Social Business, Enterprise 2.0, (Social) Collaboration, Social Software

Sieben Tage war der IBM Social Business JamCamp Bus unterwegs. Bei 12 von 13 Stationen war ich mit dabei, um zu diskutieren, hören, lernen, weiterzugeben (Stefan Pfeiffer: „Wer ist im Bus dabei?„). Rückblicke, Eindrücke und Wahrnehmungen von mir zur JamCamp Tour.

Tag 1

Nachdem ich am Vortag bereits angereist war und bei Freunden übernachtet hatte fuhr ich in aller Ruhe gemütlich zur Messe nach München-West. Das war mein Plan. Ein Notarzteinsatz am Marienplatz versetzte einige S-Bahnlinien ins Chaos, und so brauchte ich statt einer Stunde zweieinhalb Stunden. Dennoch kam ich pünktlich an in einer allerdings verregneten Messestadt.

Von Bianca Gade gibt es einen ausführlichen Bericht über den ersten Tag:

CBS Interactive in München

JamCamp Bus in München vor Silicon.de

JamCamp Bus in München vor Silicon.de

Die Bustour begann am 10. Oktober in München mit einer Diskussionsrunde zum Thema Social Business bei CBS Interactive und Vertretern der Redaktionen von Silicon.de, Zdnet.de und Cnet.de.

Die redaktionellen Inhalte und strategischen Analysen von ZDNet.de und silicon.de sind speziell auf das Informationsbedürfnis von IT-Profis und Business-Usern zugeschnitten, während CNET.de sich mit praxisnahen Testberichten und Kaufberatungen sowie interaktiven Services auf dem Computer- und Digital-Lifestyle-Bereich fokussiert.

[ Über CBS Interactive | Zdnet Mediadaten ] Weiterlesen

IBM hat ein E-Book mit den Highlights unserer Social Business Bustour und dem JamCamp veröffentlicht:

  • Wer war im Bus dabei?
  • Busstationen mit Erläuterungen und Fotos
  • JamCamp im Steigenberger Airport Hotel Frankfurt, mit Sessions (Breakouts, Open Space, Plenum) und Fotos
  • Resonanz in (Social) Media

Auf der JamCamp-Website gibt es jede Menge PDFs zu den Sessions sowie das E-Book als PDF (rechts unten auf Seite oder Direktlink zum FTP-Server, 3,2 MB). Im PDF des E-Books sind sowohl die Links zu den Session-PDFs als auch weitere Links zu Artikel oder Auswertungen.

[ via Stefan Pfeiffer ]

Der JamCamp Social Bus vor dem IBM Campus

Sieben Tage auf IBM Social Business JamCamp Bustour durch Deutschland: Viele neue „Freunde“, viele Unternehmen, viele Diskussionen, viele Eindrücke und viel Spaß. Bereits während der Tour bin ich begeistert und twittere und taumle darüber. Doch es dauert drei Wochen bis zu meinem ersten Blogartikel über dieses phantastische Erlebnis. Es ist kein einfacher Bericht – es ist ein Wahrnehmungsbericht.

Bei mir geschieht in den letzten Monaten einiges Ungewöhnliches:

Das ist mein Hintergrund, mit dem ich auf Tour gehe. Ich merke, dass mich das alles irgendwie verändert und dass ich viel Zeit mit Nachdenken verbringe.

Koalition der Unwilligen auf Tour

Ich empfinde uns als eine Koalition der Unwilligen. Unwillig ein klassisches Arbeitnehmerdasein 9-to-5 zu führen. Dieses klassische Arbeitnehmerdasein ist nicht primär durch die Uhrzeiten gekennzeichnet sondern durch eine irgendwie immer wiederkehrende Art der Arbeit – unabhängig davon, ob die Arbeitswoche 36, 40, 50 oder 60 Stunden hat.

Bei keinem der Mitfahrer kann ich mir einen klassischen Schreibtischtäterjob vorstellen. Vielleicht will ich es einfach nur nicht sondern an Veränderung und eine Bewegung in der weltweiten „Workforce“ glauben. Eine Bewegung, die auch viele die Workforce verlassen lässt.

Ich selbst habe bis zum August diesen Jahres ein klassisches Arbeitnehmerdasein. Ich bin einer dieser von Gunter Dueck so verachteten BWLern, war sogar Controller. Ich bin aber auch ITler und inzwischen sogar PRler – aber alles als Arbeitnehmer mit einem klassischen Arbeitsverhältnis und einem klassischen Arbeitsplatz. Lange Zeit war ich mit einem klassischen Arbeitsplatz zufrieden.

Arbeitsplatz?

