Soeben lese ich auf PR-Journal einen Offenen Brief von Norbert Schulz-Bruhdoel, in dem dieser nach zwanzig Jahren Mitgliedschaft seinen Austritt aus dem DPRG verkündet und zu seinen Beweggründen schreibt:

Für meinen Rückzug nehme ich eine Menge Details zum Anlass. Über lange Zeit haben sie sich zu dem beherrschenden Eindruck verdichtet, die DPRG sei nicht nur nutzlos und überflüssig, sondern sogar für unseren Berufsstand schädlich.

[…]

Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie scheißegal der DPRG die jungen Leute sind, die ihr eigentlich die Zukunft sichern sollten. Wie soll ich einem jungen, begabten und ehrgeizigen Menschen raten, diesem Berufsverband beizutreten, der seine Interessen nicht nur nicht vertritt, sondern sogar verhöhnt?

[ PR-Journal  Ein offener Brief: Warum ich der DPRG den Rücken kehre , via Nebelhorn ]

Ich habe in den letzten Monaten viele sagen hören / schreiben sehen, wie unzufrieden sie mit dem Berufsverband seien. Ich kann die Arbeit des Verbandes nicht beurteilen, denn ich bin nicht im Verband und habe mich bisher noch nicht für dessen Arbeit interessiert. Dies wäre also der Punkt, an dem ich schweigen sollte.

Doch ich habe Norbert Schulz-Bruhdoel während eines mehrtägigen Workshops als besonnenen, abwägenden und nach Objektivität strebenden Menschen kennengelernt. Wenn also ein Norbert Schulz-Bruhdoel seinen Austritt erklärt und solche Worte wählt, so scheint es im Verband nicht nur zu gären sondern sogar zu kochen.

Ich bin kein "PR-Profi", auch wenn ich in der Unternehmenskommunikation eines Unternehmens arbeite. Doch als Verbandsaußenstehender und PR-Student, der dem Thema "verbunden" ist, gebe ich gerne meine Außenwahrnehmung des Berufsverbands "für alle PR-Fachleute in Deutschland" (laut Startseite des Internetauftritts) wieder:

Ich nehme die Öffentlichkeitsarbeit aka Public Relations des DPRG nicht wahr.