Der Klimawandel ist überall. "Macht nichts, ich sehe ihn hier nicht, alles übertriebene Panikmache." sagten viele Menschen wie Du und ich lange Zeit. Inzwischen ist er da. Die Klimaforscher warnen schon lange. Immer mehr Menschen realisieren mittlerweile, dass der Klimawandel seine Krallen auch nach ihnen ausstreckt. Und doch gibt es immer wieder wirtschaftliche Interessen, die den Klimaschutz nicht nur verhindert, sondern die den Klimawandel verursachen.

Stephan Lebert von der ZEIT sammelte Eindrücke in San Francisco, Sacramento, Phoenix, Cancún und Manaus. Heraus kamen beeindruckende Berichte und Sichtweisen von seinen Reisestationen. Beispielsweise von Cancún in Mexiko. Dort leben Norma und Chuck, doch seit dem Hurrikan Wilma hat sich das Urlaubsparadies verändert:

Den berühmten weißen Sandstrand, das Markenzeichen vom Urlaubsort Cancún, hat das Meer geholt. Das lässt sich die Ferienindustrie nicht gefallen, das soll korrigiert werden. Riesige, nackte Röhren liegen am Ufer, sie werden den Sand aus dem Meer zurückpumpen an den Strand. Der leuchtend weiße Glücksstreifen: Ohne dieses Panorama könnten all die Touristen ausbleiben, das ist die Angst von Cancún. Allein die Aktion mit den Sandpumpen wird Millionen kosten. Vergebliche Mühe? Alle Prognosen sprechen von neuen, vielleicht noch stärkeren Stürmen. Vielleicht wird ganz Cancún, die Stadt auf Meeresspiegelhöhe, überspült. Deshalb aufgeben? Ausgerechnet hier sollen sich die Menschen vom Traum verabschieden, direkt am Meer zu leben?

[ Quelle: Der Sturm wird kommen ]