Flipboard hat gestern für Furore gesorgt. So sehr, dass neue Nutzer erst einmal ausgesperrt werden, weil Flipboards Server überlastet sind. Ich habe es nicht mehr rechtzeitig geschafft (Anmeldungen mit Version 1.0.1. möglich). Doch ich bin „heiß“ auf diese App. Aber warum gibt es nur Auszüge der Artikel?

Sämtliche in Tweets enthaltenen Links werden von Flipboard extrahiert und zumindest mit einigen Absätzen dargestellt . Hier könnte es zukünftig zu Konflikten mit den Contentproduzenten kommen, da Flipboard ihren Content (teilweise) importiert, aber keinen Beitrag zur Monetarisierung leistet.

[ iPad-Newsreader mit der Lizenz zum Beeindrucken ]

Ich beispielsweise habe keine Probleme damit, wenn meine Artikel komplett zu lesen sind – weder über meinen RSS-Feed noch über ein anderes Gerät oder eine andere Aufbereitung. Solange der Titel des Artikels, die Herkunft des Artikels (Link auf Originalseite) und der Autor (mein Name oder der Name meines Blogs) klar ausgewiesen sind (und am besten auch noch die CC-Lizenz), ist das für mich eine super Sache.

Bei RSS-Feeds ist das ganz einfach: Im jeweiligen Content Management System (CMS) wie beispielsweise WordPress wähle ich aus, ob der „Full Feed“ oder nur ein Teil des Feeds herausgegeben wird.

Doch wie sieht es aus, wenn ein Bot wie beispielsweise der von Flipboard (oder einer von Google, Bing, Rivva…) aufgrund eines Links einen Artikel parst?

Frage an die HTML-Meta-Tag-Kundigen? Gibt es ein Tag, mit dem man den Bots explizit erlauben kann, den kompletten Artikel zu parsen? Oder die ersten x Absätze, x Zeichen etc.?

Ich fände das gut!

Und die armen Verlage bräuchten dieses Tag einfach nicht zu nutzen. Obwohl: Ein Jahr nach der Hamburger Erklärung hat sich offenbar nicht viel geändert. So gibt es auf Burda.de immmer noch keine robots.txt, bei der Bunten sieht es auch nicht besser aus. Wie sollen die lernen, mit so etwas Kompliziertem wie Meta-Tags umzugehen…

2 Kommentare
  1. kosmar sagte:

    kennst du feedly.com? das ist vom ansatz her ganz ähnlich – fokus auf greader/friendfeed/twitter statt twitter/fb

    • Frank Hamm sagte:

      Ja, Feedly kenne ich. Den habe ich auch schon einmal ausprobiert, allerdings als möglichen Feedreaderersatz. Dafür hat er mir nicht gereicht (ich habe allerdings auch über 250 Feeds abonniert).

      Für „wilde Links“ meiner Kontakte schien er mir damals nicht weit genug, vielleicht sollte ich ihn wieder einmal testen. Ohne das Flipboard selbst zu kennen scheint es mehr Potential für einen Offlinreader zu haben…

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