Social Business, Enterprise 2.0, (Social) Collaboration, Social Software

Auf Twitter hat mich jemand per Direct Message nach einer Liste von Enterprise 2.0 Blogs gefragt. Flugs habe ich auf Diigo eine Liste mit Listen Feed Play angelegt und ein paar Einträge zu Twitter, Blogs und Foren reingepackt – eine Metaliste sozusagen :-)

Hier als Liste und anschließend als Webslides


Falls Sie weitere Listen zu Blogs, Twitter, Foren etc. wissen, freue ich mich über einen Hinweis in den Kommentaren oder einfach eine Nachricht auf Twitter – meine Monitor läuft mit :-)

auf Grund gelaufen vor Blankenese #scope09 on TwitpicZwei Tage waren wir ein bunter Haufen auf der SCOPE09 auf dem Trainingsschiff Roter Sand. Der Segler ließ mich irgendwie doch glauben, wir seien als Piraten unterwegs (aber zu den Piraten später mehr). Doch so ganz war der Gedanke nicht abwegig: Nur abseits der üblichen Gedanken und Wege und mit einer gehörigen Portion Mut, über Althergebrachtes herzufallen, lässt sich Neues denken. Dabei kann man schon einmal auf Grund laufen und den Sand unterm Kiel spüren :-) Ein paar Ergebnisse und Thesen:

Itay Talgam

Ein besonderes Highlight war Itay Talgam, der anhand von Dirigenten aufzeigte, was Führung bedeuten kann. Er selbst ist übrigens auch Dirigent ;-). Ich habe ihn zum ersten Mal live vergangenen Mai bei der Next09 erlebt:

[ Direktlink Video ]

Auf Spiegel Online gibt es ein Special zu Itay Talgam ("Die Macht der Maestros"):

Leonard Bernstein führte riesige Orchester mit seinem Mienenspiel, Carlos Kleiber feuerte Musiker durch Naserümpfen: Der israelische Dirigent Itay Talgam hat die subtilen Führungstricks seiner Zunft analysiert. Auf SPIEGEL ONLINE zeigt er, warum die Meister die besseren Manager sind.

Bilder

[ Direktlink Flickr-Album (als Diashow) ]

Ulrike hat Bilder von Gudrun Porath und mir in ein siebenminütiges Video gepackt und mit Musik untermalt:

[ Direktlink YouTube ]

Christiane Schulzki-Haddouti hat bereits am 18.August 2009 die Studie „Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft“ veröffentlicht („KoopTech-Studie ist online„). Ja, dies ist in Netzzeiten bereits gefühlte Ewigkeiten her, und ich bin momentan sowieso etwas langsam.*

In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Innovations- und Technikanalyse geförderten Projekt hat die Kulturpädagogin und IT-Journalistin Christiane Schulzki-Haddouti “Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft” untersucht. Schulzki-Haddouti war für die 14-monatige Arbeit an dieser Studie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der h_da beschäftigt. Das Projekt wurde zudem von Prof. Dr. Lorenz Lorenz-Meyer vom Studiengang Online-Journalismus betreut.

Doch die Studie hat es in sich, auch wenn ich sie noch nicht gelesen
sondern nur überflogen habe.* Auf über 300 Seiten behandelt Christiane Kooperation, Innovation, Entwicklung und Anwendung kooperativer Technologien, Akzeptanz- und Erfolgsfaktoren und fünf verschiedene Szenarien.

Bemerkenswert ist nicht nur der Umfang und der wissenschaftliche Charakter der Studie: Sie ist unter der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-SA 3.0 veröffentlicht. Ich freue mich, dass ich zusammen mit elf anderen Teilnehmern wie beispielsweise Jörg Hoewner, Dieter Rappold und Tim Schlotfeldt mit einem Interview zu dieser Studie beitragen durfte.

Ich habe mir ganz fest vorgenommen, mir dieses geradezu monumentale Werk „reinzuziehen“*, auch wenn es bereits im letzten Jahr entstand. Denn die Grundzüge gelten nach wie vor und unverändert. Ein wunderbares Grundsatzwerk, auf das ich mich sehr freue.

