Leila Summa, cablecom GmbH, erzählt über Best-Practice: Einsatz von Web 2.0-Diensten im "IntraWeb 2.0" der Cablecom: Sinn oder Unsinn?
cablecom GmbH, 1.600 Mitarbeiter in der Schweiz, hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich, wurde verkauft, weg von reiner Kabelgesellschaft zu einer Multimedia Gesellschaft.
Immer kürzere Produktzyklen für immer neuere Produkte. Immer wichtiger sind der Austausch von Informationen und Erfahrungen sowie die Optimierung der internen Kommunikations- und Arbeitsprozesse.
Wichtige Wettbewerbsvorteile für cablecom: Effektivität, Effizienz, Innovation. Wie können wir die Mitarbeiter dazu unterstützen?
Was gibt es, was können wir "abkupfern", was für unseren Alltag gut ist?
Vorbehalte waren beim Management z.T. gross, dank Support des Managing Director (Auftraggeber fürs IntraWeb 2.0) und dem VP HR wurden diese Hürden gemeistert. "Nicht-edukatives" Erklären und das Aufzeigen des Nutzens an Praxisbeispielen half Vorurteile gegen Web 2.0 abzubauen.
Das Totschlagargument: Die Kosten
Zuviele Informationen, zu wenig für sich wichtige Informationen bei den Mitarbeitern. Wir wollten die Leute motivieren ganz einfach und schnell etwas zu publizieren. Wir möchten die Kommunikation bottom-up noch weiter und besser zu ermöglichen.
- Anzeige von Daten aus anderen Systemen (z.B. 13 weitere, inoffizelle Intranets)
interne + externe Feeds - Management- und Produkte-News
- Zeitunabhängige und interdisziplinäre Kommunikation in Teams mit Blogs
- Dokumentation von Prozessen etc. in Wikis
- Tagging (u.a. Optimierung von Suchprozessen)
Der Weg war eine eigene Lösung mit PHP und MySQL basierend auf dem etablierenden e-HR-System.
Technologische Vereinigung von Blog- und Wiki-Funktionalitäten in einem Tool unter Berücksichtigung der geltenden Policies und Regelungen: E-Touch! (Elektronischer Berührungspunkt von und für Mitarbeiter).
Jetzt gibt es eine Live-Präsentation von e-touch
Schlagworte: Ausgehtipps, Corporate Communications, Anzeige aus Blogs, Workplace, Aufgaben, Who Is Who, Infopedia (Dokumentationen, hat ursprüngliches Intranet abgemeldet), elektronische Post-Its (teilbar mit anderen Mitarbeitern, senden an Desktop möglich), externe und interne RSS-Feeds, my newslounge (Blogs, z.B. Supportblog).
- Kein Medium ersetzt ein anderes: Mitarbeiter sprechen immer noch miteinander
- Klare Zuständigkeiten sind wichtig
- Viele interdisziplinäre Teams mit jungen (vom Denkansatz her) Mitarbeiter
Risiko Unternehmenskultur:
- Offenheit (auch für Fehler, die geschehen können)
- Standardisierung
- Freiheit
- Datenschutz vs. Transparenz
- Notwendigkeite einer strikten Steuerung vs. Web 2.0
Das Intranet wurde im Februar 2007 gestartet, es ist eine andauernde Entwicklung. Je mehr Mitarbeitende e-touch nutzen, umso besser wird es.