Doch „Arbeitsplatz“ ist ein Konstrukt des Taylorismus. „Arbeitsplatz“ geht von einer abhängigen Beschäftigung zur Erledigung von in Einzelschritten zerlegten Abläufen an einem bestimmten Ort oder bestimmten Orten aus. Das zeigt sich bereits bei der Definition auf Wikipedia:

Der Arbeitsplatz ist jene Stelle im Betrieb, einer Verwaltung oder einer Organisation, an welcher ein abhängig Beschäftigter seine im Rahmen des Arbeitsverhältnisses geschuldete Tätigkeit erbringt. Der zu Grunde liegende Arbeitsvertrag kann ferner die Vereinbarung eines bestimmten Arbeitsortes (das sind beispielsweise eine Gemeinde, eine Stadt, ein Einödhof usw.) enthalten.

Als Arbeitsplatz wird umgangssprachlich der Ort, das Unternehmen oder die Position bezeichnet, an dem ein Arbeitnehmer in einer sozialversicherungspflichtigen (auch geringfügig beschäftigten oder als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme finanzierten) Tätigkeit beschäftigt ist. Die selbstständige Beschäftigung wird landläufig nicht als „Arbeitsplatz“ bezeichnet.

Wikipedia ist sicherlich nicht die absolute Instanz zur Definition von Begriffen, doch ist diese Definition ein Indiz dafür, auf welchen altertümlichen Annahmen die Denke viele Personen und gerade Entscheider beruhen.

Die Industriegesellschaft ist fast schon Schnee von gestern, die Anzahl der Selbständigen nimmt immer mehr zu, immer mehr wollen immer weniger ein Schreibtischtäter sein.

Wir sind anders…

Die letzte Fahrt - zum Steigenberger Airport Hotel

„Wir“ sind Journalisten, Blogger, „Fachleute“, Studenten, Angestellte, Selbständige. Wir sind vor Allem eines: Anders. „Wir“ im Bus denken anders über Arbeit. So zumindest habe ich das empfunden.

Wir schauen nicht nur über den Tellerrand sondern springen auch darüber. Wir haben den Anspruch, eigenverantwortlich über unsere Arbeit, den Ort und die Zeit zu entscheiden. Wir glauben, dass dies in vielen Unternehmen möglich ist oder zumindest wäre.

Busstationen

Auf unseren Busstationen nehme ich unterschiedliche (Unternehmens-)Welten wahr. Das ist zwar schwierig genau einzuschätzen bei nur zwei bis vier Stunden Aufenthalt und Kontakt mit den Menschen des Unternehmens. Doch mit meinen paar Jahrzehnten glaube ich ein Gespür dafür zu haben. Auch innerhalb der Unternehmen beziehungsweise Organisationen gibt es unterschiedliche Strömungen zum Verständnis von Arbeit und Arbeitsplatz. Überall hat das Nachdenken über die neue Social Business-Welt begonnen und darüber, dass sich etwas in der Art und Weise von Arbeit ändern muss. Manche haben den Schritt vom Nachdenken zu Durchführen schon getan.

Im nächsten Artikel beschreibe ich meine Wahrnehmungen, wie die unterschiedlichen Organisationen der Busstationen mit dem Social Business umgehen (wollen). Es sind nur Wahrnehmungen basierend auf einem kurzen Blick von der Straße durch ein Fenster. Wahrscheinlich werden einige andere Personen den Kopf schütteln, aber es sind meine Wahrnehmungen. Ich freue mich von Wahrnehmungen anderer zu lesen. Komplettieren Sie die Wahrnehmungen und zeigen Sie mir, ob ich richtig oder falsch liege.

Am Montag startet die Bustour , die uns von München über Stationen bei Unternehmen wie in Stuttgart, Karlsruhe, Münster und Köln zum IBM Social Business JamCamp führt. Leichtsinnigerweise wies ich Stefan „Digitalnaiv“ Pfeiffer am 22. August darauf hin, ich würde einen Blogartikel über mein Mobile-Bus-Hotel-Conference-Everywhere Office planen. Am Montag geht es los, und ich habe noch immer nicht mehr als einen Plan.

Mein Überall-Büro

Es ist also Zeit für die Umsetzung. Apropos Zeit: Meine mobiles Büro soll mir auf der Deutschlandtour ermöglichen, möglichst zu jeder Zeit und an jedem Ort zu arbeiten.

Was ist Arbeit?

Doch was ist eigentlich Arbeit? Was ist überhaupt ein Arbeitsplatz, nach dem Bianca Gades in ihrer Blog-Parade gefragt hat: Wie ist dein Arbeitsplatz der Zukunft?

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Ich bin dabei: Vom 10. bis 18. Oktober 2011 fahre ich im Bus durch Deutschland zum IBM Social Business JamCamp, das vom 19. bis 21. Oktober in Frankfurt stattfindet. Ich freue mich bereits auf die Bustour und auf den „Social Bus„. Ein paar der Mitfahrer kenne ich bereits, und die anderen werde ich kennen lernen :-)

In einem straffen Programm werden wir die folgenden Stationen und Unternehmen besuchen: silicon.de, IBM Campus, Fritz & Macziol in Karlsruhe, Hansgrohe in Schiltach, United Prototype – Hallo @Ibo, lernen wir ins endlich mal kennen :-) und BWI und XING Content Management Lounge in Köln, GAD, KRZN, Weinprobe 2.0 (ha!) bei den Wachtenburg Winzern in Wachenheim, BASF und Cosmos Direkt. Das ganze Programm mit Erläuterungen, Links und Tourkarte gibt es bei Stefan „Digital naiv“ Pfeiffer: „Die IBM Social Business JamCamp Bustour – von München über Köln bis Frankfurt„.

