Heute morgen stand ich bereits um kurz nach sieben auf der A643 ("Schiersteiner Autobahn") Richtung Wiesbaden im Stau. Nicht nur, dass die Ferienzeit vorbei ist, die Stauzeit ist jetzt eingetroffen. Ich muss also meine Abfahrtszeit um mindestens eine Viertelstunde nach vorne verlegen (Seufz).

In Wiesbaden fuhr ich zur Tanke rein (133,9 für Benzin lasse ich mir nicht entgehen). Beim Rausfahren liessen zwei freundliche Autofahrer freundlicherweise genügend Platz, damit ich bei der nächsten Grünphase einfädeln konnte. Dann kam jedoch ein Rettungswagen, Chaos entstand beim Freimachen einer Spur. Meine Befürchtungen zerstreuten ein freundlicher LKW- und ein freundlicher PKW-Fahrer, die mir wieder Platz zum Einscheren liessen. Danke!

An einer roten Ampel in Wiesbaden hielt ich brav, ebenso einige andere PKW-Fahrer. Einige Sekunden später flitzte zwischen den Autofahrern ein Radfahrer über die Ampel. Ich schaute nach: Die Ampel war noch Rot. Außerdem fuhren von links noch andere Autofahrer in den Kreuzungsbereich. Der Radfahrer flitzte die abschüssige Straße mit etwa 60 bis 70 Stundenkilomenter.

Vor einiger Zeit unterhielt ich mich mit einem radfahrenden Kollegen, der sich über die Un-Eignung Wiesbadens für Radfahrer beschwerte (fehlende Radwege, hohe Bordsteinkanten etc.). Da gebe ich ihm Recht. Die Message kam jedoch auch rüber: "Meine Wünsche werden nicht erfüllt, also werde ich gezwungen, gegen die Regeln zu verstoßen. Ich kann gar nicht anders, ich bin nur das Opfer!". Das dachte wohl auch der Flitzer, als die Ampel nicht wunschgemäß grün war…