Beiträge

Mit 47 noch einmal studieren und mit 50 den Job wechseln? Was bewegt jemanden, den sicher geglaubten Job abzulegen und nach einer Auszeit von zehn Wochen einen Neuanfang zu wagen? Ein subjektiver Reisebericht ohne Ende.

Wir haben das erste Oktoberwochenende 2011. Es ist BarCamp-Zeit: BarCamp Stuttgart 4. Es ist für mich auch die Zeit für einen Rückblick und einen Ausblick. Und wenn es „die Community“ interessiert, dann halte ich auf dem BarCamp eine Session über meine Auszeit im Frühjahr diesen Jahres. Darüber, welche Erfahrungen ich in zehn Wochen mit dem „Nichtstun“ machte, was vor mir lag, welche Erwartungen ich im Juli (noch) hatte. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Dieser Artikel ist entspricht zu einem Großteil den „Notizen eines Auszeitlers“ auf dem Weichensteller-Blog mit den Teilen Anfang, Auszeit sowie Toolblick und Ausblick. Auch wenn „erstens“ und wenn „zweitens“, so hat sich an meiner positiven Grundhaltung nichts geändert.

Ein neuer Weg - Im Wald um den Haidel

Ein neuer Weg - Im Wald um den Haidel

Kurz vor meinem fünfzigsten Geburtstag war mein letzter Arbeitstag. Kopfüber fiel ich in eine Auszeit. Alles Planen hatte nichts genutzt: Sie war da. Zehn Wochen zwischen zwei Jobs. Trotz aller Gedanken über meine Auszeit war ich nicht wirklich darauf vorbereitet. Die ersten Tage vergingen noch wie im Fluge. Der Job war sofort aus meinem Kopf, doch ich hatte ein anderes Problem: Ich war Onliner. Ständig warben akustische und optische Meldungen um meine Aufmerksamkeit. Genauso ständig war das Gefühl, ich könnte etwas verpasst haben. Dazu kamen die Geburtstagsfeier, Ostern, kleinere und größere Erledigungen. Die ersten drei Wochen waren wie ein Urlaub, den man zu Hause verbringt, und an dessen Ende man feststellt: „Morgen bin ich wieder im Büro“. Doch da war kein Büro. Es ging einfach weiter. Weiterlesen

Heute erschien von mir auf dem Weichensteller-Blog der erste von drei Teilen einer Artikelserie über meine Auszeit. Die Autoren des Weichensteller-Blogs:

[…] sind eine Gruppe von jungen Leuten, die sich im Rahmen einer Social-Media-Fortbildung eher zufällig begegnet sind, sich jedoch alle für ein gemeinsames Thema interessieren: Veränderungen. In bester Social-Media-Manier haben wir deshalb beschlossen, ein Blog ins Leben zu rufen, in dem wir uns über Veränderungen austauschen wollen.

Von meinem Alter her passe ich zwar nicht zu den Autoren :-) aber Veränderungen hatte ich in der letzten Zeit reichlich. Deswegen habe ich gerne zugesagt, einen Gastartikel zu schreiben. In dem Gastartikel berichte ich über die Anfänge meiner Veränderungen, meine Motivation und meine Auszeit:

Mit 47 noch einmal studieren und mit 50 den Job wechseln? Was bewegt jemanden, den sicher geglaubten Job abzulegen und nach einer Auszeit von zehn Wochen einen Neuanfang zu wagen? Ein subjektiver Reisebericht ohne Ende.

Kurz vor meinem fünfzigsten Geburtstag war mein letzter Arbeitstag. Kopfüber fiel ich in eine Auszeit. Alles Planen hatte nichts genutzt: Sie war da.

In dem heute erschienenen ersten Teil schreibe ich auf dem Weichensteller-Blog über meinen Weg in die Auszeit. Die Anfänge gehen bis ins Jahr 2005 zurück:

Notizen eines Auszeitlers – Anfang„.