Social Business?

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Henner Knabenreich hat mich um meine Meinung dazu gebeten, ob HR der Treiber sein und Social Media und Enterprise 2.0 im Unternehmen positionieren solle. Ich sehe die Personalabteilung (HR/Human Resources) nicht als den Treiber sondern als einen Treiber von Social Media und Enterprise 2.0. Mehr dazu von mir und sieben Anderen im Artikel „Die Personalabteilung als Treiber von Social Media und Enterprise 2.0?“ auf dem Blog von Kienbaum Communications.

Henner Knabenreich (auch „personalmarketing2null„) hat Aussagen von Stephan Grabmeier und Martin Grothe aufgegriffen. Grabmeier war der „Stein des Anstoßes“ mit seiner „gebeamten Forderung“:

Über die erstellten Rankings hinaus … Bayer again ;-) Glückwunsch Bernd … geht mir ein Satz nicht mehr aus dem Kopf. Quasi Worte wie ein Donnerhall, die Stephan Grabmeier, Head of Cultural Initiatives der Deutschen Telekom, vor einem nachhaltig grünen Urwaldgeflecht an die Wand beamte: „HR hat die Aufgabe, das Enterprise 2.0-Ecosystem zu gestalten.“

[ W&V: Lasst uns ein Ecosystem gestalten (Martin Grothe)! ]

Ich finde es interessant, wie sehr viele einige (aber nicht alle) der Meinungen übereinstimmen. Wen ich übrigens ganz und gar nicht als „Alleinverantwortliche“ von Enterprise 2.0 sehe:

  • Information Technology
  • Marketing
  • Organisation

Vor 4 Jahren hat Andrew McAfee in dem MIT Sloan Management Review Artikel „Enterprise 2.0: The Dawn of Emergent Collaboration“ den Begriff „Enterprise 2.0“ vorgestellt (siehe auch „SLATES„). McAfee hat jetzt (wieder einmal) Enterprise 2.0 kurz und knackig in einem viereinhalbminütigen Video erklärt. Zunächst eine „loose definition“ und dann eine „tighter definition“. Hier die „loose definition“:

Taking the same kind of technologies and philosophies and approaches that we see on the web of Web 2.0 and ressources like Wikipedia and Facebook and Flickr and Twitter and Delicious and all these extraordinary popular communities on the web – taking those same technologies and approaches and bringing them inside the organization and using them for our organizational purposes.

[ Direktlink YoutTube ]

P.S.: „Sloan“ kommt von Alfred P. Sloan („the long-time president and chairman of General Motors“), nach dem die MIT Sloan School of Management benannt wurde.

…sagt Thomas Sattelberger, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom AG, zu Prof. Peter Kruse :-) In der Diskussion geht es um Macht, Wanken der Machtstrukturen, Turbolader, Vernetzung, Umweltresistenz, Innovation, Hierarchien, Netzwerke, Renaissance der mittelalterlichen Zünfte, Identitäten, geteilte Werte, Kulturen, Abstimmungsprozesse, nackte Unternehmen, Idealismus, Transparenz, Träumer, würdigendes Arbeiten, Wissen und Talent, Personalfunktion, Parallelwelten, menschliche Grunddynamik, Kommunikation, Nachfrager, Anbieter, Spielen … Enterprise 2.0 :-)

[ Direktlink YouTube ]

Wer mit diskutieren will und in einem Unternehmen im Bereich HR tätig ist:

Thomas Sattelberger und Prof. Peter Kruse über Enterprise 2.0

Toby Ward,  Prescient Digital Media, ist eine fantastische sprudelnde Quelle, wenn es um Intranet und insbesondere um Social Intranet geht.

Prescient Digital Media is a group of senior Internet and Intranet consultants that provide strategic Internet and intranet consulting, planning and communications services to organizations of all sizes.

Im Artikel „Social intranets become mainstream“ geht Toby Ward auf die zunehmende Verbreitung der Social Intranets ein („Social intranets become mainstream„): Weiterlesen

Bis zum 30. April läuft die Umfrage "Enterprise 2.0 und die Rolle von Führungskräften". Stephan Grabmeier, Moderator des Human Resources Forums auf Xing, führt die Studie gemeinsam mit der Selbst-GmbH, dem Marktforschungsinstitut defacto research & consulting GmbH und der Deutschen Telekom durch.

Ziel der Umfrage ist die Messung von Akzeptanz und Affinität von Führungskräften im Wandel von traditionellen Unternehmen zu einem Enterprise 2.0. Alle Teilnehmer der Umfrage erhalten auf Wunsch als kleines Dankeschön einen Management Report mit den zentralen Ergebnissen der Umfrage.

Zur Umfrage: