. Alfons Schuhbeck, Dschungelcamp, Busenluder sind dort die am häufigsten verwendeten Begriffe. An der Stelle kann sicher noch von keinem Shitstorm gesprochen werden, dennoch sollte redcoon diesen Sachverhalt einmal genauer betrachten.
Social Media Monitoring Tagcloud - Elektrofachhändler
Bei Conrad „da gibt es alles“ und das auch noch „günstiger“. Mit diesen beiden Schlagworten lässt sich zum Beispiel die positive Tonalität von Conrad zusammenfassen. Weiterhin zeigt die Analyse, dass die negativen Beiträge zu Euronics vor allem auf deren Versand und Service zurückzuführen sind.

Zitat: „Die Mitarbeiter vom euronics haben echt kein Zeitgefühl. Nächste Woche kommt der KVA! Jetzt sind schon fast 3 Wochen rum!“

Ebenfalls ersichtlich aus der Tagcloud wird, dass Nutzer offenkundig nach Erfahrungen und Meinungen anderer Menschen fragen, bevor sie sich ein Produkt zulegen. Das unterstreicht, dass die Elektrohändler Kundenbewertungen wahr- und ernstnehmen sollten. Insbesondere negative Beiträge sollten im Detail analysiert und die Missstände untersucht werden.

Fazit/ Handlungsempfehlung

Der Betrachtungszeitraum von einer Woche kann natürlich nicht als fundierte Grundlage betrachtet und als Ausgangsbasis für mögliche Handlungen angesehen werden. Dennoch wurden durch diese beispielhafte und oberflächliche Analyse bereits einige Ansatzpunkte offenbart. Sinnvollerweise wird Social Media Monitoring kontinuierlich betrieben, um die Datenbasis zu erweitern und die Beiträge im richtigen Verhältnis zu bewerten. Es ist daher essentiell Social Media Monitoring professionell zu betreiben und eine intelligente Strategie zu verfolgen, um nachhaltige Erfolge zu erzielen.

Der Autor:

phil_only - kleinPhilipp Rodewald ist passionierter Sportler und Läufer. Als Gründer und Geschäftsführer der Webbosaurus GmbH, einer Berliner Agentur für Full-Service Social Media Monitoring und individuelle Analysen, überwacht er die Reputation von Marken und Unternehmen im Social Web.

Foto Elektofachmarkt: (c) Clemens v. Vogelsang
Alle anderen Fotos: (c) Webbosaurus GmbH CC BY-ND 3.0 DE

Beziehungschaos im Netz vermeiden: Bei Twitter bin ich auf Frank Hamms Blogparade zum Thema Beziehungen und Kontakte in sozialen Netzwerken gestoßen und bin seiner Einladung zu einem Gastbeitrag nur zu gern gefolgt. Gastbeitrag von Lisa Schreiber,  Linguistin, Digital Native und PR-Beraterin bei Cortent Kommunikation.

Kein Grund für Beziehungschaos - Freunde, Friends und Follower (Alle Rechte: Lisa Schreiber)

Kein Grund für Beziehungschaos – Freunde, Friends und Follower (Alle Rechte: Lisa Schreiber)

Freunde, Kontakte oder Follower: Die Vielfalt im Social Web ist groß und ebenso groß die Gefahr, dass schnell Chaos beim Vernetzen entsteht und die Arbeitskollegen beispielsweise ungewollt Zeugen des Kriegs mit der Schwiegermutter werden. Wie also mit Kontakten im Social Web umgehen? Die Frage stellt sich uns spätestens mit dem Eintritt in ein soziales Netzwerk. Wir müssen entscheiden, wen wir wie weit in unsere Social-Web-Aktivitäten einbeziehen und für uns klären, welche Bedeutung unsere Kontakte für uns haben.

Echte Freunde oder false friends?

Selbst wenn ich jeden meiner 140 Facebook-Freunde kenne, sind das deshalb alles meine „Freunde“? Eigentlich nicht. Lehne ich nun in sozialen Netzwerken alle Kontaktanfragen von Menschen ab, die ich nicht als Freunde bezeichnen würde? Grundsätzlich nicht, wobei das akzeptable Maß letztendlich auch von der Plattform und ihren Funktionen und Gepflogenheiten abhängt.

Die meisten Mitglieder in Social Networks nutzen diese ausschließlich bis überwiegend privat. Dabei sind sie sich – mindestens unterbewusst – den Unterschieden bei ihren (Online-)Kontakten bewusst: Bei einer repräsentativen Umfrage von Bitkom und Forsa gaben 84 Prozent der befragten Netzwerknutzer an, dass sie niemals Fremde als Kontakt bestätigen würden. Flüchtige Bekannte würden 36 Prozent ablehnen. Ein Drittel würde sich nicht mit dem Chef vernetzen wollen und 13 Prozent lehnen gar Arbeitskollegen ab.

Nun verwirrt der Begriff Freund oder Friend anfangs häufig. Im englischsprachigen Raum ist der Begriff wesentlich weiter gefasst als hierzulande: Da sind Freunde einfach Menschen, die man zumindest vage kennt und die es – über kurz oder lang – nicht geschafft haben, absolute Abneigung oder abgrundtiefen Hass auf sich zu ziehen. Oliver Gassner definiert Friend treffend als „Jemand[en], auf den ich nicht schieße“ (made my day:-) – also jemanden, dem ich freundlich gesonnen bin. Und während ich unvirtuell mit unterschiedlichen Menschen (denen ich wohlgesonnen bin) unterschiedliche Informationen teile oder mich für deren Informationen interessiere, mache ich das im Social Web genauso.

Online- vs. Offline-Welt

Diese Parallelen in die Offline-Welt sind durchaus sinnvoll. Denn auch wenn Social Media großen Einfluss auf unsere Kommunikationskultur und ‑gewohnheiten haben, so bleiben bestimmte Muster doch gleich: Ein Plausch mit den Nachbarn macht uns noch nicht zu Freunden, was dem Dialog jedoch keinen Abbruch tut. Themen sind hier seltener die Bundestagswahl oder Fernsehgewohnheiten, eher noch unzuverlässige Postboten oder das neue Geschäft um die Ecke.

Genauso sprechen wir mit unseren Arbeitskollegen über andere Sachen als mit alten Uni-Kollegen, mit engen Freunden privater als vielleicht mit Personen, mit denen wir einfach spezielle oder berufliche Interessen teilen. Interessanten Themen folgen wir offline bei Veranstaltungen oder Vorträgen und schauen uns eine Fernsehsendung dazu an. Wir bewegen uns seit jeher in Kreisen, die unterschiedliche Kommunikation erfordern. Dieser Tatsache will ja auch Google+ mit seinen Kreisen gerecht werden. Schließlich legen fast 80 Prozent der Social-Network-Nutzer Wert darauf, die Sichtbarkeit ihrer Daten für bestimmte Personengruppen festzulegen.

Symmetrische vs. asymmetrische Vernetzung

Dabei habe ich festgestellt, dass meine Vernetzungsgewohnheiten auf sozialen Plattformen recht verschieden sind – je nach dem dortigen Freundschafts- oder Followerprinzip (Martin Weigert hat das auf netzwertig.com mal schön erklärt) Dort wo beide Seiten die Freundschaft oder den Kontakt bestätigen müssen (symmetrisch), vernetze ich mich fast ausschließlich mit Personen, die ich schon live und in Farbe getroffen habe – bei Facebook eher privat, bei Xing und LinkedIn eher beruflich. Damit werden meist schon bestehende Beziehungen bestätigt und auf die Online-Welt ausgeweitet.

