Der Tod des klassichen SEO oder: Warum Unternehmen nicht mehr ohne Social Media können

Unternehmen müssen jetzt in Social Media aktiv werden. Es reicht nicht mehr, nur ein Monitoring aufzubauen. Auch nicht für B2B-Unternehmen, die glauben „Unsere Kunden machen sowas nicht, die kommen auf uns zu, wir sprechen persönlich miteinander“.

Jan Tißler liefert die Begründung und schreibt auf t3n über „Google+ SEO: Personalisierte Suche, Stufe 2„:

Oder wie ich früher hier schon schrieb: SEO wird praktisch unberechenbar. Die Untersuchung, auf die ich dort eingehe, zeigt sehr anschaulich, wie stark Googles Suchergebnisse bereits personalisiert waren, bevor es den 1-Button und Google gab. Die Folge: Man kann als Suchmaschinenoptimierer oder Websitebesitzer bestenfalls grob einordnen, ob eine Seite gut in den Ergebnissen dasteht. Aber es können nicht mehr wie früher konkrete Platzierungen angegeben werden. Gut möglich sogar, dass eine Website an sich gut dasteht, aber aufgrund der personalisierten Suche dummerweise genau in der Zielgruppe auf Seite 2 landet…

Wenn sich ein Unternehmen der aktiven Teilnahme an Social Media verweigert, dann werden nur andere in Social Media über bestimmte Themen sprechen/schreiben. Dann wird auch ein solches B2B-Unternehmen nicht mehr darauf setzen können, dass seine Homepage auf der ersten Googleseite erscheint und ein Interessierter (möglicher Neukunde, Partner, Mitarbeiter, Greenpeace-Aktivist, Anwohner… aka Stakeholder) die Sichtweise des Unternehmens zu einem Thema erhält.

Die (möglicherweise vermeintlichen) Experten bestimmen das Gespräch, und das Unternehmen verschwindet für viele Personen bei der Suche aus der Wahrnehmung. Möglicherweise sind dies genau diejenigen Personen, die zu den Themen des Unternehmens ein Netzwerk aufgebaut haben und dann einmal in Google bestimmte oder zusätzliche Informationen suchen. Dann bestimmt ihr Netzwerk, was und welche Meinung sie finden – nicht das Unternehmen und nicht Google.

Wenn ein „John Doe-Unternehmen“ und seine Mitarbeiter kein Social Media-Netzwerk aufgebaut haben, dann verschwindet es. Irgendwann einfach so. Auf seinem Grabstein wird dann stehen:

R.I.P.

Unbekannt

[ Via Fink & Fuchs ]

Autor: Frank Hamm

Frank Hamm](https://frank-hamm.com) (* 14. April 1961 in Ingelheim am Rhein) ist ein deutscher Kommunikationsberater, Blogger und Autor. Hamm lebt in der Ortsgemeinde Selzen (Rheinhessen). Im INJELEA-Blog behandelt er seit 2005 Fachliches aus Kommunikation, Produktivität, Kollaboration und Intranets. Als Der Entspannende berichtet Hamm über Wandern, Genuss und Kultur in Deutschland. Sein gleichnamiges Blog gehört zu den etablierten deutschsprachigen Wanderblogs. Subjektives aus Raum und Zeit veröffentlicht er in seinem Kolumnen-Blog Der Schreibende. In den Sozialen Medien ist Hamm aktiv auf Twitter als @DerEntspannende und als @fwhamm, auf Facebook als Der Entspannende und auf Instagram als Der Entspannende. Nachrichten und Anfragen beantwortet Hamm per E-Mail via frank@frank-hamm.com.

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