Im nächsten Teil berichte ich dann über meine Erfahrungen in der Auszeit, und im dritten Teil… To be continued :-)

Nachträge

Teil 2 (12.07.2011): Notizen eines Auszeitlers – Auszeit

Für meine Auszeit habe ich mir vorgenommen, meinem Körper mehr Aufmerksamkeit zu widmen: Ausgewogene Ernährung, Gewicht leicht reduzieren, mehr Bewegung. Alles steht dabei unter dem Motto „In der Ruhe liegt die Kraft“. Keine FDH-Orgien, nicht alles auf einmal. Ich habe mir als Rahmen „Ausgewogenheit und innere Ruhe“ gesetzt.

Ernährung

Mein Einstieg für eine ausgewogene Ernährung ist das Buch „Ich bin dann mal schlank“ von Patric Heizmann (Buch auf Amazon, Koch- und Rezeptbuch auf Amazon). Heizmann unterteilt Lebensmittel in fünf Gruppen:

  1. Gemüse-Obst-Öl
  2. Eiweiß
  3. Gute Kohlehydrate
  4. Schlechte Kohlehydrate
  5. Getränke
141.1/365 Meins, alles meins - Mein Müsli von MyMuesli.com

Mein Müsli von MyMuesli.com

Darauf baut Heizmann Empfehlungen für den richtigen Mix für die verschiedenen Tageszeiten mit seiner „Ernährungs-Uhr“ auf. Locker geschrieben mit vielen Tipps. Für mich ein sehr guter Einstieg – vor Allem, wenn man kein Absolutist ist und nicht alles überernst nimmt. Ich habe begonnen, meine Ernährung umzustellen. Habe ich früher morgens kaum etwas gegessen, so ist das Mindeste ein Protein-Shake, am besten noch ein kleines Müslihäppchen (beispielsweise mit meinem Müsli von Mymuesli).

Gerne schnipsele ich Obst wie einen Apfel in das Müsli. Überhaupt esse ich viel regelmäßiger Obst und Gemüse. Wenn ich Fleisch esse, dann bevorzuge ich Geflügel. Aber ich bin dabei flexibel und genieße auch schon mal im Urlaub so wie letztens im Bayerischen Wald eine Schweinshaxe.

Wenn ich Säfte trinke, dann mische ich generell mit Wasser. Ansonsten Wasser pur. Oder einen guten Wein zum Essen. Flexibel eben. Schrittweise will ich weitere Tipps umsetzen und auch beim Kochen auf weitere Dinge achten (beispielsweise auf gutes Oliven- und Rapsöl). Weiterlesen

In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich – auch nachträglich – Lektionen, die ich für mich persönlich in meiner Auszeit gelernt habe, in der Kategorie „Ausgewogenheit“.

Die Lektionen mögen sich im Laufe der Zeit ändern, ich mag dazu lernen oder ich mag mich einfach nur geirrt haben. Life happens.

Ich nehme eine Auszeit. Heute war mein letzter Arbeitstag. Von heute an nehme ich rund zweieinhalb Monate eine Auszeit für mich. Im Juli beginne ich eine neue berufliche Tätigkeit.

Ich bin ein Onliner. Ich blogge seit 2005, twittere seit 2007, bin seit längerem auf Facebook. Ich gehe auf BarCamps und einige andere Veranstaltungen. Ich bin mehr oder weniger seit Jahren fast jeden Tag online – privat. Das hat einen Vorteil, denn ich kann mich jederzeit der ständigen Erreichbarkeit entziehen. Wer beruflich online ist, für den ist das oft schwierig.

Zugegeben, in einer Welt, die sich zunehmend vernetzt, die verrückt ist nach ständiger Erreichbarkeit, anhaltender Aufmerksamkeit und sozialer Mitteilung vom Typ Wasichgerademache, ist der Gedanke reichlich radikal: Verbringe mehr Zeit mit dir allein!

[ Karrierebibel: Auszeit – Warum Zeit mit sich allein so wertvoll ist ] Weiterlesen