Anders sieht es bei Twitter oder Google+ aus: Hier können sich die User auch einseitig (asymmetrisch) vernetzen. Ich kann jemandem folgen, ohne dass er mir folgen muss, und das „Eingekreist werden“ muss ich nicht zwangsläufig erwidern. Inhalt zählt, und ich tausche mich mit Leuten aus, die ich nicht immer persönlich kenne. In der Offline-Analogie: Eine Veranstaltung, auf der ich u.U. neue Leute treffe, Input bekomme und gebe sowie interessante Themen diskutiere. Online-Plattformen geben den Raum dazu.

Folgen und verfolgt werden

Neben bekannten Gesichtern folge ich auch „mir persönlich unbekannten“ Personen mit interessanten Inhalten. Dabei erwarte ich nicht, dass das Interesse erwidert wird. Umso größer die Freude, wenn das doch der Fall ist :-). Umgekehrt gilt: Jemandem, der mir folgt, folge ich gern zurück – vorausgesetzt dieser Kontakt hat ähnliche Interessen, teilt spannende Sachen, oder wir sind schon einmal ins Gespräch gekommen.

Dieser persönliche Bezug ist für mich ein entscheidendes Kriterium. Kontaktsammler haben da schlechte Chancen. Auf Twitter und Google+ habe ich jedoch beispielsweise mehr Online-Kontakte, die ich ausschließlich aus dem Netz kenne. Beide Netzwerke nutze ich übrigens sowohl privat als auch beruflich.

Ob und aus welchem Zusammenhang ich meine Kontakte kenne, vermerke ich – falls möglich – fast immer bei der Vernetzung und sortiere sie danach. Bei Facebook in Listen, bei Google+ in Kreisen und bei Xing nach Kategorien. Das weist häufig (noch) ausreichend auf den Status, die Verbindung und gemeinsame Interessen oder Themen hin. Falls Kontakte in mehrere Bereiche fallen, werden sie eben mehrfach zugeordnet.

Qualität vor Quantität

Diese relativ strikte Vorgehensweise bei Kontaktanfragen sorgt dafür, dass ich neben dem Kontakte knüpfen vor allem auch bestehende Kontakte pflegen kann. Denn von „Karteileichen“ aufgrund mangelnden Bezugs zu der Person hat am Ende keiner etwas. Erinnere ich mich (wohlgesonnen :-) ) an den Anfrager oder hilft er mir auf die Sprünge, vernetze ich mich gern mit ihm. Kontakten, die ich persönlich kenne und schätze, verzeihe ich sogar den Avatar als Profilbild – solange es weitere Anhaltspunkte für ihre Identität gibt. Einfach nur mit einer Person und 1.000 weiteren in derselben Xing-Gruppe zu sein, reicht da leider nicht. Es sei denn, wir sind dort tatsächlich ins Gespräch gekommen. Windige Accounts, die mir beispielsweise auf Twitter folgen, stören mich in der Regel nicht: Die sind nach 24 bis 48 Stunden hartnäckiger Ignoranz meinerseits meist wieder verschwunden.

Auch ich bin mit Menschen befreundet oder vernetzt, mit denen ich seit Jahren nicht mehr gesprochen habe oder mit denen ich nur kurzzeitig zu tun hatte. Aber es verbindet mich etwas mit ihnen, seien es private oder berufliche Erfahrungen und Themen.

Das Prinzip lautet „Follower und Friends nicht um jeden Preis“ – und das hat sich bisher ausgezahlt. Denn erstens habe ich für Kontakte, auf die ich mich einlasse, mehr Zeit und Energie. Das wirkt sich zweitens auf die Qualität der Beziehungen aus. Dann bin ich nicht nur statisch, sondern dynamisch vernetzt (Austausch, Dialog und so). Und welcher Kontakt findet es toll, einfach nur zur Statistikaufwertung benutzt zu werden?

Echtes Interesse

Welche Kontakte ich in meinen sozialen Netzwerken zulasse, hängt also auch von meiner Erwartungshaltung ab. Wer sich dort austauschen sowie informieren will und nicht nur mit Freundeszahlen glänzen möchte, sollte einerseits offen sein, andererseits jedoch genauer hinschauen. Denn echte Beziehungen – online oder offline – leben von echtem Interesse an der Person bzw. an ihren Themen. Dieser Leitsatz kann die Einordnung von Kontaktanfragen erleichtern.

Denn um ehrlich zu sein: Menschen zu denen ich keinen Draht habe und keinerlei Anknüpfungspunkt sehe, kann ich schwerlich echtes Interesse entgegenbringen. Und das gestehe ich umgekehrt auch anderen zu.

[message_box title=“Lisa Schreiber“ color=“blue“]Als studierte Linguistin und Digital Native ist Lisa Schreiber von Kommunikation und den Möglichkeiten der digitalen Vernetzung seit jeher fasziniert. Die Beschäftigung mit der Online-Welt bereichert ihr Leben nicht nur privat, sondern auch ihre Tätigkeit als PR-Beraterin bei Cortent Kommunikation. Zu finden u. a. auf Google+, Twitter und Xing.[/message_box]

Communication Camp Plenum

Freitag Abend und Samstag fand in Darmstadt das zweite Communication Camp statt. Unter dem Motto „Kommunizieren für den guten Zweck“ organisieren Studenten der Hochschule Darmstadt eine Veranstaltung und helfen einer sozialen oder kulturellen Organisation bei der Konzeption und beim Aufbau ihrer (Online-) Kommunikation. Dieses Mal war der Projektpartner die „Early Late Night Show“ vom Schlosskeller Darmstadt.

Am Freitag ab 18 Uhr ging es los mit einer Begrüßung und Vorstellung des Projekts und des Projektpartners. Relativ schnell kam es da bereits zu Verwirrungen um die Begriffe und Organisationen Schlosskeller, Kulturhäppchen, Early Late Night Show und vielen Begriffen.

Am Samstag dauerte das Communication Camp von 9 bis 18 Uhr. Nach einem Brainstorming und einer Sessionplanung ging es in verschiedene Workshops zu Themen wie beispielsweise

  • Corporate Identity
  • Ziele/Content Strategie
  • Medien-/Presserecht
  • Projektmanagement
  • Recruiting
  • Content-Struktur
  • Facebook (mit Aufbau der Facebook-Seite Kulturhäppchen)
  • Website
  • Tools

Kulturhäppchen

Auch am Samstag war zunächst nicht klar, ob es beim Projekt um die Early Late Night Show oder Kulturhäppchen ging. Aber das klärte der Workshop Corporate Identity: Es ging und geht umd „Kulturhäppchen“.

Alles klar? Nein? Also „Rewind“ und „Restart“:

Der Schlosskeller ist ein autonomes Gewerbe des AStA der TU-Darmstadt. Das heißt, dass wir sowohl finanziell als auch politisch unabhängig sind. Unser Ziel ist es, kulturelle und politische Veranstaltungen, Konzerte, Parties und Clubabende zu studentenfreundlichen Preisen zu ermöglichen.

