Thomas Knüwer kündigt seinen Austritt aus dem DJV an: "Warum ich aus dem DJV austrete – und mich frage, ob man nicht etwas tun müsste"

Nun steht mein Entschluss fest: Ich werde den Deutschen Journalisten-Verband DJV nach 14 Jahren (wenn ich recht gezählt habe) Mitgliedschaft verlassen.

Knüwer regt sich insbesondere über Michael "Gestern" Konken auf und dessen "Tipps für Freie"-Schreiben zum Thema Leistungsschutzrecht

Ich war nie Mitglied im DJV, die Möglichkeit hierzu erscheint mir auch sehr gering, denn ich schließe mich Knüwers Gedankengang an, wenn er schreibt:

Konkens Wahrheitsverdreher erblöden sich auch nicht, leicht widerlegbaren Unsinn zu schreiben. Zum Beispiel, dass wer sich gegen Google News wehren wolle – also im Umkehrschluss lieber nicht so viele Leser haben möchte – die "Gesetzeslage ändern und anschließend auf deren Akzeptanz durch die Gerichte hoffen" müsse. Das ist zunächst mal inhaltlich verdreht, zum anderen falsch. Es reicht eine Code-Zeile im eigenen Angebot und – zack – ist Google außen vor. Punkt. Das aber sei – erkennt der DJV dann viele, viele Zeilen weiter – "medialer Selbstmord". Am liebsten würde der DJV Google aufspalten. Was natürlich wirtschaftlich ein nicht funktionierendes Angebot erzeugen würde – denn die Suchmaschine, gerne kostenlos von Journalisten benutzt, refinanziert sich nun mal über Werbung.

Denn was zeigt dieser "DJV – Deutscher Journalisten-Verband" uns und Google beim Aufruf von http://www.djv.de/robots.txt? Die Startseite! Der DJV lädt also Google sogar geradezu ein, ja auf seine Inhalte zu zu schauen und ja nicht zu übersehen.

Da frage ich mich:

  • Ist das Absicht (keine robots.txt und Umleitung auf Startseite) oder ist der DJV unfähig wie möglicherweise Burda auch?
  • Ist der DJV möglicherweise vielleicht ein wenig verlogen, weil er auf Google schimpft und gleichzeitig für Recherche und durch Referer von Google lebt?

Für mich sind die momentanen "Jammereien" und "Beschuldigungen" aus der Verlags- und jetzt auch der Journalismusbranche befremdlich. Ich verstehe es einfach nicht. Das Tonalität lässt mich einfach nur an Polemik und nicht an einen öffentlichen Diskurs denken.