Offensichtlich gibt es einige der vermögenderen Bürger unseres Staates, die ihre besondere Verantwortung für die Gesellschaft ernster nehmen als so manch andere:

In einem offenen Brief hat sich eine Gruppe von Vermögenden, Schriftstellern und Wirtschaftsexperten für eine Erhöhung der Vermögens- und Erbschaftssteuern ausgesprochen. Unter den Unterzeichnern des Schreibens an die designierte Bundeskanzlerin Angela Merkel und den möglichen Vizekanzler Franz Müntefering sind Literaturnobelpreisträger Günter Grass, die Autoren Erich Loest und Peter Rühmkorf, Wirtschaftsexperten wie Thilo Bode und Rudolf Hickel sowie die Millionenerben Frank Hansen, Percy Rohde und Susann Haltermann. Initiator des Aufrufs ist der Hamburger Reeder Peter Krämer.

[ Quelle: tagesschau.de ]

Die Vermögensbesteuerung sei in Deutschland extrem niedrig und solle daher angehoben werden. Etwa 66 Milliarden seien dadurch an Mehreinnahmen zu erwirtschaften.

Zwar betrachte ich mich nicht der vermögenderen Bevölkerungsschicht
als zugehörig, als arm betrachte ich mich jedoch sicherlich nicht. Der
Gedanke einer Unterstützung des Staates durch diejenigen, die es sich
leisten können, erscheint mir ist sinnvoll.

Der Zwanzigste

Nach der Bundestagswahl am 18. September dachte ich bereits daran, den Staat finanziell zu unterstützen ("Es ging um knappe Kassen"), konkrete Maßnahmen den Zwanzigsten umzusetzen traf ich bislang nicht – jedoch geht mir der "Zwanzigste" nicht aus dem Kopf:

  • Als Richtgröße für die Höhe des Zwanzigsten gilt: Ein Zwanzigstel (5 Prozent) des Nettogehaltes.
  • Die genaue Höhe kann und soll jeder nach seiner persönlichen Sicht und Situation festlegen.
  • Wenn jemand den Zwanzigsten nicht zahlen kann: Gut, soll er nicht. Für jemanden wie ihn ist der Zwanzigste.
  • Der Zwanzigste ist absolut freiwillig.
  • Zweckgebundenheit: Gezahlte Zwanzigste werden ausschließlich zur Staatsschuldentilgung verwendet.
  • Der Zwanzigste ist nicht von der Steuer absetzbar.
  • Zahlungen erfolgen zur Vereinfachung immer nur in einer Summe für 6 Monate.
  • Damit wirklich von einer Zahlung etwas übrigbleibt muss eine Zahlung mindestens 120 Euro betragen.
  • Wem der Zwanzigste mal zuviel ist, der setzt einfach für 6 Monate aus. Oder spart zunächst 6 Monate an.
  • Keine Vorwürfe, wenn jemand nicht teilnimmt.
  • Jeden Monat wird eine Liste mit den Namen derjenigen, die den
    Zwanzigsten im Vormonat geleistet haben, im Internet veröffentlicht.
    Aber nur von denen, die es wollen.

Vor möglichen Umsetzung ist es oft hilfreich ein paar Fragen zu
platzieren. Bei Ministerien sicherlich ganz besonders. Deswegen habe
ich soeben eine Anfrage an das Bundesministerium der Finanzen gestellt,
inwieweit mein Gedanke überhaupt realisierbar ist:

Sehr geehrte Damen und Herren,

angesichts der angespannten Finanzlage des Staates würde ich gerne
dazu beitragen, dem Staat eine finanzielle "Manövriermasse" zu
verschaffen.

Gibt es für Bundesbürger die Möglichkeit, einen Betrag in frei
bestimmbarer Höhe an das Bundesministerium der Finanzen zu überweisen,
verbunden mit der Auflage, dass dieser Betrag alleinig zur Tilgung der
Staatsschulden verwendet werden soll (zweckgebunden)?

Wenn dies der Fall sein sollte: Würden Sie mir bitte die
Einzelheiten mitteilen, wie eine entsprechende Überweisung vorzunehmen
ist?

Mit freundlichen Grüßen

Frank Hamm


http://www.injelea.de/plog

Gleich wie die Reaktion des Ministeriums aussehen wird: Jeder ist Teil der Gesellschaft und damit des Staates.

Jeder, der seinen Zwanzigsten leistet, der soll dies vollkommen
vorbehaltlos und bedingungslos tun. Ich bin bereit dafür. Für den Staat.

Denn der Staat sind wir.

[ Frank Hamm ]

Bleibt zunächst nur noch eine Frage: Wer macht mit?