Schmerzlich vermisst: Tagging Service

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Tags (Schlüsselworte) waren eine der großen Neuerungen im Web 2.0. Zunächst nur bei Social Bookmarks bekannt geworden, gibt es sie inzwischen in vielen Diensten. Doch wo bleibt der Dienst, der mir bei meinen Tags hilft?

Tags hier, Tags da, Tags überall: Social Bookmarks, Evernote, Outlook, Gmail, Pocket…

Nicht immer heißen sie Tags. Doch auch die Kategorien in Outlook sind für mich nichts anderes als Tags. Meine Social Bookmarks liegen bei Pinboard, vorher bei Diigo, davor bei Delicious.  Bei etwa sieben Jahren sammeln sich da Tags in verschiedenen Schreibeweisen an. Evernote nutze ich inzwischen auch etwa drei Jahre. Schnell ist ein Tag vergeben oder geändert oder gelöscht. Doch so schnell und vorteilhaft das dezentrale einfache Vergeben von Tags ist, so nachteilig ist es für mich mit ein paar Tausend Tags, die über alle möglichen Diensten verteilt sind.

Warum muss ich meine Tags überall separat vorhalten und so beispielsweise unterschiedliche Schreibweisen riskieren (nein, nicht riskieren: Das passiert quasi systeminhärent automatisch)?

Warum gibt es keinen Tagging Service, bei dem ich alle meine Tags/Keywords zentral verwalte und nicht separat bei jedem einzelnen Dienst?

Wenn ich dann beispielsweise anfange ein Tag zu tippen, kommt die automatische Vervollständigung vom Tagging Service. Umbenennen eines Tags? Kein Problem: Einmal im zentralen Tagging Service geändert, erfolgt die Änderung in allen anderen Diensten. Oder auch in beispielweise Evernote gelöscht oder geändert: Schwups, zu allen anderen Diensten gelöscht oder verteilt.

Träumen wird man ja wohl mal dürfen…

Autor: Frank Hamm

Frank Hamm](https://frank-hamm.com) (* 14. April 1961 in Ingelheim am Rhein) ist ein deutscher Kommunikationsberater, Blogger und Autor. Hamm lebt in der Ortsgemeinde Selzen (Rheinhessen). Im INJELEA-Blog behandelt er seit 2005 Fachliches aus Kommunikation, Produktivität, Kollaboration und Intranets. Als Der Entspannende berichtet Hamm über Wandern, Genuss und Kultur in Deutschland. Sein gleichnamiges Blog gehört zu den etablierten deutschsprachigen Wanderblogs. Subjektives aus Raum und Zeit veröffentlicht er in seinem Kolumnen-Blog Der Schreibende. In den Sozialen Medien ist Hamm aktiv auf Twitter als @DerEntspannende und als @fwhamm, auf Facebook als Der Entspannende und auf Instagram als Der Entspannende. Nachrichten und Anfragen beantwortet Hamm per E-Mail via frank@frank-hamm.com.

2 Gedanken zu „Schmerzlich vermisst: Tagging Service“

  1. Hallo Herr Hamm, diesen Dienst gibt es. IntraFind macht es möglich. Unser Produkt Tagging Service stellt genau diesen Service Unternehmen und deren Anwendern bereit. Standardisierte, automatisierte und harmonisierte Keywords, Tags, Schlagworte für eine bessere Wiederauffindbarkeit von Dokumenten, Inhalten, Textpassagen. Denn was nutzt der beste Inhalt, wenn ihn keiner wiederfindet. Und jeder kennt sie, die Tiefen von Fileshare Systemen oder SharePoints in die man eintauchen muss um relevante Informationen und Inhalte zu finden. http://www.intrafind.de

    1. Hallo Frau M., ist Ihr Tagging-Service ein Produkt für Unternehmen und die Suche innerhalb eines Unternehmen und wird jeweils über Schnittstellen in die Umgebung implementiert. Habe ich das so richtig verstanden?

      Das ist für Unternehmen mit mehreren verschiedenen Lösungen, die Verschlagwortung einsetzen, eine guter Ansatz. Für Endanwender, die verschiedene Dienste im Internet benutzen, ist es (noch) nicht einsetzbar? Also für Delicious, Gmail etc?

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