*) weil ich gerade viel lese, arbeite, mache, tue, lese….

In der neuesten Ausgabe der Wirtschaft + Weiterbildung erscheint von Ulrike Reinhard ein Beitrag über Prof. Peter Kruse und seine Studie "Handelsblatt-Management-Trendradar". Peter Kruse wird auch auf der SCOPE09 auf dem Trainingsschiff "Roter Sand" dabei sein und mit den Teilnehmern über das Leitthema "Führung im 21. Jahrhundert" diskutieren. Dabei wird es genau um diese Themen gehen:

Prof. Peter Kruse, Gründer und Geschäftsführer der nextpractice GmbH, berichtete auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft fur Personalführung (DGFP) über Ergebnisse der Studie Handelsblatt-Management-Trendradar und zeigte Themen auf, mit denen sich aktuell die Top-Manager in Unternehmen beschäftigen. Dabei wird ein Muster erkennbar, in dem hochattraktive Sinngemeinschaften, explorative Netzwerkorganisation, verantwortlicher Verhaltungscodex, leistungssteigernde Diskurskultur, effizienzoptimiertes (grünes) Unternehmen von erheblicher Bedeutung sind, und zahlengestützte Steuerungskultur, opportunistisches Profitmaximieren, machtzentrierte Führungskonzepte und standardisiertes Produktgeschäft mehr und mehr in den Hintergrund rücken. Mit anderen Worten: Es findet eine tiefgreifende Neuorientierung im Mangement statt.

[ SCOPE09 – Manager auf neue Führungskultur vorbereiten ]

Ich habe Peter Kruse auf dem 17. DGFP-Kongress in Wiesbaden erlebt, und genau das war es: Ein Erlebnis. Nicht nur ich fand den Vortrag richtig erfrischend. Nach dem fachlich zwar interessanten aber methodisch doch langweiligen Vortrag des Vorgängers hat Prof. Kruse die Zuhörer und -schauer aufgerüttelt. Spätestens beim Kaffeespot waren alle kurz vor einem Herzinfarkt und wach (bitte Ton aufdrehen, aber später nicht beschweren):

Genau das ist auch ein Erfolgsfaktor für seine Präsentationen: Interessante und dosiert interaktive Folien, Audio- und Videoinhalte, schlüssige und provokative Inhalte sowie ein mitreißender Stil.

Für viele Personaler und Manager mögen die Aussagen Kruses Neuland und schwer zu verstehen sein, doch wer über den Tellerrand schaut, der wird viele Bestätigungen dieser Aussagen bereits in der Vergangenheit finden. Karl Popper beispielsweise hat vor 28 Jahren eine neue Berufsethik gefordert, die im Kern auf seinem kritischen Rationalismus aufsetzt und Kritikfähigkeit (aktive wie passive) fordert.

Niemand muss noch viel weiter in der Vergangenheit zurückgehen, auch wenn mir sofort Sokrates und sein "Ich weiß, dass ich nichts weiß, und nicht einmal das" einfallen. Bereits etwa vor einem halbem Jahrhundert gibt es von Peter Drucker, dem "Erfinder" des Managements und "Managementpabst", Aussagen und Forderungen, die vom heutigen "modernen" Management immer noch nicht umgesetzt sind und gelebt werden!

Ich freue mich schon sehr auf die SCOPE09-Veranstaltung im September, das Trainingsschiff Roter Sand und die Möglichkeit, mich an Prof. Kruse inhaltlich und rethorisch zu reiben.

Einziger Wehmutstropfen: Ich finde einfach zu wenige Punkte, in denen ich ihm widersprechen könnte ;-)

In der Diskussion um Digital Natives geht es oft um das Alter als Voraussetzung für diesen "Ritterschlag". Früher hat mich das verunsichert. Doch jetzt nicht mehr. Alter ist nur ein zufälliges physisches Phänomen. Digital Native zu sein bedeutet, verinnerlichte Haltungen aufgrund des Umgangs mit digitalen Medien insbesondere als Mitarbeiter zur Unternehmenskultur und als "Prosumer" im Kontakt zu Unternehmen einzunehmen.

Alter?

Wo steht, dass Digital Natives ein bestimmtes Alter haben müssen?