[ ASTA TU Darmstadt ]

Der Schlosskeller bietet unter der gemeinsamen Bezeichnung „Kulturhäppchen“ verschiedene Veranstaltungsreihen, so beispielsweise „Kulturhäppchen: Das kosmische Bla“ und „Kulturhäppchen : SNotLDaD„. Die kryptische Abkürzung SNotLDaD steht für die Early Late Night Show. Innerhalb der Show gibt es wiederkehrende Elemente wie auch das kosmische Bla als Teil der Show ;-)

Was als Projekt für die Early Late Night Show begann, stellte sich in dem Corporate Identity Workshop heraus als ein Projekt für die „Kulturhäppchen“.

Vieles wurde erarbeitet, aber insbesondere in der Umsetzung bleiben noch einige Aufgaben offen. So wurde ein neues Konzept für die bestehende Website der Kulturhäppchen erstellt, das noch umgesetzt werden muss. Als technische Plattform wurde WordPress gewählt. Nach meiner Meinung eine gute Wahl, weil WordPress recht einfach ist, für Einsteiger gut geeignet ist und es viele Plugins gibt. Außerdem gibt es viele Personen, die dem Team von Kulturhäppchen helfen können.

Genau das ist ein wichtiger Punkt für Mitglieder auf freiwilliger Basis, die kostenlos ein regelmäßiges Programm auf die Beine stellen. Die Teammitglieder bringen sich selbst und sehr viel Zeit für die Show ein. Zusätzliche Arbeit zu dem Thema „Kommunikation & Online“ kostet etwas, über das sie nur wenig verfügen: Weitere Zeit.

Eigentlich wäre ein weiterer Tag (oder sogar zwei Tage) für das Camp für die Umsetzung sinnvoll. Doch da wird die Zeit extrem knapp für die „Kulturhäppchener“ und die Studenten. Doch ich glaube, dass es dennoch funktioniert.

Im Rahmen des Workshops Content Strategy beispielsweise entschieden wir uns für Flickr als Foto-Plattform. Auch in der kostenlosen Version ist Flickr funktional ausreichen, die Fotos können leicht hochgeladen und anschließend im Blog eingefügt oder auf Facebook geteilt werden, und die Fotos belasten den Platz auf dem gemieteten Webspace nicht. Ich habe Axel eine Einführung in Flickr gegeben und mit ihm den Account „Kulturhäppchen“ angelegt. Die Zeit war jedoch ziemlich knapp. Er wird noch Fragen haben oder plötzlich auf Fragen kommen. Ich habe ihm gesagt, dass er sich jederzeit bei mir melden kann und ich ihm dann helfen werde.

Vorschlag Vorstellungsrunde

Eine Vorstellungsrunde á la BarCamp mit drei Tags, was man kann. Damit wird die Vernetzung leichter, wenn es um die einzelnen Workshops und vor Allem das Anwenden und Umsetzen geht. Oder auch ein Google Drive Doc, in dem jeder sich bereits vor der Veranstaltung reinsetzt mit Namen, Tätigkeiten und Fähigkeiten. Damit könnte sich beispielsweise eine Gruppe zur Umsetzung oder zu Fragen mit Tools leichter finden (WordPress, Flickr, Designer…).

Google Drive

Die Arbeit mit Google Drive hat recht gut funkti0niert. Bereits vor der Veranstaltung erhielten wir Teilnehmer einen Google Drive Link zu einem Verzeichnis, in dem während der Workshops die Brainstormings, Sessionprotokolle, Arbeitsmaterialien, Ergebnisse abgelegt und auch zusammen bearbeitet wurden.

Google Drive ist eine sehr gute und kostenlose Möglichkeit für queerbeet zusammen kommende Menschen für die Zusammenarbeit. Im Unternehmensumfeld gibt es viele Sicherheits- und Kontrollbedenken. Teilweise zu Recht, teilweise zu Unrecht. Gerade aber für ein solches Projekt halte ich es für eine sehr gute Plattform, die außerdem noch weitere Möglichkeiten wie Google Talk bietet. Das kann insbesondere bei längeren Projekten die Zusammenarbeit erleichtern.

Und sonst so?

Leute, Leute, Leute… die ich zum ersten, zweiten, dritten… Mal getroffen habe. Einer der Gründe, warum ich auf solche Veranstaltungen gehe, ist das Kennen lernen und das Austauschen mit Menschen. Verschiedene Personen, verschiedene Themen, ganz andere Personen und Themen bereichern den Blick über den Tellerrand. Und außerdem lerne ich jedes Mal etwas – auch wenn ich jetzt nicht eine Aufzählungsliste konkreter Punkte bringen kann und will. Ich sehe solche Veranstaltungen und Treffen – neben dem persönlichen wichtigen Aspekt des Menschelns – unter dem Aspekt des Tacit Knowledge Managements.

Tacit knowledge (as opposed to formal or explicit knowledge) is the kind of knowledge that is difficult to transfer to another person by means of writing it down or verbalising it. For example, stating to someone that London is in the United Kingdom is a piece of explicit knowledge that can be written down, transmitted, and understood by a recipient. However, the ability to speak a language, use algebra,[1] or design and use complex equipment requires all sorts of knowledge that is not always known explicitly, even by expert practitioners, and which is difficult to explicitly transfer to users.

While tacit knowledge appears to be simple, it has far reaching consequences and is not widely understood.

Tacit knowledge. (2013, January 28). In Wikipedia, The Free Encyclopedia. Retrieved 07:05, February 18, 2013 ]

Es ist alles ganz einfach: Raus aus der faulen Haut, menscheln, Themen und Inhalte austauschen, etwas tun (auch was Gudes). Das hat weitreichende Konsequenzen. Ich beispielsweise habe 2005 mit dem Bloggen begonnen, mich von der IT weg entwickelt, bin auf BarCamps gegangen, habe Public Relations studiert und bin jetzt „irgendwie jemand anderes“ – auch wenn ich noch derselbe bin…

Es ist wie mit dem Apfel und der Schwerkraft. Ich verstehe das nicht wirklich und komplett, aber es funktioniert :-)

Fotos

Ich habe ein paar wenige Fotos gemacht und sie in einem Fotoalbum auf Flickr abgelegt.

BTW: Für das Einbinden der Fotos im WordPress-Blog benutze ich das Plugin Awesome Flickr Gallery (WordPress Plugin Page). Die Frage nach Plugins kam während eines Workshops hoch ;-)

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Rückblicke von anderen Bloggern

 

Friend_Contact_or_Foe

In den sozialen Medien gibt es zahlreiche Kennzeichnungen für die Beziehungen zu Kontakten. Ständig verschicken Benutzer Kontaktanfragen. Doch nicht jeder sieht in einem „Friend“ auch einen Freund. Manchmal sogar einen Gegner („Foe„). Mein Beitrag zur Blogparade über die Bedeutung von Freunden, Kontakten und Kontaktanfragen im Social Web.

Menschen und Organisationen bauen Beziehungen in sozialen Medien und sozialen Netzwerken auf. Eine Kontaktanfragen folgt der anderen und plötzlich ist Mensch mit hunderten anderen Menschen befreundet. Wirklich? Jeder Teilnehmer interpretiert den Beziehungsstatus einer Plattform letztendlich für sich selbst, verschickt und akzeptiert Kontaktanfragen dementsprechend. Und doch: Plötzlich ist man in vielen Beziehungen. Manche Tools analysieren diese Beziehungsnetzwerke, interpretieren sie selbst (womöglich anders) und zeigen wunderschön anzusehende lebendige Grafiken. Und schon ist man „Friend“ des verhassten Gegners aus dem Minigolfvereins im Nachbardorf.

Was ist eine Beziehung

Das alles erinnert mich an die Modellierung von Datenbanksystemen in den Achtzigern. Die aufkommenden relationalen Datenbanken erforderten eine saubere Planung und Definition der Strukturen. Die Entity Relationship Modelle (ERM) mit verschiedenen Ausprägungen wurde immer notwendiger je realitätskonformer die Abbildung der realen Welt in den Datenbanken erfolgen sollte.

„A ist Kunde von B“ ist doch einfach, oder? Ist A aber bereits Kunde, wenn er ein Angebot eingeholt, oder erst wenn er den Vertrag abgeschlossen hat oder erst wenn er bezahlt hat? Ist er nach fünf Jahren auch noch Kunde? Ist die Beziehung beendet, wenn er den Vertrag gekündigt hat? Oder erst, wenn das Mahnverfahren gegen ihn wegen offen stehender Rechnungen beendet ist?

Wer ein schönes grafisches Datenbankmodell inklusive Normalisierungen ausdrucken konnte, der war als Unternehmen schon weit. So lange, bis der Datenmodellierer und der Programmierer das Unternehmen oder gar nur die Abteilung verlassen hatten. Was bedeutete noch mal „ist Kunde“? Dann ging das Interpretieren der Nachfolger los. „Warum ging der Newsletter an Kunde A raus, der hat sich beschwert. Warum beschwert der sich denn, der ist doch noch Kunde?“ Und der vermeintliche Kunde sah das noch einmal ganz anders…

Kontaktstatus

Und jetzt haben wir diese sozialen Plattformen mit ihrem jeweiligen Kontaktstatus mit denselben Interpretationsschwierigkeiten wie bereits in den Achtzigern. Selbst wenn die Plattformen diesen Status irgendwie und irgendwo dokumentiert haben, so interpretieren die Teilnehmer ihn für sich selbst immer wieder neu. Jeder einzelne ändert die Statusinterpretation immer mal wieder, und für die Gesamtmenge der Teilnehmer kann dies im Zeitverlauf ebenfalls zu Veränderungen der Interpretation führen.

„Kontakt“ bedeutet eine Kommunikationsschnittstelle, eine Kontaktfläche. Mehr erst einmal nicht. Für eine Dokumentation, den Kontaktstatus, gibt es zwei verschiedene Arten:

  • Zweiseitiger Kontaktstatus: Einer von beiden Teilnehmern stellt eine Anfrage an den anderen Teilnehmer („Kontaktanfrage“). Der zweite Teilnehmer muss dieser Anfrage zustimmen. Dann ist bei beiden Teilnehmern sichtbar, dass sie Kontakte sind.
  • Einseitiger Kontaktstatus: Einer von beiden Teilnehmern legt fest, dass er ein Kontakt des anderen ist. Der andere muss nicht zustimmen. Ein Widersprechen ist möglicherweise lediglich für Fälle wie Spam oder Belästigung vorgesehen.

Bei beiden Kontaktstati kann die Plattform mit der Festlegung Folgeaktionen verbinden. So können Statusupdates des jeweils anderen sichtbar werden (beispielsweise erscheinen Statusupdates des anderen in meiner Twittertimeline) oder Benachrichtigungen über Aktionen des jeweils anderen an einen versendet werden. Möglicherweise kann ich solche Folgeaktionen wieder ausschalten aber dennoch den Kontaktstatus beibehalten (beispielsweise keine Statusupdates vom Freund A auf Facebook mehr).

Der Kontaktstatus wird von jedem individuell spezifisch für jede Plattform interpretiert und festgelegt. Dies belegen die vielen Diskussionen und Freundes- oder Kontaktanfragen, die zu erleben ich seit den Achtzigern nicht immer die Freude hatte. Glauben Sie mir: In dieser Beziehung ;-) ähneln sich die Plattformen FidoNet, CompuServe, Facebook, Twitter, Google und Co.

Meine Interpretationen

Was bedeuten also „Kontakt“ auf Xing, „Freund“ auf Facebook oder „Contact“ auf Linkedin oder Foursquare? Was bedeuten also „Follower“ auf Twitter, „eingekreist“ auf Google?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, wie ich den jeweiligen Kontaktstatus einer Plattform für mich interpretiere und damit umgehe. Manchmal jedoch frage ich mich bei einer Kontaktanfrage sogar: Friend or Foe?

Hier sind meine Interpretation für ein paar Plattformen zu deren Kontaktstatus sowie meine Haltung dazu.

Blogs (Blogroll)

Blogs? Ja, Blogs! Alle Blogs – egal auf welcher technischen Plattform – sind für mich eine kommunikative Plattform. Das Eintragen eines anderen Blogs in die eigene Blogroll ist für mich das Vergeben eines einseitigen Kontaktstatusses. Ich trage ein Blog (und damit die Autoren des Blogs) in meine Blogroll ein, weil ich dessen Inhalte und dessen Autoren schätze. That’s it. Ich erwarte keinen Eintrag meines Blogs in die Blogroll des anderen Blogs (auch wenn ich mich darüber freuen würde…).

Ich nehme an keinem Linktausch teil. Never ever. Wenn ich in einer anderen Blogroll stehe und das andere Blog in meiner Blogroll steht, dann war das die freie Entscheidung von uns beiden ohne Absprache.

Twitter

Bei Twitter handelt es sich ebenfalls um einen einseitigen Kontaktstatus. Er lautet „Following“. Ich folge anderen Twitterern (Personen oder Organisationen), weil ich deren Inhalte und/oder Personen schätze. Damit werde ich deren Follower. Keine zweiseitige Absprache. Wenn wir uns beide followen, dann sind wir Friends aber keine Freunde. Wir followen uns lediglich gegenseitig. Was nicht ausschließt, dass wir… Sie verstehen?

Facebook

Ein Kontaktstatus („Friend“, „Freund“) auf Facebook ist ein zweiseitiger Kontaktstatus. Ich muss also die Anfrage des anderen genehmigen. Umgekehrt genauso. Wir sollten uns also daher wirklich kennen und nicht auf demselben Planeten leben. Im Allgemeinen sollten wir ein paar Argumente oder Links ausgetauscht haben.

Ich bin als „Antragsteller“ eher zurückhaltend, weil ich Sie nicht belästigen möchte. Wenn Sie der Ansicht sind, dass wir uns nicht nahe genug für eine „Freundschaft“ auf Facebook sind, dann lehnen Sie ab. Kein Zögern, kein Bedauern. Ich bin Ihnen nicht böse. Seien Sie mir bitte auch nicht böse, wenn ich Ihre Anfrage ablehne.

Google+

Eine einseitige Sache. Sie kreisen mich ein, weil… (das müssen Sie wissen!). Ich kreise Sie ein, weil ich Ihre Inhalte und Standpunkte und möglicherweise Sie als Person schätze. Wir teilen irgendwie ähnliche Interessen in unseren beruflichen, fachlichen, persönlichen oder privaten Sphären. Wir bewegen uns in ähnlichen Kreisen. Möglicherweise will ich über den Tellerrand schauen und verlasse mich auf die Empfehlung oder die Meinung anderer.

Foursquare

Einerseits ist das auf Foursquare eine zweiseitige Sache. Andererseits nehme ich so ziemlich alle Kontaktanfragen an. Das gemeinsame Interesse ist hier das Lokale oder mögliche Lokale. Wenn Sie allerdings angeblich Uma Kayvhoria aus Evratkuhrtar sind und bereits 792 Friends haben, dann ignoriere ich Sie. Auch wenn wir 58 gemeinsame Kontakte haben. Auch wenn Sie es auf Facebook bereits einmal versucht haben.

Tumblr

Auf Tumblr wird einseitig gefollowed. Da geht es mir um interessante Inhalte (Texte, Fotos, Filme) von Leuten, die ich ansonsten kenne oder auch nicht. Wenn Sie mir folgen, dann schaue ich mir Ihre Artikel an und folge Ihnen eventuell. Ich neige allerdings dazu, mein Dashboard auf Tumblr zu vernachlässigen.

Flickr

Auf Flickr können Sie mich einseitig als Kontakt hinzufügen. Das tut mir nicht weh. Wenn mir Ihre Fotos gefallen, dann füge ich Sie (ebenfalls) als Kontakt hinzu. Das tut Ihnen ebenfalls nicht weh. Es geht um Fotos und nicht ums Kuscheln.

Linkedin/Xing

Auf Linkedin und Xing erhalte ich ständig Kontaktanfragen von irgendwelchen Leuten, mit denen ich nach bestem Wissen und Gewissen noch nie zu tun hatte. Oft haben diese Personen eine Funktion im Marketing oder sind bei einer Personalberatung oder sind Verkäufer oder was auch immer. Ich lege Wert darauf, keinen zweiseitigen Kontaktstatus mit solchen Leuten zu haben.

Andererseits verXinge/verlinkedinne ich mich gerne mit Arbeitskollegen, Bekanntschaften von Konferenzen und Unkonferenzen. Solche zweiseitigen Kontakte sind eine schöne Sache. Sagt man. Schön, wenn wir Kontakt halten können, von der Plattform gegenseitig an den Geburtstag erinnert werden. Nein ich lästere nicht. Aber ich nehme nur Personen in meine Kontaktsphäre, mit denen ich eine Beziehung habe.

Last.fm

Auf Last.fm höre ich gerne Musik nach meinem Geschmack oder nach einem bestimmten Musikstil, gelegentlich auch nach dem etwas anderen Geschmack anderer. Fügen Sie mich gerne hinzu. Ich Sie eventuell auch. Ganz im Ernst: Ich weiß momentan nicht, ob das auf Last.fm eine einseitige oder eine zweiseitige Sache mit dem Kontaktstatus ist :-(

Meine „Rules of Engagement“

Ich bekomme ständig Kontaktanfragen oder -benachrichtigungen über einen Kontaktstatus für die oben genannten Plattformen. Oft freue ich mich darüber. Manchmal amüsiere ich mich darüber. Nicht immer erfreut es mich. Und manchmal ärgere ich mich. Für zweiseitige Kontaktanfragen habe ich meinen kleinen Leitfaden. Gehen Sie ihn durch, bevor Sie mich kontaktieren. Ich mache das auch, bevor ich Sie kontaktiere.

Positives Engagement

Kennen wir uns? Haben wir uns persönlich getroffen und unterhalten? Sie als Kunde, ich als Auftraggeber? Oder umgekehrt? Auf einer Veranstaltung, einem BarCamp? Hatten wir online Unterhaltungen auf Facebook, Twitter, Blogs und Co? Man sagt, Namen seien Schall und Rauch. Aber selbst aufgrund von Profilbildern kann ich mich möglicherweise nicht erinnern. Überraschenderweise weiß ich nicht immer alles. Noch schlimmer: Manchmal kann ich mich an mein Wissen einfach nicht erinnern. Helfen Sie mir auf die Sprünge. Geben Sie mir daher bitte einen kurzen Hinweis, wenn es etwas länger her ist („Wir haben uns des Öfteren auf Facebook/Twitter/XYZ ausgetauscht, deswegen würde ich mich gerne vernetzen“) oder wenn es nur kurz war („Wir haben uns letzte Woche kurz in der Pause bei der Konferenz XYZ über ABC unterhalten“).

Dann beantworte ich ihre Kontaktanfrage gerne positiv. Wenn Sie mich einfach nur einmal treffen wollen, dann schicken Sie mir eine Nachricht oder schauen Sie auf meinen Kalender und schicken Sie mir eine Terminanfrage.

Negatives Engagement

Oder haben wir nur denselben Kinofilm gesehen, haben beide Interesse an Social Media oder wohnen sogar im selben Land – oder auf derselben Erde? Wollen Sie mir eine persönliche Nachricht schicken und müssen sich deswegen mit mir verkontakten (lesen Sie mein Profil oder mein Impressum!)? Ihr Profilfoto besteht aus einem unpersönlichen Avatar oder einer Landschaftsaufnahme mit Ihnen als 1×1 Pixel? Kein Wohnort, keine Basisangaben außer dem Namen?

Das reicht mir nicht. Sorry. Not. Solche Kontaktanfragen ignoriere ich. Sowohl für einen zweiseitigen Kontaktstatus als auch für einen einseitigen Kontaktstatus. Dann reicht es weder für Friend noch für Contact – sehr wohl aber für Foe.

Fragen Sie nicht nach – es sei denn, Sie können mir etwas liefern, was mich zu einem positiven Engagement veranlassen dürfte.

Wie gehen Sie mit Kontaktanfragen um? Was ist ein Friend auf Facebook für Sie?

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In den sozialen Medien gibt es zahlreiche Kennzeichnungen für die Beziehungen zu Kontakten. Ständig verschicken Benutzer Kontaktanfragen. Doch nicht jeder sieht in einem „Friend“ auch einen Freund. Eine Blogparade über die Bedeutung von Freunden, Kontakten und Kontaktanfragen im Social Web.

Menschen und Organisationen bauen Beziehungen in sozialen Medien und sozialen Netzwerken auf. Die Kommunikation und die Interaktion miteinander führen zu einem Netzwerk von unterschiedlichen und unterschiedlich intensiven Beziehungen. Beziehungen wachsen und schrumpfen im Zeitverlauf stark. Oft verändern sie sich, und manchmal verschwinden sie. Beziehungen sind kein Status sondern ein ständiger Prozess. Nicht umsonst wird Public Relations im Deutschen meistens mit „Öffentlichkeitsarbeit“ übersetzt.

Doch alle soziale Plattformen, die ich benutze, versuchen bestimmte Standardbeziehungen in einem Status abzubilden. Diese Standardbeziehungen heißen dann beispielsweise „Freund“, „Fan“, „Liker“, „Follower“ oder „Kontakt“. Diese Bezeichnungen stehen dafür, dass zwei Kommunikationsteilnehmer in einer bestimmten Beziehung zueinander stehen. Sie werden von mindestens einem der beiden Teilnehmer vergeben und nach außen hin kommuniziert und dokumentiert.

