Fazit Contentmanager.days 2006

Motivation und ErwartungenDie Contentmanager.days 2006 in Leipzig nahm…

Motivation und Erwartungen

Die Contentmanager.days 2006 in Leipzig nahm ich als Anlass, aktuelle Themen im Content Management aufzuspüren, um somit meine Bachelorarbeit im Kontext zeitgemäßer Aspekte ausarbeiten zu können. Meine Erwartungen an die Contentmanager.days 2006 bezogen sich daher vor allem an CMS übergreifende Vorträge, welche Probleme und Entwicklungen im Content Management erörterten. Darüber hinaus erwartete ich jedoch auch einiges von Erfahrungsberichten über den Einsatz und die Einführung von Content Management Systemen.

Aspekte

Die interessantesten Aspekte bezüglich meiner Bachelorarbeit betrafen die Bereiche Web 2.0, Archivierung und Auffindbarkeit von Daten so wie Barrierefreiheit.

Einer der meist gefallenen Begriffe auf den Contentmanager.days war "Web 2.0". Die interessantesten Vorträge zu diesem Aspekt waren: "Das Informationsmanagement im Wandel" von Dr. Ulrich Kampffmeyer, "Wissensmanagement und Web 2.0" von Prof. Dr. Klaus Tochtermann und der CEO-Strategiegipfel.

Dr. Ulrich Kampffmeyer leitete das Thema "Web 2.0" mit dem Begriff "Web 42.0" ein. Er wählte die 42 um zu provozieren. 42 ist im Roman "Per Anhalter durch die Galaxie" von Douglas Adams die Antwort eines Computers auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Dr. Ulrich Kampffmeyer wies damit auf den zum teil übertriebenen Trend um den Begriff "Web 2.0" hin. Er selbst definierte den Begriff weder aus einer technischen Sicht, noch rückte er den User Generated Content in den Mittelpunkt. Er beschrieb Web 2.0 als eine gesellschaftliche Veränderung, als eine neuen Umgang mit Informationen. So benutzen beispielsweise Menschen die nie eine Stimme hatten nun das WWW um ihre Meinung aktiv zu verbreiten.

Auch Prof. Dr. Klaus Tochtermann definierte Web 2.0 als einen gesellschaftlichen Wandel. In seinem Vortrag beschäftigte er sich jedoch weniger mit der Begriffsklärung, sondern erörterte die Frage, wie Web 2.0 das Wissensmanagement in der Zukunft beeinflussen wird. Eine der bedeutendsten Anforderungen an das Wissensmanagement ist für ihn, die Möglichkeit zu schaffen, in der Fülle von Informationen inhaltliche Zusammenhänge darstellen zu können.

Im Gegensatz zu Prof. Dr. Klaus Tochtermann beurteilten die CMS Anbieter auf dem CEO-Strategiegipfel das Thema Web 2.0 für die weitere Entwicklung als eher unwichtig. Als Grund wurde vor allem die Tatsache benannt, dass die bisherigen Techniken welche Web 2.0 ermöglichen für die CMS Anbieter keine Herausforderungen darstellen und meist schon in den Systemen integriert sind. Aus der Sicht der CMS Anbieter ist der Aspekt der Archivierung und der Auffindbarkeit von Daten interessanter.

Dieser Aspekt der Archivierung und der Auffindbarkeit von Daten kam wie Web 2.0 in vielen Vorträgen zu Geltung. Dabei kam das Problem der langfristigen Archivierung und dem gleichzeitigen schnellen Auffinden von Informationen zur Sprache. Der Zeitaufwand beim Suchen von Inhalten und die damit verbundenen Kosten stellte Jörg Dennis Krüger in seinem Vortrag "Erfolgsfaktoren für die unternhemensweite Suche" dar.

Ein eher nebensächlicher aber interessanter Aspekt bei den Contentmanager.days 2006 war Barrierefreiheit. Zu diesem Thema hielt Ansgar Hein den Vortrag "Barrierefrei mit Lotus Notes – Praxisbericht aus Straelen Niederrein". Ansgar Hein berichtete dabei über Erfahrungen und Probleme, die bei der Einführung von Barrierefreiheit für die Website der Gemeinde Straelen auftraten. Ein interessanter Punkt war, dass die Vorteile von Barreirefreiheit dem Kunden erst sehr ausgiebig erklärt werden müssen um überhaupt in der Planung eines Webauftritts berücksichtigt zu werden. Genau so interessant war die Aussage, dass die größte Schwierigkeit bei der Umsetzung von Barrierefreiheit, das ständige treffen von Kompromisse sei.

Fazit

Meine Erwartungen an die Contentmanager.days 2006 wurden erfüllt. Besonders gut gefallen hat mir der Mix an Referenten. Es wurden Vorträge aus dem Bereich der Wissenschaft, von Seiten der Anwender und der Anbieter gehalten. Dadurch bekam ich einen Eindruck von aktuellen Diskusionen im Content Management. Aus diesem Aspekt waren die Contentmanager.days 2006 für meine Bachelorarbeit sehr hilfreich. Themen wie Open Source Lösungen oder Content Management bei KMU kamen leider überhaupt nicht zur Sprache. Dies war jedoch auf Grund des Programms schon im Vorfeld klar.

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Autor: Frank Hamm

Frank Hamm](https://frank-hamm.com) (* 14. April 1961 in Ingelheim am Rhein) ist ein deutscher Kommunikationsberater, Blogger und Autor. Hamm lebt in der Ortsgemeinde Selzen (Rheinhessen). Im INJELEA-Blog behandelt er seit 2005 Fachliches aus Kommunikation, Produktivität, Kollaboration und Intranets. Als Der Entspannende berichtet Hamm über Wandern, Genuss und Kultur in Deutschland. Sein gleichnamiges Blog gehört zu den etablierten deutschsprachigen Wanderblogs. Subjektives aus Raum und Zeit veröffentlicht er in seinem Kolumnen-Blog Der Schreibende. In den Sozialen Medien ist Hamm aktiv auf Twitter als @DerEntspannende und als @fwhamm, auf Facebook als Der Entspannende und auf Instagram als Der Entspannende. Nachrichten und Anfragen beantwortet Hamm per E-Mail via frank@frank-hamm.com.