Auf Interne Kommunikation gibt es ein interessantes Interview mit Frank Martin Hein, Leiter Unternehmenskommunikation bei Bombardier-Transportation, über Elektronische Unternehmenskommunikation (ein gleichnamiges Buch von ihm erschien gerade). Darin erzählt er auch über die verschiedenen Aspekte und mögliche Konflikte in der Internen Unternehmenskommunikation mit elektronischen Medien wie Chats, Blogs, Email.

Frank Martin Hein weist darauf hin, dass die Interne Kommunikation Plattformen zum Austausch der Menschen organisiert:

  • institutionelle Kommunikation ("Offizielle" Kommunikation durch Vorgesetzte, i.d.R. top-down)
  • individuelle Kommunikation, die zwischen den Menschen stattfindet (Chats, Blogs, Email) 

Und was geschieht, wenn die Interne Kommunikation bei den Plattformen versagt?

Eine der Thesen, die ich in dem Buch beleuchte, und anhand von vielen Beispiele auch belege, ist, dass wenn das Unternehmen es verpasst, die richtigen Plattfomren zur Verfügung zu stellen (intern), und wenn es bei den Anpassungsprozessen im Unternehmen etwas hakt – und es hakt immer – dann weichen die Menschen mit ihrer Kommunikation auf Medien außerhalb des Unternehmens aus. Und das ist dann etwas, was viele Kommunikationsabteilungen mit Schrecken sehen […]

Eben. Und dann kommunizieren und organisieren sich die Mitarbeiter beispielsweise in einer Facebook-Gruppe – ob das Unternehmens "das will" oder nicht. Kommunikation geschieht: Am Kaffeeautomaten, beim Mitagessen, nach Feierabend mit Bekannten, im Internet…

Das Interview kann im Artikel direkt mit einem Flash-Player gehört werden, oder als mp3-Datei heruntergeladen werden: Interne Kommunikation – Unternehmenskommunikation – Unternehmenskultur

Frank Martin Hein hielt auf den Contentmanager.days 2007 eine faszinierende Session, die ich im INJELEA Blog live gebloggt habe: Kultur, Kommunikation und Kontrolle.