Kaum eine der Plattformen dokumentiert diese Beziehungsarten ausführlich, verständlich und leicht auffindbar. Die Teilnehmer, jeder für sich selbst, interpretiert den Beziehungsstatus und legt ihn fest. Wenn die Plattform für den Beziehungsstatus eine Genehmigung erfordert, dann erhält der andere Teilnehmer eine Kontaktanfragen. Spätestens an diesem Punkt kommt es zu Diskrepanzen im Verständnis darüber, was ein Beziehungsstatus bedeutet.

Was ist eine Blogparade?

Jemand ruft zu Beiträgen zu einem Thema auf.

Ein Blog-Karneval bzw. eine Blog-Parade ist eine Blog-Veranstaltung, bei der ein Blog-Betreiber als Veranstalter ein bestimmtes Thema festlegt (z.B.: Was ist Deine originellste Methode, eine Flasche Bier zu öffnen?), dieses als Blog-Beitrag veröffentlicht und die lesenden Blogger dazu auffordert, innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums (üblich ist ein Zeitraum von 1-4 Wochen) einen Artikel zu diesem Thema im jeweils eigenen Blog zu veröffentlichen und den Veranstalter entsprechend über die Veröffentlichung zu benachrichtigen.

[ Blog-Parade: FAQ ]

Dadurch entsteht ein Sammelsurium verschiedener Fakten und/oder Ansichten zu einem Thema. Viele Personen können sich so eine umfassende Übersicht verschaffen und mit eigenen Beiträgen zur Meinungsbildung beitragen. Gemeinsam sind wir stark ;-)

Die Blogparade

Wie Sie an dieser Blogparade teilnehmen können:

  • Schreiben Sie einen Artikel über die Bedeutung von Freunden, Kontakten und Kontaktanfragen im Social Web.
  • Veröffentlichen Sie Ihren Artikel bis zum 22. März 2013 in einem Blog und verlinken Sie auf diesen Artikel.
  • Verlinken Sie hier in einem Kommentar zu Ihrem Artikel.
  • Ob Ihr Blog auch die Bezeichnung Blog hat, ist unwichtig. Wichtig ist, dass der Artikel einen Permalink hat und kommentiert werden kann.
  • Es liegt an Ihnen, welche journalistische Darstellungsform Sie verwenden. Als Blogger sind Sie schließlich genau so Journalist wie ich.
  • Optional: Benutzen Sie das Hashtag #bpfkk auf Twitter oder Google+.
  • Ich sammele alle Artikel hier in diesem Beitrag und verlinke entsprechend.

Was mich interessiert? Das, was Sie interessiert. Ich würde gerne wissen, wie Sie mit dem Thema „Beziehungsstatus und Kontaktanfragen“ umgehen.

Was ist beispielsweise für Sie ein „Friend“ auf Facebook? Was halten Sie von Kontaktanfragen von einer Ihnen unbekannten Person mit dem Namen Uma Kayvhoria aus Evratkuhrtar? Akzeptieren Sie Kontaktanfragen nur, wenn Sie sich schon einmal persönlich getroffen haben?

Oder aber Sie haben einen gänzlich anderen Ansatz. Beispielsweise eine wissenschaftliche Abhandlung oder eine besonders lustige Geschichte. Schreiben Sie, was und wie immer Sie wollen.

Gesammelte Beiträge #bpfkk

 

Die Facebook Graph Search ist genial, mächtig und einfach. Sie wird die Suchwelt verändern – wenn Facebook es nicht verbockt. Ich habe Facebooks Graph Search soeben getestet. Hier ist mein erster Eindruck.

Facebook Graph Search is Here

Heute erhielt ich von Facebook das Angebot, die neue Facebook Graph Search einzuschalten. Was ich angenommen habe :-) Seitdem habe ich eine veränderte Kopfzeile mit einem neuen Suchfeld, das bei Eingaben dynamisch einen Assistenten zum weiteren Verfeinern der Suche einblendet. Die Symbole inklusive Anzahl der neuen Mitteilungen wandern von links nach rechts. Im Safari-Browser auf dem iPad bekomme ich noch das alte Suchfeld in der Kopfzeile angezeigt.

Ich habe die Suche für einen ersten Eindruck mit der TV-Serie Hawaii Five-0 und dem Thema „Fotos“ getestet.

  • Bei der Eingabe des ersten Suchkriteriums im Suchfeld blendet der Assistent mögliche oder wahrscheinliche Verfeinerungen ein. Mit „SEE MORE“ kann ich weitere Verfeinerungen einblenden.
  • Ich muss mich jedoch nicht an die stufenweise Verfeinerung halten, sondern ich kann direkt mehrere Schlüsselworte eingeben wie „Hawaii five-0 photos friends“ oder „photos frankfurt friends“. Der Assistent blendet dann entsprechende Verfeinerungen als Suchoptionen ein.
  • Wenn ich eine Zeile ausgewählt habe und dann die TAB-Taste tippe, erhalte ich weitere Verfeinerungsmöglichkeiten.
  • Wenn ich mit der Maus auf eine Zeile klicke, dann zeigt Facebook die Ergebnisse an. Je nach Suche als Liste, Gitter oder Fotomosaik. Wenn der Ergebnistyp mehrere Darstellungsmöglichkeiten zulässt, kann ich wechseln (beispielsweise zwischen Liste und Gitter bei Personen).
  • Auf der rechten Seite gibt es die Möglichkeit, die Suche um weitere Kriterien einzugrenzen. Und diese Kriterien sind sehr, sehr umfangreich. Eigentlich alle Eigenschaften, die jemand im Profil angegeben und freigegeben hat, und alle Aktionen in der Timeline. Beispiel: „Photos taken in Frankfurt, Germany by my friends of my friends commented on by my friends who work at XYZ who speak English who like Hawaii Five-0 who like Honolulu, Hawaii who… „

Ich habe vor ein paar Tagen auf irgendeiner Facebookseite meinen Willen zur Graph Search bekundet. Meine Spracheinstellung in Facebook ist Englisch. Ansonsten weiß ich wirklich nicht, warum ich die Graph Search jetzt angeboten bekam. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich Hawaii Addicted bin… :-D

Mein Eindruck

Graph Search ist mächtiges und einfach zu bedienendes Suchwerkzeug, das an eine semantischer Suche angelehnt ist, und das auf alle Eigenschaften und Aktivitäten in Facebook zurückgreift. Aufgrund dieser Mächtigkeit und Einfachheit wird die Graph Search ein Erfolg werden, wenn Facebook es nicht verbockt.

Für Datenschutz ein Albtraum? Wahrscheinlich schon. Aber ich bestehe auf meine Selbstbestimmung als Mitglied eines Netzwerks und auf meine Rechte zur Freigabe meiner Informationen. Ich bestimme, welche Informationen ich für wen freigebe. Keine Regierung und kein Datenschützer. Dafür verlange ich von Facebook, dass es transparent und offen mit den Einstellungsmöglichkeiten und -änderungen umgeht und diese mir einfach zur Verfügung stellt.

