Facebook führt bei den Profilen (d.h. Personenprofilen) ein neues Layout ein. Für die Seiten („Fanpages“) ändert sich zunächst nichts. Bisher aber wurden Änderungen an dem Profillayout immer auch danach bei Seiten eingeführt. Das könnte für Seitenbetreiber aufgrund der Impressumpflicht problematisch werden.

Bisher haben viele Seitenbetreiber den Link zu ihrem Impressum mit entsprechendem Text in den Kasten „About“ (bzw. „Info“) geschrieben. Die ersten Zeichen des „About“-Inhaltes und damit auch der Link und der Text „Impressum“ waren damit sofort erkennbar. Damit war die Impressumspflicht erfüllt und keine aufwändige Impressums-App erforderlich:

Die Zahl an Abmahnungen wegen Impressumsfehlern auf Facebook-Fanseiten nimmt rapide zu. Seit letzter Woche kursieren zudem Berichte über Abmahnungen der Kanzlei HWK, die anscheinend im größeren Umfang für eine Firma Binary Services GmbH Impressumsfehler geltend macht. Mir liegen bereits drei dieser Abmahnungen vor. Abgemahnt werden nicht nur Fanseiten, die gar kein Impressum haben, sondern auch solche, bei denen das Impressum im “Info”-Bereich steht oder bei denen die Impressums-Apps falsch verwendet werden.

[ Thomas Schwenke: Abmahnwelle wegen Impressumsfehlern – Sichern Sie Ihre Fanseite in 5 Minuten ]

Facebook beginnt nun offenbar, Layoutänderungen für die Profile auszurollen:

Zunächst hieß es bei thenextweb.com, das neue “einspaltige Profillayout” werde bislang nur in Neuseeland eingeführt. Einige meiner deutschen Leser berichteten mir daraufhin, dass sie das neue Layout – zumindest in Teilen – auch schon bei sich sehen. Und angekündigt war es ja schon länger. Es spricht also einiges dafür, dass die Layoutänderungen demnächst bei allen ankommen werden.

[ Annette Schwindt: Facebook räumt das Profillayout auf – bald für alle? ]

Dadurch entfallen zukünftig die Kästen, und es wird nur ein Menü mit einem Titel wie „About“ oder „Photos angezeigt: Der Text „Impressum“ (wie von den Gerichten gefordert) verschwindet. Wie üblich würde Facebook keine Rücksicht auf die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland nehmen. Ich bin gespannt, wie sich das Thema entwickelt.