Management by Didi der Doppelgänger

Irgendwie kam mir heute morgen Didi der Doppelgänger in den Sinn. Didi…

Irgendwie kam mir heute morgen Didi der Doppelgänger in den Sinn. Didi, das ist natürlich Didi Hallervorden. Didi spielt sowohl den Millionär und Unternehmer Hans Immer und den (ziemlich erfolglosen) Kneipenwirt Bruno Koop.

Der millionenschwere Multi-Industrielle, Bauunternehmer und Immobilienspekulant Hans Immer ist ein autoritärer und rabiater Zeitgenosse, der für ein neues Bauvorhaben etliche Häuser abreißen will – darunter die Mietskaserne, in der Bruno Koob seine Kneipe (aus Familienbesitz) betreibt. Koob hat aber gar nicht vor, diese aufzugeben:

„Dat ist meine Kneipe! Die hat schon meinem Urgroßvater gehört, dann meiner Stiefmutter, dann meinem Halbbruder, dann der Schwester von dem, die hat dann meinen Vater geheiratet, und jetzt gehört se mir. Und dat schon zwölf Jahre – und das bleibt so – einer muss es denen doch zeigen!“

(Seite „Didi – Der Doppelgänger“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.)

Doch die beiden treffen sich zufällig, und trotz Widerständen Koops gelingt Immer ein ganz eigennütziges Husarenstück – zumindest meint er das.

Der Millionär engagiert den Kneipenwirt, weil er mit einer Entführung rechnet. Die Rollen werden getauscht, doch Bruno Koop managed alles. Aus der Entführung wird nichts, und er kommt nicht nur überraschend gut im Unternehmen zurecht – er krempelt es zum Leidwesen Immers sehr erfolgreich um.

Der Knaller sind drei Sprüche, von denen mindestens einer in jeder Entscheidungssituation passt:

  • „Ich brauche mehr Details“
  • „Schreiben Sie’s auf, ich beschäftige mich später damit“
  • „Das ist nur Ihre Meinung“

Zumindest war das in den Achtzigern so. Gilt das heutzutage noch? Vermutlich schon. Übertragen auf einen heutigen, fiktiven Unternehmensalltag könnte eine Führungskraft die folgenden Sätze verwenden:

  • „Haben Sie ein Benchmarking?“
  • „Schicken Sie mir eine Email“ (noch besser: „Schicken Sie dem Chef eine Email“)
  • “ “ (Da fehlt mir die Vorstellungskraft. Dürfen Mitarbeiter eine Meinung haben?)

Eine weitere Option besteht im völligen Ignorieren und Wechseln zum nächsten Thema.

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Autor: Frank Hamm

Frank Hamm](https://frank-hamm.com) (* 14. April 1961 in Ingelheim am Rhein) ist ein deutscher Kommunikationsberater, Blogger und Autor. Hamm lebt in der Ortsgemeinde Selzen (Rheinhessen). Im INJELEA-Blog behandelt er seit 2005 Fachliches aus Kommunikation, Produktivität, Kollaboration und Intranets. Als Der Entspannende berichtet Hamm über Wandern, Genuss und Kultur in Deutschland. Sein gleichnamiges Blog gehört zu den etablierten deutschsprachigen Wanderblogs. Subjektives aus Raum und Zeit veröffentlicht er in seinem Kolumnen-Blog Der Schreibende. In den Sozialen Medien ist Hamm aktiv auf Twitter als @DerEntspannende und als @fwhamm, auf Facebook als Der Entspannende und auf Instagram als Der Entspannende. Nachrichten und Anfragen beantwortet Hamm per E-Mail via frank@frank-hamm.com.