Spätestens mit Einführung der Graph Search sollte sich jeder genau überlegen welche Informationen er/sie auf Facebook einstellt. Denn bei den Einstellungen ist schnell ein Haken verkehrt gesetzt – und dann sieht potentiell beispielsweise jeder, dass ich [ zensiert ] :-D

Screenshots

Ein paar Eindrücke von der Graph Search geben die Screenshots wieder:

[ Fotoalbum auf Flickr: Facebook Graph Search ]

[AFG_gallery id=’15‘]

You've Got Mail

You've Got Mail

Angeblich steht angesichts der Social Media-Ära das Ende von E-Mail unmittelbar bevor – zumindest drängt sich mir der Eindruck beim Lesen vieler Beiträge in den Sozialen Medien und den klassischen Medien auf. Doch ich glaube nicht daran.

E-Mail für mich

E-Mail ist für mich eine wunderbare Möglichkeit zur zeitverzögerten textlichen Kommunikation zwischen zwei Personen. Dazu kann ich jegliche Dateitypen an eine E-Mail anhängen und damit unter anderem Bilder, Office-Dokumente, Whitepapers versenden. Das Medium E-Mail verliert für mich seine Vorteile, sobald

  • die Kommunikation in die Zusammenarbeit übergeht (beispielsweise zur gemeinsamen Bearbeitung eines Dokuments),
  • Echtzeitkommunikation erforderlich ist,
  • die Nachrichten für eine oder mehrere Öffentlichkeiten relevante Informationen enthalten (und es nur darum geht),
  • mehr als zwei oder drei Personen beteiligt sind oder
  • die Anzahl der ausgetauschten Nachrichten ein gewisses Maß an Anzahl (für mich ein subjektive Zahl) überschreitet.

Danach verliert E-Mail für mich seine Nützlichkeit in diesem Rahmen. Davor ist E-Mail eine wunderbare Möglichkeit für fachliche und soziale Kommunikation. E-Mail ist für mich also ein wunderbares soziales Medium zur zeitverzögerten textlichen Kommunikation zwischen zwei Personen.

E-Mail für mich ist außerdem ein wichtiges Medium als Informations- und Nachrichtenticker. Richtig eingesetzt erhalte ich via E-Mail Benachrichtigungen über neue Nachrichten. Diese neue Nachrichten können stammen aus

  • einem Nachrichtenportal (Nachrichtenzusammenfassungen),
  • einem Shop (beispielsweise ein Sonderangebot oder eine Kaufbestätigung mit PDF),
  • einem anderen Sozialen Medium wie Blogs, Facebook, Xing oder Twitter,
  • einem operativen System einer Organisation (beispielsweise ein ERP-System wie SAP),
  • einem Newslettersystem,
  • einem geschlossenen Forum (genau genommen auch ein Soziales Medium) oder
  • einer von mir aufgesetzten Suchabfrage (beispielsweise aus einem Monitoring über die Erwähnung meines Namens).

Voraussetzung dafür, dass E-Mail ein hilfreicher Nachrichtenticker sein kann und nicht zum Informationstsunami wird, ist ein intelligenter Umgang mit den eingehenden Tickern. Ohne Filterregel geht für mich dabei gar nichts. Denn ansonsten spamme ich mich selbst zu und die interpersonelle Kommunikation geht dabei unter.

Tipp

Im Übrigen benutze ich als Nachrichtenticker wann immer möglich RSS anstelle von E-Mail. Somit laufen beispielsweise neue Blog- und Nachrichtenartikel, mein Monitoring und diverse Watchlists (Schlagwörter mit interessanten Themen) in meinen RSS-Reader. Das verschlankt meine E-Mailfächer und trennt persönliche Kommunikation von Information, Ticker und Recherche.

Wieso gibt es eigentlich immer noch keine RSS-Feeds beispielsweise für allgemein zugängliche Google+-Communities oder Facebookgruppen, beziehungsweise warum sind RSS-Feeds oft nur mit Tipps und Tricks zugänglich? :-(

Social Media für mich

Social Media für mich ist genau das nicht, was ich über E-Mail geschrieben habe:

  • Das gemeinsame Arbeiten an Inhalten (egal ob direkt im Text oder angefügte oder verknüpfte Dokumente oder Dokumentsammlungen)
  • Kommunikation in Echtzeit (ein unmittelbares Gespräch, womöglich mit Video)
  • Bereitstellen von Informationen für eine oder mehrere Personengruppen ((Teil-)Öffentlichkeiten, Zielgruppen, Stakeholder etc.)
  • Mehrere beteiligte Personen
  • Viele ausgetauschte Nachrichten (die dann an sich nachhaltig gespeichert sein sollten)

Social Media ist für mich ein gemeinsamer andauernder Prozess, in dem Inhalte, Fakten, Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht und entwickelt werden. Dabei bilden sich Netzwerke von Personen rund um gemeinsame Interessen.

Social Media ist für mich daher immer auch mit Öffentlichkeit verbunden. Das können auch geschlossene Teilöffentlichkeiten sein wie die Gruppen in Facebook oder die Communities in Google+ oder den Internetdinosaurieren: Newsgoups oder Diskussionsforen.

Social Media ist nicht E-Mail

Deswegen bedeutet für mich Social Media nicht das Ende von E-Mail. Selbst wenn es innerhalb einer Social Media-Plattform die Möglichkeit zum Austausch persönlicher Nachrichten gibt, dann ersetzt dies nicht die klassische E-Mail. Denn eine Plattform ist nicht das Internet, es ist nur eine Plattform im Internet.

Social Media wird die E-Mail (elektronische Post) nicht ablösen. Kein Unternehmen, sei es auch Atos, kann E-Mail durch Social Media oder eine wie auch immer geartete eigene Enterprise Social Software ablösen. Denn solche Unternehmen ersetzen lediglich ein bestimmtes Medium der elektronischen Post innerhalb des Unternehmens durch eine anderes. Das wird den falschen Umgang mit elektronischer Post nicht beheben sondern nur in einem anderem Medium fortsetzen.

Und wenn solche Unternehmen E-Mail im Unternehmen abschaffen: Wie sollen die Mitarbeiter den richtigen Umgang mit E-Mail lernen, damit sie sinnvoll und richtig via E-Mail mit Anspruchsgruppen wie Kunden, Lieferanten, Nachbarn, Journalisten, Aktionären kommunizieren können?

Sicherlich wird es irgendwann einen Nachfolger für die klassische E-Mail geben (und dieser damit endlich POP, SMTP und IMAP sterben lassen). Aber Social Media ist dieser Nachfolger nicht. Ich glaube nicht daran.

Sehen Sie Social Media als Nachfolger für E-Mail? Warum glauben Sie daran? Oder warum nicht?

Facebook führt bei den Profilen (d.h. Personenprofilen) ein neues Layout ein. Für die Seiten („Fanpages“) ändert sich zunächst nichts. Bisher aber wurden Änderungen an dem Profillayout immer auch danach bei Seiten eingeführt. Das könnte für Seitenbetreiber aufgrund der Impressumpflicht problematisch werden.

