Geht das Zeitalter der Nachrichtenagenturen zu Ende? Wer braucht noch Nachrichtenagenturen, wo doch Unternehmen zunehmend ihre Inhalte selbst veröffentlichen und verbreiten und Blogs Inhalte mit Nachrichtenwert in die Medien bringen?

In thematischen Nischen (Themen, Ressorts) könnte eine Rettung liegen – doch dort sitzen oft bereits die Blogs und haben eben diese Nischen schon besetzt.

  • Blogs bieten rund um die Uhr neue Inhalte und kreieren heutzutage oft Issues (beispiel hierzu die "Affäre Zwanziger")
  • Auf Plattformen wie Netvibes lässt sich Content kostenlos entdecken und recherchieren. Auch durch Journalisten ;-)
  • Websites wie Rivva spüren neue Themen und Trends aus Onlinemedien wie Zeitungen und Blogs auf
  • Text- und Multimedia-Inhalte lassen sich auf diversen Plattformen kostenlos abrufen und verwenden (je nach Lizenz) und auch als Widgets selbst einbinden.

All dies ermöglicht den Unternehmen (z.B. in PR, Marketing), die Agenturen und die klassischen Medien zu übergehen und selbst als Publisher aufzutreten. Und die Medien informieren sich zunehmend kostengünstig selbst.

Der elektronische Newsroom bietet neben dem reinen Text mit gelegentlichen Bildinhalten umfassende Materialien und Verlinkungen (z.B. Wasserbotschafter ). Mit Social Websites wie Number10 lassen sich Neuigkeiten konzentriert anbieten und sehr schnell und weit verbreiten.

Mein Fazit

Anstelle der bisherigen Nachrichtenagenturen wird es Agenturen geben, welche gezielte Recherchen übernehmen und den Medien zur Verfügung stellen oder sich selbst als Recherchemedium anbieten. Nachrichtenagenturen müssen sich wandeln von allgemeinen Pushmedien zu gezielten Recherche- und Pullmedien, ihr bisheriges Geschäftsmodell hat keine Zukunft.

Die klassische Nachrichtenagentur wird sterben – R.I.P.