Nicht nur mir fällt auf, dass Deutschland eine Müllkippe ist. In Ingelheim fand eine alljährliche Müllsammelaktion zum neunten Mal statt.

‚Die Zahl der freiwilligen Helfer hat sich in den letzten Jahren sehr konstant bei etwa 80 Personen eingependelt‘, verkündete Beek. ‚Ziel dieser Aktion ist es, dass die Bürger selbst einmal mithelfen, ihre Stadt sauber zu halten‘.

[…] Dazu gehörten Schulranzen, Teppichbäden, Kühlschränke und sogar Autoersatzteile, die allesamt dank der fleißigen Helfer aus dem Ingelheimer Stadtbild verschwanden.

[…] Der meiste Dreck musste in den am Rand der Stadt gelegenen Gemarkungen und vor allem an Autobahnaus- und Abfahrten aufgesammelt werden.

[ Quelle: Allgemeine Zeitung Ingelheim, Seite 9 ]

Aha. Da sind einige Offiziellen und Bürger sicherlich sehr stolz darauf, dass sie den Müll von anderen Leuten vollkommen selbstlos und kostenlos wegräumen. Ganz ehrlich, das finde ich lobenswert.

Die Ursache jedoch behebt dies nicht. Im Gegenteil, der "Lerneffekt" für Müllverursacher wird sein: "Klasse, ich werfe das Zeug in die Landschaft. Andere entsorgen ihn. Super Service – eigentlich brauche ich zuhause keine eigene Mülltonne!"

Hier wird nicht die Ursache beseitigt, sondern es wird nur noch mit den Symptomen gekämpft. Prima Umlageverfahren für die Solidargemeinschaft. Klar, verboten ist diese Form der Müllentsorgung. Aber was nützen Verbote, wenn sie nicht kontrolliert und durchgesetzt werden?

Mein Vorschlag: Eine Bierdose wegwerfen kosten 500 Euro. Damit wird eine Umweltpolizei finanziert.