Bisher haben viele Seitenbetreiber den Link zu ihrem Impressum mit entsprechendem Text in den Kasten „About“ (bzw. „Info“) geschrieben. Die ersten Zeichen des „About“-Inhaltes und damit auch der Link und der Text „Impressum“ waren damit sofort erkennbar. Damit war die Impressumspflicht erfüllt und keine aufwändige Impressums-App erforderlich:

Die Zahl an Abmahnungen wegen Impressumsfehlern auf Facebook-Fanseiten nimmt rapide zu. Seit letzter Woche kursieren zudem Berichte über Abmahnungen der Kanzlei HWK, die anscheinend im größeren Umfang für eine Firma Binary Services GmbH Impressumsfehler geltend macht. Mir liegen bereits drei dieser Abmahnungen vor. Abgemahnt werden nicht nur Fanseiten, die gar kein Impressum haben, sondern auch solche, bei denen das Impressum im “Info”-Bereich steht oder bei denen die Impressums-Apps falsch verwendet werden.

[ Thomas Schwenke: Abmahnwelle wegen Impressumsfehlern – Sichern Sie Ihre Fanseite in 5 Minuten ]

Facebook beginnt nun offenbar, Layoutänderungen für die Profile auszurollen:

Zunächst hieß es bei thenextweb.com, das neue “einspaltige Profillayout” werde bislang nur in Neuseeland eingeführt. Einige meiner deutschen Leser berichteten mir daraufhin, dass sie das neue Layout – zumindest in Teilen – auch schon bei sich sehen. Und angekündigt war es ja schon länger. Es spricht also einiges dafür, dass die Layoutänderungen demnächst bei allen ankommen werden.

[ Annette Schwindt: Facebook räumt das Profillayout auf – bald für alle? ]

Dadurch entfallen zukünftig die Kästen, und es wird nur ein Menü mit einem Titel wie „About“ oder „Photos angezeigt: Der Text „Impressum“ (wie von den Gerichten gefordert) verschwindet. Wie üblich würde Facebook keine Rücksicht auf die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland nehmen. Ich bin gespannt, wie sich das Thema entwickelt.

Long Story short: In meiner Leseliste Tweet von Profilwerkstatt. Link auf ihre Website mit Ausgaben Kundenmagazin „Werkstattbrief„. Dort Links auf Werkstattbrief-Apps: Apple Store, Google Play Store, Online. Klicke auf Apple Store, installiere App. Lade Werkstattbrief 5, 2012. Bin mittendrin in Owned Media. Bin begeistert, auch ohne Payed Media. Erstelle Earned Media. Werde gleich Shared Media machen. Eine launige Betrachtung.

Tweet mit Website

Fetter König

In der App ist die Liste der Werkstattbrief-Ausgaben. Die Ausgabe 5, 2012 ziert ein König. Der Download enthüllt einen ziemlich fetten König: 167 MB. Die Briefe scheinen gar nicht so „brief“ (englisch für „kurz“) zu sein

Gute Themen, gut Inhalte

Mir gefällt’s.

Interaktion

Wischen und Klicken animiert zum „mitmachen“ im Inhalt.

Und Äktschen!

Es passiert etwas. Flammen lodern.

Owned, Earned, Payed und Shared Media

Und ich zündele und earne mit.

In der Kaffeeküche

Menschen, lauter Menschen erzeugen ein Stimmengewirr.. Wieder Inter-Äktschen.

Videos

Als Thema und als Inhalt (Beispielvideos).

So wie dieses Youtube Video:

Was auf die Ohren

Eine Glosse zum Anhören und zum Lesen. Ich habe sie gehört. Warum also noch lesen?

Schluss

Impressum, Social Media, Credits, Rechtshinweis.

Diashow

[ Flickr Fotoset | Diashow ]

Ed Wohlfahrt möchte einen Dialogprozess zur Zukunft von Online-PR beginnen und ruft provozierend zur Blogparade Zukunft Online-PR auf. Provozierend, weil er dies tut „bevor die unvermeidlichen Blogposts ‚PR-Trends für 2013‘ wieder losgehen“. Lieber zu spät als nie: Ich liefere Ihnen den ultimativen PR-Trend für 2013: Die Generalisierung der Online-PR in der Kommunikationsrutsche!

Die Blogparade läuft bereits seit dem 4. Dezember, und bisher habe ich mich erfolgreich darum gedrückt. Ich habe sogar alle Beiträge dazu absichtlich in meine Leseliste gelegt aber ansonsten ignoriert. Jetzt habe ich meine Gedanken soweit gesammelt. Zunächst dachte ich: Online-PR? Da tut sich nächstes Jahr total viel, Aufschwung, Hype! Doch dann kam ich zu der Überzeugung: Der Hype um Online-PR ist vorbei, alles Wesentliche ist geschehen und gesagt. Es geht um das große Ganze.

Online-PR

Selbstverständlich gibt es gefühlt alle fünf Minuten ein neues Werkzeug, eine neue Idee zur Umsetzung und einen neuen Namen für alles Mögliche. Doch strukturell und konzeptionell bleibt alles beim Alten. Online-PR gehört inzwischen zum Mainstream wie der Daumen zur Hand. Sicherlich gibt es ein paar Unverbesserliche, die auf besonders dicke, dünne, lange oder kurze Daumen setzen und die Hand dabei ignorieren. Doch es wird Ihnen nicht gelingen, den Daumen nach oben zu halten ohne die Hand, die ihn hält, das Hirn, das ihn lenkt, und das Herz, das für ihn schlägt (okay, geklaut: Später von wem).

Ich sehe kein wirklich spannendes Neuland, und auf zukunftsträchtige oder gar innovative Beispiele verzichte ich.

Die wirkliche Herausforderung in der Online-PR ist der Blick aufs Ganze. Er kennzeichnet die sieben Ebenen der Kommunikationsrutsche.

Doch zunächst einmal: Um was geht es eigentlich bei der Online-PR? Ich steige ein mit meiner Definition von PR (Public Relations):

Public Relations ist die Erstellung und Pflege von Beziehungen einer Organisation (oder einer Person) mit internen oder externen Öffentlichkeiten.

[ INJELEA-Blog: Was ist eigentlich PR (Public Relations) ]

Doch was bedeutet dieses „Online“ in der PR? Ein Blick in Wikipedia liefert mir:

Online-PR oder Online-Public-Relations ist eine Form der Öffentlichkeitsarbeit, bei der mit organisationalen Anspruchsgruppen nicht über klassische Medien (wie Rundfunk- oder Printmedien) kommuniziert wird, sondern über das Internet.

Es geht also um Public Relations, Öffentlichkeiten (Anspruchsgruppen), nicht-klassische Medien (also dieses „Internet“?) und klassische (offline?) Medien sowie Kommunikation zu und über Themen.

Wie sieht es also mit diesen Facetten aus? Und wie sieht in der Zukunft die Rolle der Online-PR aus? Dazu beleuchte ich die sieben Ebenen der Kommunikationsrutsche und stelle jede Menge Fragen.

1. Kommunikation

Kommunikationsrutsche 1 (Kommunikation)

Die Kommunikationsrutsche: Kommunikation

Kommunikation ist die Grundlage alles jeden Handelns, ohne Kommunikation kein Handeln. Im Geschäftsleben kommt kein Geschäft ohne Kommunikation zustande, auch (Hilfs-)Organisationen kommen ohne Kommunikation nicht aus. Tatsächlich ist jede Organisation zur Kommunikation verdammt (und sei es auch nur eine zunächst unidirektionale Flyer-Werbung). Weiterlesen