Am Sonntag abend nach dem TV-Duell gab Hr. Jung von der
Forschungsgruppe Wahlen ein paar Zahlen zum Besten. Na ja, so zum
Besten stand es nicht damit.

Es gab unter anderem die Frage an
die Repräsentativen, welche Eigenschaften sie welchem Kandidaten
aufgrund des Duells zuordnen würden:

  • Glaubwürdiger
  • Sympathischer
  • Arbeitsplätze schaffen

Die
möglichen Antworten waren Merkel, Schröder und – klar – unentschieden.
Also wenn man die Prozentzahlen der möglichen Antworten für jede Frage
zusammenzählt, dann muss für jede Frage genau 100 Prozent als Summe
herauskommen (Merkel + Schröder + Unentschieden = 100). Man kann es
sich noch einfacher machen. Zählt man die letzte Stelle jeder der drei
Antwortmöglichkeiten zusammen, dann muss da eine 0 stehen. Ganz einfache Rechnung. Beispiel:

37 + 37 + 24 = 98

Halt! Da steht keine 0 am Ende! Und die Summe lautet auch nicht 100! Was ist da passiert?

Diese
einfache Rechnung habe ich für die Befragung der Repräsentativen nach
45 Minuten durchgeführt. Für alle drei Eigenschaften. Nirgendwo eine
Null ("0") am Ende! Fehlerquote 100 Prozent! Dann habe
ich diese einfache Rechnung für die Befragung nach 90 Minuten
durchgeführt. Besser: Die Fehlerquote sank auf 33,33… Prozent. Diesmal ergab die Kontrolle den Fehler nur bei der letzten Eigenschaft. Besser. Aber immer noch: Peinlich.

Entweder hat die Forschungsgruppe Wahlen eine oder mehrere Antwortmöglichkeiten verheimlicht ("Buuuuuh", geht aber aufgrund der Logik nicht), oder sie hat sich verrechnet ("Gelächter"). Wir haben auch gelacht über die Stimmenauszählung und Berechnung in Florida für die Wahl des US-Präsidenten …

[ siehe auch: Bürgerblog – "Die Macht der Repräsentativen" ]