Das "neue" Netscape möchte offenbar Autoren für ihre Tätigkeit zu bezahlen. Blog Age schreibt dazu unter "Netscape kehrt das Social-Prinzip um":

In der Blogosphäre schlug die Nachricht ein wie eine Bombe. Nach dem Netscape-Relaunch denkt man dort nach, Leute in der Community dafür zu bezahlen, dass sie Artikel posten. Das ist die Umkehr des Social-Prinzips.

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Irgendwie aber sind mir werbefreie Seiten lieber, die liebevoll gepflegt werden. Ich glaube, ich bin nicht allein. Eines wird deshalb im "Web 2.0" bleiben: Die vielen kleinen Projekte, wo es nicht ums Geldverdienen, sondern eben um die Community, also die Gemeinschaft, geht.

Bin mal ganz stolz und sehe INJELEA als kleines Projekt. Bin also nicht alleine. Andererseits ist das INJELEA Blog nicht werbefrei, aber definitiv ist es nicht kommerziell (dazu gleich mehr).

Es wird immer eine bunte Webwelt geben: Bezahlte und unbezahlte "Schreiberlinge". Netscapes Versuch mag glücken oder nicht, es wird immer noch jede Menge Personen und Organisationen (Projektteams, kleine oder sogar große Firmen mit Spaß an der Freud, …) geben, die ihre Farbklekse an die Webwand malen. Ich lese und schreibe auch gerne bunt.

Andere wie Yahoo! mögen folgen, aber gerade Yahoo! hat ("drüben") eine große Freiwilligengemeinde, die bloggt und schreibt und kommentiert. Die wird das weiterhin tun, auch wenn es darunter "bezahlte Fans" gibt.

Und in Deutschland? Es gibt Readers Edition, wo Freiwillige die Plattform nutzen, um ihre Beiträge zu schreiben. Jetzt kam es zur ersten kommerziellen Verwertung eines Beitrages. Der Autor bekommt Geld für seinen zweitverwerteten Beitrag. Ich finds gut, das spornt Autoren an, und die Netzeitung hat was davon. Das finde ich wesentlich besser als das Modell von Netscape.

Möglicherweise wird es genügend gute und bezahlte Autoren für Netscape geben, und vielleicht wird das Projekt ein Erfolg. Ich glaube jedoch, dass sie mit einem attraktiven inhaltlichen und funktionalen Angebot hinreichend unbezahlte Autoren hätten gewinnen können. Letzten Endes geben sie das Geld für Nichts aus.

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