A digital native is a person who has grown up with digital technology such as computers, the Internet, mobile phones and MP3.

[ Wikipedia, abgerufen am 29.04.2009 ]

Ich habe in den Siebzigern in der Schule mit Lochkarten programmiert, als manche der sogenannten heutigen Digital Natives noch über zehn Jahre darauf warten mussten geboren zu werden. Ich habe mich im FidoNet und später in CompuServe (beispielsweise 94 mit Mexikanern während des Chiapas-Aufstands) schon über Kontinente hinweg ausgetauscht, als die Digital Natives von der Existenz des Internets gar nichts ahnten. Immer wieder lese ich sinngemäß, dass die Digital Natives ihre "Funktion" aufgrund ihrer Gabe der späten Geburt hätten – um dann festzustellen, dass viele davon haufenweise SMs verschicken, einen Account bei GMX haben und es ansonsten gerade einmal nach StudiVZ geschafft haben. Weiterlesen

Im November führte ich ein Interview mit Frank Roebers, Vorstandsvorsitzender von Synaxon, über Kommunikation und Arbeit bei Synaxon. Inhalte des Gesprächs waren unter anderem Prozesse im Wiki, Instant Messaging, Büro-Organisation, Digital Natives, Enterprise 2.0, papierloses Büro, Home Office, Flugsimulator :-), die Synaxon und seine Partner sowie deren weitere Entwicklung.

Dies ist der dritte Teil des Interviews mit den Themen Home Office, verteiltes Arbeiten, Entfremdung vom Unternehmen, Verschmelzung Privat- und Arbeitsleben, Flugsimulator-Event, der Pilot Frank Roebers, Spielwelt und Berufswelt, Synaxon und Partner: Weitere Entwicklung

[ Direktlink Video auf Viddler ]

Die Themen der beiden anderen Teile:

Mehr zu Frank Roebers und Synaxon

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Im November führte ich ein Interview mit Frank Roebers, Vorstandsvorsitzender von Synaxon, über Kommunikation und Arbeit bei Synaxon. Inhalte des Gesprächs waren unter anderem Prozesse im Wiki, Instant Messaging, Büro-Organisation, Digital Natives, Enterprise 2.0, papierloses Büro, Home Office, Flugsimulator :-), die Synaxon und seine Partner sowie deren weitere Entwicklung.

Dies ist der zweite Teil des Interviews mit den Themen Lotus Notes, Open Source, Microblogging, Mobiles Arbeiten, papierloses Büro und Büro-Pool.

[ Direktlink Video auf Viddler ]

Die Themen der beiden anderen Teile:

  • Teil 1 hier im Blog (das Video auch auf Sevenload)
    Prozesse und Diskussionen im Wiki, Abstimmungsprozesse, Benachrichtigungen, Instant Messaging, Aktive Mitarbeiter, Büroorganisation, Digital Natives, Enterprise 2.0
  • Teil 3 hier im Blog (auf Sevenload)
    Home Office, verteiltes Arbeiten, Entfremdung vom Unternehmen, Verschmelzung Privat- und Arbeitsleben, Flugsimulator-Event, der Pilot Frank Roebers, Spielwelt und Berufswelt, Synaxon und Partner: Weitere Entwicklung 

Mehr zu Frank Roebers und Synaxon

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Am 17. November führte ich ein Interview mit Frank Roebers, Vorstandsvorsitzender von Synaxon, über Kommunikation und Arbeit bei Synaxon. Inhalte des Gesprächs waren unter anderem Prozesse im Wiki, Instant Messaging, Büro-Organisation, Digital Natives, Enterprise 2.0, papierloses Büro, Home Office, Flugsimulator :-), die Synaxon und seine Partner sowie deren weitere Entwicklung.

