Social Networking bei Nissan

Nissan hat weltweit etwa 180.000 Mitarbeiter. Davon sollen 50.000 mit …

Nissan hat weltweit etwa 180.000 Mitarbeiter. Davon sollen 50.000 mit dem neuen N-Square vernetzt werden. Kernelemente sind Online-Profile der Benutzer, Blogs, Diskussionsgruppen und die gemeinsame Nutzung von Dateien ("share data files").

Ein zentraler Punkt scheint die Vernetzung der Mitarbeiter untereinander und vor allem auch hierarchieübergreifend zu sein:

In an interview with website BusinessWeek, Simon Sproule, the Nissan USA executive overseeing N-Square, says the site will provide employees with a way to avoid bureaucratic channels and create new partnerships, citing the inefficiency of traditional tools and channels as a main reason for launching the site.

"If you want to talk to your boss or your boss’s boss or your boss’s boss’s boss, you set up meetings, you ‚cc‘ everyone, you lay out an agenda and maybe even have a pre-meeting to discuss the topic. There’s an enormous amount of time spent just to get to talk to somebody," says Sproule.

[ Nissan launches "N-Square" internal social networking site

Ursprung für N-Square war ein Besuch Sproules bei IBM, wo er IBMs webbasierte Software sah, die Mitarbeitern erlaubt Ideen zu teilen. Sproule sagte "IBM war die größte Inspiration. Das und die 100 Millionen Menschen, die MySpace benutzen."

Bemerkenswert ist, dass mit Nissan ein großes Unternehmen an den "Sozialen Start" geht, dessen Schwerpunkt auf Produktion und Verkauf liegt und dass viele der Mitarbeiter in Produktion und Handel arbeiten:

While not the first global corporation to launch such a site, Nissan’s deployment of N-Square is notable due to the company’s core focus on manufacture and sales to businesses and consumers, with large percentages of employees working in factory and retail environments.

Unternehmenskultur

Basis für den Artikel bei the Internal Comms Hub ist ein Bericht, der am 30. Oktober 2007 auf BusinessWeek erschien: "Why Is Nissan Mimicking MySpace?". In dem Bericht wird noch deutlicher, dass es bei Nissan auch um eine Änderung in der Unternehmenskultur geht:

Some habits are hard to break. When Chief Executive Carlos Ghosn entered the picture eight years ago to rescue a near-bankrupt Nissan Motor (NSANY), the Brazilian-born Frenchman also set out to remake its corporate culture. He made English the official language at management meetings, introduced a performance-based grading system for employees, and added Western-style pay packages for top managers. 

Denn letztendlich ist es nicht das Geld sondern das Wohlfühlen im Unternehmen, das Mitarbeiter an ihr Unternehmen bindet – oder eben nicht:

The potential payoff is happier employees who feel more attached to their jobs. "What we know from research is that one of the primary reasons people stay at the same company is that they’re well tied into the social fabric of the place," says McKinsey & Co. consultant Leigh Weiss. "Companies will often lose top performers because they aren’t sufficiently mentored or connected." 

Mein Meinung 

Dieses Mal also kein IT- oder Medien-Unternehmen, das lässt ja auch für andere Branchen wie die Bankenbranche hoffen ;-)

Bürokratie? In Unternehmen und nicht in der öffentlichen Verwaltung? Ich wusste gar nicht, dass es so etwas noch geben soll … ;-) 

Klar ist, dass ich Geld für meine Leistung haben möchte. Ab einem bestimmten, für jeden unterschiedlichen Punkt jedoch ist es mir wichtig, dass ich mich wohlfühle und meine Leistung effektiv und effizient leisten kann. 

[ via del.icio.us/dhinchcliffe ]

Autor: Frank Hamm

Frank Hamm](https://frank-hamm.com) (* 14. April 1961 in Ingelheim am Rhein) ist ein deutscher Kommunikationsberater, Blogger und Autor. Hamm lebt in der Ortsgemeinde Selzen (Rheinhessen). Im INJELEA-Blog behandelt er seit 2005 Fachliches aus Kommunikation, Produktivität, Kollaboration und Intranets. Als Der Entspannende berichtet Hamm über Wandern, Genuss und Kultur in Deutschland. Sein gleichnamiges Blog gehört zu den etablierten deutschsprachigen Wanderblogs. Subjektives aus Raum und Zeit veröffentlicht er in seinem Kolumnen-Blog Der Schreibende. In den Sozialen Medien ist Hamm aktiv auf Twitter als @DerEntspannende und als @fwhamm, auf Facebook als Der Entspannende und auf Instagram als Der Entspannende. Nachrichten und Anfragen beantwortet Hamm per E-Mail via frank@frank-hamm.com.