Weil es so viele interessante Themen waren :-) und weil ich viel zu viel selbst und zu viele „ähms“ gesprochen habe :-), wurden daraus über 30 Minuten. Deswegen veröffentliche ich das Video-Interview mit Skype hier im INJELEA-Blog in drei Teilen. Die Themen:

  • Teil 1 (dieser hier, auch auf Sevenload)
    Prozesse und Diskussionen im Wiki, Abstimmungsprozesse, Benachrichtigungen, Instant Messaging, Aktive Mitarbeiter, Büroorganisation, Digital Natives, Enterprise 2.0
  • Teil 2 hier im Blog (auf Sevenload)
    Lotus Notes, Open Source, Microblogging, Mobiles Arbeiten, papierloses Büro, Büro-Pool
  • Teil 3 hier im Blog (auf Sevenload)
    Home Office, verteiltes Arbeiten, Entfremdung vom Unternehmen, Verschmelzung Privat- und Arbeitsleben, Flugsimulator-Event, der Pilot Frank Roebers, Spielwelt und Berufswelt, Synaxon und Partner: Weitere Entwicklung 

[ Direktlink Video auf Viddler ]

Mehr zu Frank Roebers und Synaxon

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Derzeit bin ich auf einem OpenSpace von CoreMedia in Hamburg im Kampnagel. Ich war in der Gruppe "Mitarbeiter 2.0", die das Thema Mitarbeiter, Umfeld und Führung in Enterprise 2.0 diskutierte. Auf die Schnelle zwischendurch ein paar…

Eindrücke und Gedanken

Für den Mitarbeiter 2.0 "ist die Arbeit, wo ich bin".
Egal, ob im Büro, Zuhause oder im Café – mit Internet und Telefon geht es überall und jederzeit. Wichtig ist allerdings auch, dass sich der Mitarbeiter nicht vom Unternehmen entfernt.

Der Mitarbeiter 2.0 hat variable Arbeitszeit (die er sich selbst einteilt) ohne Systemkontrolle. Die Leistungskontrolle erfolgt ergebnisbasiert anstelle zeitbasiert.

Mitarbeiter "wissen" mehr als ihr Chef, "können" mehr als ihr Chef

Der Mitarbeiter 2.0

  • ist kommunikationsstark und kommuniziert vielfältig (Instand Messaging, Email, Telefon, Gespräch, …)
  • kann nichts mehr alleine machen und weiß das
  • handelt unternehmerisch aus Eigeninitiative
  • braucht Vertrauen von anderen
  • würdigt die Leistung der anderen höher als die eigene

Der Mitarbeiter 2.0

  • ist gewollter und wollender Mitarbeiter.
  • ist eine Arbeitsform neben anderen
  • ist sozialkompetent
  • konfrontationsfähig
  • angsfrei
  • entmachtet formale Hierarchie


Führung / Manager

Allerdings braucht es zum Mitarbeiter 2.0 auch Manager 2.0, die

  • Lenken statt Kontrollieren
  • Enabler für den Mitarbeiter sind.

Der Mitarbeiter 2.0 kann in einem Team auch einmal Chef und wieder Mitarbeiter werden – ohne Gesichtsverlust.

Der Mitarbeiter hat keinen festen Chef / Führungskraft (wechselnd, u.U. je nach Aufgabe). Denn die Führung wird situativ.

Revolution von unten gibt es nicht

Für den MA 2.0 notwendig

  • CxP CxO (z.B. CEO, CIO) 2.0 oder
  • wirtschaftl. Druck

Führung und Position:
– Macht: gibt es das noch?
– Prestige: anders ableiten als von Führungsposition
– Einkommen geht nicht verloren

"Revival of the Team" => MA 2.0 Kollektiv

Morgen (01.10.2008) bin ich auf der SCOPE_08 in Heidelberg:

Lernen kann spannend sein, mitreissend und ansteckend. Das hat die SCOPE_07 elegant unter Beweis gestellt. Und Lernen wird immer wichtiger. Deswegen findet sie auch in diesem Jahr statt. Als Scope_08.

Wer, wo, wie?
Dann treffen sich Unternehmer, Personaler, Entscheider, Trainer und Trendnasen zum zweiten Mal in Heidelberg, um die Zukunft des Lernens + Arbeitens kennen zu lernen, sich auszutauschen und zu gestalten. 

Für die "True Learnings" sind im Vorfeld einige Vorbereitungen und Interviews gelaufen:

 

Von der SCOPE gibt es morgen ein Livestreaming mit der Möglichkeit der Beteiligung von "außen".